Untitled - Think Vegan

Ich überlegte einige Tage hin und her und irgendwie ließ mich die Idee eines Food Blogs dann doch nicht mehr los. Deshalb ging kurz darauf „Vegan Guerilla ...
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!"#$%& Einleitung 5 Salate Victor Lustig-Salat 9 Quinoa-Mango-Seitan-Salat 11 Apfel-Walnuss-Salat 13 Mandeltofu-Pilz-Birnen-Salat 15 Melone, Quinoa und Feldsalat 17 Suppen Austernpilz-Creme-Suppe 21 Gazpacho 23 Kürbis-Suppe 25 Hauptspeisen Hokkaido-Risotto 29 Mariniertes Tempeh an bunter Hirse 31 Herzhafte Pfannkuchen 33 Seitan-Tandoori-Spieße mit Reisnudel-Gemüse-Pfanne 35 Pastelón 37 Gemüsepfanne mit Roter Beete 39 Monkey Burger 41 GoGreen Curry 43 Quiche Lorraine 45 Farfalle-Auflauf mit Tofu Rosso 47 Empanadas al Horno 49 Seitan auf Mangold-Sahnesauce 51 Chinakohl und Shiitake in Kokossauce 53 Gemüsetempeh in Curry-Joghurtsauce 55 Seitan in Pfifferling-Rahmsauce auf Nudelnestern 57 Süßkartoffelburger 59

Tofubällchen, Bohnen und Süßkartoffeln vom Blech 61 Gefüllter Braten à la Guerilla 63 Quinoa-Patties an Bohnen und Guacamole 65 Seitan-Gemüse in Erdnusssauce 67 Filoteig-Spinat-Rollen 69 Pasta mit Algen und Erbsen 71 Kürbis gefüllt mit Mango und Seitan 73 Schupfnudeln in Sahnesauce 75 Antipasti-Pizza 77 Cordon Bleu und Kartoffelspalten mit Knoblauchdip 79 Süßes Kirsch-Schoko-Törtchen 83 Nussecken 85 Erdnuss-Bananen-Cookies 87 Macadamia-Marzipan-Cantuccini 89 Kokos-Kakao-Cupcakes 91 Filoteig-Brunnen gefüllt mit Vanille und Beeren 93 Pumpkin Pie 95 Cake Balls 97 Papaya-Kokos-Milchreis 99 Danksagung 101 Index 102

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!"#$!"%&#' „Ein Buch? ICH!?!“ So oder so ähnlich wäre wohl meine Reaktion ausgefallen, hätte mir vor einem Jahr jemand erzählt, dass ich in naher Zukunft ein Kochbuch veröffentlichen werde. Ich hätte die Person vermutlich ausgelacht und für verrückt erklärt. Und jetzt, im September 2011, sitze ich auf dem Sofa in meinem Wohnzimmer und versuche, mir eine Einleitung für MEIN Kochbuch aus den Fingern zu saugen. Ich glaube es eigentlich noch immer nicht. Aber ich fang‘ mal vorn an: Eigentlich begann alles im letzten Jahr, als mein Freund mir vorschlug, einen (veganen) Food Blog zu schreiben, um Rezepte mit Freunden zu teilen und nicht zu vergessen. Zwar fand ich die Idee auf Anhieb ganz gut, glaubte jedoch nicht, dass irgendwer Interesse daran haben könnte, meine Rezeptkreationen nachzukochen, schließlich bin ich keine ausgebildete Köchin. Ich überlegte einige Tage hin und her und irgendwie ließ mich die Idee eines Food Blogs dann doch nicht mehr los. Deshalb ging kurz darauf „Vegan Guerilla - Revolution starts in the kitchen“ online und ich begann, jede Woche mehrere Rezepte zu veröffentlichen, welche mein Freund ablichtete. Zu meiner absoluten Verblüffung verirrten sich relativ schnell die ersten Besucher auf meine Seite und es wurden täglich mehr. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. So wurde aus einer fixen Idee ein stetig wachsendes Projekt und nun auch dieses Buch. Bevor die wirkliche Arbeit an diesem Werk überhaupt losgehen konnte, standen diverse Überlegungen im Raum: Wie soll das Ganze aussehen, was mag ich an Kochbüchern und was nicht und die wohl wichtigste Frage, was koche ich überhaupt? Letztere beantwortete sich dann relativ schnell mit: einige der beliebtesten Rezepte aus dem Blog und natürlich eine Menge neuer. Um die anderen Fragen zu beantworten, wurden Listen erstellt, Bücher gewälzt, Bücher gewälzt und... Bücher gewälzt. Nebenbei habe ich herausgefunden, dass es, zumindest in Hamburg, Läden gibt, die nur Kochbücher verkaufen. Verrückt! Jedenfalls kann ich für mich sagen, dass das Buch in der Form, wie es jetzt ist, meinen Ansprüchen gerecht wird. Wichtig war mir vor allem, dass es zu jedem Rezept ein Foto gibt. Ganz ehrlich, wer kocht denn schon Dinge nach, wenn er oder sie sich unter all dem Geschreibsel nichts, aber auch gar nichts vorstellen kann? Ich nicht.

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Alle Speisen in diesem Buch wurden bei uns zu Hause in einer ganz normalen Küche zubereitet, in unserem Wohnzimmer fotografiert und im Anschluss von uns verspeist, wenn auch in den meisten Fällen erst, als sie bereits kalt waren. Was ich damit sagen möchte ist im Grunde nur, dass du keine Kochausbildung, keine speziell eingerichtete Küche brauchst, sondern einfach nur etwas Kreativität und Spaß am Kochen. Dieser Satz, „Vegan - was kannst du denn dann noch essen?“, den viele von uns schon etliche Male gehört haben, sollte doch eher Ansporn sein als Beleidigung. Ein Ansporn dazu, wirklich jedes erdenkliche Gericht zu „veganisieren“ oder neue Rezepte zu kreieren und somit das Vorurteil der langweiligen veganen Ernährung zu widerlegen. Es ist so einfach! Ich freue mich sehr, dass dieses Buch nun endlich fertig ist, da es mich doch einige Nerven gekostet hat (und meinen Freund, der mich während dieser Zeit ertragen musste, wahrscheinlich noch ein paar mehr) , den Inhalt zusammen zu bekommen und „ganz nebenbei“ noch zu arbeiten und zu studieren. Umso mehr hoffe ich, dass ihr viel Freude an dem Ergebnis habt und es euch, euren Freunden und Freundinnen und Familien eine Menge neuer Ideen und vor allem unglaublich leckeres Essen ganz ohne tierische Produkte beschert. Guten Hunger & Reingehau‘n,

Sarah

ÜBER  DIE  AUTORIN Sarah Kaufmann lebt und studiert in Hamburg. Seit 2010 veröffentlicht sie ihre veganen Essenskreationen im Food-Blog “Vegan Guerilla” (www.veganguerilla.de).

ERKLÄRUNG 40

Zubereitungsdauer

Zutat = optionale Zutat 1 Tasse = 250 ml

Personen / Portionen

Ei-Ersatz für 1 Ei = 1 EL Sojamehl auf 2 EL Wasser

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½ Tasse Quinoa 1 Tasse Gemüsebrühe 200g Seitan 1 Knoblauchzehe 1 Mango 1 Avocado 300g Kidneybohnen 100g Himbeeren Himbeer-Balsamico frischer Basilikum Salz

20

QUINOA-­MANGO-­ SEITAN-­SALAT

Quinoa in der Gemüsebrühe aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen. Währenddessen den Seitan in Streifen schneiden und anbraten, bis er leicht knusprig ist. Eine Knoblauchzehe hineinpressen und etwas salzen. Mango und Avocado schneiden und in eine Schale geben. Die Kidneybohnen abgießen und mit in die Schale geben. Quinoa, Seitan sowie Himbeeren zu den anderen Zutaten geben. Etwas Himbeer-Balsamico darauf gießen. Basilikum kleinschneiden und darüber streuen.

11

200g Tempeh 11 EL Weißwein 1 EL Balsamico-Preiselbeer-Essig 2 EL Walnussöl 2 TL Thymian 2 EL Ahornsirup 4 Knoblauchzehen ½ Tasse Hirse 1 Tasse Gemüsebrühe 1 Zucchini 1 Möhre

40

4 Frühlingszwiebeln 1 Handvoll Kräuter (z.B. Basilikum, Petersilie) etwas Öl Pfeffer Salz

etwas frischer Babyspinat Cocktailtomaten

MARINIERTES  TEMPEH AN  BUNTER  HIRSE

Tempeh (am Stück) 10 Minuten kochen und kurz abkühlen lassen. Zunächst der Länge nach, dann diagonal halbieren, so dass vier gleich große Stücke entstehen. Für die Marinade 8 EL des Weißweins, Balsamico-Preiselbeeressig, Walnussöl, Thymian und Ahornsirup vermengen. Zwei Knoblauchzehen pressen und dazu geben. Etwas salzen und pfeffern. Die Marinade zusammen mit dem Tempeh in eine Schale geben und für mindestens eine halbe Stunde einlegen. In einem kleinen Topf eine Tasse Gemüsebrühe mit einer halben Tasse Hirse zum Kochen bringen. 5 Minuten köcheln und anschließend 10 Minuten quellen lassen. Zucchini, Möhre und Frühlingszwiebeln waschen und in kleine Stücke schneiden. Den restlichen Knoblauch hacken oder pressen. Die Kräuter ebenfalls kleinhacken. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und zunächst die Zucchini mit den Möhren anbraten. Sobald die Zucchini anfängt, Wasser zu verlieren, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Weißwein hinzugeben und weiter anbraten, bis das Gemüse gar ist. Die Kräuter hinzugeben und mit der Hirse vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In einer zweiten Pfanne Öl erhitzen und Tempeh hineingeben. Nach und nach etwas von der Marinade hinzugeben. Tempeh wenden und von allen Seiten goldbraun anbraten. Optional etwas Spinat auf die Teller geben. Die Hirse darauf verteilen und, ebenfalls optional, mit Cocktailtomaten garnieren. Tempeh dazu geben und servieren.

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1 kleine Zwiebel 1 Knoblauchzehe 2 ½ Bananen 200g Natur- oder Räuchertofu etwa 80g Mehl 50g gehackte Mandeln 1 EL Senf 1 EL Glutenpulver 2 EL Tahina Olivenöl 2 EL Sojasauce

30

4 Burgerbrötchen Erdnussbutter (cremig) etwas Zucker einige Blätter Eisbergsalat 1 Tomate Pfeffer Salz

Dabwiaend  Be urger-­Pat ies  lassen  sich  vielfältig   ohminet    OBalnan  neund    undma  chNeüsn  sesi,c  h  abaeucr  h  dawfüunr  dezrb.Bar   einer  andelreiven  nstSückorchteen,  T  ofuge,t  rocCknhieli,te  n  JToamalapeten,ño  .   Knoblauch  oder  Kräutern. s,  

MONKEY  BURGER

Zunächst die Bratlinge vorbereiten: Die Zwiebel, den Knoblauch und eine halbe Banane kleinhacken oder in einem Standmixer zerhäckseln. Die Masse in eine Schale geben. Den Tofu dazubröseln. Dann 50g des Mehls, gehackte Mandeln, Senf, Glutenpulver, Tahina, 2 EL Öl und die Sojasauce hinzugeben. Leicht salzen und pfeffern. Mit den Händen oder einem Knethaken am Mixer zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. Sollte dieser zu klebrig sein um ihn zu formen, noch etwas Mehl hinzugeben. Vier Kugeln aus dem Teig formen und diese von außen mit Mehl einstäuben. Vorsichtig plattdrücken (etwa 2-3cm dick). In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. Die Bratlinge hineingeben und einige Minuten braten, bis sie goldbraun sind. Vorsichtig umdrehen. Die Burgerbrötchen etwas vorwärmen. Erdnussbutter, falls sie zu hart ist, kurz auf dem Herd erwärmen, damit sie streichbarer wird. Den Zucker in der Pfanne erhitzen. Die Bananen vierteln und im Zucker karamellisieren. Dabei aufpassen, dass der Zucker nicht zu heiß wird und anbrennt. Die Brötchen mit der Erdnussbutter bestreichen. Den Salat waschen und die Tomaten in Scheiben schneiden. Die Burgerbrötchen mit Salat, Bratling, Tomatenscheiben, jeweils zwei der karamellisierten Bananenscheiben und, wer möchte, erneut einem Klecks Erdnussbutter belegen.

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300g Mehl 150g Margarine 8 EL Wasser 1 Stange Lauch 150g Sojaschinken Ei-Ersatz für 3 Eier 150g veganer Käse 250ml Sojacuisine Knoblauch nach Belieben Pfeffer Salz

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Dwundeer  rbSa ojaschinken  lässt  sich  auch   r  durechrs  (geräucherten)  Tofu   etzen.  

QUICHE  LORRAINE

Mehl, Margarine, 1 TL Salz und Wasser zu einer gleichmäßigen Masse verkneten. Abdecken und für mindestens eine Stunde kalt stellen. Den Ofen auf 200°C vorheizen. Den Teig ausrollen, in eine Springform (Ø 26cm) geben und mit einer Gabel mehrfach einpieksen. Die Ränder an den Seiten etwas hochdrücken. Lauch und Sojaschinken schneiden und für 4-5 Minuten zusammen anbraten. Den Ei-Ersatz anrühren, „Käse“ raspeln und beides zusammen mit der Sojacuisine in die Pfanne geben. Knoblauch in die Mischung pressen, salzen, pfeffern. Die Mischung auf den Teig in der Springform geben und gut verteilen. Bei 200°C 25-30 Minuten überbacken.

45

500g Kartoffeln 1 Brötchen etwas Sojamilch 25g Maisstärke 250g Räuchertofu 2 Knoblauchzehen 1 rote Chili 1 Zwiebel etwa 150g Gluten 50g Mandeln, gehobelt

100g Mehl 2 EL Sojasauce 2 EL Tahina 4 EL Olivenöl Thymian 60-80g veganer Käse 1 Möhre 2 EL Margarine 2 EL Semmelbrösel etwas Ahornsirup 300g Blumenkohl

250ml Wasser 3 EL Fertigpulver für braune Sauce Pfeffer Salz

Petersilie süßer Senf

60 Wasser aufsetzen. Die Kartoffeln schälen. Das Brötchen in sehr kleine Stücke reißen und in Sojamilch einweichen (es sollte genug Flüssigkeit haben, die aufgesaugt werden kann, aber nicht schwimmen). Die Hälfte der Kartoffeln in Stückchen schneiden und etwa 10 Minuten in Salzwasser kochen. Die andere Hälfte feinraspeln, in ein Tuch geben und auswringen. Die gekochten Kartoffelstückchen zerstampfen und mit den ausgewrungenen, geraspelten Kartoffeln sowie dem Brötchen vermengen. Mit der Stärke vermischen, salzen und pfeffern. Optional etwas gehackte Petersilie hinzugeben. Zu Klößen formen. Wenn diese zu weich sind, noch etwas Stärke hinzufügen. Den Ofen auf 220°C vorheizen. Räuchertofu kleinbröseln und in eine Schale geben. Den Knoblauch (gehackt oder gepresst), die kleingeschnittene Chili, eine sehr fein geschnittene Zwiebel, 100g Gluten, 30g Mandeln, Mehl, Sojasauce, Tahina, 4 EL Olivenöl, Thymian und Salz zu einer gleichmäßigen Masse verkneten. Die Masse in zwei gleich große Stücke teilen. Nun beide Stücke plattdrücken und möglichst gleich formen. Den „Käse“ in dünne Scheiben schneiden und diese auf einem der Gluten-Tofu-Klumpen verteilen. Dabei darauf achten, dass überall ein Rand frei bleibt. Die Möhre raspeln und auf dem

Schmeckt  auch  sehr  lecker  mit   süßem  Senf.   GEFÜLLTER  BRATEN À  LA  GUERILLA Käse verteilen. Nun das zweite Gluten-Tofu-Stück darauflegen und die Ränder gut zusammendrücken. Den Braten von allen Seiten mit Gluten bestäuben. Mit den Händen anfeuchten, damit das Gluten schön klebt. Ein bis zweimal wiederholen, bis außen eine gleichmäßige GlutenSchicht entstanden ist. Den Braten auf ein eingefettetes Blech legen. Für 15-20 Minuten in den Ofen geben. Die Kruste sollte während dieser Zeit nur leicht braun werden. Salzwasser zum Kochen bringen, die Klöße vorsichtig hineingeben, Hitze reduzieren und für etwa 15 Minuten leicht köcheln lassen. Währenddessen etwas Margarine in einem kleinen Topf schmelzen. Die Semmelbrösel mit dem Thymian und den restlichen Mandeln vermengen. Die Mischung auf dem Braten verteilen und etwas Ahornsirup darauf träufeln. Erneut für ca. 10 Minuten bei 220°C in den Ofen geben, bis sich eine goldbraune Kruste gebildet hat. Den Blumenkohl in Röschen zerteilen und kochen, bis er gar ist. Das Wasser mit dem Saucenpulver verrühren und aufkochen lassen, damit die Sauce eindickt. Alles zusammen servieren. 63