Was ist eigentlich Ehebruch?

a mich die Themen Scheidung, Ehebruch und die Un- terordnung der Frau in der Kirche (Gemeinden,. Church) seit Monaten beschäftigen, habe ich in der Bibel.
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Was ist eigentlich Ehebruch? (Ich bin geschieden. Na und!) Dieses Buch widme ich allen Frauen. Valda Broome

Gott liebt seine Töchter Das ist mein Trost in meinem Elend, dass dein Wort mich erquickt. Ps.119,50

Inhalt VORWORT......................................................................... 4 UNTERORDNUNG .............................................................. 17 SCHEIDUNG ..................................................................... 42 EHEBRUCH ....................................................................... 65 SCHRIFTGELEHRTE UND PHARISÄER ...................................... 89 WAS GOTT ZUSAMMENGEFÜGT HAT .................................... 99 Impressum ................................................................... 106 Buchempfehlung ... ...................................................... 108 Buchempfehlung ... ...................................................... 110 Buchempfehlung ... ...................................................... 112

VORWORT

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a mich die Themen Scheidung, Ehebruch und die Unterordnung der Frau in der Kirche (Gemeinden, Church) seit Monaten beschäftigen, habe ich in der Bibel nachgeschaut, täglich gebetet und Gott um Führung und um Weisheit gebeten. Nun möchte ich meine Erkenntnisse mit anderen teilen. Ich hoffe sehr, dass ich dieses Buch im Sinne des Herrn geschrieben habe. Über die Jahre haben wir Christen viel Unsinn von der Kanzel aus gehört, und wegen Unkenntnis bleiben wir oft ignorant dem Willen Gottes gegenüber. Ich will hier nicht meine Meinung, sondern die Schrift (Bibel) klar und deutlich und in einer einfachen Sprache wiedergeben. Zu lange hat die Kirche (durch Männer) uns Frauen mit Bibelversen gedemütigt, benachteiligt und uns gehindert, unserer göttlichen Berufung (auch innerhalb der Kirche) nachzugehen. Einige Freie Gemeinden erlauben Frauen, einiges zu tun, aber auch die halten an bestimmten Äußerungen des Paulus fest. Äußerungen, die aus dem Kontext genommen sind und falsch gedeutet werden. Noch heute beschweren die ›Hirten‹ unser Leben mit Gesetzen des Alten Testaments und mit ihren eigenen selbst erdachten Regeln und Gesetzen. Wir sind so sehr von der Kirche geprägt, dass wir kaum noch in der Lage sind, die Falschlehre zu erkennen und uns

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davon zu trennen. Zu lange haben Frauen und Männer die Lasten der ›Kirche‹ getragen. Frauen leiden noch mehr; sie seufzen über die Ungerechtigkeit, die sie in verschiedenen Glaubensgemeinschaften erfahren. (Sie dürfen weder lehren noch predigen.) Wir befassen uns selbst nicht genug mit der Bibel und beugen uns der Falschlehre. Nach außen tun die verschiedenen Glaubensgemeinschaften viel Gutes, aber das soll die Benachteiligung der Frau in der Kirche und in einigen ›freien‹ Gemeinden nicht in den Hintergrund drängen. Die Bibel wird leider seit Tausenden von Jahren in bestimmten Bereichen nur zu Gunsten der Männer gedeutet und gelehrt. Die Kirche, die ein Ort der Ruhe und des Friedens sein sollte, ein Ort, wo die gute Botschaft verkündigt werden soll, hat oft ihr Ziel verfehlt und hat uns allen oft unnötige Lasten auferlegt. Wir sind mehr Gefangene einer Institution mit ihren eigenen Regeln und Gesetzen als gefangen in Jesu. Ich hoffe, mit diesem Buch nicht nur Frauen, sondern auch Männern helfen zu können.

Es ist mir ein Vergnügen, Gott zu danken. Dankbarkeit hat mich erfasst und geküsst. Sie ist in mir lebendig und aktiv. Sie berührt mein Herz. Tränen der Dankbarkeit sind viele, und Tränen der Freude nicht weniger. Ich spüre die gewaltige Kraft der Dankbarkeit. Mein Mund läuft über. Es ist köstlich, dem Herrn zu danken.

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enn ich an die Lehre über die Themen Ehebruch, Scheidung und die Unterordnung der Frau in der Kirche denke, fühle ich mich als Frau unwohl in meiner Haut. Noch heute werden diese Themen falsch gelehrt oder so weiter gegeben, dass man sie falsch versteht. Im Alten Testament war Ehebruch außerehelicher Sex und man beruft sich auf das, was im Gesetz des Mose geschrieben ist. Dieses Gesetz wurde gegeben aus Herzenshärte der Männer, die sich von ihren Frauen grundlos scheiden ließen. Und das Gesetz des Mose herrschte nur über das Volk Israel. Die anderen Völker der Erde standen nicht unter diesem Gesetz. Jesus fügte hinzu, dass Ehebruch stattfindet, wenn ein Mann in seinen Gedanken eine andere Frau begehrt. Wenn wir die Aussage Jesus’ genau betrachten und auf uns beziehen, leben viele Ehepaare in ihrer Gedankenwelt im Ehebruch. Nach dem Alten Testament und nach dem, was Jesus sagte, ist vor Gott Ehebruch nicht nur außerehelicher Sex, sondern auch schon der Gedanke daran. Aber wer kann in die Köpfe der Menschen sehen? Nicht nur in den Köpfen der Männer findet Ehebruch statt, sondern auch in denen der Frauen. Ehebruch hat es immer gegeben und wird es immer geben. Keiner hat das Recht, den Zeigefinger gegen einen anderen zu erheben, denn auch in seinem Kopf lauert die Sünde. Wir müssen nur an christliche Ehemänner denken, die sich beim Ansehen von Porno-Filmen oder Porno-Zeitschriften befriedigen, und auch das ist Ehebruch. Sie brechen die Ehe, 6

indem sie im Kopf Sex mit einer anderen Frau haben. Pornos sind auch unter christlichen Männern weit verbreitet. Einige Frauen wissen, dass ihre Ehemänner zu pornografischen Materialen greifen, dennoch schweigen sie. Sie finden sich damit ab und leiden darunter, weil sie glauben oder denken, dass sie frigide sind und sie ihre Männer sexuell nicht befriedigen können. Diese Frauen, geht man nach dem Alten Testament und dem, was Jesus sagte, könnten sich ohne Bedenken scheiden lassen, weil ihre Männer die Ehe gebrochen haben. Aber die Heiden waren nicht unter dem Gesetz und Jesus hat das Gesetz erfüllt. Obwohl sich dieses Buch hauptsächlich mit christlichen Ehefrauen, die unter ihren christlichen Ehemännern zu leiden haben, beschäftigt, möchte ich betonen, dass auch einige christliche Ehemänner unter ihren christlichen Ehefrauen leiden. Einige Frauen sind prahlerisch, egoistisch, dominant und machen das Leben ihrer Männer unerträglich. In Spr. 12, 4 lesen wir: »Eine tüchtige Frau ist ihres Mannes Krone; aber eine schandbare ist wie Eiter in seinem Gebein.« Jemanden zu dominieren, ist ein Akt der Gewalt. Jemanden den eigenen Willen aufzuzwingen, ist ein Akt der Gewalt. Jemanden zu manipulieren, ist auch ein Akt der Gewalt. Die Faust und die Zunge sind Waffen, die viel Unheil anrichten. Die Wunden ›sanfter‹ (seelischer) Gewalt sieht man nicht sofort und leider oft zu spät. Gewalt hat viele Gesichter. Viele Männer haben kostbare Perlen an ihrer Seite und erkennen sie nicht. Lemuels Mutter sagte ihm Folgendes (Spr. 31, 10): »Wem eine tüchtige Frau beschert ist, die ist viel edler als die köstlichsten Perlen.« 7

Männer wie Frauen, die keine Scheidung wollen oder wollten, leiden darunter. Einige, weil sie ihre Frauen lieben und einige, nicht weil sie geschieden sind, sondern weil andere Christen sie ablehnen, sie meiden und ihnen Steine nachwerfen. Andere leiden nur wegen ihres Stolzes. Ich weiß, dass es unter uns ehrliche, aufrichtige und liebevolle christliche Ehemänner gibt, die ihre Frauen lieben, schätzen und mit Würde behandeln. Um diese kostbaren Edelsteine von Männern geht es in diesem Buch nicht, sondern um die Männer, die ihre Frauen seelisch misshandeln, dominieren und tyrannisieren. Aus verschiedenen Gründen heiraten Menschen, und nicht immer hat das mit Liebe zu tun. Menschen heiraten aus Not, aus Angst vor der Einsamkeit, vor dem Alleinsein im Alter, aus finanziellen Gründen, um dem Elternhaus zu entgehen, wegen Sex, weil sie allein nicht klarkommen, einige gar nur, um verheiratet zu sein. Und natürlich heiraten einige auch aus Liebe. Über Gewalt in der Ehe wird in der Bibel nicht gesprochen und kein Mann hat das Recht, seine Ehefrau zu misshandeln. Gott duldet keine Gewalt. Wer seine Frau misshandelt, egal auf welche Art, der handelt nicht nach dem Willen Gottes. Jesus sprach davon, dass einige Menschen zur Ehe nicht fähig sind, und dies gilt für Frauen und Männer und meiner Meinung nach vor allem auch für Männer, die ihre Frau misshandeln. Diese sind eheunfähig und die Frau muss nicht bei ihm bleiben. Wer seine Frau manipuliert, will nur seinen Willen durchsetzen und seine Frau kontrollieren. 8

Warum sollen Frauen durch Bibelverse gezwungen sein, in Ehen zu bleiben, in der sie Gewalt ertragen müssen und dadurch krank werden? Da ich ein gebranntes Kind bin, bin ich vertraut mit dem Schmerz und den Demütigungen einer unglücklichen Ehe, die in Scheidung endet. Ich fühle mit Frauen, die in ihrer Ehe beleidigt, erniedrigt und geschlagen werden. Keiner muss in einer Ehe bleiben, wenn er seelisch oder körperlich misshandelt wird. Ich fühle mit Frauen, die in der Gegenwart ihres Mannes nicht weinen und keine Emotionen zeigen dürfen. Ihre Tränen werden Krokodils-Tränen genannt und ihre Emotionalität als labiler Zustand bezeichnet. Ich fühle mit Frauen, die den Gottesdienst nicht besuchen dürfen, weil ihre Ehemänner das nicht wollen. Jahrelang hasste ich mein ›Frausein‹ und wünschte, ich wäre als Mann auf die Welt gekommen. Ich meinte, als Mann hätte ich es leichter und besser. Gott hat mir das Leben als Frau geschenkt, aber Männer haben mir das Gefühl gegeben, dass ich als Frau minderwertig und nicht von großer Bedeutung bin, und ich schämte mich, eine Frau zu sein. Ein Leben des Gebets hat mir geholfen, mich als Frau zu akzeptieren und mich selbstbewusster zu machen. Ich sehe mich nicht nur als Frau, sondern als Miterbin der Gnade des Lebens. Heute liebe ich es, Frau zu sein, und in der Haut eines Mannes möchte ich niemals stecken. Gott hat mich als Frau gewollt. Niemals aber würde ich alle Menschen eines Geschlechts über einen Kamm scheren; kein Geschlecht ist vollkommen, und ich denke, dass keiner von uns behaupten kann, dass 9

er nie in seinem Leben in ›fremde Felder‹ geschaut hat, wenn auch nur in Gedanken. Wir sind nicht heilig auf die Welt gekommen. Wir sind in Sünde geboren und werden von der Welt schlecht beeinflusst. Als Christen haben wir auch die gleichen Gedanken wie die Nichtchristen, aber durch das Gebet wird uns geholfen, unsere Gedankenwelt rein zu halten. Ich bin überzeugt, dass viele, auch ich, sich mal einen anderen Partner gewünscht haben, als es in der Ehe kriselte, und wir fragen uns: Warum muss uns so etwas widerfahren? Keiner hat das Recht, Personen in der Gemeinde (Kirche, Church) zu verdammen und aus der aktiven Gemeinschaft auszuschließen nur, weil sie geschieden sind. Wer heute Steine nach anderen wirft, soll daran denken, dass schon Morgen nach ihm Steine geworfen werden können. Ist eine Ehe auf Lügen aufgebaut, wird sie eines Tages zerbrechen, ohne dass einer fremdgeht, denn die Wahrheit kommt immer ans Licht. Keine Frau soll sich gezwungen fühlen, in einer Ehe zu bleiben, wenn die Beziehung sie krank macht. Niemand soll in seiner Ehe Unterdrückung und Tyrannei dulden. Das Leben ist viel mehr wert und hat mehr zu bieten. Eine harmoniebedürftige Person kann nicht mit einer autoritären Person harmonisieren. Was ist unser Leben wert? Menschen bleiben in einer zerrütteten Ehe und quälen einander täglich mit verletzenden Worten. Es fliegen dabei unter Umständen nicht nur verbal die Fäuste der Zunge. Hass hat den Platz der Liebe eingenommen und ein men10

schenunwürdiges Leben wird nebeneinander in Verachtung gelebt. Nicht mal die Agape ist unter einigen Christen tätig. Weil jemand sich Christ nennt, heißt das nicht, dass er neugeboren ist. Neulich sagte mir ein Mann, dass er nur in der Kirche nach einer Frau suchen würde, weil da bekommt man eine ›gute‹ Frau. Ich weiß, dass Männer in meiner Heimat Jamaika hauptsächlich in der Kirche nach einer Partnerin fürs Leben suchten. Nachdem sie in der Welt ihre Erfahrungen gemacht hatten, kamen sie zu der Erkenntnis, dass eine anständige Frau, eine gläubige Frau ist. Viele Frauen sind auf solche Männer reingefallen, und kurz nach der Hochzeit erlebten sie eine böse Überraschung. Die Männer waren nicht bekehrt, sondern Wölfe im Schafspelz, die auf Beutesuche waren. Die Frauen sind getäuscht worden, und nun sitzen sie in der Ehefalle, und wegen der Lehre der Kirche bleiben diese Frauen in der Gewalt ihrer Männer. Die Kirche beherbergt viele gut getarnte Wölfe. Die Frauen verliebten sich in den Hochstapler und waren durch ihre Liebe geblendet. Durch diese Liebe wollen sie alles tun, um die Ehe weiterzuführen, aber ihre Seele und ihre Selbstachtung sind der Preis, den sie zahlen müssen. Wer in so einer Ehefalle ist, soll schnell da raus, aber wer drin bleiben will, soll bleiben. Jeder ist und soll frei sein und über sein Leben selbst bestimmen. Frauen, die in ihrer Ehe kaputtgehen, sollen sich selbst die Frage stellen, ob ihre Ehemänner überhaupt bekehrt sind, und warum sie jahrelang solche Demütigungen über sich ergehen lassen. Sie sollen wissen, dass Misshandlungen, egal welcher Art, Gott

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