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Mein Name ist Sarah und das ist meine Geschichte. Ich erzähl sie ... ist, glaube ich, nicht das Hässlichste. Mein Busen .... nicht das große Los gezogen. Ich hatte ...
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Sarah Krueger

Schlechte Romanzen Erotischer Roman © 2011 AAVAA Verlag UG (haftungsbeschränkt) Quickborner Str. 78 – 80, 13439 Berlin Alle Rechte vorbehalten www.aavaa-verlag.de 1. Auflage 2011 Lektorat: Tatjana Meletzky Illustrationen: Tatjana Kononenko www.buchimkopf.wordpress.com Covergestaltung: Pascal Rosenhauer www.Rose-Irons-Customs.de Printed in Germany ISBN 978-3-86254-641-1

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Alle Personen und Namen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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1. Kapitel Der Glanz meiner Jugend

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Hallo. Mein Name ist Sarah und das ist meine Geschichte. Ich erzähl sie Dir. Ich wüsste nicht, wem ich sie sonst erzählen sollte. Es ist mir auch ein wenig peinlich. Inzwischen bin ich einunddreißig Jahre alt. Mit meinem Aussehen bin ich im Allgemeinen zufrieden. Mein Gesicht ist, glaube ich, nicht das Hässlichste. Mein Busen besticht zwar nicht durch außergewöhnliche Größe, dafür ist er wohlgeformt und der Bleistift bleibt noch nicht darunter hängen. Meine Brustwarzen sind zwei kleine harte Erbsen, die von schmalen Vorhöfen umgeben sind. Bei Erregung werden sie nicht viel länger, dafür umso härter. Und sie sind leicht erregbar … Mein Bauch ist nur wenig dicker, als ich es mir wünsche. Man könnte ihn also flach nennen. Mein Po und meine Schenkel sind noch recht straff. Nur wenn ich sitze, sind manchmal kleine Dellen zu sehen. Meine Muschi ist auch nicht von schlechten Eltern. Wenn ich meine Scheidenmuskulatur zusammenziehe, stöhnt so mancher Mann auf.

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So könnte ich eigentlich zufrieden sein mit mir als Frau, aber hör mal selbst … Ich wuchs wohlbehütet im Ostberliner Stadtteil Mitte auf. Dort, in der Nähe der Chausseestraße, da wo die Straßenbahn kurz vor der Mauer wendete, verlebte ich die glücklichsten Jahre meines Lebens. Meine Eltern waren in Ordnung, auch wenn sie sich wie alle Erwachsenen anders verhielten als normale Leute – aus meiner damaligen Sicht. Meine ersten sexuellen Erfahrungen machte ich mit neun Jahren, auch wenn es nicht wirklich sexuelle Erfahrungen gewesen sind. Mein damals bester Freund Michael durfte wochenends bei mir schlafen. Als wir abends bei Licht in den nebeneinander geschobenen Betten lagen und noch ein wenig quatschten, kamen wir irgendwie auf die Idee, uns gegenseitig „unsere Dinger zu zeigen“, wie wir damals sagten. Etwas peinlich berührt zog ich mein Nachthemd hoch und er seine Schlafanzugbuxe runter. Nun starrten wir uns gegenseitig auf unsere „Dinger.“ Meine damals (wie heute) haarlose Muschi musste ihm gefallen haben, denn sein Ding richtete sich langsam auf. Ich habe etwas entsetzt gestarrt, obwohl ich natürlich wusste, dass ein Schniedel so etwas kann. 7

Dann fragte Michael: „Wollen wir unsere Dinger mal anfassen?“ Aber das wäre mir dann zu weit gegangen. Wäre sein Ding in „Ausgangsposition“ gewesen, hätte ich vielleicht mal dran rumgespielt, aber so … Zum Glück habe ich es nicht getan, denn zwei Minuten später kam meine Mutter herein, um uns mit einem Betthupferl zu beglücken. Zwei Negerküsse, die damals in der DDR nicht an jeder Ecke zu bekommen waren. Da hätte meine Mutter aber nicht schlecht geguckt, wenn ich am steifen Schniedel meines Spielkameraden gespielt hätte, mit dem ich sonst Fahrrad fahre oder in Pfützen springe! So wuchs ich jedenfalls glücklich zu einem Teenager heran. Im Alter von zwölf Jahren kamen dann die ersten wilden Knutschereien. Auch durften die zumeist älteren Jungs mir schon mal an meinen zart erblühenden Knospen fummeln. Mehr war allerdings nicht drin, dafür musste ich erst dreizehn werden. Doch dann ging es los. Ich wurde das, was man gemeinhin als Schlampe bezeichnet. Inzwischen hatten sich meine Wespenstiche zu ansehnlichen Brüsten geformt. Ein Junge aus meiner Klasse hatte es mir gegenüber anders formuliert: „Mann, hast Du geile Titten gekriegt!“

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Dieser Junge hinkte der Evolution allerdings ordentlich hinterher. Er war im Gegensatz zu den anderen Jungs noch nicht in der Pubertät. Also sagte ich zu ihm: „Mann, lass Du Dir erstmal Haare am Sack wachsen, bevor Du über Titten redest.“ Er war anständig errötet, versuchte den Sieg noch auf seine Seite zu ziehen, indem er sagte: „Dafür bist Du blöde“, und verschwand in den Tiefen des Klassenzimmers. Ich musste natürlich noch eine Bemerkung hinterschicken, um meinen Sieg noch höher ausfallen zu lassen. „Na und, blöd bumst gut! Aber das wirst Du nie zu spüren kriegen“, rief ich ihm hinterher. Die ersten Partys wurden an den Wochenenden veranstaltet. Nachdem ich ordentlich bei meinen Eltern gebettelt hatte, durfte ich hin. Sie dachten, wir sitzen mit ein bis zwei Tüten Kartoffelchips vor dem Fernseher und sehen den Spätfilm. „Aber nicht so viel Cola trinken“, gaben sie mir mit auf den Weg. Aber da brauchten sie sich keine Sorgen zu machen.

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Die Eltern einer Klassenkameradin hatten im Umland einen größeren Wochenendbungalow. So richtig mit Pool und so. Die Eltern selbst fuhren aber nicht mehr raus. Dort sollte die Party steigen. Zuerst fuhr ich zu einer Freundin, um mich dort richtig aufzubrezeln. Zuhause wären meine Eltern misstrauisch geworden. Hätte ich in meinem Top die Wohnung verlassen, hätten sie mich ausgelacht, ob ich vergessen habe, mir etwas überzuziehen. Wir standen also bei meiner Freundin vor dem Spiegel, schminkten uns und versuchten uns darin zu übertreffen, so weit wie möglich unsere Möpse herausquellen zu lassen. Dann fuhren wir mit der Straßenbahn zum nächsten SBahnhof, um ins Umland zu gelangen. Schon in der Bahn gefielen mir die Blicke der Männer. Um ehrlich zu sein, sie machten mich sogar ein wenig geil. Am selbstgefälligen Lächeln meiner Freundin erkannte ich, dass es ihr nicht anders ging. Wir hatten eine Tüte mit diversen Alkoholvorräten dabei. Man wollte ja nicht mit leeren Händen ankommen. Allerdings konnten wir uns in der Vorfreude auf die erste große Party nicht zurückhalten. Wir mussten schon mal ein paar „Kleinen Feiglingen“ den Deckel abschrauben. Damals gab es noch keine sogenannten Alkopops. Da musste man als 10

Mädchen noch ordentlich Likör oder Mixgetränke trinken. Dafür entwickelten wir eine gute Fantasie, was das Mixen von Getränken anging. So saßen wir also in der S-Bahn und saugten die kleinen Feigling-Flaschen leer. Wir gackerten und unterhielten uns extra laut und derb. Ein paar alte Leutchen schauten uns pikiert an. Als wir bei der Datsche ankamen, war die Party schon voll im Gange. Die neunzigerjahre-typische DancefloorMusik wummerte durch den kleinen Bungalow. Noch saß die Mehrzahl der Teilnehmer auf überdimensionalen Sitzkissen herum. Damals war es noch so, dass nicht jeder sein eigenes Getränk hatte. Meist wurden Gemeinschaftsflaschen herumgereicht. Ein Hoch auf die Herpes-Viren-Verteilung! Anfangs wurde noch eine gewisse Schüchternheit an den Tag gelegt. Die, die sich nicht kannten, beäugten sich erst mal vorsichtig. Leichte Gespräche fanden statt, zwischen denen, die sich kannten. Bei mir war das kein Problem. Schließlich war ja meine halbe Klasse da. Jedenfalls die Mädels. Die Jungs aus unserer Klasse waren selbstverständlich nicht anwesend. Was sollten wir auch mir denen. Die waren ja gleichaltrig. 11

Langsam kam Pfiff in die Party. Nun quatschten auch die, die sich nicht kannten. Erste Arme wurden um Taillen gelegt. Erste spitze Küsse auf den Mund ausgetauscht. Die Alkoholzufuhr wurde allmählich hochgefahren. Die Jungs tranken lecker Büchsenbier, die Mädels Sekt oder Mixgetränke. Die Musik wurde lauter. Ich war froh, dass ich nicht der Nachbar war, kann ich Dir sagen. Was? Ob sich einer beschwert hat? Nein, das hätte sich keiner getraut. Bei dieser Horde Halbstarker auf dem Nachbargehöft sollte man sich lieber um seine eigenen Angelegenheiten kümmern. Bei diesen Halbstarken war alles möglich. Gegen zehn Uhr war das Büchsenbier dann alle. Ein letzter Schluck, ein brachialer Rülps, und schon mussten sich die Jungs ein anderes Getränk suchen. Was sie nicht vor allzu große Probleme stellte. Erst wurde Futschi getrunken. Das ist ein Mix aus Cola und Weinbrand. Bei uns damals natürlich billigster Fusel und billigste Cola. Ich hab’s dann auch mal gekostet, widerlich kann ich Dir sagen. Als der edle Goldbrand in meinem Magen ankam, schaute er sich kurz um und wollte wieder heraus. Er machte umgehend kehrt und stieg die Speiseröhre hinauf. Zum Glück konnte ich ihn zurückdrängen. Den Jungs war der dürftige Geschmack der 12

Zutaten egal. Sie wollten nur besoffen werden und noch wichtiger: die Mädels besoffen machen! Nachdem ihnen der Futschi aus den Ohren kam, stellten sie andere Mixgetränke her. Dabei bewiesen sie eine ausgeprägte Fantasie. Kakao mit Goldbrand war dabei der Renner. Aber auch heißer Kaffee mit Blue Curacao war erfunden worden. Ich habe einiges davon probiert. Und siehe da: Die Jungs waren gleich eine Ecke interessanter geworden. Nun spielte sich immer wieder folgende Szene ab: Ein Junge kam von hinten auf einen zu und weil er einen so mochte, umarmte er einen. Dabei war es üblich, dass er - natürlich „aus Versehen“ - die Brust des Mädels berührte. Es war überall zu beobachten und keines der Mädels machte den Eindruck, als ob es sie störte. Mann, ich hatte den Abend so viele Hände auf meinen Brüsten, ich glaube nicht, dass das jemals wieder in meinem Leben vorgekommen ist. Aber wie gesagt, uns Mädels störte das an jenem Abend nicht. Man hatte ja auch genug intus! Draußen, auf dem kleinen Grundstück, befand sich ein Pool. Es war eine laue Sommernacht, die Partyleuchten glänzten im Dunkeln, es kam, was kommen musste: Das erste Mädel flog mitsamt Klamotten in den Pool. Sie zeterte nur kurz mit den Jungs, die sie da hineingeworfen hatten. Vor 13

den fünfzehn- bis sechzehnjährigen Halbgöttern wollte sie ja nicht als prüde gelten. Außerdem, falls Du Dich nicht erinnern kannst, hatten wir ja genug intus! Also, was half es, die Kleine zog ihre nassen Klamotten aus, ging ins Bad und föhnte ihre Unterwäsche. Dann kam sie wieder heraus und nahm an der Party teil, als habe sie eine volle Montur an. Sie tanzte inmitten der angezogenen Menge. Das fanden die Jungs offenbar nicht gerecht. Sie fühlten sich animiert, die nächsten Mädels in den Pool zu werfen. Die wehrten sich nur halbherzig. Der Fön arbeitete auf Akkord. Die Mädels, die noch trocken waren, versuchten unauffällig auf sich aufmerksam zu machen. Als sie schließlich an der Reihe waren, wehrten sie sich natürlich, das gehörte zum guten Ton. Wer dann von den Mädels immer noch nicht in den Pool geflogen war, zog sich einfach so aus. Es war ein Bild für die Götter. Eine Horde schwankender Mädchen in Unterwäsche. Damals war es allerdings noch so, dass der BH das verhüllte, was er zu verhüllen hatte, und die Kehrseite eines Schlüppers nicht auf einen Zentimeter geschrumpft war. Das, was wir Frauen heute so an Unterwäsche tragen, gab es damals nur über bestimmte Kataloge zu beziehen. Trotzdem reichte es aus, dass der Eine oder 14

Andere von den Jungs ein leichtes Beulchen vor sich hertrug. Bald waren die ersten Mädels soweit. Sie waren sozusagen alkoholbedingt nicht mehr Herrinnen ihrer Sinne. Wild knutschend hatten sie bis eben auf der Tanzfläche gestanden. Nun wurden aus den Knutschereien wilde Fummeleien, und zwar heftigst vor aller Augen. Ringelpiez mit Anfassen vor der gaffenden Menge, sozusagen. Was? Ja, ich habe auch zu denen gehört. Bitte? Nein! Warum sollte ich mich dafür schämen? Es hat nicht lange gedauert, da waren sowieso alle mit dabei. Es waren komische Verhältnisse damals. Jeder mit jedem. Du hast mit dem gefummelt, den du gerade abgekriegt hast. Ich hatte nicht das große Los gezogen. Ich hatte Torsten abbekommen. Mit seinen roten Haaren und dem Gesicht voller Sommersprossen sah er ziemlich dämlich aus. Aber es gehörte damals dazu. Man hat einfach mitgemacht. Es war nun mal so! Man wollte ja nicht, dass die anderen in der Schule auf einen zeigten.

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