Steigende Spritpreise locken Langfinger an

rund 131 Millionen Euro kosten. Zuletzt hatte die ...... massiv leiden unter dem Kosten- druck aus Asien ...... Tag & Nacht 13.00 Privatdetektive im. Einsatz 13.55 ...
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Irren erwünscht SachsenAnhalts Labyrinthe starten in die neue Saison. Seite 2

Agrarfliegertreffen Oldtimer der Lüfte landen in Gardelegen. Seite 17

Gestorben Der langjährige „Verstehen Sie Spaß“-Macher Kurt Felix ist tot. Seite 6

Die Zeitung für die Altmark

Gardelegener Volksstimme www.volksstimme.de

Seite 32

Lokalteil

Steigende Spritpreise locken Langfinger an Deutlich mehr Kraftstoffdiebstähle in Sachsen-Anhalt 2011 haben Diebe im nördlichen SachsenAnhalt beinahe doppelt so oft Diesel und Benzin gestohlen wie im Vorjahr. Auch in diesem Jahr verzeichnet die Polizei bereits zahlreiche Fälle.

darunter eine batteriebetriebene Pumpe, zurückgelassen. Ein aufwändiger Umbau durch den Spritdieb, doch die Mühe lohnt sich offenbar: In weiten Teilen des mittleren und nördlichen Sachsen-Anhalt sind die Fallzahlen der Diebstähle von Super und Diesel 2011 in die Höhe geschnellt, haben sich in manchen Revieren sogar mehr als verdoppelt. Allein im Bereich der Polizeidirektion Nord ist die Zahl der Diebstähle gegenüber 2010 um rund 60 Prozent auf 1181 Fälle gestiegen (siehe Grafik). Schaden 2011: 900 000 Euro, ein Plus von 26 Prozent. „Im 1. Quartal 2012 wurden 334 Diebstähle erfasst, so dass sich der Trend aus dem Jahr 2011 wohl auch in diesem Jahr fortsetzen wird“, sagt Kommissarin Tina Beck von der PD Nord. Dabei liege die Vermutung nahe, dass der Anstieg der Fallzahlen mit der stetigen Erhöhung der Kraftstoff-

Von Andreas Stein Magdeburg ● Die Schläuche, die Schützenfest endet von einem Auto zu einem T4-Bus mit Festumzug der Marke VW führten, kamen der Gardelegen (dly) ● Das viertägiPolizeistreife des Reviers Salzwege Schützenfest des Gardeleger del gleich verdächtig vor. Die PoliSchützenvereins wurde gestern zeibeamten staunten jedoch nicht mit einem großen Umzug durch schlecht, als sie den Bus näher undie Stadt beendet. Am Vormittag tersuchten. wurden an den Wohnhäusern In dem T4 mit abgedunkelten der neuen Majestäten die Königs- Scheiben waren die Rücksitze scheiben angebracht. Am Sonn- ausgebaut, stattdessen stand ein abend hatte es einen Familientag 1000-Liter-Tank auf einer Holzpagegeben. Seite 18 lette. Der Fahrer war geflüchtet und hatte Wagen und Technik,

Kraftstoffdiebstahl im Vergleich 2010/2011

Bayern verliert Finale der Champions League

1,495

127 1,356 1,420

99

München (SID) ● Der FC Bayern

München hat im eigenen Stadion das Endspiel der Champions League verloren. Der deutsche Fußball-Rekordmeister unterlag dem FC Chelsea vor 62 500 Zuschauern im Elfmeterschießen 3:4. Nach 90 und 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Viermal hatte der FC Bayern die Trophäe gewonnen. Seiten 3 und 13

Kraftstoffpreis-Entwicklung in Euro je Liter

158

Super* 1,15

2010 2011

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40

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2010

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* seit 1.3.2011 E10

Quelle: ADAC

PD Sachsen-Anhalt Nord 189

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Diebstähle in den Bereichen Bundesautobahnen, Wasserschutzpolizei und Zentrale Kriminalitätsbekämpfung

93 52

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63 29

JL

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Harting knackt die 70-Meter-Marke

Oldtimer: „Go, Trabi, Go“ in der Elbaue

40 DE WB

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PD Sachsen-Anhalt Ost

Einbrecher schwärzen Dieseldiebe an darin nichts Brauchbares gefunden und dann, als sie das Quartett in ihrem „Revier“ entdeckten, aus „gekränkter Ehre“ die Polizei gerufen. Ebenfalls in der Nacht zu Sonntag nahm die Polizei in Havelberg nach Zeugenhinweisen zwei mutmaßliche Dieseldiebe fest.

Mit einem metallicblauen und zum Cabrio umgebauten Trabant 601, gefolgt von einem Wohnanhänger Marke „Weferlinger“, war der Magdeburger Autolackierer Torsten Bunzeck ein Hingucker auf dem Oldtimertreffen im Elbauenpark. Zwar ist Bunzecks Trabi erst 26 Jahre alt, damit fehlen

Hallescher FC schafft den Aufstieg in die Dritte Liga Halberstadt und FCM: Nur Plätze 16 und 18 (SID/ut) ● Der ostgegen den Berliner AK) als deutsche Fußball-TraditiTabellen-16. und den 1. FC onsklub Hallescher FC ist Magdeburg (1:1 bei Hannover 96 II), der als 18. gar nur zum ersten Mal seit 1994 Letzter wurde. wieder drittklassig. Der Elf von Trainer Sven Köhler In der Regionalliga reichte am 34. und letzten Trainer West sicherte sich BorusRegionalliga-Spieltag ein Sven Köhler sia Dortmund II den Meistertitel und damit den Auf0:0 gegen RB Leipzig für den Aufstieg. Verfolger Holstein stieg in die 3. Liga. Die U 23 des Kiel verspielte seine letzte Chance deutschen Meisters gewann am durch ein 1:4 (0:3) beim VfL Wolfs- letzten Spieltag beim Wuppertaburg II. Damit ist das Bundesland ler SV Borussia 5:3 (3:1). Verfolger Sachsen-Anhalt erstmals in der 3. Sportfreunde Lotte reichte ein 2:1 Liga – in der Saison 2008/09 neu (0:0) gegen den SC Wiedenbrück eingeführt – vertreten. 2000 nicht mehr. In der Südstaffel Bitter endete das Spieljahr für standen die Stuttgarter Kickers Germania Halberstadt (zuletzt 1:4 bereits als Aufsteiger fest. Seite 16 Halle

Von den Amerikanern lernen, heißt … Langzeitarbeitslosen und anderen eher unluxuriös lebenden Zeitgenossen beschwichtigen. Die Frage ist natürlich, was Deutschlands Multimillionäre und -milliardäre davon halten würden. Euphorie ist da wohl nicht unbedingt der erste Gedanke. Wahrscheinlicher scheint, dass sie dann auch erst mal in andere Länder reisen – die Schweiz beispielsweise. Allerdings nicht wegen der Ölquellen, sondern weil man da ganz entspannt auf eine Bank setzen kann. Woher der strenge Sparwille bei unseren Reichen kommt, kann nur gemutmaßt werden – die meisten haben einen Hochschulabschluss …

Meldung Schüler holen Preis bei „Jugend forscht“ Erfurt (dpa) ● Sachsen-Anhalts

Schüler waren erfolgreich beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“: Der mit 2000 Euro dotierte Preis des Bundespräsidenten ging an Sebastian Jäger (19) und Bonnie Stanek (18) von der Landesschule Pforta in Naumburg. Sie haben Mikroorganismen mittels eines hochfrequenten elektrischen Wechselfeldes nach Größe, Form und Art getrennt, wie die Organisatoren am Sonntag in Erfurt mitteilten. Die Methode der beiden Jungforscher könnte bei der gezielten Suche nach Krankheitserregern und bei Bodenanalysen eingesetzt werden.

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ihm noch vier Jahre zum echten Oldtimer-Status. Die meisten Besucher der Schau störten sich an solchen Feinheiten aber wenig. Sie schwelgten zwischen Ostmobilen in Erinnerungen und fachsimpelten beim Blick auf die Motoren noch weit älterer Karossen. Foto: Katja Tessnow

S c h äf er’s

Halle (jb) ● Diskuswerfer Robert Harting hat beim Werfertag in Quelle: Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord, Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost Grafik: Cicero Fotosatz GmbH Halle für einen Paukenschlag gesorgt: Der Weltmeister knackte zum ersten Mal in seiner Karriere die 70-Meter-Marke (70,31) und bekräftigte damit seine olympischen Medaillenambitionen. Ebenfalls Gernrode/Havelberg (dapd/dpa) ● Kanister und eine Dieselpumgut in Form präsentierte sich Nadi- Zwei Einbrecher haben bei Qued- pe dabei hatten, wie die Polizei ne Kleinert, Josephine terlecki und linburg eine Gruppe von Diesel- mitteilte. Die vier jungen MänMartin Wierig (alle SCM). Seite 15 dieben bei der Polizei gemeldet. ner gestanden, dass sie Kraftstoff Als die Polizisten in der Nacht stehlen wollten. zu Sonntag auf eine Baustelle in Kurz darauf entdeckten die BeGernrode kamen, hielten zwei amten auf dem Gelände einen aufIhle siegt und löst Männer eine Gruppe von 17- bis gebrochenen Baucontainer. Wie das Olympia-Ticket 20-Jährigen fest, die mehrere es hieß, hatten die zwei Männer Posen/Magdeburg (jb) ● Andreas Ihle hat sich mit einer beeindruckenden Leistung zurückgemeldet: Beim Kanu-Weltcup im polnischen Posen siegte der Olympiasieger zusammen mit Martin Hollstein im olympischen Von F.-René Braune ber denkt. Im „Focus“-Interview Zweier-Kajak über 1000 Meter. Da- Magdeburg ● Den Amerikanern gibt der Hollywood-Star zu Promit löste der lange Zeit verletzte wird ja vieles nachgesagt – bei- tokoll, dass er das ähnlich sieht. Magdeburger auch das Ticket für spielsweise, dass sie gern mal Zitiert wird er mit dem Satz: „Als die Spiele in London. Seite 15 mit gepanzerten Fahrzeugen in jemand, der es aus dem Ghetto andere Länder reisen, um bei der ohne einen Hochschulabschluss Suche nach Ölquellen zu helfen, an die Spitze geschafft hat, zahoder dass sie sich hauptsächlich le ich diesem Land zurück, was für sich selbst, nicht aber für den immer es von mir fordert.“ JFK Rest der Welt interessieren. lässt grüßen – frag nicht, was dein Was jetzt allerdings aus dem Land für dich tun kann, sondern Land der unbegrenzten Möglich- was du für dein Land tun kannst. 26° | 14° keiten und Schulden zu hören ist, Warum hört man so etwas Mix aus Sonne und Wollässt selbst den Argwöhnischsten eigentlich nicht auch mal von ken, auch mal ein Schauer an der Rechtschaffenheit seiner Angela Merkel und ihren KoalitiVorurteile zweifeln: Schon länger onären? Nach dem Motto „Von den bekannt ist, dass Präsident Oba- Amerikanern lernen, heißt spama die Reichen steuerlich stärker ren lernen“ könnte man auf diese zur Kasse bitten will. Neu aller- Weise vielleicht den Unmut von 4 191023 600905 1 1 1 2 1 dings ist, was Will Smith darü- unterbezahlten Leiharbeitern,

preise im Zusammenhang stehe. Ähnlich sieht es im Bereich der Polizeidirektion Ost aus. Die Täter gehen beim Spritklau immer gleich vor: Zumeist fahren sie mit einem Transportfahrzeug zum Tatort und verwenden Tanks in den Größen 500 bis 1000 Liter, die auf Anhängern oder Ladefläche verbaut werden. Zum Teil würden die Tanks auch verdeckt als doppelter Boden unter der Ladefläche angebracht, andere Diebe nutzten kleinere Kanister. Mit Gewalt hebeln oder bohren die Täter die Tankverschlüsse auf und pumpen den Kraftstoff mit Hilfe einer batteriebetriebenen oder manuellen Ansaugpumpe und Schläuchen ab. Ziel der Spritdiebe sind meist Lastwagen und Baumaschinen, aber auch Autos und Tankanlagen, die oft auf Firmengeländen, zum Beispiel von Fuhrunternehmen, stehen. Lohnend für die Gauner ist auch das gleichzeitige Leerpumpen der Tanks mehrerer Fahrzeuge, die auf Baustellen oder Fuhrparks nahe beieinanderstehen. Beamte der Autobahnpolizei berichten von Fällen, in denen nachts auf Rastplätzen während der Ruhezeiten der Sprit direkt von einem zum anderen Lkw gepumpt wurde, wobei ein dritter Laster den Tatort abschirmte. Laut Polizei sei nicht auszuschließen, dass Lkw-Fahrer den Kraftstoff günstig verkaufen und anschließend Anzeige wegen Diebstahls erstatten. „Der Diebstahl von Kraftstoffen lässt sich nicht endgültig verhindern – aber erschweren“, sagt Roland Neumann, Hauptkommissar im Dezernat für Prävention der PD Nord. Bei vielen Baumaschinen oder Lkw würden die Tankdeckel durch die Nutzer nicht mehr verschlossen, um ein gewaltsames Aufbrechen zu verhindern und so den Schaden zu minimieren.

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Montag, 21. Mai 2012

Umweltpolitik befürwortet UNESCO-Status

Meldungen 63-Jähriger von drei Männern verprügelt

Magdeburg (dpa) ● Die Karstland-

Hohenmölsen (dapd) ● Drei junge Männer haben in einer Gartenanlage in Hohenmölsen (Burgenland) einen 63-Jährigen zusammengeschlagen. Die 22 bis 25 Jahre alten Männer traten und schlugen am Freitagabend auf den Älteren ein. Der 63-Jährige wurde mit einer Platzwunde im Gesicht und Rippenprellungen in ein Krankenhaus gebracht. Gegen die Schläger wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Halberstadt wirbt für Nationalpark Harz Halberstadt (ru) ● Mit großen Hinweistafeln zum Nationalpark Harz werden Reisende jetzt auf dem Bahnhof in Halberstadt empfangen. Gle ichzeitig bietet das Mobilitätszentrum im Bahnhofsgebäude umfangreiche Informationen über das Schutzgebiet an. „Mit dem neuen Service wird Halberstadt seinem Beinamen als Tor zum Harz gerecht“, sagte Nationalparkleiter Andreas Pusch bei der Einweihung.

Personalien Anne-Kathrin Lentge wird 17. Heidekönigin Barleben (car) ● Die 20-jährige Anne-Kathrin Lentge aus Barleben wird die 17. Heidekönigin der Anne-Kath- Colbitz-Letzlinger Heide. Bei der rin Lentge Wahl im Rahmen der 950-Jahr-Feier der Gemeinde Barleben konnte sie am Sonnabend den Großteil der abgegebenen fast 300 Stimmen auf sich vereinen. Damit setzte sich die angehende Verwaltungsfachangestellte gegen die zweite Bewerberin, die 22-jährige Irina Brunner aus Magdeburg, durch. Anne-Kathrin Lentge wird am 9. September auf dem Colbitzer Heidefest die Krone von Vorgängerin Katja I. übernehmen.

Harzer „Wallrunning“: Im Laufschritt die Talsperrenmauer hinab Wer hier mitmacht, braucht zweifellos starke Nerven: Fast 90 Grad Gefälle musste gestern überwinden, wer beim Wallrunning an der Wendefurther Staumauer (Landkreis Harz) mitmachte. Bei dem spektakulären Sport läuft der „Runner“ die Mauer herab, mit den

Füßen an der Wand und den Blick auf die Wasserfläche des Unterbeckens in 40 Meter Tiefe gerichtet. Das Tempo bestimmt jeder selbst. Mehrere Läufer und Läuferinnen schwärmten anschließend von der atemberaubenden Aussicht und einem Gefühl ähnlich der

Schwerelosigkeit. Die Anlage an der Talsperre Wendefurth ging vor einigen Tagen nach jahrelanger Vorbereitung und einem umfangreichen Prüf- und Genehmigungsverfahren in Betrieb. In Deutschland soll lediglich Foto: Matthias Bein eine weitere Anlage existieren.

„Steckengeblieben ist hier noch keiner“ Irrgärten im Land starten in neue Saison Verschlungene Wege für die Freizeit: durch Naturhecken oder zwischen gestapelten Bierkästen Sachsen-Anhalts Irrgärten starten jetzt in die neue Saison. Ihre Faszination scheint ungebrochen. Altjeßnitz (dapd) ● Bei dem einen

führt die Suche nach dem Ausgang zwischen Hecken entlang, bei dem anderen muss der richtige Weg zwischen aufgetürmten Obstkisten gefunden werden. Etwas ist ihnen gemeinsam: Sie ihre Gäste in die Irre fühAnke Palm schwimmt wollen ren. Gemeint sind die Irrgärten in allen Frauen davon Sachsen-Anhalt, die mit Beginn Magdeburg (dpa) ● Anke Palm aus der Schönwetterperiode in eine Magdeburg ist Deutschlands bes- neue Besuchersaison starten. te DRK-Rettungsschwimmerin. Bis zu 60 000 Besucher komBeim 37. Bundeswettbewerb der men im Schnitt jährlich in den Wasserwacht des Deutschen Ro- Irrgarten Eckartsberga im Burten Kreuzes in Freital siegte die genlandkreis, sagt dessen Ge23-jährige Polizistin am Wochen- schäftsführer Frank Ulrich. Das ende im Damenwettkampf. Bei Wegenetz ist eineinhalb Kilomeden Wettbewerben, an denen 400 ter lang, gesäumt von 80 ZentimeFrauen und Männer teilnahmen, ter hohen Koniferen. Laut Ulrich musste zum Beispiel in Alltagszählt dieser Irrgarten mit zu den kleidung geschwommen werden. größten seiner Art in Deutsch-

Der Irrgarten in Altjeßnitz (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) gilt als größter und ältester erhaltener historischer Irrgarten Deutschlands. Foto: Förderverein Irrgarten Altjeßnitz/dapd

land. „Steckengeblieben ist hier noch keiner“, betont er. „Wer Panik bekommt, schreit einfach laut.“ Dann kommt Personal und geleitet den Gast nach draußen. Während in Eckartsberga das Labyrinth erst vor elf Jahren an-

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gelegt wurde, gilt das in Altjeßnitz im Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit einer Fläche von etwa 2600 Quadratmetern als der größte und älteste erhaltene historische Irrgarten Deutschlands. Er liegt inmitten eines vier Hektar großen

Land würdigt Engagement für Behinderte (dpa) ● In SachsenAnhalt sollen Arbeitgeber ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise um Menschen mit Behinderung kümmern. Unter dem Motto „Pro Engagement“ können sich bis zum 30. Juni Firmen und öffentliche Arbeitgeber mit ihren Projekten zur Barrierefreiheit im Arbeitsleben um die Auszeichnung bewerben, wie der Landesbehindertenbeauftragte Adrian Maerevoet mitteilte. Vergeben werde der Preis in mehreren Kategorien, so auch an kleine Firmen mit weniger als 20 Beschäftigten. Die Auszeichnung werde am 15. Oktober in Halberstadt (Landkreis Harz) verliehen. Bei der Premiere des Wettbewerbs im Jahr 2010 hatten sich den Angaben zufolge 20 Firmen aus Sachsen-Anhalt um den Ehrenpreis beworben. In Sachsen-Anhalt leben rund 260 000 Menschen mit Behinderungen. ● http://dpaq.de/mUWQe Magdeburg

Parks. Zwischen 1730 und 1750 ist der barocke Irrgarten entstanden, erzählt die Ortsbürgermeisterin und Vorsitzende des Fördervereins Irrgarten Altjeßnitz, Gudrun Dietsch. Vor zehn Jahren ist er in das touristische Netzwerk „Gartenträume - Historische Parks in Sachsen-Anhalt“ aufgenommen worden. Seither habe sich die Anlage sehr gut entwickelt, sagt Dietsch. Zuvor wenig gepflegt, ist sie heute im „Super-Zustand“. Irrgärten benötigten einen besonderen Pflegeaufwand, sagt die Sprecherin vom Verein „Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt“, Felicitas Remmert. Vor allem die Hecken müssen regelmäßig geschnitten werden. Mit Eintrittsgeldern könne die Pflege sichergestellt werden. Problematisch sei das Verhalten einiger Gäste, die Abkürzungen „kreieren“ und Löcher in den Hecken verursachen. Das sehe nicht nur unattraktiv aus, sondern schade einem Irrgarten. Besucher

sollten Zeit mitbringen, um auf den angelegten Wegen ans Ziel zu finden, sagt Remmert. Korrektur gebe es am HeckenLabyrinth von Schloss Mosigkau bei Dessau, berichtet Nicole Krebs von der Kulturstiftung DessauWörlitz. Der Irrgarten von „KleinSanssouci“, wie das Rokokoensemble genannt wird, gehört zum Lustgarten des Schlosses. Es sei weitestgehend noch so erhalten, wie es im 18. Jahrhundert angelegt wurde, sagt Krebs. Dass Obstkisten viel mehr sind als nur Transportmittel, zeigt seit paar Jahren die Saale Obst Erzeuger- und Absatzgenossenschaft aus Schochwitz bei Halle. Dort wurden erneut 6000 Obstkisten zu einem „Wirrgarten“ gestapelt, wie Holger Arndt von der Genossenschaft sagt. Besucher können nun täglich auf etwa 2000 Quadratmetern den richtigen Weg durch das Stiegen-Labyrinth suchen.

Motorradfahrer und Radler nach Unfällen gestorben

schaft Südharz soll nach dem Willen des Umweltausschusses des Landtages als Biosphärenreservat der UNESCO anerkannt und somit unter besonderen Schutz gestellt werden. Die Region um Roßla bei Sangerhausen zeichne sich durch eine großen Vielfalt an Arten aus. Ein entsprechender Antrag zur Anerkennung sei erarbeitet worden. Dieser könne nach Zustimmung der Kommunen in der Region unmittelbar an die UNESCO übermittelt werden, sagte Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU). Die Karstlandschaft verdankt ihre Entstehung natürlichen unterirdischen Gipsvorkommen. Deren Auswaschung hat zu dem charakteristischen Hügelland mit zahlreichen Höhlen geführt. Rund 1500 Farn- und Blütenpflanzen, darunter auch zahlreiche geschützte und gefährdete Arten, gibt es nach Angaben der Verwaltung des Biosphärenreservats in dem Gebiet. Es erstreckt sich auf einer Fläche von rund 30 000 Hektar vom Landkreis Mansfeld-Südharz im Süden Sachsen-Anhalts bis hin zur Landesgrenze nach Thüringen.

Verlängerung der B 6n wird von EU gefördert Magdeburg/Berlin (dpa) ● Die EU

steuert 85 Millionen Euro für die Verlängerung der Bundesstraße 6neu (B6n) nach Osten bei. Damit könne die Verbindung zwischen den Autobahnen 14 und 9 mit den beiden Ortsumgehungen Bernburg und Köthen wie vorgesehen gebaut werden, teilte das Bundesverkehrsministerium in Berlin mit. Insgesamt soll das Projekt rund 131 Millionen Euro kosten. Zuletzt hatte die Bundesstraße 6n westlich der A14 für Aufsehen gesorgt. Die Landesregierung will die zweispurige Strecke durch den Nordharz als Autobahn ausweisen lassen und erhofft sich dadurch eine bessere Vermarktung des Harzes. Das dafür zuständige Bundesverkehrsministerium lehnte diesen Vorschlag aber umgehend ab: Die Straßenbreite sei für den Status einer Autobahn nicht ausreichend. Im Volksmund wird die B6n bereits heute als „Nordharzautobahn“ bezeichnet. Östlich der Autobahn 14 waren vor allem die Ortsumgehungen von Anwohnern gefordert worden. „Das bedeutet für die Bürgerinnen und Bürger Entlastung vom Durchgangsverkehr und ruhigeren Schlaf“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium, Jan Mücke (FDP). „Und das Transportgewerbe kann sich über kürzere Fahrzeiten freuen.“ Die B6n verbindet zurzeit die Autobahnen 395 bei Bad Harzburg und 14 bei Bernburg.

Autounfall verursacht Kilometer-Stau auf A2 Magdeburg (mpi/dpa/dapd) ● Einen Toten und 13 zum Teil Schwerverletzte hat das MotorradWochenende im Harz gefordert. Bei frühsommerlichem Wetter, und angelockt von zwei großen Festen für Motorradfans, waren im Harzkreis Tausende Biker auf den Straßen unterwegs. Auf der Bundesstraße 4 zwischen Braunlage (Niedersachsen) und Hohegeiß war ein 44-jähriger Motorradfahrer am Sonnabendnachmittag tödlich verunglückt. Der Mann aus dem Landkreis Gifhorn (Niedersachsen) war laut Polizeiinspektion Goslar wegen zu hoher Geschwindigkeit, gepaart mit einem Fahrfehler, von der Fahrbahn abgekommen und in die Leitplanke gerutscht. Der Motorradfahrer erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Nur eineinhalb Stunden zuvor war es auf selber Strecke zu einem Unfall gekommen, wobei sich der dabei

beteiligte 39-jährige Biker aus Berlin bei einem Sturz in den Straßengraben schwere Verletzungen zugezogen hatte. Nach einem Unfall auf der Autobahn 2 in Richtung Berlin ist es am Sonnabendnachmittag zwischen Magdeburg-Kannenstieg und dem Kreuz Magdeburg zu einem kilometerlangen Stau gekommen. Bei dem Unfall wurden drei Autoinsassen leicht verletzt. Ein bei Oschersleben verunglückter Radfahrer ist am Wochenende an seinen schweren Verletzungen gestorben. Der 51-Jährige war am Donnerstag aus noch ungeklärter Ursache zwischen Neindorf und Oschersleben vom Radweg abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in das Kreiskrankenhaus Olvenstedt gebracht, wo er nun nach Polizeiangaben seinen Verletzungen erlag.

Zahl des Tages

44

Frauen und Männer haben sich mit einer Habilitation im vergangenen Jahr den Weg zu einer Professorenlaufbahn geebnet. 10 von ihnen sind Frauen, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Halle mitteilte. Mit der Habilitation weisen die Wissenschaftler ihre Lehrbefähigung nach und können sich um eine Professur an Hochschulen bewerben. Die meisten Verfahren gab es wie auch in den Vorjahren in der Humanmedizin und den Gesundheitswissenschaften (24), gefolgt von Sprach- und Kulturwissenschaften sowie Mathematik und Naturwissenschaften mit je sechs.

Meinung und Debatte | 3

Montag, 21. Mai 2012

Kommentare Torsten Scheer zum MetallTarifabschluss

Im Prinzip ja, aber ...

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er Abschluss in der Metallindustrie hat einen Verlierer – die IG Metall. Sämtliche ihr so wichtigen Punkte von 6,5 Prozent mehr Lohn über die unbefristete Übernahme von Lehrlingen bis zur Mitsprache von Betriebsräten beim Einsatz von Leiharbeitern sind weichgespült worden. Im Prinzip ja, aber ..., lautet die Ergebnisformel. Der Versuch der Gewerkschaft, an drei brisanten Fronten gleichzeitig zu kämpfen, konnte nicht gelingen. Für jede ihrer in ein einziges Paket gepressten Forderungen wäre normalerweise eine eigene Tarifrunde nötig. Für die Arbeitgeber zählt, dass sie flexibel bleiben und auf Auftragsschwankungen etwa durch die Anpassung der Belegschaftsstärken schnell reagieren können. Damit bleibt in Zeiten, wo der Gang des Euro und der Konjunktur unsicherer denn je ist, eine der wichtigen betrieblichen Stellschrauben intakt. Wirtschaft

Rudi Bartlitz zur Niederlage der Bayern

Die Grenzen der Schönheit

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ach den 120 Minuten von München fällt es verdammt schwer, an keine höhere Macht im Fußball zu glauben. Dieses Chelsea war mit allem im Bunde, was Glücksgöttin Fortuna so in ihrem Füllhorn hat. Dieser Triumph des angeblichen Anti-Fußballs ist, so die Kritiker, mit Logik nicht mehr zu erklären. Doch halt. Wir wollen kurz an die Grundidee des Spiels erinnern: Sieger ist, wer am Ende mindestens ein Tor mehr erzielt als der andere. Und nach dieser simplen Rechnung waren das eben die Briten. Andersherum: Für 80 Prozent Ballbesitz, ein Dutzend Torchancen und kunstvolle Spielzüge gibt es nichts. Wer das will, muss zum Turnen oder Eiskunstlauf gehen. Chelsea hat einfach aus seinen limitierten Möglichkeiten das Beste gemacht und auf dem Rasen eine Festung errichtet. An der übrigens zuvor schon Barcelona zerbrochen ist. Sport

Martin Rieß zu den Ergebnissen des G-8-Gipfels

Keine Lösung für Konflikte in Sicht

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Drei Baustellen der NATO Themen sind Afghanistan, Geldmangel und neue Partner

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s ist ein NATO-Gipfel der Superlative: In Chicago – der Heimatstadt von USPräsident Barack Obama – sind seit gestern Abend im größten Kongresszentrum der Vereinigten Staaten Spitzenvertreter von mehr als 60 Ländern und internationalen Organisationen zusammengekommen. Drei Themen werden den zweitägigen Gipfel beherrschen: Afghanistan nach dem Abzug der Kampftruppen Ende 2014, die kollektive Verteidigung in Zeiten der Schuldenkrise und das weltweite Netzwerk von Partnerschaften. Der NATO-Raketenschild, dessen erste Stufe in Chicago in Dienst gestellt wird, sowie das neue Gefechtsfeldüberwachungssystem AGS sollen als Beispiel für „intelligente Verteidigung“ dienen. „Kein Land und kein Kontinent“ könne heute mehr allein den Gefahren des 21. Jahrhunderts begegnen, schreibt NATO-Generalsekretär Anders Rasmussen den 28 Mitgliedsstaaten ins Stammbuch. Zugleich ist Sparen angesagt in der Allianz. Bereits im vergangenen Jahr senkten die USA ihre Militärausgaben um 1,2 Prozent. Das sei seit 1998 zum ersten Mal ein Rückgang gewesen, stellte das Stockholmer Friedensforschungs-

institut SIPRI vor einem Monat fest. Und in den kommenden zehn Jahren soll der US-Verteidigungsetat um weitere 487 Milliarden Dollar schrumpfen. Aber auch Westeuropa hat die Finanzkrise deutlich zu spüren bekommen und senkte seine Rüstungsausgaben. Tendenz: Anhaltend! So will beispielsweise Deutschland seinen Wehretat in den kommenden Jahren um ein Viertel reduzieren. Vor diesem Hintergrund kommt Afghanistan eine doppelte Bedeutung zu. Dort führt die NATO seit gut zehn Jahren einen Krieg, der Unsummen verschlingt. Allein Deutschland gibt mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr für den Einsatz der Bundeswehr aus. Viele NATO-Länder – nicht nur die USA – hoffen nun auf die „Friedensdividende“, wenn bis Ende 2014 die Kampftruppen abgezogen sind. Um jedoch nicht den Fehler zu machen wie nach dem Abzug der russischen Truppen vor gut 20 Jahren, wird die NATO sich zu einem langfristigen Engagement verpflichten. Noch allerdings streiten sich die 28 NATO-Staaten, wie konkret die Hilfen bei der Finanzierung der afghanischen Sicherheitskräfte in den kommenden Jahren aussehen sollen. Im Oktober

„Rio+20“– Chance oder Mogelpackung?

werden sie zunächst die geplante Sollstärke von 352 000 Mann erreicht haben. Dann soll der Umfang Stück für Stück auf 228 500 Mann sinken. Für mehr reichen die veranschlagten 4,1 Milliarden Dollar pro Jahr nicht. Denn Afghanistan, dessen Wirtschaftswachstum hinter den Erwartungen zurückbleibt, ist angesichts schwacher Steuereinnahmen und hoher Korruption nur in der Lage, 500 Millionen Dollar zu tragen. Aber auch der Abzug der Truppen wird für Reibungen in der NATO sorgen. Dabei geht es nicht einmal primär um Frankreich, das seine 3300 Soldaten bis Jahresende und damit zwei Jahre früher als geplant nach Hause holen will. Vielmehr geht es um 70 000 Fahrzeuge und mehr als 120 000 SeeContainer, die die NATO zurückverlegen muss. Zum Vergleich: In einem Jahr (2011) haben die USA 35 000 Container über Pakistan nach Afghanistan gebracht. Und dieser Weg ist momentan versperrt. Mehr als 75 Prozent der NATO-Logistik läuft derzeit über den Norden des Landes, wo Deutschland die Sicherheitsverantwortung hat. Da kommen zu Hause die ersten Forderungen nach einem parallel zum ISAFEinsatz laufenden Mandat.

Auch das gehört zum NATO-Gipfel: Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten, die Foto: dpa gegen das Militärbündnis protestieren.

Eine weitere Baustelle ist der geplante NATO-Raketenschild. In Chicago wird der erste Schritt zum Aufbau des Abwehrsystems gegen ballistische Raketen getan, die nach Angaben des Bündnisses vor allem mögliche Angriffe aus dem Iran abwehren sollen. Doch sieht Russland schon seine strategischen Sicherheitsinteressen

verletzt, weil kein gemeinsames System vorgesehen ist. Angesichts der Spannungen hatte Russlands Präsident Putin kurzerhand seine Teilnahme am G-8-Gipfel abgesagt und der ursprünglich geplante NATO-Russland-Rat fällt auch aus. Rasmussen will mit einem Moskau-Besuch die Scherben zusammenkehren.

Im Land der Fußball-EM kämpfen viele Menschen mit Krebs

Umweltgipfel diskutiert die „Green Economy“ Ukraine trägt noch immer an den Folgen der Tschernobyl-Katastrophe

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um „Rio+20“-Gipfel kommen über 100 Staats- und Regierungschefs nach Rio de Janeiro. Von der vielbeschworenen Aufbruchstimmung ist rund vier Wochen vor der Mammutkonferenz aber nur wenig zu spüren. UN-Diplomaten sind frustriert über die schleppenden Vorbereitungen und selbst der UN-Generalsekretär für den Gipfel, Sha Zukang, sieht noch einen „langen Weg“ bis zu einem brauchbaren Entwurf für die Abschlusserklärung. Einige Staats- und Regierungschefs, wie Kanzlerin Angela Merkel, haben ihre Teilnahme abgesagt, andere wie US-Präsident Barack Obama belassen es noch beim Fragezeichen. Dabei sind die Themen in Rio zukunftsweisend. Nicht nur Gastgeber Brasilien spricht von einer historischen Chance. Um die Abschlusserklärung wurde in mehreren Vorrunden in New York Tag und Nacht gerungen. „Die Zukunft, die wir wollen“, lautet der anspruchsvolle Titel, der angesichts der Unterschiedlichkeit der 193 UN-Mitgliedstaaten nicht leicht mit Inhalt zu füllen ist. Am 29. Mai beginnt eine fünftägige Sonderverhandlungsrunde über den „zero draft“, den Entwurf. Sollte es dann immer noch keine Einigung geben, müssen sich die Delegationen kurz vor dem Gipfelbeginn in einer allerletzten Runde in Rio zusammenraufen oder die Lösung vom 20. bis 22. Juni den Staats- und Regierungschefs selbst überlassen. 1992 war die Umweltpolitik zentrales Thema und „Rio-92“ ging als Meilenstein in die Geschichte ein. Damals rückte erst-

mals der Klimawandel auf die internationale Agenda, es wurden wegweisende Konventionen zum Schutz der Biodiversität und gegen die fortschreitende Wüstenbildung verabschiedet. Diesmal sind die Erwartungen bei allen Bemühungen des Gastgebers und der UN geringer. Es lasse sich schon jetzt vorhersagen, dass „Rio+20“ nicht die Ausstrahlung und die Dynamik haben werde wie der Erdgipfel von 1992, prognostizierte Barbara Unmüßig, Vorstand der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung in einem Analyse-Beitrag für die Zeitschrift „Vereinte Nationen“. Dabei soll vor allem der vom UN-Umweltprogramm UNEP in einem 631 Seiten starken Bericht fundierte Begriff der „Green Economy“ den Paradigmen-Wechsel vollbringen hin zu nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweisen im Umfeld von Krisen und knapper werdenden Ressourcen. Es soll eine Wirtschaft sein, die angetrieben von öffentlichen und privaten Investitionen in nachhaltige Produktionsweisen zu Wohlstand für die Menschen führt. Rundweg abgelehnt und als Mogelpackung gebrandmarkt wird das Konzept der „Grünen Ökonomie“ von den globalisierungskritischen Organisatoren der Gegenveranstaltung, die vom 15. bis 23. Juni parallel zur offiziellen Konferenz in Rio organisiert wird. „Das auf der Ausbeutung fossiler Brennstoffe beruhende Wirtschaftsmodell wird durch die grüne Wirtschaft weder hinterfragt noch ersetzt“, kritisieren die Initiatoren des sogenannten Volksgipfels. (dpa)

insam geworden ist es um Bundeskanzlerin Angela Merkel. Keiner möchte mehr mitziehen, wenn die Christdemokratin einen Kurs der Haushaltskonsolidierung predigt. Den Spaß am Gipfel verdirbt so etwas aber nicht. Denn das G8Treffen hat sich einmal mehr als Schönwetterkonferenz präsentiert: Wenn es wirkliche Konflikte gibt, flüchten sich die Teilnehmer in nichtssagende Kompromisse. Jede Aussage ist mit einem „Ja, aber“ gespickt. Beispiel Wachstum. Die Sprachregelung lautet in etwa so: „Wir wollen die Konjunktur ankurbeln, und wir wollen die Sanierung der Haushalte.“ Eine nichtssagende Absichtserklärung, die die bisherigen Gegensätze nicht auflöst. Vielmehr manifestiert sie die bestehenden gegensätzlichen Positionen. Und die großen Industriestaaten sind von gemeinsamen Lösungen wei- Die Organisatoren von Rio+20: Sha Zukang (vorn v.l.); Gleisi Hoffter entfernt denn je zuvor. Politik mann, Antonio Patriota und Izabella Teixeira. Foto: dpa

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tarr ragt das gelbe Riesenrad in den Himmel. Die Gondeln rosten. Der Motor ist verrottet. Auf dem weitläufigen Platz rund um die Stahlkonstruktion herrscht Totenstille – seit mehr als einem Vierteljahrhundert schon. Eigentlich sollte das Riesenrad mitten im ukrainischen Pripjat ab dem 1. Mai 1986 seine Passagiere in die Höhe schaufeln. Doch die Bewohner der grauen Sowjetstadt, die direkt an das Atomkraftwerk Tschernobyl grenzt, durften das bescheidene Vergnügen nie genießen. Denn in der Nacht zum 26. April 1986 explodierte der Block 4 des Atomkraftwerks. Es war der größte anzunehmende Unfall, der GAU. Pripjat wurde evakuiert, seitdem verfällt die Geisterstadt. Noch heute ist das Gebiet um Tschernobyl und Pripjat so stark radioaktiv verseucht, dass vermutlich auch in den nächsten 200 Jahren kein Mensch hier leben kann. Und noch immer liegt die Reaktorkatastrophe von 1986 wie ein Schatten über der Ukraine, die zusammen mit Polen in wenigen Wochen Gastgeber der FußballEuropameisterschaft sein wird. „Die Folgen der TschernobylKatastrophe für die Bevölkerung sind wirklich dramatisch“, sagt Alexander Lichotal, Präsident des Internationalen Grünen Kreuzes. Die 1993 vom ehemaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow gegründete Hilfsorganisation unterstützt in den betroffenen Gebieten Krankenhäuser, Waisenhäuser und Schulen.

Lichotal steht vor einem der verwaisten Wohnsilos von Pripjat. Dann steckt er den rechten Zeigefinger in die Luft und erklärt: „Man spürt die Strahlen nicht, man riecht sie nicht, man sieht sie nicht.“ Noch immer sind bis zu 3,5 Millionen Ukrainer der radiaktiven Strahlung aus dem Atomkraftwerk Tschernobyl ausgesetzt. Insgesamt leben fast zehn Millionen Menschen in kontaminierten Gebieten: in der Ukraine, in Weißrussland und in Russland.

„An Wegzug denke ich schon lange nicht mehr.“ Rund 60 Kilometer von Tschernobyl entfernt liegt das Dorf Pakul. Vor den kleinen geduckten Häusern hocken alte Männer und Frauen. Viele Menschen haben Pakul verlassen, die meisten, die hierbleiben, haben keinen Job. „Ich lebe mit meinen Kindern und meinen Eltern zusammen, mein Mann hat mich sitzenlassen“, sagt Larissa Jakobez. Ihr Vater lehnt am Zaun, raucht eine Zigarette. Ein Hahn kräht. Larissa, eine blonde Frau mit harten Gesichtszügen, trägt ihre zweijährige Tochter Julia auf dem Arm. Julia schaut teilnahmslos aus ihren müden Augen. Das Mädchen hat einen Herzfehler und musste mehrere Wochen im Krankenhaus in der Hauptstadt Kiew verbringen. Dann zeigt Larissa auf ihren sechsjährigen Sohn Dmitri: „Dmitri hat Probleme mit der Schilddrüse.“ Die Mutter ist sich

sicher: Die Katastrophe macht ihre Kinder krank. In den verseuchten Gebieten kämpfen viele Männer, Frauen und Kinder mit massiven gesundheitlichen Problemen – ganz oben steht der Krebs. Nach Untersuchungen des Grünen Kreuzes hat allein die Zahl der Schilddrüsenkrebsfälle 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe stark zugenommen. Bis heute wurden mehr als 4000 Fälle von Schilddrüsenkrebs bei Kindern gezählt. „Normalerweise gibt es praktisch keinen Schilddrüsenkrebs bei Kindern“, erläutert der Schweizer Medizinprofessor Theodor Abelin, der die Untersuchungen des Grünen Kreuzes begleitete. Doch nicht nur Schilddrüsenkrebs macht den Kindern zu schaffen. Nach Angaben des OttoHug-Strahleninstituts in München müssen die Mädchen und Jungen aus den verstrahlten Gebieten auch mit anderen massiven körperlichen Beeinträchtigungen rechnen: Wachstumsstörungen, Lungenentzündung, Leber-, Nieren-, Herz- und Gliederschmerzen, Asthma, Dauermüdigkeit, Haarausfall. Viele der Leiden treffen auch die Älteren: Nach Schätzungen erkrankten Zehntausende Menschen in der Ukraine, Russland und Weißrussland an Krebs. „Ich weiß, dass es hier gefährlich ist. Doch an einen Wegzug denke ich schon lange nicht mehr“, sagt Sergej Derkatsch. Als die Katastrophe das Leben auf einen Schlag veränderte, war Sergej noch ein Jugendlicher. (epd)

Stimmen der anderen Amerikaner prangern Zuckerberg muss Angela Merkel an Werbeerlöse steigern

Die verkalkten Arterien Europas

Dernières Nouvelles d‘Alsace (Frankreich)zum G-8-Treffen: Wa-

Neue Zürcher Zeitung (Schweiz) zum Börsengang von Facebook:

The Sunday Times (Großbritannien) zur Euro-Rettung: Wenn der

shington befürchtet in Europa einen Krach wie bei LehmanBrothers. Deshalb prangern die Amerikaner die Unfähigkeit der Europäer an und weisen auf Bundeskanzlerin Merkel. Angela Merkel hat beim G-8-Gipfel kein leichtes Spiel. Mit Rücksicht auf die Diplomatie wird dort die Konfrontation über die Förderung des Wachstums vermieden.

Statt kräftig zu steigen, ging die Aktie nur knapp über dem Einstiegskurs aus dem Handel. Firmengründer Mark Zuckerberg muss über Werbeerlöse den Umsatz um ein Vielfaches steigern, um den hohen Börsenwert zu rechtfertigen. Doch wenn er dabei zu aggressiv vorgeht, werden sich die Nutzer von Facebook abwenden.

Euro überleben soll, bedarf es einer echten Währungsunion. Europa muss das Blut mit mehr Druck durch seine verkalkten Arterien pumpen. Die exzessive Regulierung des Arbeitsmarktes und der Wust Brüsseler Bestimmungen müssen beseitigt werden. Unternehmer sollten in der EU Geschäfte machen, nicht in andere Regionen abwandern.

Derweil kann die NATO in Chicago andere Partnerschaften feiern – in Afghanistan etwa wird die Allianz von 22 Partnern unterstützt. Und im Kosovo sind es immer noch acht Partner. Auch der Libyen-Luftkrieg im vergangenen Jahr wäre ohne die Unterstützung von Partnern aus der Region wohl kaum so möglich gewesen. (dapd)

Mehr Vernunftehe als Liebesheirat

E

s ist eine „Ehe zu dritt“ – und eine unter sehr ungleichen Partnern dazu. Am Pfingstsonntag besiegeln die evangelischen Landeskirchen aus Schleswig-Holstein und Hamburg sowie aus Mecklenburg und Vorpommern den Zusammenschluss zur Nordkirche. Die Fusion ist mehr eine Vernunftehe, denn eine Liebesheirat, schließlich brauchte vor allem die kleine Pommersche Kirche einen Partner, um ihr Überleben zu sichern. Doch zugleich ist das Bündnis auch ein Meilenstein im Reformprozess der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Schon 2006 hatte der damalige EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber angeregt, die Zahl der Landeskirchen von 23 auf maximal 12 zu reduzieren. Die Gründe, die Huber anführte, gelten auch heute: Geburtenrückgang, Überalterung, Landflucht, dazu immer weniger Kirchenmitglieder und weniger Steuereinnahmen. So sind heute von den rund 500 000 Menschen, die in Vorpommern leben, etwa 93 000 Mitglied der evangelischen Kirche. 1990 waren es noch mehr als 200 000. Weitere Fusionen wird es nach Einschätzung der EKD zunächst nicht geben. „Es gab 2009 einen Vorstoß für eine Fusion der fünf evangelischen Kirchen in Niedersachsen. Doch ein Zusammenschluss zu einer gemeinsamen Landeskirche fand keine Mehrheit“, sagt EKD-Sprecher Reinhard Mawick. Doch langfristig, so sagen Insider, werde sich vor allem bei den kleinen Gliedkirchen der EKD wohl was bewegen. Schließlich stammten die Grenzen oft noch aus der Zeit des Wiener Kongresses (1815). Der Zusammenschluss zur Nordkirche ist nicht die erste Kirchenfusion in Deutschland, aber die erste, die Kirchen aus Ost und West vereint. „Das ist ein starkes Symbol. Erstmals gehen gewachsene Flächenkirchen aus Ost und West zusammen. Zudem ist die Fusion auch ein Beispiel für die Bekenntnisvielfalt in der evangelischen Kirche“, betont Mawick. Denn die Pommersche Kirche gehört aus historischen Gründen zu den unierten Kirchen, die sich an Traditionen der Schweizer Reformatoren Ulrich Zwingli und Johannes Calvin orientieren. Nordelbische und Mecklenburgische Kirche dagegen bekennen sich zur Lehre Martin Luthers. (dpa)

4 | Politik Deutschland Ministerin: Geld für Betreuung testen Hamburg (epd) ● Bundesarbeits-

ministerin Ursula von der Leyen (CDU) will die Wirkungen des Betreuungsgelds regelmäßig überprüfen lassen. Nur mit Hilfe von Fakten könne man „ohne Schaum vor dem Mund“ über Folgen der geplanten staatlichen Leistung urteilen, sagte sie dem „Spiegel“. Derweil verteidigte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, das Betreuungsgeld und kritisierte die Debatte als „sinnlosen Kulturkampf“.

Montag, 21. Mai 2012

Kein Schulterschluss beim Gipfel der G8 Trotz der Schuldenkrise lehnen Industrienationen Ausschluss Griechenlands aus Eurozone ab Vom G-8-Gipfel in Camp David wird kaum etwas im Gedächtnis haften bleiben. Selbst für einen handfesten Streit reichte es nicht. US-Präsident Obama bot seinen Gästen ländliche Behaglichkeit, und alle bekamen, was sie wollten. Camp David/Chicago (dpa) ● Unver-

Katholische Kirche diskutiert über Aufbruch Mannheim (dapd) ● Mit einem Ap-

Echte Ergebnisse dürften erst beim Treffen der 20 größten Volkswirtschaften der Erde zu erwarten sein, wenn sich in knapp vier Wochen die G20 im mexikanischen Los Cabos treffen.

„Es ist unsere Hoffnung, dass wir diese Angelegenheit in friedlicher Weise lösen können.“ Barack Obama, Präsident der USA

pell für einen neuen Aufbruch in Kirche und Gesellschaft ist gestern der Katholikentag in Mannheim zu Ende gegangen. An der Messe unter freiem Himmel nahmen rund 20 000 Menschen teil. Prominentester Gast war Bundespräsident Joachim Gauck. In seiner Abschlusspredigt forderte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, die Gläubigen auf, sich auf neue Wege einzulassen. Sie sollten das Leitwort des Katholikentags, „Einen neuen Aufbruch wagen“, mit in den Alltag nehmen. Zollitsch sagte, neu aufzubrechen sei „ein Protest gegen jegliche Versicherungsmentalität, die sich in unserer Gesellschaft, aber auch in der Kirche, nur allzu gerne breit macht“. Es sei Mut nötig, um das gewärmte Nest zu verlassen und sich auf Unvorhergesehenes einzustellen. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, sagte, auf dem Katholikentag sei teils kontrovers diskutiert worden. Diese Gesprächskultur sollte Maßstab für alle kirchlichen Debatten werden. Reformgruppen innerhalb der Kirche kritisierten, der beschworene Aufbruch sei zu zögerlich. Auf drängende Fragen wie die Mitwirkungsrechte von Frauen würden keine Antworten gefunden. Der Obmann der österreichischen Pfarrer-Initiative, Helmut Schüller, sagte, bislang sei der innerkirchliche Dialog ein Gnadenakt von einer Seite, die entscheide, wer des Gesprächs für würdig erachtet werde. Der kritische Theologe Hermann Häring warf den Bischöfen Hinhaltetaktik vor. In der Debatte um den Priestermangel, den Zölibat und die Ordination von Frauen zeige sich deutlich, wie willkürlich Rom vorgehe. Die Polarisierung innerhalb der katholischen Kirche sei beängstigend, da es sie in dieser Form seit der Reformation nicht mehr gegeben habe. Christian Weisner von der Kirchenvolksbewegung „Wir sind Kirche“ kritisierte den Umgang der Kirchenleitung mit Reformbewegungen. Amtsträger, die sich für Reformen engagierten, würden in einigen Diözesen unter massiven Druck gesetzt oder gar aus ihren Ämtern gedrängt.

bindlichkeit statt Schulterschluss: Die führenden Industrienationen In den seit Jahren anhaltenden (G8) haben keinen gemeinsamen Atomstreit mit dem Iran ist BeweWeg für den Abbau von Schuldengung gekommen. Obama äußerte Türkei will bergen und für mehr Wachstum sich in Camp David demonstraTerroristen ausliefern gefunden. Beim Gipfel der G8 tiv optimistisch: „Es ist unsere Berlin/Ankara (dapd) ● Der in der in Camp David bei Washington Hoffnung, dass wir diese AngeleTürkei inhaftierte mutmaßliche verabschiedeten die Staats- und genheit in friedlicher Weise lösen Terrorist Thomas U. steht offen- Regierungschef lediglich eine können.“ Er rief zugleich dazu auf, unverbindliche Absichtserkläbar kurz vor seiner Rückkehr den Druck aufrecht zu erhalten. nach Deutschland. Die Ausliefe- rung. Deutschland stellte sich Bereits am Montag will der rung des Deutschen sei von der Chef der Atomenergiebehörde ausdrücklich weiter gegen miltürkischen Regierung bewilligt liardenschwere KonjunkturproIAEA, Yukiya Amano, mit der worden, zitierte die „Welt am gramme auf Pump. Führung in Teheran Gespräche Sonntag“ einen Sprecher des In der Abschlusserklärung beführen. Am Mittwoch werden die Auswärtigen Amtes. „Die Übertonten die G8, dass die AusgangsUN-Vetomächte sowie Deutschstellung nach Deutschland wird lage ihrer Volkswirtschaften zu land in Bagdad ebenfalls mit irazeitnah erfolgen.“ An welchem unterschiedlich sei. „Unser Gebot nischen Vertretern sprechen. Tag der Verdächtige in seine Hei- ist, Wachstum und Jobs zu schafWeiteres wichtiges Thema war mat zurückkehren werde, teilte fen“, lautete letztlich der kleinste Syrien. Hier wurden keine Fortdas Ministerium nicht mit. gemeinsame Nenner. Somit wurschritte gemacht. Zwar meinte de der von Bundeskanzlerin AnObama, alle G-8-Staaten strebten gela Merkel geforderte Kurs der Küsschen für die Kanzlerin: US-Präsident Barack Obama begrüßt die deutsche Bundeskanzlerin Angela politischen Wandel in dem arabiNikolic gewinnt Haushaltssanierung genauso ge- Merkel zum G-8-Gipfel in Camp David. Foto: dpa schen Land an. Der Friedensplan Wahlen in Serbien würdigt wie auch die Möglichkeit, des UN-Sondergesandten Kofi AnBelgrad (dpa) ● Entgegen allen staatliche Programme für mehr ropäischen Union sitzt am Ver- gen hohe Ölpreise notfalls stra- wollen, dass Griechenland in der nan, der im Kern die StationieUmfragen und Prognosen hat Wachstum aufzulegen. handlungstisch. Den G-8-Vorsitz tegische Ölreserven freizugeben. Euro-Zone bleibt“, sagte Merkel. rung von Beobachtern vorsieht, Serbiens Oppositionsführer ToMit dieser Position sympathi- übernimmt 2013 Großbritannien. In den USA sind die Benzinpreise Voraussetzung sei, dass das Land müsse umgesetzt werden. mislav Nikolic gestern die Stich- sieren der im Wahlkampf stehen„Wir haben alle zugestimmt, derzeit relativ hoch. seine Verpflichtungen einhalte. Allerdings merkte Russland wahl um die Präsidentschaft de US-Präsident Barack Obama dass Wachstum und Jobs unsere Hollande pochte – wie zuvor „Das ist von allen gleichermaßen an, dass ein Regimewechsel in gewonnen. Er liege klar zwei und der neue französische Prä- Priorität sind“, sagte Obama zum im Wahlkampf – auf mehr Wirt- hier so geteilt worden.“ Obama Damaskus erzwungen werden Prozent vor dem langjährigen sident François Hollande, der bei Abschluss des Gipfels. Wachstum schaftswachstum: „Es gibt kein sagte: „Die politischen Führer könne. Die Syrier müssten ihre Amtsinhaber Boris Tadic, teilte seinen Wählern im Wort steht. und Haushaltssanierung schlös- Wachstum ohne Vertrauen und es wissen, was auf dem Spiel steht.“ Angelegenheiten selbst lösen, verdie Wahlforschungsgruppe Die Kanzlerin hatte klargemacht, sen sich nicht aus: „Wir wissen, wird kein Vertrauen ohne WachsHollande machte sich bei sei- lautete aus den Gesprächen. CeSID am Abend nach Hochdass gerade auf Pump gekauftes dass dies möglich ist.“ tum geben.“ nem ersten Gipfel dafür stark, Offensichtlich auf Wunsch rechnung von 70 Prozent der Wachstum zu der noch immer Auch wenn der Ölpreis in Griechenland zusätzlich zu un- Russlands wurden auch terrorisabgegebenen Stimmen mit. bedrohlichen Euro-Schuldenkrise der vergangenen Woche auf ein terstützen, um die Wirtschaft tische Anschläge von Regime„Es gibt kein Wachstum Sechs-Monats-Tief gefallen war, anzukurbeln. „Die Chancen sind gering, geführt habe. gegnern in Syrien erwähnt. „Wir dass sich dieser Trend noch Unter den westlichen In- ohne Vertrauen und es wollten die USA offensichtlich für Merkel und Obama trafen nach verurteilen streng jüngste Terrorumkehrt“, analysierten die dustriestaaten hat Deutschland wird kein Vertrauen ohne den Fall eines israelischen An- dem G-8-Gipfel in Camp David zu anschläge in Syrien.“ Wahlforscher. derzeit beim Wachstum eine Spitgriffs auf die iranischen Atom- einem Gespräch zusammen. Nach Die G8 sagten Afghanistan zenposition. Die USA und Frank- Wachstum geben.“ anlagen vorsorgen. Dann könnte Angaben des Weißen Hauses erör- weitere Unterstützung beim Aufreich beklagen beispielsweise François Hollande, der Iran die Straße von Hormus terten sie erneut die Eurokrise so- bau eines demokratischen Staates schwache Wachstumsraten und französischer Präsident blockieren, eine wichtige Schiffs- wie die Lage der Weltwirtschaft. zu. In der Abschlusserklärung route für den Öltransport. hohe Arbeitslosigkeit, GroßbritanDer russische Regierungschef wurden – auch mit Blick auf den nien steckt noch in der Rezession. Obama fürchtet angesichts Angesichts der Turbulenzen in Dmitri Medwedew vertrat Russ- folgenden NATO-Gipfel in ChiZur Gruppe gehören die der mäßigen Konjunktur um die der europäischen Schuldenkrise lands Präsident Wladimir Putin, cago – allerdings keine Beträge Isaf-Soldaten in USA, Kanada, Japan, Russland, Wiederwahl im November. Auch lehnten die G8 einen Ausschluss der Obama eine Absage erteilt hat- genannt. Darüber soll im Juli bei Afghanistan getötet Deutschland, Frankreich und deshalb setzte er sich mit dem Griechenlands aus der Eurozo- te. Ohne Putin fehlte es dem Gipfel einer Geberkonferenz in Tokio Kabul (dpa) ● Wenige Stunden Italien. Auch die Spitze der Eu- Vorschlag durch, im Kampf ge- ne ab. „Alle G-8-Mitgliedstaaten an Schlagkraft. entschieden werden. Seite 3 vor Beginn des NATO-Gipfels in Chicago sind gestern im Süden Afghanistans zwei ausländische Soldaten getötet worden. Die Isaf teilte mit, ihre beiden Soldaten seien bei einem Angriff Aufständischer ums Leben gekommen. Wieder explodiert ein Auto vor syrischen Geheimdienstgebäuden Die Linke kommt in der Frage, wer die Partei führen soll, nicht voran Angaben zur Nationalität und zum genauen Ort des Angriffs Beirut (dpa) ● Syrien wird zuneh- nes mit einer Tonne Sprengstoff Rängen des Widerstands. „Ich Berlin (dpa) ● Im Machtkampf machte die Isaf wie üblich nicht. mend von Anschlägen nach dem beladenen Autos in einer scharf kann Ihnen versichern, dass die- um den Parteivorsitz der Linken Vorbild des Terrornetzes Al-Qaida überwachten Zone mit Zentralen se Anschläge vom Sicherheitsap- zeichnet sich zwei Wochen vor erschüttert. Bei einem Selbst- der Militärgeheimdienste und ei- parat des Regimes geplant und dem Parteitag noch immer keine mordanschlag auf ein Geheim- nem Lazarett spricht für gut or- ausgeführt werden. Sie haben die Lösung ab. Dietmar Bartsch, bisdienstgebäude in Deir al-Saur ganisierte Täter. Die Regierung Mittel dafür und die brutale Ein- her einziger offizieller Kandidat wurden am Sonnabend nach of- in Damaskus machte Terroristen stellung, um sie auszuführen“, für das Spitzenamt, will nicht von ziellen Angaben mindestens 9 verantwortlich. Nach Darstellung sagte er der Nachrichtenagentur seiner Bewerbung abrücken und Lockerbie-Attentäter fiMenschen getötet und 100 weite- der Untergrund-Opposition soll dpa. „Wir haben früher mit Ge- damit den Weg für ein Comeback Al Megrahi stirbt re verletzt. Die Entwicklung des das Regime die Anschläge selbst heimdienstleuten zusammenge- des früheren Linke-Vorsitzenden Dietmar Bartsch Sahra Wagenknecht Oskar Lafontaine Washington (dpa) ● Der weauch auf Nachbarländer übergrei- planen und ausführen. arbeitet und wissen daher, wie Oskar Lafontaine freigeben. Er gen des Lockerbie-Anschlags fenden Konflikts war auch Thema Der zur Freien Syrischen Ar- das Regime Nachrichten darüber zeigte sich aber offen für eine ne Kandidatur für den Parteivor- habe einen Tiefpunkt erreicht. Die verurteilte Libyer Abdel Bassit des G-8-Gipfels in Camp David. mee übergelaufene frühere sy- erfindet, wer für diese Anschläge Doppelspitze mit Sahra Wagen- sitz erklärt und rücke davon auch Bundesgeschäftsführerin der Linal Megrahi ist tot. Dies meldete Wer hinter den Anschlägen rische Offizier Abu Mustafa al- verantwortlich sei.“ knecht – der Lebensgefährtin La- nicht ab. Es sei denn, es gibt völlig ken, Caren Lay, sagte: „Ich erwarder TV-Sender CNN gestern unter wie dem von Deir al-Saur steht, Schami bestreitet die Existenz Auch am Wochenende kam fontaines. neue Bedingungen oder es trifft te, dass sich die beiden einigen Berufung auf libysche Medien. ist umstritten. Der Einsatz ei- von Al-Qaida-Kämpfern in den es wieder zu Kämpfen zwischen Parteichef Klaus Ernst mahnte mich ein Ziegelstein.“ und kein Duell im Morgengrauen Der libysche GeheimdienstmitZu einer Doppelspitze mit Sah- inszenieren.“ Regierungstruppen und Opposi- im „Hamburger Abendblatt“: „An arbeiter war als einziger für den tionellen. In Sarmada in der Re- einem Kompromiss führt kein ra Wagenknecht sagte Bartsch in Der frühere Linken-VorsitzenAnschlag auf ein US-Flugzeug gion Idlib wurden nach Angaben Weg vorbei, wenn wir als gemein- der „Welt“: „Wir sind stellvertre- de Lothar Bisky sprach sich für 1988 über dem schottischen Loder Opposition mehrere Militär- same Partei überleben wollen.“ tende Fraktionsvorsitzende und eine Kampfkandidatur aus. „Zwei ckerbie mit 270 Toten verurteilt fahrzeuge zerstört. In der Rebel- Eine zweite Chance werde die gehen uns nicht an die Gurgel.“ Kandidaten sind eine Bereicheworden. 2009 wurde er aufgrund lenhochburg Homs sei die Stadt Linke weder im Osten noch im Wagenknecht habe eine Doppel- rung des Parteilebens“, sagte der seiner Prostata-Krebs-ErkranAl-Rastan von den Streitkräften Westen bekommen. Ernst führt spitze mit ihm aber bisher abge- Europaabgeordnete dem „Tageskung freigelassen. Al Megrahi beschossen worden. über das Wochenende dazu Ge- lehnt. Er habe sich zu diesem Vor- spiegel am Sonntag“. war 59 Jahre alt. Der Militärberater des UN-Ge- spräche, wie eine Parteispreche- schlag nie geäußert. „Das ist eine Bartsch bekräftigte in der neralsekretärs Ban Ki Moon traf rin bestätigte. Die Bundesspitze Frage, die bei den Frauen liegt.“ „Welt“, dass er nicht Stellvertream Samstag zu einem dreitägigen und die Landeschefs hatten sich ter eines Parteichefs Lafontaine Chen Guangcheng Besuch in Damaskus ein. General- in einer Sitzung am vergangenen werde. „Das ist für mich inakzeperreicht die USA leutnant Babacar Gaye sollte mit Dienstag nicht auf Bartsch oder „Ich erwarte, dass tabel.“ Zu dem Vorschlag von FrakNew York/Peking (dpa) ● Chiden UN-Beobachtern sprechen, Lafontaine als neuen Parteivorsit- die beiden kein Duell tionschef Gregor Gysi, Bartsch na und die USA haben ihre erklärte ein UN-Sprecher. Auch zenden einigen können. könnte wieder Bundesgeschäftsinszenieren.“ diplomatische Krise um Chen Annan wird demnächst in Syrien Lafontaine hatte in der verführer werden, sagte er: „Diesen Guangcheng beigelegt. Sichterwartet. gangenen Woche sein Interesse Caren Lay, Bundesgeschäftsführerin Vorschlag gibt es nicht von Oskar lich erleichtert trifft der blinde Seit Beginn der Unruhen im an einer Rückkehr an die LinkenDer Linken-Bundestagsabge- Lafontaine. Also brauche ich dazu Bürgerrechtler in den USA ein. März 2011 kamen nach Schätzun- Spitze erklärt, aber eine Kampf- ordnete Jan Korte kritisierte La- auch nicht Stellung zu beziehen.“ Bei der Ankunft vermeidet der gen der UN 10 000 Menschen in kandidatur abgelehnt. Bartsch fontaines Forderung nach einem Die Gefahr einer Spaltung der ParAktivist kritische Worte an die Syrien ums Leben. Die syrische bekräftigte in der „Frankfurter Rückzug Bartschs. „Das wirkt wie tei sieht Bartsch nicht: „Das ist Adresse Pekings – er fürchtet um Auch die Präsenz von UN-Beobachtern – hier ein Bild aus Homs – Opposition spricht von mehr als Allgemeinen Sonntagszeitung“: aus der Zeit gefallen“, sagte Kor- völlig absurd. Eine Spaltung wird zurückgebliebene Verwandte. Foto: dpa 12 000 Toten. „Ich habe vor sechs Monaten mei- te. Die Stimmung in der Partei es nicht geben.“ hat die Lage in Syrien nicht beruhigen können.

Europa

Mittlerer Osten

Terror überzieht Syrien

Nordamerika

Machtpoker bei der Linken

Wirtschaft | 5

Montag, 21. Mai 2012

Leipzig will Tegel entlasten

Energieexpertin: Deutsche Solarbranche wird überleben

Meldungen

Vor allem Modulhersteller stehen unter Druck / Diskussion über staatliche Hilfen bei einer Pleite

Bahn fordert nate verschobenen Eröffnung Magdeburg (dpa) ● Die deutsche nik. „Insofern ist es wichtig, dass Sovello mit 1200 Mitarbeitern technik, aber sehr viel preiswerter Zunächst müsse aber untersucht hohen Schadensersatz Leipzig (dpa) ● Nach der um Mo-

des Hauptstadtflughafens BerlinBrandenburg bietet sich der Airport Leipzig/Halle zur Entlastung an. „Wir haben bereits in ersten Vorgesprächen Fluglinien und Reiseveranstalter über diese Option eines Bypasses informiert“, sagte der Chef der Mitteldeutschen Airport Holding, Markus Kopp, der „Wirtschaftswoche“. Konkret bringt sich Leipzig/Halle als Ausweich-Airport für BerlinTegel ins Spiel. Berlin-Tegel sei derzeit schon überlastet, müsse wegen der verschobenen Eröffnung des neuen Flughafens aber zusätzliche Flüge aufnehmen. Allein Air Berlin und Lufthansa wollten von Juni an pro Woche rund 200 zusätzliche Flüge in Berlin-Tegel landen und starten lassen, berichtet die „Wirtschaftswoche“. Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn habe bereits erklärt, in Tegel sei das geplante Flugprogramm mit Langstreckenzielen, die auch über den Winter angesteuert werden sollen, kaum zu realisieren.

Bleibt Corsa in Eisenach?

Solarbranche wird nach Ansicht der Energieexpertin Claudia Kemfert ungeachtet der jüngsten Pleitewelle Bestand haben. „Wir haben sehr gut aufgestellte Unternehmen im Land. Die grundsätzliche Schwarzmalerei teile ich nicht“, sagte die Professorin für Energieökonomie beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. „Die Solarbranche insgesamt ist eine Zukunftsbranche, die weltweit boomen wird.“ Es sei allerdings eine langfristige Tech-

man sich nicht alle Standbeine abschneidet. Aber eine Marktbereinigung war zu erwarten.“ Die Solarbranche habe heute in Deutschland 120 000 Beschäftigte. „Das ist eine enorme Größenordnung“, sagte Kemfert, die im Landtagswahlkampf von Nordrhein-Westfalen im Schattenkabinett von Ex-Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) als Energieministerin vorgesehen war. Zuletzt hatten die Pleite des früheren Marktführers Q-Cells mit 1300 Beschäftigten in Bitterfeld-Wolfen und die Insolvenz des benachbarten Unternehmens

für Aufsehen gesorgt. Beide liegen im „Solar Valley“, dem deutschen Zentrum der Solarindustrie im Dreiländereck von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In Frankfurt (Oder) werden zudem die Werke von First Solar geschlossen werden. „Es gibt Unternehmen, die massiv leiden unter dem Kostendruck aus Asien und aufgrund der Überkapazitäten“, sagte Kemfert dazu. „Da herrscht ein brutaler Wettbewerb.“ Vor allem die Modulhersteller stünden unter dem Druck aus Asien. „Dort produziert man zwar mit deutscher Anlagen-

als in Deutschland.“ Staatliche Hilfen bei einer Pleite seien denkbar – aber nicht um jeden Preis. Einige Firmen könnten durch die Insolvenz wieder fit gemacht werden. „Insofern muss man wirklich von Unternehmen zu Unternehmen schauen, was sind vernünftige Sanierungskonzepte, wie kann man das Unternehmen fit machen für den innovativen Zukunftsmarkt.“ Zu einem direkten Einstieg des Staates bei Solarfirmen durch das Bereitstellen von Eigenkapital sagte Kemfert: „Ich halte es für sinnvoll, dass man das prüft.“

werden, wie sich ein Unternehmen künftig aufstellen könnte. „Bevor man ein Sanierungs- und Zukunftskonzept hat, kann man kein abschließendes Resultat erwarten.“ In Magdeburg hatte SachsenAnhalts Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) erklärt, eine Eigenkapitalbeteiligung sei eine von mehreren Möglichkeiten, die geprüft werden könnten. Vorher müsse aber ein tragfähiges Sanierungskonzept vorliegen. Bei Teilen der CDU und der Handwerkskammer wurde dies abgelehnt.

Metaller bekommen 4,3 Prozent mehr Geld Arbeitgeber und Gewerkschaft in Sachsen-Anhalt wollen über eine Übernahme reden Nach dem Pilotabschluss für die Metall- und Elektroindustrie in BadenWürttemberg wollen Arbeitgeber und IG Metall in Sachsen-Anhalt über eine Übernahme reden.

Meldung Bahn und Renault planen Carsharing Berlin (dpa/ts) ● Die Deutsche

Bahn und der französische Autohersteller Renault planen ein gemeinsames Carsharing-Angebot in Berlin. Nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ wollen die Partner bis zu 100 kleine Elektroautos einsetzen. Start des Projekts soll noch diesen Sommer sein. Carsharing heißt auf Deutsch etwa: „Autoteilen“.

München (dpa) ● Erstaunlich gelassen betrachten deutsche Unternehmen laut einer Studie eine drohende Eskalation der Eurokrise. Obwohl fast vier von fünf Firmen damit rechnen, dass der Krisen-Höhepunkt erst noch bevorsteht, erkennen nur zwölf Prozent einen hohen Einfluss auf die eigenen Geschäfte. Das ergab eine Befragung der Unternehmensberatung Roland Berger, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Düsseldorf (dpa) ● Überbordende Bürokratie ist für viele Unternehmen einer Umfrage zufolge eine der gefährlichsten Bremsen für Innovation in Deutschland. Fast 40 Prozent sehen die Überregulierung als große Gefahr für die Weiterentwicklung, wie eine Umfrage der Verbände „Die Familienunternehmer-ASU“ und „Die Jungen UnternehmerBJU“ für die „Wirtschaftswoche“ ergab. Vergleichbar schädlich ist demnach nach Ansicht der Unternehmer nur eine unberechenbare Wirtschaftspolitik.

Magdeburg (dpa) ● Die Einigung

im Tarifstreit der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie steht. Neben 4,3 Prozent mehr Geld gibt es auch neue Vorgaben für die Leiharbeit und die Übernahme der Azubis. Die Einigung soll als Pilotabschluss bundesweit übernommen werden. In der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg mit ihren 800 000 Beschäftigten ist der Tarifstreit beigelegt. Die Gewerkschaft IG Metall und die Arbeitgeber einigten sich nach einem Verhandlungsmarathon in Sindelfingen unter anderem auf ein Einkommensplus von 4,3 Prozent. Der Durchbruch im traditionellen Pilotbezirk Baden-Württemberg soll auf Empfehlung der beiden Tarifparteien möglichst bundesweit übernommen werden. Ursprünglich hatte die IG Metall 6,5 Prozent mehr Lohn gefordert. Kern des Abschlusses ist die Erhöhung der Entgelte um 4,3 Prozent. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 13 Monaten. Der April ist dabei ein Nullmonat, die Erhöhung greift also erst von Mai an. Umgerechnet auf ein Jahr ergeben sich damit etwa 4,0 Prozent. Mit Blick auf die seit vielen Monaten gut zweiprozentige Inflationsrate liegt diese Lohnzahl deutlich über den anziehenden Preisen für Dinge des täglichen Lebens. Aus Sicht der Arbeitgeberseite ist die Einigung teuer – fast zu teuer. „Mit dem Abschluss ist die Grenze der Belastbarkeit der Betriebe erreicht“, sagte Südwestmetall-Chef Rainer Dulger. IG-Metall-Bezirkschef Jörg Hofmann betonte, dass der Kompromiss auch neue Regelungen zur Gestaltung der Leiharbeit

Unternehmen sehen Eurokrise gelassen

„Bürokratie größte Investitionsbremse“

Eisenach (dpa) ● Trotz des drohen-

den Kahlschlags beim Autobauer Opel gibt sich der Betriebsrat des Eisenacher Werks gelassen. „Es gibt einen Vertrag, der die Produktion des Kleinwagens Corsa auch nach dem Modellwechsel im Thüringer Werk sichert“, sagte der Eisenacher Betriebsratsvorsitzende Harald Lieske. Zum Modellwechsel in zwei Jahren würde die Produktion im spanischen Saragossa zwar aufgestockt, das Thüringer Werk werde jedoch noch 28 Prozent aller Corsa produzieren, so Lieske. „Den Vertrag haben Opel, General Motors, die Gewerkschaften sowie die Beschäftigten beider Werke unterschrieben“, sagte Lieske. „Und Verträge werden eingehalten.“ Lieske widersprach damit einer Meldung des Nachrichtenmagazins „Focus“, Opel prüfe intern eine komplette Verlagerung der Corsa-Produktion nach Spanien. Dort liefen im vergangenen Jahr 216 000 Kleinwagen vom Band. Im nicht voll ausgelasteten Eisenacher Werk sind derzeit rund 1600 Opel-Mitarbeiter beschäftigt.

Berlin (dapd) ● Die Deutsche Bahn fordert für die verspätete Auslieferung von 16 ICE-3-Zügen einem Pressebericht zufolge Schadensersatz von der Herstellerfirma Siemens. Nach Informationen der Zeitung „Bild am Sonntag“ aus Industriekreisen handelt es sich um eine Summe zwischen 45 und 50 Millionen Euro. Die Züge hätten dem Bericht zufolge schon 2011 bei der Bahn fahren sollen.

Verständnis für

Jörg Hofmann (2.v.l.), Vorsitzender der IG Metall Baden-Württemberg, gibt in Sindelfingen neben Berthold Huber (l.), Vorsitzender der IG Facebook-Anleger Metall, Rainer Dulger (2.v.r.), Vorsitzender des Arbeitgeberverbands Südwestmetall und Martin Kannegiesser, Präsident des GesamtverFoto: dapd Schwerin (dpa) ● Beim größten bands der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie die Ergebnisse der Tarifverhandlungen bekannt.

enthalte sowie die prinzipiell unbefristete Übernahme aller Lehrlinge festschreibe. So ist die unbefristete Azubi-Übernahme künftig die Regel. Allerdings halten die Arbeitgeber beim Bedarf weiterhin die Fäden in der Hand und haben sich einige Hintertürchen mit Ausnahmen offengehalten, etwa wenn die Betriebe mit wirtschaftlich schlechten Zeiten zu kämpfen haben. Bei der Leiharbeit sollen die Betriebsräte künftig individuelle Vorgaben aushandeln. Arbeitet ein Leiharbeiter zwei Jahre im selben Unternehmen, muss er dort ein Übernahmeangebot erhalten. Die IG Metall räumte aber ein, dass an dieser Stelle mehr drin gewesen wäre. „Die Fortschritte hätten noch deutlicher ausfallen können“, sagte IG-Metall-Chef Berthold Huber. Die Arbeitgeberspitze empfahl bereits, den Abschluss auch in anderen Tarifbezirken zu übernehmen. Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser erklärte, es gebe

Was bringt der Tarifabschluss? Die Tarifbeschäftigten aus der Metallindustrie in Baden-Württemberg erhalten 4,3 Prozent Einkommensplus. Der Pilotabschluss soll in ganz Deutschlands übernommen werden. Die Nachrichtenagentur dpa nennt Rechenbeispiele zu den 4,3 Prozent. Basis ist die aktuelle Entgelttabelle aus Baden-Württemberg, die von 1924 Euro Monatsbrutto bis zu 4848,50 Euro reicht. Auch das sogenannte Eckentgelt von

2600 Euro wird aufgeführt – es gilt als Einstiegsgehalt für Facharbeiter, also die ausgelernten Fachkräfte. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein angelernter Arbeiter ohne Ausbildung monatlich gut 80 Euro brutto mehr bekommt und ein junger Facharbeiter gut 110 Euro. An der Spitze bei den Akademikern mit viel Berufserfahrung – etwa Ingenieuren – sind es gut 200 Euro.

lediglich eine Enthaltung aus dem Tarifbezirk Sachsen. Bis zum Durchbruch hatten die beiden Seiten rund 18 Stunden gerungen. Die IG Metall im Südwesten hatte die Verhandlungen von Ende April an mit einer Warnstreikwelle begleitet und gedroht, Urabstimmungen über einen

unbefristeten Arbeitskampf zu beschließen, sollte bis Pfingsten keine Einigung erzielt werden. Mit dem Abschluss ist die Gefahr des ersten groß angelegten Streiks in der Schlüsselbranche seit zehn Jahren gebannt. Nach dem Pilotabschluss wollen Arbeitgeber und IG Metall in

Vertriebs GmbH, Gommern (Gewerbepark 1a) HRB 12877 Evolution Personalvermittlungsgesellschaft mbH, Magdeburg (Lübecker Str. 53-63) HRB 7538 Anhalter Fleischwaren GmbH Zerbster Original, Zerbst (Käsperstr. 73) HRB 114895 GSM Global Service-Gesellschaft mbH Magdeburg, Magdeburg (Zur Residenz 5)

(Ladekather Straße 8) HRA 1760 CS Management & Consulting GmbH & Co. KG, Sülzetal (Lindenweg 10)

Sachsen-Anhalt über eine Übernahme reden. Alles in allem sei die Einigung auf ein Einkommensplus von 4,3 Prozent ein akzeptables Ergebnis, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt, Matthias Menger. „Sachsen-Anhalt ist aber nicht Baden-Württemberg.“ Das Ergebnis würde hierzulande einer Reihe von Unternehmen Probleme bereiten. Die wirtschaftliche Leistungskraft liege schließlich eher unterhalb des Bundesschnitts, sagte er. Der Sprecher der IG Metall für Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, Uwe Stoffregen, sagte: „Das ist ein tragfähiger Kompromiss.“ Er forderte die Arbeitgeber auf, zügig über eine Übernahme zu verhandeln. Schon heute solle nach einem Termin gesucht werden. In Sachsen-Anhalt war am 14. Mai die vierte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Hierzulande vertritt die IG Metall rund 10 000 Beschäftigte.

Börsengang eines Internet-Unternehmens hat Facebook viele Milliarden Dollar eingesammelt. Völlig irrational verhielten sich die Anleger dabei nicht, wie der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), Michael Hüther, findet. „Die Kapitalanleger sind auf der Suche nach sicheren Anlageformen. Staatsanleihen sind es nicht, wie die Staatsschuldenkrise zeigt“, sagte Hüther.

Bosch will unabhängiger werden München/Stuttgart (dpa) ● Bis

2016 will der Autozulieferer Bosch Batterien für die Elektromobilität produzieren – und zwar unabhängig von japanischen Herstellern. Bis dahin werde man dazu Technologie und Wissen aus Japan nicht mehr benötigen, auf die Bosch heute noch angewiesen sei, sagte der Leiter von Boschs Kraftfahrzeugsparte, Bernd Bohr, dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

Handelsregister Neueintragungen 07.05.2012 HRA 3631 Rene Opitz e. K. Lebensmitteleinzelhandel, Blankenburg (Harz) (Promenade 11 a) HRB 18108 Hummel und Hummel UG (haftungsbeschränkt), Klötze (Poppauer Straße 35)

08.05.2012 HRB 18110 Neumann Geschenke im Trend UG (haftungsbeschränkt), Halberstadt (Holzmarkt 7) HRB 18112 EITIE Verwaltungs GmbH, Wernigerode (Dornbergsweg 2) HRA 3633 Kalbas Solar KG, Havelberg (Vor dem Steintor 21a) HRA 3634 InterContinental Energie GmbH & Co. KG, Schönebeck (Elbe) (Baderstraße 44)

09.05.2012 HRB 18114 Meier u. Partner VerwaltungsGmbH, Börde-Hakel (Egelner Str. 12) HRB 18116 ReinigungsTechnologie GmbH,

Wanzleben-Börde (Wanzlebener Straße 9b) HRA 3635 Sanitätshaus Baldur Berg e. K., Salzwedel (Holzmarktstraße 23) VR 3109 Feuerwehrverein Buchhorst e.V., Oebisfelde-Weferlinge (Hauptstr. 24) VR 3111 RoboCupJunior Deutschland e. V., Magdeburg (Spielgarten-Privatweg 7)

10.05.2012 HRB 18121 LC International Wirtschaftsberatungsgesellschaft UG (haftungsbeschränkt), Magdeburg (Breiter Weg 41)

11.05.2012 HRB 18124 Villa Weitblick Managementakademie GmbH, Magdeburg (Halberstädter Chaussee 22) VR 3112 WELTclub e. V., Burg (August-BebelStr. 30) VR 3113 Hilgesdorfer Heimatverein e.V., Flechtingen (Ivenroder Str. 14)

12.05.2012 HRB 18126 Carus Fundus UG (haftungsbeschränkt), Stendal (Südwall 4)

HRB 18130 Baugeschäft Wagenführ UG (haftungsbeschränkt), Osterwieck (Obere Dorfstr. 30) HRB 18131 NRH Medizintechnik VerwaltungsGmbH, Harsleben (Am Schützenkrug 9) HRB 18131 NRH Medizintechnik VerwaltungsGmbH, Harsleben (Am Schützenkrug 9) HRB 18132 FW Wapenhans Dienstleistungen UG (haftungsbeschränkt), Magdeburg (Zackelbergstraße 31) HRB 18135 HaRö Ausbau UG (haftungsbeschränkt), Wernigerode (Wüstenteichen 5 a)

Veränderungen 07.05.2012 HRA 1775 Life Concept GmbH & Co. KG, Magdeburg (Harnackstraße 7) HRA 22959 REWE Manzke oHG, Magdeburg (Friedrich-Ebert-Straße 75) HRB 585 Grundstücksverwaltung Uchtspringe GmbH, Stendal (Am Schäferwald 1) HRB 17633 regiocom Salzwedel GmbH, Salzwedel (Arendseer Str. 18) HRB 9905 Autohaus Gommern Service &

08.05.2012 HRB 13611 Seniorenzentrum Krüger Hötensleben GmbH, Hötensleben (Ernst-ThälmannStraße 76) HRB 110903 Lang und Sohn Bedachungen GmbH, Blankenburg (Michaelsteiner Str. 9) HRB 17197 Erdmann Bewehrungstechnik GmbH, Magdeburg (Saalestr. 35) HRB 3421 Landberatung-Unternehmensberatung für land- und forstwirtschaftliche Betriebe GmbH, Gardelegen (Vor dem Salzwedeler Tor 14a) GnR 79 Agrarerzeugergemeinschaft eG Pretzier, Pretzier (Königstedter Weg 4) HRA 1123 altmark BIO OHG, Fleetmark

09.05.2012 HRB 17270 Dienstleistungsgesellschaft Gusborn 57 mbH, Apenburg-Winterfeld (Sonnenstr. 27) HRB 8972 medical transfer systems GmbH, Halberstadt (Bruchweg 23) HRB 110171 Tonne Logistics GmbH, Magdeburg ( Am Hansehafen 3) HRB 105019 Lebenshilfe Ostfalen gemeinnützige GmbH, Haldensleben (Jacob-BührerStr. 5)

10.05.2012 HRB 113092 Laempe & Mössner GmbH, Barleben (Hintern Hecken 3) HRA 3634 InterContinental Energie GmbH & Co. KG, Schönebeck (Elbe) (Baderstraße 44) HRB 15382 ELISCHA Medical GmbH, Halberstadt (In den Langen Stücken 7)

11.05.2012

HRB 636 Handelshof Stendal GmbH Partner für Technik, Stendal (Heerener Straße) HRB 1198 Neumann-Transporte und Sandgruben Verwaltungsgesellschaft mbH, Burg (Am Erkenthierfeld 1) HRB 2376 Garten- und Landschaftsbau Bruchmüller GmbH, Möser (Blumenstr. 12) HRB 7242 ADVICUR Steuerberatungsgesellschaft mbH, Zerbst (Alte Brücke 45) HRB 109380 TRG Cyclamin GmbH, Schönebeck (Hohendorfer Str. 20) HRB 114460 Wilfert Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Haldensleben (Jacob-Uffrecht-Str. 24) HRB 115260 Baumanagement Tlusteck GmbH, Magdeburg (Krokusweg 7)

08.05.2012

Löschungen

11.05.2012

07.05.2012 GnR 786 LPG „Florian Geyer“ Groß Schwechten, Groß Schwechten (Bahnhofstr. 10) GnR 2286 Bodeland Molkerei e.G., Egeln (vormals Mühlenstr. 26) HRA 708 Reiterhof Vissum KG, Vissum

HRA 3393 motionvision marketing & sales services e. K., Magdeburg (Große Diesdorfer Str. 60) HRB 1053 Huthmann Autokrane Verwaltungs GmbH, Kalbe/Milde (Am Petersberg 4)

10.05.2012 HRB 108817 Waldgasthaus und Hotel „Drei Annen“ GmbH, Drei Annen-Hohne HRA 20555 ILWEMA Heindorf & John OHG, Ilsenburg (Friedenstraße 30) HRB 241 IPB Ingenieur- und Planungsbüro GmbH, Havelberg (Oestervenn 5b) HRB 108047 EFH Bauträger GmbH, Wolmirstedt

HRB 8898 Stendal Technologies GmbH, Arneburg (Sanner Straße 2)

Die vollständigen Eintragungen (Amtsgericht Stendal) finden Sie unter www.volksstimme.de/ handelsregiste (erstellt: Cicero Fotosatz GmbH)

6 | Rund um die Welt

Montag, 21. Mai 2012

Personalien

Er ging mit einem Lächeln im Gesicht

Meldung

„Habe mir Nummer schöngeredet“

Langjähriger „Verstehen Sie Spaß?“-Moderator Kurt Felix stirbt im Alter von 71 Jahren an Krebs

ICE bei Hannover evakuiert

Ein Museum wider die lila Kuh Markus Wasmeier (48), ehemaliger Skirennfahrer, will mit seinem Bauernmuseum am bayerischen Schliersee den Menschen die Natur wieder näher bringen. „Die lila Kuh war der letzte i-Punkt, warum wir das Museum gebaut haben“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Der ehemalige Profisportler baut ehrenamtlich vom Verfall bedrohte historische Bauernhöfe ab und lässt sie am Schliersee wieder aufbauen. (dapd)

Meldung Mehrere Tote bei Erdbeben in Italien Rom/Ferrara (dpa) ● Ein heftiges Erdbeben hat in Italien mindestens drei Menschen in den Tod gerissen. Auch eine Deutsche und eine über hundertjährige Frau starben nach dem Erdstoß in der Nacht – ihr Schreck war möglicherweise tödlich. Das Beben der Stärke 5,9 erschütterte am Sonntagmorgen um 4.04 Uhr die Region Emilia-Romagna in Norditalien.

Hannover (dpa) ● Ein ICE-Zug ist

Böse sein konnte Kurt Felix nie jemand, wenn er mit schelmischem Grinsen seine Streiche auflöste und fragte „Verstehen Sie Spaß?“. Jetzt ist er tot. Von Marina Antonioni und Tatjana Schäfer St. Gallen/Berlin (dapd) ● Dem Komiker Hape Kerkeling bereitete Kurt Felix einen „Albtraum“, als er dessen Publikum immer an der falschen Stelle lachen ließ. Reinhold Messner geriet in Rage („Ich werde mich beim Bürgermeister beschweren!“), als hoch oben in der Matterhorn-Wand plötzlich ein Kiosk mit Souvenirs und Klatschpresse stand. Am vergangenen Mittwoch starb der Schweizer Fernsehmoderator Kurt Felix in St. Gallen im Alter von 71 an seinem langjährigen Krebsleiden. Felix kam am 27. März 1941 im schweizerischen Braunau zur Welt. Sein Berufswunsch stand schon als Kind fest: Bereits mit zwölf Jahren, als das Schweizer Fernsehen 1953 den Versuchsbetrieb aufnahm, habe er gewusst: „In diesen Kasten möchte ich auch mal rein.“ Seine Karriere startete er über einen kleinen Umweg: Felix arbeitete zunächst als Lehrer. Das aber nur deshalb, „weil meine zukünftige Tätigkeit in den Medien von einer profunden Allgemeinbildung abhängig war“, wie er sagte. Schon parallel zum Unterrichten wurde er als Radio- und Fernsehreporter aktiv. 1965 gab Felix den Lehrerberuf schließlich ganz auf, um zum Schweizer Fernsehen zu wechseln. Dort arbeitete er als Moderator, Autor, Programmgestalter und Regisseur. Mit großem Erfolg entwickelte Felix neue Sendeformate – die Show „Teleboy“ etwa, in der er zwischen 1974 und 1981 bereits

gestern auf offener Strecke bei Hannover evakuiert worden. Nach einem Oberleitungsschaden mussten die Fahrgäste mehr als vier Stunden in dem unklimatisierten ICE ausharren, bevor sie in einem Zug auf dem Parallelgleis zurück nach Hannover fahren konnten.

Lotto Lotto am Samstag 20

5 aus 50: 12 - 18 - 43 - 44 - 46 2 aus 8: 4-5 Gewinnquoten GK 1 (5/2): unbesetzt, im Jackpot rund 11 Millionen Euro GK 2 (5/1): 278 529,70 Euro GK 3 (5/0): 72 417,70 Euro 4177,90 Euro, GK 4 (4/2): GK 5 (4/1): 290,70 Euro, 138,60 Euro. GK 6 (4/0): GK 7 (3/2): 64,90 Euro, GK 8 (3/1): 23,90 Euro, GK 9 (2/2): 16,10 Euro. GK 10 (3:0): 16,10 Euro, GK 11 (1/2): 9,40 Euro, GK 12 (2/1): 8,20 Euro GK (Treffer 5 aus 50/Treffer 2 aus 8) (Angaben ohne Gewähr)

Kurt Felix ist tot.

Streiche mit der versteckten Kamera spielte. „Teleboy“ wurde zur erfolgreichsten Unterhaltungssendung in der Geschichte des Schweizer Fernsehens. Später setzte Felix seine Laufbahn in Deutschland fort und entwickelte zunächst für den Süddeutschen Rundfunk, ab Anfang der 1980er Jahre dann für die ARD die große Samstagabend-Show „Verstehen Sie Spaß?“. Als Co-Moderatorin trat ihm seine Frau, die Schlagersängerin Paola Del Medico („Blue Bayou“) zur Seite, die er 1980 geheiratet hatte. Felix legte über Jahre Hunderte prominente und nicht-prominente Opfer mit seinen Gags herein, ließ genervte Autofahrer an dauerroten Ampeln versauern und fragte Passanten mit einem Mode-Schnittmuster nach dem Weg. Damit wurden der Spaßvogel und

Morgen neuer Startversuch für erste private

seine Frau Paola zum beliebtesten Moderatorenpaar in Deutschland. Zweifellos auch deshalb, weil Felix stets darauf achtete, mit seinen Streichen niemandem wirklich zu schaden. Seine große Liebe war Paola

Unter seiner Moderation stieg „Verstehen Sie Spaß?“ zu den erfolgreichsten Unterhaltungssendungen des deutschen Fernsehens auf. Bis zu 23 Millionen Zuschauer schalteten ein. Nachdem Paola und Kurt Felix mehr als 250 Filme mit der versteckten Kamera gedreht und rund 100 Prominente hereingelegt hatten, gaben sie 1990 schließlich die Moderation ab. Die anschließende Arbeit hinter der Kamera – Drehbücher zu schreiben, Gags auszudenken, Filme zu realisieren – habe ihn tiefer

beglückt als der bloße Beifall, begründete er diesen Schritt. „Gerade deshalb konnte ich an meinem 50. Geburtstag ohne Entzugserscheinungen als Protagonist vor der Kamera abtreten.“ Felix blieb hinter der Kamera aktiv, übernahm Beratertätigkeiten für verschiedene Fernsehsender, auch für „Verstehen Sie Spaß?“. Er schrieb als Kolumnist für die „Schweizer Illustrierte“ und entwickelte neue Shows für das Schweizer Fernsehen. Seine privates Glück hat er mit Paola gefunden, die er als Juror eines Talentwettbewerbes kennenlernte und mit der er bis zum Schluss in St. Gallen lebte. „Wir sind seelenverwandt, glücklich miteinander verheiratet, ohne Zoff in idealster Zweisamkeit“, schwärmte er. Felix‘ Stolz war auch sein Sohn Daniel aus erster

Ehe. „Wir sind eins zu eins“, betonte er. Daniel arbeitet als Sendeleiter beim Schweizer Fernsehen – und sie teilten dasselbe Hobby: Eisenbahnfilme. 2003 erkrankte Felix an Krebs. Nach einer Operation und einer Chemotherapie schien er zunächst geheilt zu sein. Doch 2010 kehrte der Krebs zurück. Seine Familie schrieb auf der Internetseite „persoenlich.com“: „Die ganzen Jahre hindurch hatte er mit allen Kräften und einer stets eindrücklich positiven Einstellung dagegen gekämpft.“ Doch die Krankheit sei schließlich stärker gewesen. „Es war für ihn eine Erlösung, für immer einschlafen zu dürfen, bis zur letzten Sekunde liebevoll begleitet von seiner Frau Paola.“ Mit einem Lächeln im Gesicht sei ihr Mann von dieser Welt gegangen, wird Paola Felix zitiert.

SA: Su: MA: Mu:

Salzwedel 26° 14° Stendal 27° 15°

05:10 21:11 05:20 21:50

Angaben für Magdeburg

21.05. 27° 14°

28.05.

04.06.

11.06.

Magdeburg

Dienstag 16° 12° 27° 15°

Eine Computergrafik zeigt die Landungssimulation der Raumkapsel „Dragon“. Foto: dpa

(Triebwerke) waren bereits gezündet“, so Shotwell. „Triebwerk 5 fing gut an, doch dann stieg der Druck zu hoch.“ Möglicherweise sei das Triebwerk nicht ausreichend mit Treibstoff versorgt worden und habe dadurch erhöhte Temperaturen entwickelt, erklärte Shotwell. Doch mit abschließender Sicher-

Wasserstände 20.5.2012 Elbe Schöna Torgau Wittenberg Dessau Barby Magdeburg Rothensee Niegripp Tangermünde Wittenberge Dömitz

cm

Mittwoch

Halle-Trotha Calbe

(+/-) MW 212 211 260 224 219 195 282 385 290 278 200

141 133 193 161 136 131 198 305 225 217 156

(+2) (-2) (-5) (-9) (-7) (-7) (-10) (-8) (-1) (-7) (-3)

151 345

(+2) 211 (+1) 443

Nebenflüsse Halle

26° 13° 28° 12°

Donnerstag 23° 7°

20 aus Ost

www.wetterkontor.de

Windangabe in km/h

Hadmersleben (Bode) Dobbrun (Biese) Havelberg (Havel)

23 118 199

(0) (0) (+1)

Bauernregel Ist Dreifaltigkeit (21.) klar und hell, wächst der Hafer schnell.

13er-Wette: Die Gewinnzahlen lagen bis zum Redaktionsschluss nicht vor. 6 aus 45: Die Gewinnzahlen lagen bis zum Redaktionsschluss nicht vor.

Bombe tötet Schülerin

um die Daten auszuwerten.“ Dabei schien alles perfekt. Angestrahlt in der Dunkelheit stand „Dragon“ auf der dampfenden weißen Falcon-9-Rakete in schräger Startposition. Die Wetterbedingungen waren bestens. Der Countdown lief durch. „Woohoo, ... alles sieht gut aus!“, jubelte SpaceX-Chef Elon Musk über Twitter. Doch als das endgültige Signal zum Abheben kam, tat sich nichts. Enttäuscht sahen Raumfahrt-Fans zu, wie die Maschinen wieder abgestellt wurden. Bei ihrem Testflug sollte „Dragon“ über 500 Kilo Ladung zur Internationalen Weltraumstation ISS bringen, vor allem Lebensmittel. Auf dem Heimweg sollte sie Abfälle von dort mit auf die Erde bringen.

hat eine Schülerin in Italien in den Tod gerissen. Die 16-Jährige starb nach der Explosion vor der Modeschule Morvillo Falcone am Sonnabend in der Hafenstadt Brindisi. Ihre gleichaltrige Freundin konnte gerettet werden, die Ärzte hatten stundenlang um ihr Leben gekämpft. Über die Zahl der weiteren Verletzten herrscht Unklarheit, zuletzt war von fünf die Rede. Einige der Schülerinnen erlitten schwere Verbrennungen und mussten operiert werden. Die Bombe explodierte gegen 7.45 Uhr am Eingang der Schule, als die Schülerinnen auf dem Weg zum Unterricht waren. Augenzeugen sprachen nach dem Anschlag von einem Inferno. Viele der Auszubildenden standen unter Schock, berichteten Rettungs-

Fenster. Vor der Schule auf der Straße lagen zerfetzte Schulhefte und angekohlte Bücher. Das Fernsehen RAI zeigte, wie Ermittler den Tatort absicherten. Offenbar war die aus drei miteinander verbundenen Gaskartuschen gebaute Bombe an einem Müllcontainer an einer Mauer am Eingang der Schule deponiert und wurde mit einem Zeitzünder ausgelöst. Für Spekulationen, die Mafia könne hinter der Tat stecken, gab es bislang keine Beweise. Die Schule ist nach dem Mafia-Jäger Giovanni Falcone und seiner Frau Francesca Laura Morvillo-Falcone benannt, die 1992 von der Mafia ermordet wurden. Zum Jahrestag des Attentats am 23. Mai sind Gedenkfeiern geplant.

50 125 185

Ausflugswetter

Biowetter

Harz: Mal Sonnenschein, mal Wolken, im Laufe des Tages vereinzelt Schauer oder Gewitter. Temperaturen in den Tälern 19 bis 23, auf dem Brocken um 16 Grad.

Menschen mit Neigung zu niedrigen Blutdruckwerten müssen heute mit Kopfschmerzen und Schwindelanfällen rechnen. Ampfer-, Gräser- und Eichenpollen fliegen mäßig.

Reisewetter Spanien/Portugal: Im Norden ab und zu Schauer, sonst wolkig, im Süden sonnig und trocken. Zwischen 15 Grad in Galicien und 25 Grad am Golf von Valencia. Italien/Malta: Viele Wolken und gelegentlich Schauer, im Norden kräftige Regengüsse und Gewitter. Höchsttemperaturen zwischen 17 und 24 Grad. Griechenland/Türkei: Rund um die Ägäis und in der Westtürkei wolkig und meist trocken. Sonst gebietsweise Schauer oder Gewitter. 24 bis 27 Grad. Balearen: Teils wechselhaft und Regen, teils freundlich, 10 bis 23 Grad. Kanaren: Sonne und Wolken, örtlich kurze Schauer. 21 bis 25 Grad.

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Tagesmittel Normalwert Maximum Minimum Tagesmittel Normalwert Maximum Minimum

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Dubrovnik

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0 101

19.5.2011 14,5° 13,5° 17,9° 11,2° 18.5.2011 17,0° 14,7° 23,9° 9,9°

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10

Wetterrückblick 19.5.2012 16,4° 13,5° 23,6° 9,2° 18.5.2012 14,3° 14,7° 18,3° 10,2°

Bingo: B 01 03 05 08 11 12 15 I N 31 39 40 41 G 50 51 54 59 O 61 63 68 70 72 75 Kandidatenspiel: Serien-Nr. Los-Nr. 3205 53144 Ziehung 1 Ziehung 2 3219 21221 Ziehung 3 3220 41712 Ziehung 4 3227 15247 Ziehung 5 3230 16192 Quoten: GK 1 0-mal 134 744,70 Euro GK 2 17-mal 3963,00 Euro GK 3 4657-mal 28,90 Euro Jackpot: rund 270 000 Euro (Angaben ohne Gewähr) Mehr Lotto unter: ● www.volksstimme.de/lotto

T

25 10

27° 14°

Superzahl: 5

Aktion Mensch: Geldgewinne: 5 501 052 Raumkapsel Anschlag auf Schule in Italien / Viele Verletzte Traumhäuser: 0 006 698 Zusatzgehalt: 5 682 160 heit könne dies noch nicht gesagt Brindisi (dpa) ● Italien unter kräfte. An der Schule und an um- Rente – ein Leben lang: werden. „Wir brauchen mehr Zeit, Schock: Ein Bombenanschlag liegenden Gebäuden zersplitterten 7 981 326, 1 733 590

Saale:

Dessau

Brocken

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ARD-Fernsehlotterie: Mega-Los: 1 920 792 1 000 000,00 Euro 240 292 100 000,00 Euro 59 684 10 000,00 Euro 9636 1000,00 Euro 75 10,00 Euro Wochenziehung: 1 488 677 VW Golf Trendline 5 542 991 VW Polo Trendline Einwöchige Karibik5 683 564 kreuzfahrt für zwei Personen 5 021 507 Einwöchige Reise nach Mailand (Italien) für zwei Personen 4 783 066 100 000,00 Euro

1000

Sonne/Mond

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Glücksspirale: Endziffern Euro 5 10,00 32 20,00 913 50,00 6785 500,00 39 827 5000,00 016 701 100 000,00 119 158 100 000,00 Losnummer 3 586 332: 7500 Euro monatlich als „Sofortrente“. Losnummer 5 686 041: 7500 Euro monatlich als „Sofortrente“.

Foto: dpa

Das Wetter: Teils heiter, teils wolkig, im Laufe des Tages hier und da Schauer oder Gewitter Die Wolken überwiegen, und die Sonne zeigt sich nur gelegentlich. Im Tagesverlauf können hier und da ein paar Regengüsse fallen. Örtlich kommen Gewitter mit stürmischen Böen hinzu. Die Temperaturen steigen auf 26 bis 28 Grad.

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Spiel 77: 1 0 7 0 6 4 5 Super 6: 3 7 0 4 2 9

„Drache“ bleibt am Boden die private Raumfahrt: In letzter Sekunde ist am Sonnabend der Start der ersten kommerziellen Raumkapsel wegen technischer Probleme abgebrochen worden. Trotz des „Lift Off“-Signals hob der unbemannte „Dragon“ an der Spitze einer Rakete nicht vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab. Ein neuer Versuch sei für morgen anberaumt, erklärte die Sprecherin des Herstellers SpaceX, Gwynne Shotwell. Zuvor müssten jedoch die Triebwerke der Falcon-9-Rakete gründlich inspiziert werden, sagte sie in einer Erklärung der US-Weltraumbehörde NASA. Die Maschinen waren nur eine halbe Sekunde vor dem geplanten Start abgeschaltet worden, nachdem ein Computer einen erhöhten Druck registriert hatte. „Alle neun

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Zusatzzahl: 17

Washington (dpa) ● Rückschlag für

EuroJackpot

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10 10

Thomas Gottschalk zeigt sich nach dem Scheitern seiner ARDVo r a b e n d s h o w „Gottschalk Live“ selbstkritisch. „Ich habe mir die Nummer schöngeredet und war wohl auch eloquent genug, das Konzept der ARD schmackhaft zu machen“, sagte der 62-Jährige nach einem „Focus“-Bericht. Allerdings sei sein Konzept vom Sender nicht konsequent umgesetzt worden, monierte er. Die ARD-Gremien wiederum wollen dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ zufolge das Scheitern der Sendung nutzen, um ihre Befugnisse gegenüber den Sendern auszuweiten. (dapd)

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Altmark-Sport Zahl des Tages

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Tore bekamen die Zuschauer am Sonntagmorgen auf der Gardelegener „Rieselwiese“ in nur drei Fußballspielen zu sehen. Während bei den Partien der D und C-Junioren zusammen zwölf Treffer fielen, steuerten die B-Junioren elf dazu bei.

Meldungen Übernimmt Bremse für Krümmling? Fußball ● Potzehne (tko) Beim

Fußball-Landesligisten SV Grün-Weiß Potzehne bahnt sich ein Trainerwechsel an. Wie der Volksstimme bekannt wurde, soll Stürmer Nico Bremse die Mannschaft von Erich Krümmling übernehmen. Krümmling selbst soll dem Verein jedoch als Teammanager erhalten bleiben. Bremse wechselte erst vor einer Spielzeit vom TSV Völpke nach Potzehne.

SV Brunau tritt nicht beim Kreismeister an Fußball ● Salzwedel (scf) Meister SV Liesten 22 bekam gestern in der Fußball-Kreisliga (Männer) drei Punkte und 3:0 Tore kampflos, da der SV Brunau aufgrund starker personeller Probleme zum Punktspiel nicht antrat. Die Partie wird deshalb zugunsten des SVL gewertet. Des Weiteren wurde die Partie zwischen dem MTV Beetzendorf und dem SSV 80 Gardelegen II auf Sonnabend, 26. Mai (15 Uhr), verlegt.

BVSA-Vorstand lädt Mitgliedsvereine ein Basketball ● Salzwedel (tko/eb)

Der Vorstand des Basketball Verbandes Sachsen-Anhalt lädt fristgerecht alle Mitgliedsvereine zum XVII. Landesverbandstag und XIV. Jugendtag am 23. Juni 2012 in Osterwieck ein. Die förmliche Einladung, die Berichte der einzelnen Kommissionen sowie alle fristgerecht eingegangenen Anträge zum Landesverbandsund Jugendtag sind im Berichtsheft 2012 veröffentlicht.

Jana Eckhardt mit 293 Ringen Schießen ● Salzwedel (tko/eb) Hö-

hepunkt der 10. Landesmeisterschaft (KK, 100 Meter) am Samstag in Nienburg war der neue Landesrekord von Dietmar Kapser (SGi Löbejün) in der Seniorenklasse. Mit 264 Ringen enttrohnte er der den diesmal zweitplatzierten Wolfgang Witte vom SV Wolmirstedt. Eine Klasseleistung vollbrachte auch die Estedterin Jana Eckhardt (GSGi Halle) in der Klasse Damen mit 293 Ringen. Elisa Herold (GSGi Halle) errecichte als einzige Schützin eine 100er Serie. Die Juniorin „patzte aber in der zweiten Serie mit einer 93er, was ihr am Ende Platz drei hinter der Gölzauerin Gabi Bulla (290) einbrachte. In der Altersklasse siegte der Salzwedler Ulf Oehlmann mit 286 Ringen vor Frank Melchert und Mario Jüchtzer.

Altmark Sport Sport Salzwedel Neuperverstraße 32, 29410 Salzwedel Tel (0 39 01) 30 19 23 Fax (0 39 01) 30 19 25 E-Mail: [email protected] Verantwortlicher Redakteur: Dr. Wolfgang Seibicke (wse) (0 39 31) 25 87 00 Redaktion: Thomas Koepke (tko)

Montag, 21. Mai 2012

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Fan-Artikel der Bundes-Liga

Insgesamt 21 Schützen im Seelenbinder-Stadion dabei

gibt es in der Distel/SAW Neuperverstr. 34

Bogenschießen 3. Hansepokal der WSG „Jenny Marx“ Salzwedel im Werner-Seelenbinder-Stadion Salzwedel ● (scf) Bei schweißtrei-

benden Temperaturen richtete die WSG „Jenny Marx“ Salzwedel gestern zum dritten Mal den Hansepokal für Bogenschützen aus, wie immer im Werner-Seelenbinder-Stadion. Den Weg zu diesem offenen Ranglistenturnier fanden insgesamt 21 Starter, davon elf aus der Altmark, aus sieben Vereinen. Die gastgebende WSG vertraten Michelle Ehret, Marcel Winkelmann, Marieke König (alle drei als Nachwuchsschützen extra gewertet), Laura Schmidt, Soraya Schmidt, Florian Schwarzberg, Julian Wischer, Maximilian Milow und Sebastian Ahl. Außerdem gingen auch noch die beiden Schützen der SGi Seehausen, Andreas Müller und Phillip Müller, an den Start. Des Weiteren schossen Vertreter des MTV Dannenberg, des TSV Helmstedt, des VfB Germania Halberstadt, des PSV Magdeburg und des BSC Garbsen. Fast sieben Stunden lang waren die Schützen gestern aktiv. Ein ausführlicher Bericht mit allen Ergebnissen folgt in einer unserer kommenden Ausgaben. Die Nachwuchsschützen der WSG Salzwedel: Michelle Ehret (von links), Marieke König und Marcel Winkelmann.

Potzehner Frauen kassieren eine 2:8-Niederlage Fußball ● Gerwisch (twe) Die Lan-

Foto: Florian Schulz

Den hätte Bayern gebraucht: Kevin „Kiwi“ Meinhardt behält vom Punkt die Nerven Fußball Verbandsliga: 1. FC Lok Stendal - BSV Halle-Ammendorf 1:1 (0:1) In der Fußball-Verbandsliga haben sich am Sonnabend der 1. FC Lok Stendal und der BSV Halle-Ammendorf im Hölzchen 1:1 (0:1) getrennt. Von Frank Kowar Stendal ● Gegen ersatzgeschwächte Gäste verstanden es die Altmärker nicht, in der ersten Hälfte ihr Spiel aufzuziehen. Im Gegenteil: Ammendorf ergriff die Initiative. Stefan Komenik hatte bereits in der vierten Minute die erste Chance. Wenig später setzte sich erneut Komenik gegen die zu diesem Zeitpunkt wacklige Abwehr der Altmärker locker durch. LokKeeper Nico Thomaschewski hielt den Ball. Lok kam nur ganz langsam in die Gänge. Als sich Maik Aumann im Strafraum durchtankte, rettete Christian Kamalla im letzten Moment (24.). Eine Minute später folgte die bis dahin beste Szene der Gastgeber. Nach Einwurf von Kevin Meinhardt verlängerte Guido Spork das Leder per Kopf. Martin Gebauer übernahm die Vorarbeit und setzte zu einem Flugkopfball an. Norbert Guth im

So spielte Stendal

Trainerstimme

Thomaschewski Erdmann Gebauer

Kozik Gross

Spork Schubert Kiefel Aumann

Strube

Meinhardt Einwechslungen: Tadokoro (53.) für Kiefell Selo (53.) für Kozik lange (74.) für Meinhardt

Tor der Gäste reagierte prächtig. Doch bis zur Pause sollte das Loks einzige Möglichkeit bleiben. Bei Ammendorf sorgte Stanley Ratifo, noch A-Junior, immer für Gefahrenmomente. Er war von Lok nur selten zu stoppen. Der 1:0-Treffer von Komenik (37.) – wieder war die Lok-Abwehr nicht auf dem Posten – war zu diesem Zeitpunkt vollkommen verdient. Nach dem Wechsel kam eine ganz andere Lok-Mannschaft auf den Rasen. Mit Tatendrang wollten die Platzherren unbedingt diese Partie drehen. Als Spork abzog, wackelte der Torpfosten be-

Kevin Meinhardt (rechts) war beim 1:1 gegen Ammendorf noch einer der Besten in den Reihen des 1. FC Lok Stendal.Foto: Frank Kowar

denklich. Der Ball fand aber nicht den Weg ins Ziel (48.). Dennoch, wachgerüttelt von dieser Szene, bestimmte ab sofort Lok das Geschehen. Es ging fast nur noch in Richtung des Ammendorfer Tores. Nach Foul an Aumann entschied Schiedsrichter Christian Naujoks auf Strafstoß. Meinhardt verwandelte sicher – 1:1 (61.). Lok spielte danach weiter nach

vorn, hatte aber nicht mehr die großen Chancen. Bei einigen Kontern mussten die Gastgeber sogar auf der Hut sein, um nicht noch ein Gegentor eingeschenkt zu bekommen. Letztlich ist das 1:1 gerecht, aber Lok hat sein Ziel damit nicht erfüllt. Torfolge: 0:1 Komenik (37.), 1:1 Meinhardt (61., Foulstrafstoß). Zuschauer: 109.

Volkan Uluc (1. FC LokStendal): „In der ersten Halbzeit war es kein schönes Spiel von unserer Mannschaft. Wir haben wirklich viele technische Fehler bei der Ballannahme oder -mitnahme gemacht. Es gab auch jede Menge Passungenauigkeiten, wo wir den Gegner in gute Situationen gebracht haben. Vor dem 0:1 sind wir in Ballbesitz und schenken ihn wieder her. Das darf uns natürlich in dieser Phase einfach nicht passieren. Diese 45 Minuten waren unterirdisch. Nach dem Wechsel war es schon besser. Wir haben aber immer noch Probleme, Lösungen im Abschluss zu finden. Wir sind oft in Überzahl, müssen es eigentlich nur klug ausspielen. Obwohl wir das immer wieder üben, stimmen die Laufwege nicht. Die Jungen bringen sich somit immer wieder in Schwierigkeiten. Das braucht nicht sein. Wir müssen es jetzt so nehmen, wie es gekommen ist. Weiter geht´s.

desliga-Frauen des SV Grün-Weiß Potzehne haben die Saison mit einer klaren Niederlage beendet. Bei der SG Gerwisch/Lindenweiler unterlagen die Potzehnerinnen am Ende mit 2:8 (2:1). Allerdings hatten die Westaltmärkerinnen mit argen personellen Problemen zu kämpfen und traten nur mit zehn Spielerinnen an. Dennoch boten die Potzehnerinnen in der ersten Halbzeit eine ganz starke Leistung. Obwohl die Gastgeberinnen in der 20. Minute mit 1:0 in Führung gingen, glich Anke Köchig mit einem sehenswerten Treffer zum 1:1 aus (25.). Als dann nur eine Minute später Mandy Schulze die Gäste sogar mit 2:1 in Führung schoss, deutete sich eine Sensation an. Mit der knappen Führung der GrünWeißen ging es dann auch in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel rückten die Gastgeberinnen die Verhältnisse allerdings schnell wieder gerade, glichen zunächst zum 2:2 aus und gingen anschließend sogar mit 4:2 in Führung. Doch es sollte es für die Potzehnerinnen noch dicker kommen. So langsam machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar, den die SG-Frauen konsequent ausnutzten und am Ende einen 8:2-Erfolg herausschossen. „In der ersten Halbzeit haben wir wirklich gut gespielt. Nach der Pause war die Kraft dann weg und wir sind leider eingebrochen“, fasste Katja Schulze, für die es auch das letzte Spiel als Trainerin war, nach der Begegnung etwas wehmütig zusammen. SV Grün-Weiß Potzehne: Reimer - Schwarz, A. Prause, Mewes, Becker, Berninger, Quatz, Schulze, Hoang, Köchig. Torfolge: 1:0 (20.), 1:1 Anke Köchig (25.), 1:2 Mandy Schulze (26.), 2:2 (46.), 3:2 (53.), 4:2 (58.), 5:2 (67.), 6:2 (68.), 7:2 (70.), 8:2 (80.).

Meldung SV Heide Jävenitz II tritt nicht an Fußball ● Berge (tko) Das für gestern Nachmittag angesetzte Punktspiel in der 2. FußballKreisklasse Süd zwischen dem SV Eintracht Berge und Heide Jävenitz II fiel aus. Grund: Die Zweite des SV Heide bekam keine spielfähige Mannschaft zusammen.

Voltigierturnier in der Gute Ergebnisse im U14-Bereich für die Halle das Highlight Salzwedeler Cracks – Christoph Hein Sechster Pferdesport Reit- und Springturnier in Klötze

Badminton 21. Verbandsspiele des Landesverbandes in Halle/Saale

Klötze (msh) ● Entsprechend des

Von Thomas Koepke und Volkmar Hein Salzwedel ● Kürzlich fanden in Halle die 21. Verbandsspiele des Badminton Landesverbandes statt. Vom SV Eintracht Salzwedel 09 nahmen im Jungeneinzel der Altersklasse U11 Sören Friebe, Phillip Nguyen Thai und Brian Beulke sowie Christoph Hein im Herreneinzel (ToP 6–Jugend) daran teil. Während Sören und Phillip schon an Landesturnieren teilnahmen, war es für Brian der erste Einsatz Auf Landesebene. Durch Siege im ersten Spiel konnten alle das Viertelfinale erreichen. Hier mussten sich Brian mit 10:21, 5:21 gegen Lohmann (Bobbau) und Sören mit 10:21, 18:21 gegen Olexy (Bobbau) den späteren Zweit- und

zweijährigen Turnus‘ richtet der Reit- und Fahrverein (RFV) Klötze dieses Jahr am Pfingstwochenende ein großes Reit- und Springturnier Turnier aus. Dabei gehen von Freitag, 25. Mai 2012, bis Sonntag, 27. Mai 2012, auf dem Außengelände der Reitanlage in Klötze-Süd nicht nur 27 Dressur- und Springprüfungen mit mehr als 850 Starts über die Bühne, sondern in der Reithalle auch ein richtiges Voltigierturnier – das einzige in diesem Jahr in der westlichen Altmark. Insgesamt betrachtet kann sich das Publikum auf ansprechenden Sport freuen und auch auf ein Rahmenprogramm. Eine ausführliche Vorschau mit dem aktuellen Zeitplan erscheint in einer späteren Ausgabe.

Zu den Platzierten in der Dressur gehörte beim vergangenen Turnier auch Lokalmatadorin Franziska Meißner. Foto: Meike Schulze

Drittplatzierten geschlagen geben. Phillip zog mit einem 21:10, 21:4 gegen Bierau (Halle) in das Halbfinale ein, welches er leider klar gegen Lohmann (Bobbau) mit 9:21, 3:21 verlor. Da das Jungeneinzel (AK U11) im Doppel-K.o. mit Ausspielen der Plätze ausgetragen wurde, hatten alle noch eine Chance, den dritten Platz zu erreichen. Hier zeigte sich aber, dass alle drei noch an ihrer Technik feilen müssen, denn alle verloren ihre Auftaktspiele in der Rückrunde. Sören und Brian spielten damit um die Plätze neun bis zwölf und Phillip um Platz fünf. Da Brian gegen Liu (Halle) mit 21:17, 21:9 und Sören gegen Breitner (Burg) mit21:16, 21:19 gewannen, trafen beide im Spiel um den neunten Platz aufeinander. Hier

konnte sich dann Sören mit 21:13 und 21:12 gegen Brian durchsetzen. Im Spiel um Platz fünf zeigte Phillip, dass er sich taktisch hervorragend auf seinen Gegner Daniel Rein von Badminton Burg eingestellt hatte und mit einem 21:16, 21:16 letztendlich die beste Salzwedeler Platzierung in diesem Wettbewerb erringen konnte. „Die Plätze fünf, neun und zehn unter den besten 14 U11-Spielern des Landes sind für unsere jungen Spieler gute Ergebnisse“, freute sich Trainer Volkmar Hein. Sie zeigen aber auch, dass im technischen und im taktischen Bereich verstärkt trainiert werden muss, um den Anschluss an die Landesspitze nicht zu verlieren. Im Herreneinzel U19 hatte sich Christoph Hein als Landesranglis-

tendritter für das ToP-6 Turnier qualifiziert. Da er durch sein Studium kaum noch trainieren kann, waren die Erwartungen auch nicht sehr hoch. In den Gruppenspielen zog er gegen Barth (Merseburg) mit 19:21, 15:21 und gegen Aufzug (Staßfurt) mit 12:21, 6:21 den Kürzeren. Hierbei zeigte sich, dass im Spitzenbereich des Landes der Trainingsausfall einfach nicht zu kompensieren ist. Im Spiel um Platz fünf traf Christoph dann auf den Landesranglistenersten Sebastian Günther (Merseburg). Aufgrund der zwei vorigen Spiele konnte er seine Bälle besser platzieren, und es entwickelte sich ein auf hohem Niveau stehendes Spiel. Letztendlich unterlag er knapp mit 17:21 und 17:21 und erreichte damit Platz sechs

8 | Altmark-Sport Einheit-Damen mit Punkt gegen Spitzenreiter ● Stendal (ume) In der Tennis-Landesoberliga Damen 40 hat Einheit Stendal gegen den Tabellenführer Lok Blankenburg ein 3:3-Unentschieden erreicht. Für die Einheit-Damen war es der zweite Punktgewinn. Sabine Lange hatte im Spitzeneinzel keine Chance und verlor gegen Duckstein glatt 0:6, 0:6. Birgit Seeber holte den ersten Punkt für die Altmärkerinnen. Nach Verlust des ersten Satzes behielt Seeber gegen Boer in den weiteren Durchgängen mit 6:4 und 6:2 die Oberhand. Weniger Glück hatte Monika Hundt gegen Köppke. In drei umkämpften Sätzen verlor sie die Partie. Bärbel Grammig besorgte den wichtigen zweiten Zähler mit einem klaren 6:1, 6:2 über Zumke. In den beiden Doppeln holte jede Mannschaft nochmals einen klaren Erfolg, sodass am Ende ein 3:3 auf dem Spielprotokoll stand. Für die Gäste war es im vierten Spiel der erste Punktverlust. Die zweite Vertretung von Einheit Stendal in dieser Altersklasse holte einen 4:2-Heimsieg gegen Möser. Diese Partie hatte einen sehr spannenden Verlauf und viele enge Matches. So zwang Beate Goroncy ihre Gegnerin nach Verlust des ersten Satzes mit zwei Tiebreakerfolgen in die Knie.

Tennis

Landesoberliga Damen 40 Einheit Stendal - Lok Blankenburg 3:3 Einzel: Lange - Duckstein 0:6, 0:6; Seeber Boer 5:7, 6:4, 6:2; Hundt - Köppke 7:5, 4:6, 3:6; Grammig - Zumke 6:2, 6:1. Doppel: Lange/Grammig - Duckstein/Köppke 1:6, 0:6; Seeber/Hundt - Boer/Zumke 6:1, 6:1. Landesliga Damen 40 Einheit Stendal II - TC Möser 4:2 Einzel: Thiermann - Prellwitz 6:4, 4:6, 6:4; Goroncy - Haeseler 5:7, 7:6, 7:6; Schröder - Siebert 2:6, 6:3, 6:3; Wetter - Beul 6:2, 6:1. Doppel: Goroncy/Wetter - Schwetge/Haeseler 2:6, 1:6; Schröder/Brunke - Prellwitz/Beul 6:4, 2:6, 10:12. Bereichsliga Herren 40 VfB Elbe Uetz - Einheit Stendal III 2:4 Einzel: Freitag - Achilles 6:3, 6:4; L. Gabriel Brunke 6:4, 6:1; Aernecke - Krümmel 4:6, 3:6; G. Gabriel - Lange 1:6, 2:6. Doppel: Freitag/Aernecke - Achilles/Krümmel 6:7, 2:6; L. Gabriel/G. Gabriel - Brunke/Lange 2:6, 1:6. Bereichsliga Herren 60 TC Stendal - MTC Germania II 3:3 Einzel: Riedlinger - Dölle 6:4, 6:2; Lembke - Hagmann 7:6, 5:7, 6:2; List - Löber 6:7, 2:6; Wollenberg - Kaiser 1:6, 4:6. Doppel: Augustin/Lebke - Hagmann/Löber 6:3, 6:1; Riedlinger/List -- Dölle/Kaiser 0:6, 6:0, 4:6. Bereichsklasse Herren 40 TC Stendal - MTC Germania II 3:3 Einzel: Knoll - Schmidtchen 6:4, 4:6, 7:6; Berbandt - Doßow 6:3, 6:0; Krügeer - Kegel 7:5, 3:6, 0:6; Buchholz - Graf 4:6, 6:4, 0:6. Doppel: Knoll/Perbandt - Schmidtchen/Graf 6:0, 6:0; Trautmann/Marth - Doßow/Kegel 6:7, 2:6. Bereichsklasse u 18 männlich TV Osterburg III - G. Tangerhütte 0:3 Einzel: Handel - Y. Müller 0:6, 1:6; Warnau - L. Müller 0:6, 0:6. Doppel: Handel/Warnau - Y. Müller/L. Müller 1:6, 0:6. Bereichsklasse u 14 männlich Einheit Stendal - TV Osterburg 2:1 Einzel: Ahrendt - Müller 3:6, 0:6; Arlt - Brumby 6:3, 6:0. Doppel: Ahrendt/Arlt - Müller/Brumby 6:2, 6:4. Einheit Stendal II - TC Salzwedel 0:3 Einzel: Schotte - Malek 0:6, 0:6; Wüthrich Schulz 3:6, 6:3, 4:6. Doppel: Schotte/Wüthrich - Malek/Schulz 0:6, 0:6. Bereichsklasse u 14 weiblich Biederitzer TC III - TC Stendal 1:2 Einzel: Edelmann-Nusser - Wichmann 6:4, 6:0; Hensch - Henning 6:4, 1:6, 2:6. Doppel: Edelmann-Nusser/Hensch - Wichmann/Henning 6:3, 1:6, 5:7. Einheit Stendal II - Biederitz II 0:3 Einzel: Beckmann - Schnoor 6:7, 2:6; Thiermann - Kuc 1:6, 0:6. Doppel: Beckmann/Thiermann - Schnoor/ Kuc 4:6, 4:6. Bereichsklasse u 10 Mix Gruppe 84 Einheit Stendal II - E. Ebendorf 1:2 Einzel: Saitzek - Rudolph 2:6, 2:6; Herrmann - Sillacks 6:1, 6:1. Doppel: Saitzek/Herrmann - Rudolph/Sillacks 7:5, 4:6, 6:7. TV Osterburg II - Biederitzer TC 1:2 Einzel: Schulz - Leist 4:6, 6:4, 7:6; Lemke - Eix 6:7, 1:6 Doppel: Schulz/Lemke - Leist/Eix 2:6, 3:6 Bereichklasse u 10 Mix Gruppe 85 TV Osterburg - GW Gardelegen 2:1 Einzel: Schneider - Franz 6:0, 7:6; Placzeck Kreuzfeldt 5:7, 7:5, 7:6. Doppel: Schneider/Placzeck - Franz/Kreuzfeldt 3:6, 6:1, 6:7. Biederitzer TC II - TC Stendal 1:2 Einzel: Edelmann-Nusser - Henning 7:5, 1:6, 6:7; Wöhler - Lüdtke 2:6, 0:6 Doppel: Edelmann-Nusser/Wöhler - Henning/Lüdtke 7:5, 3:6, 7:6.

Montag, 21. Mai 2012

Tangermünder Christian Muths ist beim Elbelauf in Grieben eine Klasse für sich Leichtathletik 16. Griebener Elbelauf / SV Grieben hat in der Mannschaftswertung knapp die Nase vorn Der Tangermünder Christian Muths hat gestern Vormittag den 16. Griebener Elbelauf gewonnen. Die Mannschaftswertung nebst Pokal sicherte sich der SV Grieben. Von Thomas Wartmann Grieben ● Kurz nach 13 Uhr gestern Nachmittag hatten es die Griebener Elblitze geschafft. Der 16. Elbelauf war bei bestem Wetter reibungslos verlaufen. Die Mannschaft um Dirk Witte gönnte sich erst einmal ein Bier. Bereits vor Wochen hatte Witte mit der Vorbereitung begonnen, unter anderem Genehmigungen für das Sperren der Straßen eingeholt. Seit Freitagabend wirbelten die zirka 40 Elbblitze rund um die Windmühle, um alles für den Lauf herzurichten. Der Erfolg belohnte sie. 263 Laufbegeisterte gingen gestern in den vier Läufen an den Start, die Kinder beim BambiniLauf nicht mitgerechnet. Pünktlich um 9.30 Uhr ertönte der erste Startschuss zum Lauf über die 0,73 Kilometer. Der Magdeburger Christian Scholz kam als Erster in das Ziel. Wenig später schloss Gregor Schönherr aus Tangerhütte den 1,46 Kilometer langen Lauf als Erster ab. Großes Gedränge herrschte dann beim zeitgleichen Start der 5,8- und 11,6-Kilometer-Läufe. Auf der breiten Straße am Dorfplatz hatte der große Pulk aber keine Probleme, auf die Strecke zu kommen. Recht schnell zog sich das Feld auseinander. Von Beginn an

ten sich der SV Grieben und die Stendaler Laufgruppe Haeder ein ganz enges Rennen. Die Griebener, die in den Kinderläufen sehr erfolgreich vertreten waren, hatten einen knappen Punkt Vorsprung und können sich den Pokal für ein Jahr in ihr Vereinsheim stellen. Platzierungen (Zeit in Stunden): 0,73 Kilometer männlich/weiblich: 1. Christian Scholz, Magdeburg 00:02:46 2. Julia Hörske, SV Grieben 00:02:47 3. Lea Vogt, SV Grieben 00:02:54 4. Niklas Amtenbrink, Döbbelin 00:02:56 5. Angelina Amtenbrink, Döbbelin 00:02:57 6. Jasmin Falke, Groß Schwechten 00:03:07 7. Amelie Zedler, Grundsch. Greiben 00:03:09 8. Bruno Perlitz, Haldensleben 00:03:11 9. Dennis Groß, Grundsch. Grieben 00:03:12 9. Joel Lindenthal, Grunds. Grieben 00:03:12 1,46 Kilometer männlich/weiblich: 1. Gregor Schönherr, Tangerhütte 00:05:34 2. Ron Kornmesser, Tangerhütte 00:05:40 3. Fabia Garlipp, SV Grieben 00:05:42 4. Max Bandau, Grieben 00:05:44 5. Christian Holst, Hodendodelbn. 00:05:52 6. Jonas Bünning, Hottendorf 00:06:07 7. Elisa Sterdt, SV Angern 00:06:08 8. Leon Theuerkauf, Tangerhütte 00:06:19 9. Andy Tüngler-Labenz, Grieben 00:06:23 10. Ludger Garlipp, SV Grieben 00:06:25

Wasser! Die 11,8 Kilometer hatten es bei sommerlichen Temperaturen und böigem Wind in sich und verlangten den Startern alles ab. Thomas Habendorf von der Laufgruppe Haeder kam als Elfter in das Ziel. Foto: Thomas Wartmann

machte Christian Muths aus Tangermünde mächtig Druck an der Spitze. Yves Löbel aus Niederndodeleben und Mario Stach aus Schackensleben, die schon oft in der Altmark erfolgreich waren, versuchten dran zu bleiben. Aber schon nach einer Runde hatte er einen ordentlichen Vorsprung herausgelaufen. Gestern kam keiner an ihn heran. Während er längst

auf der zweiten Runde war, kam Paul Weinmann als erster Läufer über die 5,8 Kilometer in das Ziel. Schnellste Frau wurde als Gesamtsechste Katrin Daul aus Haldensleben. Nach beachtlichen 42:19 Minuten durchlief Muths die Messanlage im Zielbereich. Von den Verfolgern war lange nichts zu sehen. Mit eineinhalb Minuten Abstand

kam Yves Löbel in das Ziel. Dritter wurde Mario Stach. Die schnellste Frau wurde Kathleen Homann aus Magdeburg. Christian Muths sagte kurz nach dem Zieldurchlauf: „Es war heute sehr warm und windig. Eigentlich wollte ich etwas schneller sein, aber ich war allein und es war ziemlich warm. Ich bin vor drei Wochen in Hamburg den Ma-

rathon gelaufen und wollte heute mal sehen, ob es wieder geht.“ Für den 26-jährigen BWLStudenten steht in diesem Herbst vielleicht noch der Magdeburger Marathon auf dem Programm. Während die restlichen Läufer in das Ziel kamen, blickten viele gespannt auf die Mannschaftswertung. Den großen Pokal wollten einige haben. Am Ende liefer-

Rayk Wille: „Bieten kein Hochleistungssportfest an, sondern Wettkämpfe für alle Altersklassen“ Leichtathletik XV Winckelmann-Games des Stendaler LV/ Internationales Wochenende der Leichtathleik Von Frank Kowar Stendal ● Die XV. WinckelmannGames des Stendaler LV (SLV) sind bereits wieder Geschichte. Das Internationale Wochenende der Leichtathletik im Stadion Am Galgenberg – integriert waren die Offenen Landesmeisterschaften der Senioren und die Zwergenolympiade – hat erneut qualitativ und quantitativ für herausragende Leistungen gesorgt. Zu allererst ist natürlich die hervorragende Arbeit des gastgebenden Stendaler LV zu nennen. Über 100 Helfer, davon etwa 80 Kampfrichter, waren an beiden Tagen im Einsatz. Bereits vor den Wettkämpfen leisteten die Mitglieder des SLV viele Stunden ehrenamtliche Arbeit, um so ein Fest auf die Beine zu stellen. „Wir haben noch am Donnerstag die letzten Bänke gestrichen, so dass die Tribüne jetzt fertig ist. Stolz

Alles muss stimmen: Kampfrichter Detlef Suchanek.

sind wir natürlich auch, dass wir unsere neue Ampel einweihen können“, sagte Peter Ludwig, amtierender Präsident des SLV. Jetzt wird bei den Läufen für den Starter angezeigt, dass bei grünem Licht die Bahn frei ist. Auch die sportlichen Leistungen bei den Games überzeugten wieder. „Natürlich muss man se-

Niclas Pagels (Stendaler LV) beim Hochsprung der Schüler (Altersklasse M 11).

hen, wir bieten hier kein Hochleistungssportfest an, sondern Wettkämpfe für alle Altersklassen“, sagte Rayk Wille, Pressesprecher des SLV. Da für die WinckelmannGames Leichtathleten über die Grenzen von Sachsen-Anhalt hinaus gemeldet hatten und auch Sportler der Stendaler Partnerstadt Pulawy am Start waren, wurde das Niveau deutlich angehoben. Eine überragende Leistung zeigte Jona Bauer (Stendaler LV), die den Dreikampf der W 10 gewann. Niclas Pagels (ebenfalls Stendaler LV) gewann in der M 11. Mit Charlott Schatte setzte sich eine Altmärkerin, die jetzt für den TSV Lelm startet, bei der W 11 durch. „Ich denke, der gesamte Ablauf war in diesem Jahr nicht so hektisch, es ist alles ruhiger abgelau- Staffellauf der W 10: Lea Lausch (rechts) übergibt an Mara Turban fen“, sagte Ludwig abschließend. (beide Arneburger LV). Fotos: Frank Kowar

Staffelübergabe beim Nachwuchs des Stendaler LV: Justin Schulz an Fritz Fischer.

Konzentration: Sebastian Jankow (Arneburg).

5,8 Kilometer männlich/weiblich: 1. Paul Weimann, Genthin 00:22:15 2. Roland Bäumler, Rossau 00:24:03 3. Maik Döring, LG Wellen 00:24:35 4. Rene Lücke, Magdeburg 00:24:46 5. Daniel Fromme, Magdeburg 00:24:48 6. Katrin Daul, Haldensleben 00:25:38 7. Frank Voigtländer, TLV 00:26:15 8. Kerstin Rische, Magdeburg 00:26:31 9. Guido Müller, Weißewarte 00:26:32 10. Detlef Ernst, Genthin 00:26:50 11,6 Kilometer männlich/weiblich: 1. Christian Muths, TLV 00:42:19 2. Yves Löbel, Niederndodeleben 00:43:46 3. Mario Stach, Schackensleben 00:44:17 4. Frank Schräpel, Magdeburg 00:44:46 5. Henrik Lisner, Seehausen 00:45:01 6. Matthias Welling, LG Wellen 00:45:38 7. Karsten Ballschmieter, Magdeb. 00:45:56 8. Björn Wasserthal, Schackensl. 00:47:07 9. Enrico Ebert, SC Demker 00:47:12 10. Marco Hermecke, Schackensl. 00:47:17

Ergebnisse: Siegerliste (Auszug) Speerwurf Männer: Jankow, Sebastian, Arneburger LAVerein, 45,62 m Kugelstoßen U20: Schikora,Felix Tangermünder Leichtathl.Verein, 13,52 m Diskuswurf U20: Schikora, Felix,Tangermünder Leichtathl.Verein, 34,75 m Speerwurf MJ U18: Levin, Bastian, Tangermünder Leichtathl.Verein, 50,82 m 100 m Schü A M14: Barthel, Thomas, Stendaler Leichtathletikv. 11,46 sec. 300 m Schü A M14: Barthel, Thomas, Stendaler Leichtathletikv. 41,60 sec. Kugelstoß Schü A M14: Barthel, Thomas, Stendaler Leichtathletikv. 11,87 m 50 m Schü C M11: Pagels, Niclas, Stendaler Leichtathletikv. 7,77 sec Weitsprung Schü C M11: Pagels, Niclas, Stendaler Leichtathletikv. 4,39 m Schlagball 80g Schü C M11: Fischer, Fritz Stendaler Leichtathletikv. 45,40 m Schlagball 80g Schü C M10: Fehrig, Paul, Stendaler Leichtathletikv. 43,96 m Hochsprung Schi A W15: Kleefeldt, Friederike, Stendaler Leichtathletikv. 1,53 m 100 m Schi A W14: Jakobs, Annelie,Tangermünder Leichtathl.Verein 13,72 sec. Hochsprung Schi C W11: Kuhfahl, Clara, Schinner SV Eintracht, 1,20 m 50 m Schi C W10: Bauer, Jona, Stendaler Leichtathletikv. 7,56 sec. Weitsprung Schi C W10: Bauer, Jona, Stendaler Leichtathletikv. 4,08 m Schüler C 3-Kampf M11: Pagels, Niclas, Stendaler Leichtathletikv. 1.106 Pkt. Schülerinnen C 3-Kampf W10: Bauer, Jona, Stendaler Leichtathletikv. 1.292 Pkt. Auszug aus dem Protokoll

Altmark-Sport | 9

Montag, 21. Mai 2012

Zwei Traumtore der Potzehner ebnen den Weg

Altmark-Torjäger

Fußball Landesliga, Nord: SV Grün-Weiß Potzehne bezwingt den Möringer SV mit 4:1 (2:0) Nach der doch überraschend deutlichen 1:5-Niederlage beim Tabellenvorletzten FSV Grün-Weiß Ilsenburg vor einer Woche hat der SV Grün-Weiß Potzehne mit einem 4:1 (2:0)-Erfolg gegen den Möringer SV die richtige Antwort gegeben. Von Tobias Weber Potzehne ● Beide Trainer konstatierten nach dem Schlusspfiff: Der Potzehner Sieg geht völlig in Ordnung. Während die Grün-Weißen in der Offensive ihre Chancen relativ konsequent nutzten, hätten die Möringer wohl noch längere Zeit spielen können, ohne ein eigenes Tor zu erzielen. MSVCoach Olaf Harfenmeister führte die mangelnde Konzentration einiger Spieler auf die fehlende Einstellung zurück. Anders die Potzehner, die von Beginn an die Gäste unter Druck setzten. Außerdem war der klare Wille zu sehen, die zurückliegende Niederlage vergessen zu machen. Bereits in der zweiten Minute tauchten die Potzehner das erste Mal vor dem Möringer Gehäuse auf. Nach gutem Zuspiel von Mario

Michael Fraaß und der Möringer SV unterlagen dem SV GrünWeiß Potzehne mit 1:4.

Stolle präsentierte sich Mathias Lenz im Abschluss zu zaghaft, so dass MSV-Keeper Oliver Drawehn die Situation ohne Probleme bereinigen konnte. Auch in den folgenden Minuten spielten die Platzherren druckvoller nach vorn und erarbeiteten sich weitere Torchancen. Maik Krehl (7.) und Ingo Wiegmann (20.) haderten allerdings mit der Konzentration im Abschluss. In der 23. Minute konnte dann auch die erste gute Aktion der Möringer notiert werden. Nach einer Flanke von Gordon Klautzsch beförderte David Berr den Ball per Seitfallzieher in Richtung Potzehner Tor. Das Leder verfehlte jedoch knapp das angepeilte Ziel. Nach gut einer halben Stunde konnte das erste Mal gejubelt werden. Mit einem sehenswert direkt verwandelten Freistoß brachte Oliver Gase den SV Grün-Weiß Potzehne mit 1:0 in Führung. Beflügelt von diesem Treffer legten die Platzherren nur kurze Zeit später sogar das 2:0 nach. Und wie. Im Stile des ehemaligen schwedischen Nationalspielers Henrik Larsson traf Mario Stolle nach einer Flanke von Oliver Oelze mit einem Hechtflug-Kopfball zum 2:0 (34.). Die letzte Aktion der ersten Halbzeit ging allerdings auf das Konto der Gäste. Nachdem David Berr zunächst in guter Position am Potzehner Keeper Patrick Schmidt scheiterte, vermochte es auch Gordon Klautzsch im Nachschuss nicht, den Anschlusstreffer zu erzielen (44.). Somit ging es mit dem 2:0 aus Sicht der Grün-Weißen in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel rechneten alle mit einer Druckphase der Möringer, um den schnellen Anschluss herzustellen. Doch die Potzehner machten den Gästen einen Strich durch die Rechnung, denn nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff zappelte das Leder zum dritten Mal im Möringer Tor. Maik Krehl besorgte nämlich das 3:0 und sorgte damit schon für eine Vorentscheidung. Die Gäste aus der östlichen Altmark gaben sich jedoch noch nicht gänzlich

Trainerstimmen Erich Krümmling (Trainer des SV Grün-Weiß Potzehne): Ich denke, der Sieg geht völlig in Ordnung. Die Mannschaft hat die richtige Antwort nach der Niederlage in Ilsenburg gegeben. Der Sieg gibt natürlich Selbstvertrauen. Außerdem wäre es schade, wenn wir unsere gute Hinrunde leichtfertig herschenken.

Der Möringer Steffen Pusch (rechts) gewann zwar hier das Kopfballduell gegen Maik Krehl, doch am Ende konnten die Grün-Weißen aus Potzehne jubeln. Fotos: Tobias Weber

auf und drängten zumindest auf den Anschlusstreffer. Allerdings fehlte im Abschluss die nötige Konzentration, um erfolgreich zu sein. Durch die Anstrengungen der Möringer boten sich den Potzehnern nun Räume zum kontern. Einen solchen schloss dann Mario Stolle ab und schob zum 4:0 ein (75.). Kurz vor Schluss fiel dann das 4:1, bezeichnenderweise durch ein Eigentor des Potzehners Oliver Oelze (84.). Richtiger Jubel über diesen Treffer wollte im Lager der Möringer allerdings nicht

aufkommen. Am Ende blieb es dann auch beim souveränen 4:1 der Grün-Weißen. Während die Potzehner derzeit auf dem neunten Rang liegen, haben die Möringer noch neun Punkte Vorsprung auf den FSV Grün-Weiß Ilsenburg, der momentan auf dem ersten Abstiegsplatz liegt. Torfolge: 1:0 Oliver Gase (31.), 2:0 Mario Stolle (34.), 3:0 Maik Krehl (47.), 4:0 Mario Stolle (75.), 4:1 Oliver Oelze (84./Eigentor). SR: Tobias Menzel (Magdeburg).

So spielte Potzehne

So spielte Möringen

Schmidt

Drawehn

Gase

Marscheider

Oelze

Feldmann

Wäsche

Niebuhr Krehl

Bremse Stolle

Lenz

Wiegmann

Einwechslungen: 46. Hesse für Bremse 75. R. Klement für Lenz

reingabe von Horstmann nutzte Felix Jesse zum 2:0 (10.). Beim 0:3 (16.) aus ihrer Sicht sahen die Salzwedeler erneut unglücklich aus. Denn nach Flanke von VictorRamon Roldan-Arias köpfte Benjamin Kollmann problemlos ein. Doch der Drei-Tore-Rückstand schien eine Art Weckruf für die Jeetzestädter gewesen zu sein. Zumindest die Deckung stand in der Folge etwas sicherer. Nachdem Dennis Röhl noch an Witte

scheiterte (18.), gelang Christian Radde auch das 1:3 (19.). Ein Eckball von Martin Gagelmann landete irgendwie vor den Füßen von Radde, der das Leder daraufhin aus halblinker Position in den Maschen versenkte. Auf der Gegenseite verhinderte zunächst Mario Heinicke mit einer Glanzparade gegen Roldan-Arias (32.) das vierte SVE-Gegentor. Doch nur zwei Minuten später war auch Heinicke wieder machtlos. Eine Hereingabe

So spielte Salzwedel Heinicke S. Schmidt N. Schmidt

Müller

Adam

Tiedge Gagelmann

Gebert

Ritter

Radde Röhl

Einwechslungen: 46. Winkelmann 67. Dölle 67. Gerber

für Radde für Tiedge für Ritter

So spielte Staßfurt Witte Stachowski Friedrichs Mähnert

Ponickau Moye

Roldan-Arias

Jesse

Müller Einwechslungen: 61. Hartmann 61. Hänsch 67. Michalak

Horstmann Kollmann

für Stachowski für Kollmann für Müller

Haupt

Blankau

Klautzsch

Heinrich

Berr

Pusch Kühne

Einwechslungen: 38. Meier für Kaufmann 46. Klewitz für Kühne

Zuschauer: 112. Vorkommnisse: Keine.

Fußball Landesliga, Nord: SV Eintracht Salzwedel kassiert daheim deutliches 1:5 (1:4) gegen den SV Staßfurt stoß zum Kopfball, brachte aber zu wenig Druck hinter das Leder – Torhüter Tobias Witte hatte somit wenig Mühe. Stattdessen fingen sich die Platzherren in der fünften Minute den ersten Gegentreffer ein. Eine Flanke von Markus Müller veredelte Chris Matthias Horstmann sehenswert mit dem Vollspann zum 1:0. Wenig später setzten sich die Staßfurter erneut auf der Außenbahn in Szene, und die He-

Kaufmann

Christian Radde (links), hier gegen Steven Stachowski, erzielte das Foto: Florian Schulz Salzwedeler Ehrentor gegen den SV Staßfurt.

11 11 10 9 7 7 6 6 6 5 5 4 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1

Fraaß

SVE ist nach einer Viertelstunde auf verlorenem Posten Von Florian Schulz Salzwedel ● Schlusslicht SV Eintracht Salzwedel wartet auch drei Spieltage vor Saisonende noch auf die ersten Rückrundenpunkte in der Fußball-Landesliga Nord. Die Elf von Neutrainer Marko Trostmann unterlag am Sonnabend auf der „Flora“ dem SV Staßfurt deutlich mit 1:5 (1:4). Die Eintracht ging mit dem Ziel in die Partie, mit allen Mitteln dagegenzuhalten und die erwartete Niederlage in Grenzen zu halten. Schließlich pfiff der SVE in personeller Hinsicht mal wieder aus dem letzten Loch. Altherrenspieler Torsten Adam, Christian Ritter aus der dritten Vertretung und Christian Tiedge von den A-Junioren standen beispielsweise in der (Not-)Startelf. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde waren die Salzwedeler bereits auf der Verliererstraße – 0:3. Viel zu leicht ließen sich die Jeetzestädter auf den Außenbahnen düpieren, und selbst probierten sie es fast nur mit langen Bällen, die entweder beim Gegner oder im Toraus landeten. Angefressen war deshalb Trostmann nach Spielende: „Die ganze erste Halbzeit war für uns absolut enttäuschend. Es kann einfach nicht sein, dass sich die Mannschaft nicht an die taktischen Vorgaben hält.“ Schon nach wenigen Sekunden setzten die jederzeit spielbestimmenden Gäste das erste Achtungszeichen. Steven Stachowski verfehlte allerdings den EintrachtKasten. Nach drei Minuten war auch aus der Salzwedeler Fanecke ein Raunen zu hören. Kevin Gebert kam nach einem Radde-Frei-

Olaf Harfenmeister (Trainer des Möringer SV): Wir haben das Spiel zu Recht verloren, denn wir waren den Potzehnern in vielen Belangen unterlegen. Besonders in der Offensive waren die Potzehner viel bissiger und zielstrebiger. Bezeichnend für die Partie war, dass unser Anschlusstreffer durch ein Eigentor fiel. Ich glaube, wir hätten noch zwei Stunden spielen können, ohne einen Treffer zu erzielen. Ausschlaggebend war auch die Einstellung einiger Spieler. Ich glaube, einige haben noch nicht den Ernst der Lage begriffen, denn bei unserem Restprogramm kann es in Sachen Klassenerhalt noch einmal eng werden. So kann es auf jeden Fall nicht weiter gehen.

Mario Stolle (GW Potzehne) David Berr (Möringer SV) Nico Wehrmeister (GW Potzehne) Philipp Grempler (TuS Bismark) Fabian Kretzschmann (E. Mechau) Christian Schwan (Eintr. Mechau) Michael Fraaß (Möringer SV) Michael Metzger (TuS Bismark) Mario Schulz (Eintr. Salzwedel) Mathias Lenz (GW Potzehne) Gregor Roth (Eintr. Salzwedel) Kevin Gebert (Eintr. Salzwedel) Jan Küllmei (GW Potzehne) Maik Krehl (GW Potzehne) Ingo Wiegmann (GW Potzehne) Carlo Rämke (TuS Bismark) Daniel Grützmacher (TuS Bismark) Martin Gödecke (TuS Bismark) Dirk Marscheider (Möringer SV) Philipp Kühne (Möringer SV) Stefan Schmidt (Eintr. Salzwedel) Christian Förster (Eintr. Mechau) Robert Schmidt (Eintr. Mechau) Gordon Klautzsch (Möringer SV) Stefan Haupt (Möringer SV) Dirk Kaufmann (Möringer SV) Sebastian Harfenmeister (Möringer SV) Mathias Grabs (Eintr. Mechau) René Mangrapp (Eintr. Mechau) Philipp Noack (Eintr. Mechau) Uwe Schmidt (Eintr. Mechau) Andreas Bade (TuS Bismark) Christopher Schröder (TuS Bismark) Tobias Klose (TuS Bismark) Christian Radde (Eintr. Salzwedel) Dennis Röhl (Eintr. Salzwedel) Maximilian Butze (TuS Bismark) Sebastian Feldmann (GW Potzehne) Stephan Niebuhr (GW Potzehne) Oliver Gase (GW Potzehne) Benjamin Wagner (Eintr. Salzwedel) Holger Neumann (Eintr. Salzwedel) Christian Engling (Eintr. Salzwedel) Marcus Kujat (TuS Bismark) Mirko Völkel (TuS Bismark) Eric Bartsch (TuS Bismark) Steffen Rogge (TuS Bismark) Martin Goldbach (TuS Bismark) Marc Pätzold (Eintr. Mechau) Rafal Pisula (Eintr. Mechau) Florian Peters (Eintr. Mechau) Manfred Braun (Eintr. Mechau) Manfred Braun (Eintr. Mechau) Duc Nguyen Viet (Eintr. Mechau) Steffen Pusch (Möringer SV) Jacob Fleischmann (Möringer SV) Maik Seguin (Möringer SV) Mike Klenge (Möringer SV) Erik Meier (Möringer SV) René Heinrich (Möringer SV)

von Marcel Mähnert verwertete Müller zum 4:1 (34.) – gleichzeitig auch der Pausenstand. Was sich nach dem Seitenwechsel abspielte, titulierte wohl nicht nur Salzwedels Abteilungsleiter Guido Eisenschmidt mit „Sommerfußball“. Den etwas besseren davon spielten zwar nach wie vor die Staßfurter, doch ein Offensivfeuerwerk brannten auch sie nicht mehr ab – mussten sie schließlich auch nicht. Gefährlich wurde die SVS-Elf von Coach Peter Sauerbier zunächst durch Jesse (51.), der nur den Pfosten traf, und Mähnert (56./drüber). Etwas besser als seine Kollegen machte es kurz darauf Kollmann, der sicher ins lange Eck traf – 1:5 (58.). Kampf und Leidenschaft sowie auch das Bemühen waren auf Salzwedeler Seite klar zu erkennen, doch im Offensivspiel war man einfach überfordert. Mehr als ein Kopfball von Stefan Schmidt (70.) nach einem Eckstoß von Steven Gerber, den Witte noch stark über die Latte lenkte, war auf SVE-Seite nicht zu notieren. Dennoch zeigte sich Trostmann mit den zweiten 45 Minuten seiner Elf zufrieden. „Die Leistung war okay. Doch wir sind insgesamt einfach noch zu ‚grün‘. Und auch von den Leistungsträgern erwarte ich einfach mehr, denn auch bei ihnen ist der Kopf zu schnell unten. Wir müssen die Saison jetzt bestmöglich zu Ende bringen“, so der SVE-Coach, der seinen verletzten Kapitän Gregor Roth schmerzlich vermisste. Torfolge: 0:1 Chris Matthias Horstmann (5.), 0:2 Felix Jesse (10.), 0:3 Benjamin Kollmann (16.), 1:3 Christian Radde (19.), 1:4 Markus Müller (34.), 1:5 Benjamin Kollmann (58.). SR: Marvin Oberdörfer (Dahlen).

Kevin Gebert (rechts) traf bisher viermal für seinen SV Eintracht Salzwedel. Foto: Florian Schulz

Kretzschmann und Förster treffen im Doppelpack Fußball Landesliga, Nord: Eintracht Mechau (scf) Rückrundensieg Nummer zwei fuhr am Sonnabend die SG Eintracht Mechau in der Fußball-Landesliga Nord ein. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Brandt hatte den Tabellensechsten Schönebecker SV beim 5:0 (3:0) auf fremdem Platz sicher im Griff und sich bereits zur Pause ein sicheres Polster von drei Toren verschafft. In der ersten halben Stunde stand die Mechauer Abwehr sicher, auf der anderen Seite nutzten die Westaltmärker ihre vorhandenen Chancen. Zunächst traf Fabian Kretzschmann nach starker Einzelaktion aus etwa acht Metern ins lange Eck (21.), dann köpfte Christian Schwan nach Freistoß von Robert Schmidt (25.) ein. Erneut Kretzschmann erhöhte per Kopf nach Flanke von Mathias Grabs auch noch auf 3:0 (33.) für die Eintracht. „Danach haben wir es ein wenig schleifen lassen“, so SGECoach Brandt. Der letzte Pass fand in der Offensive zumeist nicht mehr sein gewünschtes Ziel, und auch die Schönebecker kamen zu wenigen Möglichkeiten, die sie allerdings nicht nutzen konnten. Brandt nahm seine Elf in der Halbzeitpause noch einmal in die Pflicht, sie sollte wieder eine Schippe drauflegen und sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Prompt wurde das Tempo wieder erhöht, was sich nach kurzer Zeit auch auf der Anzeigetafel bemerkbar machte. Christian Förster platzierte das Spielgerät nach guter Einzelleistung im langen Eck – 0:4 (51.). Und dem jungen Schönebeck ●

Winterneuzugang aus Klötze sollte zehn Minuten später auch noch sein zweiter Treffer gelingen. Infolge eines Freistoßes köpfte er, am langen Pfosten lauernd, zum 5:0 (61.) ein. „Der Sieg hätte durchaus auch noch um ein oder zwei Tore höher ausfallen können“, sprach Brandt auf vergebene Chancen, beispielsweise durch Kretzschmann, der frei vor SSVSchlussmann Christian Mertens auftauchte, an. Wobei der SGECoach auch zugab: „Zum Schluss war es nur noch ‚Sommerfußball‘.“ SG Eintracht Mechau: Braune - S. Mangrapp, Braun, Förster, Kretzschmann, Peters, Grabs, Thiemann, Schwan (80. Hermanni), Philipp (63. U. Schmidt), R. Schmidt (83. Smolny). Torfolge: 0:1 Fabian Kretzschmann (21.), 0:2 Christian Schwan (25.), 0:3 Fabian Kretzschmann (33.), 0:4, 0:5 Christian Förster (51., 61.).

Fabian Kretzschmann (vorn) erFoto: F. Schulz zielte zwei Tore.

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Montag, 21. Mai 2012

FSV Heide feiert Klassenerhalt

Guhla-Tore halten Saxonia im Abstiegskampf auf Kurs

Fußball ● Uenglingen (scf) Der FSV

Fußball-Landesklasse FSV Saxonia Tangermünde schlägt den VfB Klötze 07 mit 5:0 (1:0)

Heide Letzlingen darf wohl den Klassenerhalt in der Fußball-Landesklasse I feiern. Nach dem 3:1 (2:1) am Sonnabend beim SV Viktoria Uenglingen sind die Westaltmärker fast gerettet. In der ersten Viertelstunde dominierte allerdings Uenglingen klar das Geschehen und ging früh durch ein Traumtor von Oliver Bartels in Front. Dann allerdings stellte Uenglingen das Fußballspielen ein. Letzlingen hingegen wurde besser. Laut Vereinschef Andreas Lenz bot der FSV „guten Fußball“ und ging durch Kay Knackmuß und Florian Pawlowsky in Führung. Nach dem Seitenwechsel gab es wenig Chancen und viel Mittelfeldgeplänkel zu sehen. Eik Drevenstedt nutzte einen starken Konter zum späten 3:1. SV Viktoria Uenglingen: Rauschenbach - R. Jüngling, Lange (46. Berr), Heiser (60. August), Bartels, Eich, Paulsen, Müller-Bollenhagen, Meier (35. Assmann/90. Rote Karte wegen Tätlichkeit), Rickmann, T. Jüngling. FSV Heide Letzlingen: Lenz - Bens, Reps, Schmidt, Benecke, Pawlowsky (80. Schulz), Grünewald (90. Kranich), F. Schlamann, Grabau, Knackmuß, Drevenstedt (90. Girmann). Torfolge: 1:0 Oliver Bartels (2.), 1:1 Kay Knackmuß (26.), 1:2 Florian Pawlowsky (37.), 1:3 Eik Drevenstedt (87.).

Philipp Kiebach trifft zum Sieg

Saxonia Tangermünde hat im Abstiegskampf der Fußball-Landesklasse I weiter die Karten in der eigenen Hand. Deutlich mit 5:0 wurde am Ende der VfB Klötze besiegt. Von Uwe Meyer Für die Westaltmärker bedeutet dies den endgültigen Abstieg in die Kreisliga. Für Saxonia beträgt der Abstand zum Abstiegsrang nach dem 4:1 von Genthin über Rogätz weiterhin Tangermünde ●

So spielte Tangermünde Genderjahn Lenz Beckmann

SV Rot-Weiß Arneburg: T. Maier - Nagel (46. Kubitza), Blume, Winkelmann, J. Nix, Brohmann (16. Schlegel), C. Nix, Pawellek, Wichmann, Belling (62. Mauritz), Wesche. Kreveser SV: Diezel - Bade (34. Weihrauch), Rix, Böhning. S. Schulz, Ernst, Thiede, Hohmeier (40. R. Lunkwitz), Henschel, Kiebach, C. Bissinger. Tor: 0:1 Philipp Kiebach (86.).

Grabolla trifft gleich dreimal Fußball ● Wolmirstedt/Güsen (scf)

Während der SV Germania Tangerhütte am Sonnabend in der Fußball-Landesklasse I auswärts gewann, verlor der FC Jübar/Bornsen. SV Kali Wolmirstedt - FC Jübar/Bornsen 4:2 (0:1). Nach Foul an Felix Starck verwandelte Sebastian Seidler den fälligen Strafstoß zum 1:0 (24.) für den FC. In der Folge kontrollierte jedoch Wolmirstedt das Geschehen. Speziell nach dem Seitenwechsel stand Jübar unter Dauerdruck. Alexander Siering (2) und Andreas Brettschneider schossen ein 3:1 für Kali heraus. Per Konter verkürzte Seidler auf 2:3, doch schon im Gegenzug besorgte Siering das 4:2.

Kuschel

Arlt

Mooz Guhla

Wiedemann Einwechslungen: 57. Stolze 79. Vorwerk 87. Jahns

Korte

für Mooz für Wiedemann für Guhla

So spielte Klötze

Fußball ● Arneburg (ume) Der Kre-

veser SV hat das ostaltmärkische Derby bei Rot-Weiß Arneburg mit 1:0 gewonnen. Die Hausherren hatten einige personelle Sorgen, erwischten aber auch einen eher schwachen Tag. Krevese besaß bereits vor der Pause zwei glasklare Gelegenheiten zu einer möglichen 2:0-Führung. Ansonsten mussten beide Teams bereits bis zur Pause zweimal wechseln, wegen Verletzung und Gelb-Rot-Gefahr. Die Partie blieb auch im zweiten Durchgang auf überschaubarem Niveau. Es sah lange nach einem torlosen Remis aus. Dann folgte aber der Geniestreich von Philipp Kiebach, der einen langen Ball herunterpflückte und zum Siegtor in den Winkel netzte (86.).

Gassel

Hampel

Schulz Isik P. Wißwedel

Melchert Pomp

Fuhrmann

Sprycha

Riedel

Schauderna M. Wißwedel Kausch

Einwechslungen: Keine

zwei Zähler, wobei die Gastgeber sich um einen Rang verbesserten. Rogätz besitzt bei Punktgleichheit das schlechtere Torverhältnis. Die Gäste reisten zwar erst eine halbe Stunde vor Anpfiff an, wirkten aber keineswegs schläfrig. Senol Isik spielte einen umsichtigen letzten Mann und ließ wenig mit seinen Vorderleuten zu. Nach nur neun Minuten brannte es lichterloh vor dem VfB-Kasten. Einen strammen Schuss von Lars Korte wehrte Keeper Mathias Schulz zunächst ab. Doch weder Daniel Gassel noch Steven Wiedemann brachten im Nachsetzen den Ball über die Linie. Nach 16 Minuten konnten die Gastgeber jubeln. Florian Guhla setzte sich zentral energisch durch und zog ab. Torwart Schulz lenkte die Kugel zwar noch mit den Fingerspitzen an den Innenpfosten, von dort kullerte das Streitobjekt jedoch zum 1:0 über die Linie. Richtig Sicherheit brachte dieser Treffer den Hausherren nicht. Saxonia spielte nervös, brachte einfache Bälle nicht an den Mann und leistete sich einfache Annahmefehler. Chancen gab es zunächst weiterhin nur für die Hausherren. Benjamin Arlt scheiterte am Gästekeeper. Ein weiterer Fernschuss von Guhla strich knapp über das gegnerische Gehäuse. In der 34. Minute musste Saxonia-Keeper Thomas Genderjahn erstmals ernsthaft eingreifen. Klötzes Sturmspitze Martin Kausch versetzte mehrere Gegenspieler, scheiterte jedoch aus spitzem Winkel am FSV-Torwart. Das war bis zum Pausenpfiff die letzte nennenswerte Aktion. Die Mannschaften blieben nach dem Seitenwechsel gleichwertig, nur Tangermünde hatte die weitaus besseren Torgelegenheiten. Nach einem Eckball von

Ausgleich folgt gleich zweimal auf dem Fuße Fußball-Landesklasse Goldbeck verliert 2:4 Von Jeannette Heinrichs Goldbeck ● Im Spitzenspiel der Fußball-Landesklasse I hat sich der Burger BC nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und beim SV Blau-Gelb Goldbeck einen 4:2 (2:2)-Sieg gefeiert. Der bereits feststehende Aufsteiger aus Burg nahm von Beginn an das Zepter in die Hand. Die Goldbecker waren von ihrem Trainer Jürgen Dobberkau sehr gut eingestellt und machten durch viel Laufarbeit die Räume für die Gäste zu. Die Gastgeber waren somit auf Konter aus und hatten durch Stephan Schulze die erste Möglichkeit im Spiel. Sein Schuss ging vorbei (4.). Der BBC versuchte, sein Spiel aufzuziehen, doch es ergaben sich kaum Lücken. In der 17. Minute ein kapitaler Fehler in der BBC-Abwehr: Patrick Huth hatte sich das Leder erkämpft, steuerte auf den Kasten zu und ließ mit seinem Schuss Burgs Keeper Krüger keine Abwehrchance – 1:0. 27 Minuten brauchte die Müller-Elf, um den ersten Schuss

abzugeben. Franz Zimmer zog ab und Keeper Schreiber rettete zur Ecke. Nur fünf Minuten später war der Ball drin. Rajko Schmuck nutzte eine Eingabe zum Ausgleich. Doch nur wenige Minuten später brachte Stephan Schulze Goldbeck wieder in die Vorhand – 2:1. Erneut folgte der Ausgleich auf dem Fuße. Diesmal traf Steven Peseke mit Unterstützung von Schreiber, der den Ball vom Pfosten an den Rücken bekam – 2:2. Nach dem Wechsel hatte Burg erneut mehr vom Spiel und ging durch Sebastian Bossmann mit 3:2 in Front. Goldbeck rannte in der Folge an – ohne Erfolg. In der 90. Minute markierte Sandro Becker das 4:2. SV Blau-Gelb Goldbeck: Schreiber - Huth (77. Treczoks), Köhne, Doerjer, Fankner, Giese (61. Krüger), Schulze, Lehmkau, Teege, Weiß, Voß (46. Pflug). Burger BC: Krüger - Schäfer, Eschholz, Schmuck (83. Lerch), Buchheim (46. Schmidt), Becker, Lindenblatt, Peseke, Zimmer, Bossmann, Purrucker. Torfolge: 1:0 Huth (17.), 1:1 Schmuck (32.), 2:1 Schulze (35.), 2:2 Peseke (42.), 2:3 Bossmann (55.), 2:4 Becker (90.).

FC Jübar/Bornsen: Ritzke - Gericke (51. Mahlke/78. Rymarczyk), P. Zunder, Seidler, H. Schulz, Barnewsky, Bäck (48. M. Zunder), F. Starck, Knoke, M. Starck, Job. Torfolge: 0:1 Sebastian Seidler (24./FE.), 1:1, 2:1 Alexander Siering (67., 80.), 3:1 Andreas Brettscheider (82.), 3:2 Sebastian Seidler (88.), 4:2 Alexander Siering (89.).

SV Germania Güsen - SV Germania Tangerhütte 1:3 (0:2). Bereits zur Pause hatten die dominanten Germanen den Grundstein durch Daniel Grabolla (2) gelegt. Spielerisch konnte Tangerhütte überzeugen. In Hälfte zwei wurde Güsen stärker, doch mit Tor Nummer drei machte Grabolla alles klar. SV Germania Tangerhütte: Buschendorf Ehrhardt, Arndt, Tiefenbach, Schumacher, Buchholz, Grabolla, Studte (60. Englich), Knackmuß, F. Taube, Kumbartzky. Torfolge: 0:1, 0:2 Daniel Grabolla (42., 43.), 1:2 Tobias Pohl (55.), 1:3 Daniel Grabolla (70.).

Goldbecks Patrick Huth (rechts) ist Burgs Jörn Eschholz entwischt Foto: Jeannette Heinrichs und markiert das 1:0.

Trainerstimmen

Kein Bild mit Symbolcharakter. Saxonia-Kapitän Steven Wiedemann liegt am Boden, während Gegenspieler Philipp Wißwedel die Situation klärt. Foto: Uwe Meyer

Florian Guhla klatschte der Kopfball von Steffen Lenz ans Lattenkreuz. Drei Minuten später stand das Torgestänge wieder im Weg. Steven Wiedemann traf nur den Außenpfosten. Nach einer Stunde fiel das erlösende 2:0. Ein Freistoß von Florian Guhla wurde von der Mauer unhaltbar abgefälscht. Im Gegenzug forderten die Gäste einen Strafstoß. Die Pfeife des nicht immer überzeugenden Schieds-

richters Mario Lach blieb stumm. Die zweite gefährliche Aktion der Gäste gab es in der 70. Minute. Kapitän Michael Wißwedel zog ab. Der aufmerksame Thomas Genderjahn lenkte die Kugel zum Eckball. Danach bekam Saxonia mehr Räume. Nach starker Vorarbeit von Steven Wiedemann fehlte Lars Korte ein Schritt. Zehn Minuten vor Ende machte der starke Florian Guhla seinen Dreierpack

perfekt und hielt so sein Team im Abstiegskampf weiter auf Kurs. Einen Sololauf schloss Guhla zum 3:0 ab. Nun hatten sich die Gäste aufgegeben. Nur eine Minute später rannten die Elbestädter in Überzahl auf das VfB-Tor zu. Tomasz Hampel netzte zum 4:0 in die Maschen. Die Gastgeber hatten damit ihren Torhunger noch nicht gestillt. In eine Flanke von Benjamin Arlt hechtete Abwehr-

Heiko Gödecke (Trainer des FSV Saxonia Tangermünde): Es war Abstiegskampf pur. Klötze hat sich nie aufgegeben. Bei uns war etwas die Angst im Spiel, dass wir hier versagen könnten. Teilweise haben wir sehr nervös agiert. Dadurch haben wir einiges zugelassen. Im Endeffekt waren wir die stärkere Mannschaft und das Ergebnis geht so in Ordnung. André Dörk (Trainer des VfB Klötze 07): Wir machen in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel, kriegen nach einem für mich klaren Handspiel das 0:1, wo der Schiedsrichter laufen lässt, kämpfen uns wieder gut herein. Wir haben weiter gut gegengehalten. Es war ein ausgeglichenes Spiel. So einen Freistoß zum 0:2 kann man immer kassieren. Im Gegenangriff gab es für uns wieder eine klare Elfmeteraktion. Ich muss sagen, der Schiedsrichter hat komplett gegen den VfB Klötze gepfiffen. Verloren haben wir nicht durch den Schiedsrichter, sondern, weil wir fünf Tore bekommen haben.

spieler Daniel Gassel und köpfte zum 5:0-Endstand ein. Tosenden Applaus gab es in der 87. Minute für Florian Guhla, der ausgewechselt wurde. Auf dem grünen Rasen passierte nichts mehr. Tangermünde hat mit dem Sieg seine Pflicht erfüllt, muss in den verbleibenden Spielen weiter nachlegen.

Torfolge: 1:0, 2:0, 3:0 Florian Guhla (16., 58., 80.), 4:0 Tomasz Hampel (81.), 5:0 Daniel Gassel (85.). SR: Mario Lach (Redekin).

Gegner hatte das Wolfsburg-Spiel noch in den Knochen – Zweite Hälfte gehört dem SSV 80 Fußball-Landesklasse SSV 80 Gardelegen - SG Blau-Weiß Neuenhofe 3:1 (1:1) Von Thomas Koepke Gardelegen ● Der SSV 80 Gardelegen kann in der Fußball-Landesklasse I auf eigenem Rasen doch noch gewinnen. Der letzte Heimsieg datiert nämlich vom 10. Dezember 2011, als die Schützlinge von Thorsten Ebeling den VfB Klötze im letzten Hinrundenspiel bezwingen konnten. Seitdem herrschte Siegflaute auf der Rieselwiese. Nun, exakt 161 Tage später, heißt der Sieger endlich einmal wieder SSV 80 Gardelegen. Gegen die SG Blau-Weiß Neuenhofe stand nach 90 anschaulichen Minuten ein 3:1 (0:1) für die Gastgeber auf der von Fritz-Martin Eggert bedienten Anzeigetafel. In der ersten Hälfte entwickelte sich ein verteiltes Spiel. Die Gäste aus Neuenhofe standen in ihrer verkappten Viererkette - wenn es sein musste, zog sich Stephan Alsleben als letzter Mann weiter zurück - ganz gut und vorn wirbelten die schnellen Stürmer. Das allerdings ohne Erfolg. Bis zur 32. Minute. SSV-Libero René Benecke verlor einen Pressschlag vor dem 16er. Matthias Reuscher ließ sich nicht zweimal bitten und nagelte das Leder aus gut 20 Metern unter die Latte - 0:1. Reuscher feierte diesen Treffer allerdings dermaßen ausgiebig, als ob er mit seiner SG den WM-Titel errungen hätte. Schiri Schulz belohnte das mit der Gelben Karte. In der Folge übernahm aber der SSV das Zepter. Nur vier Minuten später hieß es auch schon 1:1, denn Marco Schönfeld spitzelte eine Vorlage von Andreas Kulina gekonnt über die Linie. Bis zur Pause passierte aber auf beiden Seiten nichts mehr. Nach dem Wechsel ließ sofort der Platzherr aufhorchen, doch Christian Krziwanie traf nur den Pfosten. Mit der nächsten Aktion

hatte er aber mehr Glück. Mirko Schäfer erkämpfte sich das Leder, legte gekonnt auf Krziwanie ab, der mit seinem schwächeren linken Fuß zum 2:1 (47.) traf. Nun war der SSV endgültig auf der Siegerstraße, beherrschte das Spiel, lief aber - so sah es das Schiedsrichtergespann - mehrmals ins Abseits. Allerdings hätte der Assistent das ein oder andere Mal besser hinschauen sollen. Die Gäste - immerhin schon mit dem Testspiel gegen den VfL Wolfsburg (1:15) vom Herrentag in den Knochen - bauten zusehends ab und hatten mit den schnellen Garde-

legener Angriffen so ihre Probleme. In der 79. Minute verwertete Christian Reineke einen davon zum entscheidenden 3:1. Zuvor hätte aber schon Steven Opava per Kopf, der später sogar noch einen Löwen auf dem Schlappen hatte, das Tor erzielen müssen, doch der Ball ging weit über das Tor. Von den Neuenhofern war indes in den zweiten 45 Minuten fast gar nichts mehr zu sehen. Torfolge: 0:1 Matthias Reuscher (32.), 1:1 Marco Schönfeld (36.), 2:1 Christian Krziwanie (47.), 3:1 Christian Reineke (79.). SR: Kevin Schulz (Tangermünde). Zuschauer: 139. Vorkommnisse: Keine.

Trainerstimme Thorsten Ebeling (Trainer des SSV 80 Gardelegen): Ich freue mich natürlich, dass wir gewonnen und den Klassenerhalt fast geschafft haben. Wir haben vor allem in der zweiten Hälfte unser spielerisches Potenzial angedeutet und gezeigt, dass wir gewinnen wollen. Wir haben uns als Mannschaft präsentiert und den Gegner im Griff gehabt. Nur die Chancenverwertung hätte besser sein können.

So spielte Gardelegen Gritzner Benecke Hille

D. Schönfeld Thielitz Krziwanie

Opava

Reineke

Kulina Stolle

M. Schönfeld

Einwechslungen: 46. M. Schäfer für Kulina 66. H. Malek für Thielitz 76. A. Meyer für M. Schönfeld

So spielte Neuenhofe Krümmling Friedrich Reuscher

Alsleben Helmecke

Schmidt Schmiedl

Stadler

Keilwitz

Hoffmeister Stallmann

SSV-Libero René Benecke (rechts) schirmte hier das Leder gekonnt Foto: Thomas Koepke vor SG-Stürmer Thomas Schmiedl ab.

Einwechslungen: 46. N. Spillker 64. A. Kerstan 74. S. Paasche

für Stadler für Hoffmeister für Stallmann

Altmark-Sport | 11

Montag, 21. Mai 2012

Mechaus Oldies holen die Kohlen aus dem Feuer

Entscheidung in Halbzeit zwei

Fußball-Kreisliga SG Eintracht Mechau II bezwingt daheim Tabellennachbar SV Eintracht Vienau mit 4:2 (2:1)

Fußball ● Diesdorf (scf) Mit einem

Die Routiniers mussten es richten: Jürgen Brandt, René Förster & Co. schossen die SG Eintracht Mechau II gestern in der Fußball-Kreisliga zu einem 4:2 (2:1) gegen den SV Eintracht Vienau. Von Florian Schulz Mechau ● Vienaus Trainer Dirksen Höft ärgerte sich besonders über die Niederlage seiner Elf, denn aus seiner Sicht war sie unnötig. „Wir waren in der zweiten Halbzeit klar die bessere Mannschaft. Doch wir machen das Spiel, Mechau die Tore. So ist Fußball“, resümierte Höft. Nach dem 2:3, das Martin Palm in der 67. Minute erzielte, bauten die Gäste noch einmal Druck auf – allerdings ohne Er-

Auch Christopher Bünnig konnte die Niederlage des SV Eintracht Vienau nicht verhindern.

folg. Auf Mechauer Seite sorgten hingegen die Routiniers für Furore. René Förster (39 Jahre), Jürgen Brandt (37) und Maik Bentke (45) erzielten drei der vier GastgeberTore. Apropos Tore: Davon hätte Mechaus Interimstrainer Dietmar Temmler – Bernhard Lemal gab das Amt kürzlich ab – in den ersten 45 Minuten gern noch mehr von seiner Vertretung gesehen. „Wir hätten zur Pause höher führen müssen. So sind wir nach dem Seitenwechsel noch einmal unter Druck geraten“, sagte Temmler nach dem Schlusspfiff. Die beiden Tabellennachbarn schenkten sich nichts. Gerade im ersten Durchgang agierten sie voll auf Augenhöhe, mit einem Chancenplus für die Mechauer. In der neunten Minute hätte Frank Schulz die Landesliga-Reserve in Führung bringen können, doch er scheiterte mit seinem Handelfmeter an Gäste-Schlussmann Christian Bergmann. Auch Schulz‘ Kollegen Thomas Fuhrmann (19./ vorbei), Jürgen Brandt (20./Außennetz) und Marten Zander (26./drüber) brachten das Leder nicht im Gehäuse unter. Die Gäste waren bis dato kaum gefährlich – lediglich in der 28. Minute, als keiner die scharfe Hereingabe von Christopher Bünnig verwerten konnte. Eine starke Kombination auf der linken Außenbahn brachte den Mechauern das 1:0 (32.). Kevin Temmler bediente Schulz, der seinen Körper gut einsetzte und Stefan Rosenberg bediente, der das Leder nur noch über die Linie schieben musste. Die Antwort der Höft-Elf folgte nur drei Minuten später. Nach einem RosenbergFehlpass schalteten die Gäste schnell um und spielten Bünnig frei, der SGE-Schlussmann Gordon Mießner mit einem Außenrist-Knaller ins kurze Eck keine Chance ließ – 1:1 (35.). Nur haarscharf verpasste David Wernicke

So spielte Mechau II Mießner Roese Pflaum

Rosenberg

Baier

Fuhrmann Zander

Schulz

Brandt

R. Förster

Temmler

Einwechslungen: 56. Fitzen 72. Bentke

für R. Förster für Baier

So spielte Vienau Bergmann Vetter Riebau

Sonntag

M. Palm

SVL ohne große Mühe beim 5:0 Fußball ● Langenapel (scf) Platz

zwei in der Fußball-Kreisliga ist seit gestern für den SV LangenSiegmund Wernicke Brunau apel wieder in Reichweite. Das Spitzenduell gegen den VfL KalA. Palm Bünnig be/Milde, der den zweiten Rang belegt, gewann das Müller-Team souverän mit 5:0 (1:0). Die KalbenEinwechslungen: ser fanden zu keiner Zeit zu ih56. Meier für Brunau 86. Schäfer für Krügel rem gewohnten Spiel und agierten nach 40 Minuten auch noch in Unterzahl. Aufgrund der folgenDie endgültige Entscheidung be- den Umstellungen fehlte beim VfL sorgte der eingewechselte Maik der Schwung für den Angriff. Das Bentke in der ersten Minute der nutzte Langenapel gnadenlos aus. Nachspielzeit. Brandt startete ein Torfolge: 1:0, 2:0 Andreas Beneke (43., 60.), Thomas Mumme (66.), 4:0 Marcel Peters tolles Solo und legte im letzten 3:0 (87.), 5:0 Gunnar Zilt (89.). Moment quer. Bentke schob pro- Vork.: Gelb-Rote Karte gegen Florian Kersch blemlos zum 4:2 ein. Sven Fitzen (40./VfL Kalbe); SR: Eckhardt (Salzwedel) (90.+2) hätte sogar noch das fünfte Tor drauflegen können, doch nach Temmler-Vorarbeit scheiterte er an Bergmann.

Frank Schulz (rechts) verschoss zwar einen fälligen Handelfmeter, gewann jedoch mit seiner Mechauer Fotos: Florian Schulz Eintracht-Reserve gegen Marcus Krügel und Vienau mit 4:2.

(39.) die Vienauer Führung. Sein strammer Schuss strich knapp am Kasten vorbei. Auf der Gegenseite führte ein unnötiges Foul von Dave Siegmund an Schulz zu einem weiteren Strafstoß für die SGE-Reserve. Diesmal übernahm René Förster aus elf Metern die Verantwortung und verwandelte sicher zum 2:1 (43.). Kurz nach dem Seitenwechsel verpassten Martin Palm (51./

drüber) und Bünnig (53./Pfosten) knapp das 2:2. Stattdessen erhöhte Mechau II wenig später auf 3:1. Förster bediente Temmler, der wiederum Brandt in Szene setzte. Der Trainer der LandesligaVertretung traf eiskalt ins lange Eck. Kurzzeitig wirkte Vienau geschockt, doch nach dem 2:3 (67.) waren die Gäste wieder im Geschäft. Andreas Palm bediente Marcus Krügel, und dessen Her-

eingabe blockte die SGE-Abwehr genau vor die Füße des einschussbereiten Martin Palm ab. In der Folge warfen die Gäste noch einmal alles nach vorn. Gegen Bünnig (75.) parierte Mießner, Andreas Palm (83.) zielte knapp am langen Pfosten vorbei. Nach einem Freistoß von Marian Sonntag touchierte Hendrik Meier (90.) das Leder noch leicht, doch auch diesmal war Mießner zur Stelle.

Torfolge: 1:0 Stefan Rosenberg (32.), 1:1 Christopher Bünnig (35.), 2:1 René Förster (43./ Foulelfmeter), 3:1 Jürgen Brandt (54.), 3:2 Martin Palm (67.), 4:2 Maik Bentke (90.+1). SR: André Liesche (Kusey). Vorkommnis: Vienaus Torhüter Christian Bergmann parierte einen Handelfmeter von Frank Schulz (9.).

Salzwedel II und Jävenitz mit Bigpoints

Fußball-Kreisliga SV Schwalbe Schwiesau - FSV Miesterhorst 2:0 (1:0)

ren Auswärtssiegen gestern Nachmittag in der Fußball-Kreisliga dürfen der SV Eintracht Salzwedel II und der SV Heide Jävenitz im Abstiegskampf leicht aufatmen. SV Engersen - SV Eintracht Salzwedel II 0:4 (0:2). Die Eintracht bestimmte gegen ersatzgeschwächte und weiterhin kriselnde Engersener klar das Geschehen

der Pause wurde es dann auch im Schwiesauer Strafraum das erste Mal richtig gefährlich. Andreas Beneke im Tor der Schwalben war jedoch auf dem Posten und wehrte einen Schuss von Frank Melzer souverän ab. Somit gingen die Schwiesauer mit einer knappen 1:0-Führung in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel waren es erneut die Platzherren, die den besseren Start erwischten. Nach gutem Zuspiel von Benjamin Lenk tauchte Robin Ehrecke völlig frei vor dem Schlussmann der Gäste auf, ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und schob zum 2:0 ein (47.). Nur neun Minuten später hätte der Anschlusstreffer fallen können, allerdings scheiterten Thomas Heins und Johannes Krebs innerhalb kürzester Zeit am glänzend parierenden Schwiesauer Keeper. Die Platz-

Torfolge: 1:0 Denny Müller (18.), 2:0 Sebastian Freitag (51.), 3:0 Daniel Leitloff (85./Foulelfmeter), 4:0 Mario Winkler (88.), 5:0 Sebastian SR: Möllmann (Mechau) Freitag (90.);

Krügel

Frank Rudert und Robin Ehrecke schießen Schwiesau zum Sieg Von Tobias Weber Schwiesau ● Einen immens wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt hat Fußball-Kreisligist SV Schwalbe Schwiesau eingefahren. Gestern bezwangen die Männer von Trainer Mario Seidenberg den FSV Miesterhorst mit 2:0 (1:0) und verbuchten drei wichtige Punkte. Vom Anpfiff weg zeigten sich die Schwiesauer engagierter und setzten den FSV sofort unter Druck. In der 16. Minute wurde es dann das erste Mal gefährlich. Nach einem Freistoß von Tobias Lenz kam der Schwiesauer Stürmer Frank Rudert per Kopf an den Ball, überlupfte den Miesterhorster Keeper und sorgte somit für das 1:0. Nur kurze Zeit später hätte Rudert das 2:0 nachlegen können, setzte das Leder jedoch über den Kasten (22.). Kurz vor

5:0 (1:0) gegen den SV Eintracht Chüden machte der Diesdorfer SV gestern den fünften Tabellenplatz in der Fußball-Kreisliga endgültig perfekt. Schon im ersten Durchgang verbuchte Diesdorf optische Vorteile, doch lediglich Denny Müller traf für die KleinerElf. Nach dem Seitenwechsel ergab sich ein ähnliches Bild. Die Platzherren erarbeiteten sich gute Chancen und nutzten diese in der Schlussphase. Unterm Strich fiel der Sieg jedoch etwas zu hoch aus.

herren schalteten anschließend einen Gang zurück und stärkten die Defensive. Gefährlich wurde es nur noch bei Konterversuchen. So scheiterte Frank Rudert, der sich zuvor gut durchsetzte, am Miesterhorster Schlussmann (70.). In der Schlussphase dieser Partie versuchten die Gäste noch einmal alles, doch wirklich zwingende Torchancen konnten sich die Miesterhorster nicht erarbeiten. Somit blieb es am Ende beim 2:0-Erfolg der Schwiesauer. SV Schwalbe Schwiesau: A. Beneke Schmiedl (79. Schulz), Lenz, E. Beneke, Könnemann, Lenk, Müller, Tilch, F. Beneke, Rudert (88. Gläss), R. Ehrecke. FSV Miesterhorst: Gerchel - Willatowski, Peitschner (58. Preetz), Bismark, Libberoth, Krebs, Klose, Melzer, Ulbricht, Heins (68. Hexel), Hager. Torfolge: 1:0 Frank Rudert (16.), 2:0 Robin Ehrecke (47.). SR: Wolfgang Schröder (Vienau).

Robin Ehrecke (rechts) hatte gerade das 2:0 für den SV Schwalbe Schwiesau erzielt und wurde dafür Foto: Tobias Weber prompt mit einer kühlen Dusche belohnt.

Fußball-Kreisliga Engersen - Salzwedel II 0:4 / Arendsee - Jävenitz 1:2 Engersen/Arendsee ● (scf) Nach ih-

und strich auch verdientermaßen davon nutzte Christoph Blatter nach dem 4:0 die drei Zähler ein. jedoch zum 1:0 für den SVA. In den Torfolge: 0:1 Marcus Paulini (21.), 0:2 Gordon letzten fünf Minuten wollte es JäVoerckel (26.), 0:3 Holger Neumann (52.), 0:4 venitz noch einmal wissen. Sven Benjamin Wagner (60.). Weber und Thomas Marggraf SR: Krziwanie (Gardelegen). schossen das 2:1 für Heide heraus SV Arendsee - SV Heide Jäve- und sorgten dafür, dass Arendsee nitz 1:2 (1:0). Beide Teams legten nun als erster Absteiger feststeht. ihr Hauptaugenmerk auf eine si- Torfolge: 1:0 Christoph Blatter (22.), 1:1 Sven chere Defensive, so dass wenig Weber (87.), 1:2 Thomas Marggraf (90.+3). Chancen heraussprangen. Eine SR: Rückmann (Chüden).

Stenogramme Bördekreisliga, Männer TSV Völpke II 6 1. FC Oebisfelde 1 Zum Spiel: Durch die erneute Niederlage ist für den 1. FC Oebisfelde das Kapitel Bördekreisliga wohl beendet. Bei noch drei ausstehenden Partien beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer für die Oebisfelder bereits acht Punkte. 1. FC Oebisfelde: Herzog – Meyer, Mieschke, Böcker, Mertens, S. Nothnick, Krohn, Baumgarth (66. Grießl), Jütte, D. Nothnick, Rothe. Torfolge: 1:0 Axel Wolter (34.), 1:1 David Nothnick (35./Elfmeter), 2:1 Nils Schellhase (48.), 3:1 Kevin Zimmermann (60.), 4:1 Nils Schellhase (63.), 5:1 Marin Ilsmann (85.), 6:1 Axel Wolter (89.). jpi 1. Kreisklasse, Männer SV Langenapel II 1 SG Saalfeld 2 Torfolge: 0:1 Michael Radefahrt (29./Handelfmeter), 1:1 Marco Ehrecke (76.), 1:2 Martin Kühl (84.). SR: Eisenschmidt (Salzwedel). TSV 1919 Kusey 1 Kuhfelder SV 5 Torfolge: 0:1 Tino Peysa (11.), 0:2 Johannes Röhl (32.), 1:2 Torsten Trittel (44.), 1:3 Martin Arndt (64.), 1:4 Patric Peysa (67.), 1:5 Michael Westphal (89.). SR: Mattheis (Gardelegen). TSV Adler Jahrstedt 5 TuS Apenburg 1 Torfolge: 1:0 Christian Neumann (1.), 2:0, 3:0 Florian Pischel (3., 32.), 4:0 Martin Neumann (47.), 5:0 Sören Bartels (70.), 5:1 Marc Fuhlbrügge (75.). SR: Schwotzer (Beetzendorf). SV Rot-Blau Sanne 2 VfB Klötze 07 II 2 Torfolge: 0:1 Alexander Kelb (4.), 1:1 Sebastian Peschke (44.), 1:2 Marc Sokolowski (58.), 2:2 Marcel Beck (77.). SR: Syring (Arendsee). SG Pretzier 3

FSV Eiche Mieste 1 Torfolge: 1:0 André Kirsch (4.), 2:0 Sebastian Teßmann (11.), 3:0 André Kirsch (64.), 3:1 Maik Mertens (71.). SR: Schottenhamel (Liesten). 2. Kreisklasse Nord, Männer SG Brietz/Kuhfelde II 5 ESV Lokomotive Salzwedel 4 Torfolge: 0:1 Martin Barto (4.), 0:2 Michael Temmler (23./Foulelfmeter), 1:2 Silvio Henke (25.), 1:3 Kevin Nütten (36.), 1:4 Martin Barto (45.), 2:4, 3:4 Silvio Henke (53., 77.), 4:4 Sebastian Schütze (90./Foulelfmeter), 5:4 Gordon Sobolowski (90.). SR: Peters (Langenapel). Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Florian Tittes (82./ESV Lok Salzwedel) wegen einer Unsportlichkeit. FC Jübar/Bornsen II 1 Diesdorfer SV II 5 Torfolge: 0:1, 0:2, 0:3 Daniel Struck (25., 35., 40.), 0:4 Patrick Lahmann (45.), 1:4 Andreas Meyer (70.), 1:5 Daniel Struck (85.). SR: Witt (Klötze). SV Langenapel III 0 SV Liesten 22 II 6 Torfolge: 0:1 Christian Walter (18.), 0:2 Marcus Schalau (36.), 0:3 Andreas Feist (55.), 0:4 Marten Borkowski (62.), 0:5 Christian Walter (71.), 0:6 Christian Walter (85.). SR: Schwesig (Salzwedel). BSV Salzwedel 1 SV Eintracht Chüden II 1 Torfolge: 0:1 Marco Seidel (73.), 1:1 Julian Bieber (78.). SR: Klinger (Mechau). Vorkommnis: Marco Seidel (34./Eintracht Chüden II) verschoss einen Foulelfmeter. 2. Kreisklasse Süd, Männer TSV Jeggau 2 TuS Blau-Weiß Kakerbeck 10 Torfolge: 0:1 Remo Meyer (11.), 0:2 Thomas Regber (18.), 1:2 Kevin Hübner (29.), 1:3 Sven Schulze (33.), 1:4, 1:5, 1:6 Thomas Regber (35., 43., 50.), 1:7 Matthias Westphal (57.),

2:7 Heiko Busse (65.), 2:8 Matthias Westphal (68.), 2:9 Dennis Diering (74.), 2:10 Sven Schulze (81.). SR: Busse (Wenze). SV Eintracht Berge 3 SV Heide Jävenitz II 0 Anmerkung: Diese Partie wurde zugunsten des SV Eintracht Berge gewertet, da der SV Heide Jävenitz II wegen Spielermangels nicht anreiste. SV Kloster Neuendorf 3 SV 80 Algenstedt 0 Anmerkung: Diese Partie wurde zugunsten des SV Kloster Neuendorf gewertet, da der SV 80 Algenstedt wegen Spielermangels nicht anreiste. Altmark-Wendland-Liga, Frauen TuS Woltersdorf 11 FSV Havelberg 1911 1 Torfolge: Nicht gemeldet. SG Pretzier 3 SG Clenze/Küsten/Lüchow II 0 Anmerkung: Diese Partie wurde gewertet, da die SG Clenze/Küsten/Lüchow II wegen Spielermangels nicht anreiste. SG Beetzendorf/Immekath 10 SV Germania Breselenz 0 Torfolge: 1:0 Linda Meyer (2.), 2:0 Julia Hetfleisch (4.), 3:0 Janine Pischel (15.), 4:0 Hetfleisch (17.), 5:0 Sabine Vialon (20.), 6:0, Hetfleisch (37.), 7:0 Vialon (39.), 8:0, 9:0 Hetfleisch (42., 43.), 10:0 Meyer (45.). Vorkommnis: Es spielten Neun gegen Neun; Abbruch nach der ersten Halbzeit, weil Breselenz nur noch zu siebt spielte. SG Rochau/Arneburg 1 SG Breese/Hitzacker 5 Torfolge: 0:1, 0:2, 0:3 (1., 28., 48.), 1:3 Anja Liebrecht (61.), 1:4, 1:5 (65., 90.). FSV Saxonia Tangermünde 5 SV Langenapel 1 Torfolge: 1:0, 2:0 Pauline Voß (18., 45.), 3:0 Romy Müller (63.), 4:0 Britta Knust (68./ Eigentor), 4:1 Janine Elfert (81./Handelfmeter), 5:1 Brigitta Delakowitz (90.). scf

Tabellenführer erneut erfolgreich

Fußball ● Potzehne (tko) Der SV

Rot-Weiß Wenze ist der FußballKreisligasaison 2012/2013 wieder ein Stück näher gekommen. Gestern Nachmittag gewannen die Schützlinge von Axel Dörwald in der 1. Kreisklasse nach einer mäßigen Leistung bei der Reserve des SV Grün-Weiß Potzehne mit 2:1 (2:0) und konnten ihren Vorsprung gegenüber Verfolger Kuhfelder SV halten. Bereits in der ersten Hälfte - die Gastgeber hatten bis dahin allerdings etwas mehr vom Spiel, während die Wenzer vornehmlich mit langen Bällen operierten - legte die Dörwald-Elf mit zwei Treffern den Grundstein zum späteren Erfolg. Kammann und Schmidt trafen für Rot-Weiß. In den zweiten 45 Minuten schwand auf beiden Seiten aufgrund der hohen Außentemperaturen etwas die Kondition und die Konzentration. Allerdings glaubten die Potzehner nach wie vor an ihre Chance. Nahrung erhielt das noch durch den Anschlusstreffer von Christoph Lindecke. Mehr gelang allerdings dann doch nicht. SV Grün-Weiß Potzehne II: Flögel - T. Schulze, S. Schulze, Ilgner, Ro. Klement, Wendtorf, Miehle, Pohl, Mewes, Bröckel, Lindecke (Ri. Klement, Körber, Kunert). SV Rot-Weiß Wenze: Seiler - Trittel, H. Rieck, S. Täger, S. Kammann, Dörwald, G. Rieck, Schmidt, S. Lenz, Könnig, Wolf (Fehse, Schütze, Stein, C. Täger). Torfolge: 0:1 Steffen Kammann (6.), 0:2 Philipp Schmidt (29.), 1:2 Christoph Lindecke (67.). SR: Eckhard Nickel (Kloster Neuendorf). Vorkommnisse: Keine.

Wenzes Steffen Lenz sichert das Leder hier vor Matthias Ilgner erfolgreich ab. Foto: Thomas Koepke

12 | Altmark-Sport

Montag, 21. Mai 2012

Westaltmärkische Bogensportler sind in Dessau erfolgreich Bogenschießen 7. Hobuschpokal der Stadt Dessau / 32 altmärkische Sportlerinnen und Sportler sind mit am Start

ihre 30er Passe (alle drei Pfeile in die 10), konnten sich die Kuhfelder Kim Schröder, Nils Seeger und Phillip Müller freuen. In der u8-Klasse männlich siegte Patrick Wernecke mit 320 Ringen vor Nils Seeger (289 Ringen). Den vierten Platz belegte Jonas Pufall mit 251 Ringen. Kim Schröder schoss in der AK u8 weiblich sehr gute

323 Ringe und erhielt dafür auch den Siegerpokal. Luca Saalfeld ging in der AK u10 männlich an den Start. Er erzielte 380 Ringe. In der AK u10 weiblich schoss Jana Kuhrs 390 Ringe. Thorben Fink kam mit seinem Compoundbogen auf 500 Ringe. Die Compoundschützin Johanna Milz schoss in der u12

weiblich-Klasse 492 Ringe. Dominic Schröder (Compoud) erzielte in der AK u14 männlich 543 Ringe. Alle fünf Kuhfelder Bogensportler erhielten ohne Konkurrenz den Pokal für den ersten Platz. In der AK u12 männlich blieben die drei Kuhfelder unter sich. Joshua Schulz kratzte knapp an der beliebten 600er Ringe-Marke.

Er siegte mit 597 Ringen vor Robert Pufall (578 Ringe) und Aaron Kluge (341 Ringe). Melanie Thebus erzielte sehr gute 610 Ringe, damit siegte sie vor ihrer Vereinskameradin Selina Fink (409 Ringe). Robert Niesig belegte in der AK u14 männlich mit 530 Ringen den ersten Rang. Anna Lisa Schulz konnte sich ebenfalls über

den Sieg in der AK u14 weiblich freuen. Sie erzielte 568 Ringe. In der Altersklasse u17 männlich konnte Ronny Neumann mit 405 Ringen gewinnen. Phillip Müller war zwar Einzelstarter mit seinem Compoundbogen in seiner Altersklasse, konnte aber sehr gute Ringzahlen erzielen. Er kam auf 661 Ringe. Michaela Kuhrs schoss in der Damenklasse 467 Ringe und kam auf dem ersten Platz ein. Zwei Kuhfelder Starter gingen in der ü45-Klasse an den Start. Uwe Stappenbeck kam mit 515 Ringen auf den zweiten Platz. Fred Neumann freute sich dagegen über den Pokal für den dritten Rang. Die beiden Kuhfelder Compoundschützen Stefanie Schröder und Mario Mäß wurden zusammen gewertet. Mario konnte mit guten 668 Ringen vor Stefanie (604 Ringen) gewinnen. Heinrich Filipan gewann in der ü55/ü40-Klasse mit seinem Blankbogen. Er schoss 472 Ringe. Vier Kuhfelder Jagdbogenschützen reisten mit nach Dessau. In der Damenklasse konnte Nicole Stappenbeck mit 521 Ringen den zweiten Platz belegen. Anja Fink wechselte vom Recurvebogen zum Jagdbogen. In der gleichen

10. 11. 12. 13.

9. 10. 11. 12.

Nächster Spieltag, 03.06.

Kreisliga D-Jun. Meister

Nächster Spieltag, 02.06.

Diesdorfer SV II - Brietz/Kuhfelde II E. Salzwedel III - BSV Salzwedel SV Liesten II - Jübar/Bornsen II E. Chüden II - SV Langenapel III

SSV Gardelegen II - SG ABMS II Liest./Pretz./Ch. - SV Eintr. Salzwedel II Jahrstedt/Kusey - SG ABMS

Die Bogensportler des BSV Salzwedel, der Schützengilde (SGi) Salzwedel und des Kuhfelder Sportvereins (KSV) nahmen kürzlich am 7. Hobusch-Wanderpokal erfolgreich teil. Es wurden trotz kühler Temperaturen (Eisheiligen) erfolgreiche Ergebnisse beim DBSVTurnier erzielt. Von Thomas Koepke und Peter Gütschow Kuhfelde ● Pünktlich um 6.30 Uhr am vergangenen Sonnabend setzte sich der Reisebus mit 32 altmärkischen Bogensportlern, Fans und Familienangehörigen von Kuhfelde in Richtung Dessau in Bewegung. Um 10 Uhr begann nach der Begrüßung das Turnier mit dem Einschießen. Die Kleinsten schossen in der Altersklasse u8 einmal 36 Pfeile auf die 10 Meter-Entfernung. Die anderen Teilnehmer mussten zweimal 36 Pfeile auf die kürzesten FITA-Entfernungen abgeben. Über einen Sonderpreis für

Fußball Verbandsliga Frauen Abus Dessau - SV Merseburg 99 E. Bad Dürrenberg - Magdeburger FFC II BW Dölau - RW Arneburg MSV Wernigerode - SV Pouch-Rösa 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

RS Edlau Magdeburger FFC II E. Bad Dürrenberg Abus Dessau BW Dölau SV Pouch-Rösa MSV Wernigerode RW Arneburg SV Merseburg 99

16 16 16 16 16 16 16 16 16

11:0 2:6 4:1 2:2

70: 15 45: 12 61: 24 37: 33 36: 40 36: 39 25: 37 24: 45 2: 91

38 38 33 27 26 18 16 10 1

Landesliga Frauen TuS Elbingerode - GW Süplingen Lindenweiler/Gerwisch - GW Potzehne 1. 2. 3. 4. 5. 6.

Eintr. Walsleben 10 GW Süplingen 10 Lindenweiler/Gerwisch 10 BSV 79 Magdeburg 9 GW Potzehne 10 TuS Elbingerode 9

1:4 8:2

35: 5 28: 14 22: 19 12: 17 10: 33 8: 27

27 19 16 15 6 3

Altmark-Wendlandliga Fr. FSV Havelberg - TuS Wolterstorf Beetzend./Immek. - G. Breselenz SG Pretzier - Clenz./Küst./Lüch. II Rochau/Arneburg - SG Breese/Hitzacker S. Tangermünde - SV Langenapel 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11.

SG Breese/Hitzacker TuS Wolterstorf SG Pretzier Beetzend./Immek. S. Tangermünde Rochau/Arneburg G. Breselenz FSV Havelberg FC Samtg. Gartow SV Langenapel Clenz./Küst./Lüch. II

17 18 18 18 18 18 18 18 17 17 17

1:11 10:0 3:0 1:5 5:1

85: 29 118: 25 50: 31 82: 31 39: 37 48: 49 28: 66 40: 57 22: 92 29: 61 10: 73

43 42 42 35 29 27 17 16 15 13 2

Nächster Spieltag, 02.06. G. Breselenz - FSV Havelberg SG Breese/Hitzacker - S. Tangermünde SV Langenapel - FC Samtg. Gartow Rochau/Arneburg - SG Pretzier TuS Wolterstorf - Clenz./Küst./Lüch. II

Verbandsliga A-Junioren 1. FC Lok Stendal - GW Piesteritz Bismark/Wittenm. - VfL Halle 96 SV Irxleben - Union Sandersdorf Germ. Halberstadt - VfB IMO Merseburg SV Braunsbedra - SV 09 Staßfurt 1. FC/RW Weißenf. - Arminia Magdeburg 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12.

Germ. Halberstadt GW Piesteritz VfL Halle 96 Union Sandersdorf VfB IMO Merseburg 1. FC/RW Weißenf. 1. FC Lok Stendal SV 09 Staßfurt SV Irxleben Bismark/Wittenm. Arminia Magdeburg SV Braunsbedra

18 20 18 20 19 19 19 19 20 19 20 19

82: 20 75: 47 82: 33 44: 61 56: 45 47: 39 49: 60 57: 46 36: 48 51: 63 42: 83 17: 93

2:4 verl. 5:1 verl. 0:6 6:3 52 40 37 30 29 29 28 25 25 23 11 1

Nächster Spieltag, 02.06. Halle 96 - Sandersdorf G. Halberstadt - A. Magdeburg Piesteritz - Braunsbedra Weißenfels - Staßfurt Irxleben -- Lok Stendal Bismark/Wittenmoor - Merseburg

Nach dem Turnier stellten sich die Westaltmärker zu einem gemeinsamen Gruppenfoto auf.

MSV Börde RW Weißenfels MSV Eisleben GW Piesteritz

22 21 23 23

47: 78 20 34: 74 13 32:101 13 24:118 8

1. FC Lok Stendal - GW Piesteritz U. Sandersdorf - SV Kleinpaschleben MSV Eisleben - Hallescher FC VfL Halle 96 - Germania Halberstadt IMO Merseburg - MSV Börde U. Dessau/Dess. 05 - Eintracht Gommern

6:2 verl. 2:8 2:2 6:4 1:2

Hallescher FC Eintracht Gommern Germania Halberstadt VfL Halle 96 SV Kleinpaschleben U. Sandersdorf 1. FC Lok Stendal IMO Merseburg U. Dessau/Dess. 05

22 22 22 22 20 21 19 21 22

136: 14 77: 32 97: 31 77: 33 63: 29 68: 65 48: 64 59:103 54: 74

59 55 54 43 34 31 25 24 23

62: 87 46: 70 37: 99 25: 91

Nächster Spieltag, 02.06.

MSV Eisleben - 1. FC Lok Stendal SV Kleinpaschleben - IMO Merseburg MSV Börde - VfL Halle 96 RW Weißenfels - U. Sandersdorf Eintracht Gommern - Germania Halberstadt U. Dessau/Dess. 05 - Hallescher FC

Burger BC - SSV Gardelegen 1. FC Lok Stendal - SG Klötze/Beetz. Haldensleber SC - Dahlenw./Ebend. G. Olvenstedt - Bismark/Gladig. Osterburger FC - Eintr. Salzwedel

18 16 12 7

2. Kreisklasse Süd Eintr. Berge - H. Jävenitz II TSV Jeggau - TuS BW Kakerbeck I Kloster Neuendorf - SV Algenstedt Wacker Lindstedt II - G. Zethlingen

Verbandsliga C-Junioren RW Thalheim - IMO Merseburg TuS 1860 Neustadt - Hallescher FC II VfL Halle 96 - Naumburger SV U. Dessau/Dess. 05 - 1. FC Magdeb. II Weißenfels - VfB Sangerhausen Germ. Halberstadt - 1. FC Lok Stendal 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13.

Germ. Halberstadt TuS 1860 Neustadt Hallescher FC II VfB Sangerhausen 1. FC Magdeb. II 1. FC Lok Stendal Weißenfels RW Thalheim U. Dessau/Dess. 05 GW Piesteritz IMO Merseburg VfL Halle 96 Naumburger SV

21 23 24 21 22 21 21 22 22 21 22 22 22

102: 18 78: 37 68: 35 59: 35 75: 40 48: 29 45: 38 55: 59 42: 62 48: 56 60: 93 28: 98 17:125

5:3 2:0 4:0 1:1 verl. verl. 59 46 42 40 38 35 35 29 23 21 19 10 4

Nächster Spieltag, 03.06. VfL Halle 96 - RW Thalheim IMO Merseburg - U. Dessau/Dess. 05 1. FC Magdeb. II - Weißenfels VfB Sangerhausen - GW Piesteritz Germ. Halberstadt - Naumburger SV

Landesliga B-Junioren St. 1 1. FC Oebisfelde - Bismark/Wittenm. Germania Tangerhütte - SV Irxleben SSV Gardelegen - Burger BC Haldensleber SC - Borussia Genthin Eintr. Salzwedel - Osterburger FC

2:2 2:8 8:3 n.g. 6:2

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11.

39 38 36 36 34 30 30 24 11 8 2

1. FC Oebisfelde Bismark/Wittenm. SSV Gardelegen Haldensleber SC SV Irxleben Eintr. Salzwedel Burger BC Osterburger FC Borussia Genthin Germania Tangerhütte FSV Barleben

19 19 19 19 19 18 19 18 18 19 17

69: 38 56: 28 77: 35 66: 35 48: 34 72: 40 54: 51 38: 42 33: 65 27:109 16: 79

Nächster Spieltag 02.06 Burger BC - 1. FC Oebisfelde Bismark/Wittenm. - Eintr. Salzwedel SV Irxleben - FSV Barleben Osterburger FC - Germania Tangerhütte

Landesliga C-Junioren St. 1 TuS SW Bismark - 1. FC Oebisfelde SSV Gardelegen - Burger BC Börde Magdeburg -- Gardelegen Kali Wolmirstedt - Borussia Genthin 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12.

Eintr. Salzwedel MSV Börde TuS SW Bismark Osterburger FC 1. FC Oebisfelde Burger BC Haldensleber SC Borussia Genthin SSV Gardelegen Magdeb. FFC Jerich./Par./Güs. Kali Wolmirstedt

19 20 18 21 20 19 19 20 20 19 21 20

54: 11 53: 24 69: 29 42: 32 54: 42 39: 39 40: 45 34: 26 56: 58 30: 40 22: 60 14:101

5:1 4:2 2:0 0:4 46 40 39 38 31 29 28 24 24 17 16 9

1. FC Oebisfelde - Kali Wolmirstedt Borussia Genthin - SSV Gardelegen Burger BC - Eintr. Salzwedel Haldensleber SC - TuS SW Bismark MSV Börde - Osterburger FC

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8.

1. FC Lok Stendal SSV Gardelegen Dahlenw./Ebend. G. Olvenstedt Haldensleber SC Burger BC MSV Börde Eintr. Salzwedel

2:4 20 20 20 20 20 20 21 19

137: 19 106: 22 85: 44 84: 53 57: 35 51: 84 47:106 43: 70

Fußball ALW Kreisliga E. Mechau II - Eintracht Vienau Diesdorfer SV - E. Chüden Schwalbe Schwiesau - FSV Miesterhorst SV Liesten - SV Brunau SV Engersen - E. Salzwedel II SV Langenapel - VfL Kalbe SV Arendsee - H. Jävenitz MTV Beetzendorf - Gardelegen II 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16.

SV Liesten VfL Kalbe SV Langenapel MTV Beetzendorf Diesdorfer SV E. Mechau II Gardelegen II SV Engersen Eintracht Vienau E. Chüden SV Brunau E. Salzwedel II FSV Miesterhorst H. Jävenitz Schwalbe Schwiesau SV Arendsee

28 28 28 27 28 28 27 28 28 28 28 28 28 28 28 28

4:2 5:0 2:0 3:0 0:4 5:0 1:2 verl.

125: 12 95: 45 92: 32 71: 34 63: 42 64: 71 46: 58 53: 72 48: 61 52: 68 47: 73 40: 67 36: 56 36: 69 42: 77 25: 98

82 66 64 61 46 36 35 35 34 31 29 28 27 25 25 16

Gardelegen II - E. Mechau II SV Brunau - SV Langenapel FSV Miesterhorst - SV Liesten Diesdorfer SV - Eintracht Vienau H. Jävenitz - MTV Beetzendorf E. Salzwedel II - SV Arendsee VfL Kalbe - SV Engersen E. Chüden - Schwalbe Schwiesau

22 22 23 23 22 22 22 23 22 23 22 22 22

1:2 1:2 1:5 5:1 2:2 3:1 72: 23 71: 30 55: 30 54: 39 47: 43 61: 60 56: 50 52: 77 54: 59 45: 53 53: 80 42: 57 26: 87

50 47 44 38 35 32 31 30 29 23 20 19 13

Nächster Spieltag, 03.06. Eiche Mieste - SV Langenapel II Kuhfelder SV - Letzlingen II SG Saalfeld - RB Sanne VfB Klötze II - A. Jahrstedt Potzehne II - TSV Kusey RW Wenze - TuS Apenburg

57 52 45 43 41 22 22 20

Brietz/Kuhfelde II - L. Salzwedel Jübar/Bornsen II - Diesdorfer SV II SV Langenapel III - SV Liesten II BSV Salzwedel - E. Chüden II SV Arendsee II - E. Salzwedel III 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

SV Liesten II Diesdorfer SV II Brietz/Kuhfelde II E. Chüden II Jübar/Bornsen II L. Salzwedel E. Salzwedel III BSV Salzwedel SV Langenapel III

15 14 15 15 15 16 14 15 15

15 15 15 15 15 16 15 15 15

83: 14 62: 13 49: 39 40: 35 26: 40 20: 50 28: 37 37: 64 21: 74

40 40 23 22 20 19 16 16 2

Nächster Spieltag, 03.06. SV Algenstedt - Eintr. Berge TSV Kusey II - Wacker Lindstedt II G. Zethlingen - TSV Jeggau TuS BW Kakerbeck I - Kloster Neuendorf

0:2 3:1 3:0 0:5

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

38 37 30 23 22 17 16 16 16 9

17 16 14 16 16 15 15 16 17 16

47: 20 44: 8 34: 8 40: 36 14: 23 20: 35 16: 25 27: 38 18: 30 26: 63

Nächster Spieltag, 02.06.

1. 2. 3. 4. 5.

Potzehne Wacker Lindstedt Eiche Mieste H. Letzlingen SG Brunau

4:9 2:9 12 12 12 12 12

65: 39 37: 38 41: 42 46: 60 44: 54

27 17 15 15 14

Altliga Schwies./Jeg./Eng. - VfB Klötze SV Liesten - Arendsee/Mechau 1. 2. 3. 4. 5.

Schwies./Jeg./Eng. VfB Klötze Arendsee/Mechau SV Liesten TSV Kusey

3:2 verl.

12 11 10 11 10

68: 15 46: 30 32: 34 34: 47 12: 66

34 18 14 10 3

KL B-Junioren ALW Jävenitz/Kl. Neuend. - Heide Letzlingen E. Mieste - Diesd./Wa./La./Dä. SG Pretzier - Jahrstedt/Kusey Jävenitz/Kloster Neuendorf. - Mieste 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7.

E. Mieste Diesd./Wa./La./Dä. Heide Letzlingen FC Jübar/Bornsen Jävenitz/Kl. Neuend. Jahrstedt/Kusey SG Pretzier

12 12 12 12 12 11 11

147: 37 97: 40 93: 77 66: 66 35: 78 33:104 25: 94

2:7 9:3 verl. 2:11 36 25 25 18 7 6 4

Kreisliga C-Junioren GF

5:4 1:5 0:6 1:1 sp-frei 71: 6 42: 34 42: 29 35: 28 35: 34 37: 37 24: 43 23: 44 19: 73

43 28 26 25 22 20 14 12 3

SV Osloss - Diesdorf/Langena. SSV Kästorf - SV Meinersen Platend/Triangel - MTV Isenbüttel MTV Gifhorn - SG Hankensbüttel 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8.

SV Meinersen SG Hankensbüttel SSV Kästorf Diesdorf/Langena. SV Osloss MTV Isenbüttel Platend/Triangel MTV Gifhorn

6 5 6 6 5 6 6 6

Nächster Spieltag, 02.06. Diesdorf/Langena. - MTV Gifhorn MTV Isenbüttel - SSV Kästorf SV Meinersen - SV Osloss

2:2 2:4 0:0 1:9 29: 6 17: 8 23: 15 18: 10 12: 12 6: 10 5: 17 7: 39

Jahrstedt/Kusey SSV Gardelegen II SG ABMS II SV Eintr. Salzwedel II SG ABMS Liest./Pretz./Ch.

8 9 9 9 8 9

54: 13 42: 37 37: 43 28: 35 23: 37 24: 43

21 18 13 10 8 6

Nächster Spieltag, 02.06. SV Eintr. Salzwedel II - Jahrstedt/Kusey SG ABMS - SSV Gardelegen II SG ABMS II - Liest./Pretz./Ch.

2.Kreisklasse E-Junioren Kalbe - Jahrstedt/Kusey 1. 2. 3. 4.

E. Salzwedel III VfL Kalbe I Jahrstedt/Kusey Pretz./Chü./Lies. II

ausgef. 5 14: 9 5 12: 9 5 13: 12 5 5: 14

Jävenitz/Kl. Neuendorf - ABMS II

Pretzier/Chüd. - Jahrstedt/Immek. SG Jübar B./Bornsen - SSV Gardelegen E.Salzwedel - MTV Beetzendorf Winterf./Kakerb/Ze. - VfB Klötze E.Salzwedel VfB Klötze Schwies./Jegg./Eng. SG Jübar B./Bornsen Jahrstedt/Immek. SSV Gardelegen H. Jävenitz Pretzier/Chüd. MTV Beetzendorf Winterf./Kakerb/Ze.

1. 2. 3. 4. 5. 6.

4:2 5:4 verl.

13 7 7 1

1.Kreisklasse F-Junioren

Altherren Kreisliga

SG Brunau - Eiche Mieste H. Letzlingen - Potzehne

SV Langenapel II - SG Saalfeld Potzehne II - RW Wenze TSV Kusey - Kuhfelder SV A. Jahrstedt - TuS Apenburg RB Sanne - VfB Klötze II SG Pretzier - Eiche Mieste RW Wenze Kuhfelder SV SG Pretzier Potzehne II Eiche Mieste TSV Kusey VfB Klötze II Letzlingen II A. Jahrstedt SV Langenapel II SG Saalfeld RB Sanne TuS Apenburg

G. Zethlingen Kloster Neuendorf TuS BW Kakerbeck I TSV Kusey II SV Algenstedt H. Jävenitz II Eintr. Berge Wacker Lindstedt II TSV Jeggau

1. Kreisklasse Altherren

1. Kreisklasse

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13.

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

3:0 2:10 3:0 0:11

VfB Klötze - H. Jävenitz Jahrstedt/Immek. - SG Jübar B./Bornsen Schwies./Jegg./Eng. - Pretzier/Chüd. SSV Gardelegen - Winterf./Kakerb/Ze.

Nächster Spieltag, 03.06.

2. Kreisklasse Nord

Landesliga D-Junioren St. 1 Genthin - Börde Magdeburg

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

19 21 20 20

Nächster Spieltag, 02.06.

Nächster Spieltag, 03.06. Verbandsliga B-Junioren

SG Klötze/Beetz. Borussia Genthin Osterburger FC Bismark/Gladig.

Foto: privat

18 12 9 8 6 4 4 2

1. 2. 3. 4. 5. 6.

TSV A. Jahrstedt Jävenitz/Kl. Neuend. Mieste/Potz./Letz I SG ABMS I Dies./Wa./La./Dä. SG ABMS II

4:1 10 10 9 9 10 10

42: 10 26: 9 18: 21 13: 19 22: 35 20: 47

27 25 10 10 9 4

Kreisoberliga S. Tangermünde II - Havelwinkel/Warnau ausgef. BG Goldbeck II - G. Klietz 3:2 BSC Stendal - E. Kamern 2:1 KSG Berkau - Pr. Dobberkau 5:1 M. Uchtspringe - P. Schönhausen 4:2 K. Seehausen - FSV Havelberg 4:2 Post SV Stendal - SV Grieben 2:6 Rossauer SV - VfB Elbe Uetz 0:1 M. Uchtspringe Havelwinkel/Warnau FSV Havelberg SV Grieben VfB Elbe Uetz Pr. Dobberkau K. Seehausen BSC Stendal KSG Berkau G. Klietz P. Schönhausen Rossauer SV BG Goldbeck II E. Kamern S. Tangermünde II Post SV Stendal

27 26 27 27 27 27 27 27 27 27 27 27 26 26 26 27

116: 34 93: 27 108: 43 70: 55 61: 50 70: 48 79: 54 60: 53 59: 60 57: 59 51: 71 42: 51 23: 73 37: 80 25:123 28: 98

73 62 54 49 49 48 45 44 40 32 32 29 19 18 13 8

Nächster Spieltag, 02.06. KSG Berkau - BSC Stendal VfB Elbe Uetz - E. Kamern SV Grieben - Rossauer SV G. Klietz - Post SV Stendal FSV Havelberg - BG Goldbeck II Havelwinkel/Warnau - K. Seehausen P. Schönhausen - S. Tangermünde II Pr. Dobberkau - M. Uchtspringe

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16.

BW Krüden TuS Bismark II E. Walsleben TuS Wahrburg RW Arneburg II E. Lüderitz Kreveser SV II Möringer SV II SV Groß Garz G. Tangerhütte II BW Schollene Osterburger FC H. Kl. Schwechten RW Werben GW Staffelde BW Gladigau

27 27 27 27 26 27 27 26 26 26 27 27 27 27 27 27

6 11: 26 9 21: 40 8 12: 26

4 4 3

Nächster Spieltag, 02.06. Gladigau/Bism. - Rossauer SV Sax. Tangermünde I - TuS Wahrburg FSV Havelberg - 1. FC L. Stendal II E. Lüderitz II - G. Tangerhütte K. Seehausen - Schönh./Klietz

1. Kreisklasse M. Uchtspringe II - Pr. Schönhausen II 3:1 SV Rochau - Schönberger SV 1:3 E. Wittenmoor - E. Lüderitz II 3:1 Traktor Wust - TuS Sandau 5:0 abgebr. Klädener SV - Rossauer SV II 1:1 WB Stendal - SV Grieben II 2:2 KSG Berkau II - FSV Havelberg II 4:4 Fr. Schernebeck - G. Klietz II 4:1 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16.

Traktor Wust Klädener SV Fr. Schernebeck FSV Havelberg II Schönberger SV M. Uchtspringe II WB Stendal KSG Berkau II Rossauer SV II G. Klietz II TuS Sandau E. Lüderitz II SV Grieben II SV Rochau E. Wittenmoor Pr. Schönhausen II

27 27 27 25 26 26 27 26 27 27 27 27 27 27 27 26

142: 34 127: 29 82: 42 80: 59 65: 45 60: 44 61: 80 41: 60 44: 50 47: 68 74: 83 41: 86 39: 83 53: 88 43: 88 49:109

72 71 62 39 39 37 36 34 33 32 30 28 25 24 22 22

FSV Havelberg II - Fr. Schernebeck SV Grieben II - SV Rochau G. Klietz II - WB Stendal Pr. Schönhausen II - Klädener SV Traktor Wust - E. Wittenmoor Schönberger SV - E. Lüderitz II TuS Sandau - M. Uchtspringe II Rossauer SV II - KSG Berkau II

Kreisliga D-Jun. Platz Arneburg - Lüderitz I 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

V. Uenglingen Osterburg II Lok Stendal III E. Lüderitz I BG Goldbeck RW Arneburg Möringer SV Schönberger SV Post Stendal S. Tangermünde II

1:4 8 8 8 8 7 8 8 7 8 8

69: 2 26: 20 30: 17 37: 10 42: 18 26: 20 23: 62 11: 25 0: 24 3: 69

24 18 16 15 15 13 9 6 0 0

Nächster Spieltag, 01.06. Lok Stendal III - Möringer SV V. Uenglingen - BG Goldbeck RW Arneburg - Osterburg II Schönberger SV - E. Lüderitz I

Fußball Börde Bördeliga SV Hohendodel. - SV Hötensleben GW Dahlenwarsl. - E. Kl. Wanzleben Harbker SV - GW Bregenstedt TSV Völpke II - 1. FC Oebisfelde Haldensleber SC II - Oschersl. SC II TSV Niederndodel. - Gr. Santersleben Osterwedd. SV - Ummendorfer SV GW Süplingen - SSV Samswegen

2. Kreisklasse Gr. Garz/Krüden II - Klädener SV II TuS Wahrburg II - FC Insel GW Staffelde II - FC Insel II WB Stendal II - Havelwinkel/W. II Fr. Schernebeck II - SV Hohengöhren BG Goldbeck III - Schinner SV Eintr. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14.

Havelwinkel/W. II K. Seehausen II Schinner SV Eintr. FC Insel Gr. Garz/Krüden II SV Hohengöhren TuS Wahrburg II GW Staffelde II BG Goldbeck III Klädener SV II Fr. Schernebeck II E. Walsleben II FC Insel II WB Stendal II

23 22 22 23 22 22 23 22 23 23 22 20 22 21

3:1 0:1 8:0 0:13 2:2 3:1

122: 27 102: 28 87: 27 84: 38 70: 54 53: 32 76: 50 62: 59 81: 53 59: 70 30: 94 44: 73 23:128 15:175

56 55 52 46 37 36 35 31 30 25 18 17 6 1

Nächster Spieltag, 02.06. FC Insel - GW Staffelde II SV Hohengöhren - TuS Wahrburg II Fr. Schernebeck II - Schinner SV Eintr. BG Goldbeck III - Gr. Garz/Krüden II Havelwinkel/W. II - K. Seehausen II FC Insel II - WB Stendal II

ausgef. 1:6 6:2 2:2 2:1 1:1 2:1 5:2 104: 26 68: 38 54: 32 67: 36 50: 29 66: 48 55: 54 41: 45 54: 53 46: 42 48: 66 35: 65 47: 86 38: 82 40: 75 42: 78

68 56 51 50 46 44 39 38 36 35 27 27 23 20 19 19

Kreisliga B-Junioren Schinne/Möringen - WB Stendal 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8.

TuS Wahrburg Eintracht Lüderitz BG Goldbeck FSV Havelberg SG Schönhausen/Kl. Tangermünde/Arneb. Schinne/Möringen WB Stendal

2:3 14 13 14 13 14 12 13 13

70: 4 65: 23 50: 36 58: 24 23: 51 14: 46 16: 51 20: 81

40 29 28 26 10 10 5 5

Kreisliga D-Jun. Meister Schönhausen/Klietz -- Rossau Gladigau/Bismark -- Havelberg 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8.

Schönh./Klietz Rossauer SV Gladigau/Bism. 1. FC L. Stendal II Sax. Tangermünde I Post SDL/WB SDL E. Lüderitz II FSV Havelberg

4:0 3:1 8 8 7 7 8 8 7 8

33: 5 20: 14 27: 16 31: 16 29: 24 15: 17 24: 25 13: 27

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16.

SV Hötensleben TSV Niederndodel. GW Süplingen SSV Samswegen Gr. Santersleben Haldensleber SC II TSV Völpke II Osterwedd. SV E. Kl. Wanzleben GW Bregenstedt Oschersl. SC II GW Dahlenwarsl. Ummendorfer SV 1. FC Oebisfelde SV Hohendodel. Harbker SV

27 27 27 27 27 27 27 27 27 27 27 27 27 27 27 27

0:3 1:7 2:2 6:1 0:2 11:0 5:0 3:0

78: 23 87: 35 84: 30 60: 40 77: 77 58: 44 52: 44 52: 57 54: 46 61: 65 39: 44 51: 73 52: 78 45: 82 38: 93 30: 87

65 64 48 48 42 41 41 40 38 32 30 30 28 20 20 14

Nächster Spieltag, Ummendorfer SV - GW Süplingen Harbker SV - GW Dahlenwarsl. SV Hötensleben - E. Kl. Wanzleben SSV Samswegen - SV Hohendodel. Gr. Santersleben - Osterwedd. SV Oschersl. SC II - TSV Niederndodel. 1. FC Oebisfelde - Haldensleber SC II GW Bregenstedt - TSV Völpke II

verl.

2. Kreisklasse Staffel II

Kreisliga RW Arneburg II - Möringer SV II RW Werben - E. Walsleben BW Krüden - E. Lüderitz SV Groß Garz - TuS Bismark II BW Gladigau - BW Schollene TuS Wahrburg - G. Tangerhütte II GW Staffelde - Osterburger FC Kreveser SV II - H. Kl. Schwechten

9. TuS Wahrburg 10. K. Seehausen 11. G. Tangerhütte

Nächster Spieltag, 02.06.

Fußball ALO

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16.

RW Arneburg II - BW Krüden G. Tangerhütte II - GW Staffelde Möringer SV II - SV Groß Garz E. Walsleben - E. Lüderitz BW Schollene - TuS Wahrburg TuS Bismark II - BW Gladigau H. Kl. Schwechten - RW Werben Kreveser SV II - Osterburger FC

Klasse kam sie mit 347 Ringen auf den vierten Platz. In der u20-Herren-Jagdbogenklasse schoss Thomas Dihr 444 Ringe und konnte den zweiten Platz erzielen. Jan Schröder kam in dieser Klasse dagegen auf dem vierten Rang ein. Jörg Simke von der Schützgilde Salzwedel nahm zum ersten Mal an so einem großen Turnier teil. Er siegte in der ü45-Jagdbogenklasse mit über 50 Ringen Vorsprung zum zweiten Platz. Er schoss mit 552 Ringen das beste Ergebnis der traditionellen (ohne Visier) Bogensportler des Turniers. Nadine Böckler konnte sich wieder über ihren Sieg freuen. Sie verwies denkbar knapp mit 419 Ringen ihre Vereinskameraden Dieter Brodersen (412 Ringe) und Sven Napiralski (284 Ringe) auf die weiteren Plätze. Alle drei starteten in der Handicap–Klasse für den BSV-Salzwedel. In der Mannschaftswertung erreichte der Kuhfelder SV mit Nicole Stappenbeck, Johanna Milz und Thorben Fink mit 108 Prozent zum Landesrekord von fünf Mannschaften den zweiten Platz. Das nächste Turnier wird für die Kuhfelder am Pfingstsonntag in Dessau stattfinden.

24 18 16 15 15 12 9 4

1. FC Oebisfelde II - GW Eimersleben BW Neuenhofe II - Uthmöden/Satuelle E. Nordgermersleb. - BG Alleringersl. E. Behnsdorf - Ch. Walbeck SG Velsdorf/Mannh. - SG Bülstringen BW Erxleben - E. Hakenstedt

2:2 8:3 0:2 2:4 2:1 n.g.

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13.

49 44 38 35 35 32 31 28 27 21 21 16 1

SG Velsdorf/Mannh. BW Neuenhofe II Ch. Walbeck 1. FC Oebisfelde II BW Erxleben E. Nordgermersleb. SG Bülstringen E. Hakenstedt BG Alleringersl. E. Behnsdorf Uthmöden/Satuelle GW Eimersleben Beendorfer SV

21 21 21 22 20 21 21 21 20 21 20 22 21

86: 33 75: 27 64: 57 71: 54 57: 48 52: 39 55: 45 57: 48 46: 43 43: 57 59: 77 37: 66 23:131

Nächster Spieltag, BW Neuenhofe II - 1. FC Oebisfelde II E. Hakenstedt - Beendorfer SV SG Bülstringen - BW Erxleben Ch. Walbeck - SG Velsdorf/Mannh. BG Alleringersl. - E. Behnsdorf Uthmöden/Satuelle - E. Nordgermersleb.

Sport 13

Montag, 21. Mai 2012

Haudegen leben noch einmal auf (dpa) In der Kabine tanzten sie um Mitternacht auf dem Tisch, im Luxushotel gegenüber dem Münchner Hofbräuhaus feierten Didier Drogba & Co den Champions-LeagueTriumph des FC Chelsea bis in die Morgenstunden. „Ich denke, dass wir ein großartiger Champion sind. Wir haben es verdient“, betonte Matchwinner Drogba. „Ein Bravo dem unglaublichen Didier Drogba“, twitterte FIFA-Präsident Sepp Blatter. Coach di Matteo hatte die alten Haudegen um Drogba, Kapitän John Terry, Frank Lampard und Ashley Cole gestärkt. Der Plan ging auf, Chelsea wurde FA-Cupsieger und nun erstmals Gewinner der Königsklasse. „Man muss das Beste aus seinen Möglichkeiten machen“, betonte di Matteo. Ein FernsehInterview brach er abrupt ab, als er auf den unschönen Stil seiner Mannschaft angesprochen wurde. Chelsea brach gestern Mittag nach London zur großen Parade in den Straßen der englischen Hauptstadt auf. Die Finalhelden sollten dort in einem Cabrio-Bus durch die Metropole gefahren werden. Fußball



München

Reaktionen Jupp Heynckes (Trainer Bayern): „Wir haben zu viele Chancen liegenlassen. Wir haben über weite Strecken ein wirklich gutes Spiel gemacht, hatten mehr Ballbesitz. Wir haben es aber nicht verstanden, die vielen Chancen zu verwerten. Die muss man nutzen, sonst wird man bestraft.“ Roberto Di Matteo (Teammanager FC Chelsea): „Die Bayern haben ein sehr gutes Spiel gemacht, sie hatten viel mehr Chancen als wir. Wenn es dann ins Elfmeterschießen geht, ist es eine Lotterie. Wir hatten einfach mehr Glück als der FC Bayern.“ Wolfgang Niersbach (DFBPräsident): „Fußball ist einfach nicht gerecht. Da kriegt Chelsea in der 88. Minute die erste Ecke, und dann fällt das Tor. Unfassbar. Es wäre so schön für den deutschen Fußball gewesen.“ Joachim Löw (Bundestrainer): „Ich gratuliere dem FC Bayern trotz der Niederlage zu einer klasse Champions-League-Saison. Die Münchner haben uns tolle Spiele beschert, besonders gegen Madrid.“ Oliver Bierhoff (Manager Nationalmannschaft): „Das ist eine bittere Niederlage. Vom Spielverlauf her hätten die Bayern klar gewinnen müssen. Wir werden die Jungs wieder aufbauen. Mit uns können sie ja noch einen Titel gewinnen.“ Franz Beckenbauer (BayernEhrenpräsident): „Die Bayern hatten das Spiel eigentlich in jeder Phase in der Hand, haben es am Ende aber hergegeben. Nach so vielen Chancen war das zum Verzweifeln.“ Matthias Sammer (DFBSportdirektor): „Wenn das die Zukunft des Fußballs ist, ist das eine Katastrophe.“ Thomas Bach (DOSB-Präsident): „Es ist besonders grausam, wenn man ein Spiel so fest im Griff hat, selbst mehrfach für sich entscheiden kann und dann im Elfmeterschießen so knapp verliert. “ Christian Nerlinger (Sportdirektor Bayern München): „Das ist wie ein Albtraum. Wenn man den Spielverlauf sieht, kommt es einem vor wie ein schlechter Film. Diese Niederlage zu verdauen, wird sehr schwierig.“ Thomas Müller (Bayern München): „Wir haben das in der Vergangenheit schon öfter gesehen, dass am Ende nicht immer der verdiente Sieger den Pokal in den Händen hält. Aber Fußball ist nicht alles.“ Petr Cech (Torwart FC Chelsea): „Wir haben 2008 schon verloren, im Elfmeterschießen. Fußball ist einfach verrückt. Ausgerechnet in einem Jahr, in dem wir schlecht in der Liga waren, holen wir den Titel.“

Pressestimmen „The Sun“ (London): „Didi did it! Endlich hat ein englisches Team ein deutsches im Elfmeterschießen besiegt. Die Underdogs von Chelsea haben sensationell die ChampionsLeague-Trophäe geholt.“ „Daily Mirror“ (London): „Deutsche verschießen keine Elfmeter – aber es war der Holländer Robben, der sich den Ball nahm ...“ „The Independent“ (London): „Abramowitsch macht seinen großen Traum wahr – Jubel für den russischen Milliardär, dessen riesiges Investment sich unter aufregenden Umständen endlich auszahlt.“ „Marca“ (Madrid): „Der Fluch des FC Bayern geht weiter. Der Meister kann daheim nicht gewinnen. Es mag sein, dass man sich nicht in das Spiel des Chelsea verlieben kann, aber der FC Bayern hat viel dazu beigetragen, dass er das Finale verloren hat. „Tuttosport“ (Turin): „ChelseaDi Matteo über alles! Drogba erledigt die Bayern.“ „Le Monde“ (Paris): „Ein heldenhafter Drogba sichert Chelsea den Sieg.“ „Basler Zeitung“: „Chelsea am Ziel seiner Träume – Held Drogba. Für die Bayern wird es schwer werden, diese Pleite zu verkraften... National sind die Münchner längst nur noch die Nummer zwei hinter Dortmund, und eine derartige Chance wie gestern gegen Chelsea wird nie mehr kommen.“ „Kronen Zeitung“ (Wien): „München in Trauer! Das steckt Wenn die Worte „Am Boden zerstört“ je eine Bedeutung hatten, dann gelten sie für die Bayern-Spieler nach der Niederlage im Champions-League-Finale. Foto: dpa in den Köpfen drin, bleibt hängen. Eventuell auch bei der EURO, wo Deutschland auf acht Spieler der Bayern setzt? Teamchef Löw wird in nächster Zeit viel Seelenmassage bei diesen Spielern betreiben müssen.“ „New York Times“: „Bayern beendet die Saison ohne Titel – das Champions-League-Finale FC Bayern unterliegt Chelsea London 4:5 nach Elfmeterschießen ist ohne jede Frage der bitterste Geschmack von allen.“ tut unglaublich weh“, sagte der mit Limonen-Creme-fraiche kein erklären. Der Autokorso war be- dann muss man auch gewinnen.“ „Expressen“ (Stockholm): Bayern München emp56-Jährige. Statt Jubelstimmung bisschen entschädigen. Als Tor- reits organisiert, die Siegesfeier Sechs Mal zuvor hatte es in „Chelsea war erst Barcelona und findet das 4:5 nach herrschte bei den „Vize-Bayern“ be- schütze Didier Drogba um 23.26 auf dem Rathausbalkon geplant dieser Champions-League-Saison dann Bayern unterlegen, konnte Elfmeterschießen im trübte Stille, nachdem das „Finale Uhr auch noch den entscheiden- – die Münchner Innenstadt aber zu Hause geklappt. „Wir hatten aber beide Giganten knacken. Champions-League-Finale dahoam“ zum „Drama dahoam“ den Elfmeter zu Chelseas erstem war gestern wie ausgestorben. schon eine Hand am Pokal“, saggeworden war. Champions-League-Titel verwanRummenigge hatte schon auf te Manuel Neuer. Robben, der wie gegen Chelsea London Der Vorstandschef sprach Basti- delt hatte, war Hoeneß‘ Lebenst- dem Weg zum Bankett „eine un- im entscheidenden Spiel um die als bitterste Niederlage in an Schweinsteiger und Arjen Rob- raum zerplatzt (siehe untenstehen- glaubliche Trauer gesehen. Die Fans Meisterschaft vom Elfmeterpunkt seiner Geschichte. Finale in der Statistik ben aus der Seele. „Heute ist einer des Interview). Seine Mannschaft, waren niedergeschlagen. Das alles, versagte, suchte bis in die Nacht dieser Abende, wo man sagt, man sein Stadion – aber nicht sein Pokal. die Wut, wird bei uns erst morgen Trost bei Ehefrau Bernadien – wurBayern: Neuer – Lahm, TiMünchen (dapd) ● Karl-Heinz Rum- wäre besser daheimgeblieben und früh, wenn wir aufwachen, zum de offiziell aber ohnehin nicht als moschtschuk, Boateng, Conmenigge zögerte die undankbare hätte das nicht erlebt“, sagte der Tragen kommen“, sagte er. Spieler, Sündenbock abgestempelt. „Wenn tento – Kroos, Schweinsteiger – Aufgabe lange hinaus, irgendwann 56-Jährige, der genauso ratlos wirk- „Wir hatten schon eine Funktionäre und Ehemalige wie es so ausgemacht ist, schießt er Robben, Müller (87. van Buyten), Ribéry (96. Olic) – Gomez aber musste er in den sauren Apfel te wie der Rest der bayrischen Garde. Hand am Pokal“ Oliver Kahn und Lothar Matthä- eben“, sagte Hoeneß. Neuer fügte beißen. Es war 2.15 Uhr am SonnDie Chance, im eigenen Stadion us wirkten aber so, als könne es hinzu: „Wir wissen, dass wir alle Chelsea: Cech – Bosingwa, Catagmorgen, als Bayern Münchens Champions-League-Geschichte zu Zum zweiten Mal binnen drei schlimmer gar nicht mehr werden. zusammen gescheitert sind.“ hill, David Luiz, Cole – Mikel, LamVorstandschef im noblen Münch- schreiben, hat der deutsche Rekord- Spielzeiten – 2010 hatte es ein Statt des historischen SieLahm versuchte noch in der pard – Kalou (84. Torres), Mata, ner Postpalast widerwillig das meister leichtsinnig verspielt, auch 0:2 gegen Inter Mailand gegeben ges bleibt eine Saison ohne Titel. Nacht, auch „alle zusammen“ wieder Bertrand (73. Malouda) – Drogba Schiedsrichter: Proença (PortuWort ergriff – und das 4:5 nach Elf- weil Robben und Schweinsteiger – hatten die Bayern im Endspiel Eine Chance, wie sie am Samstag- aufzubauen. Bis der letzte der rund meterschießen gegen den FC Chel- jeweils einen Elfmeter vergaben. das Nachsehen. Das späte Füh- abend gegen das Abwehrbollwerk 1 000 Gäste den Raum verlassen hatgal). Zuschauer: 62 500 (aussea (TV-Rekordquote für Sat.1: im „Das ist keine Niederlage, die man rungstor durch Thomas Müller aus London da war, werden die te, harrte der Kapitän aus. „Keine verkauft). Tore: 1:0 Müller (83.), Schnitt 16,77 Millionen Zuschauer) an einem Abend abstreift. Das ist (83.), Robbens verschossener Elf- Bayern wohl nicht mehr bekom- Angst, ich gehe noch lange nicht“, 1:1 Drogba (88.). endgültig zur bittersten Niederlage eine Niederlage, die einen verfol- meter in der Verlängerung und men. 35:9 Torschüsse, 20:1 Ecken. sagte er weit nach vier Uhr morgens Elfmeterschießen: 1:0 Lahm, Mata gehalten, 2:0 Gomez, 2:1 in der Geschichte von Bayern Mün- gen wird, weil es eine historische ein zwischenzeitlicher Puffer von „Und dann schaffen wir es nicht – das – denn er hat schon längst eine neue chen erklärte. Chance war“, sagte Sportdirektor 3:1 im Shoot-Out: Wie der haus- ist unglaublich“, schimpfte Hoeneß. Mission. „Wir sind alle in einem David Luiz, 3:1 Neuer, 3:2 Lampard, „Ich habe fast den Eindruck, Christian Nerlinger zerknirscht. hoch überlegene Rekordmeister Auch Kapitän Philipp Lahm – sehr guten Fußballalter. Und jetzt Olic gehalten, 3:3 Cole, Schweindass das heute noch schlimmer Nicht nur Schweinsteiger und das Spiel noch aus der Hand geben auf und neben dem Platz der beste sind wir noch hungriger.“ Wie hatte steiger verschossen, 3:4 Drogba. war, noch brutaler, noch über- Robben, sondern auch Präsident Uli konnte, konnte sich in der lauen Bayern-Spieler – sagte deut- Oliver Kahn einst nach dem Drama Gelb: Schweinsteiger / Cole, Daflüssiger als die Niederlage von Hoeneß konnten Filet vom Ober- Münchner Sommernacht auch lich: „Wenn man so überlegen gegen ManU formuliert? „Weiter, vid Luiz, Drogba, Torres 1999 gegen Manchester United. Es länder Rind und Lachs-Carpaccio Stunden nach Abpfiff niemand ist wie wir heute im Finale, immer weiter.“

Aus „Finale dahoam“ wird „Drama dahoam“

Das Drama im Spielfilm

„Über Leverkusen gelächelt ...“

Elfmeterschießen: Heynckes sucht verzweifelt Schützen

Hoeneß-Interview „Ich nehme das nicht so hin“

83. Minute: Endlich! Die Bayern belohnen sich für fast eineinhalb Stunden Anrennen durch Thomas Müllers Kopfball-Aufsetzer. Der Jubel ist riesig - für manche schon zu ausgelassen. 87. Minute: Trainer Jupp Heynckes will den Sieg absichern, bringt Daniel van Buyten für den völlig ausgepumpten Müller. 88. Minute: Juan Mata tritt Chelseas einzige Ecke vors Tor, Jerome Boateng klammert sich verzweifelt an Didier Drogba - und schiebt ihn in Richtung Ball. Drogba köpft mit brachialer Wucht, Manuel Neuer reißt die linke Hand hoch, kommt noch ran - doch es steht 1:1. Verlängerung: 93. Minute: Drogba foult Franck Ribéry - im Strafraum. Strafstoß. 95. Minute: Dortmund reloaded: Robben scheitert mit seinem nach rechts unten getretenen Elfmeter an Petr Cech. 108. Minute: Olic taucht völlig frei vor Cech auf - legt quer, statt

Chelseas Didier Drogba feiert ausgelassen mit den Fans.

selbst zu schießen. Van Buyten verpasst um Haaresbreite. 112. Minute: Robben spielt Philipp Lahm frei, der findet Gomez - doch Gary Cahill drückt sein Gesicht noch in den Schussversuch. 121. Minute: Der Vorhang fällt nach dem zweiten Akt.

Elfmeterschießen: Heynckes sucht verzweifelt Schützen. Müller redet auf Anatolij Timoschtschuk ein, der schüttelt immer wieder den Kopf. Auch Robben will nicht mehr. Neuer erklärt sich bereit, den dritten zu schießen. Doch wer beginnt? David Alaba ist ja gesperrt. Philipp Lahm wird sich seiner Verantwortung als Kapitän bewusst, er macht‘s. Ein letztes Mal sind die Bayern mit Fortuna im Bunde: Das Los entscheidet, dass sie auf „ihre“ Südkurve schießen dürfen. Bastian Schweinsteiger ist der letzte Schütze, wie im Halbfinale in Madrid. Kurzer Anlauf, er verzögert, zielt - Innenpfosten. Schweinsteiger ist sofort klar, was das bedeutet, er zieht sich das Trikot über den Kopf. Neuer versucht, Chelseas letzten Schützen Drogba mit seinen Hampeleien zu verunsichern - vergeblich: 3:4. Präsident Uli Hoeneß schaut, als hätte Chelsea gerade sein Festgeldkonto geplündert. (SID)

Frage: Wie schlimm fühlt sich diese Niederlage an? Uli Hoeneß: Grausam. Es ist Wahnsinn. Dreimal hatten wir die Chance, das Spiel für uns zu entscheiden. Wir hatten es eigentlich immer unter Kontrolle. Chelsea hat doch keine Torchance gehabt. Frage: Wie schlimm ist es, gegen eine Mannschaft zu verlieren, die so wenig macht? Hoeneß: Das ist ein Riesenproblem, daß du es nicht fassen kannst. Man fühlt sich eigentlich gar nicht als Verlierer, weil beim Elfmeterschießen auch viel Glück dabei ist. Über 120 Minuten konnte man ja nicht das Gefühl haben, dass wir die schlechtere Mannschaft waren. Frage: Haben Sie generell Sorge, dass man nach so einer Saison nächstes Jahr ein Problem kriegt aufzustehen? Hoeneß: Man darf an so einem Abend keine positiven oder ne-

Entgeisterte Miene: Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Foto: dapd

gativen Prognosen anstellen. Das muss man einfach mal setzen lassen, dann in Ruhe analysieren und danach ein Ergebnis ausgeben. Frage: Ist das eine Niederlage, die tiefer steckt, die nicht so leicht abzuschütteln ist? Hoeneß: Schwer zu sagen. Ein gewisses Problem ist, dass wir drei Titel nicht gewonnen haben. Wir

haben immer über Leverkusen gelächelt, jetzt sind wir in einer ähnlichen Situation. Frage: Sie sagten, Sie wollen alles in Ruhe analysieren und dann zu einem Ergebnis kommen... Hoeneß: ...das muss ja der Vorstand entscheiden. Ich werde meine Meinung sagen. Wir werden die Saison analysieren und zu einem Ergebnis kommen. Auf die Dauer habe ich keine Lust, immer Platz zwei zu belegen. Das ist kein Zustand, den ich akzeptieren kann. Wir können nicht sagen, alles ist in Ordnung, wenn wir dreimal Zweiter sind. Ich bin nicht derjenige, der das so hinnimmt. Einmal kann das passieren, aber zweimal, dreimal ... Frage: Es ist das zweite titellose Jahr nacheinander. Hoeneß: Ach, wir müssen aufpassen. Wir dürfen uns auch nicht zu sehr unter Druck setzen. Wir sprechen von einem guten Jahr und keinem katastrophalen Jahr.

14 Sport HSV verzichtet auf Modelle von Investoren

Montag, 21. Mai 2012

Relegationsspiel in Düsseldorf: Prozess-Marathon droht Fußball DFB-Sportgericht will heute um 15 Uhr die Entscheidung zum Protest der Berliner Hertha fällen (SID/dpa) ● Die Profis im Standby-Modus statt am Ballermann und jede Menge neuer Zündstoff vor der ersten Entscheidung über die Wiederholung des Chaos-Spiels: Wenn das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) heute um 15 Uhr sein Urteil über den Protest von Hertha BSC gegen die Wertung des Relegationsrückspiels bei Fortuna Düsseldorf (2:2) bekannt gibt, dann ist das letzte Wort wohl längst noch nicht gesprochen. Gut zwei Wochen nach dem Ende der regulären PunktspielSaison geht die Angst vor einem Prozess-Marathon um. Beide SeiFrankfurt/Main

● Hamburg (SID) Der klamme Hamburger SV hofft zur Finanzierung von Spielertransfers zukünftig auf MillionenEngagements privater Sponsoren, setzt aber nicht mehr auf Investoren-Modelle wie mit dem Unternehmer Klaus-Michael Kühne. Carl-Edgar Jarchow, Vorstandsvorsitzender des Fußball-Bundesligisten, gab den Fans gestern ein entsprechendes Ehrenwort. „Investorenmodelle wollen wir nicht, die streben wir nicht an“, sagte der 57-Jährige. Dennoch werde es auch in Zukunft Transfers geben, nach denen der Klub nicht die hundertprozentigen Rechte an Spielern halten wird. „Das ist im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Jarchow. Der HSV will nach der enttäuschend verlaufenen Saison seinen Kader deutlich verstärken und hat bereits Torwart René Adler (Bayer Leverkusen) und Stürmer Artjoms Rudnevs (Lech Posen) verpflichtet. Den Finanzen an der Elbe sind allerdings enge Grenzen gesetzt. Der HSV wird das laufende Geschäftsjahr wohl mit einem erneuten Minus von etwa sechs Millionen Euro abschließen. Der millionenschwere Logistikunternehmer Kühne hatte 2010 12,5 Millionen Euro in den Klub investiert und sich dafür 33 Prozent der jeweiligen Transferwerte an Heiko Westermann, Dennis Diekmeier, Dennis Aogo, Marcell Jansen, Paolo Guerrero und Lennard Sowah gesichert. Später kam es zu heftigen Diskussionen und FanProtesten, weil sich Kühne entgegen der Abmachung in die Transferpolitik des Klubs eingemischt und Spieler kritisiert hatte. Das soll in Zukunft ausgeschlossen werden.

Fußball

Der Lette Rudnevs (r.) hat beim HSV unterschrieben. Foto: dapd

ten haben theoretisch die Möglichkeit, in zweiter Instanz das DFBBundesgericht anzurufen. Danach könnte das DFB-Schiedsgericht folgen. Selbst der Internationale Sportgerichtshof CAS könnte theoretisch noch eine Rolle in der Auseinandersetzung spielen. Nachdem am vergangenen Freitag nach knapp siebenstündiger Verhandlung der Urteilsspruch auf morgen vertagt worden war, goss Düsseldorfs Finanzvorstand Paul Jäger zusätzlich Öl ins Feuer. „Nachdem, was ich in der Verhandlung gehört habe, hätte ich an Herthas Stelle den Ball sehr, sehr flach gehalten. Wären wir

in der Situation gewesen, hätten wir keinen Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt. Im Gegenteil: Wir hätten uns einfach nur geschämt für das, was nach Abpfiff passiert ist“, sagte Jäger der „Bild am Sonntag“. Der 53-Jährige spielte damit auf die Zeugenaussage von Schiedsrichter Wolfgang Stark („Das war eine Hetzjagd“) an. Der FIFA-Referee hatte vor dem Sportgericht von einer Attacke von Hertha-Profi Lewan Kobiaschwili und wüsten Beschimpfungen weiterer Berliner Spieler gegen seine Person berichtet. Kobiaschwili habe ihn sogar geschlagen. Nach der Strafanzeige

von Stark droht dem 34-jährigen Georgier nun das Karriereende. Bei Tätlichkeiten gegen Schiedsrichter sind Sperren von sechs Monaten bis zwei Jahren vorgesehen. Hertha hatte einen Tag nach der Verhandlung um Entschuldigung für das Fehlverhalten einiger Profis gebeten. „Insbesondere auch bei den Schiedsrichtern. Trotz der enormen Anspannung und Belastung für unsere Spieler kann Hertha BSC solche Verfehlungen nicht akzeptieren“, teilte der Klub mit. Stark hat Kobiaschwili inzwischen wegen Körperverletzung angezeigt. Zudem ermittelt der DFB-Kontrollausschuss gegen Tho-

mas Kraft, Christian Lell, Andre Mijatovic und Kobiaschwili sowie gegen Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz. Dass das Urteil eine immense Tragweite in puncto Fankultur haben wird, weiß auch Hertha-Anwalt Christoph Schickhardt. „Es sollte davon ein Signal ausgehen, bevor es irgendwann Tote gibt. Es geht darum, den Spielbetrieb vor Verrohung, Anarchie und Gewalt zu sichern“, sagte Schickhardt. In seinem Plädoyer hatte er wegen der chaotischen Umstände „mit historischen Maßstäben“ ein Wiederholungsspiel gefordert: „Dazu bedarf es keines Blutvergießens.“

Die Streichkandidaten mucken auf Fußball-Nationalmannschaft Im südfranzösischen Trainingslager tobt Kampf um letzte EM-Tickets Am 29. Mai muss Bundestrainer Joachim Löw seinen endgültigen EM-Kader benennen. Aus dem vorläufigen 27-köpfigen Aufgebot müssen bis zu diesem Tag noch drei Feldspieler und ein Torwart gestrichen werden. (SID) ● Die Deadline rückt immer näher, die Streichkandidaten werden vor dem Tag der Wahrheit immer selbstbewusster: „Ich geben in jedem Training Vollgas und werde alles dafür tun, um im endgültigen Kader zu stehen“, sagt Ilkay Gündogan (21). Der Doublegewinner von Borussia Dortmund war bei der Nominierung des vorläufigen EM-Kaders der deutschen Nationalmannschaft ebenso überraschend dabei wie der Schalker Shootingstar Julian Draxler (18), der nach nur rund einer Woche beim DFB-Team leise seine Ansprüche anmeldet. „Der Bundestrainer hat mir bestätigt, dass ich körperlich voll auf der Höhe bin“, sagt Draxler: „Ich hätte in den ersten Einheiten einen guten Eindruck gemacht und soll so weitermachen. Natürlich kämpfe ich jetzt um meine Chance.“ Sowohl Gündogan als auch Draxler wissen, dass sie am 29. Mai, wenn Bundestrainer Joachim Löw bei der UEFA seinen endgültigen Kader benennen muss, zu den am meisten gehandelten Streichkandidaten zählen. Drei Feldspielern und einem Torwart aus dem vorläufigen 27-köpfigen Aufgebot muss

Löw dann mitteilen, dass sie am 4. Juni nicht mit nach Danzig fliegen. „Das wird eine schwere Entscheidung, weil alle ihre Sache sehr gut machen. Wir müssen aber an den Erfolg der Mannschaft denken, da bleibt für Gefühle kein Platz. Aber es tut immer weh, wenn man einen Spieler nach Hause schicken muss“, sagt Löw, der nach eigener Aussage noch keine Vorauswahl getroffen hat.

Neben Gündogan und Draxler stehen auch die Zwillinge Sven (Dortmund) und Lars Bender (23/ Leverkusen) auf der Kippe. Bangen um seine EM-Fahrkarte muss auch noch Marcel Schmelzer. „Ich werde jedes Training dafür nutzen, dass ich meine Form halten kann und dann beim endgültigen 23er-Kader dabei bin“, sagt der BVBVerteidiger, der natürlich darauf hofft, dass DFB-Kapitän Philipp

Lahm von Bayern München auch bei der Nationalmannschaft auf der rechten Seite spielt: „Dann möchte ich meine Chance selbstverständlich nutzen.“ Eine Überraschung könnte es sogar noch im Angriff geben. Nachdem Löw verraten hat, dass er sich den künftigen Dortmunder Marco Reus auch gut in der Rolle des Stoßstürmers vorstellen kann, darf sich auch der Stuttgar-

Svensson 1, Gustafsson 1. Zuschauer: 10 250

20. HSG Düsseldorf

SG Achim/Baden - DHK Flensborg 28:30 SV Brandenburg-West - TSV Altenholz 27:25 TS Großburgwedel - SV Henstedt-Ulzburg 24:35 HSV Insel Usedom - SV Beckdorf 35:17 SC Magdeburg II - VfL Fredenbeck 37:32 Oranienburger HC - Stralsunder HV 27:28 Reinickendorfer Füchse II - HSV Hannover 31:30 HF Springe - HSG Tarp/Wanderup 28:30 1. Henstedt-Ulzburg 30 1027:828 50:10 2. HF Springe 30 911:778 49: 11 3. Tarp/Wanderup 30 1064:935 47: 13 4. TSV Altenholz 30 900:810 40: 20 5. HSV Hannover 30 908:856 37: 23 6. TS Großburgwedel 30 837:834 33: 27 7. Reinickendorfer Füchse II 30 877:875 32: 28 8. SC Magdeburg II 30 863:862 30: 30 9. Stralsunder HV 30 781:809 27: 33 10. HSV Insel Usedom 30 846:892 27: 33 11. VfL Fredenbeck 30 905:931 25: 35 12. Oranienburger HC 30 856:909 25: 35 13. SV Beckdorf 30 908:998 21: 39 14. DHK Flensborg 30 867:952 16:44 15. SG Achim/Baden 30 796:917 12:48 16. Brandenburg-West 30 779:939 9:51

chien 3:04,309 Min.; 2. Deutschland (Marcus Groß/Berlin, Norman Bröckl/Berlin, Max Hoff/ Essen, Tim Wieskötter/Potsdam) 3:04,365; 3. Dänemark 3:05,689; Canadier-Einer: 1. Mark Oldershaw (Kanada) 4:08,873 Min.; 2. Sebastian Brendel (Potsdam) 4:10,057; ...5. Ronald Verch (Potsdam) 4:14,597; Canadier-Zweier: 1. Kurt Kuschela/Peter Kretschmer (Potsdam) 3:47,706 Min.; 2. Tomasz Wylenzek/Stefan Holtz (Essen/Leipzig) 3:47,750 Damen, 200 m, Kajak-Einer: 1. Marta Walczykiewicz (Polen) 42,609 Sek.; 2. Karolina Naja (Polen) 43,497; ...12. Sabine Volz (Mannheim) 44,472 (B-Finale); 14. Nicole Reinhardt (Lampertheim) 44,696 500 m, Kajak-Einer: 1. Henriette Engel Hansen (Dänemark) 2:00,024 Min.; 2. Janic Spela Ponomarenko (Slowenien) 2.00,068; 3. Nicole Reinhardt (Lampertheim) 2:00,376 Kajak-Zweier: 1. Franziska Weber/Tina Dietze (Potsdam/Leipzig) 1:48,516 Min.; 2. Carolin Leonhardt/Katrin Wagner-Augustin/ (Mannheim/Potsdam) 1:49,632; Kajak-Vierer: 1. Deutschland (Carolin Leonhardt/Mannheim, Franziska Weber/Potsdam, Katrin WagnerAugustin/Potsdam, Tina Dietze/Leipzig) 1:39,573 Min.; 2. Russland 1:41,937

Kanu

Leichtathletik

Weltcup-Regatta in Posen Olympische Disziplinen; Herren, 200 m, Kajak-Einer: 1. Edward McKeever (Großbritannien) 36,926 Sek.; 2. Saúl Craviotto (Spanien) 37,002; 4. Ronald Rauhe (Potsdam) 37,498; ...11. Tom Liebscher (Dresden) 37,982 (B Finale); Kajak-Zweier: 1. Arnaud Hybois/ Sébastien Jouve (Frankreich) 33,432 Sek.; 2. Liam Heath/Jonathan Schofield (Großbritannien) 33,820; ...5. Ronald Rauhe/Jonas Ems (Potsdam/Essen) 33,936; Canadier-Einer: 1. Andrej Krajtor (Aserbaidschan) 42,097 Sek.; 2. Iwan Styl (Russland) 42,365; 3. Juri Tscheban (Ukraine) 42,669; ...13. Stefan Kiraj (Potsdam) 43,940 (B-Finale); 1000 m, Kajak-Einer: 1. René Holten Poulsen (Dänemark) 3:42,545 Min.; 2. Erik Veraas Larsen (Norwegen) 3:42,677; ...5. Max Hoff (Essen) 3:44,665; 23. Robert Gleinert (Berlin) 3:56,739 (C-Finale); Kajak-Zweier: 1. Martin Hollstein/Andreas Ihle (Neubrandenburg/ Magdeburg) 3:21,330 Min.; 2. Javier Hernanz/ Diego Cosgaya (Spanien) 3:21,782; ...11. Torben Fröse/Kostja Stroinski (Essen/Berlin) 3:31,982 (B-Finale); Kajak-Vierer: 1. Tsche-

Diamond League in Shanghai Männer, 100 m: 1. Asafa Powell (Jamaika) 10,02 Sek. (- 0,4 m/s); 2. Michael Rodgers (USA) 10,08; 800 m: 1. Leonard Kirwa Kosencha (Kenia) 1:46,04 Min.; 2. Timothy Kitum (Kenia) 1:46,20; 5000 m: 1. Hagos Gebrhiwet (Äthiopien) 13:11,00 Min. WJB; 2. Thomas Pkemei Longosiwa (Kenia) 13:11,73; 110 m Hürden: 1. Liu Xiang (China) 12,97 Sek. WJB (+ 0,4 m/s); 2. David Oliver (USA) 13,13; 400 m Hürden: 1. Angelo Taylor (USA) 48,98 Sek.; 2. Justin Gaymon (USA) 49,07; Dreisprung: 1. Phillips Idowu (Großbritannien) 17,24 m; 2. Will Claye (USA) 17,12; Stabhochsprung: 1. Yang Yansheng (China) 5,65 m; 2. Björn Otto (Uerdingen) 5,65; 3. Malte Mohr (Wattenscheid) 5,55; ...6. Hendrik Gruber (Leverkusen) 5,45; Kugelstoß: 1. Reese Hoffa (USA) 20,98 m; 2. Dylan Armstrong (Kanada) 20,93; Speerwurf: 1. Vitezslav Vesely (Tschechien) 85,40 m; 2. Matthias de Zordo (Saarbrücken) 81,62 Frauen, 200 m: 1. Veronica Campbell-Brown (Jamaika) 22,50 Sek. (+ 2,8 m/s); 2. Carmelita Jeter (USA) 22,62; 400 m: 1. Novlene WilliamsMills (Jamaika) 50,00 Sek.; 2. Amantle Montsho

(Botswana) 50,83; 1500 m: 1. Genzebe Dibaba (Äthiopien) 3:57,77 Min. WJB; 2. Abeba Aregawi (Äthiopien) 3:59,23; ...Jana Hartmann (Dortmund) ausgeschieden; 3000 m Hindernis: 1. Milcah Chemos (Kenia) 9:15,81 Min. WJB; 2. Sofia Assefa (Äthiopien) 9:16,83; Hochsprung: 1. Chaunte Lowe (USA) 1,92 m; 2. Zheng Xingjuan (China) 1,92; Weitsprung: 1. Janay DeLoach (USA) 6,73 m; 2. Blessing Okagbare (Nigeria) 6,64; Diskuswurf: 1. Sandra Perkovic (Kroatien) 64,89 m; 2. Stephanie Brown-Trafton (USA) 64,20; ...8. Sabine Rumpf (Selters/Taunus) 56,36 Werfer-Meeting in Halle Männer, Kugelstoßen: 1. David Storl (Chemnitz) 21,13 m, 2. Tomasz Majewski (Polen) 21,12, 3. Justin Rodhe (Kanada) 20,79, 4. Ralf Bartels (Neubrandenburg) 20,30; Diskus: 1. Robert Harting (Berlin) 70,31 m, 2. Piotr Malachowski (Polen) 68,94, 3. Lawrence Okoye (Großbritannien) 68,24; Hammerwurf: 1. Pawel Fajdek (Polen) 76,65 m, 2. Markus Esser (Leverkusen) 75,68, 3. Marcel Lomnicky (Slowakei) 75,65; Speerwurf: 1. Mark Frank (Rostock) 80,63 m, 2. Curtis Moss (Kanada) 79,27, 3. Pawel Rakoczy (Polen) 79,22 Frauen, Kugelstoßen: 1. Gong Lijiao (China) 19,84, 2. Nadine Kleinert (Magedburg) 19,51, 3. Christina Schwanitz (LV Erzgebirge) 18,59; Diskus: 1. Nadine Müller (Halle/Saale) 66,68 m, 2. Zaneta Glanc (Polen) 65,34, 3. Li Yangfen (China) 65,09; Hammerwurf: 1. Zhang Wenxiu (China) 74,90 m, 2. Anita Wlodarczyk (Polen) 74,88, 3. Joanna Fiodorow (Polen) 71,04; Speerwurf: 1. Christina Obergföll (Offenburg) 63,91, 2. Katharina Molitor (Leverkusen) 62,52, 3. Kathryn Mitchell (Australien) 60,22

Gegen eigenen Verein gewettet ● Essen/Köln (SID) Verdacht auf Spielmanipulation und Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses, aber Dementi der drei betroffenen Spieler des Fußball-Regionalligisten Rot-Weiss Essen: Das Trio Dirk Jasmund, Güngör Kaya und Kevin Lehmann vom Traditionsklub und Ex-Bundesligisten RWE hat zwar eine Sportwette gegen den eigenen Verein eingestanden, sich aber zugleich von einer Einflussnahme auf den Spielverlauf distanziert. „Wir möchten direkt betonen, dass wir uns in keiner Form an einer Spiel- oder Wettmanipulation beteiligt haben“, hieß es in einer mit dem Verein abgestimmten Stellungnahme und Entschuldigung. Der Vorstandsvorsitzende von Rot-Weiss, Michael Welling: „Das fühlt sich an, als wenn man vor der Hochzeitsnacht erfährt, dass die eigene Frau kurz vorher fremdgegangen ist.“ Der DFB war darüber informiert worden, dass drei Akteure des Vereins anlässlich des Heimspiels am 5. Mai 2012 gegen Borussia Dortmund II (Endstand 0:4) gegen ihren Verein gewettet hatten. Der Kontrollausschuss hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Akteure wurden vom Klub offenbar mit sofortiger Wirkung freigestellt. Welling: „Diese Aktion war ein richtiger Schlag in die Fresse. Wir werden keinen vorverurteilen, aber das Vertrauen ist natürlich beschädigt.“

Fußball

Tourrettes

Fußball Aktuell CAPELLO: Der ehemalige englische Nationalcoach Fabio Capello hat nicht die Absicht, künftig Champions-League-Sieger FC Chelsea zu trainieren. Dies bekräftigte der Italiener am Rande des Finales in München. FRAUEN: Die weltbeste Frauen-

Höwedes (l.) und Gündogan gestern in einem Trainingsduell.

Liga, die Womens Professional League (WPS) in den USA, ist Geschichte. Nachdem die Spielserie bereits in der aktuellen Saison aus wirtschaftlichen Gründen Foto: dpa pausierte, ist es nicht gelungen, wie geplant eine von acht auf ter Cacau seiner Rolle als dritter fünf Mannschaften reduzierte Stürmer hinter Miroslav Klose Liga auf die Beine zu stellen. und Mario Gomez nicht mehr zu sicher sein. SKIBBE: Michael Skibbe kehrt in Spannend wird auch, wer die Türkei zurück und wird Traihinter Manuel Neuer als Torwart ner beim Fußball-Erstligisten Nummer 2 und 3 mit zur EM fährt. Kardemir Karabükspor. Das teilte Hinter dem Bayern-Keeper kämp- der Tabellenzwölfte der verganfen Tim Wiese (30), Ron-Robert genen Saison auf seiner InternetZieler (23) und Marc-André ter Ste- seite mit. Der 46-jährige Skibbe gen (20) um die beiden Positionen erhält laut Vereinsangaben einen Zweijahresvertrag. dahinter.

Namen & Zahlen Basketball Meisterschaftsrunde Playoff (Best of 5), Halbfinale, 1. Spieltag: Brose Baskets Bamberg – Artland Dragons 103:70 (55:37); ratiopharm Ulm – Würzburg Baskets 77:65 (39:33)

Eishockey Weltmeisterschaft in Schweden/Finnland Halbfinale: Russland – Finnland 6:2 (2:1, 2:0, 2:1); Slowakei – Tschechien 3:1 (1:0, 0:1, 2:0); Spiel um Platz 3: Finnland – Tschechien 2:3 (1:3, 0:0, 1:0)

Handball EHF-Pokal, Finale, Hinspiel Dünkirchen HB – Göppingen

26:26 (13:15)

1. Bundesliga Balingen-W. – Füchse Berlin 21:26 (11:15) Tore für Balingen-Weilstetten: Wilke 5/4, Herth 4, Gutbrod 3, Schlinger 3, Alvanos 2, Ilitsch 2, Bürkle 1, Häfner 1. Füchse Berlin: Nincevic 5/2, Jaszka 4, Pewnow 4, Christophersen 3, Petersson 3, Bult 2/1, Romero 2, Heinevetter 1, Löffler 1, Sellin 1. Zuschauer: 2320 Großwallstadt – Hildesheim 35:20 (17:12) Tore für TV Großwallstadt: Spatz 9/8, Kneer 5, Holst 4, Köhrmann 4, Eisenträger 3, Larsson 3, Schäpsmeier 3, Kaufmann 2, Tiedtke 1, Weinhold 1. Eintracht Hildesheim: Jahns 6/4, Quist 5, Ivakno 3, Nikolow 3, Behnke 1, Hoffmann 1, Tzimourtos 1. Zuschauer: 3070 Bergischer HC – Hüttenberg 28:25 (11:10) Tore für Bergischer HC: Wöss 8/1, Reinarz 5/2, Knudsen 4, Böhm 3, Karason 2, Nippes 2, Klev 1, Oelze 1, Pekeler 1, Weiß 1 TV Hüttenberg: Gerlich 7/5, Billek 4, Fernandes 3, Pausch 3, Schneider 2/1, Stefan Lex 2, Weber 2, Andreas Lex 1, Laudt 1. Zuschauer: 2601 HSG Wetzlar – HSV Hamburg 26:28 (9:13) Tore für HSG Wetzlar: Harmandic 7/7, Kristjansson 5, Schmidt 4, Fäth 3, Valo 2, Friedrich 1/1, Jungwirth 1, Mraz 1, Müller 1, Salzer 1. HSV Hamburg: Lindberg 11/5, Vori 5, Duvnjak 3, Jansen 2, Lijewski 2, Vugrinec 2, Guillaume Gille 1, Hens 1, Lackovic 1. Zuschauer: 3812 THW Kiel – TuS N-Lübbecke 27:24 (12:11) Tore für Kiel: Jicha 7/6, Lundström 4, Palmarsson 4, Reichmann 3, Ahlm 2, Sprenger 2, Zeitz 2, Andersson 1, Ilic 1/1, Klein 1. N-Lübbecke: Kristian Svensson 4, Tluczynski 4/4, Just 3, Løke 3, Remer 3, Schröder 3, Vukovic 2, Daniel

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18.

THW Kiel SG Flensburg Füchse Berlin HSV Hamburg Rh.-Neckar Löwen SC Magdeburg TBV Lemgo Fr. Auf Göppingen MT Melsungen VfL Gummersbach TuS N-Lübbecke Hannover-Burgd. Großwallstadt HBW Balingen HSG Wetzlar Bergischer HC TV Hüttenberg E. Hildesheim

32 1033:756 64: 0 32 994:855 53: 11 32 952:825 50: 14 33 1016:907 49: 17 32 982:899 44: 20 33 956:908 39: 27 32 931:920 36: 28 32 844:856 32: 32 32 891:931 29: 35 31 918:979 27: 35 32 878:894 26: 38 31 887:942 24: 38 32 804:872 24: 40 32 802:887 22: 42 32 800:843 19: 45 32 871:976 17:47 32 830:944 17:47 32 818:1013 4:60

Bundesliga, Frauen Meisterschaftsrunde, Finale, Rückspiel/ Hinspiel: *Thüringer HC – Buxtehuder SV 28:26 (13:11)/25:26 * deutscher Meister 2. Bundesliga TUSEM Essen - TSV GWD Minden 29:25 Hamm-Westfalen - HG Saarlouis 32:28 TV Emsdetten - ThSV Eisenach 25:24 Empor Rostock - Post Schwerin 27:20 TV Neuhausen - 1. VfL Potsdam 40:25 DHC Rheinland - Bad Schwartau 27:26 TV Bittenfeld - DHfK Leipzig 25:29 HC Erlangen - Nordhorn-Lingen 26:25 HSG Düsseldorf - TV Korschenbroich 30:28 1. TSV GWD Minden 36 1130:959 55:17 2. TUSEM Essen 36 988:917 51:21 3. TV Neuhausen 36 1051:990 46:26 4. HC Erlangen 36 906:852 43: 29 5. DHfK Leipzig 36 1038:102743: 29 6. ThSV Eisenach 36 1007:956 41: 31 7. TV Emsdetten 36 1003:987 41: 31 8. Hamm-Westfalen 36 1042:961 40: 32 9. Nordhorn-Lingen 36 1043:102038: 34 10. SG Bietigheim 36 1086:111236: 36 11. Lu.-Friesenheim 36 967:997 34: 38 12. Bad Schwartau 36 1017:102833: 39 13. TV Bittenfeld 36 1021:104633: 39 14. HG Saarlouis 36 1059:109033: 39 15. Post Schwerin 36 967:100533: 39 16. DHC Rheinland 36 935:973 27: 45 17. Empor Rostock 36 1005:109226:46 18. 1. VfL Potsdam 36 1012:109925:47 19. TV Korschenbroich 36 1043:110223:49

36 911:101819:53

3. Liga Nord Männer

Motorsport Deutsches Tourenwagen-Masters Brands Hatch/London, 3. Lauf (97 Runden à 1,929 km = 187,113 km): 1. Gary Paffett (England) – AMG-Mercedes C-Coupé 1:10:01,585 Std.; 2. Bruno Spengler (Kanada) – BMW M3 + 5,065 Sek.; 3. Mike Rockenfeller (Altnau/Schweiz) – Audi A5 + 5,579; 4. Martin Tomczyk (Basel/ Schweiz) – BMW M3 + 5,997; 5. Mattias Ekström (Schweden) – Audi A5 + 22,416; 6. Christian Vietoris (Gönnersdorf) – AMG-Mercedes C-Coupé + 23,195; ...16. Dirk Werner (Würzburg) – BMW M3 + 1 Runde; 19. Ralf Schumacher (Salzburg/ Österreich) – AMG Mercedes C-Coupé + 1 Runde Fahrer-Wertung, nach 3 von 10 Läufen: 1. Paffett 68 Pkt.; 2. Spengler 43; 3. Ekström 35 Motorrad-WM Grand OPrix von Frankreich/Le Mans 2012 –

Rennen Moto3 (4. von 17 Läufen): 1. Louis Rossi (Frankreich/FTR Honda) 49:12,390 Min.; 2. Alberto Moncayo (Spanien/Kalex KTM) +27,348; 3. Alex Rins (Spanien/Suter Honda) +28,899; ... 6. Sandro Cortese (Berkheim/KTM) +45,312; 11. Jonas Folger (Schwindegg/Ioda); 12. Marcel Schrötter (Pflugdorf/Mahindra); 13. Kevin Hanus (Nürnberg/Honda) alle +1 Rd.; Stand nach 4 von 17 Rennen: 1. Sandro Cortese (Berkheim) 67 Pkt.; 2. Maverick Viñales (Spanien) 55; 3. Luis Salom (Spanien) 49; ...22. Jonas Folger (Schwindegg) 5; 25. Marcel Schrötter (Pflugdorf) 4; 27. Kevin Hanus (Nürnberg) 3. Moto2 (26 Runden à 4,185 km/108,81 km): 1. Thomas Lüthi (Schweiz) Honda 50:02,816 Min. (Schnitt: 130,449 km/h); 2. Claudio Corti (Italien) Honda + 6,354 Sek.; ...; 8. Max Neukirchner (Stollberg) Honda + 28,117; Stand nach 4 von 17 Rennen: 1. Pol Espargaro (Spanien) Honda 71 Pkt.; 2. Marc Márquez (Spanien) Honda 70; 3. Thomas Lüthi (Schweiz) Honda 68; ...18. Max Neukirchner (Stollberg) Honda 8 MotoGP (28 Runden à 4,185 km/117,18 km): 1. Jorge Lorenzo (Spanien) Yamaha 49:39,743 Min. (Schnitt: 141,571 km/h); 2. Valentino Rossi (Italien) Ducati + 9,905 Sek.; 3. Casey Stoner (Australien) Honda + 11,298; ... 5. Stefan Bradl (Zahling) Honda + 32,477; WM-Stand nach 4 von 18 Rennen: 1. Jorge Lorenzo (Spanien) Yamaha 90 Pkt.; 2. Casey Stoner (Australien) Honda 82; 3. Dani Pedrosa (Spanien) Honda 65; ...7. Stefan Bradl (Zahling) Honda 35

Niermann (Hannover) – Rabobank + 44:04

Schach Weltmeisterschaft in Moskau Boris Gelfand (Israel) – Viswanathan Anand (Indien) 1:0, Stand nach sieben von zwölf Partien: 4:3 Gelfand

Tennis WTA-Turnier in Rom (2,17 Mio. Dollar/Sand) Halbfinale: Na Li (China/8) – Serena Williams (USA) kampflos; Maria Scharapowa (Russland/2) – Angelique Kerber (Kiel/12) 6:3, 6:4 Finale: Scharapowa – Na Li 4:6 6:4 7:6(5)

Wasserball Meisterschaftsrunde Halbfinale (Best of 3), 2. Spieltag *WF Spandau 04 Berlin – Bayer Uerdingen 13:4 (Stand: 2:0); *ASC Duisburg – SG W98/ Waspo Hannover 12:6 (Stand: 2:0) * im Finale: ASC Duisburg und WF Spandau 04 Berlin: in der Runde um Platz 3: SG W98/ Waspo Hannover und Bayer Uerdingen Abstiegsrunde (Best of 5) 2. Runde, 2. Spieltag: WU Magdeburg – SGW Köln 10:4; Duisburg 98 – SpVg Laatzen 10:7 3. Spieltag: *WU Magdeburg – SGW Köln 15:4 (Stand: 3:0); Duisburg 98 – SpVg Laatzen * weiter in der Bundesliga: WU Magdeburg; Absteiger: SGW Köln

Radsport

Wasserspringen

Giro d‘Italia 14. Etappe, Cherasco – Cervinia (206 km): 1. Andrey Amador Bikkazakova (Costa Rica) – Movistar 5:33:36 Std.; 2. Jan Barta (Tschechien) – NetApp gleiche Zeit; 3. Alessandro de Marchi (Italien) – Androni Giocattoli + 0:02 Min.; ...74. Grischa Niermann (Hannover) – Rabobank + 12:58; 15. Etappe, Arsizio – Lecco/Piani dei Resinelli (169 km): 1. Matteo Rabottini (Italien) – Farnese Vini – Selle Italia 5:15:30 Std.; 2. Joaquin Rodriguez (Spanien) – Katusha gleiche Zeit; 3. Alberto Losada (Spanien) – Katusha + 0:23 Min.; ...102. Grischa Niermann (Hannover) – Rabobank + 26:49; Gesamtwertung, nach der 15. Etappe: 1. Joaquin Rodriguez (Spanien) – Katusha 65:11:07 Std.; 2. Ryder Hesjedal (Kanada) – GarminBarracuda + 0:30 Min.; 3. Ivan Basso (Italien) – Liquigas-Cannondale + 1:22; ...50. Grischa

Europameisterschaft in Eindhoven Männer, Synchronspringen 3 m: 1. Jewgeni Kusnezow/Ilja Sacharow (Russland) 445,92 Pkt.; 2. Patrick Hausding/Stephan Feck (Berlin/Leipzig) 433,68; Synchronspringen 10 m: 1. Patrick Hausding/Sascha Klein (Berlin/ Riesa) 463,05 Pkt.; 2. Ilja Sacharow/Viktor Minibajew (Russland) 458,07 Frauen, Kunstspringen 1 m: 1. Anna Lindberg (Schweden) 301,35 Pkt.; 2. Tania Cagnotto (Italien) 281,30; ...6. Katja Dieckow (Halle/ Saale) 254,70; Frauen, Kunstspringen 3 m: 1. Anna Lindberg (Schweden) 342,75 Pkt.; 2. Uschi Freitag (Aachen) 321,40; ... 6. Nora Subschinski (Berlin) 298,20; Drei-MeterSynchron: 1. Italien (Francesca Dallapé, Tania Cagnotto) 325,50 Pkt.; 2. Ukraine (Anna Pysmenska, Olena Fedorowa) 302,10; 3. Deutschland (Katja Dieckow/Halle, Uschi Freitag/ Aachen) 296,70

Sport 15

Montag, 21. Mai 2012

Russland gewinnt Eishockey-WM Eishockey ● Helsinki (dpa).

Russland hat das Finale der 76. Eishockey-Weltmeisterschaft 6:2 (1:1, 3:0, 2:1) gegen die Slowakei gewonnen und sich zum ersten Mal seit 2009 den Titel gesichert. In der Neuauflage des Finales von 2002, bei dem die Slowaken ihre bislang einzige Goldmedaille errangen, war die „Sbornaja“ auf dem Weg zu ihrer 26. Goldmedaille die klar stärkere Mannschaft. Nach dem enttäuschenden zehnten Platz bei der Heim-WM im Vorjahr können die Slowaken aber dennoch mit Silber zufrieden sein. Zuvor hatten die Tschechen Co-Gastgeber Finnland im Spiel um Platz drei 3:2 (3:1, 0:0, 0:1) geschlagen. Nur 66 Sekunden waren gespielt, als Zdeno Chara die Slowaken überraschend in Führung schoss. Erst zur Hälfte des ersten Drittels versenkte dann Alexander Sjomin (10.) eine der ersten Chancen im slowakischen Tor. Nach einer knappen halben Stunde ging dem Außenseiter dann die Puste aus: Alexander Pereschogin (26.), Alexej Tereschenko (34.) und erneut Sjomin (36.) versetzten den Slowaken schwere Schläge, Pawel Datsjuk (44.) machte schließlich alles klar.

Kohlschreiber und Kerber jubeln Tennis ● Düsseldorf (dapd) Titel-

verteidiger Deutschland ist mit einem leichten Sieg von Philipp Kohlschreiber in den World Team Cup in Düsseldorf gestartet. Der Augsburger setzte sich gestern im ersten Einzel der Auftaktpartie gegen Russland in 53 Minuten mit 6:0, 6:2 gegen Alex Bogomolow Jr. durch und brachte den fünfmaligen Rekordsieger in der Blauen Gruppe der Mannschafts-Weltmeisterschaft mit 1:0 in Führung. Das zweite Einzel mit Florian Mayer und das abschließende Doppel werden am Montag gespielt. Derweil hat Angelique Kerber den nächster Meilenstein ihrer Karriere erreicht: Die Kielerin rangiert seit heute in den Top Ten. Als der Traum Wirklichkeit geworden war, ließ sie sich die Freude auch nicht vom Halbfinal-Aus in Rom gegen die Russin Maria Scharapowa verderben. „Natürlich hätte ich gerne das Finale erreicht, aber dennoch kann ich mit meiner Woche hier voll zufrieden sein“, meinte Kerber nach ihrer 3:6, 4:6-Niederlage gegen die Nummer zwei der Welt. Kurz darauf musste sie allerdings ihre Teilnahme am Turnier in Brüssel wegen Rückenbeschwerden absagen.

Deutsche Piloten mit Durchblick (dpa) Teamchef Lucio Cecchinello hüpfte wie ein kleiner Junge durch die Box, umarmte Stefan Bradl und ließ eine Sektfontäne über seinen Fahrer niedergehen. Im Dauerregen von Le Mans hatte der Zahlinger MotoGP-Pilot zuvor mit Platz fünf nicht nur sein bestes Ergebnis in der Königsklasse der MotorradWeltmeisterschaft eingefahren, sondern auch die optimistischsten Erwartungen seines Teams übererfüllt. Und das, nachdem er noch am Samstag bei einem übel aussehenden Sturz im Qualifying für eine Schrecksekunde bei allen Anhängern gesorgt hatte. Beim Sieg des neuen WM-Spitzenreiters Jorge Lorenzo (Spanien) blieb Bradl cool und abgezockt wie ein „alter Hase“. Im Hinterkopf bei seinem Husarenritt durch die Gischt von Le Mans dürfte er die tollen Auftritte der anderen deutschen Piloten gehabt haben: Sandro Cortese (Berkheim) baute in der Moto3 trotz Ausrutscher seine Führung im Gesamtklassement auf zwölf Punkte aus, Max Neukirchner landete trotz gebrochener Hand zum ersten Mal in dieser Moto2-Saison als Achter in den Punkten. Motorrad ● Le Man

70 Meter für Harting gleich 70 Kuchen für Zuschauer

Meldungen Erst Meisterschaft, dann Umbruch Handball ● - Bad Langensalza

Leichtathletik Wierig, Kleinert und Terlecki mit Olympia-Norm Der Werfertag in Halle hielt, was sich die Veranstalter und auch die Spitzen-Athleten von ihm versprochen hatten: Ideales Flugwetter und Top-Leistungen im Halbstundentakt. Das krönende Sahnehäubchen – nicht nur auf 70 Stück Kuchen „für lau“ – setzte Robert Harting. Von Janette Beck Halle ● In einem spannenden und

hochklassigen Diskus-Wettkampf, der eines Olympia-Finales würdig war, wurde Weltmeister Robert Harting von harter Konkurrenz derart gefordert, dass ihm im dritten Versuch „ein Riesending rausrutschte“: 70,31 Meter. Das war nicht nur der erste 70-Meter-Wurf seiner Karriere und 69 Zentimeter weiter als der alte Hausrekord, sondern auch eine Jahresweltbestweite, die Harting auf den goldenen Favoritenschild für Olympia hievt. „Einfach nur Wahnsinn“, lautete der erste Kommentar von Jürgen Schult, der noch immer im Besitz des zu DDR-Zeiten aufgestellten Weltrekordes ist (74,08). Doch dann trat der Bundestrainer sogleich auf die Euphorie-Bremse und hob mit Blick auf die fast ebenbürtigen Piotr Malachowski (Polen/68,94), Lawrence Okoye (Großbritannien/68,24 und Ehsan Hadadi (Iran/68,20) den mahnenden Zeigefinger: „Wenn ich die Konkurrenz hier sehe, dann

würde ich mir an Roberts Stelle echt Sorgen machen.“ Zum Glück war das „Enfant terrible“ der deutschen Leichtathletik, das gern auch mal außerhalb des Käfigs (verbal) attackiert, in diesem Moment nicht in Hörweite. Harting badete nämlich in der Menge und verteilte die im Überschwang seiner Freude über seinen ersten „Siebziger“ versprochenen 70 Stück Kuchen an die Zuschauer. Zuvor hatte der edle Spender allerdings schon wissen lassen: „Die 70 Meter bedeuten mir sehr viel, aber mein letzter Wurf hier war knapp an die 71 Meter, wie mir die Kampfrichter erzählten. Leider konnte ich ihn nicht im Ring halten. Technisch bin ich aktuell noch nicht stabil genug, aber ich bin ja auch erst seit kurzer Zeit schmerzfrei“, so Harting, der seit Monaten trotz Knie-OP gehandicapt ist.

„Es ist schon krass, wenn du mit knapp 66 Metern nur Siebter wirst“ SCM-Diskuswerfer Martin Wierig

Im wahrsten Sinne im Schatten des 2-Meter-Hünen stand Martin Wierig. Die „akzeptablen“ 65,93 Meter und das erneute Erreichen der Olympianorm des Magdeburgers gingen regelrecht unter. Dennoch hatte der 24-Jährige keinen Grund zu schmollen: „Ich bin zufrieden, aber es ist schon krass, wenn du mit knapp 66 Metern nur Siebter wirst. Das hätte ich vorher nie für möglich gehalten.“

Ihle kehrt an Hollsteins Seite in Erfolgsspur zurück

Bei den Diskuswerferinnen sorgte Vize-Weltmeisterin Nadine Müller nicht nur optisch für das Glanzlicht. Die blonde Lokalmadadorin konnte mit ansprechenden 66,68 Metern beweisen, dass die Pleite von Wiesbaden eine Woche zuvor (59,66) nur ein einmaliger Ausrutscher war. Die Magdeburgerin Heike Koderisch scheiterte mit 59,02 als Zehnte sowohl am Einzug ins Finale der besten Acht, als auch an ihrer eigenen Zielvorgabe – die EM-Norm von 60 Metern. Olympisch „normgerecht“ waren dagegen neben Kugelstoß-Sieger David Storl (21,13 Meter) auch zwei SCM-Leichtathletinnen. Doch die Freude darüber fiel bei Nadine Kleinert und Josephine Terlecki unterschiedlich aus. Letzterer fiel nach 18,52 Metern und Rang vier im Kugelstoßen „ein Riesenstein vom Herzen. Zum einen, weil ich nach dem verpatzten Auftakt in Doha das zweite Mal die Norm geknackt habe. Zum anderen, weil ich meinen Rang als drittbeste Deutsche untermauern konnte“. Derartige Ansprüche gelten für Kleinert, 2009 in Berlin Vizeweltmeisterin mit 20,20 Meter, verständlicherweise nicht. Sie wollte zum dritten Mal in Folge in Halle gewinnen. Doch die Chinesin Gong Lijiao zog der 36-Jährigen einen Strich durch die Rechnung, lag mit 19,84 m vor der Magdeburgerin. „Aber 19,51 sind ja auch nicht so schlecht, zumal ich mich nicht so richtig frisch gefühlt habe und unverständlicherweise meine Ner- Ein Wurf, ein Schrei, 70,31 Meter: Robert Harting bejubelt beim Werfertag in Halle seinen Vorstoß in eine neue Dimension. vosität nicht im Griff hatte.“ Foto: dapd

Göppingen schafft mit Remis eine gute Basis

(dpa) Die Handball-Frauen des Thüringer HC haben wie im Vorjahr den deutschen Meistertitel gewonnen. Ein mehr erzieltes Tor gab in zwei Spielen gegen den Buxtehuder SV den Ausschlag. Der Titelträger steht nun vor einem Umbruch.

Derbysieg geht an Nisse Lüneburg Springreiten ● Hamburg (SID) Nisse Lüneburg hat erstmals in seiner Laufbahn das deutsche Spring-Derby in Hamburg-Klein Flottbek gewonnen. Der Holsteiner aus Uetersen blieb seinem Wallach Calle Cool im Stechen fehlerfrei und siegte vor Torben Köhlbrandt aus Ibbenbüren. Gewinner des deutschen DressurDerbys ist Hubertus Schmidt.

Rodriguez holt Rosa Trikot zurück Radsport ● Lecco (SID) Der Itali-

ener Matteo Rabottini (Farnese) gewann nach einer beeindruckenden Solofahrt die 15. Etappe des Giro d‘Italia vor dem zeitgleichen Spanier Joaquin Rodriguez (Team Katjuscha), der sich das Rosa Trikot des Gesamtführenden zurückholte. Die 14. Etappe beendete Andrey Amador (Costa Rica/Movistar Team) als Erster.

Sport im TV 9.30 Uhr, Eurosport: SchwimmEM, 1. Wettkampftag (Vorläufe) 17.00 Uhr, Eurosport: Schwimm-EM (Finalläufe)

Paffett feiert mit Mercedes seinen zweiten Saisonsieg

Kanu-Weltcup Magdeburger löst Olympia-Ticket Handball Hamburg sichert sich Liga-Platz vier

DTM Führung im Gesamtklassement ausgebaut

Von Janette Beck

Brands Hatch

Ihle war sichtlich erleichtert, dass er die VorGeschusslorbeeren (trotz konnt ist eben gekonnt: Andreas Ihle hat beim verpatzter nationaler QuaWeltcup der Rennkanulifikation hatte der DKV Hollstein/Ihle für Posen ten im polnischen Posen, gesetzt) zurückzahlen der ersten internationalen Andreas konnte: „Die nationalen Qualifikation für die Olym- Ihle pischen Spiele in London, Sichtungen waren für mich wie erhofft in die Erfolgsspur zu- persönlich ja nicht optimal gelaurückgefunden. Gemeinsam mit sei- fen, da habe ich schon etwas in den nem eingespielten Partner Martin Seilen gehangen und gebangt, was Hollstein und viel Routine feierte passiert. Aber die Option des Zweider lange Zeit an einer Schulterver- ers mit Martin ist das Beste, was letzung laborierende Olympiasie- mir passieren konnte. Das Boot ger aus Magdeburg einen Sieg im läuft einfach, und wir haben uns Kajak-Zweier über 1000 m und löste durchgesetzt. Der Sieg war wichtig, damit das Olympia-Ticket. ich hoffe, dass es nun keine DiskusZudem gab es über die olympi- sionen mehr gibt und wir bis Lonschen Strecken weitere drei Siege, don gut weiterarbeiten können.“ vier zweite Plätze und einen dritten Die vakanten Olympia-Tickets Rang für die Asse des Deutschen haben auch die Vize-WeltmeisKanuverbandes (DKV). „Mit dem terinnen Franziska Weber/Tina Ergebnis liegen wir – wenn wir Dietze mit ihrem Erfolg vor Katrin die doppelten Boote in den Finals Wagner-Augustin/Carolin Leonabziehen – mit sieben Medaillen hardt im Kajak-Zweier über 500 m genau in unserer Vorgabe, bei den gelöst. Sebastian Brendel genügte Goldmedaillen sogar darüber“, sag- dazu im Canadier-Einer über 1000 te Sportdirektor Jens Kahl. Meter ein zweiter Rang. Magdeburg/Posen



Leipzig (dpa) ● Frisch Auf Göppin-

gen hat im europäischen EHFPokal die Basis für die Titelverteidigung gelegt. Im Final-Hinspiel erkämpfte sich der HandballBundesligist am Samstag bei Dünkirchen HB in Frankreich ein 26:26 (15:13). Mit einem Sieg am Donnerstag in der heimischen EWS-Arena kann das Team von Trainer Velimir Petkovic den Cup gewinnen und der Bundesliga dadurch einen zusätzlichen vierten Startplatz im Europacup sichern. In der kommenden Saison werden EHF-Pokal und Europacup der Pokalsieger zusammengelegt. Im neuen EHF-Cup hat die Bundesliga dann nominell zwei Plätze. Durch das deutsche Duell zwischen Gummersbach und Flensburg-Handewitt – Hinspiel gestern: 33:34 (17:16) – im Pokalsiegerwettbewerb hat die „stärkste Liga der Welt“ bereits einen zusätzlichen Teilnehmer sicher. Die Göppinger lagen vor 2500 Zuschauern im ausverkauften Stades des Flandres schnell vorn.

Auch nach einer Viertelstunde führte man mit 8:6. Die Schwaben ließen den Gastgeber, der im Halbfinale den SC Magdeburg ausgeschaltet hatte, jedoch zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder ins Spiel kommen und mussten mit dem Remis zufrieden sein. Bester Göppinger Werfer war Momir Rnic mit sieben Treffern. Unterdessen kann sich Vorjahresmeister HSV Hamburg weiter Hoffnung auf die ChampionsLeague-Teilnahme machen. Die Hanseaten gewannen bei der abstiegsbedrohten HSG Wetzlar mit 28:26 (13:9), gaben aber einen AchtTore-Vorsprung (22:14/44. Minute) fast noch aus der Hand. Durch den Erfolg ist der HSV zwei Spieltage vor Schluss nicht mehr von Platz vier zu verdrängen und liefert sich nun ein Fernduell mit den Berlinern – die Füchse gewannen am Freitagabend mit 26:21 (15:11) bei der HBW Balingen-Weilstetten – um den dritten Rang und die direkte Qualifikation für die „Königsklasse“.

klar Chef im Ring. Ein per(dpa) ● Im fektes Rennen. Es hat keine Ziel fiel ihm Jenson Button um den Hals, in der BoxenChance für einen Angriff gasse jubelte seine Familie: gegeben.“ Ein perfektes Heimspiel für Auf der kürzesten StreGary Paffett. Der Brite feiercke im Rennkalender hatte gestern beim dritten Sai- Gary te sich ein vertrautes Bild sonlauf des Deutschen Tou- Paffet geboten: Paffett im Duell renwagen Masters (DTM) in mit Spengler. Nur diesBrands Hatch einen ungefährdeten mal in umgekehrter Reihenfolge. Start-Ziel-Sieg. Vor zwei Wochen am Lausitzring Der Testfahrer von Buttons For- hatte Spengler den ersten Sieg für mel-1-Team McLaren setzte sich im Rückkehrer BMW seit 20 Jahren Mercedes vor dem Kanadier Bru- herausgefahren. Paffett hatte den no Spengler im BMW durch. Der Kanadier vergeblich gejagt. Neuwieder Mike Rockenfeller beMercedes-Pilot Christian Vietolegte im Audi nach 98 Runden den ris aus Gönnersdorf war vom zweidritten Platz. Paffett, der auch das ten Startplatz bis auf den neunten Auftaktrennen am Hockenheim- durchgereicht worden, Vorjahresring gewonnen hatte, baute seine sieger Martin Tomczyk, am VorFührung im Gesamtklassement tag noch erbost über Rang fünf in damit auf 68 Punkte aus. der Qualifikation, konnte sich im „Ein Superstart in die Saison, Rennen immerhin um einen Platz wirklich unglaublich. Ich hoffe, verbessern. Viel schlechter lief es wir können das Tempo halten“, für Ralf Schumacher (Rang 19) und sagte Paffett. „Es wäre schön, wenn Timo Scheider. Der zweimalige wir diese Serie fortsetzen könnten“, DTM-Champion konnte das Renmeinte auch Mercedes-Motorsport- nen nicht einmal zu Ende fahren, chef Norbert Haug. „Gary war ganz gab nach 55 Runden entnervt auf.

Aufatmen in der Dynamo-Halle: WUM schafft den Klassenerhalt Wasserball Magdeburger bezwingen Absteiger Köln mit 10:4 und 15:4 / Hagiu: „Ich gratuliere meiner Mannschaft zu dieser Leistung“ Von Daniel Hübner Magdeburg ● Die Tore von Tom Hagendorf und Nils Wiese wurden gefeiert, Tim Richter wurde nach seinem Treffer von Tamas Kuncz freundlich umarmt, Vlad Hagiu von Holger Dammbrück am Ende ins Wasser geworfen: Nach zwei Siegen (10:4/2:1, 3:1, 2:0, 3:2 und 15:4/ 3:1, 3:1, 4:1, 5:1) in der heimischen Dynamo-Halle hat WasserballUnion Magdeburg (WUM) das Wochenende mit dem Klassenerhalt in der Bundesliga-Gruppe B beendet. Der Gegner, die SGW Köln, hatte sich zumindest in Magdeburg einem Abstiegskampf als nicht würdig erwiesen. Das mag in Köln, beim 12:11-Auf-

taktsieg in der „Best-of-Five“-Serie noch anders gewesen sein – die Partien am Sonnabend und gestern waren jedenfalls geprägt von der brachialen Überlegenheit der Gastgeber. „Ich gratuliere meiner Mannschaft zu der Leistung, sie hat sehr gut und mit viel Disziplin gespielt“, resümierte Hagiu gestern pitschnass das Wochenende. Es war auch völlig egal, wer nun im Wasser um Tore schwamm – Köln hatte den Hausherren nichts entgegenzusetzen und hatte deshalb sehr leichte, aber auch sehr schöne Treffer ermöglicht. Gerade im gestrigen Schlussviertel zelebrierten die Magdebur- Dimitri Papadileris schiebt nochmal an: Holger Dammbrück hat sich ger für ihr Publikum Ballstafetten Vlad Hagiu (r.) geschnappt zum Jubelsprung ins Wasser. Foto: Popova

und Tore. Da traf zum Beispiel Kuncz von der Mittellinie oder Butikaschwili aus der Nahdistanz, da wurden Konter ausgeschwommen und mit Übersicht vollendet. „Man hat auch Druck in einem Playdown. Aber meine Mannschaft hat das wirklich gut gespielt“, freute sich Hagiu. Mit dem Eindruck dieser Dominanz kam dann die Frage auf, wieso es die WUM überhaupt soweit kommen lassen musste. Hagiu fand dafür eine einfache Antwort: „Uns haben vier Tore zur Aufstiegsrelegation gefehlt“ zum Ende der Vorrunde in der Gruppe B. Gestern um 16.17 Uhr herrschte also allgemeines Aufatmen in der Dynamo-Halle. „Das war eine sehr

lange und schwierige Saison“, resümierte Hagiu und verwies im Rückblick auf Verletzungen und Krankheiten seiner Spieler. „Wir hatten so viele Probleme.“ Der Trainer holte dann das nach, was seine Spieler bereits bei der Mannschaftsaufstellung vor dem Anschwimmen erledigt hatten. Sie rollten ein Plakat aus, auf dem für jeden WUM-Fan zu lesen war: „Danke für die tolle Unterstützung.“ Fünf Monate wird es nun dauern bis zum Wiedersehen. Aber bis Ende Mai soll das Team der neuen Saison feststehen. WUM (beide Spiele): Böer/Schoder – Schlanstedt 6 Tore (insgesamt), Butikaschwili 6, Campianu 1, Stelzner 2, Bott, Kohnert, Dammbrück 2, Richter 1, Hagendorf 2, Kuncz 3, Wiese 2

16 Sport

Montag, 21. Mai 2012

Fußball in Zahlen Landesliga Nord MSV Börde – VfB Ottersleben 1:1 (0:0) Schiedsrichter: Müller (Stendal), Zuschauer: 145, Tore: :0:1 Berlin (79.), 1:1 Podehl (90+3.). Grün-Weiß Potzehne – Möringer SV 4:1 (2:0) Schiedsrichter: Menzel (Magdeburg), Zuschauer: 112, Tore: 1:0 Gase (31.), 2:0 Stolle (34.), 3:0 Krehl (47.), 4:0 Wäsche (75.), 4:1 Oelze (84. Eigemtor). TSG Calbe – Grün-Weiß Ilsenburg 4:1 (3:1) Schiedsrichter: Niemeier (Dessau-Rosslau), Zuschauer: 55, Tore: 0:1 Hentschel (7.), 1:1 Harms (19.), 2:1 Plantikow (26.), 3:1 Müller (30.), 4:1 Plantikow (51.). Schönebecker SV – Eintr-Mechau 0:5 (0:3) Schiedsrichter: Schinke (Plötzkau), Zuschauer: 55, Tore: 0:1 Kretzschmann (21.), 0:2 Schwan (25.), 0:3 Kretzschmann (33.), 0:4, 0:5 Förster (51., 61.). Schönebecker SC – FSV Barleben 0:0 Schiedsrichter: Schmidt (Jessen), Zuschauer: 86. Eintracht Salzwedel – SV Staßfurt 1:5 (1:4) Schiedsrichter: Oberdörfer (Dahlen), Zuschauer: 73, Tore: 0:1 Horstmann (5.), 0:2 Jesse (10.), 0:3 Kollmann (16.), 1:3 Radde (19.), 1:4 Müller (34.), 1:5 Kollmann (57.). Einheit Wernigerode – Halberstadt II 0:1 (0:1) Schiedsrichter: Streich (Wanzleben), Zuschauer: 199, Tor: 0:1 Reitzig (1.), Gelb-Rot: Günther – Wernigerode (55.). 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15.

Germ. Halberstadt II Schönebecker SC VfB Ottersleben SV 09 Staßfurt FSV Barleben Schönebecker SV TSG Calbe SW Bismark GW Potzehne MSV Börde Eintr. Mechau Einh. Wernigerode Möringer SV GW Ilsenburg Eintr. Salzwedel

26 25 26 25 25 25 25 25 25 26 25 25 25 25 25

89: 21 75: 20 47: 39 73: 54 48: 33 61: 54 43: 43 38: 28 40: 51 37: 40 34: 56 41: 53 38: 57 27: 70 25: 97

69 60 46 43 42 39 38 36 34 29 27 24 24 15 6

V. Uenglingen - Heide Letzlingen K. Wolmirstedt - FC Jübar/Bornsen RW Arneburg - Kreveser SV Sax. Tangermünde - VfB Klötze Germania Güsen - Germ. Tangerhütte BG Goldbeck - Burger BC SSV 80 Gardelegen - BW Neuenhofe Bor. Genthin - Conc. Rogätz 1. Burger BC 27 89: 21 2. BG Goldbeck 27 51: 25 3. V. Uenglingen 27 67: 36 4. Kreveser SV 27 55: 37 5. RW Arneburg 27 38: 33 6. Germ. Tangerhütte 27 60: 47 7. K. Wolmirstedt 27 48: 48 8. SSV 80 Gardelegen 27 49: 47 9. BW Neuenhofe 27 54: 47 10. Heide Letzlingen 27 30: 31 11. Germania Güsen 27 53: 60 12. Sax. Tangermünde 27 41: 40 13. Conc. Rogätz 27 39: 59 14. Bor. Genthin 27 44: 51 15. VfB Klötze 27 25: 94 16. FC Jübar/Bornsen 27 24: 91

1:3 4:2 0:1 5:0 1:3 2:4 3:1 4:1 70 54 51 47 44 43 40 36 35 34 33 31 31 29 18 17

FCM schließt Chaos-Spieljahr mit 1:1-Achtungserfolg ab Fußball-Regionalliga Wolf erzielt bei Hannover 96 II seinen ersten Saisontreffer / Kurth vergibt Foulelfmeter Von Uwe Tiedemann Hannover ● Am Sonnabend um 15.19 Uhr war es endlich geschafft. Da pfiff Schiedsrichter Hösel das letzte FCM-Regionalligaspiel bei Hannover 96 II (1:1) ab, das allen Beteiligten wie eine Erlösung vorkam. Die traurige Bilanz: Es war die schlechteste Saison der Club-Geschichte und hat für den Tabellenletzten nur deswegen nicht den eigentlichen fälligen Abstieg zur Folge, weil die Strukturreform greift und die Staffeln künftig von drei auf fünf erweitert werden. Zum Spiel: Der FCM bot beim bis dato Tabellenvierten eine couragierte Leistung, profitierte aber zugleich von einer schwachen Vorstellung der 96er. „Bei uns war die Luft raus“, räumte Ex-FCM-Stürmer und 96-Kapitän Lars Fuchs ein. Hätte der „knochenfreie“ 29-Jährige nach zwei Minuten die Führung erzielt („Den muss ich machen“), wäre die Partie vermutlich anders gelaufen. So aber boten die Gäste Paroli und gingen durch das erste Saisontor

von Wolf nach 61 Minuten sogar in Führung. Nach dem Ausgleich von Foelster – beide Treffer per Kopf – vergab der FCM in der Schlussphase die Riesenchance zum Sieg, als Kurth einen von Torwart Klonz an Becker verursachten Foulelfmeter (vorausgegangen war eine völlig missratene Rückgabe von Pläschke) an die Unterkante der Latte nagelte (82.). Für einen Magdeburger war das bedeutungslose Match in Hannover dennoch etwas Besonderes – für Interimstrainer Carsten Müller. Der 40-Jährige hatte in der Saison 2008/09 im Rahmen seiner FußballLehrer-Ausbildung vier Monate bei Hannover 96 hospitiert. Cheftrainer war damals Dieter Hecking, Assistent Dirk Bremser und der heutige U-23-Coach Valerien Ismael noch Spieler. „Ich hatte eine Super-Zeit in Hannover, war bei jeder Mannschaftssitzung dabei und empfinde noch immer Dankbarkeit, weil ich vieles mitgenommen habe damals und es für meine jet-

zige tägliche Arbeit gut gebrauchen kann“, blickte Müller zurück. Und zur Leistung der Elbestädter am Sonnabend: „Ich habe eine Magdeburger Mannschaft gesehen, die 90 Minuten gewillt war, sich ordentlich zu verabschieden.“ Auch zum Weggang von Mittelfeldakteur Tobias Becker, den es zu Hessen Kassel zieht, äußerte sich der Fußball-Lehrer: „Ich sehe darin auch eine Chance. Erstens gibt das Luft im Budget. Und zweitens ist es doch so, dass jemand, der hier zuletzt zwei Jahre lang viele Negativerlebnisse hatte, bei der ersten Niederlage im neuen Spieljahr sofort denkt: Jetzt geht der Mist schon wieder los ... Da ist es manchmal besser, wenn ein Neuer kommt.“ 96: Klonz - Wohlfahrt (60. Büchler), Gökdemir, Foelster, Wendel, Noto (60. Serrone), Merkens, Pläschke, Giesselmann, Beil, Fuchs FCM: Tischer - Austermann, Köhne, Friebertshäuser, Neumann, Butzen, Burdenski (78. Brendel), Kurth, Becker, Wolf (90. Deumelandt, Wright Schiedsrichter: Hösel (Rövershagen). Zuschauer: 820. Tore: 0:1 Wolf (61.), 1:1 Foelster (77.). Gelb: Klonz, Fuchs, Pläschke / Kurth, Friebertshäuser

MSV Börde II - SV Irxleben TuS MD-Neustadt - SV Seehausen/B. BW Niegripp - BW Gerwisch TSV Hadmersleben - A. Magdeburg SV Altenweddingen - Handwerk Magdeburg GW Kleinmühlingen Z. - U. Heyrothsberge RW Zerbst - Roter Stern Sudenburg Germ. Olvenstedt - Eintr. Gommern 1. SV Irxleben 27 91: 25 2. GW Kleinmühlingen Z. 27 61: 29 3. BW Gerwisch 27 69: 41 4. U. Heyrothsberge 27 62: 36 5. Eintr. Gommern 27 61: 49 6. TuS MD-Neustadt 27 43: 45 7. BW Niegripp 27 54: 66 8. TSV Hadmersleben 27 47: 75 9. Germ. Olvenstedt 27 65: 60 10. Roter Stern Sudenburg 27 44: 49 11. RW Zerbst 27 57: 67 12. Handwerk Magdeburg 27 42: 47 13. A. Magdeburg 27 49: 67 14. SV Altenweddingen 27 44: 58 15. SV Seehausen/B. 27 41: 60 16. MSV Börde II 27 23: 79

0:4 5:2 0:2 3:2 0:0 0:3 2:4 6:0 65 60 56 52 48 40 37 35 33 33 31 30 30 27 23 7

Landesklasse 3 ZLG Atzendorf - SV Baalberge Lok Aschersleben - SV Westerhausen E. Osterwieck - Schackstedter SV Stahl Thale - Germ. Wernigerode SG Bernburg - BW Biere Blankenburger FV - G. Gernrode A. Bernburg II - SC Heudeber Germ. Wulferstedt - Olympia Schlanstedt 1. Lok Aschersleben 27 73: 27 2. BW Biere 27 85: 35 3. SV Westerhausen 27 55: 21 4. Stahl Thale 27 61: 33 5. Olympia Schlanstedt 27 58: 41 6. A. Bernburg II 27 53: 44 7. Schackstedter SV 27 48: 31 8. SG Bernburg 27 48: 48 9. ZLG Atzendorf 27 47: 55 10. E. Osterwieck 27 52: 59 11. Germania Wulferstedt 27 43: 54 12. G. Gernrode 27 33: 58 13. Blankenburger FV 27 41: 55 14. SC Heudeber 27 27: 44 15. Germ. Wernigerode 27 25: 68 16. SV Baalberge 27 20: 96

7:0 4:1 1:5 7:0 0:6 4:0 5:1 2:1 58 57 55 49 49 44 41 37 35 31 31 29 28 28 24 10

Keine Chance für Matthias Tischer im Tor des FCM. Tobias Foelster (Zweiter v.r.) trifft per Kopf zum 1:1 für Hannover 96. Das Remis war Foto: B. Possiencke für den Club dennoch ein Achtungserfolg.

Fußball-Regionalliga Halberstadt unterliegt dem Berliner AK nach 0:0-Pausenstand noch mit 1:4 In Halberstadt ist am letzten Regionalliga-Spieltag Ernüchterung eingetreten. Das Saisonfinale ging am Sonnabend mit 1:4 (0:0) gegen den Berliner AK verloren. Der VfB Germania beendet seine Premierenserie damit als Drittletzter.

Lok Stendal – Halle-Ammendorf 1:1 (0:1) Stendal: Thomaschewski, Kiefel (53. Tadokoro), Erdmann, Gross, Gebauer, Strube, Kozik (53. Selo), Schubert, Aumann, Meinhardt (73. Lange), Spork. Ammendorf: Guth, Theile, Kominek, Koch, Beßler, Peters (63. Konxheli), Siegel, Keitel, Wirsing, Kamalla, Ratifo. Schiedsrichter: Naujoks (Magdeburg), Zuschauer: 109, Tore: 0:1 Kominek (37.), 1:1 Meinhardt (61. Foulelfmeter). Sangerhausen – RW Kemberg 3:0 (0:0) Sangerhausen: Schwab, Haselbacher, Rockstroh (80. Hetke), Töpfer, Predolyak, Trautmann, Y. Souleiman (88. H. Souleiman), Ibold, Triemke, Müller, Timpe. Kemberg: Zidlicky, S. Müller (80. Steiner), Smetak, Hillebrandt (46. Cerny), Liebmann, Hartmann, A. Müller, Fiala, Richter (83. Aurast), Elias, Hurab. Schiedsrichter: Wettin (Halle), Zuschauer: 78, Tore: 1:0 Trautmann (53. Foulelfmeter), 2:0 Ibold (65.), 3:0 Müller (71.). Oschersleben – Haldensleben 2:1 (0:1) Oschersleben: Switala, Buchholz (72. Voigt), Schmidt (58. Hoffmann), Zydorek, Klare, Schütze, Pohlmann, Backsmann, Binsker, Hering (63. Reiser), Rasch. Haldensleben: Hieronymus, Spahija, Werner, Prosovsky, Kreibich (55. Eggemann), Burgdorf, C. Madaus (61. Piele), Probst, Hahn, Girke, Zöger (74. Stach). Schiedsrichter: Wiezoreck (Halle), Zuschauer: 152, Tore: 0:1 Prosovsky (9.), 1:1 Klare (59.), 2:1 Rasch (90.). 1. FCM II – MSV 90 Preussen 0:3 (0:1) FCM: Sträter, Blume, Müller, Potyka, Karaszewski, Kalkutschke, Hennecke (73. Koch), Bartsch (63. Schock), Weiß (79. Ryschka), Instenberg, Falkenberg. Preussen: Ebeling, Loth, Mensch, Bimenyimana (79. Uffrecht), Appel, Kauffmann (84. Sommermeyer), Göres, Tietz, Röhl (82. Ginter), Benkel, Knöfler. Schiedsrichter: Wesemann (Arnstein), Zuschauer: 249, Tore: 0:1 Tietz (27.), 0:2 Röhl (71.), 0:3 Tietz (76.).

Der Halberstädter Alexander Kopp (r.) im Kopfballduell mit Berlins Paul van Humbeeck.

trugen ihre Konter schnell und flüssig vor. Symptomatisch für die Germania-Probleme in der Defensive war das erste Gegentor kurz nach Wiederanpfiff. Handke brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone, die folgende Hereingabe von Altiparmak beförderte er an Torwart Kischel vorbei ins eigene Tor. Das hatte etwas von Klamauk. Ohne Raumgewinn und Torraumsze-

nen ging dem VfB danach das Selbstbewusstsein verloren. Nach dem 0:2 des eingewechselten Akgün (68.) sorgte Beck mit seinem 15. Saisontreffer für zarte Hoffnung auf ein Remis (84.). Doch mit dem Anstoß stellte der BAK den alten Abstand wieder her. In der Nachspielzeit fing sich Halberstadt nach einem Konter auch noch den vierten Gegentreffer ein. Der sportliche Leiter Wolfgang

Foto: Florian Bortfeldt

Mohr zeigte sich enttäuscht: „Im tatsächlich einer von ihnen wird, letzten Saisonspiel sollte man sich entscheidet sich am Vormittag. anders präsentieren, erst recht, Halberstadt: Kischel - Kragl, Eckert, Handke da es für die meisten Spieler um (73. Fitkau), Krüger - Kopp (76. Moerck), Schubert, Beck, Georgi, Wijks, Scheidler deren Zukunft geht.“ Apropos Zukunft: Der VfB stellt Berliner AK: Haker - Osadchenko, Doymus, Lichte, Blazynski, Cakmak (74. heute den neuen Cheftrainer vor. Teichmann, Kruschke), Wemmer (64. Fardjad-Azad), GerEtliche Namen machten zuletzt lach, van Humbeek (64. Akgün), Altiparmak die Runde. Wolfgang Steinbach, Schiedsrichter: Heitmann (Diepholz). ZuHeiko Weber, Thomas Hoßmang, schauer: 230. Tore: 0:1 Handke (Eigentor, 47.), 0:2 Akgün (68.), 1:2 Beck (84.), 1:3 FardjadSteffen Baumgart, Andreas Zach- Azad (85.), 1:4 Altiparmak (90.+ 2). Gelb: - / huber sind einige davon. Ob es Osadchenko, Blazynski.

Hallescher FC II – TSV Völpke 4:1 (1:0) HFC: Weiß, Trojandt, Knaack (53. Rezac), Heyse (83. Schnelle), Weber, Gundlach, Wegner, Nüchtern, Dräger, Kamm Al-Azzawe, Trogrlic (46. Hovhannisyan). Völpke: Borgsdorf, Ilsmann, Heimrath, Bläsing, Durishti, Burger, Sacher, Leonardi (78. Herzberg), Bree, Grabau, Hasse. Schiedsrichter: Schipke (Leipzig), Zuschauer: 110, Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Wegner (11., 48., 57.), 3:1 Leonardi (60.), 4:1 Heyse (80.) 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15.

HFC II MSV Preussen Union Sandersdorf 1. FC Magdeburg II Ask. Bernburg Haldensleber SC Edelweiß Arnstedt Oscherslebener SC Romonta Amsdorf Halle-Ammendorf Lok Stendal VfB Sangerhausen TSV Völpke RW Kemberg Fortuna Magdeburg

25 25 25 25 25 26 25 25 25 25 25 25 26 24 25

67: 25 41: 25 53: 27 51: 26 41: 23 75: 29 47: 38 30: 43 34: 45 33: 38 36: 46 23: 57 37: 62 27: 60 27: 78

53 52 49 47 47 43 38 33 31 28 28 22 21 18 11

Nach Wolfsburger Schützenhilfe: HFC ist am Ziel seiner Träume

MFFC nach 1:0 auf Platz sechs Fußball ● Magdeburg (ewu) Frau-

en-Zweitligist Magdeburger FFC kam gestern im abschließenden Auswärtsspiel bei Schlusslicht Mellendorfer TV durch ein Tor von Anne Bartke (47.) zu einem 1:0 (0:0)-Erfolg und beendete die Saison als Tabellensechster. MFFC: Ravn - Rath, Roeloffs, Ernst, Weinbeer (58. Piatkowski) - Klemme (46. Schmiedchen), Mücke, Gabrowitsch, Träbert - Knipp (46. Bartke), Schuster Mellendorfer TV - Magdeburger FFC FFC Oldesloe - FSV Gütersloh BV Cloppenburg - Herforder SV Bor. USV Jena II - 1. FC Lübars Turbine Potsdam II - Werder Bremen SV Meppen - FCR Duisburg II 1. Turbine Potsdam II 22 77: 16 2. FSV Gütersloh 22 78: 15 3. BV Cloppenburg 22 58: 26 4. Herforder SV Bor. 22 62: 27 5. Werder Bremen 22 38: 37 6. Magdeburger FFC 22 29: 34 7. SV Meppen 22 32: 38 8. 1. FC Lübars 22 23: 42 9. USV Jena II 22 31: 35 10. FFC Oldesloe 22 24: 58 11. FCR Duisburg II 22 26: 47 12. Mellendorfer TV 22 19:122

Drei Spieltage vor dem Verbandsliga-Saisonende deutet sich ein Zweikampf zwischen dem Spitzenreiter, der U 23 des HFC und des Verfolgers, dem MSV Preussen Magdeburg, um den Landestitel an.

Fort. Magdeburg – Sandersdorf 0:3 (0:3) Magdeburg: Schubert, Lindner, Kreibe, Schönijahn (66. Müller), Wöge, Rappholz, Weiß (71. Doering), Helmecke, Lamprecht (62. Spieler), Baptist, Lohse. Union: Roßberger, Stelzl, Renner, Hempowicz (61. Schmidt), Lehmann, Gängel, Gugna, Fritzsch (57. Schädlich), Parthier, Große, Witt. Schiedsrichter: Felkel (Salzwedel), Zuschauer: 50, Tore: 0:1 Gugna (2.), 0:2, 0:3 Parthier (14., 30.).

Germania enttäuscht zum Saisonausklang

Von Florian Bortfeldt Halberstadt ● Halberstadt verspielte mit diesem Ergebnis eine bessere Abschlussplatzierung. Es war die vierte Niederlage in Serie und die neunte im eigenen Stadion. Seit dem Abschied von Trainer Andreas Petersen vor einem Monat hat die Mannschaft keinen Punkt mehr geholt. Vor der Minuskulisse von 260  Zuschauern präsentierten sich die Gastgeber viel zu unbeständig. In der ersten Halbzeit konnte dem VfB noch ein „Befriedigend“ bescheinigt werden, im weiteren Verlauf zeigte die Tagesform jedoch klar nach unten. Über 90 Minuten hatte Germania enorme Probleme bei der Ballannahme und -kontrolle. Daraus resultierten etliche Fehlpässe oder Ballverluste – so viele, wie es sie in dieser Saison selten zu sehen gab. Hinzu kam, dass die rechte Abwehrseite nicht ihren besten Tag erwischt hatte. In den ersten 45 Minuten waren Möglichkeiten da, Beck (5.), Kopp (20.), Scheidlers Lattentreffer (25.) sowie Georgi (38.), doch auch Berlin hatte einige gute Chancen zur Führung. Die Hauptstädter

Halle (wge) ●

Arnstedt – Romonta Amsdorf 4:2 (1:2) Arnstedt: Kansia, Mania (70. Cramer), T. Schmidt, Heißler, Bettels (84. Kolch), Großmann, Liegmann (62. Ströhl), Thiel, Freund, Eilfeld, Horlbog. Amsdorf: Höllriegel, M. Scheibe, Richter, Gründler, Eberhardt, Fengler, Czarnetzki, Jahn, Hernacki, Schlegel (81. Arlt), R. Scheibe (79. Teubel). Schiedsrichter: Deliagyris (Magdeburg), Zuschauer: 100, Tore: 0:1 Fengler (13.), 0:2 Czarnetzki (21.), 1:2, 2:2 Bettels (32., 48.), 3:2, 4:2 Cramer (79., 86.).

Landesklasse 1

Landesklasse 2

Verbandsliga: Preussen lauern

0:1 1:1 5:1 4:1 4:1 1:1 54 52 45 43 31 28 26 25 24 21 20 4

Regionalliga Nord Saalestädtern reicht 0:0 gegen RB Leipzig zum Aufstieg / Nach 20 Jahren wieder im bezahlten Fußball / Wagefeld: Sensation Halle (dpa/ut) ● Der Hallesche FC

hat den Aufstieg in die 3. FußballLiga perfekt gemacht. Im Saisonfinale der Regionalliga Nord reichte dem Team von Coach Sven Köhler am Samstag gegen RB Leipzig ein torloses Unentschieden, um nach zwanzigjähriger Abstinenz wieder in den bezahlten Fußball zurückzukehren. Holstein Kiel, der einzig noch verbliebene Rivale, verlor zeitgleich beim VfL Wolfsburg II mit 1:4 (0:3). Damit hat Halle in der Endabrechnung zwei Punkte Vorsprung auf die Norddeutschen. „Es ist eine Sensation, dass wir das geschafft haben“, sagte HFCKapitän Maik Wagefeld nach der obligatorischen Bierdusche. Auch Erfolgstrainer Köhler war nach dem Herzschlagfinale erleichtert: „Es war eine emotionale Saison. Sicher hat uns Kiel heute etwas

in die Karten gespielt, aber wir haben es am Ende verdient.“ Im ausverkauften ERDGASSportpark gaben die Gastgeber vor dem Seitenwechsel den Ton an. Sören Eismann traf in der 6. Minute die Latte, Toni Lindenhahn (2.) und Telmo Texeirarebelo (36./45.) verfehlten das gegnerische Gehäuse knapp. Die Sachsen tauchten erstmals in der 57. Minute gefährlich vor Keeper Darko Horvac auf, doch Daniel Frahn köpfte aus einem Meter Entfernung vorbei. Drei Tore (zwei vom HFC und eines von RB) wurden wegen Abseitsstellung nicht anerkannt. Kurz vor Spielschluss ging Leipzigs Trainer Peter Pacult zu seinem Kollegen Köhler, umarmte und gratulierte ihm. Leipzig hatte bereits vor dem Saisonfinale seine eigenen Aufstiegsambitionen begraben müssen.

Erst seit 2001 haben sich die Saalestädter wieder in der vierthöchsten Spielklasse etabliert, schafften 2008 die Qualifikation für die Regionalliga Nord. Im ersten Jahr wurde der Aufstieg erst am letzten Spieltag verpasst. Mit dem Sieg im Saisonfinale gegen Leipzig hat sich der HFC die Wiederholung dieses Szenarios erspart und kehrt wieder auf eine anspruchsvolle Fußballbühne zurück.

Ausgelassene Freude beim HFC nach dem Aufstieg. Foto: Picture Point

Den größten Erfolg feierte der HFC in der Saison 1990/91, als die Qualifikation für die 2. Bundesliga gelang. Dort stieg der Club jedoch sofort wieder ab. Durch Missmanagement geriet der Verein in eine

wirtschaftliche Schieflage. In der Saison 1994/95 stiegen die Hallenser mit nur drei Pluspunkten aus der 4. Liga in die Verbandsliga ab, der absolute Tiefpunkt in der Vereinsgeschichte.

VfL Wolfsburg II – Holstein Kiel 4:1 (3:0) Schiedsrichter: Petersen (Frankfurt). Zuschauer: 1495. Tore: 1:0 Polter (8.), 2:0 Fomitschow (27./Foulelfmeter), 3:0 Fomitschow (45.+1/Foulelfmeter), 3:1 Heider (69.), 4:1 Fomitschow (75.) Hallescher FC – RB Leipzig 0:0 Schiedsrichter: Zwayer (Berlin). Zuschauer: 14 003. Tore: Fehlanzeige SV Meppen – ZFC Meuselwitz 1:1 (0:0) Schiedsrichter: Glasmacher (Alsdorf). Zuschauer: 1266. Tore: 0:1 Gasch (74.), 1:1 GerdesWurpts (87.) Wilhelmshaven – Energie Cottbus II 4:2 (2:0) Schiedsrichter: Frömel (Ibbenbüren). Zu-

schauer: 700. Tore: 1:0 Karli (4.), 2:0 Celikyurt (7.), 3:0 Behrens (50.), 3:1 Kaiser (61.), 3:2 Grahl (65.), 4:2 Franziskus (71.). Gelb-Rote Karte: Yilmaz (Wilhelmshaven/86./wiederholtes Foulspiel) TSV Havelse – VFC Plauen 2:1 (1:0) Schiedsrichter: Wessel (Britz). Zuschauer: 425. Tore: 1:0 Smidt (39.), 1:1 Lietz (46.), 2:1 Beismann (52.). Bes. Vorkommnis: Posipal (TSV Havelse) scheitert mit Foulelfmeter an Birnbaum (29.) VfB Lübeck – Hertha BSC II 1:0 (0:0) Schiedsrichter: Schwermer (Magdeburg). Zuschauer: 1037. Tor: 1:0 Kadah (72.) 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18.

Hallescher FC Holstein Kiel RB Leipzig VfL Wolfsburg II TSV Havelse Hannover 96 II Berliner AK 07 Hamburger SV II ZFC Meuselwitz VFC Plauen VfB Lübeck SV Meppen SV Wilhelmshaven Hertha BSC II Energie Cottbus II Germ. Halberstadt FC St. Pauli II 1. FC Magdeburg

34 34 34 34 34 34 34 34 34 34 34 34 34 34 34 34 34 34

53: 15 73: 31 71: 30 52: 41 54: 46 47: 48 48: 47 56: 47 41: 52 46: 50 41: 47 38: 56 57: 64 38: 58 39: 65 45: 53 43: 72 23: 43

77 75 73 51 51 50 47 45 45 43 38 38 37 37 36 34 32 29

Gardelegener Kreisanzeiger

Montag, 21. Mai 2012

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Mühlentag mit altem Handwerk und Spinntreffen

Guten Morgen!

(dly) ● Auch in diesem Jahr lädt der Wassermühlen- und Heimatverein Wiepke für Pfingstmontag, 28. Juni, zu einem Familienfest ein. Es findet anlässlich des 20. Mühlentages in SachsenAnhalt statt. Los geht es auf dem Mühlenhof und dem benachbarten Areal um 10.30 Uhr. Auf dem Handwerkermarkt werden mehr als 30 verschiedene ländliche Gewerke zu sehen sein. In der alten Reichwaldschen Wassermühle wird Getreide geschrotet. Die IFA-Freunde aus Wiepke zeigen wieder alte Traktoren und Zugmaschinen. Angeboten werden zudem verschiedene Produkte aus der Region sowie diverse Speisen und Getränke. Ab 11 Uhr ist der FeuerwehrMusikzug Mieste zu hören, der erstmals beim Mühlentag dabei ist. Um 12 Uhr soll die offizielle Eröffnung stattfinden, an der Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs und Wiepkes Ortsbürgermeister Hartmut Arp teilnehmen. Zudem wird der Männerchor Engersen singen. Im Anschluss tritt eine Kindertanzgruppe aus Gardelegen auf. Um 13 Uhr beginnt das Märchenspiel „Rotkäppchen“ der Sachauer Laienspielgruppe. Ebenfalls um 13 Uhr beginnt das Altmärkische Spinntreffen. Um 14 Uhr hat die Kindertanzgruppe noch einmal einen Auftritt. Wiepke

Von Donald Lyko

Alle an die Vuvuzelas

D

ie Bundesliga ist vorbei, der DFB-Pokal vergeben und nun auch das Finale der Champions League Geschichte – so mancher Nicht-Fußballbegeisterte wird jetzt aufatmen und sich über die spielfreie Sommerpause freuen. Aber zu früh gefreut, denn wir haben ja das Jahr der Europameisterschaft. In nicht einmal drei Wochen geht es los mit der EM in Polen und der Ukraine. Zeit also, rechtzeitig die Restbestände der Sommermärchen-Fanartikel von 2006 aus dem Keller zu holen. Viele hatten sich ja auch 2008 für die EM und zwei Jahre später für die WM in Südafrika neu mit Dieter Gehling (rechts) war an seiner PZL 106 AR Kruk, einem 1978 in Polen gebauten Agrarflugzeug, ein begehrter Gesprächspartner für die technikinteressierten Besucher des Fähnchen fürs Auto, Überziehern Flugtages. Dieter Gehling war aus dem Münsterland nach Gardelegen gekommen. Fotos: Donald Lyko für die Außenspiegel, Aufklebern, und anderen Dinge ausgerüstet. Da fällt mir ein, irgendwo muss ja noch die Vuvuzela liegen. Die werde ich wieder zum Einsatz bringen, da erwacht das Kind im Manne. Fünftes Agrarfliegertreffen in Gardelegen zog an beiden Tagen zahlreiche Besucher an

Oldtimer der Lüfte faszinieren noch immer

Ferientage im Jugendklub Gardelegen (dly) ● Für die Pfingst-

ferien hat der Gardeleger Jugendklub Mood am Tannenweg (JFZGelände) ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Jeweils von 10 bis 19 Uhr ist von heute bis zum Donnerstag geöffnet. Heute soll gebastelt werden mit Gips, Salzteig, Filz und anderen Materialien. Für das Material sollten die Teilnehmer 0,50 Euro mitbringen. Motto für den morgigen Tag ist „Pimp-My-Fitnessraum“. Für Mittwoch, 23. Mai, ist ein Spieletag geplant, bei dem Brettspiele ebenso auf dem Programm stehen wie Kreisspiele. Ausklingen soll das Ferienangebot am Donnerstag, 24. Mai, mit einem Musiktag. Dabei haben die Kinder und Jugendlichen die Gelegenheit, Instrumente selbst herzustellen. Für den Abend ist ein Grillfest geplant. Auch dafür sollte Geld mitgebracht werden. Wer sich über die Ferien- und sonstigen Angebote informieren möchte, kann dies unter Telefon (0 39 07) 8 01 81, über Facebook oder per E-Mail: [email protected]

Lokalredaktion Welche Themen sollen wir aufgreifen? Rufen Sie uns heute von 11 bis 12 Uhr an.

Cornelia C li Ahlf Ahlfeld (0 39 07) 80 69 26



Tel.: (0 39 07) 80 69-20, Fax: -29 Rathausplatz 4, 39638 Gardelegen, [email protected] volksstimme.de Leitender Regionalredakteur: Marc Rath (mr, 0 39 31/6 38 99 25) Altmark-Reporter: Thomas Pusch (tp, 0 39 01/83 88 30) Gesamtredaktionsleitung Altmarkkreis Salzwedel: Heike Heinrich (hh, 0 39 01/83 88 14) Redaktion Gardelegen: Cornelia Ahlfeld (Leitung, cah, 0 39 07/80 69 26), Gesine Biermann (gb, -23), Donald Lyko (dly, -25) Anzeigen: Tel.: 01802-22 99 00* [email protected] Ticket-Hotline: Tel.: 01805 - 12 13 10** Service Punkt: Tourist-Information Gardelegen, Rathausplatz 1, 39638 Gardelegen (* € 0,06 / ** € 0,14 pro Anruf aus dem dt. Festnetz, max. € 0,42 /Min) Keine Zeitung im Briefkasten? Tel.: 01802-22 99 00* [email protected]

Der Fliegerklub Gardelegen war am Wochenende Gastgeber des fünften Agrarfliegertreffens. Von der Antonow AN-2, dem größten einmotorigen Doppeldecker der Welt, bis zu Modellflugzeugen gab es vieles zu sehen – und auch zum Mitfliegen. Von Donald Lyko Gardelegen ● Mit Pausen sah es für Dieter Gehling schlecht aus. Denn seine PZL 106 AR Kruk war immer umlagert. Viele der Gäste und auch Fliegerkollegen hatten jede Menge Fragen zu der 1978 in Polen gebauten Maschine, die als „fliegender Traktor“ bekannt ist. Das Interesse war auch deswegen so groß, weil dieses Flugzeug nicht oft zu sehen ist. Denn Dieter Gehlings PZL 106 ist nach eigenen Angaben das europaweit letzte fliegende Exemplar. Am Sonnabendmorgen waren Dieter Gehling und seine Frau Astrid von Stadtlohn im Münsterland mit Zwischenstation in Magdeburg – in beiden Städten gibt es Standorte von Gehlings Flugtechnik-Unternehmen – in die Altmark geflogen. „Wir sind zum ersten Mal hier in Gardelegen“, erzählte Astrid Gehling. Vor einigen Jahren sei das Paar schon einmal beim Agrarfliegertreffen in Kyritz gewesen. Gardelegen und Kyritz wechseln sich jährlich beim Ausrichten des Treffens historischer Flugtechnik ab. Derweil Astrid Gehling von einem Stuhl aus das Treiben auf dem Flugplatz beobachtete, lud ihr Mann Dieter Interessenten ein, sich einmal ins Cockpit zu setzen. Und schon standen mehrere Leute um die Maschine, machten Fotos und hörten den Berichten des Flugzeugbesitzers zu. Unter

Zu sehen gab es für die Besucher an beiden Tagen sehr viel – Modellflugzeuge ebenso wie die AN-2 (Hintergrund), den größten einmotorigen Doppeldecker der Welt.

Auch frühere Technik zum Beladen der Flieger wurde gezeigt.

Uwe Nadolny war am Sonnabend mit seinem Kiebitz-Doppeldecker aus Klein Mühlingen angereist.

anderem erzählte er, dass er sich die Ersatzteile aus verschiedenen Ländern der Welt besorgen musste, sogar aus den USA. So wie dem begeisterten Flieger aus Stadtlohn ging es am Sonnabend und Sonntag auch den anderen Männern, die mit ihren Flugzeugen nach Gardelegen gekommen waren. Ein sehr interessiertes und zum Teil sehr fachkundiges Publikum nutzte das Agrarfliegertreffen für detail-

lierte Gespräche. Zu den besonderen Attraktionen gehörte auch diesmal die legendäre AN-2. Den größten einmotorigen Doppeldecker der Welt durften die Besucher aber nicht nur anschauen, sondern sie konnten auch einchecken zum Rundflug. In vielen anderen Maschinen – Sportflugzeuge, Segelflugzeuge und Agrarflugzeuge standen bereit – war dies ebenfalls möglich. Das Angebot wurde gut genutzt, denn das Wetter bot gute

Voraussetzungen für Aufnahmen aus der Luft. Den meisten Gästen reichte aber das Zuschauen bei Starts und Landungen, bei Kunstflugvorführungen oder bei den Darbietungen der Modellflieger. Aus verschiedenen Regionen Deutschlands waren Modellflugsportler mit ihren Agrarflugzeugen im Maßstab 1:4 angereist. Viele der Akteure kennen sich seit Jahren, einige der einstigen Agrarflieger schon seit Jahr-

zehnten. Und so spricht sich herum, wann es wo wieder ein Treffen gibt. Auch Uwe Nadolny aus Klein Mühlingen, zwischen Schönebeck und Calbe/Saale gelegen, hatte von Freunden von der Veranstaltung in Gardelegen erfahren. Darum machte er am Sonnabend seine Maschine, ein Kiebitz-Doppeldecker, klar und flog in die Altmark. Etwa 40 Minuten war er unterwegs. „Ist eben ein Cabrio“, scherzte Uwe Nadolny beim Aussteigen aus dem offenen Flugzeug, das eben nicht so schnell wie andere Maschinen ist. Nicht schlecht staunten einige Besucher, als der Mitreisende auf dem vorderen Sitz zu sehen war: Münsterländer Jimmy. „Der hat keine Probleme mit dem Fliegen“, sagte der Pilot und nahm seinen Passagier an die Leine – weil auch auf ihn schon einige Bekannte warteten. Viele der Besucher hatten sich Stühle und Ferngläser mitgebracht, genossen bei Kaffee, Kuchen und Deftigem vom Grill die Stunden auf dem Flugplatz. Für den Fliegerklub Gardelegen war das zweitägige Treffen wieder eine gute Gelegenheit, sich, seinen Platz und die Möglichkeiten, einen Flugschein zu erwerben, vorzustellen. Und wer am Sonnabend oder Sonntag noch nicht den Mut hatte, selbst in einen Segler, einen Motorsegler, ein Motorflugzug und den Gyrocopter (ein Drehflügler, der in der Funktion einem Hubschrauber ähnelt) zu steigen, kann dies später gern nachholen. Denn der Verein bietet auch außerhalb von Veranstaltungen Rundflüge an. Dafür gibt es Gutscheine. „Das wird sehr gut angenommen“, sagt Vereinssprecher Claus Bolze-Ludwig. Die Gutscheine seien zeitlich unbegrenzt, „denn das Wetter muss ja passen, damit es für die Mitfliegenden ein richtig schönes Erlebnis wird.“

Meldungen Gesprächsabend mit Minister Dorgerloh Gardelegen (dly) ● Kultusminis-

ter Stephan Dorgerloh besucht am Donnerstag, 24. Mai, die evangelische Grundschule in Gardelegen. Anschließend nimmt er im Rathaussaal an einem öffentlichen Diskussionsabend ein, zu dem der SPDOrtsverein Gardelegen einlädt. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und beschäftigt sich mit dem Thema „Gemeinschaftsschule – Konzept und Finanzierung“. Die Gastgeber hoffen darauf, dass viele Kommunalpolitiker, Eltern, Lehrer und Schulleiter die Einladung annehmen, um miteinander und besonders mit dem Kultusminister ins Gespräch zu kommen.

Informationen zum Produktiven Lernen Gardelegen (dly) ● Am Mittwoch,

30. Mai, ab 19 Uhr findet in der Rosa-Luxemburg-Schule ein Informationsabend zum Projekt Produktives Lernen statt. Dabei geht es um ein Bildungsangebot für Schüler, deren Begabung eher im praktischen Bereich liegt. Sie sollen auf diesem alternativen Weg einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Schulabschluss erreichen. Möglich sein soll dies für jeden Schüler, der mindestens 14 Jahre alt ist und wenigstens sieben Schuljahre hinter sich hat. Zum Schuljahresanfang 2012/13 soll eine Klasse in Gardelegen mit dem Produktiven Lernen beginnen. Standort würde die Rosa-LuxemburgSchule sein.

Altes Backhaus des Lindstedter Gutes soll rekonstruiert werden Bauausschuss beschäftigt sich heute Abend mit Vorlage zur Kofinanzierung des Bauvorhabens / Entscheidung im Hauptausschuss (dly) ● Während seiner April-Sitzung hatte sich der Bauausschuss das Gutsareal in Lindstedt angeschaut. Dabei hatten Mitglieder des Fördervereins Historische Region Lindstedt auch ihr Vorhaben vorgestellt, das Spritzen-Back-Haus sanieren und rekonstruieren zu wollen. Das Gebäude war früher das Backhaus des Gutshofes, später Lindstedt

wurden dort die Fahrzeuge und Geräte der Lindstedter Feuerwehr untergestellt. Danach stand es lange leer, darum war auch nicht mehr in den Erhalt investiert worden. Zuletzt war geplant gewesen, das Gebäude abzureißen und dort Pkw-Stellplätze einzurichten. Statt Abriss plädiert der Förderverein Historische Region Lindstedt nun für die Rekonstruktion,

weil es zum historischen Ensemble des Gutes gehört. Die Arbeiten an diesem Seitengebäude sollen Bestandteil der Gesamtmaßnahme „Lindstedts neue Mitte“ sein. Dazu gehören auch die schon laufenden Arbeiten am Gutshaus (wir berichteten) sowie die Gestaltung des Gutsareals inklusive eines Nachbaus der mittelalterlichen Turmhügelburg.

Nach Vorstellungen des Vereins soll zunächst die Gebäudehülle saniert und später der Innenbereich gestaltet werden. Geplant ist, einen alten Backofen aufzubauen und eine Art Werkstatt einzurichten, die zum Beispiel von den Kindern der benachbarten Kita Entdeckerland genutzt werden können. Während seiner heutigen

Sitzung muss sich der Bauausschuss mit diesem konkreten Vorhaben beschäftigen, weil die Hansestadt Gardelegen die Kofinanzierung in Höhe von 16 500 Euro übernehmen soll, wenn es dieses Geld nicht wie erhofft vom Land geben sollte. Erst wenn die Kofinanzierung gesichert ist, gibt es auch Fördergeld vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung

und Forsten Altmark (ALFF) für das Vorhaben im Rahmen des EUProgrammes Leader. Netto soll die Rekonstruktion und Sanierung des Gebäudes rund 110 000 Euro kosten. Das Geld für die Kofinanzierung soll von dem Haushaltsrest der ehemals selbständigen Gemeinde Lindstedt genommen werden. Der Ortschaftsrat hat dem Vorhaben zugestimmt.

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Montag, 21. Mai 2012

Altmarkküche Eierschecke mit Vanille und viel Pudding

Edith Stielow

Stendal (dan) ● Welche kulinarischen Köstlichkeiten die regionalen Kochbücher hergeben, zeigt Edith Stielow an dieser Stelle. Diesmal gibt es Eierschecke.

Die Zutaten für den Mürbeteig: 100 Gramm Margarine, 75 Gramm Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Ei, ein halbes Päckchen Backpulver und 200 Gramm Mehl Die Zutaten für den Quarkbelag: 750 Gramm Quark, 2 Eier, 1 Päckchen Sahnepuddingpulver, 200 Gramm Zucker Die Zutaten für die Puddingschicht: 2 Päckchen Sahnepuddingpulver, 175 Gramm Zucker, 250 Milliliter Milch, 5 Eier, 1 Prise Salz, 150 Gramm weiche Butter In einer Kutsche sitzend führten die neuen Majestäten Susanne Schwarzlose und Günter Klopp gestern Die Zubereitung: Zunächst die Zutaten für den Boden zu einem Teig kneten und etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Dann die Zutaten für den Quarkbelag in einer Schüssel zu einer glatten Masse rühren. Eine Springform mit Margarine einfetten und leicht mit Mehl bestäuben. Den Mürbteig mit den Fingern gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Die Quarkmasse darauf geben und verstreichen. Den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Für die letzte Schicht Puddingpulver und Zucker mit fünf Esslöffeln Milch verrühren. Die restliche Milch in einem Topf zum Kochen bringen, vom Herd nehmen und das Puddinggemisch unterrühren. Noch einmal auf den Herd stellen und unter Rühren kurz aufkochen lassen. Die Eier trennen und Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen. Eigelb und Butter in den Pudding geben und gut verrühren. Nun den Eischnee unter den Pudding heben und die Masse auf der Quarkschicht verteilen. Die Masse möglichst kalt rühren und die Eigelbe und die Butter sofort einrühren. 30 Minuten backen. Die Hitze auf 150 Grad reduzieren und weitere 20 Minuten backen. Dann die Hitze nochmals reduzieren und etwa weitere 20 Minuten backen. Den Backofen ausschalten und die Schecke 10 Minuten darin ruhen lassen. Abkühlen und servieren. Die gesamte Backzeit beträgt je nach Herdart etwa 70 Minuten.

Nachmittag den Umzug an.

Der Umzug startete gestern am Schützenhaus und führte zuerst stadtauswärts, bevor dann durch die Innenstadt marschiert wurde.

Königspaar startet mit tollem Fest in die Amtszeit Schützenverein 1553 Gardelegen feierte mit Familiennachmittag, Ball und Anbringen der Schützenscheiben Mit dem Königsschießen und der Proklamation, einem Familiennachmittag und einem Ball hat der Schützenverein 1553 Gardelegen vier Tage lang sein Schützenfest gefeiert. Gestern klang es mit einem großen Umzug aus.

Von Donald Lyko Gardelegen ● Nachdem sich die Schützen beim neuen König Günter Klopp mit einem Imbiss gestärkt hatten, ging es gestern Mittag zum Schützenhaus. Dort trafen nach und nach auch die Gäste von Vereinen und Gilden aus Kalbe, Letzlingen, Jävenitz, Klötze, Bismark und Estedt sowie von den Sommerbiathleten aus Gardelegen ein. Musikalisch begleitet vom Spielmannszug Wernstedt-Engersen zogen die Schützen durch die Stadt. Angeführt wurde der Zug von einer Kutsche, in der die neuen Majestäten Susanne Schwarzlose und Günter Klopp Platz genommen hatten. Am Schützenhaus hatte der Vereinsvorsitzende Andreas Brandt zuvor die Gäste begrüßt – nur kurz. Denn was die Schützen auch in Guten Appetit wünscht Gardelegen bewegt, hatte er schon Edith Stielow am Donnerstag in seiner Rede zur Eröffnung des Schützenfestes ausführlicher angesprochen. „In der Vergangenheit hatten auch wir als Schützenverein mit vielen Einschränkungen und Repressalien rund um das Waffenrecht zu Kaffeenachmittag kämpfen“, sagte er. Es nerve wohl statt Grillfest jeden Waffenbesitzer, wenn nach Gardelegen (dly) ● Statt zum jedem Amoklauf „der MedienGrillfest treffen sich die Mitglie- rummel um die Verschärfung der der Ortsgruppe Ost der Volks- des Waffengesetzes von Neuem solidarität am Mittwoch, 23. Mai, startet“. Als Beispiel nannte er das zur Kaffeerunde. Diese beginnt Geschehen im September 2011, um 14.30 Uhr im Steak-House, als eine Juristin ihr Kind und teilte Helga Lampe mit. dessen Vater tötete und danach

Meldungen

Fotos: Donald Lyko/Cornelia Ahlfeld (2)

Auszeichnungen Ehrung für 20-jährige Vereinszugehörigkeit: Christiane Weiß-Carle, Ute Kiemann Traditionsmedaille in Silber: Christiane Weiß-Carle Detlef Kiemann Traditionsmedaille in Bronze: Beatrix Brandt Bernd Günther Michael Schulz Olaf Walther Detlef Giggel Gästeschießen beim Königsschießen: 1. Carola diPol-Poege 2. Silvia Wiechmann 3. Reinhard Greine

Unbekannte angriff. „Schon die Forderung nach einem schärferen Waffenrecht setzte wieder einmal die Legalwaffenbesitzer mit der Täterin gleich“, erklärte Brandt. Er zitierte aus der bundesdeutschen Kriminalstatistik: Von allen Kapitalverbrechen, bei denen Waffen eingesetzt werden, würden weniger als ein Prozent mit sogenannten legalen Waffen, also registrierten, begangen. „Wo bleibt der Politiker, der sich über die mehr als 99 Prozent der illegalen Waffen bei Verbrechen in Deutschland aufregt? Was gedenken denn unsere Politiker gegen diese 99 Prozent zu tun? Wo kommen diese 99 Prozent an illegalen Waffen überhaupt her? Solche Fragen sind wohl einigen Politikern gerade im Wahlkampf nicht sehr opportun“, sagte der Vereinsvorsitzende. Auf die Forderungen nach einem Waffenverbot reagierte Andreas Brandt mit zwei Gegenfragen: „Was ist eigentlich eine Waffe? Ist vielleicht auch ein Pkw im öffentlichen Straßenver-

Roland Schneidereit brachte gestern Vormittag in der Thälmannstraße die Königsscheibe für den neuen König Günter Klopp an.

kehr eine Waffe?“ Denn durch Verkehrsunfälle würden deutlich mehr Menschen verletzt oder getötet als mit legalen Waffen, argumentierte er. Waffen, die von den Schützenvereinen heute für einen anspruchsvollen Sport genutzt werden. „Die Schützenvereine fördern vor allem den Breiten- und Leistungssport, und das in einer Vielzahl von Disziplinen“, sagte Andreas Brandt. Menschen aller Altersgruppen fänden sich im Schützenverein zusammen, „weil sie Freude am Sport und an der viel gepriesenen Geselligkeit unter Schützenschwestern und -brüdern haben“, so Brandt. Das gelte auch für den Gardeleger Verein. „Er fördert seit mehr als 450 Jahren die Kameradschaft, die Solidarität, das Verantwortungsbewusstsein und das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Schützen.“ Und er bringt sich in das Leben der Stadt ein. Zum Beispiel nahmen die Gardeleger Schützen

im vergangenen Jahr am Festumzug zum Sachsen-Anhalt-Tag teil. „Das war ein Höhepunkt für uns“, so Brandt. Der Verein bereichert das Leben der Stadt aber auch mit dem jährlichen Schützenfest, bei dem es immer auch Angebote für alle Bürger gibt. So auch am Sonnabend. Das geplante Fußballturnier fiel mangels Beteiligung zwar aus, aber die Einladung an die Kaffeetafel am Schützenhaus wurde gut angenommen. Nur ein paar Schritte entfernt wurde das Volkskönigsschießen auf den Adler ausgetragen. Sieger wurde Burghard Maier mit 29 Punkten. Den zweiten Platz erschoss sich Philipp Schneidereit, gefolgt von Bianca Böcher. Beide hatten 23 Punkte, Philipp Schneidereit gewann das Stechen. Nach dem Schützenball am Sonnabend hieß es für die Vereinsmitglieder gestern früh aufstehen. Denn am Vormittag wurden die neuen Majestäten abgeholt. Dabei wurden auch die Königsscheiben angebracht.

Der Vereinsvorsitzende Andreas Brandt (rechts) eröffnete am Donnerstag das Schützenfest, daneben Spieß Peter Wiechmann.

Ute Kiemann (links) und Christiane Carle-Weiß wurden für ihre 20-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt.

Pfingstfest bei den Kassiecker Haien Kassieck (dly) ● Am Donnerstag, 24. Mai, um 16 Uhr treffen sich die Kassiecker Haie am Sportplatz zum Aufbau des Festzeltes. Dabei hoffen sie auf weitere freiwillige Helfer. Das Pfingstfest der Haie beginnt am Sonnabend, 26. Mai, um 20 Uhr mit einem Tanzabend mit DJ Sven. Am Pfingstsonntag gibt es ab 13 Uhr ein Fußballturnier mit acht Mannschaften sowie Angebote für Kinder und eine Kuchentafel. Um 21 Uhr beginnt ein Tanzabend. Am Montag klingt das Fest ab 10 Uhr mit einem Frühschoppen aus, bei dem es Silvia Wiechmann und Reinhard Greine gehörten zu den Siegern des Schlachteplatte gibt. Gästeschießens.

Burghard Maier gewann am Sonnabendnachmittag das Volkskönigsschießen auf den Adler.

Die Frauen des Schützenvereins luden am Sonnabendnachmittag am Schützenhaus an die Kaffeetafel ein.

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Montag, 21. Mai 2012

Moderatorin Kim Fisher war in Letzlingen

Mieste Letzlingen gen Redaktion: Sebastian Siebert (ssi), Burgstaller Straße 15a, 39517 Uchtdorf; Mobil: 01 79/ 7 71 48 67, Fax: 0 32 12/9 51 95 19 [email protected]

Letzlingen (iwi) ● Am Letzlinger

229 Stunden freiwillig aktiv Dannefeld (iwi) ● Arbeiten statt er-

holen hieß es am Freitag für acht Dannefelder, die zum Arbeitseinsatz zum Dorfgemeinschaftshaus kamen. Der Altbau ist inzwischen völlig entkernt. Die Dachkonstruktion wurde angehoben, so dass der Innenraum später eine höhere Decke haben wird. Eine Stahlträgerkonstruktion sorgt für Stabilität, so dass im künftigen Feierraum kein Mittelpfeiler benötigt werden wird. Die vordere Giebelwand ist bereits abgebrochen, das Fundament für den Anbau gegossen. „Weil wir uns an eine festen Kostenrahmen halten müssen, sind wir auf jede Menge Eigeninitiative angewiesen“, erläuterte der Vereinsvorsitzende des Heimatvereins Dannefelder Bauernfahne, Andreas Finger. Und die Mitglieder war in den vergangenen Wochen sehr aktiv: „24 Frauen und Männer haben bis jetzt in elf freiwilligen Arbeitseinsätzen 229 Stunden in ihr künftiges Dorfgemeinschaftshaus investiert”, resümierte Finger stolz. Einen besonderen Dank richtete er an Ralf Schulz, „der bisher bei allen Einsätzen mit dabei war”. Am Freitag bauten die Männer Fenster aus und setzten sie an neuen Stellen wieder ein. „Dazu mussten Öffnungen gestemmt und Anschläger gemauert werden, zum Teil auch mit Rundbogen”, so Finger. Für die nötige Verpflegung sorgte Doris Hartung.

Holger Forjahn verputzte am Foto: privat/iwi Freitag fleißig.

Christina und Rouven Seeberg heirateten am Sonnabend kirchlich in Sachau. Die beiden Juristen leben in Bremen, die Braut stammt aus Sachau. Blumenkinder waren Theresa (8) und Sören Holz (5) aus Sachau, sie streuten auf dem Weg vom Elternhaus der Braut zur Kirche die Blütenblätter. Fotos: Ilka Marten

Die erste Trauung nach fast 20 Jahren Christina und Rouven Seeberg heirateten in der Sachauer Kirche – wie die Großeltern der Braut Die erste kirchliche Trauung nach 20 Jahren gab es am Sonnabend in Sachau. Die Großeltern der Braut waren 1956 das erste Paar, das in der Kirche geheiratet hatte. Von Ilka Marten Sachau ● Christina Seeberg wollte so heiraten, wie es vor 56 Jahren ihre Großeltern Charlotte und Günter Benecke taten. Damals zog die Hochzeitsgesellschaft vom Haus der Familie Benecke vom Dorfplatz zur Kirche. Genauso war es am Sonnabend, als die Sachauerin Christina Seeberg, geborene Benecke, und ihr Bräutigam Rouven Seeberg mit ihren Gästen zur kleinen Kirche zogen, wo sie von Pfarrer Albrecht Warweg empfangen wurden. Voran ging das Brautpaar, es folgten die unverheirateten Gäste, dann die verheirateten Paare – und ganz zum Schluss die Eltern von Braut und Bräutigam. So ist die Reihenfolge der Hochzeitszuges seit jeher in Sachau. Als die Großeltern der Braut

im September 1956 die Kirche betraten, war noch kein Fußboden verlegt, denn das Gotteshaus war erst zwei Jahre zuvor neu gebaut worden. Die vorherige Kirche war 1937 wegen Baufälligkeit gesperrt worden. „Dieselbe ist derart baufällig, dass täglich Menschenleben in Gefahr sind. Da der Turm sehr schief steht und herabzustürzen droht, ist das Gelände um die Kirche herum für jeden Verkehr in einer Entfernung von 5 Metern zu sperren“, schrieb der Regierungsbauassessor nach einer Besichtigung im Juli 1937. Nach dem Abriss der Kirche gab es 1945 einen Antrag des Bürgermeisters, die noch verbliebenen Balken für einen Bunkerbau zu nutzen. Der Kirchenoberbaurat lehnte dies mit Hinweis auf den Denkmalschutz und einen möglichen Wiederaufbau der Kirche ab. Es gab mehrere Versuche, die Kirche neu aufzubauen. Ein Antrag von 1947 wurde mit der Begründung abgelehnt, dass „Facharbeiter und Baustoffe fast ausnahmslos für Bauten im Zuge der Bodenreform eingesetzt werden müssen“, heißt es in einer Notiz vom kirchlichen Bauamt.

Pfarrer Albrecht Warweg (links) traute das Paar. Die Braut kennt er lange, er hat sie getauft und konfirmiert.

Im Juni 1953 folgte ein Antrag auf Neubau eines turmlosen Gemeindesaales, Gesamtbaukosten 15 300 Mark. Nach der Grundsteinlegung wurde jedoch auch gleich ein Fundament für den Turm gegossen – ohne Genehmigung, ohne Zeichungen und statische Berechnungen. Der Pfarrer, der Bauherr, sei damals im Urlaub gewesen,

Meldungen

Exkursionsangebote des Naturparks Drömling in Kämkerhorst

Peckfitz (iwi) ● Die Mitglieder-

versammlung der Jagdgenossenschaft Peckfitz findet am Freitag, 1. Juni, statt. Beginn ist um 19 Uhr im Gemeindebüro in Peckfitz, teilte der Vorsitzende Henry Zühlsdorf mit.

Kämkerhorst (iwi) ●

Zur traditionellen Fledermauswanderung lädt die Naturparkverwaltung Drömling am Freitag, 1. Juni, ein. Beginn ist um 20 Uhr am Informationshaus in Kämkerhorst. Die Gäste erwartet eine spannende Entdeckungsreise in das Le-

Unfall: 15 000 Euro Sachschaden Miesterhorst (iwi) ● Am Sonn-

25. Mai, sind alle Helfer für das Kränzchenreiten in Jerchel eingeladen, Grünes zu holen. Treffpunkt ist um 17 Uhr die Scheune von Günter Hakenholz. Das Kränzchenreiten in Jerchel beginnt am Pfingstsonntag, 27. Mai, um 12 Uhr.

ben der kleinen Nachtjäger. Für das leibliche Wohl während des Abends wird gesorgt. Am Donnerstag, 21. Juni, findet in Kämkerhorst eine Exkursion zum Thema „Brennnessel & Co. macht Pflanzen und Menschen froh“ statt. Dabei werden

Pflanzensude aus Kräutern aus dem großen Garten des Informationshauses in Kämkerhorst hergestellt. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr. Der nächste Familientag mit Mini-Floß-Rennen auf der Ohre ist am Sonnabend, 14. Juli, ab 11 Uhr in Kämkerhorst.

Detlef Schlüer ist Preisskatsieger in Mieste

abendnachmittag verursachte eine Fahrerin mit ihrem Skoda bei einem Unfall auf der Miesterhorster Bahnhofstraße einen Schaden von 15 000 Euro. Sie fuhr auf einen VW Caddy auf, der am Straßenrand abgestellt war, teilte die Polizei mit. Personen wurde nicht verletzt, beide Autos wurden beschädigt.

Jerchel (iwi) ● Am Freitag,

Auch die Trauung am Sonnabend war eine ganz besondere in Sachau, denn das letzte Paar gab sich vor fast 20 Jahren das JaWort in der Kirche. Damals traten Simone und Matthias Mewes vor Pfarrer Albrecht Warweg, am Mittwoch hatten die beiden mit vielen anderen Sachauern beim Kranzwickeln für Christina und Rouven Seeberg fleißig mitgeholfen. Die 29-jährige Braut wuchs in Sachau auf, ging in die Miester Grundschule und bestand vor zehn Jahren ihr Abitur am Gardeleger Geschwister-SchollGymnasium. Nach ihrem JuraStudium in Göttingen ist sie zurzeit als Staatsanwältin in Verden tätig. Ihr 34 Jahre alter Bräutigam stammt aus Burgdorf und ist Richter am Landgericht in Verden. Das Paar lebt in Bremen. „Ich wollte unbedingt hier zu Hause heiraten. Das war mir ganz wichtig“, sagte Christina Seeberg. Das Gruppenfoto fand ganz traditionell vor dem Elternhaus der Braut auf dem Dorfplatz statt – so, wie es auch schon bei ihren Großeltern Charlotte und Günter Moderatorin Kim Fisher in einer Benecke im September 1956 war. Drehpause. Foto: Ilka Marten

Auf den Spuren der Fledermäuse

Versammlung der Jagdgenossen

Vorbereitung für das Kränzchenreiten

steht in der Kirchenchronik. Die Genehmigung gab es erst zwei Monate vor der Einweihung der Kirche, da stand der Turm bereits. Die Einweihung der Kirche, deren Bau am Ende 35 472 Mark kostete, folgte am 7. November 1954, zwei Jahre später fand die erste kirchliche Trauung in der einzigen Kirche der Altmark statt, die nach 1945 gebaut wurde.

Jagdschloss herrschte gestern reichlich Trubel. Nicht nur, weil viele Radfahrer die schöne Gegend um das Schloss herum erkundeten und wenige Meter entfernt eine Teckelschau war. Auch ein MDR-Kamerateam war gestern wieder aktiv. Mittendrin: die bekannte Fernsehmoderatorin und Sängerin Kim Fisher. Sie war seit Sonnabend in Letzlingen und war ganz begeistert: „Ich bin ganz im Glück. Denn heute Morgen bin ich mit einem Blick auf das Schloss aufgewacht. So etwas hatte ich seit Jahren nicht mehr.“ Gestern war jedoch harte Arbeit statt Erholung im Sonnenschein im Schlosspark für Fisher angesagt: Mit ihrem Kamerateam drehte die 43-Jährige für die Sendung „Schlüssel zum Schloss“, die im Juli ausgestrahlt werden soll. Für die Berlinerin Kim Fisher war der Besuch in Letzlingen eine Premiere – „und das bei Kaiserwetter“, wie sie schmunzelnd anmerkte. Mehrere Mal schritt sie mit beeindruckend hohen Absätzen an den Schuhen ganz sicher über das Kopfsteinpflaster der Toreinfahrt und erklärte dabei Geschichtliches. Viel Spaß hatte Fisher bei den Dreharbeiten mit Letzlinger Kindern, die in historischen Kostümen Schloss- und Heimatgeschichte zeigten. Das MDRKamerateam war bereits seit Donnerstag in Letzlingen im Einsatz und hatte zahlreiche Sequenzen mit den Männern des Gesangvereines, den Jagdhornbläsern und den Mitgliedern des Heimatvereines gedreht.

Beim nächsten Turnier am 24. Juni geht es um einen Wanderpokal Mieste (ssi) ●

Nachbarschaftsfest in Breiteiche Sie haben zwar noch Nachbarn, aber ein Plausch über den Gartenzaun ist so schnell nicht möglich, denn die Gehöfte in Breiteiche sind teils mehrere hundert Meter voneinander entfernt. Aber die Geselligkeit der Breiteicher kommt nicht zu kurz: Jedes Jahr am Himmelfahrtstag treffen sich die Kolonisten zum Nachbarschaftsfest, immer auf

einem anderen Hof. In diesem Jahr fand das Treffen bei Klaus und Frida Rapp statt. Mehr als 20 Breiteicher, einige dazugezogen, andere immer noch dabei, auch wenn sie nicht mehr dort wohnen, kamen und genossen leckere Köstlichkeiten vom Grill und viele Salate, die die Frauen zubereitet hatten. Foto: Ilka Marten

Detlef Schlüer aus Calvörde gewann den Preisskat in Mieste mit 2800 Punkten. Er saß mit Horst-Günter Quatz aus Piplockenburg, Werner Eggestein aus Hödingen und Uwe Leipacher aus Mieste am Tisch. Zweiter wurde Michael Deckert aus Calvörde mit 2502 Punkten. Dieter Wilde aus Haldensleben (2443 Punkte) wurde Dritter und Organisator Christian Kamphenkel aus Gardelegen belegte mit 2376 Punkten den vierten Rang. Das nächste Skatturnier findet am 24. Juni in Mieste statt. Beginn ist um 11 Uhr. Es wird um einen Detlef Schlüer (von links) spielte mit Horst-Günter Quatz, Werner Wanderpokal gespielt. Foto: Sebastian Siebert Eggestein und Uwe Leipacher.

20 | Gardelegener Kreisanzeiger Bühne & Show Montag Christine und das Wolkenschaf, Puppentheater, Magdeburg, Warschauer Str. 25, Tel. 03 91/5 40 33 10, 9, 10.30 Uhr. Kultur Gut Stärken, bundesweiter Aktionstag, im Haus und Vorplatz, Theater der Altmark, Stendal, Karlstr. 6, Tel. 0 39 31/63 57 77, 10-15 Uhr. Masha Bjilsma Band, Jazz in der Kammer, Theater Magdeburg (Schauspielhaus), Magdeburg, Otto-von-Guericke-Str. 64, Tel. 03 91/5 40 65 55, 21 Uhr.

Dienstag Christine und das Wolkenschaf, Puppentheater, Magdeburg, Warschauer Str. 25, Tel. 03 91/5 40 33 10, 9, 10.30 Uhr. John Steinbeck – Von Mäusen und Menschen, Offenes Haus: AG Literatur (Gespräch m. Schauspielern zu Büchern), Theater Magdeburg (Schauspielhaus), Magdeburg, Otto-von-GuerickeStr. 64, Tel. 03 91/5 40 65 55, 19.30 Uhr. Timm Thaler oder das verkaufte Lachen, Theater der Altmark, Stendal, Karlstr. 6, Tel. 0 39 31/63 57 77, 18 Uhr.

Kino CinemaxX Magdeburg Magdeburg, Kantstr. 6, Tel. 0 18 05/24 63 62 99: 21 Jump Street (ab 12), Mo 17.30, 20.45; Di 17.30, 20 Uhr, American Pie: Das Klassentreffen (ab 12), Mo, Di 14, 17.30, 20.15 Uhr, Dark Shadows (ab 12), Mo, Di 15, 17.30, 20.15 Uhr, Das Haus Anubis – Pfad der 7 Sünden (o.A.), Di 10 Uhr, Das Hochzeitsvideo (ab 12), Mo, Di 18.45 Uhr, Der Diktator (ab 12), Mo, Di 12.15, 14.15, 16.30, 18.45, 21 Uhr, Die Piraten – Ein Haufen merkwürdiger Typen (o.A.), Mo 12.45; Di 10, 12.45 Uhr, Die Piraten – Ein Haufen merkwürdiger Typen 3D (o.A.), Mo, Di 15 Uhr, Die Tribute von Panem – The Hunger Games (ab 12), Mo 14.30; Di 11, 14.30 Uhr, Fischen Impossible – Eine tierische Rettungsaktion (k.A.), Mo 12.30; Di 10, 12.30 Uhr, Fünf Freunde (o.A.), Di 10.15 Uhr, Hanni & Nanni 2 (o.A.), Mo 12.45, 15.15, 17.30; Di 10, 12.45, 15.15, 17.30 Uhr, Lachsfischen im Jemen (ab 6), Mo, Di 14.45, 17.15, 20 Uhr, Longhorns (OV) (k.A.), Mo 20 Uhr, Marvel‘s The Avengers 3D (ab 12), Mo, Di 14.15, 16.30, 19.45 Uhr, Marvel‘s The Avengers 3D (OV) (ab 12), Mo 20 Uhr, Project X (ab 16), Mo 17.30; Di 21 Uhr, Sams im Glück (o.A.), Mo 12.15; Di 10, 12.15 Uhr, Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen (o.A.), Mo 12.45; Di 10.15, 12.45 Uhr, Spy Kids 4D (k.A.), Mo 12.15, 14.30; Di 10, 12.15, 14.30 Uhr, The Lucky One – Für immer der Deine (ab 12), Mo 16.30; Di 20.45 Uhr, Titanic 3D (ab 12), Mo, Di 17 Uhr, Türkisch für Anfänger (ab 12), Di 16.30 Uhr, Ziemlich beste Freunde (ab 6), Mo, Di 19.45 Uhr.

Cinestar Magdeburg, Am Pfahlberg 5, Tel. 03 91/2 55 25 22: 21 Jump Street (ab 12), Mo, Di 17.40, 20.15 Uhr,

American Pie: Das Klassentreffen (ab 12), Mo, Di 17.45, 20.30 Uhr, Battleship (ab 12), Mo, Di 17.30 Uhr, Dark Shadows (ab 12), Mo, Di 15.20, 17.50, 20.20 Uhr, Das Haus Anubis – Pfad der 7 Sünden (o.A.), Mo, Di 13 Uhr, Das Haus der Krokodile (ab 6), Mo, Di 13.20 Uhr, Das Hochzeitsvideo (ab 12), Mo, Di 15.30, 20.45 Uhr, Der Diktator (ab 12), Mo, Di 13, 15.20, 17.45, 20.10 Uhr, Die Piraten – Ein Haufen merkwürdiger Typen (o.A.), Mo, Di 13.20, 15.30 Uhr, Die Reise zur geheimnisvollen Insel (ab 6), Mo, Di 13 Uhr, Die Tribute von Panem – The Hunger Games (ab 12), Mo, Di 17.30 Uhr, Fünf Freunde (o.A.), Mo, Di 13.10 Uhr, Hanni & Nanni 2 (o.A.), Mo, Di 13.30, 15.40, 17.50 Uhr, Lockout (ab 12), Mo, Di 20.20 Uhr, Marvel‘s The Avengers 3D (ab 12), Mo, Di 13, 16.15, 19.30 Uhr, Project X (ab 16), Mo, Di 20.20 Uhr, Russendisko (ab 6), Mo, Di 15.15 Uhr, Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen (o.A.), Mo, Di 13.15, 15.40, 18 Uhr, The Lucky One – Für immer der Deine (ab 12), Mo, Di 20.15 Uhr, Ziemlich beste Freunde (ab 6), Mo, Di 15 Uhr.

Filmpalast Salzwedel, St.-Georg-Str. 137, Tel. 0 39 01/70 00 77: 21 Jump Street (ab 12), Mo 20.20; Di 17.50, 20.20 Uhr, American Pie: Das Klassentreffen (ab 12), Mo, Di 17.40, 20.15 Uhr, Barbara (ab 6), Mo, Di 17.40 Uhr, Bezaubernde Lügen (o.A.), Mo 17.30, 20.15 Uhr, Dark Shadows (ab 12), Mo, Di 17.30, 20.10 Uhr, Der Diktator (ab 12), Mo, Di 15.15, 18, 20.30 Uhr, Fischen Impossible – Eine tierische Rettungsaktion (k.A.), Mo, Di 15.30 Uhr, Hanni & Nanni 2 (o.A.), Mo, Di 15.30, 17.45 Uhr, Marvel‘s The Avengers 3D (ab 12), Mo 15; Di 15, 20 Uhr, Project X (ab 16), Mo, Di 20.30 Uhr, Spy Kids 4D (k.A.), Mo, Di 15.20 Uhr, The Lucky One – Für immer der Deine (ab 12), Mo, Di 15.15 Uhr.

Kulturzentrum Moritzhof Magdeburg, Moritzplatz 1, Tel. 03 91/2 57 89 32: Bolek und Lolek – Kurzfilmrolle 1 (k.A.), Di 16 Uhr, Monsieur Lazhar (k.A.), Mo 19; Di 21 Uhr, The Artist (k.A.), Mo, Di 18, 20 Uhr, The Substance – Albert Hofmann‘s LSD (ab 12), Di 19.30 Uhr, Väter und andere Katastrophen (o.A.), Mo 21; Di 10.30, 19 Uhr.

Studiokino Magdeburg, Moritzplatz 1a, Tel. 03 91/2 56 49 25: Kurzfilme (k.A.), Di 17.30 Uhr, Nathalie küsst (o.A.), Di 20 Uhr.

Uppstall-Kinos Stendal, Uppstall 4, Tel. 0 39 31/79 51 38: 21 Jump Street (ab 12), Mo 15, 20.15; Di 20.15 Uhr, American Pie: Das Klassentreffen (ab 12), Mo 20; Di 17.30, 20 Uhr, Dark Shadows (ab 12), Di 20 Uhr, Der Diktator (ab 12), Mo, Di 15.15, 17.15, 20.15 Uhr, Extrem laut und unglaublich nah (ab 12), Mo 17.30, 20.15 Uhr, Fischen Impossible – Eine tierische Rettungsaktion (k.A.), Di 15 Uhr, Hanni & Nanni 2 (o.A.), Mo, Di 15, 17.15 Uhr, Marvel‘s The Avengers 3D (ab 12), Mo, Di 17.15 Uhr, Spieg-

sonstige Anlässe Ein herzliches Dankeschön sagen wir hiermit unserer Familie, unseren Verwandten, Freunden, Nachbarn und Bekannten für die vielen Gratulationen, Blumen, Geschenke und Geldzuwendungen anlässlich unserer

goldenen Hochzeit Besonderer Dank gilt dem Pfarrer Molin, der Keyboardspielerin T. Harzer, der Gaststätte Bauermeister in Flessau sowie Opas Disco für die musikalische Umrahmung.

Waltraut und Artur Schulze Natterheide, im Mai 2012

Unabhängig – Überparteilich

Druckhaus), PF 3640 (Anzeigen), 39012 Magdeburg, PF 3753 (Chiffre-Anzeigen) Tel.: (03 91) 59 99-0

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Verlag: Magdeburger Verlags- und Druckhaus GmbH, Bahnhofstraße 17, 39104 Magdeburg oder 39011 Magdeburg, PF 3610 (Redaktion), PF 3649 (Verlags- und

Montag, 21. Mai 2012

Veranstaltungstipp Unterhaltung: Katia Saalfrank gastiert mit „Nein, Mama!“ im Kulturhaus (hh) ● Katia Saalfrank, bekannt als „Die Super Nanny“ aus gleichnamiger Fernsehsendung, gastiert am Mittwoch, 26. September, mit ihrem Programm „Nein, Mama!“ in Salzwedel. Ab 20 Uhr ist sie im Kulturhaus zu erleben. Sie will Kindern eine Stimme geben und augenzwinkernd veranschaulichen, warum Kinder „Nein“ sagen sollen und dürfen sowie was Erwachsene noch von Kindern lernen können. Katia Saalfrank sieht als Diplom-Pädagogin ihre Aufgabe in der Begleitung und Unterstützung von Eltern, die Beziehungsschwierigkeiten mit ihren Kindern haben, heißt es in der Ankündigung zum Programm. Mit ihrer Arbeit wolle Katia Saalfrank vor allem die Position der Kinder stärken. Sie sehe oft Einsamkeit, Verzweiflung und häufig auch Gewalt, die Kindern oft im Verborgenen in ihren Familien widerfährt. In der Beratung mit Eltern arbeite sie hauptsächlich auf der Gefühlsebene. Nicht um Erziehung, sondern um die Beziehung zu Kindern geht es ihr. ● Karten gibt es in allen Salzwedel

Servicentern der Volksstimme.

lein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen (o.A.), Mo, Di 15 Uhr.

Ausstellungen Danneilmuseum, Salzwedel, An der Marienkirche 3, Tel. 0 39 01/42 33 80, Di 13-16.30 Uhr. Dreißig Silberlinge – Kunst und Geld, aus der Sammlung Haupt, Musikforum Katharinenkirche, Stendal, Schadewachten 48, Tel. 0 39 31/65 17 01. Exponate aus der Kaiserzeit und Fotoausstellung, Fotografische Traumziele von Gaby und Gerhard Hafenrichter sowie Bilder Hochzeitsrequisiten aus aller Welt (bis 5. August), Jagdschloss Letzlingen, Schlossstr., Tel. 03 90 88/8 08 96 70, Di 10-16 Uhr. Freilichtmuseum Diesdorf, Molmker Str., Sonderausstellung 100 Jahre Freilichtmuseum Diesdorf, (bis 5.9.), Tel. 0 39 02/4 50, Di 10-17 Uhr. Handlungsprojektionen, Philipp Polik aus Fulda, Galerie JuRisch, An der Mönchskirche 6, Salzwedel, (bis 31.5.)Mo 10-18; Di 10-18 Uhr. Haus des Waldes, 16 000 Jahre Wald. Walderlebnisausstellung, Haldensleben, Schloss Hundisburg, Tel. 0 39 04/66 87 57, Di 9-15 Uhr. Heimatmuseum Arendsee, Arendsee, Hohe Warthe, sowie Klosterareal, Tel. 03 93 84/24 79, Di 10-18 Uhr. Heimatmuseum Arneburg, Tel. 03 93 21/5 18 17, Mo 9-15.30; Di 9-18 Uhr. Heimatmuseum Letzlingen, Knackmußscher Hof, nach Anmeldung, Tel. 03 90 88/2 35. Heimatstube, Besuch nach Anmeldung 0157/85 01 4664, Jävenitz, Weidenhof, Tel. 03 90 86/2 02. Kindermuseum, Stendal, Winckelmannstraße 36-38, Tel. 0 39 31/21 52 26, Di 10-17 Uhr. Kunst im alten Kuhstall, Paul Hofmann - Arbeiten in Stein; Marina Kersten - Skulpturen aus Ton; Volker Münnich - Malerei; Thea Pini - Malerei, (bis 27.5.), Heimat-

(-221), Wirtschaft (-253), Kultur (-265), Leserservice (-254), Ratgeber (-286); Fax Redaktion (-210) Wochenend-Magazin regio.m Tel.: (03 91) 88 69 33-0; [email protected]

stellvertretende Chefredakteure: Günther Tyllack (-240), Peter Wendt (-240)

Sport: Dr. Rudi Bartlitz (-274)

Mitgl. d. Chefred./Aktuelles: Michael Bock (-245), Sachsen-Anhalt (-257), Politik

Lokalredaktion: Rathausplatz 4, 39638 Gardelegen

Chefreporter: Bernd Kaufholz (-246)

0 39 07/8 07 30, 10 Uhr. Wochenbeginn der Männer, Seniorenbegegnungsstätte der Volkssolidarität, Gardelegen, Nicolaistr. 2, Tel. 0 39 07/8 07 30, 9 Uhr.

Dienstag Kaffeetrinken, Seniorenbegegnungsstätte der Volkssolidarität, Gardelegen, Nicolaistr. 2, Tel. 0 39 07/8 07 30, 14 Uhr. Männerrunde, Seniorenbegegnungsstätte der Volkssolidarität, Gardelegen, Nicolaistr. 2, Tel. 0 39 07/8 07 30, 9 Uhr. Sitztanz, Seniorenbegegnungsstätte der Volkssolidarität, Gardelegen, Nicolaistr. 2, Tel. 0 39 07/8 07 30, 13 Uhr. Vortrag Sitten und Bräuche, Seniorenbegegnungsstätte der Volkssolidarität, Gardelegen, Nicolaistr. 2, Tel. 0 39 07/8 07 30, 14 Uhr.

Vereinbarung, Schwangerschaftsund Konfliktberatungsstelle, Gardelegen, Thälmannstr. 40, Tel. 0 39 07/77 82 61, 8-12 Uhr. Soziale Sprechstunde, Volkssolidarität Sozialstation, Gardelegen, Feldstr. 5a, Tel. 0 39 07/62 10, 7-16 Uhr. Sucht, Adrome, Gardelegen, Burgstr. 43, Tel. 0 39 07/73 99 45, 8-16 Uhr. Sucht und Drogen, offene Sprechstunde Di und Do 14 bis 18 Uhr bzw. nach Vereinbarung, Awo Sucht- und Drogenberatung, Gardelegen, Gartenstr. 27, Tel. 0 39 07/7 74 19 16. Telefonseelsorge (geb.-frei), Tel. 08 00/1 11 01 11, 1 11 02 22.

Notdienste

Apotheken Bären-Apotheke, Gardelegen, Buschhorstweg 2, Tel. 0 39 07/7 78 50, 8 Uhr. Bären-Apotheke, Wolfsburg, Reislinger Str. 16, Tel. Dienstag 0 53 61/5 35 28. Wochenmarkt, Gardelegen, Ärzte 8-14 Uhr. Arzt Bereich Bismark/Lindstedt Tel. 0172/3936236, 19-7 Uhr. Arzt Bereich Engersen, Estedt, Kakerbeck, Kalbe, Zichtau DM Jung, Engersen, Zichtauer Str. Montag 24, Tel. 03 90 85/7 91, 18-7 Uhr. Blutspende in Kalbe, SekunArzt Bereich Gardelegen, Jävedarschule, Westpromenade 1, nitz, Mieste, Solpke, Letzlingen 16-20 Uhr. FA Rothe, Gardelegen, Kurze Str. 7, Tieraufnahmestation, GarTel. 01 70/5 86 82 94, 17-7 Uhr. delegen, Tel. 0 39 07/71 51 05, Arzt Bereich Klötze, Kusey, 13-15 Uhr. Kunrau, Beetzendorf, Apenburg, Rohrberg, Jübar Dienstag Dr. Wilhelm Kausche, Klötze, Tel. Tieraufnahmestation, Gar0 39 09/26 28. delegen, Tel. 0 39 07/71 51 05, Arzt Bereich Arendsee, Badel, 13-15 Uhr. Brunau, Fleetmark, Pretzier FA Walter Schulz, Tel. 03 90 09/2 77, 18-7 Uhr. Augenarzt Dr. Malem, Stendal, Tel. Awo – Schuldnerberatungsstel- 01 76/10 00 66 35. le, in Kalbe, Bahnhofstr. 27, Tel. Gas/Strom 03 90 80/9 79 16, 8-15 Uhr und Gas: Tel. 0800/4282266, Strom nach tel. Vereinbarung. (E.on Avacon), Wasser, Abwasser, Agentur für Arbeit Gardelegen, Fernwärme: Tel. 0800/0282266. Bundesweite telefonische Erreich- Rettungsleitstelle barkeit der Arbeitsagentur von In lebensbedrohlichen Fällen ärztMo-Fr 8-18 Uhr für Arbeitnehmer liche Hilfe über Tel. 112, Auskünfte und Arbeitslose: 0 18 01/ über Notdienste Tel. 0 39 09/ 55 51 11;für Arbeitgeber: 0 18 01/ 4 80 50. 66 44 66. Wasser Alkohol, Beratung Mo, Di, Fr 18-19 Wasserverband Gardelegen, Uhr, Gruppenstunde Di und Fr 0 39 07/72 30. außerhalb Dienst19-20 Uhr, telefonische Terminzeiten: Trinkwasser Gardelegen vereinbarung, Selbsthilfegruppe 01 71/7 36 68 00, Kalbe 01 71/ für Alkoholkranke und deren 7 36 68 01; Abwasser 01 71/ Angehörige, Gardelegen, Nicolaistr. 6 21 18 77, Tel. 0 39 07/72 30. 2, Tel. 0 39 07/4 17 49. Elterntelefon (gebührenfrei), Tel. 08 00/1 11 05 50, 9-11 Uhr. Erziehungs-, Familien- und Evangelische Kirche Jugendberatungsstelle, DPWV, Gardelegen, Stendaler Str. 19, Kirchengemeinde Gardelegen, Termin nach Vereinbarung, Anmel- Mo 10 Uhr, Seniorengymnastik dung Di 10-11 Uhr, sonst per, Tel. (GZ); 0 39 07/77 94 90. Di 19.30 Uhr, Kantorei im GemeinFrauen und Familien in Not, Tel. dezentrum, Aschberg; 08 00/1 01 08 17 (geb.-frei). Frauen- und Kinderhaus, Kirchengemeinde Solpke, Salzwedel, rund um die Uhr, Tel. Di 15 Uhr, Seniorennachmittag in 0 39 01/42 48 59. Solpke; Frühförderung, Am Holzmarkt 13, Gardelegen, Tel. 0 39 07/73 02 44, Pfarramt Letzlingen, Di GD 8-15.30 Uhr. 9 Uhr in Wannefeld, 10.15 Uhr in Letzlingen. Geistig Behinderte, Lebenshilfe „Altmark-West“ gGmbH, Gardelegen, An den Burgstücken 5, Tel. 0 39 07/8 07 70. Gewalt, Interventionsstelle Stendal für Opfer häuslicher Gewalt, Die Volksstimme gratuliert: Stalking, Bruchstr. 1, Stendal, Tel. Altmersleben: Herta Meier (87), 0 39 31/70 01 05. Breitenfeld: Gisela Flögel (77), Kinder- und Jugendnotdienst, Gardelegen: Manfred Franz (70), Tel. 03 91/7 31 01 14, 0-24 Uhr. Wilfriede Klamke (85), Gisela Klas Kinder- und Jugendtelefon, (73), Lisa Raal (89), Margarete Tel. 08 00/1 11 03 33 (geb.-frei), Siebert (86), 14-20 Uhr. Kloster Neuendorf: Doris Opferberatung, Sozialer Dienst Schniegler (72), der Justiz, Mönchskirchhof 6, Köckte: Walter Rosenbruch (74), Stendal, Tel. 03 93 1/64 95 17, Lindstedt: Helga Trittel (83), 64 95 26, 64 95 0, Sprechzeiten: Mieste: Wilfried Hannighofer (67), Di, Do 9-12 u. 13-18 Uhr, tel. Erreich- Peckfitz: Helga Paetau (71), barkeit: Mo, Mi 9-15.30 Uhr, Di, Do Potzehne: Ilse Teitge (78), 9-18 Uhr, Fr 9-12 Uhr. Solpke: Elisabeth Hempel (92), Schwangere, Gardelegen, außerWannefeld: Hermann Roscher halb der Beratungszeiten nach (80).

Märkte

Außerdem

Katia Saalfrank gastiert in Salzwedel.

und Kulturverein, Tylsen, Dorfstr. 3a, Mo 14-17; Di 14-17 Uhr. Licht, Land und Meer, Fotografien von Birgitta Sjöblom, (bis 19.6.), Stadt- und Kreisbibliothek, Salzwedel, Vor dem Neuperver Tor 2, Tel. 0 39 01/8 34 40, Mo 10-18; Di 10-18 Uhr. Schön, Geheimnisse der Schönheit damals und heute, Winckelmann-Museum, Stendal, Winckelmannstr. 36–37, Tel. 0 39 31/21 52 26, Di 10-17 Uhr. Sonderausstellung Altmark und Meer, Landschaftsbilder von Angela Ufer aus Kalbe; zusätzlich nach vorheriger Anmeldung in der Touristinformation Kalbe, Heimatstube Altes Wachhaus, Kalbe, Tel. 03 90 80/9 71 22, Mo 15-16; Di 15-16 Uhr. Technikmuseum Peckfitz, nach Vereinbarung, Waldsiedlung, Tel. 03 90 82/85 18. Unter Strom, Malerei – Objekte, Erwin Große, (bis 31.7.), Energieunternehmen, Salzwedel, Kleinbahnstr. 1, Mo 8-15; Di 8-15 Uhr. Volkskundliche Sammlungen, Öffnungszeiten nach Vereinbarung, Schwerins Kuhstall, Klein Engersen, Dorfanger 3, Tel. 03 90 80/37 20. Zeichnerisches Naturstudium, Musik- und Kunstschule, Stendal, Poststr. 4–5, Tel. 0 39 31/65 17 10. Ziegelei Hundisburg, Technisches Denkmal, Tel. 0 39 04/4 28 35. Zirkus-Geschichte, Andreas Neuling, (bis 8.6.), Alte Münze, Salzwedel, Altperverstr. 22, Mo 9-16; Di 9-16 Uhr. Zweimal hinschauen, Fotoarbeiten von Rosemarie Grunow, Altmärkisches Museum, Stendal, Schadewachten 48, Tel. 0 39 31/65 17 00, Di 10-12, 13-16 Uhr.

Freizeit Montag AltOa Stendal, Sport-/Freizeitbad, Schillerstraße 2, Badeland: 10-22 Uhr; Saunawelt: 10-22 Uhr (Frauensauna), kein Vereinstag, Tel. 0 39 31/4 18 80. Bibliothek Gardelegen,

Geschäftsführung: Klaus Lange (Sprecher/ -301), Holger Martens (-300) Verlagsleitung: Marco Fehrecke (-100), Telefax (-446), verantwortlich für Anzeigen Regionalverlagsleitung: Dr. Rüdiger Buschek (0 39 31) 6 38 99-10, Telefax (-09) Anzeigen: Telefon: (0 18 02) 22 99 00 (EUR 0,06/Anruf aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. EUR 0,42/Min.)

Foto: Veranstalter

Im Schlüsselkorb 16, Tel. 0 39 07/70 20, 10-16 Uhr. Bibliothek Jävenitz, Weidenhof, Tel. 03 90 86/2 02, 13-16 Uhr. Bibliothek Lindstedt, Tel. 03 90 84/2 16, 15-18 Uhr. Spiel und Spaß, Schullandheim, Gardelegen, Letzlinger Landstr. 9–13, Tel. 0 39 07/71 20 34, 9 Uhr. Tourist-Info Gardelegen, Tel. 0 39 07/4 22 66, 9-17 Uhr. Tourist-Information Kalbe, Tel. 03 90 80/9 71 22, 9-12, 12.3015.30 Uhr.

Dienstag AltOa Stendal, Sport-/Freizeitbad, Schillerstraße 2, Badeland: 10-20 Uhr (Frühschwimmen 8-10 Uhr); Saunawelt: 13-20 Uhr, Tel. 0 39 31/4 18 80. AltOa Stendal, Sport-/Freizeitbad, Schillerstraße 2, Badeland: 6.30-8 Uhr, 10-22 Uhr; Saunawelt: 13-22 Uhr, Tel. 0 39 31/4 18 80. Bibliothek Altmersleben, Tel. 03 90 80/30 69, 14-16 Uhr. Bibliothek Estedt, Tel. 0 39 07/56 22, 8-10, 16-18 Uhr. Bibliothek Gardelegen, Im Schlüsselkorb 16, Tel. 0 39 07/70 20, 13-18 Uhr. Bibliothek Jävenitz, Weidenhof, Tel. 03 90 86/2 02, 13-17 Uhr. Bibliothek Kalbe, Tel. 03 90 80/36 09, 9-11, 13-18 Uhr. Bibliothek Letzlingen, Tel. 03 90 88/2 21, 14-16 Uhr. Fremdenverkehrsverein mit Traditionszimmer, Riesebergstr. 2b, Mieste, Tel. 03 90 82/93 40 13, 9-16.30 Uhr. Reise ins Land der Fantasie, Schullandheim, Gardelegen, Letzlinger Landstr. 9–13, Tel. 0 39 07/71 20 34, 9 Uhr. Tourist-Info Gardelegen, Tel. 0 39 07/4 22 66, 9-17 Uhr. Tourist-Information Kalbe, Tel. 03 90 80/9 71 22, 9-12, 12.3018 Uhr.

Senioren Montag Computer, Seniorenbegegnungsstätte der Volkssolidarität, Gardelegen, Nicolaistr. 2, Tel.

[email protected] Zustellung/Abo: Telefon: (0 18 02) 22 99 00 (EUR 0,06/Anruf aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. EUR 0,42/Min.) [email protected] Service-Punkt: Tourist-Information Gardelegen, Rathausplatz 1, 39638 Gardelegen Druck: Media Print Barleben GmbH, Verlagstr., 39179 Barleben

Beratungen

Kirche

Gratulation

Internet: http://www.volksstimme.de Es gilt Anzeigenpreisliste Nr. 26; Monatsabonnement: 18,40 EUR inkl. 7% MwSt.

schulden des Verlages oder in Fällen höherer Gewalt bzw. infolge von Streik besteht kein Entschädigungsanspruch.

Abbestellungen können nur zum Quartalsende ausgesprochen werden und müssen sechs Wochen vorher schriftlich beim Verlag oder den Service-Centern vorliegen. Die Zusteller sind nicht berechtigt, Abbestellungen anzunehmen. Bei Nichtbelieferung ohne Ver-

Pflichtblatt der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg Für die Übernahme von Artikeln in interne elektronische Pressespiegel erhalten Sie die erforderlichen Rechte unter: www.pressemonitor.de.

Gardelegener Kreisanzeiger | 21

Montag, 21. Mai 2012

Kalbe Redaktion: Conny Kaiser (cn), Bahnhofstraße 27, 39264 Kalbe/Milde; Tel.: 03 90 80/ 7 25 91, Fax: 03 90 80/7 25 98 [email protected] Service-Agentur: Reisebüro Archut, Schulstraße 1, 39264 Kalbe/Milde

Dorferneuerung: Bedarf melden Kalbe (cn) ●

Bis zum kommenden Mittwoch, 23. Mai, haben die Ortschaftsräte der Einheitsgemeinde Kalbe beziehungsweise die jeweiligen Ortsbürgermeister Gelegenheit, den künftigen Bedarf an Dorferneuerungsmaßnahmen anzumelden. Wie VizeBürgermeisterin Ingrid Bösener während der jüngsten Hauptausschusssitzung informierte, dürfe die Stadt im nächsten Jahr noch einmal mit Mitteln aus diesem Förderprogramm rechnen. Was letztlich vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten bewilligt werde und ob überhaupt der notwendige kommunale Eigenanteil zur Verfügung stehe, sei zwar noch nicht klar. Doch müsse erst einmal festgehalten werden, was überhaupt geplant sei. Bauamtsleiter Reiner Kölsch, so Ingrid Bösener, nehme die Meldungen aus den Ortschaften entgegen.

Rathaus: Kein Parken möglich Kalbe (cn) ● Der Parkplatz, der sich

zwischen dem Kalbenser Rathaus, der Kita „Schatzkästchen“ und dem Hort „Abenteuerland“ befindet, kann ab kommenden Montag, 21. Mai, nicht mehr genutzt werden. An diesem Tag startet die Großbaumaßnahme Schulstraße. Und sie beginnt mit dem Bau der Regenentwässerung, die über den besagten Parkplatz führt. Wie Vize-Bürgermeisterin Ingrid Bösener während der jüngsten Hauptausschusssitzung informierte, seien die Teams der jeweiligen Einrichtungen im Vorfeld informiert worden. Allerdings müssten sich auch die Stadtratsmitglieder, die am Donnerstag, 24. Mai, im Rathaus zusammenkämen, eine andere Parkmöglichkeit für ihre Autos suchen. Der Parkplatz wird nach dem Verlegen der Vorflutleitung wieder geschlossen und provisorisch befestigt. Ein Ausbau erfolgt im Zuge einer anderen Maßnahme, für die die Stadt Mittel aus der Dorferneuerung erhält (wir berichteten).

Meldungen Waldspaziergang und Versammlung Altmersleben (dly) ● Die Mitglieder der Jagdgenossenschaft Altmersleben treffen sich am Sonnabend, 9. Juni, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Auf der Tagesordnung stehen die Rechenschaftsberichte des Vorstandes und der Jagdpächter. Bereits um 17 Uhr beginnt ein kurzer Waldspaziergang mit forstfachlicher Begleitung, bei dem Fragen zur Waldbewirtschaftung erörtert werden. Nach der Versammlung gibt es ein Wildessen.

Frühschoppen am Pfingstsonntag Vienau (dly) ● Die Feuerwehr Vienau lädt für Pfingstsonntag, 27. Mai, zum Frühschoppen mit Karsten und Rolf ein. Los geht es um 10 Uhr auf dem Sportplatz. Für die Kinder gibt es eine Hüpfburg und Torwandschießen, zudem ist ein Auftritt der Tanzgruppe Diamonds aus Bismark geplant. Zum Mittag gibt es Erbseneintopf, Schwein vom Spieß und Gegrilltes. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Saal des Ortes statt.

Kurz vor der Gelegezählung startete der Storch zu einem kleinen Rundflug über Engersen. Als wieder Ruhe eingekehrt war, kehrte er auch schnell zurück.

Michael Arens zählte am Freitagabend im Engersener Storchennest zwei Eier. Mit einem Spiegel hatte er zuvor ins Nest geschaut. Fotos: Donald Lyko

Storchenpaare zeigen sich wieder brutfreudig Naturschützer zählen Gelege / Mit bisher 79 Eiern wird Vorjahreswert fast erreicht / Neue Hinweisschilder Nach erster Einschätzung von Naturschützern wird das Jahr 2012 ein gutes für den Storchennachwuchs. Denn in den meisten Nestern gibt es Gelege. Von Donald Lyko Engersen ● Im vergangenen Jahr hatten Michael Arens von der Vienauer Gruppe des Naturschutzbundes (Nabu) und Mario Firla vom Storchenhof Loburg insgesamt 84 Eier in den Nestern im Umland von Kalbe und Bismark gezählt. Diese Zahl dürfte auch in diesem Jahr annähernd erreicht werden, denn kurz vor Ende der Zähltour waren es am Freitagabend bereits 76 gezählte Eier, am Sonnabend kamen drei weitere in Büste hinzu. Michael Arens spricht von „einem der besseren Jahre“, als

er sich in Engersen mit der Familie Weber trifft. Die freut sich, nach 2004 endlich mal wieder auf Storchennachwuchs hoffen zu dürfen. Und tatsächlich zählt Michael Arens dann zwei Eier, als er mittels eines Spiegels in das Nest schaut. Das gibt es seit 1968 auf dem Weberschen Hof. In den drei Jahrzehnten von 1969 bis 1990 hatten die gefiederten Bewohner jährlich Nachwuchs. Natürlich bleiben auch in diesem Jahr einige Nester leer. Dafür zeigen sich andere Paare sehr nachwuchsfreudig. Insgesamt wurden bisher 21 Brutpaare gezählt. Spitzenreiter beim Gelege ist das Storchenpaar in Jeetze. Dort zählten die Naturschützer sechs Eier. Wieviele Jungtiere es wirklich gibt, wird sich während der Beringungstour zeigen. Diese ist für den 23. Juni geplant. Die meisten Störche sind Anfang April in der Altmark an-

Gezählte Eier in den Storchennestern Beese Berkau 4 Brüchau 5 Bühne Büste 3 Butterhorst 4 Cheinitz 4 Engersen 2 Faulenhorst 5 Güssefeld/Ort Güssef./Dammkrug Hagenau 4 Holzhausen Jeetze 6 Kakerbeck 4 Kalbe Burg noch offen

gekommen. Auch wenn in Einzelfällen von einer Verspätung gegenüber den Vorjahren berichtet wird, so sei dies nicht generell festzustellen gewesen, erklärt

Kalbe Dose 5 Kalbe Rackow 4 Karritz 5 Klein Engersen Kremkau 4 Neuendorf 4 Plathe Poritz 5 Schenkenhorst 4 Thüritz noch offen Vahrholz 5 Vienau Winkelstedt 5 Wustrewe 3 Zethlingen 4 (- Nest nicht besetzt)

Arens. Der hat in diesem Jahr neue Tafeln im Gepäck, die in der Nähe der Nester angebracht werden. „Wir helfen unserem Weißstorch und erhalten seinen Lebensraum“,

Michael Arens (rechts) übergab Helmut Bach aus Hagenau eines der neuen Schilder für die Jungstorchstatistik. Foto: privat

ist darauf geschrieben. Dazu gibt es einen Verweis auf den NabuKreisverband Westliche Altmark und die Jahreszahlen von 2010 bis 2025. Auf die Tafel wird zu jedem

Jahr die Zahl der Jungstörche am Standort eingetragen. Die neuen Tafeln wurden notwendig, weil die bisherigen jetzt mit den Jahreszahlen auslaufen.

Eine Sportstunde der besonderen Art

Ein Kommunalpolitiker und leidenschaftlicher Flieger

Nordic Walking beim Seniorentreff

Kalbe (mbc) ● Es war der 18. Mai

Altmersleben (cn) ● Das Interesse

war riesig, als die Altmerslebener Seniorenbetreuerin Brigitte Heidrun Ecks am Mittwochnachmittag ihren Schwager Hans Peter Fischer aus Stralsund begrüßte. Der ist nämlich Sporttherapeut von Beruf und trat als solcher auch beim Rentnertreff im Dorfgemeinschaftshaus auf. Dort machte er den Besuchern deutlich, dass schon mit ganz leichten Übungen eine Stärkung der Rücken- und Bauchmuskulatur zu erreichen ist. Und die wiederum ist für ein schmerzfreies Leben von erheblicher Bedeutung. „Jede Bewegung ist sinnvoll“, wie der Fachmann sagte. Er hatte auch Nordic-WalkingStöcker in verschiedenen Größen mit dabei und animierte seine Zuhörer dazu, mit ihm vor die

Tür zu kommen. Dort im Grünen brachte Hans Peter Fischer ihnen die Grundbegriffe dieses einfachen, aber sehr wirkungsvollen Gesundheitssports bei. Allerdings fühlten sich längst nicht alle davon angesprochen. Von einigen Besuchern des Seniorentreffs hörte der Stralsunder den Satz: „Dafür bin ich zu alt.“ Fischer hingegen ist der Meinung, dass für Sport niemand zu alt ist. Denn der trage dazu bei, die eigene Beweglichkeit zu erhalten und das Herz-Kreislauf-System anzuregen. Der nächste Seniorentreff in Altmersleben findet am Mittwoch, 13. Juni, ab 14 Uhr statt. Dann werden im Dorfgemeinschaftshaus die Mädchen und Jungen des Kalbenser „Märchenlandes“ mit einem kleinen Sommerprogramm erwartet.

Mathias Graf feierte am Freitag mit Familie, Freunden und Weggefährten seinen 50. Geburtstag 1962, als in Gardelegen ein Junge das Licht der Welt erblickte, der als Erwachsener seit vielen Jahren die Kommunalpolitik in Kalbe prägt und ehrenamtlich sehr engagiert ist: Mathias Graf. Der Apotheker feierte seinen 50. Geburtstag am Freitag mit Wegbegleitern aus Politik, Wirtschaft, Gewerbe sowie dem Gesundheitswesen auf dem Hof seines Wohnhauses in der Rathausstraße. Mathias Graf, der die Polytechnische Oberschule in Kalbe und dann die Erweiterte Oberschule in Gardelegen besucht hatte, studierte in Halle Pharmazie. Bis zur Wende arbeitete er im Gesund-

heitswesen in Gardelegen, Klötze und Salzwedel. 1990 machte er sich in Kalbe mit einer Apotheke selbständig. Mit seiner Frau Petra ist er seit 30 Jahren glücklich verheiratet. Die Söhne Daniel, Stephan und Lukas machten das Familienglück komplett. Seit 22 Jahren ist Graf Mitglied im Stadtrat, jetzt im Ortschaftsrat. Aber auch im Gemeindekirchenrat ist er aktiv. Seine größte Leidenschaft neben Familie, Haus und Garten ist die Fliegerei – zusammen mit Freunden des AeroClubs Stendal. Mathias Graf hat die Fluglizenz für Ultraleicht- und Mathias Graf (hinten links) feierte unter anderem mit Pfarrer Dieter Echo-Klasse. Wann immer es die Borchert (von links), Kurt Duy, Burkhard Neubauer, Pfarrer im RuheZeit erlaubt, steigt er in die Luft. stand Christoph Neumann und Gerd Habermann. Foto: Maik Bock

Kita-Kinder gratulieren zum Geburtstag des Monats Mädchen und Jungen aus dem „Märchenland“ sangen für Mitglieder der Volkssolidarität Kalbe (cn) ●

Bald sind sie Schulkinder. Davon wussten die „Sterntaler“ des Kalbenser „Märchenlandes“ beim Geburtstag des Monats auch ein Lied zu singen. Und deshalb dürfte es ihr vorerst letzter Besuch bei dieser besonderen Seniorenrunde gewesen sein. Sie wird im Abstand von vier Monaten regelmäßig von der Ortsgruppe der Volkssolidarität veranstaltet. Und deren Mitglieder freuten sich, dass die Kinder neben musikalischen auch ein paar blühende Grüße überbrachten. Zum Geburtstag des Monats werden immer jene Ortsgruppenmitglieder eingeladen, die im jeweiligen Vierteljahr ihr WiegenSporttherapeut Hans Peter Fischer übt mit Altmerslebener Senioren fest feiern und die mindestens 70 Beim Geburtstag des Monats gratulierten die Kita-Kinder auch Erika Schulze und Gertrud Hartwig (2. Foto: Conny Kaiser Jahre alt sind. Foto: Conny Kaiser Nordic Walking. und 3. von rechts) aus Altmersleben.

22 | Gardelegener Kreisanzeiger

Montag, 21. Mai 2012

Meldungen

Ein Abend mit vielen Emotionen

Tagesfahrten der Landsenioren

Hip-Hop-Musiker Mezia aus Gardelegen stellte sein erstes Album vor

Gardelegen (dly) ● In dieser Wo-

che unternehmen die Landsenioren Gardelegen Tagesausflüge nach Gräfenhainichen (Besuch erropolis) und in den Wörlitzer Park. Der erste Ausflug findet morgen, 22. Mai, statt. Die Mitfahrenden werden um 7.10 Uhr in Solpke, 7.30 Uhr am Gardeleger Tivoliplatz und um 7.45 Uhr in Letzlingen abgeholt. Für diesen Ausflug gibt es noch freie Plätze. Interessenten können sich bei Arnulf Gey, Telefon (0 39 07) 71 42 67, anmelden. Die zweite Fahrt findet am Mittwoch, 23. Mai, statt. Um 6.45 Uhr werden die Peckfitzer abgeholt, danach fährt der Bus über Jeggau, Breitenfeld, Schwiesau, Zichtau (zirka 7.05 Uhr), Wiepke und Estedt. Um 7.30 Uhr hält der Bus am Tivoliplatz.

Musikalisch sehr vielseitig war das Programm der Hip-Hop-Kulturnacht am Freitag im Schützenhaus. Organisiert hatte es Mezia alias Matthias Philipp aus Gardelegen.

Von Matthias Lübke Gardelegen ● Angkündigt war eine Hip-Hop-Kulturnacht. Was den Gästen dann aber geboten wurde, war für viele ein „Kulturschock“ – im positiven Sinne. Grund dafür war die ganz spezielle Mischung zwischen Gastgeber Mezia, der zur Präsentation seines ersten Albums „Trurap“ verschiedene musikalische Mitstreiter der Szene eingeladen hatte, der Gardeleger Vokalgruppe Larimar, die mit Stimmen so klar und glänzend wie ein Edelstein überzeugte, und Ortsgruppe plant den Rockern der Band TschuldiMärchenpark-Besuch gungk aus Gardelegen, die am Gardelegen (dly) ● Die OrtsgrupSchlagzeug, am Bass und mit der pe Schlüsselkorb der VolkssoGitarre ganz besonderen Sound lidarität plant für Mittwoch, gaben. Doch das Experiment ist 20. Juni, eine Fahrt zum geglückt. Märchenpark und zum BaumObwohl es gerade in Gardelekuchenessen in Salzwedel. Wer gen schwierig ist, die Jugend für mitfahren möchte, sollte sich bis kulturelle Veranstaltungen zu zum 30. Mai in der Volkssolidabegeistern, füllte sich das Schütrität-Geschäftsstelle bei Stefanie zenhaus nach und nach immer Strick anmelden und dort auch mehr. Darum wurde der Abend bezahlen. Sollten noch Plätze frei zu einer großen Party mit vielen sein, werden diese Mitgliedern Freunden und Fans der so unteranderer Gruppen angeboten. schiedlichen Künstler. Zu diesen Freunden gehörten auch die in der Szene bekannten eSute&Taid, DJ Sandkastenturnier Releaz, DJ Quinz, Beedie Monkey für Volleyballer und Nafets. Eine ganz spezielle Schenkenhorst (dly) ● Der SV Mischung gab es jedoch, als LariEstedt lädt für Sonnabend, 7. Juli, mar im Hintergrund gemeinsam zum 13. Sandkastenturnier im mit Mezia und Tschuldigungk für Volleyball nach Schenkenhorst Stimmung sorgten. ein. Gespielt werden soll ab 11.30 Im Mittelpunkt stand die VorUhr. Die Organisatoren hoffen stellung des Albums „Trurap“. auf zehn bis zwölf MannschafNach 14 Monaten Studioarbeit ten mit je sechs Spielern. Bis entstand ein Album mit 13 Tracks. zum 24. Juni sind Anmeldungen Mezias Video zu „Wo ist die Zeit“ möglich bei Uli Jelinski, Telefon hat bei youtube bereits mehr als (03 90 80) 9 74 20, Jean Reboné, 18 000 Klicks. Nun hofft Matthias Telefon (03 91) 5 92 34 26, Jörn Philipp, der seit fast 20 Jahren HipHerrmann, Telefon (0 39 01) Hop-Musik macht, darauf, dass 69 93 47 oder per E-Mail unter der Verkauf seines Albums auch [email protected] gut anläuft. Im Beatz4Streetz-Stu-

Rechtsanwältin spricht über Vorsorgevollmacht Hospizgespräch im Gemeindezentrum Gardelegen (cie) ● Das Evangelische Hospiz Stendal hatte zu einem seiner Hospizgespräche geladen – eine Einladung, die in der vergangenen Woche rund 20 Menschen annahmen und ins Gemeindezentrum der evangelischen Kirchengemeinde Gardelegen kamen. „Im Rahmen unserer ambulanten Hospizarbeit sind wir ohnehin in Gardelegen unterwegs“, sagte Ulrich Paulsen, Pfarrer im Johanniterhaus in Stendal. So lag es nahe, auch einmal einen der informativen Abende nach Gardelegen zu verlegen. Das Hospizgespräch hatte das Thema „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“. Als Hauptreferentin war Romy Gille, Rechtsanwältin aus Gardelegen, eingeladen worden. In ihrem Vortrag hob sie die Wichtigkeit einer Patientenverfügung als „Patiententestament“ hervor und erklärte, dass es sich dabei um eine Anweisung an den Arzt handle für den Fall, dass der Patient seine Wünsche nicht

Sie haben 14 Monate zusammen das Album aufgenommen: Mezia (rechts) hinter dem Mikro und Movie Iga an der Technik. Nun waren sie gemeinsam auf der Bühne. Fotos: Matthias Lübke

dio von seinem guten Kumpel Movie Iga, der den Großteil der Beats erstellt und die Produktion des Albums übernommen hat, „wurde richtig geschuftet“, erzählte der Gardeleger. Viele Emotionen gab es auch auf der Bühne. Denn Mezia betonte mehrmals, wie wichtig seine Mutter und seine Schwester für ihn sind. Und für Movie Iga war es nach seinem Unfall vor drei Jahren sein erster öffentlicher Auftritt. Er kam als Überraschungsgast, und die Fans, zu denen auch viele Freunde gehörten, feierten ihn – und hatten Tränen in den Augen, als sie ihn nach so langer Zeit wieder sahen. Für die Zukunft wird es in Gardelegen sicherlich weitere Veranstaltungen geben, denn Ideen für DJ Releaz startete gemeinsam mit eSUTe und Taid die Hip-Hop-Kulneue Projekte gibt es schon viele. turnacht im Schützenhaus.

allgemeine Bekanntmachungen

mehr kommunizieren kann. Wobei hier auch ein Kopfnicken als Kommunikationsmöglichkeit gilt, wenn Sprache, zum Beispiel durch einen Schlaganfall, verloren gegangen ist. „Ein Nichtbefolgen der Patientenverfügung gilt als Körperverletzung und ist somit strafbar“, erklärte Romy Gille. Die Juristin wies darauf hin, wie wichtig es sei, die Patientenverfügung so aufzubewahren, dass Angehörige und Ärzte im Ernstfall Zugriff darauf nehmen können. Denn „was nützt die schönste Patientenverfügung, wenn sie niemand finden kann“. Im Anschluss an das Referat durften Fragen gestellt werden. In der Diskussion, unter anderem mit Medizinern, Pflegekräften und Pfarrer Ulrich Paulsen, wurde deutlich, dass das Thema durchaus Kontroversen enthält. Viele Patientenverfügungen seien nicht immer eindeutig, Ärzte müssen in verschiedenen Fällen Juristen befragen.

Pfingstwochenende auf den Spuren von Friedrich II. Treffen der ehemaligen Winckelmannschüler Stendal (bhö) ● Das alle zwei Jah-

re stattfindende Pfingsttreffen des Freundeskreises des Stendaler Winckelmann-Gymnasiums beginnt traditionsgemäß am Freitag, 25. Mai, mit dem Jahrgangstreffen im Hotel „Schwarzer Adler“. Wie aus einer Mitteilung des Freundeskreises weiter hervorgeht, wurde die Mitgliederversammlung für Pfingstsonnabend ab 10 Uhr in die Aula des Gymnasiums einberufen. Unter anderem steht die Neuwahl des Vorstandes an. Ab 14 Uhr sind auch die Nichtmitglieder zu einem Vortrag über Friedrich den Großen eingeladen. Pfarrer Norbert Lazay spricht zum Thema „Friedrich der Große als Mensch“. Ein Höhepunkt des Pfingsttreffens wird das Konzert der Stendaler Gruppe Nobody Knows am

Sonnabend um 19.30 Uhr in der Katharinenkirche sein, das ebenfalls auch Nichtmitgliedern offen steht. Die Musiker der Folk-Band, allesamt ehemalige Schüler des Winckelmann-Gymnasiums, bieten mit ihrem Konzert „Lyrik im Anzug – neue Wege“ Gewohntes, aber auch überraschend Neues. Am Pfingstsonntag ist eine Busexkursion nach Neuruppin und Rheinsberg vorgesehen. Eine Schifffahrt durch die Ruppiner Schweiz und ein Konzert „300 Flöten für Friedrich“ im Rheinsberger Schlossgarten mit Besichtigung des Schlosses, in dem Friedrich als Kronprinz lebte, runden das friderizianische Wochenende der Ehemaligen des WinckelmannGymnasiums ab. Den Abschluss bildet am Montag ein ökumenischer Gottesdienst.

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Glanz und weiße Rosen für Salzwedeler Stolpersteine Grüne Jugend poliert Gedenktäfelchen (cb) ● 16 Stolpersteine gibt es in der Innenstadt von Salzwedel. Am Freitag wurde ihnen eine besondere Aufmerksamkeit zuteil. Christian Franke und Cindy Rosenmeyer von der Grünen Jugend polierten sie auf Hochglanz und legten Rosen nieder. Die beiden politisch Engagierten haben auf diese Weise auch Passanten, die sonst achtlos an den Steinen vorübergehen, die im Pflaster liegen und an die Opfer des Holocausts erinnern, aufmerksam gemacht „Die Stolpersteine erinnern und mahnen uns, dass wir so etwas nicht noch einmal geschehen lassen dürfen“, sagte Christian Franke. Salzwedel

Die Reaktionen aus der Bevölkerung seien positiv gewesen. Dabei mussten die zwei selbst genau Ausschau halten, um keinen der Steine zu übersehen. Denn ein Verzeichnis gebe es nicht. Wer sich auf die Suche nach den Steinen begeben möchte, findet sie an der Neuperverstraße, der Altperverstraße und der Burgstraße. Auf die Idee waren Christian Franke und seine Mitstreiterin gekommen, weil am Dienstag der Internationale Tag gegen Homphobia war. „Der Tag erinnert daran, dass es Minderheiten gibt, die wir als Gesellschaft und Politik schützen müssen“, sagte Franke.

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Cindy Rosenmeyer und Christian Franke polierten Stolpersteine in der Burgstraße und legten Rosen nieder.Foto: Christina Bendigs

Ratgeber

Montag, 21. Mai 2012

23

Meldung

Wenn die Werkstattrechnung zu hoch ist ...

Morgen: Sichere Reisekasse

Die Frau als Hauptverdiener

Vergütung der Leistung wird mit dem Abholen die Autos fällig / Im Streitfall ist Vermerk wichtig

Magdeburg (rgm) ● Ob Wellness-

Baierbrunn (rgm) ● Die Frau als

Hauptverdienerin – neun von zehn Männern finden das vollkommen in Ordnung, berichtet das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ unter Berufung auf eine aktuelle Umfrage von FinanceScout24. Die Frauen trauen den Bekundungen ihrer Gatten jedoch wenig. Nur fünf von zehn Frauen glauben, dass ihr Mann damit einverstanden wäre. Die Realität sieht ohnehin anders aus: 2010 haben Frauen im Schnitt 23 Prozent weniger verdient als Männer, so das Statistische Bundesamt.

Ratgeber im TV 9.05 Uhr | ZDF „Volle Kanne“: Top-Thema: Rabattmarken; PRAXIS täglich: Wadenbein als Armersatz

12.15 Uhr | ARD „ARD-Buffet“: Nudeln mit gebratenem Spargel und Lachs

19.25 Uhr | ZDF „WISO“: Tipp: Mutter-Kind-Kuren – So kommen Sie zu Ihrem Recht

Telefontipps Ferngespräche im Festnetz Zeit 0-7 7-8 8-9 9-17 17-19 19-21 21-24

Vorwahl 01028 01088 01028 010033 010033 01088 01088 01041 010033 01088 010088 01013 010088 01013

Anbieter Sparcall 01088telecom Sparcall 010033 010033 01088telecom 01088telecom TellinaT) 010033 01088telecom 010088T) Tele2 010088T) Tele2

Preis* 0,1 0,21 0,1 0,63 0,63 0,77 0,77 0,79 0,55 0,77 0,82 0,83 0,82 0,83

Ortsgespräche im Festnetz Zeit 0-7 7-8 8-19 19-21 21-24

Vorwahl 01028 01088 01028 01088 01088 01097 01088 01013 01028 01013

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Ins Mobilfunknetz Zeit Vorwahl 0-24 Uhr 01041 01054

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* in Cent/min. Die Liste gibt zwei günstige sofort nutzbare Call by Call Anbieter an. Tarife mit Einwahlgebühr oder einer Abrechnung schlechter als Minutentakt wurden nicht berücksichtigt. T) = mit Tarifansage). Einige Anbieter stellen ihren Service nicht in allen Regionen zur Verfügung. Bei Fragen nutzen Sie die Teltarif-Hotline: Mo. bis Fr. 9-18 Uhr 0900/1330100 (1,86 Euro/min). Angaben ohne Gewähr. Stand: 20. Mai 2012 Quelle: www.teltarif.de

Schreiben Sie uns Ihre Meinung! [email protected] Redaktion Ratgeber, Bahnhofstr. 17, 39104 Magdeburg, Fax 0391/5999400

Ärger mit der Werkstatt droht, wenn die Rechnung aus Sicht des Kunden nicht wie erwartet oder vereinbart ausfällt. Was Kunden tun können, wenn sie die Höhe des Betrages anzweifeln, erläutern Rechtsexperten.

kann der Kunde bei einer noch ausstehenden Beseitigung eines Mangels die Zahlung eines angemessenen Teils der Vergütung zurückhalten, nämlich mindestens in Höhe der doppelten für die Beseitigung des Mangels erforderlichen Kosten, besagt § 641 Abs. 3 BGB.

Düsseldorf/Magdeburg (rgm) ● Manchmal sind Kunden überrascht, wie hoch die Rechnung für die Reparatur ihres Autos ausfällt. Dabei richtet sich die Vergütung für die durchgeführten Arbeiten doch nach den getroffenen Vereinbarungen. Wenn so eine Vereinbarung fehlt, fällt laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) eine ortsübliche Vergütung an. Etwas anderes gilt nur bei anderslautender Vereinbarung zwischen der Werkstatt und dem beauftragenden Kunden. Klingt ganz einfach – trotzdem kommt es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Auftraggeber und Werkstatt.

Probleme ergeben sich, wenn die Werkstatt Positionen in Rechnung stellt, die der Kunde nicht zu zahlen bereit ist. Zahlt der Kunde nämlich nicht, kann die Werkstatt das Fahrzeug grundsätzlich so lange zurückhalten, bis die Rechnung vollständig beglichen ist. Ihr steht ein sogenanntes Unternehmerpfandrecht am zu. Dem Kunden bleiben dann zwei Möglichkeiten: Erstens: Er streitet sich mit der Werkstatt über die Positionen und nimmt dabei in Kauf, dass er das Fahrzeug erst nach Klärung und Zahlung erhält. Zweitens: Er zahlt zunächst und erhält sein Fahrzeug, muss sich aber dann anschließend mit der Werkstatt über die aus seiner Sicht erfolgte Überzahlung auseinandersetzen. Im letzten Fall sollte der Kunde ausdrücklich erklären, dass er die Rechnung lediglich unter Vorbehalt und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht begleicht, um an sein Fahrzeug zu gelangen. Ein entsprechender Vermerk ist zumindest auf der Rechnung anzubringen, damit die Zahlung nicht als Anerkenntnis ausgelegt wird, raten Arag-Experten. (Morgen lesen Sie: Was tun, wenn die Werkstatt gepfuscht hat?)

Kostenvoranschlag : Maximal 20 Prozent Abweichung

Einigen sich Werkstatt und Kunde auf einen Pauschalpreis, so ist eine Abweichung hiervon im Grunde nicht möglich, so die Arag-Experten. Ergeben sich bei der Durchführung der Arbeiten erhebliche Änderungen zu Ungunsten der Werkstatt, so kann diese eine Anpassung der Vergütung verlangen. Ist ein Kostenvoranschlag erstellt worden, so richtet sich die Vergütung grundsätzlich hiernach. Üblicherweise handelt es sich jedoch um einen unver-

Das Unternehmerpfandrecht kann zur Anwendung kommen

Das Auto in eine Werkstatt zu bringen, ist auch Vertrauenssache, aber nicht nur. Kunden haben Möglichkeiten, sich zu wehren, wenn ihnen eine Rechnung zu hoch erscheint. Foto: dpa

bindlichen Kostenvoranschlag, bei dem sich die Werkstatt nicht auf die dargelegte Berechnung festlegen will. Dennoch kann die Werkstatt bei Rechnungsstellung nicht unbegrenzt von der zugrundeliegenden Berechnung des Kostenvoranschlages abweichen. Akzeptiert wird im Allgemeinen eine Abweichung von lediglich zehn bis 20 Prozent. Ohne Auftrag durchgeführte Reparaturen kann die Werkstatt grundsätzlich nicht abrechnen. Der Kunde könnte dann gemäß

BGB darauf bestehen, dass bei einem Teiletausch ein Rückbau durchgeführt wird. Ist dies aufgrund der Art der durchgeführten Arbeiten nicht möglich, so kann hieraus allerdings eine Vergütungspflicht des Kunden entstehen. Die Höhe der Vergütung richtet sich dann nach der tatsächlichen Wertsteigerung und dem subjektiven Nutzen für den Kunden. Sind sicherheitsrelevante Teile betroffen, kann eher von einem Nutzen für den Kunden ausgegangen

werden. Dies gilt allerdings nur, solange die Reparatur im Verhältnis zum Wert des Fahrzeugs steht. Die Vergütung wird mit der Abnahme des Kfz fällig. Der Kunde ist laut BGB verpflichtet, ein vertragsgemäß repariertes Auto abzunehmen. Wird für den Kunden allerdings bereits in der Werkstatt klar, dass der Vertrag nicht erfüllt wurde, so muss er auch die Rechnung nicht begleichen. Er kann vielmehr die vertragsgemäße Erfüllung verlangen. Auch nach der Abnahme

Erben in der Lebensgemeinschaft

Fliegengitter zuschneiden

Notar Dr. Christoph Radke antwortet auf eine Leserfrage

Drei Schritte zur richtigen Passform

Ich lebe in einer Lebensgemeinschaft im Haus meines Freundes. Er hat einen Sohn mit einer anderen Frau. Wie hoch ist der Pflichtteil des Sohnes, wenn mein Freund verstirbt? Ändert sich etwas, wenn wir heiraten sollten? Was ist mit dem Haus? Es antwortet Notar Dr. Christoph Radke: Sofern Ihr Freund kein Testament errichtet hat, in dem andere Personen zum Erben bestimmt sind, tritt nach dem Tod des Freundes gesetzliche Erbfolge ein. Das heißt, der nichteheliche Sohn wäre gesetzlicher Alleinerbe. Sie als Lebensgefährtin gehören demgegenüber nicht zu den gesetzlichen Erben und würden in diesem Fall leer ausgehen. Ein Pflichtteilsanspruch würde in diesem Fall gar nicht entstehen. Nur wenn Ihr Freund testamentarisch einen anderen Erben, beispielsweise Sie, bestimmt hat, kann der nichteheliche Sohn einen Pflichtteilsanspruch in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils, hier also die Hälfte des Nach-

Notar Dr. Christoph Radke

lassvermögens, geltend machen. Die absolute Höhe des Pflichtteilsanspruchs, der auf Auszahlung in Geld gerichtet ist, ist abhängig vom Wert des Nachlasses Ihres Freundes im Zeitpunkt seines Todes. Dazu gehören alle Aktiva und Passiva im Todeszeitpunkt. Der Wert des Hauses Ihres Freundes ist bei der Berech-

nung der Höhe des Pflichtteilsanspruchs also voll in Ansatz zu bringen. Sollten Sie heiraten und kein Testament errichten, erbt nach dem Tod Ihres Ehepartners der nichteheliche Sohn gesetzlich zur Hälfte. Die andere Hälfte würden Sie als Ehefrau erben und somit eine sog. Erbengemeinschaft mit dem Sohn Ihres jetzigen Lebenspartners bilden. Besteht ein (gemeinschaftliches) Testament, in dem der nichteheliche Sohn enterbt wird, reduziert sich der Pflichtteil auf ein Viertel, wobei der Wert des Hauses für die Berechnung der Höhe des Pflichtteils wiederum voll in Ansatz zu bringen wäre. Sowohl durch eine geeignete Testamentsgestaltung als auch durch lebzeitige Vermögensübertragungen können Pflichtteilsansprüche ggf. minimiert werden. Sie sollten sich deswegen in jedem Fall an einen Notar wenden. Insbesondere unverheiratete Paare sollten auch die Erbschaftssteuer im Auge behalten.

Köln (dapd) ● Das Fliegengitter ist ein simpler und wirksamer Insektenschutz. „Die einfachste und günstigste Variante für die Abwehr von Wespen, Mücken und anderen Tieren ist das im Set erhältliche transparente Netz mit einem Klettklebeband“, sagt Anja Meyer von der Do-it-yourself-Academy in Köln. Man könne zwischen weißen und schwarzen Netzen wählen. „Auf weißen Exemplaren sind Verschmutzungen allerdings schneller sichtbar“, gibt die Expertin zu bedenken. Je nach Hersteller seien Fliegengitter auch maschinenwaschbar und können somit im nächsten Jahr wiederverwendet werden. Eine andere Variante des Insektenschutzes sind mit Fliegengitter bespannte Kunststoff- oder Aluminiumrahmen. „Mit Hilfe spezieller Adapter kann man sie, ohne zu bohren, in die Fensterrahmen einsetzen“, sagt die Doit-yourself-Expertin. Wer nicht permanent ein Fliegengitter vor dem Fenster haben möchte, könne auch auf ein Fliegengitter-Rollo

reise, Städtetrip oder Abenteuerurlaub – die Reiselust der Deutschen ist ungebremst: Zu den Vorbereitungen gehört nicht nur das Kofferpacken, sondern auch die richtige Zusammenstellung der Reisekasse. Dabei ist es gut zu wissen, welche Zahlungsmittel für das jeweilige Reiseziel geeignet sind. Zahlungskarten, Reiseschecks oder Bargeld – was muss dabei sein? Euro oder Dollar, was wird im Urlaubsland bevorzugt? Wo wird die girocard im Ausland akzeptiert? Wie sperre ich meine Zahlungskarten im Notfall schnell und richtig? Wie hoch sind die Gebühren beim Einsatz der Karte im Ausland? Ist das Geldabheben vor Ort günstiger als der Umtausch zu Hause? Wie kann ich mich vor Diebstahl und Datenklau schützen? Worauf ist bei der Bedienung ausländischer Geldautomaten zu achten? Gibt es in meinem Urlaubsland ausreichend Geldautomaten? Welche Ein- und Ausfuhrbestimmungen gelten? Tipps rund um die sichere Reisekasse geben am morgigen Dienstag von 10 bis 12 Uhr drei neutrale Experten von Banken und Sparkassen im Rahmen des Telefonforums, das die Volksstimme gemeinsam mit dem Informationsportal kartensicherheit. de durchführt. Die Experten sind Franziska Dennhardt (Volksbank Magdeburg), Elke Weinlich (Stadtsparkasse Magdeburg) und Thomas Kuzel (Sparda-Bank Magdeburg). Die Fachleute sind morgen in der Zeit von 10 bis 12 Uhr unter Telefon (03 91) 53 29 70 erreichbar. Fragen können zuvor per E-Mail an [email protected] volksstimme.de gestellt werden.



Überwucherndes ist zu beseitigen

So geht es

(dapd) ● Gartenbesitzer müssen es nicht unbedingt hinnehmen, wenn die Pflanzenpracht des Nachbarn über ihren Gartenzaum ragt. Nach einem Urteil des Landgerichts Coburg müssen über die Grundstücksgrenze hängende Äste vom Baumbesitzer beseitigt werden (AZ: 33 S 26/08). Im konkreten Fall waren 18 Fichten und eine Birke vier Meter über die Grundstücksgrenze hinaus gewachsen. Sie nadelten und verschatteten den Garten. Auch überwucherndes Efeu muss vom Nachbarn beseitigt werden, wenn es Schädigungen am Mauerwerk des Nachbarn verursacht. Das entschied das Amtsgericht München (AZ: 241 C 10407/05). Baumwurzeln vom Nachbarn, die auf dem eigenen Grundstück Schäden verursachen, dürfen ebenfalls entfernt werden. Nach Ansicht des Bundesgerichtshofs muss der Nachbar die Kosten der Beseitigung und der Behebung der Schäden tragen (AZ: V ZR 99/03). Berlin

Fensterrahmen gründlich reinigen und trocknen, damit das Klettband gut haften kann. Rahmenlängen und Fensterfläche messen. Klettband entsprechend zuschneiden und auf die gereinigte Fläche kleben. Das Netz sicherheitshalber mit etwas Überstand zuschneiden. Netz fixieren, indem man es an das Klettband drückt. Mit einem Cutter trenne man die Überstände dann sauber ab.

ausweichen. Speziell für Türen gebe es außerdem hängende Lamellensysteme, bei denen sich die einzelnen Fliegengitterstreifen überlappen. „Ein Eindringen der Insekten wird so verhindert und der Durchgang ist trotzdem möglich.“

Fondsbörse Ausgewählte Fonds Fondsname 1. Aktienfonds Europa Allianz-Wachstum Fid. Europe Growth JPM Euro. Dyn. Fid. European Aggr. Metzler EURO Fid. Euro. Dyn. Growth DWS Euro Opportun. Allianz-Small CAP Euro. Fondak SEB Europafonds DWS Eurovesta Deka Fonds Franklin Euro. small Nordea Euro. value DWS Aktien Strategie

Rücknahmepr. Wertentwicklung in % in Euro 1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre 60,77 9,30 11,19 11,12 128,64 27,14 149,04 100,28 94,57 39,37 80,64 62,44 19,27 35,88 161,14 45,42

-3,75 -7,42 -6,82 -10,52 -8,06 -0,11 -9,08 -6,83 -17,88 -6,02 -14,41 -16,52 -8,84 -2,31 -14,47 -11,81

60,83 31,50 33,83 34,15 56,21 57,31 46,93 67,13 39,86 31,66 24,90 39,37 42,47 59,61 58,05 23,49

-2,19 -25,11 -27,70 -45,99 -7,81 -10,68 -40,81 -15,71 -25,66 -38,61 -34,68 -24,46 -10,65 -18,00 -14,23 -35,40

100,11

-13,38

49,73

-19,30

Fid. Latin America Threadneedle Latin

2. Aktienfonds International 22,94 M & G Global Basics 9,65 Templ. Growth (EUR) 46,99 BGF-Global Smallcap 31,84 Allianz RCM Japan 30,63 JF China A (DIST) 82,81 DWS Top Dividende 22,85 Fid. Asian Special 10,95 Templeton Global 11,76 Nordea Global value 116,96 Credit Suisse PF

-7,65 -2,40 -0,23 1,71 -16,01 5,22 -3,99 -7,56 5,25 -5,63

60,80 38,24 56,58 16,80 15,55 52,22 55,81 22,58 44,09 25,68

-3,50 -23,87 2,15 -35,81 6,18 6,04 25,36 -31,31 -13,78 -14,14

3. Aktienfonds Emerging Markets 80,82 DWS Emerging Mark. 53,46 M. Stanley Emerging 23,78 Fidelity India Focus 298,11 Allianz Emerging Eur. 39,01 JPM Easterm Euro. 31,41

-10,80 -8,53 -14,23 -18,81 -18,26 -1,54

39,91 48,63 68,78 44,45 55,90 68,13

-13,69 -18,43 -13,95 -11,69 -22,25 30,86

Ari Deka Allianz-Vermögensbild.

3,22

-6,75

66,42

17,57

4. Branchenfonds Allianz-Rohstofffonds BGF - New Energy BGF - World Energy BGF - World Gold

92,91 4,72 16,76 35,65

-25,07 -16,28 -11,87 -14,73

28,78 -17,31 22,29 26,37

-24,39 -49,19 -8,32 23,74

5. Rentenfonds Europa Pioneer Total Return Allianz Pimco Euro Fid. Euro Bond DWS Euro Strategie Adireth

45,93 57,57 11,65 39,85 84,53

-1,53 5,23 5,81 1,55 5,31

47,69 26,97 29,93 12,20 29,80

8,54 21,69 19,76 12,38 17,47

6. Rentenfonds International 19,55 Templeton Global Total Ret. 29,85 SEB Zinsglobal 7,82 Pioneer F-US High

10,83 13,96 11,19

52,10 25,58 76,54

71,81 29,86 32,93

29,12

-0,63

33,66

15,56

7. gemischte Fonds

124,64 5396,59

-0,33 7,05

21,49 15,75

-23,59 40,06

8. Immobilienfonds Grundbesitz Europa RC hausinvest Deka-Immobilien Global UniImmo Deutschland

41,37 42,30 56,11 94,94

3,76 2,76 2,71 2,66

9,74 9,60 8,33 7,26

21,76 22,68 20,31 20,88

9. Geldmarktfonds Metzler Geldmarkt Fidelity Euro Cash

67,94 9,29

1,40 0,22

3,23 0,36

10,50 6,87

Fid. Target TM 2020 Invesco Global Dyn. Carmignac Patrimoine

10. Girokonten 11. Festgeld

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20 | ReportHOTEL & WELLNESS

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Marienbad und Franzensbad

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Mit dem CUP VITAL-Kurtaxi von zu Hause direkt ins Hotel

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Reisezeitraum 2012 ine möglich viele Term

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• 4 Ü/F im Komfort-DZ • ein Postcocktail zur Begrüßung it m Kochkurs och • ein Kochkurs mit unserem k h se rn dem Fe Fernsehkoch René Bobzin zin. René Bob • Autogrammkarte mit Ihrem persönlichen Rezept • ein 5-Gang-Menü im Gourmetrestaurant • freie Nutzung der großzügigen Sauna- und Badelandschaft • Aromaölbad in Partnerwanne mit Champagner (PRIVATE SPA)

Hin- u. Rückreise im CUP VITAL-Kurtaxi Hotel Ihrer Wahl gemäß Flyer Kofferservice 14 Ü/HP im DZ 20 Kuranwendungen Führung im Kurviertel inkl. Stadtplan 1x Eintritt für ein Konzert oder eine andere Kulturveranstaltung • goldene CUP VITAL-Marienbad-Vorteilskarte bzw. Franzensbad-Vorteilskarte • Stadtplan Marienbad bzw. Franzensbad • Kurtaxe • keine Stornokosten bis 30 Tage vor Reisebeginn p. P. im DZ Marienbad ab - 574.Franzensbad ab - 618.-

Hin- u. Rückreise im CUP VITAL-Kurtaxi Hotel Ihrer Wahl gemäß Flyer Kofferservice 7 Ü/HP im DZ ärztliches Empfangsgespräch 10 Kuranwendungen Führung im Kurviertel inkl. Stadtplan silberne CUP VITAL-Marienbad-Vorteilskarte bzw. Franzensbad-Vorteilskarte • Kurtaxe

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Veranstalter: KAISER SPA HOTEL ZUR POST

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im 3*-Sonnenhotel Bayerischer Hof, Oberer Bayerischer Wald/ Waldmünchen

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im 4*-Sonnenhotel Carpe Diem, Sauerland/Kirchhunden

buchbar bis 09/2012

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Im Preis enthalten:

buchbar bis 09/2012

Im Preis enthalten:

• Anreise Sonntag • 5 Ü/VP im Doppelzimmer • morgens Frühstücksbuffet, mittags Salat/Snackbuffet, nachmittags Kaffee, Tee und 1 Stück Kuchen, abends wechselnde Themenbuffets • 10.00 – 21.30 Uhr Softgetränke, Bier, Wein frei • freie Nutzung von Schwimmbad und Sauna • 1 Kind bis 14,9 frei im DZ der Eltern • 2 Kinder bis 14,9 frei im Familienzimmer der Eltern

• Anreise täglich (Feiertage ausgeschlossen) • 3 Ü/VP im Doppelzimmer • morgens Frühstücksbuffet, mittags Salat/Snackbuffet, nachmittags Kaffee, Tee und 1 Stück Kuchen, abends wechselnde Themenbuffets • 10.00 – 21.30 Uhr Softgetränke, Bier, Wein frei • freie Nutzung von Schwimmbad und Sauna • 1 Kind bis 14,9 frei im DZ der Eltern • 2 Kinder bis 14,9 frei im Familienzimmer der Eltern

Mai/Juni/Sep. Juli/August Preis pro Person im DZ: -209.-239.Preis pro Person im FZ (Familienzimmer): -239.- 269.-

Mai/Juni/Sep. Juli/August Preis pro Person im DZ: -149.- 169.Preis pro Person im FZ (Familienzimmer): - 154.- 174.-

DZ ab p. P.

eine Marke der Alps & Cities Hotelmanagement GmbH

Anreise Sonntag 4 Ü/F im Doppelzimmer zum Preis von 3 1x abends 3-Gang-Menü 1x Schnuppermassage (20 Minuten) p. P. inklusive • 1 Kind bis 5,9 kostenfrei im Zimmer der Eltern • Kinder von 6 – 11,9 Jahre 50% Ermäßigung • Kinder von 12 – 15,9 Jahre 25% Ermäßigung Mai/Juni/Sep. Juli/August Preis pro Person im DZ: - 169.- 199.V-Nacht inkl. Frühstück: - 55.- 65.EZ-Zuschlag pro Nacht: - 10.- 10.-

DZ ab p. P.

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Veranstalter: Sonnenhotels

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„Happy-Woche“

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im 4*-Sonnenhotel St. Urbanerhof/St. Urban/Kärnten – Österreich

im 4*-Sonnenhotel Hoher Hahn – Erzgebirge/Schwarzenberg

im 4*-Sonnenhotel Fürstenbauer/Bodenmais/Bayerischer Wald

buchbar bis 09/2012

buchbar bis 09/2012

Im Preis enthalten: • Anreise täglich • 7 Ü/HP im Doppelzimmer oder Appartement • täglich Kindermenü vom Buffet • ganztägig alkoholfreie Getränke vom Limobrunnen • freie Nutzung von Hallenbad, Kinderpool, Sauna, Dampfbad, Aromakammer und Fitnessraum • ganztägig Kinderbetreuung von 4 bis 11 Jahre • 1–2 Kinder bis 14,9 kostenfrei im Zimmer der Eltern

• Anreise täglich • 3 Ü/F im Doppelzimmer • freie Nutzung von Hallenbad und Saunalandschaft • 1x Schnuppermassage (20 min) pro Person inklusive • 1 Kind bis 5,9 kostenfrei im Zimmer der Eltern • Kinder von 6 – 11,9 Jahre 50% Ermäßigung • Kinder von 12 – 15,9 Jahre 25% Ermäßigung Mai/Juni/Sep. Juli/August Preis pro Person im DZ: - 109.- 119.V-Nacht inkl. Frühstück: - 36.- 39.EZ-Zuschlag pro Nacht: - 10.- 10.-

Mai/Juni/Sep. Juli/August Preis pro Person im DZ: - 389.- 449.Preis pro Person im AP: - 509.-569.DZ ab p. P.

Veranstalter: Sonnenhotels eine Marke der Alps & Cities Hotelmanagement GmbH

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Mai/Juni/Sep. Juli/August Preis pro Person im DZ: -359.-389.Preis pro Person im FZ: - 399.-429.EZ-Zuschlag pro Nacht: - 10.- 10.-

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Aus der Landeshauptstadt | 25

Montag, 21. Mai 2012

Kindergärten krönen Schachkönig Alt-Olvenstedt/Neustädter Feld

Konkurrenz für die „Württemberg“, die nur ein paar Meter weiter als Schiffsrestaurant am Flussufer liegt: Auf dem neuen Spielplatz im Park lädt der Elbdampfer „MS Rotehorn“ an Bord.

Fotos (4): Katja Tessnow

Im Rotehornpark wächst die (Spiel)Stadt an der Elbe Zwischen Aussichtsturm und Adolf-Mittag-See nimmt ein wahres Paradies für Kinder Gestalt an Zum Kindertag wird’s leider noch nichts mit der Eröffnung, aber hoffentlich ein paar Wochen später. Voraussichtlich am 20. Juni soll der neue Spielplatz „Am Aussichtsturm“ seiner Bestimmung übergeben werden – also fest in Kinderhand. Von Katja Tessnow Werder ● Gut eine halbe Euromillion lässt sich der Stadtgartenbetrieb die Investition in strahlende Kindergesichter kosten. Aber auch den Bauarbeitern, die derzeit noch die Regie auf dem Platz führen, steht die Freude übers wachsende Werk ins Gesicht geschrieben. „Das wird wirklich ein toller Platz“, raunt einer der fotografierenden Journalistin zu; die Kollegen nicken zustimmend und fühlen sich sichtlich wohl auf ihrem aktuellen Arbeits(spiel)platz. „Magdeburg – Stadt an der Elbe“ heißt das Spielplatzthema und die Planer ließen sich, was jetzt offenbar wird, nicht lumpen und nahmen erstens das Thema wörtlich und zweitens die Wünsche von Magdeburger Kindern auf. Der Elbkahn (mit „Matschanlage“) war zum Beispiel ausdrücklicher Kinderwunsch, Schaukeln und Rutschen sowieso, Kletternetz, Spielhaus und Drehschei-

Thomas Wegerer, Mitarbeiter einer Brandenburger Baufirma, setzt einem Spielgerät ein Storchennest aufs Dach.

be sowie etliches Getier, das nun hölzern den ganzen Platz überzieht: Schwäne, Biber, Störche, Fische, Schafe zum Streicheln, Wippen, Klettern – und ein paar fesche Elbnixen wachen wacker

Nixe wacht übers Geschehen – der ganze Platz ist übersät mit liebevollen Details.

und aus luftiger Höhe übers Geschehen. Das große RutschenKletter-Gerüst im Zentrum des Platzes – gerutscht wird aus maximal vier Metern Höhe und mit 90 Grad Kurve – fügt sich grün und

aufragend perfekt ins natürliche Parkgrün ein. 5000 Quadratmeter Raum nimmt das neue Spielparadies hinterm Aussichtsturm ein, und es soll – so ist es versprochen –

Selbstverständlich gehört eine Rutsche auf jeden Spielplatz; der neue im Stadtpark verfügt über mehrere.

nicht ausschließlich Kinderherzen höher schlagen lassen. Neben Spielbereichen für Kleinkinder, Schulkinder und Jugendliche können auch Erwachsene an Fitnessgerätschaften, Tischtennis-

platten und Spieltischen (Schach und „Mensch ärgere Dich nicht“) ihre Freude haben. Die festliche Eröffnung lässt sich der Oberbürgermeister persönlich nicht nehmen.

233 000 Internet-Klicks: Neues Termin-System der Stadt läuft heiß Angebot der Bürgerbüros bei den Besuchern beliebt / Wartezeit verkürzt sich drastisch / Vereinbarung über verschiedene Wege Von Peter Ließmann Magdeburg ● Auf „blauen Dunst“ zum Bürgerbüro gehen oder lieber einen Termin vorher vereinbaren, das kann man sich seit gut einem Monat in Magdeburg aussuchen. Und ein Blick ins Bürgerbüro Mitte zeigte deutlich: Termin machen ist besser. Fünf Minuten, nachdem die Schalter geöffnet hatten, war der Warteraum schon mit Besuchern prall gefüllt. Schlange stehen vor der Information war angesagt und wer eine Wartemarke gezogen hatte, musste sich auf eine Wartezeit von rund einer halben Stunde einstellen. Für manche Bereiche konnten es gut auch 45 bis 60 Minuten sein. Unter den Besuchern waren aber auch solche zu entdecken, die sich gar nicht erst einen Sitzplatz gesucht hatten und ganz unaufgeregt an einer Wand lehnten. Und nach rund fünf Minuten leuchtete auf dem großen Bildschirm im Warteraum ihre Nummer auf und sie waren auch schon in einem der

Marina Neumann, Mitarbeiterin im Bürgerbüro Mitte der Stadt, freut sich über das neue Termin-System. „Die Besucher sind dadurch viel entspannter.“ Foto: Peter Ließmann

Schalterräume verschwunden. Diese Besucher hatten vorher einen Termin mit dem Bürgerbüro Mitte ausgemacht. „Das Terminsystem hat richtig gut eingeschlagen“, sagte Frank Ehlenberger, Leiter der Abteilung Bürgerservice bei der Stadt. So

konnten bespielsweise über die Behördenrufnummer 115 bereits 431 Termine für die Bürgerbüros der Stadt vereinbart werden. Zusammen mit den Anmeldungen via Internet haben in den vergangenen vier Wochen rund 12 Prozent der Besucher der Bürger-

büros das neue Terminsystem genutzt. Vom 11. April bis zum 7. Mai wurden in allen Bürgerbüros insgesamt 12 000 Besucher gezählt. „Rund 5500 Klicks haben wir auf dem Internet-Terminkalender gezählt“, so Frank Ehlenberger, und etwa 233 000 haben sich die

entsprechende Internetseite des neuen Angebots angesehen. „Das ist eine Quote, von der wir doch sehr überrascht waren.“ Und dabei seien die Möglichkeiten noch nicht einmal ausgereizt. „Fachleute haben uns dazu geraten, die Terminvereinbarung langsam in das vorhandene System hineinwachsen zu lassen, damit wir keine Staus verursachen, da der normale Besucherverkehr weiterläuft“, so Ehlenberger. Ziel sei es aber, nach und nach möglichst viele Termine für die Bürgerbüros vorher zu vereinbaren, um die durchschnittliche Wartezeit deutlich zu verringern. Zurzeit beträgt sie rund 21 Minuten. Spitzenwerte liegen aber auch schon mal bei über zwei Stunden. Betroffen davon ist etwa das Bürgerbüro Nord, wo 90 Minuten Wartezeit nicht selten sind. Die Terminvereinbarung ist denkbar einfach: Entweder man wählt sich über die Behördennummer 115 ein und bekommt mündlich einen festen Termin,

oder aber es wird das Internet genutzt. Über die Stadt-Seite www. magdeburg.de wird man zum Terminkalender geführt. Dort loggt man sich ein, sucht den entsprechenden Termin aus, und per E-Mail bekommt man dann eine Bestätigung, die wiederum innerhalb von rund vier Stunden bestätigt werden muss. Auch für die Mitarbeiter an den Schaltern der Bürgerbüros ist das neue Terminsystem eine echte Arbeitserleichterung, wie Marina Neumann berichtet. Die Besucher, die einen Termin vereinbart haben, seien auf jeden Fall viel entspannter und dadurch auch umgänglicher, weil sie nicht durch eine lange Wartezeit gestresst seien. „Das macht auch für uns die Arbeit dann angenehmer.“ Pro Viertelstunde können für jedes Bürgerbüro zurzeit zwei Termine vereinbart werden. „Die werden in den laufenden Betrieb eingetaktet“, sagt Teamleiterin Kirstin Hostmann. „Und wir sind fast täglich ausgebucht.“

(rri) ● Die Schachkinder aus den Kitas „Klusweg“ aus Alt-Olvenstedt und „Bussi-Bär“ aus dem Neustädter Feld trafen sich jetzt in der Gaststätte „Feldstübchen“, um ihre besten Spieler zu ermitteln. Im Beisein zahlreicher Eltern, Großeltern und Geschwister sowie der Erzieherinnen beider Häuser kämpften die Denksportler um die begehrten Medaillen. Gold bei den Einzelmeisterschaften der Kita „Klusweg“ holte Colin Dahl vor Thorben Heinrichs und Till Krüger. Bei den Klusweg-Mädchen sicherte sich Lea Sophie Wenzel den Titel vor Johanna Söder und Lucienne Pahl. Meister der Kita „Bussi-Bär“ wurde Janis Klenner vor Janek Heiß und Paul Linke. Bei den Mädchen siegte hier Novalee Jaenecke vor Jeanna-Jayne Weber und Bella Marie Goedecke. „Die fünften Kita-Einzelmeisterschaften bildeten den Auftakt zur unmittelbaren Vorbereitung auf die diesjährigen Stadtjugendspiele im Schach“, sagte Trainer und Turnierchef Hans-Jürgen Barucker, der in den Kitas die Schachgruppen leitet. „Dieser Mannschaftswettbewerb unserer Landeshauptstadt wird am 7. Juli an der Hochschule MagdeburgStendal als Höhepunkt für alle beteiligten Schulen und Kindertagesstätten ausgetragen“, kündigte der Coach an. Immerhin: Die Alt-Olvenstedter Kita „Klusweg“ tritt dabei sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen zur Titelverteidigung an. Die ,Bussi-Bären‘ waren im Vorjahr Vizemeister – jetzt wollen sie gern an die Spitze. „Während des gut vierstündigen Wettstreits über fünf Runden im Modus ,Jeder gegen jeden‘ gab es viel Freude, aber auch ein paar Tränen“, erzählte Barucker. „In der Mittagspause gab es für alle Kämpfer und die Kinderschiedsrichter Maike Jaenecke und Hendrik Heiß Pommes und Wiener Würstchen, die von einem Sponsor bereitgestellt wurden.“

Schülerfirma ist weiter auf Erfolgskurs (sar) Die Schülerfirma „Pick up! SGmbH“ der „Wilhelm Weitling“Ganztagssekundarschule besteht bereits seit einem Jahr in der freien Wirtschaft. Denn genauso lange bieten die Jungen und Mädchen ihre in Handarbeit angefertigten Gebrauchsgegenstände in der Galerie Life im Hundertwasserhaus an. Jetzt zogen sie über die Zusammenarbeit Resümee. Dass die Kooperation sehr gut funktioniere, zeige die anhaltende Nachfrage nach den Produkten. „Besonders bei den Touristen sind die Eipotts, die schrägen Hühnchen und die Schluckspechte echte Renner. Wenn ich dann die Geschichte von den Pick up!‘s erzähle, sind viele sehr begeistert von der Unternehmenslust der Schüler“, erzählt Geschäftsinhaberin Ina Gattermann. Lehrerin Manuela Bartel ergänzt: „Wir sind sehr stolz auf unsere Schüler, die gelernt haben, dass gut verkäufliche Dinge, deren Produktion vielleicht nicht viel Spaß macht, trotzdem hergestellt werden müssen. Die Schüler werden selbstsicherer und lernen, was zum erfolgreichen Verkauf dazugehört. Das sind Dinge, die wir in der Theorie nicht umsetzen können.“ Die scheidende Geschäftsführerin Selina Rink unterstreicht: „Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass unsere Produkte weltweit verkauft werden.“ Die Kooperation läuft ab sofort unbefristet weiter. Altstadt/Neu-Olvenstedt ●

26 | Altmark Umschau

Montag, 21. Mai 2012

Heimatgeschichte: Friedrich der Große verlor die Geduld und verwehrte seinem Neffen die Taufe Prinz Louis Ferdinand Prinz von Preußen (1772 bis 1806) und seine Beziehungen zur Altmark (Teil 1). Von Herbert Riebau Prinz Louis Ferdinand von Preußen galt als das schwarze Schaf der Familie der Hohenzollern. Dabei war er ein hochgebildeter und mutiger Mensch. Er war ein Liebling der Frauen und sein kurzes Leben wurde zum Mythos. In mehreren Folgen stellen wir den Prinzen vor. Heute: Teil 1.

Louis ist ein Mensch wie unsereiner, gar nicht so hochmütig, wie sonst wohl die Offiziere gegen uns sind. Aber dafür gehen wir auch alle mit ihm in die Hölle, wenn es sein muss. Führt er uns hinein, so bringt er uns gewiss auch wieder heraus, sollten wir aber auch ja einmal drinne bleiben – je nun, in Gottes Namen! Bleibt er doch auch nicht zurück! Und dann, wenn er etwas hat, so haben wir alle was! Er soll leben!“

Durch seinen Lebenswandel brüskierte der Prinz häufig den preußischen Hof.

D

ie Geschichte schaffte einfache und merkwürdige Konstellationen, wie der Fall Schricke beweist. Es rückte der kleine Ort Schricke durch die damalige Anwesenheit von Prinz Louis Ferdinand von Preußen ins Blickfeld der Weltgeschichte. Es ist interessant etwas über diesen Prinzen zu erfahren, der nicht nur zeitweilig in Schricke wohnte, sondern auch dort komponierte und seine glücklichsten Tage verbrachte. Louis Ferdinand Prinz von Preußen, eigentlich Friedrich Ludwig Christian, wurde am 18. November 1772 in Friedrichsfelde bei Berlin geboren. Er war fünftes Kind des Prinzen August Ferdinand von Preußen, des jüngsten Bruders Friedrichs des Großen. Schon seit der Geburt Louis Ferdinands machte das Gerücht, General Carl von Schmettau sei der eigentliche Vater, die Runde. Denn August Ferdinand war ständig kränkelnd und gab nicht das Bild strotzender Manneskraft ab, im Gegensatz zu seinem Adjutanten, Hausfreund und Vertrauter von Luise, der Frau von Ferdinand. War es Carl von Schmettau, der für den Kindersegen sorgte? Man weiß es nicht, aber auszuschließen ist es nicht.

Bereits die Taufe des Prinzen verlief außergewöhnlich, wie später sein gesamtes Leben. Bereits die Taufe des Prinzen verlief außergewöhnlich, wie später sein gesamtes Leben. Die Taufpredigt für Louis Ferdinand war sehr lang, was damals allgemein üblich war, so dass Friedrich der Große die Geduld verlor. Er ließ den kleinen Prinzen kurzentschlossen, zur Verblüffung der Anwesenden, hinaustragen. Der Pfarrer war nicht mehr in der Lage die Taufformel zu sprechen und den Kopf des Täuflings mit geweihtem Wasser zu benetzen. Der Prinz wurde allgemein Louis gerufen, und als wenig später ein Nachkomme des Kronprinzen den Namen Louis erhielt,

„Vierprinzenbild“ von Franz Rusca 1737 (Potsdam Schlösser und Gärten). Von links: Kronprinz Friedrich, Prinz August Ferdinand (Vater von Louis Ferdinand), Prinz August Wilhelm und Prinz Heinrich.

Louis Ferdinand Prinz von Preußen (1772 bis 1806) galt als schwarzes Schaf der Familie. Repros (2): Herbert Riebau

wurde der Prinz, um Verwechslungen zu vermeiden, Louis Ferdinand – Ferdinand nach dem Namen seines Vaters – genannt. Von Friedrich dem Großen wird gesagt, er habe seinen Neffen wegen seiner Schlagfertigkeit besonders geliebt. Als 1779 der jüngste Bruder des Prinzen seine Taufe erhielt, erlaubte sich der Alte Fritz einen groben Scherz. Er rief seinen Neffen Louis Ferdinand an das Taufbecken und sagte Folgendes zu ihm: „Mein kleiner Mann, als ich dich über die Taufe hielt, hat der Prediger eine so lange Rede gehalten, dass ich dich wegschickte, ehe sie zu Ende war. Dies Unrecht muss ich heute wiedergutmachen.“ Sprach’s und goss dem Prinzen den ganzen Rest des Taufwassers über den Kopf. Die Schwester des Prinzen erinnerte sich später wie folgt: „Mein Bruder gab eine sehr heitere und artige Antwort und wurde wegen seiner Geistesgegenwart und Tapekeit belobt.“ Durch Hauslehrer bekam Louis Ferdinand eine vielseitige Ausbildung und schon früh zeigte sich seine musikalische Begabung. Anna Amalia, die Schwester Friedrichs des Großen, förderte die musikalische Begabung des Prinzen. Mit knapp sechzehn Jahren soll Louis Ferdinand seine erste große Liebe mit einer Hofdame seiner Eltern gehabt haben. Nach-

In der Nacht vom 7. auf den 8. Mai 1793 unternahm der Prinz einen erfolgreichen Vorstoß auf die Zahlenbacher Höhen, auf denen sich französische Truppen in Stellung gebracht hatten. Dieser Erfolg fand bei der Generalität wenig Gefallen und wurde militärisch nicht ausgenutzt An diesem Unternehmen war Ohrdorff natürlich auch beteiligt. In der Nacht vom 30. auf den 31. Mai 1793 unternahmen französische Truppen einen Vorstoß auf das Quartier des Prinzen, um ihn gefangenzunehmen oder zu töten. Mit Hilfe von Ohrdorff konnte sich der Prinz einer Gefangennahme nur knapp entziehen. Beide versteckten sich auf dem Dach des Hauses. Nachdem preußische Truppen eingetroffen waren, befreiten sich der Prinz und sein Leibjäger aus ihrer misslichen Lage. Im flatternden Nachthemd an der Spitze der preußischen Reiterei attackierte der Prinz die überraschten Franzosen. Auch der Herzog von Weimar und sein Begleiter Goethe waren mit knapper Not der Gefangennahme entronnen. Bei ihnen angekommen, erhielt der Prinz Verstärkung durch weimarische und sächsische Truppen. Mit dieser vereinten Heeresmacht ritt Prinz Louis einen Gegenangriff. Für die Franzosen war der Anblick des Prinzen in seinem zerrissenen und blutbefleckten weißen Nachthemd ein erschreckender Anblick.

dem sie den Dienst quittiert hatte, gebar sie am 4. August 1789 eine Tochter. In ihrer Jugend hatten die Geschwister Louise, Heinrich und Louis Ferdinand ein inniges Verhältnis, das nach dem Tod Heinrichs (1790) zwischen seiner Schwester und dem Prinzen weiter bestand. Seine militärische Karriere hatte Louis Ferdinand offiziell schon im Alter von fünf Jahren begonnen. Im März 1789 trat er in den aktiven Militärdienst ein und wurde als Hauptmann im Infanterie-Regiment Nummer 25 eingestellt. Im Krieg 1792 bis 1794 (Koalitionskrieg) gegen Frankreich zeichnete er sich durch Tapferkeit und Edelmut aus, was seine Volkstümlichkeit begründete. Bei den Österreichern war er sehr beliebt, da er einen verwundeten Österreicher persönlich aus der Feuerlinie geholt hatte. Für diese Tat ließ man eine Medaille mit dem Bildnis des Prinzen und der Aufschrift: „ Österreichs Krieger danket ihm das Leben“ schlagen. In diesem Feldzug gegen Frankreich und auch später war der Leibjäger Ohrdorff sein ständiger Begleiter. George Ohrdorff wurde am 5. November 1760 in Prieskow geboren und übte den Beruf eines königlichen Forstbeamten aus. Sein Bruder Carl Friedrich war seit dem Jahre 1790

Leibjäger des Prinzen Louis Ferdinand von Preußen. Kurze Zeit später, spätestens 1792, übernahm George Ohrdorff diesen Posten. Weshalb dieser Wechsel geschah, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich war Carl Ohrdorff vom Vater des Prinzen eingestellt worden und sollte den Prinzen überwachen. Da zur damaligen Zeit bei „Dienstboten“ fast nur die Nachnamen gebräuchlich waren, fiel der Wechsel des Leibjägers nicht weiter auf. George Ohrdorff entsprach besser den Anforderungen des Prinzen, denn er wurde zu seinem ständigen Begleiter.

Unseren Jäger Ohrdorff ... haben wir krank in Luxemburg liegen lassen müssen. Ohrdorff wurde als „intelligent, anstellig (geschickt) sowie mutig und von bescheidenem Charakter“ beschrieben. Nach dem Rückzug aus Frankreich (1792) erhielt die Schwester des Prinzen einen Brief, in dem auch Ohrdorff erwähnt wurde: „... Unseren Jäger Ohrdorff, der alles mit Seiner königlichen Hoheit ausgehalten hat, auch da, wo die Kugeln um den Kopf sausten, haben wir krank in Luxemburg liegen lassen müssen. Wir haben aber Hoffnung, dass er bald wieder hergestellt sein wird.“

In der Nacht sah es so aus, als reite die Fahne den Angriff selbst. Ohrdorff fand den Prinzen erst im Morgengrauen und konnte ihn mit den mitgebrachten Uniformteilen wieder zu einem richtigen Oberst ausstaffieren. Am 16. Juli 1793 führte der Prinz die Erstürmung der französischen Befestigungsanlagen an. Unter seiner Leitung konnten die Befestigungen erobert und verteidigt werden. Beim Angriff wurde der Prinz durch einen Splitter einer Kartätschenkugel im Oberschenkel verletzt. Leibjäger Ohrdorff verband die Wunde des Prinzen notdürftig und wurde wenig später durch einen Bajonettstich selbst verletzt. Trotz seiner Wunde kämpfte der Prinz noch stundenlang. Für seinen Mut wurde der Prinz vom König Friedrich Wilhelm II. zum Generalmajor ernannt. Zur Genesung wurden der Prinz und Ohrdorff nach Mannheim gebracht. Auch später zeichnete sich der Leibjäger Ohrdorff durch Mut und Treue aus, so dass er vom Prinzen das Ohrdorffsche Siegel gestiftet bekam. In den Befreiungskriegen 1813/14 und 1815 nahm Ohrdorff als Leutnant teil. Bis zu seinem Tode am 3. Februar 1833 lebte Ohrdorff als königlicher Förster mit seiner Familie in Kriescht, östlich von Küstrin. Bei den Soldaten galt folgende allgemeine Ansicht: „Der Prinz

Besonders erwähnenswert ist, dass sich Goethe und der Prinz in diesem Krieg kennenlernten. Der Prinz hatte in diesem Krieg auch einen Schuldenberg angehäuft, was ihm sein Vater sehr verübelte. Er wurde aber auch zeitlebens von seiner Familie kurzgehalten, so dass ihm für eine standesgemäße Lebensführung nur das Schuldenmachen übrigblieb. Außerdem war er sehr großzügig zu seinen Bekannten und Untergebenen mit geborgtem Geld. Am 23. Februar 1795 wurde der Prinz zum Chef des Infanterieregiments (Nummer 20) in Magdeburg ernannt. Durch seinen Lebenswandel brüskierte der Prinz häufig den preußischen Hof, so dass er möglichst weit weg von Berlin wohnen sollte. Der Prinz hatte sich für eine Weiterführung des Krieges starkgemacht und war gegen den Friedensschluss mit Frankreich. Der König und seine Generäle brauchten aber freie Hand, um sich bei den polnischen Teilungen zu beteiligen und um den Widerstand der Polen zu brechen. Mit der dritten Teilung vom 3. Januar 1795 verschwand Polen von der Landkarte. Louis Ferdinand verhehlte nie seine Sympathien für die Polen, woran sein späterer Schwager Anteil hatte. Seine Schwester Louise verliebte sich in den Sohn des polnischen Fürsten Radziwill, den sie am 17. März 1796 heiratete. Im Frühsommer 1795 bezog der Prinz sein Magdeburger Quartier und am 26. September zog er in das Haus der Dompropstei am Domplatz. Durch seinen Onkel Heinrich war er zum Dompropst von Magdeburg ernannt worden. Der Prinz widmete sich neben der Kriegswissenschaft und der Philosophie besonders der Musik. 1796 kam es in Berlin zu der ersten Begegnung mit Beethoven. Dieser lobte, dass sein Spiel „gar nicht königlich oder prinzlich, sondern das eines tüchtigen Klavierspielers“ sei.

Der selten werdende Ortolan ist schon lange keine Gartenammer mehr Episoden aus der heimischen Natur / Mit einer verschwindenden Art verstummt in der Altmark die Vogel-Musik / EU-Naturschutz als zahnloser Papiertiger Von Wolfgang Lippert Altmark ● Zahlreiche Tiere und Pflanzen haben in der Altmark ihr Zuhause. Viele von uns kennen aber nicht einmal mehr die Namen der einzelnen Arten. Deshalb bringt der Diplombiologe Wolfgang Lippert dem Leser in verschiedenen Episoden die heimische Flora und Fauna näher. – Mit diesem Text beginnen alle meine Beiträge über die altmärkische Natur, die ich in den vergangenen zehn Jahren für die Volksstimme geschrieben hatte. Das trifft nun bei dem Vogelnamen Ortolan im Besonderen zu. Wer hat diesen Namen schon einmal gehört? Mein Vater nannte diese Art noch Gartenammer. Eine Gartenammer aber ist der Ortolan längst

nicht mehr, denn auch die Gartenanlagen haben sich so verändert, dass er sich dort nicht mehr heimisch fühlt. Sein wissenschaftlicher Name ist Emberiza hortulana. Er ist also eine Ammer und daraus wurde inzwischen kurz und knapp „Ortolan“. Als ich wissenschaftlicher Aspirant am Zoologischen Institut der Humboldt-Universität in Berlin war, wollte mir der Verhaltensforscher Professor Günter Tembrock südlich von Berlin eine Besonderheit zeigen: einen Ortolan, der oben in ChausseeBäumen seine typische Stimme erklingen ließ. Ich sagte ihm, dass mich diese Vogel-Musik schon als Grundschüler begleitet hatte, wenn ich auf unseren Kartoffel- Der Ortolan wird selten in der Altmark.

Foto: Wolfgang Lippert

und Getreide-Flächen mit einer Hacke Unkraut beseitigen musste. Der mir bis heute in Erinnerung gebliebene Ortolan sang von morgens bis abends unentwegt in den hohen Eichen an der Hangkante der Bittkauer Hochfläche. In der Mittagspause suchte ich das Nest des Ortolan. Ich wusste, wie die Eier aussehen. Ein zweites Nest fand ich zufällig beim GetreideHacken unmittelbar am Rand des Feldes. Der brütende Vogel war so vertraut, dass er gleich wieder aufs Nest ging, als wir uns einige Meter entfernt hatten. Alles in der Welt unterliegt gewissen Veränderungen. Teilweise sind diese ganz natürlich oder auch von Menschen gemacht. Eine solche Veränderung erleben

wir gerade auch bei dem Ortolan. Das Haupt-Verbreitungsgebiet der Art liegt weit im Osten und stößt bei uns, aber auch weiter westlich in Frankreich, Spanien und Italien an seine westliche Verbreitungsgrenze. In großen Teilen Westeuropas sind aber inzwischen die Brut-Populationen spürbar ausgedünnt und in manchen Regionen ist der Ortolan plötzlich sogar ganz verschwunden. Diesen Rückgang erleben wir auch in manchen Teilen Deutschlands, so in Bayern. Vor 50 bis 60 Jahren war die Art bei uns in der Altmark in auffälliger Häufigkeit vorhanden. Nun erleben wir, dass der Ortolan allmählich seltener wird. Wir altmärkischen Ornithologen sind

alarmiert und achten bei unseren Beobachtungen und Kartierungen auf jeden einzelnen Sänger. Werden sie genau in Landkarten eingetragen, kann man später feststellen, wo sie verschwunden sind. Unser Problem ist nur, dass wir für diese Ausdünnung der Brutpopulation keine richtige Erklärung haben. Wir können nur vage vermuten, dass die Klimaänderung schuld ist. Trotzdem werden in Frankreich Ortolane gefangen, gemästet und anschließend als Delikatesse angeboten. Die Preise dafür sind entsprechend horrende. So müssen wir immer wieder feststellen, dass der Europäische Naturschutz in manchen Angelegenheiten ein zahnloser Papiertiger ist.

Altmark-Kultur 27

Montag, 21. Mai 2012

Ideenreicher „Sonderposten“ (cn) „Sonderposten“ wird jene Veranstaltungsreihe im Theater der Altmark (TdA) genannt, in deren Rahmen Außergewöhnliches gezeigt wird, besondere Posten eben. So wie am Sonnabend, 26. Mai, wenn zu 19.30 Uhr zum Tanzkonzert „SchattenRosen“ in den Kleinen Saal eingeladen wird. Mit vertonten Gedichten und den dazu passenden Bewegungen wird Poesie erlebbar gemacht, wird Gefühlen Gestalt gegeben. Entstanden ist dieses ungewöhnliche Projekt in Zusammenarbeit zwischen der Tänzerin und Choreographin Katharina Wunderlich sowie der Berliner Band Lina Fai, deren Musik von der Stimme der Sängerin Caroline Wunderlich getragen wird. Dabei werden verschiedene zeitgenössische Ausdrucksformen miteinander verschmolzen. Der Eintritt beträgt, wie immer bei „Sonderposten“, gerade mal fünf Euro. Stendal

Meldungen

Hier ist was los!

Silbereisen und Co. im Abenteuerland



Klangbilder aus Gitarrentönen Dahrenstedt (cn) ● Er malt Bilder

aus Tönen. Und sein Pinsel ist die Gitarre. Markus Segschneider verblüfft mit dem, was er aus seinem Akustikinstrument herausholt. Beim blanken Hinhören ist oft kaum vorstellbar, dass es sich tatsächlich nur um einen einzigen Spieler handelt. Seine Musik klingt wie die der tausend Finger. Am Sonntag, 10. Juni, ist dieses Erlebnis auch in Dahrenstedt bei Stendal zu haben. Auf dem dortigen Kunsthof tritt der Kölner ab 19 Uhr mit seinem Publikum zu einer Reise durch musikalisch erzeugte Stimmungen an. Und manchmal erklingt dabei auch die Stimme Segschneiders. Der Künstler präsentiert sowohl eigene Werke als auch Stücke aus fremder Feder, die er für sich neu arrangiert hat. Und das Beste: Zu dem, was er spielt, gibt er auch unterhaltsame Erläuterungen.

Für Sopran und Laute Jerichow (cn) ● In einem Kloster,

fertiggestellt im 13. Jahrhundert, erklingt Musik aus dem 17. Jahrhundert. Musik, die Liebe und Tod thematisiert und die aus unterschiedlichen Gebieten des europäischen Kontinents stammt. Im Rahmen des diesjährigen MDRMusiksommers konzertiert am Sonnabend, 7. Juli, die holländische Sopranistin Johanette Zomer in der Klosterkirche zu Jerichow. Begleitet wird sie an diesem Abend von ihrem Landsmann Fred Jacobs. Er hat sich auf die Musik längst vergangener Jahrhunderte spezialisiert, von der viele Stücke lediglich in der Lautentabulatur erhalten geblieben sind. Und die Töne genau dieses Instrumentes, der Laute, werden die wandelbare Stimme Zorners am 7. Juli umspielen. Beginn des Konzertes ist um 19 Uhr.

Kartenvorverkauf Für die genannten Veranstaltungen gibt es Karten in den Volksstimme-Servicecentern und -Agenturen sowie unter der biber-Hotline (0 18 05) 12 13 10 (14 ct/min aus dem Festnetz, maximal 42 ct/ min mobil). Dies gilt nicht für die Auftritte Konstantin Weckers (Reservierung über Theater), Markus Segschneiders (Tageskasse), der Rostov Don Kosaken (Pfarramt Güssefeld und Tageskasse), der Celtic Minds (über 03 90 89/9 84 06), für den „Sonderposten“ (Theaterkasse) und den MDR-Musiksommer (über Kloster Jerichow).

Besondere Veranstaltungen in der Region

● Conny Kaiser 03 90 80/7 25 91 [email protected]

Aus den Weiten der russischen Steppe Rostov Don Kosaken geben ein Kirchenkonzert in Thüritz (cn) ● Thüritz ist ein kleines Dorf in der Einheitsgemeinde Kalbe, Rostov eine Millionenstadt am Don. Am Freitag, 1. Juni, finden diese beiden Gegensätze zueinander. Dann legt sich ein russischer Klangteppich über den Altmarkort. Er ist gewebt aus tiefer Religiosität, Schwermut, aber auch aus Lebensfreude. Präsentiert wird er von den Rostov Don Kosaken, einem Chor, der die musikalische Tradition der berittenen Krieger, deren Heere vor mehr als 600 Jahren erstmals im Kampf um die Freiheit auszogen, wieder aufleben lässt. Unter Leitung von Ataman Vladimir Gorovoi widmet sich das Ensemble, das sich aus herausragenden Sängern zusammensetzt, dem Erbe der berühmten Kosakenchöre. Sakrale Liturgien und Volksweisen wechseln sich darin genauso ab, wie Gemeinschafts- und Solovorträge. Am Ende ertönen stets die „Abendglocken“. Die werden auch in der ThüThüritz

Konstantin Wecker erreicht am 1. Juni das offizielle Rentenalter. Fotos: Veranstalter Ans Aufhören denkt er allerdings nicht.

Wecker-Faust zeigt wieder nach oben Liedermacher gibt Konzert im TdA Stendal (cn) ● Gerade hat er in ei-

nem Zeitungsinterview erklärt, dass er angesichts seiner niedrigen Rente künftig wohl darauf angewiesen sein werde, dass die Gema für ihn die Tantiemen einsammele – und dass er deshalb Probleme mit der Forderung der Piraten habe, das Urheberrecht aufzuweichen. Konstantin Wecker, der am 1. Juni das offizielle Pensionsalter erreicht, mag ein armer Rentner sein, aber er ist reich an geistigem Eigentum. Denn er war schon immer einer, der sagt, was er denkt. Und der es auch singt. Gegen alle Strömungen. Der Bayer mit dem rollenden R ist ein Liedermacher der altenSchule. Noch immer reckt er bei seinen Vorträgen die WeckerFaust, stiftet mit seinen Songs zum kollektiven Ungehorsam an. „Wut und Zärtlichkeit“, sein aktuelles Album, das er am Sonntag, 23. September, ab 19.30 Uhr auch im Stendaler Theater der Altmark (TdA) vorstellen wird, hat offenbar einen Knoten

ritzer Kirche zu vernehmen sein. Wer dabei sein will, wenn dort ab 20 Uhr die Rostov Don Kosaken auftreten, kann bis einschließ-

lich Mittwoch, 23. Mai, eine Mail an die Adresse [email protected] volksstimme.de schreiben. Namen und Rufnummer nicht vergessen. Denn am Folgetag werden unter den Einsendern acht Plätze auf der Gästeliste des Konzertes verlost. Die Gewinner werden telefonisch benachrichtigt. Es gibt aber auch noch reguläre Karten (Info-Kasten).

Magdeburg (cn) ● Florian Silbereisen ist in seinen Sendungen immer für eine spektakuläre und zuweilen auch halsbrecherische Aktion gut. Insofern lässt „Das Sommerfest der Abenteuer“, das am Sonnabend, 2. Juni, live aus der GETEC-Arena Magdeburg übertragen wird, erst recht einiges erwarten. Wenn er gerade keine Stunts abliefert, begrüßt Silbereisen dort so bekannte Kollegen wie Götz Alzmann, Roland Kaiser und Karl Dall. Karten sind sowohl für die Liveshow als auch für die um 15 Uhr beginnende Generalprobe erhältlich.

Sommerparty mit Culcha Candela Braunschweig (cn) ● Deutschland

Die Rostov Don Kosaken sind allesamt begnadete Sänger.

Celtic Minds und die Macht der Elemente Eine Irish Dance Show aus der Altmark für die Altmark

hat seinen Sommerhit 2012: „Von allein“. So heißt der aktuelle Song von Culcha Candela. Und wie immer liefert die MultikultiDancehall-Formation einen Rhythmus, bei dem jeder mit muss. Schon seit 2007, als sie mit „Hamma“ ihren Durchbruch feierten, begeistern die sechs Berliner die Partyrepublik. Und die hat ihnen im vergangenen Jahr gleich mehrfach Awards als „Beste Band“ verpasst. Warum Culcha Candela diesen Status genießen, beweisen sie am Sonnabend, 25. August, auf der Volksbank-BraWo-Bühne am Braunschweiger Raffteichbad.

„Übers Meer“ mit Max Raabe Uelzen (cn) ● Er widmet sich den

Klötze (mhu) ●

„Die Macht der Elemente“ heißt die Irish Dance Show, mit der das Ensemble Celtic Minds am Sonnabend, 2. Juni, ab 19 Uhr im Klötzer Altmarksaal begeistern will. Das Stück ist fantasievoll und ideenreich, nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise in eine ferne mystische Welt. Nachdem die Celtic Minds ihre Show bereits in Gardelegen und Stendal vor begeistertem Publikum gezeigt haben, wollen sie nun auch Klötze erobern. Dem Besucher wird auf tänzerische,

gesangliche und lyrische Weise ein faszinierender Einblick in die Sagenwelt der Grünen Insel gegeben. Vor beeindruckender Kulisse kann er gespannt sein, was es mit dem Königreich Dunloe auf sich hat. Neben temperamentvollen Irish-Step-Tänzen und tollen Kostümen werden auch wunderschöne Soft-Schuh-Tänze sowie schwungvolle sogenannte Ceili-Formationen geboten. Nach der Show schließt sich eine Tanzparty mit DJ Camillo an. Übrigens: Die Celtic Minds

in ihm platzen lassen. Von Kreativstau keine Spur. Endlich fordert er wieder: „Empört Euch!“, prangert im Song „Absurdistan“ das globalisierte, neoliberale Wirtschaftssystem an – um im nächsten Moment zu verraten, dass er für ein Lächeln seiner Kanzlerin sogar einen Pazifisten töten würde. Altersmüdigkeit ist bei diesem Mann nicht zu verspüren, Altersweisheit hingegen schon. Und das nicht erst, seit er an der Uni Würzburg einen offiziellen Lehrauftrag hat. Der ewige Revoluzzer ist zu unbändiger Liebe, aber auch zur Besonnenheit fähig, kehrt aber nach wie vor auch gern den viel beschworenen „Klavier-Stier“ heraus und kann Konzerte mühelos über die Drei-Stunden-Distanz bringen. Vorausgesetzt, das Publikum lässt ihn. „Auf der Bühne lebe ich auf“, sagt Wecker, der im Herbst auch die Altmark erwecken will. Karten können bereits reserviert werden (Info-Kasten). Die Celtic Minds freuen sich auf ihr Publikum im Klötzer Altmarksaal.

„War Horse“: Die Geschichte einer Freundschaft

sind ein Verein, der seine Heimat in der Altmark hat. 2006 erwuchs er aus einem Quartett. „Wir wollten dem traditionellen Stil mehr Aufmerksamkeit schenken und verbinden seither unterschiedliche Stile, um die Tänze zu beleben“, sagt Pressesprecherin Tina Beck aus Gardelegen. Die gelungene Mischung aus Lebhaftigkeit und Eleganz ist zum Markenzeichen der Celtic Minds geworden. Wer mehr sie wissen möchte, findet dies unter der Internetadresse www.celtic-minds.de.

Liedern der Weimarer Republik. Liedern, deren Texter und Komponisten kurz darauf vor den Nazis fliehen mussten. Nicht wenige hat es „Übers Meer“ getrieben. Max Raabe hat sein aktuelles Soloprogramm so betitelt. Mit feinsinniger Mischung aus Melancholie und Ironie, mit Melodien, die viele Jahrzehnte überdauert haben, erobert er auch ohne Palast Orchester, lediglich begleitet von einem Pianisten, sein Publikum. So wie am Freitag, 28. September, in der Jabelmannhalle Uelzen. Das Konzert beginnt um 20 Uhr.

Ticketgewinner Kostenfrei zum Hagen-Rether-Auftritt

Foto: Meike Schulze

Salzwedel (cn) ● „Liebe“ nach Hagen-Rether-Art dürfen Elke Grzonka aus Stendal und Christian Franke aus Salzwedel am 14. Juni mit einer Begleitperson ihrer Wahl im Salzwedeler Kulturhaus genießen. Sie haben an der Hotline der Altmark-KulturRedaktion jeweils zwei Plätze auf der Gästeliste gewonnen.

Darauf ein „Hallelujah“!

Bühnenproduktion feiert im Theater des Westens Deutschland-Premiere / Vorverkauf gestartet Leonard Cohen tritt in der Waldbühne auf Berlin (cn) ● Das Theater des Wes-

tens in Berlin ist ein Bühnenhaus, das den Ersten Weltkrieg bereits erlebt hat. Es steht im Herzen der deutschen Hauptstadt und somit mitten im zusammenwachsenden Europa. Gibt es also einen Ort, der prädestinierter dafür wäre, dort die Geschichte von „War Horse“ und somit die Geschichte jener ungewöhlichen Freundschaft zwischen einem Jungen und seinem Pferd zu erzählen? Eine Freundschaft, die auch der Erste Weltkrieg nicht in Schutt und Asche legen konnte. Autor Michael Morpuro und Johannes Mock-O´Hara, Geschäftsführer der Stage Entertainment Germany, sind sich jedenfalls einig: Die Deutschland-Premiere dieses Bühnenstücks, das 2007 von London aus seinen Siegeszug um die Welt antrat und das inzwischen sogar von Steven Spiel-

berg als „Die Gefährten“ verfilmt worden ist, sie kann nur in Berlin stattfinden. Im März 2013 ist es soweit. Dann hebt sich dort, wo derzeit noch täglich die Vampire

tanzen, erstmals der Vorhang für eine außergewöhnliche Dauerproduktion. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Außergewöhnlich ist sie des-

Drei Zweibeiner lassen den Vierbeiner Joey auferstehen. Obwohl das Pferd nicht echt ist, wirken seine Bewegungen sehr lebensnah.

halb, weil die Hauptrolle ein Vierbeiner spielt, der von drei Zweibeinern bewegt wird. Pferd Joey und seine Artgenossen bestehen zwar nicht aus Fleisch und Blut, sind aber derart lebensnah gestaltet, dass sie beim Publikum echte Gefühle auslösen. Die Idee ist so genial umgesetzt, dass die dafür zuständige Puppenkompanie Handspring im Jahr 2011 den Special Tony Award, die höchste Theaterauszeichnung, erhielt. Es ist aber vor allem die Story, die zu Tränen rührt. Sie erzählt, wie der Junge Albert ein Fohlen aufpäppelt, es ausbildet – und wie sein Vater es hinter seinem Rücken an die Kavallerie verkauft. Das Tier gerät auf die Schlachtfelder, wo es letzlich verletzt an Körper und Seele liegen bleibt. Doch Albert hat es nicht vergessen. Seine Suche nach Joey hat längst begonnen. . .

Berlin (cn) ● Leonard Cohen ist 77

Jahre alt. Aber er ist vielen jüngeren Künstlern nach wie vor eine Quelle der Inspiration. Und die sprudelt demnächst auch wieder in Deutschland. Cohens Lieder sind vertonte Lyrik. Es bedarf keines elektronisch aufgepeppten Arrangements, sondern lediglich eines dieser grandiosen Texte, einer eingängigen Melodie und der monotonen Stimme des Meisters – und schon schmeichelt sich ein Song tief in das Herz eines jeden Zuhörers hinein. Hallelujah, was für eine Kunst! Wie oft „Hallelujah“, neben „Suzanne“ das wohl bekannteste Werk des gebürtigen Kanadiers, schon gecovert worden ist, das vermag niemand zu sagen. Aber Leonard Cohen ruht sich nicht auf dem Erfolg seiner unvergänglichen Songperlen aus, schreibt

Ausnahmsweise mal ohne Hut: Leonard Cohen

nach wie vor Lieder voll bittersüßer Melancholie und Weisheit. In einigen davon hat er Ideen verarbeitet, die er schon lange mit sich herumschleppte. „Old Ideas“ heißt das Album, das daraus geworden ist. Dieses und noch viel mehr stellt der Meister des gesungenen Wortes am Mittwoch, 5. September, ab 19.30 Uhr in der Waldbühne Berlin vor.

28 | Report Mehr CO2 als je zuvor in der Atmosphäre Sydney (dpa) ●

Das klimaschädliche Kohlendioxid in der Atmosphäre hat nach einer australischen Studie Rekordniveau erreicht. Auch die durchschnittlichen Temperaturen lagen 2010 weltweit so hoch wie nie zuvor, berichten die Wetterforscher des australischen Instituts CSIRO. Auf der Skala der wärmsten Jahre rangiert 2011 auf Platz elf. 13 der wärmsten Jahre aller Zeiten wurden in den vergangenen 15 Jahren verzeichnet, heißt es im „Klimazustandsbericht 2012“. Trotz der beiden in Australien ungewöhnlich kühlen Jahre 2010 und 2011 sei der Trend eindeutig, sagte Karl Braganza, Chef der Abteilung für Klimabeobachtung im staatlichen Meteorologiebüro. Nach Analysen der Forscher stiegen die CO2-Emissionen von 2009 auf 2010 um 5,9 Prozent, nach einem kleinen Rückgang im Jahr davor wegen geringerer Wirtschaftsleistung als Folge der Finanzkrise.

Nordelbische Kirche gegen Gentechnik Kiel (epd) ●

Auf den rund 11 600 Hektar Kirchenland in Schleswig-Holsteinsoll der Einsatz von Gentechnik verboten werden. Die Leitung der Nordelbischen Kirche hat den evangelischen Kirchenvorständen in den Gemeinden empfohlen, bei künftigen Landpachtverträgen ein GentechnikVerbot zu berücksichtigen, teilte Kirchensprecher Frank Zabel mit. „Die Kirchenleitung hält die Folgen beim Anbau von genetisch verändertem Saat- und Pflanzengut für nicht hinreichend abschätzbar“, heißt es. In neuen Pachtverträgen soll ein Zusatz aufgenommen werden, in dem es heißt: „Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in Form von Saat- und Pflanzengut dürfen auf den Pachtflächen nicht ausgesät oder angepflanzt werden.“ Vorausgegangen war ein entsprechender Beschluss des Kirchenleitungsausschusses für Umwelt und Nachhaltigkeit. Der Umweltbeauftragte der Kirche, Thomas Schaack, kündigte an, dass die Empfehlung zum Gentechnik-Verbot spätestens alle fünf Jahre überprüft werden soll.

Montag, 21. Mai 2012

Fischer holen Tonnen von Müll aus der Ostsee

Imame offen für Gespräche und Weiterbildung Berlin (dpa) ● Muslimische Geist-

Naturschutzprojekt „Fishing for Litter“ in Sassnitz Wenn Fischer Frank Röschke beim Heringund Dorschfang vor Rügen sein Schleppnetz einholt, hievt er fast immer unliebsamen Beifang an Bord. NABU und Entsorger starteten deshalb auf Rügen ein Entsorgungsprojekt für Abfälle aus dem Meer. Von Ralph Sommer Sassnitz (dapd) ●„Plastiktüten und Joghurt-Becher sind eigentlich immer im Netz“, sagt der 50-jährige Röschke. Manchmal auch Styropor-Kästen, Plastikkisten, Holzreste, Autoreifen, Fässer und Schrottteile. Das Müllproblem habe in den vergangenen 20 Jahren zugenommen, findet er. Zwar seien die Zeiten vorbei, als sich in den 30 Meter breiten Netzöffnungen komplette Autowracks verirrten, die vermutlich Anfang der 90er Jahre von Autohändlern bei der Überfahrt ins Baltikum einfach ins Meer geworfen wurden. Doch die Entsorgung dessen, was er pro Jahr an Müll anlande, sei inzwischen zum Kostenfaktor geworden, sagt der Kutterführer. Ab sofort können Röschke und seine Kollegen der Kutter- und Küstenfisch Rügen GmbH ihren künstlichen Beifang in kostenlosen Containern abladen. Organisiert hat den neuen Sammelstützpunkt im Sassnitzer Hafen der

Naturschutzbund Deutschland (NABU), der schon ähnliche Projekte auf Fehmarn einrichten ließ. Der Meeresmüll soll jetzt kostenlos zu einem Entsorgungsbetrieb gebracht, dort sortiert und später recycelt werden. Jährlich landen schätzungsweise jeweils 20 000 Tonnen Müll in Nord- und Ostsee. Die Hälfte davon seien in der Ostsee Metalle, fast 20 Prozent Kunststoff und neun Prozent Gummi, Holz und Textilien, sagt Kim Detloff vom Naturschutzbund Deutschland (NABU), der das Projekt „Fishing for Litter“ leitet. Etwa 60 Prozent davon gelangten von Land und über Flüsse in die Meere, der Rest werde einfach an Bord entsorgt. Die Verunreinigung der beiden Meere hat inzwischen beträchtliche Ausmaße angenommen. Es gibt Gebiete, die von den Fischern wegen ihrer Vermüllung möglichst gemieden werden. Auch an Land werde die Verunreinigung immer deutlicher, besonders nach Stürmen. In Schleswig-Holstein zum Beispiel seien an einem nur 100 Meter langen Strandabschnitt im Durchschnitt 712 Müllteile aufgesammelt worden, fast drei Viertel davon Plastik und Styropor. Das ganze Ausmaß dürfte noch deutlich größer sein. Denn was Fischer und Strömung zutage brächten, sei nur ein Teil des Mülls, sagt Detloff. Der meiste Abfall liege auf dem Meeresboden. Vor zwei Jahren hatten Stralsunder Taucher den Meeresboden vor dem Darßer Ort untersucht

Mitarbeiter des Umweltverbandes NABU sortieren im Hafen Sassnitz Müll. Der NABU startete für hier für die Ostsee mit Partnern das Projekt „Fishing for Litter“ (nach Müll fischen), Foto: dpa

und dabei Unmengen von Kunststoffteilen, Autoreifen und Gummiringen von Einweckgläsern fotografiert. Das ist nur ein Teil der Verunreinigung, sagt Forschungstaucher Thomas Förster. Denn das kaum verrottende Material werde im Laufe der Jahre im Meer nur zerkleinert. Im Ostsee-

sand fänden sich heute mikroskopisch kleine Plastikperlen, die von den früheren DDR-Milchtüten stammten. Einige der Giftstoffe sind krebserregend oder führen zu Missbildungen bei Fischen. Die Bereitschaft der Ostseefischer, den Müll sachgerecht zu entsor-

Orang-Utans sind Meister im Bettenbau Britische Wissenschaftler untersuchten die Schlafnester auf der Insel Sumatra

Von Anja Garms Utans sich in den Baumkronen 14 Schlafnester von Orang-Utans ganz vom Baum ab. Das Zentrum Washington (dpa) ● Orang-Utans ein neues Nest zum Schlafen. auf Sumatra genauer untersucht. des Nestes hatte eine größere scheinen beim Bau ihrer Schlaf- Außer einem Nachtlager bietet es Sie fanden heraus, dass die Tiere Nachgiebigkeit als die äußeren neste über ein recht ausgefeiltes wohl auch Schutz vor Feinden und zum Bau der Grundstruktur vor- Ränder, wodurch sich vermutlich technisches Fachwissen zu ver- Parasiten. Die Affen wählen zu- rangig dickere Äste mit höherer der Schlafkomfort für die Affen fügen. Einer Untersuchung bri- nächst einen stabilen Seitenast als Festigkeit verwenden. Sie brechen erhöht. Die Orang-Utans scheitischer Wissenschaftler zufolge Grundlage für das Nest aus. Da- diese nicht vollständig ab, son- nen genau zu wissen, welche Äste wählen die Affen für die Kons- rauf sitzend, biegen sie Äste und dern biegen sie nur, bis eine soge- besonders geeignet sind, um ein truktion der tragenden Teile Zweige aus der Umgebung nach nannte Grünholzfraktur entsteht. sicheres und bequemes Nest zu besonders starke Äste aus. Mit innen zu einem zentralen Punkt. Dabei zerbricht der Ast an einer bauen, schreiben die Forscher. dünneren und biegsameren Äs- Sie verschränken und verweben Stelle, die beiden Teile sind aber Orang-Utans sind Pflanzenten fütterten sie das Nest dann die Äste ineinander, so dass eine noch durch Fasern miteinander fresser, sie leben auf den südostaus. Das technische Know-how ovale Grundstruktur entsteht. verbunden. Die Festigkeit dieser asiatischen Inseln Sumatra und sei dem vergleichbar, das für die Dann füttern sie das Nest aus. Sie Äste ist etwa viermal so hoch Borneo. Weil dort in großem Herstellung und Nutzung von bauen sich zum Beispiel eine „Ma- wie die derjenigen Äste, die zum Umfang Wälder vor allem für Werkzeugen nötig ist, schreiben tratze“, bei Bedarf auch eine Decke Ausfüttern des Nestes verwendet die Palmölindustrie gerodet werdie Forscher. oder ein Kopfkissen. werden. den, sind die rotbraunen Affen Berlin (dpa) ● Berlins IntegrationsJeden Tag bauen die bis zu Die Wissenschaftler von der Die Äste zur Auspolsterung des gefährdet. Auch durch Bejagung senatorin Dilek Kolat (SPD) will 90 Kilogramm schweren Orang- University of Manchester hatten Nestes brechen die Affen häufiger schrumpft die Population. den Kampf gegen rechte Gewalt finanziell in gleicher Höhe wie bisher unterstützen – trotz des Sparzwangs. Nach deutlich mehr Angriffen gegen Ausländer, Andersgläubige und Homosexuelle im Vorjahr solle das Landespro- Seit 25 Jahren besteht sein Rekord im Guinnes-Buch: 36 000 Kilometer in vier Wochen gramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemi- Von Ingo Senft-Werner schließen – und das hat er ausgetismus nicht angetastet werden, Karlsruhe (dpa) ● „Ein Urlaub ohne baut. Eine Weltreise mit seiner sagte sie. Bahnfahren ist für mich kein UrFrau führte ihn per Bahn über „Das Problem lässt sich ein- laub“. Manfred Weis liebt das Daden Iran, Pakistan und China bis grenzen, wenn man einen langen hinrollen auf Schienen. Anders nach Hongkong. Er fuhr schon Atem hat und der Auseinander- ist auch nicht zu erklären, wie von Frankfurt bis nach Syrien, setzung mit Rechtsextremismus er als junger Erwachsener innervon Ägypten bis in den Sudan und hohe Priorität einräumt“, so Kolat. halb von vier Wochen rund 36 000 mehrere Routen durch China. 2011 gab es nach Zahlen der Op- Kilometer per Bahn quer durch Nicht zuletzt ist Bahnfahren ferberatungsstelle Reach Out 158 Europa fahren konnte. Diese Bestfür Weis eine Kontaktbörse. Unrechts, rassistisch, antisemitisch leistung, vom Guinness-Buch der zählige Leute hat der selbststänund homophob motivierte Atta- Rekorde anerkannt, erreichte er dige IT-Berater auf seinen Reisen cken. Im Jahr davor waren es 109. vor 25 Jahren mit einem Interrailkennengelernt. Einige sind FreunLaut Innenverwaltung wird ticket. Jetzt, zum 40. Geburtstag de geworden. „Deshalb mag ich es auch bei der Landeskommissi- der Europa-Netzkarte, sind seine die Flugzeugsitze im ICE nicht, on gegen Gewalt keine Abstriche Erfahrungen wieder gefragt. Manfred Weis mit den Dokumenten seiner Rekordfahrt. Foto: dpa wo jeder für sich ist. Ich bin ein im Kampf gegen Rechts geben. Bei der Fahrt ging es dem Freund der Abteile.“ Die Grünen hatten kritisiert, dass damals 26 Jahre alten Weis kei- drid und weiter nach Rom und stabsmäßig vorbereitet. Er wälzte Nur ein Problem macht ihm Innensenator Frank Henkel hier neswegs nur um reine Kilometer- Athen. „Es war nie Hetze, aber ich Kursbücher, suchte sich wichtige zu schaffen: Im Gegensatz zu viemehr als 250 000 Euro einsparen fresserei. „Ich habe mir die Route hatte immer was zu tun.“ Dabei Sätze in allen europäischen Spra- len Reisenden empfindet er das wolle. „Die Mittel für 2012 und schon nach den Sehenswürdig- war er meist nachts auf Tour, was chen zusammen, besorgte Bargeld gleichmäßige Rattern keineswegs 2013 sind in gleicher Höhe vor- keiten zusammengestellt.“ So die Fahrt enorm verteuerte: Liege- in 16 Währungen – den Euro gab als einschläfernd. „Ich kann im gesehen wie in den vergangenen gut wie alle europäischen Haupt- oder Schlafwagenzuschläge sind es damals noch nicht. Zug nicht richtig schlafen“, sagt Jahren“, sagte Innenverwaltungs- städte hat er abgeklappert – von im Interrailticket nicht inklusive. Bereits als Schüler nutzte er Weis. „Aber Reisen sind ja auch sprecher Stefan Sukale. Stockholm über Paris nach MaDas Projekt hat er general- Interrail, um sich die Welt zu er- nicht zum Schlafen da.“

Keine Abstriche im Kampf gegen rechte Gewalt

Manfred Weis – ein Freund des Bahnfahrens

gen, ist daher groß. Wenn damit keine zusätzlichen Kosten verursacht würden, dann liege die Müllentsorgung doch in ihrem Interesse, sagt ein Sassnitzer Kutterfischer. Der NABU will deshalb in den nächsten Jahren weitere Sammelstellen an der deutschen Küste organisieren.

liche in Deutschland sind einer neuen Studie zufolge mehrheitlich offen für Diskussionen über den Islam. Sie hätten ein großes Interesse an Aus- und Fortbildungsangeboten und wollten auch besser Deutsch lernen. Viele Imame schätzten ihre Deutschkenntnisse deutlich schlechter ein als die Muslime in Deutschland insgesamt. Dies hänge auch damit zusammen, dass viele von ihnen erst seit kurzem in der Bundesrepublik seien. Das geht aus der Studie „Islamisches Gemeindeleben in Deutschland“ hervor, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie das Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung im Auftrag der Deutschen Islamkonferenz erstellten. Dafür wurden 1140 islamische Gemeinden und mehr als 800 Imame befragt. Insgesamt gibt es in Deutschland 2350 Moscheegemeinden und alevitische Cem-Häuser. In etwa 2180 Gemeinden ist regelmäßig ein Imam oder ein alevitischer Dede tätig. In Deutschland leben rund vier Millionen Muslime. In der Vergangenheit war immer wieder kritisiert worden, viele islamische Religionsbedienstete seien überhaupt nicht vertraut mit Deutschland. Imame übernehmen zum Teil auch die religiöse Erziehung muslimischer Kinder oder geben Orientierung im Alltag. Manche messen ihnen deshalb eine Schlüsselfunktion bei der Integration von Muslimen in Deutschland zu. Für die Studie wurden rund 1140 islamische Gemeinden und mehr als 800 Imame befragt. Bundesinnenminister HansPeter Friedrich (CSU) sagte dazu: „Die Ergebnisse belegen die Rolle, die islamische Gemeinden, Imame und alevitische Dedes im Integrationsprozess spielen.“

Kriminellen soll das Leben schwer gemacht werden Deutschland und Polen arbeiten zusammen Von Steffi Prutean Frankfurt (dpa) ● Gemeinsam gegen die Kriminalität in der Grenzregion: Deutschland und Polen haben eine engere Kooperation vereinbart, um Straftaten zu verhindern. „Wir arbeiten daran, alles zu tun, um Kriminellen das Leben schwer zu machen“, sagte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich in Frankfurt (Oder) nach einem Treffen mit seinem polnischen Amtskollegen Jacek Cichocki. Zuvor hatten beide Minister im nahen Swiecko ein Pilotprojekt „Gemeinsame Dienststellen des polnischen Grenzschutzes und der Bundespolizei“ offiziell eröffnet und über aktuelle Sicherheitsfragen gesprochen. Das Gemeinschaftsprojekt umfasst zwei Grenzschutz-Dienststellen und zwei Inspektionen der Bundespolizei – in Frankfurt (Oder)-Swiecko und in Zgorzelec-Ludwigsdorf (Sachsen). Die Arbeit solle effektiver und das Sicherheitsgefühl der Bewohner der Grenzregion gestärkt werden, heißt es dazu. Zudem wird die Arbeit von Zoll und Landespolizei auf deutscher Seite von Bundespolizisten unterstützt. Wie das Innenministerium in Warschau mitteilte, führt Polen zur Fußball-Europameisterschaft vorübergehend wieder Grenzkontrollen ein. Personen und Fahrzeuge würden punktuell kontrolliert, hieß es. Temporäre Grenzkontrollen hatte es nach Angaben der Bundespolizei auch zur Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland 2006 gegeben. Die Personenkontrollen unmittelbar an der Grenze waren 2007 mit dem Beitritt Polens zum SchengenRaum weggefallen. Der polnische Innenminister schloss sich der Forderung seines

Bundesinnenminister Friedrich mit deutschen und polnischen Grenzschützern. Foto: dpa

deutschen Kollegen an, dass die Länder über zeitweise punktuelle Grenzkontrollen im SchengenRaum entscheiden sollten. Friedrich sagte, Deutschland sei nicht bereit, eine Entscheidung, ob kurzfristig Kontrollen eingeführt werden, der EU-Kommission zu überlassen. „Das entscheidet jedes Land.“ Polen und Deutschland vereinbarten – beginnend ab diesem Herbst – regelmäßige Treffen der Polizei- und Zollbehörden von Bund und Ländern. Unter Federführung der Bundespolizei sollten auch die Staatsanwaltschaften eingeladen werden, sagte Friedrich. Auch gemeinsame Ermittlungsgruppen seien geplant, deren Ergebnisse für beide Seiten verfügbar sein sollen. Ein deutsch-polnischer Vertrag über die Zusammenarbeit von Polizei, Grenzschutz und Zoll steht kurz vor dem Abschluss.

Kultur 29

Montag, 21. Mai 2012

Meldungen

Eulenspiegel-Schalk und ein virtuoser Galopp

100 Fotos zeigen Naturwunder Europas

Sinfoniekonzert der Magdeburgischen Philharmonie demonstrierte bezaubernde Leichtigkeit

Berlin (dpa) ● Naturwunder Europas sind von heute an auf 100 Fotos am Berliner Hauptbahnhof zu sehen. Die vom Bundesumweltministerium präsentierte Ausstellung „Wild Wonders of Europe“ zeige einzigartige und unvergessliche Bilder der europäischen Natur und bringe überraschend exotische Naturschätze zum Vorschein, heißt es in einer Mitteilung. Ziel sei es, die Besucher für die Natur zu sensibilisieren. Die Ausstellung auf dem Washingtonplatz ist bis zum 27. Juli täglich 24 Stunden geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Wiener NeujahrskonzertFlair verbreitete die Magdeburgische Philharmonie mit ihrem beschwingten Auftaktstück des Sinfoniekonzerts im Wonnemonat Mai.

Von Ulrike Löhr Magdeburg ● Die Ouvertüre zur Operette „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé ist aber auch ein beschwingter Renner, durch den diese Operette ausschließlich nur noch bekannt ist. Im Magdeburger Opernhaus inspirierte GeneRadio Havanna ralmusikdirektor Kimbo Ishii-Eto feiert neues Album seine Musiker zu einer bezaubernMünster (dapd) ● Die für ihr sozi- den eloquenten Leichtfüßigkeit, ales und politisches Engagement eine begeisternde Orchesterkultur bekannte Berliner Band Radio mit viel Charme demonstrierend. Havanna feiert die VeröffentDa war einfach alles stimmig, lichung ihres neuen Albums die rhythmische Genauigkeit, die „Alerta“ mit zwei Release Partys Blech-Balance, die intelligenten in Erfurt und Berlin. Die Shows Gestaltungen von Marsch und sind nach Angaben des Labels ironisch-virtuosem Galopp oder Uncle M am 26. und am 30. Mai. der opulenten Streicherflächen. Das im Mai veröffentlichte Nicht ganz ging es in dieser Album „Alerta“ sei ihr polimusikalischen Klasse weiter, Der Pianist Jeffrey Biegel mit der Magdeburgischen Philharmonie unter der Leitung von GMD Kimbo Ishii-Eto. Foto: Ulrike Löhr tischstes, sagte Sänger Christian obgleich es durchaus humorvoll Fichte im dapd-Interview. Darauf auch in Richard Strauss‘ „Till Eu- farbigen Spektakel wie an einem che Wendigkeit, um so auch der Schelm-Motiv auf. Welch Witzig- gedämpften Trompeten und Hörthematisiert die im thüringilenspiegels lustige Streiche“ zu- roten Faden vor den Augen der Hö- Strauss‘schen Dramatik mit Fein- keit führten die Holzbläser mit nern kündeten vom nahen Ende. schen Suhl gegründete Band den ging. sinnigkeit zu begegnen. rer vorbeiziehen zu lassen. der selten verwendeten burlesken Das letzte aufblitzende EulenArabischen Frühling und die Unwahrscheinlich anspruchsDiese Überfülle an CharakEs entstand ein Fest musika- D-Klarinette zum Äußersten. Der spiegelmotiv wollt’ lediglich saOccupy-Bewegung. voll ist diese sinfonische Dich- teren zu illustrieren, richtige lischer Pointen, bei dem es auf Wechsel von spielerisch Grellem gen: Eulenspiegel ist tot, es lebe tung, die der 31-jährige Strauss Proportionen von Tempi und jeden einzelnen Musiker ankam. zum gedämpften Düsteren ließ Eulenspiegel! Irgendwo zwischen als komische Oper Stimmen zu finden, vor allem je- Das behagliche „Es war einmal“- die Stimmung kippen. Lachen und Weinen gingen die Salzburger Festspiele ursprünglich plante, sich dann jedoch zu ei- doch die Fülle der Dynamik zu Erzählintro von fesselnd exakten Die schelmisch verfremde- Konzertbesucher in die Pause. 2012 mit Stars nem Orchesterscherzo aus einem ordnen – das ist für Dirigent und Streichern, Fagotten und Klari- te Solo-Violine, musikantisches Ebenso nicht nur auf äußere Guss entschloss, um die Episoden Orchester eine wahre Herausfor- netten angestimmt, löste sogleich Bratschen-Thema in Fagott-Bass- Wirkung bedacht komponierte Wien/Salzburg (dpa) ● Die Salzburger Pfingstfestspiele setzen in der mittelalterlichen Till-Eulen- derung. Kimbo Ishii-Eto ließ den das fast perfekte Solo-Horn mit Begleitung, schließlich ein vier- Johannes Brahms sein 2. Kladiesem Jahr auf klangvolle Naspiegel-Figur mit genial knappen Magdeburger Philharmonikern dem so markanten und übermü- maliges Orchestertutti mit Trom- vierkonzert B-Dur. Der amerikamen. Die künstlerische Leiterin musikalischen Skizzen in einem genug Luft für diese erforderli- tig sich ständig verändernden melwirbel, kleinlautes Winseln in nische Pianist, Komponist und Cecilia Bartoli und ihr Intendant Alexander Pereira schöpfen vor allem beim weiblichen Personal aus dem Vollen, wie die Agentur APA berichtete. Unter dem Titel „Cleopatra – im Labyrinth von Eros und Macht“ treten vom 25. Vor drei Jahren gewann Michael Haneke die „Goldene Palme“ / Jetzt wird er beim Filmfestival in Cannes erneut gefeiert bis 28. Mai neben Bartoli selbst Künstlerinnen wie Anna Netrebko, Vesselina Kasarova, AnneCannes (dpa) ● Michael Haneke stark aus, auch wenn die Filme auf einer Seite gelähmt. Ihr Mann die Zuschauer schnell erfasst. Sie Sophie von Otter und Sunnyi hat es erneut geschafft. Vor drei oft düstere Themen behandelten. will sie nicht in ein Heim geben, spüren, wie aufopferungsvoll sich Melles auf. Jahren gewann der Österreicher „Sobald man ein gewisses Alter er- sondern pflegt sie selbst. Als Anne George um Anne kümmert, wie beim Filmfestival in Cannes die reicht, muss man mit dem Leiden dann aber einen zweiten Schlag- die einstige Musiklehrerin hilflos Goldene Palme für „Das weiße der Menschen klarkommen, die anfall hat, verschlimmert sich in ihrem Pflegebett liegt und wie Band“, nun wird er wieder eupho- man liebt: seine Großeltern, sein ihre Situation dramatisch und der die beiden mit sich und ihrer Siturisch gefeiert – für sein zutiefst Partner. Das ist unvermeidbar“, Tod ist unausweichlich. ation ringen. berührendes und erschütterndes sagte Haneke gestern. „Es ist sehr Haneke wählt sehr nüchterIsabelle Huppert spielt die Drama „Liebe“. schwierig, seine Lieben leiden zu ne und unsentimentale Bilder. Er Tochter, die ein paar Mal zu Besuch Darin erzählt Haneke von ei- sehen.“ Im Leben gebe es eben Zei- beobachtet genau, zeigt den All- kommt. Ansonsten jedoch fokusnem älteren Ehepaar um die 80 ten, die weniger angenehm seien tag seiner Protagonisten und be- siert „Liebe“ auf die beiden franPotsdam (dpa) ● Oscar-Gewinner und dessen Schwierigkeiten, als als andere. schönigt nicht den körperlichen zösischen Schauspiellegenden Ben Kingsley („Gandhi“, „Hugo die Frau ein Pflegefall wird. VieAuch Anne und George im Verfall. Aus dieser Darstellung Jean-Louis Trintignant und EmCabret“) wird in der Verfilmung le Kritiker sehen den 70-jährigen Film „Liebe“ kennen das, sind sie entwickelt „Liebe“ aber auch sei- manuelle Riva, die in den Hauptvon Noah Gordons Weltbestseller Haneke schon jetzt mit einer doch schon seit langem verheira- ne enorme Wucht, Wärme und rollen brillieren. „Ich habe noch „Der Medicus“ mitwirken. Kings- weiteren Goldenen Palme nach tet, haben eine Tochter und lieben Emotionalität. Denn die Kamera nie so einen fordernden Regisseur ley werde die Rolle des Arztes Ibn Hause fahren. Überhaupt fällt sich noch immer. Dann erleidet bleibt in der Wohnung der beiden getroffen wie Michael Haneke“, Sina übernehmen, berichtete die die Bilanz der ersten Festivaltage Anne einen Schlaganfall und ist und kreiert so eine Intimität, die sagte der 81-jährige Trintignant. Michael Haneke Foto: dpa Produktionsfirma Ufa Cinema (Potsdam) gestern. Den Medicus Rob Cole soll der britische Schauspieler Tom Payne spielen. Mit dabei sind auch Stellan Skarsgård („Marvel‘s The Avengers“), Olivier Martinez Kunstwerkstatt im Buckauer Engpass in Magdeburg zeigt Plastiken und großformatige Holzschnitte von Reinhard Rex („Untreu“) und Elyas M‘Barek („Türkisch für Anfänger“). Von Sara Krasemann chen Figur, was mich reizt.“ Die an der Burg Giebichenstein. SeiDer deutsche Regisseur Philipp Magdeburg ● Noch bis zum 1. Juni Ausgangsmaterialien findet der nen Beruf hängte er an den Nagel. Stölzl („Goethe!“, „Nordwand“) soll sind in der Kunstwerkstatt im in Magdeburg und in der Altmark Schon während der fünf Jahdie Geschichte, die im 11. Jahr- Buckauer Engpass Arbeiten von lebende Künstler fast immer in re Studium verfolgte Rex das hundert spielt, auf die Leinwand Reinhard Rex zu sehen. Der 1957 der Natur. Angeschwemmtes oder Kunstgeschehen in Magdeburg. bringen. Die Dreharbeiten begin- in Wittenberg geborene Künstler gehacktes Holz, abgestorbene Die Gruppierung um Dieter Lanen Mitte Juni, gedreht wird un- zeigt damit nach mehr als vier Bäume – er verarbeitet, was ihm dewig interessierte ihn. Wie ein ter anderem in Sachsen-Anhalt. Jahren wieder in einer Perso- auf seinen Spaziergängen entlang Starrsinniger hatte er sich in MagGordons Roman wurde allein in nalausstellung Einblicke in sein der Elbe auffällt; Hölzer, in denen deburg verguckt: „Die Aussteler eine Form sieht, wo sich etwas Deutschland sechs Millionen Mal Schaffen. lungsreihe Vorgänge hatte mich verkauft. In dem Buch begibt sich Jürgen Hänel, Leiter der andeutet. gefesselt. Die Gesellschaftsbezüder junge Waise Rob Cole auf den „Kunstwerkstatt“, betrachtet mit Mit Cutter, Taschenmesser ge, die Experimente mit Objekten Weg von England in den Orient, zufriedenem Lächeln die aktuel- und alten Metallstäben geht’s an und Räumen, das war Kunst ohne um ein anerkannter Medicus zu le Ausstellung in seiner Galerie: die Arbeit, bei der er sich gern Glattmalerei.“ werden. „Es war mir ein großes Anlie- verausgabt und quält, „um den So zog es ihn nach dem Diplom gen, Reinhard Rex’ Arbeiten hier Widerstand der Materialien zu auch wieder nach Magdeburg zuzu zeigen“, erklärt er, „ich halte spüren“, wie er es beschreibt. Ein rück. Doch gleichzeitig mit dem ihn für einen starken und guten Holzschnitt verlange eben nach Studium fand auch die DDR ihr Künstler, der die Tradition der Entschiedenheit. So bearbeite er Dieser Skulptur gab Reinhard Rex den Namen „Paar“. Foto: S. Krasemann Ende und für Künstler brachen Gegend widerspiegelt“. Auch die das Material, bis eine Geschichte schlechtere Zeiten an. Kaum einer Besucher würden großes Interes- zum Vorschein kommt. Mit etwas von vornherein für eine Abnahme erst kam er des Berufs und auch konnte sein großes Atelier halten. se an den bis zu zwei Meter hohen rein Abstraktem gibt er sich nicht ausschließen würden. der Liebe wegen nach Magdeburg Die meisten verließen die Stadt. In Holzschnitten und den kleineren zufrieden. Ein solches, für Rex typisches und entwarf im Konstruktions- dieser Zeit, ab 1991, begann Rex, Holzskulpturen zeigen. Nach dem Einwalzen mit Far- expressives Vorgehen hatte der büro Maschinen. Als die Tochter sich als freischaffender Künstler Teilweise sehr abstrahiert be setzt er für die Abnahme des junge Künstler zuallererst wäh- seines damaligen Chefs offenbar- „freizustrampeln“. Er gab Kurse an und expressiv befassen sich Rex’ Drucks eine alte ausgepolsterte rend seines Ingenieurstudiums te, Künstlerin werden zu wollen, der Volkshochschule und diversen Werke allesamt mit Menschen, Suppenkelle ein, denn „die glei- in Glauchau bei dem dort ansässi- stellte sich auch Rex erstmals die Soziozentren und mit zahlreichen bilden sie ab und erzählen ihre tet so gut über das Papier“. Nie gen Holzbildhauer Johannis Feige Frage: „Wie wird man denn ei- Personalausstellungen und AusGeschichten. Meist geht es um die kommt dabei ein gängiges Format beobachtet: „Ein absoluter Kon- gentlich Künstler?“ stellungsbeteiligungen machte er Beziehung zwischen Mann und heraus, und oft nutzt Rex gerade trast zu meiner IngenieurausbilIhre Bewerbungsbögen füllte sich einen Namen. Frau. Rex: „Es ist das Ureigene, solche Hölzer, die sich eigentlich dung – die Initialzündung meines letztlich er aus und beim zweiten Unter anderem erhielt er 2001 Ben Kingsley Foto: dpa das Archaische in der menschli- wegen Einschlüssen oder Ästen künstlerischen Wegs.“ Doch vor- Anlauf gelang ihm die Aufnahme den Kunstpreis der Stadtsparkasse

Arrangeur Jeffrey Biegel spielte das diffizile Solokonzert mit der Magdeburgischen Philharmonie. Aufgrund seiner Viersätzigkeit auch als „Sinfonie mit Klaviersolo“ bezeichnet, blieb sich Brahms auch hier seiner Synthese von Konzertantem und Sinfonischem treu. Der Rolle als Schaltzentrale und „Arbeiter des Klavierspiels“ (so ein früherer Brahms-Biograf) war sich auch Jeffrey Biegel bewusst, obgleich das Orchester strukturell in das musikalische Geschehen voll eingebunden war. Mit elektrisierender technischer Perfektion gab er aktiv Impulse und trieb musikalische Entwicklungen voran. Er dialogisierte und balancierte, so zu Beginn nach dem romantischen Hornsolo in einer ausgedehnten Klavierkadenz, bevor das ganze Orchester antwortete. Später im dritten Satz gipfelte dies in intimer Kammermusik mit dem anrührenden Solo-Cello und dem elegischen Klarinettenzitat. Die energetischen und attraktiven Orchesterparts im zweiten und vierten Satz erdrückten jedoch nicht die verwobenen vollgriffigen und anspruchsvollen Klaviersoli, dafür sorgte Kimbo Ishii-Eto mit engem Kontakt zum Solisten. Dieser belegte seine anspruchsvolle Bescheidenheit im Brahms‘schen Sinne mit festem rasantem Anschlag, aber auch feinsinnig zarter Brillanz. Das Publikum honorierte dies mit großer Freude und entließ ihn erst nach drei Zugaben.

„Liebe“: Ein Film voller Wucht, Wärme und Emotionalität

Kingsley und Payne spielen in „Der Medicus“

Das Festival in Cannes läuft bis zum 27. Mai. An den ersten Tagen waren gleich mehrere starke Wettbewerbsbeiträge zu sehen. Oft ging es um Liebe und damit verbundene menschliche Schicksale. In dem Eröffnungsfilm „Moonrise Kingdom“ fand Regisseur Wes Anderson für seine Geschichte einer ersten Liebe zweier Außenseiter einen kunstvoll-verspielten Ansatz, während Ulrich Seidl im zweiten österreichischen Wettbewerbsbeitrag „Paradies: Liebe“ mit seiner fast voyeuristischen Darstellung von Sextourismus in Kenia polarisierte.

„Mich reizt das Archaische in der menschlichen Figur“

Magdeburg zum „Otto-Jahr“ und 2004 den der Stadtwerke Haldensleben. Den Austausch mit anderen hält er für ungemein wichtig. Gern öffnet er dazu die Tore seines 2002 erworbenen Hauses in der Altmark, den „Rosenhof“, und führt Symposien durch. 2006 übernahm er ein Lehramt am hiesigen Norbertusgymnasium. Auch hier steht der soziale Kontakt und der Austausch an vorderster Stelle: „Ich rege die Kinder an, ihr inneres Auge zu schärfen und zum eigenen Kunstverständnis und einer ästhetischen Wertung zu gelangen.“ Kunst gehöre in den Alltag und sei nicht nur etwas für Abgehobene. Durch die Beschäftigung mit Kunst werde der Blick auf die gesamte Umwelt geändert. Interessierte können sich noch bis zum 1. Juni davon und von der Aussagekraft seiner Werke in der Galerie Kunstwerkstatt überzeugen. Jürgen Hänel empfängt dienstags bis freitags von 14 bis 18.30 Uhr und sonnabends von 11 bis 16 Uhr meist sogar jeden Besucher persönlich.

30 Kultur Meldungen Grafik und Bücher der Reformationszeit Rudolstadt (epd) ● Druckgrafik und Bücher aus der Reformationszeit zeigt das Thüringer Landesmuseum Heidecksburg in Rudolstadt seit gestern in einer Sonderausstellung. Die Auswahl von rund 50 Exponaten in der Porzellangalerie vereint Drucke aus eigenen Beständen und Leihgaben aus der Historischen Bibliothek der einstigen Residenzstadt. Von Albrecht Dürer sind unter anderem Blätter aus seinen Zyklen zur biblischen Passionsgeschichte und zur Apokalypse zu sehen. Die Weltchronik von Hartmann Schedel ist mit einer Buchausgabe von 1493 und Einzelbättern zu Erfurt und zu Nürnberg präsent. Eine „Biblia Teutsch“ von 1483 und eine gedruckte Lutherbibel von 1541 sind Leihgaben der Historischen Bibliothek.

Montag, 21. Mai 2012

Bildhauer, Medailleur und Steinschneider: Fitzenreiter zwischen Erotik und Politik Zwei Ausstellungen zeigen das Werk des Hallensers Der in Halle aufgewachsene Bildhauer Wilfried Fitzenreiter wäre in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden. Seine Kunst vereint Erotik und Politik.

Von Jörg-Heiko Bruns Halle ● Nach seiner Steinmetzlehre in der Saalestadt studierte Wilfried Fitzenreiter an dem damaligen Institut für künstlerische Werkgestaltung auf der Burg Giebichenstein und prägte neben anderen Künstlern die sogenannte Hallesche Bildhauerschule mit. Zwei Ausstellungen zum Werk des Bildhauers Wilfried Fitzenreiter sind gegenwärtig in Halle zu sehen. Im Stadtarchiv richteAlfred-Kerr-Preis te der Hallesche Kunstverein e.V. für Fabian Hinrichs die Ausstellung „Erotisches und Berlin (dapd) ● Der Kommentare zur Zeitgeschichte – Schauspieler Fabi- Medaillen und Kleinplastiken“ ein an Hinrichs erhält und die Galerie Nord in der Bernden Alfred-Kerrburger Straße 14 zeigt ZeichnunDarstellerpreis gen, Reliefs und Kleinplastiken. 2012. Hinrichs Nach seinem Studium in Halle werde für seine Fabian bei Gustav Weidanz und Gerhard Rolle in dem Hinrichs Lichtenfeld zog es den jungen Theaterstück „Kill Künstler als Meisterschüler zu your Darlings! Streets of Berladel- Heinrich Drake an die Akademie phia“ an der Volksbühne Berlin der Künste in Berlin. Hier lebte ausgezeichnet, wie die Berliner und arbeitete er bis zu seinem Festspiele mitteilten. Hinrichs plötzlichen Tode am 12. April spiele „mit einer bemerkenswer- 2008. Sein Nachlass wird von der ten Leichtigkeit und Selbstsicher- Familie in Berlin und Münster heit und bleibt dabei gänzlich aufgearbeitet und gepflegt, auch uneitel“, begründete Nina Hoss, die meisten Ausstellungsstücke Schauspielerin und Jurorin des für Halle kommen von dort. mit 5000 Euro dotierten Preises, Auch im Magdeburger Stadtihre Entscheidung. Mit dem Preis bild, wie in vielen anderen Städwird seit 1991 die herausragende Leistung junger Schauspieler ausgezeichnet, die beim Theatertreffen mitwirken.

Suhrkamp plant weitere Comic-Bände Berlin (dapd) ● Der Suhrkamp

Verlag plant für 2013 weitere Veröffentlichungen in seiner neuen Graphic-Novels-Edition. „Im Frühjahr oder Sommer nächsten Jahres erscheint ‚Flughunde‘ von Marcel Beyer, gezeichnet von Ulli Lust“, sagte Winfried Hörning, Leiter der Taschenbuch-Sparte bei Suhrkamp, der Zeitung „Die Welt“. Außerdem werde ein weiterer Band von Nicolas Mahlers „Alice in Sussex“ erscheinen, einer bearbeiteten Fassung von „Alice im Wunderland“. In Planung sei auch eine in Ostdeutschland angesiedelte Fassung von „Huckleberry Finn“. Denkbar seien auch ComicFassungen von Suhrkamp-Klassikern wie Wolfgang Koeppens „Tauben im Gras“.

ten Ostdeutschlands, sind Arbeiten zu finden, etwa im Umfeld des Klosters Unser Lieben Frauen und darüber hinaus natürlich auch in der Sammlung des Kunstmuseums. Im Zentrum des Œuvres von Fitzenreiter stand immer der Mensch, die menschliche Figur als klassische Bildhaueraufgabe. Die Wurzeln für sein realistisches Schaffen reichen bis in die Antike zurück. Die mehr als 50 Medaillen, darunter auch einige Leihgaben des Kunstmuseums Stiftung Moritzburg, und die etwa 30 Kleinplastiken im Stadtarchiv geben einen gültigen Überblick über Fitzenreiters Schaffen auf diesem Gebiet. Fitzenreiter hat sich auch als Steinschneider einen besonderen Ruf erworben, seine Gemmen und Kameen sind bei Sammlern dieser Edelstein-Spezifika sehr begehrt. In Halle sind in dieser Art Abgüsse nach Abdrücken in Bronze und Silber mit einer in der Vitrine installierten Lupe zu sehen. In allen Arbeiten, ob Plasti-

ken oder Medaillen, wird deutlich, dass der Bildhauer ein Meister seines Fachs war. Dies zeigt sich in der präzisen Wiedergabe seiner Beobachtung des Menschen, wie er Bewegungen und Gestik einfängt, bis zur handwerklichkünstlerischen Umsetzung als Bronze-Guss. Auch die in der Galerie Nord ausgestellten Handzeichnungen sind guter Beleg dafür. Fitzenreiter sorgte sich immer um das Los der Menschheit, vor allem, weil viele Menschen in Zeiten der Globalisierung allen Lebens verlernt haben, die Dinge zu hinterfragen. Da ist beispielsweise die auf die Wende 1989/90 anspielende Bananenfalle. In einem Käfig sind die sinnbildhaften „Früchte der Sehnsucht“ des DDR-Volkes platziert und die Menschenmassen rennen, ohne sich umzuschauen, in die Falle, die natürlich zuschnappt. So sarkastisch-ironisch

Skulptur „Guten Fang“ aus Bronze Foto: Katalog

Wilfried Fitzenreiter in Halle Beide Ausstellungen über den Künstler Wilfried Fitzenreiter sind noch bis zum 31. Mai zu sehen. Öffnungszeiten Stadtarchiv Halle (Rathausstraße 1): Montag 10-15 Uhr, Dienstag und Mittwoch 10-18 Uhr, Freitag auf Anfrage

Öffnungszeiten Galerie Nord (Bernburger Straße 14): Montag bis Donnerstag 11-18 Uhr, Freitag 11-19 Uhr, Sonnabend 10-15 Uhr Katalog „Paare und Erotika“, 70 Seiten, 15 Euro, ISBN: 978-39814639-2-7

Cronenberg junior feiert sein Regiedebüt Cannes (dpa) ●

Wie der Vater so der Sohn: Brandon Cronenberg hat mit „Antiviral“ auf dem Filmfestival in Cannes am Sonnabend sein Regiedebüt gegeben. Der Film, der von einem jungen Mann handelt, der sich mit einem tödlichen Virus infiziert hat, wurde in der renommierten Nebenreihe „Un certain regard“ gezeigt. Mit „Antiviral“ hat sich der 32-jährige Sohn von David Cronenberg auf dasselbe Terrain gewagt, auf dem sein Vater Furore gemacht hat. Syd March arbeitet für die Klinik Lucas, die an Fans Krankheiten ihrer Stars verkauft und injiziert, weil sie am Leben und Leiden ihrer Idole teilhaben wollen. Eines Tages infiziert sich der junge Mann selbst mit dem tödlichen Virus des Superstars Hanna Geist und geht eine biologische Symbiose ein – mit verstörenden und zum Teil Ekel erregenden Bildern. Die Hauptrolle spielt der Sänger und Schauspieler Caleb Landry Jones („Der letzte Exorzismus“). David Cronenberg senior wird ebenfalls in Cannes zu sehen sein: mit „Cosmopolis“, der Geschichte eines 28-jährigen Jung-Milliardärs auf einer Irrfahrt durch Manhattan.

können des Künstlers Kommentare zur Zeitgeschichte aussehen. Viel sinnlicher und berauschender sind da die kleinen Liebespaare, die Fitzenreiter immer wieder geschaffen hat. „Die Plastiken und Medaillen beschreiben vor allem die feine Erotik, die sich einer Sache beinahe gewiss ist: Erfüllung“, ist im Text des neuen Kataloges „Paare und Erotika“ zu lesen und „von der Sehnsucht, die der Erfüllung vorausgeht“. Und dass hier der schöne Körper eine herausragende Rolle spielt, zeigen auch die jeweils über 20 Reliefs und Zeichnungen, die in der Galerie Nord zu sehen sind. Einen besonderen Platz nehmen in einer Vitrine die in farbiger Suralin-Modelliermasse gepressten Neujahrsmedaillen ein, die der Künstler alljährlich Freunden und Kollegen zusandte. Hier finden sich noch einmal all seine Themen, die ihn immer wieder bewegten und nicht losließen. Oft formulierte er Sprüche oder Fragen und auch Aufforderungen an die Empfänger. Auch in diesen kleinen Gelegenheitskunstwerken überträgt sich der Spaß vom Macher auf den Betrachter. Die Medaille „Strandburg“ wurde eigens für diese Ausstellung von der Galerie Nord in Lettiner Porzellan neu aufgelegt. Fitzenreiter gehört zweifelsohne zu den wichtigsten Bildhauern seiner Zeit. Eine Museumsausstellung als Retrospektive steht Brandon (l.) und David Cronendeshalb noch aus. Foto: dpa berg

Internationale Volksweisen und zehn Kinder auf Steckenpferden „Fürstlicher Marstall“ in Wernigerode mit einem Konzert des Kammerorchesters und Kammerchors feierlich eröffnet Von Hans Walter Wernigerode ● Vor dem Event liefen einige stumme Fotos vom jahrelangen Baugeschehen und Ankündigungen kommender Höhepunkte über eine raumgroße Leinwand. Jan Baruschke – „The Lord Of Violin“ – kommt im Juni, das Kabarett „Die Distel“ im Oktober, das größte Schokoladenfestival Deutschlands, die „chocolART“, und die Kultband „Keimzeit“ machen im November Station im Fürstlichen Marstall. Das Publikum spazierte durch den Saal und freute sich über den gelungenen Abschluss der Arbeiten. Aus der einstigen Reithalle ist ein feiner Ort für multifunktionelle Nutzung geworden: für Konzerte, Tagungen, Empfänge Blumen gab es für Christian Fitzner, der wenige Tage zuvor seinen und andere festliche Veranstal- 50. Geburtstag gefeiert hatte. Foto: Matthias Bein

tungen. Den ersten Teil bestritt der Kammerchor Wernigerode unter Leitung von Rainer Ahrens mit einem Strauß bunter Noten in gewohnt hoher Qualität. Madrigale, deutsche Lieder der Romantik, internationale Volksweisen aus Lettland, Finnland, Schweden und den USA erklangen, dazu eine Komposition des sehr angesagten Eric Whitacre und zwei Spirituals. Den zweiten Teil gestaltete das Philharmonische Kammerorchester unter Leitung von Musikdirektor Christian Fitzner. Da ging die Sonne auf! Seit Jahren spielte der Klangkörper in Proben und der Schlechtwetter-Variante zu den Schlossfestspielen im Marstall. Er hatte alle Ausbauphasen des Saales miterlebt und musika-

lisch begleitet. Fitzner als kluger Programmdramaturg entschied sich für Festlichkeit, für regionale und Weltmusik, für Präsentation der Orchestersolisten und für einen heiteren Ausflug zu den Ursprüngen des Saales. Mit Bachs strahlender C-DurOuvertüre aus den Orchestersuiten eröffnete er das Programm, gefolgt von einem Satz aus dem Flötenkonzert des Mozart-Zeitgenossen Carl Christan Agthe. Die gefällige Musik des Hoforganisten und Hofkomponisten des Fürsten von Anhalt-Bernburg führte auch hin zu den Traditionen des Stolberg-Wernigeröder Grafengeschlechts. Barbara Toppel mit galant-kecker Flöte interpretierte das Werk. Mit der Ascot-Gavotte aus Lerner/Loe-

wes Musical „My fair Lady“ kam Fitzner auf die edlen Rösser. Die Überraschung waren zehn Kinder auf Steckenpferden, die unter dem Jubel der Zuhörer durch den Marstall galoppierten. Mit festlichem Barock und dem Solotrompeter Siegfried Kretschmer ging es weiter. Er spielte eine Ouvertüre und Gigue aus Händels „Wassermusik“, gefolgt von Agthes „Wolfenbütteler Sinfonie“. Abschließend wurde das gemeinsame Musizieren von Kammerchor und Philharmonikern unter Leitung von Rainer Ahrens zum großen Erlebnis: Aus Vivaldis „Gloria“ musizierten sie gültig und klangschön die Chorsätze. Die Fuge „Cum Sancto Spiritu“ war der absolute Höhepunkt!

mit der Aufschrift „Weiterfahrt Katzenpisse. Ich habe das dazugelebensgefährlich“. Doch es gab hörige Tier nie gesehen, doch ich kein Schild. stellte es mir über die Maßen fett und hässlich vor. Ich mochte auch unsere neue Vier Wohnung nicht. Sie roch fremd Ich mochte unser neues Haus und seltsam nach dem grauen nicht. Mit seinen vier Etagen er- Kunststoff boden, mit dem sie schien es mir, verglichen mit un- ausgelegt war. Mein Vater hatte serem alten, das zehn Stockwer- neue Möbel gekauft. Im Wohnke hatte, winzig klein und eng. zimmer stand eine dunkelbraune, Außerdem stank es immer nach glänzende Schrankwand und ge-

genüber eine neue Couch mit zwei riesigen Sesseln. Außer unserem Fernseher gab es hier nichts, was an unser altes Wohnzimmer erinnerte. Es war furchtbar. Meine Mutter hatte die Wohnung in diesem Zustand offenbar schon gesehen, denn sie ging mit zur Schau gestellter Gleichgültigkeit durch die Räume. Es gab ein Schlafzimmer, in dem ich dann doch Teile unseres alten Lebens

wiederentdeckte. Das Bett, die alte Kommode, einen Kleiderschrank. Mein Bruder bezog das kleinste Zimmer der Wohnung. Und dort standen sie, die alten Regale aus unserem Wohnzimmer. Ich war erleichtert und gleichzeitig neidisch, denn eigentlich hätte ich gern dieses Zimmer gehabt. Es war klein und gemütlich.

Roman Ab jetzt ist Ruhe (16. Folge) von Marion Brasch erschienen im S. Fischer Verlag GmbH ISBN: 978-3-10004420-4

Außerdem hatte sie zum ersten Mal einen Job, der ihr ein bisschen Spaß machte. Sie arbeitete in einer kleinen Redaktion beim Fernsehen, in der sie einigermaßen in Ruhe gelassen wurde. In den Ferien nahm sie mich manchmal mit ins Büro, wo ich die meiste Zeit damit verbrachte, auf einer alten Schreibmaschine herumzuhämmern, die sie aus einem Schrank holte. Ich schnappte mir eine Zeitung und tippte sie ab. Wort für Wort, ohne den Sinn zu verstehen. Der interessierte mich auch nicht, ich tat es nur wegen dieses Geräusches – ein warmes, schönes, irgendwie kluges Geräusch. Dass ich es produzierte, gab mir ein erwachsenes Gefühl von Wich-

tigkeit. Musste meine Mutter telefonieren, unterbrach ich meine Arbeit und schaute nicht ohne Stolz auf das Blatt, das sich unter meinen Händen mit Text gefüllt hatte. Wenn sie eine Besprechung hatte, gab mir meine Mutter etwas Geld und schickte mich in die Kantine. „Aber du fährst nicht mit dem Paternoster, du nimmst die Treppe. Klar?“ Ich nickte und hörte auf sie. Bis Frank kam. Frank war ein Jahr älter als ich und der Sohn einer Kollegin meiner Mutter. Er hatte unfassbar viele Sommersprossen und einen Topfschnitt. Aber er war ok. „Bist du schon mal mit dem Paternoster oben lang gefahren?“, fragte er mich einmal. „Nee, das ist doch verboten.“ „Na und? Ich bin schon mal.“ „Und?“ In meiner Vorstellung legte sich die Paternosterkabine oben waagerecht, und man fuhr dann kopfüber wieder nach unten. Beängstigend. „Macht Spaß. Los komm!“ Ich zögerte einen Augenblick,

wollte aber vor diesem Jungen, den ich ziemlich gut fand, nicht als Feigling dastehen. „Na gut.“ Wir sprangen in den Paternoster und fuhren. Mein Herz klopfte, und je mehr wir uns dem obersten Stockwerk näherten, desto schlimmer klopfte es und schien das bedrohliche Knirschen in der alten Mechanik des Aufzugs zu übertönen. Dann waren wir oben, und nachdem ich gerade noch das Schild „Weiterfahrt ungefährlich“ entziffern konnte, wurde es dunkel und das Knirschen beängstigend laut. Ich hätte gern nach Franks Hand gegriffen, doch ich traute mich nicht. Es ging alles gut. Und Frank und ich fuhren noch sehr oft zusammen Paternoster. Ich liebte es, und für eine Weile bildete ich mir ein, auch Frank zu lieben. Doch das sollte er nie erfahren, denn jetzt regnete es, und ich stand am Möbelwagen, der mich von all dem wegbringen sollte. Es wäre schön gewesen, hätte da plötzlich ein Schild gehangen

Hägars Abenteuer

Fortsetzung folgt

Fernsehen 31

Montag, 21. Mai 2012

ARD

ZDF

RTL

SAT 1

PRO 7

MDR

Sport 1

5.30 Morgenmagazin 9.00 Tagesschau 9.05 Rote Rosen 9.55 Wetterschau 10.00 Tagesschau 10.03 Brisant 10.30 Der Rekordbeobachter. Romanze, D 2012 12.00 Tagesschau 12.15 ARD-Buffet 13.00 Mittagsmagazin

5.30 Morgenmagazin 9.00 heute 9.05 Volle Kanne – Service täglich 10.30 Die Rosenheim-Cops. Krimiserie. Zoff im Kuhstall 11.15 Soko Wismar. Krimiserie. Bibelstunde 12.00 heute 12.10 drehscheibe Deutschland 13.00 ARDMittagsmagazin

5.10 Explosiv – Weekend 6.00 Punkt 6 7.30 Alles was zählt 8.00 Unter uns 8.30 Gute Zeiten, schlechte Zeiten 9.00 Punkt 9 9.30 Mitten im Leben! 10.30 Mitten im Leben! 11.30 Unsere erste gemeinsame Wohnung 12.00 Punkt 12 – Das RTL-Mittagsjournal

5.30 Sat.1-Frühstücksfernsehen 10.00 Lenßen & Partner. Ingo Lenßen hat sich auf Fälle spezialisiert, in denen Klienten die Hilfe von Detektiven in Anspruch nehmen. 11.00 Richterin Barbara Salesch 12.00 Richter Alexander Hold 13.00 Britt

5.40 Long Lost Son. Drama, USA 2006 7.15 Das Geheimnis der Flamingos 8.45 Unsere Erde 10.30 Up in the Air. Liebeskomödie, USA 2009 12.30 Malcolm mittendrin 13.00 Malcolm mittendrin 13.25 Scrubs – Die Anfänger 13.50 Scrubs – Die Anfänger

7.20 Verbotene Liebe 7.55 Sturm der Liebe 8.45 Brisant 9.20 Günther Jauch 10.20 Quickie 10.45 MDR aktuell Eins30 10.48 Vor Ort um vier 11.18 Regional Eins30 11.20 Kripo live 11.45 MDR um zwölf 12.30 Die Dienstagsfrauen. Komödie, D 2011

14.00 14.10 15.00 15.10 16.00 16.10 17.00 17.15 17.50 18.30 19.20 19.50

14.00 14.15 15.00 15.05 16.00 16.15

14.00 Mitten im Leben! Doku-Soap 15.00 Verdachtsfälle Doku-Soap 16.00 Familien im Brennpunkt 17.00 Betrugsfälle Doku-Soap 17.30 Unter uns 18.00 Explosiv – Das Magazin 18.30 Exclusiv – Das Star-Magazin 18.45 RTL Aktuell 19.03 RTL Aktuell – Das Wetter 19.05 Alles was zählt 19.40 Gute Zeiten, schlechte Zeiten Daily Soap

14.00 Zwei bei Kallwass 15.00 Familien-Fälle 16.00 Richter Alexander Hold Gerichtsshow 17.00 Niedrig und Kuhnt – Kommissare ermitteln 17.30 Niedrig und Kuhnt – Kommissare ermitteln 18.00 Pures Leben – Mitten in Deutschland 18.30 Lenßen 19.00 K 11 – Kommissare im Einsatz 19.30 K 11 – Kommissare im Einsatz 20.00 Sat.1 Nachrichten

14.15 14.45 15.10 15.35 16.05 16.30

14.00 14.30 15.28 15.30

13.30 Teleshopping 14.00 Teleshopping 14.30 Teleshopping 15.00 Teleshopping 15.30 Teleshopping 16.00 Tennis Live – Atp World Tour, live. World Team Cup 18.30 EM Aktuell 20.15 FC Bayern Final-Klassiker, FC Bayern – Manchester United, CL-Finale 1999 21.15 FC Bayern Final-Klassiker 22.15 FC Bayern Final-Klassiker 22.45 Sport1 Reportage, Finale dahoam! 23.45 Golftotal News 0.00 Sport Clips

Tagesschau Rote Rosen B Tagesschau Sturm der Liebe J B Tagesschau J Giraffe, Erdmännchen & Co. Tagesschau J Brisant J Verbotene Liebe B Großstadtrevier B Gottschalk Live B EM-Fieber Neues von der deutschen Nationalmannschaft J B 19.55 Börse im Ersten 20.00 Tagesschau J

17.00 17.10 17.45 18.00 19.00 19.20 19.25

heute – in Deutschland Die Küchenschlacht heute Topfgeldjäger heute – in Europa Wege zum Glück – Spuren im Sand Telenovela J B heute J hallo deutschland Leute heute J Soko 5113 Der Kronzeuge B heute J Wetter J Wiso

17.00 18.00 18.10

18.40

19.05

Scrubs – Die Anfänger The Big Bang Theory J The Big Bang Theory J How I Met Your Mother J How I Met Your Mother J How I Met Your Mother Spieleabend J taff Newstime Die Simpsons Zeichentrickserie Mörder, Zombies und Musik Die Simpsons Zeichentrickserie Der Teufel trägt Nada Galileo

16.00 18.00 18.20 18.54 19.00

19.30 19.50

Dabei ab zwei J Lexitv – Wissen für alle MDR aktuell Eins30 Unterwegs in SachsenAnhalt Hier ab vier MDR aktuell J Brisant J Unser Sandmännchen Sachsen-Anhalt Heute Vorschau auf „Otto 2012“ / Ticketkauf im Internet / Fußball: Rückblick auf das Saisonfinale MDR aktuell J Mach dich ran

Eurosport 14.30 Wasserspringen, LEN Europameisterschaften 15.15 Radsport 16.00 Radsport 17.00 Schwimmen, live. LEN Europameisterschaften 18.30 Fußball, Eurogoals 18.45 Fußball, EURO Countdown 19.00 Tennis, French Open 19.15 Radsport, 95. Giro d’Italia 2012 20.00 Schwimmen, LEN Europameisterschaften 20.45 Watts, 21.05 Wrestling 22.45 Wasserspringen 23.30 Radsport 0.15 Fußball

WDR 20.15 Der adidas-Check Ob bei Hip Hoppern oder Altherren-Kickern, ob auf dem Laufsteg oder auf dem Pausenhof – die Marke adidas ist allgegenwärtig. Ehemals ein kleiner TurnschuhHersteller, macht adidas heute Milliarden-Umsätze weltweit mit einer breiten Produktpalette. J B

20.15 Schmidt & Schwarz Krimikomödie, D 2011 Mit Michael Gwisdek, Corinna Harfouch u.a. Regie: Jan Ruzicka In diesem humorvollen Kriminalfim sind Corinna Harfouch und Michael Gwisdek erstmals seit 16 Jahren wieder gemeinsam zu sehen. J B

21.00 Hart aber fair Gewaltige Leidenschaft – wer schützt den Fußball vor seinen Fans? J 22.15 Tagesthemen 22.43 Das Wetter im Ersten 22.45 Verzockt – und verklagt Die guten Geschäfte der Deutschen Bank J B 23.30 Der Kremlflieger Mathias Rust und die Landung auf dem Roten Platz J 0.15 Nachtmagazin 0.35 Spätschicht – Die Comedy Bühne 1.05 Brautpaar auf Probe Romanze, D 2005 Mit Eva Hassmann, Tyron Ricketts u.a.

21.45 heute-journal J 22.12 Wetter J 22.15 Cassandras Traum Drama, USA/GB/F 2007 Mit Ewan McGregor, Colin Farrell, Tom Wilkinson u.a. Regie: Woody Allen J B 23.55 heute nacht 0.10 Abgebrannt Drama, D 2011 Mit Maryam Zaree, Tilla Kratochwil u.a. J B 1.50 Inspector Barnaby Krimireihe, GB 2005 J 3.25 Wiso 4.10 Global Vision 4.15 hallo deutschland 4.45 Wege zum Glück – Spuren im Sand

22.15 Extra – Das RTL Magazin 23.30 future Trend Reportage Wenn in diesen Tagen mit den Pfingstferien die Hauptreisesaison beginnt, herrscht an den deutschen Airports wieder Hochbetrieb. 0.00 RTL Nachtjournal 0.27 RTL Nachtjournal – Das Wetter 0.30 10 vor 11 0.55 Extra – Das RTL Magazin 2.05 Familien im Brennpunkt 3.00 RTL Nachtjournal 3.30 Betrugsfälle Doku-Soap 3.50 Mitten im Leben! Doku-Soap 4.40 Verdachtsfälle

21.15 Der letzte Bulle Krimiserie Wer findet, der stirbt 22.15 Planetopia Beleidigung im Internet – Wie viel Meinungsfreiheit ist im Netz erlaubt? 23.00 Spiegel TV – Reportage 23.30 Eins gegen Eins Abschaffen statt Anschaffen – Muss Prostitution in Deutschland verboten werden? 0.15 Der letzte Bulle Camping für Anfänger 1.15 Der letzte Bulle Wer findet, der stirbt 2.05 Deadline – Jede Sekunde zählt

21.10 Vampire Diaries Mysteryserie Die Bande des Schmerzes 22.10 Vampire Diaries Mysteryserie Der verschlossene Sarg 23.05 TV total 0.05 Touch Dramaserie Sphärenklänge 1.05 Terra Nova Abenteuerserie Entscheidung 1.55 Vampire Diaries Mysteryserie Die Bande des Schmerzes 2.40 Vampire Diaries Mysteryserie Der verschlossene Sarg

21.45 MDR aktuell J 22.15 Fakt ist ...! Aus Magdeburg 22.58 MDR aktuell Eins30 23.00 Nicht dran denken Komödie, I 2007 Mit Valerio Mastandrea, Giuseppe Battiston, Anita Caprioli u.a. Regie: Gianni Zanasi J 0.40 Sachsenspiegel kompakt 0.42 Sachsen-Anhalt Heute kompakt 0.44 Thüringen Journal kompakt 0.45 Hart aber fair J 2.00 Reisebilder Irland Landschaft am Kerry Way (I) 2.30 Reisebilder

RTL II

Kabel 1

Super RTL

VOX

NDR

RBB

5.25 Rodney 6.05 Infomercial 7.05 Infomercial 8.05 Die Schnäppchenhäuser – Der Traum vom Eigenheim: Wir ziehen ein 9.00 Frauentausch 11.00 Family Stories 12.00 Berlin – Tag & Nacht 13.00 Privatdetektive im Einsatz 13.55 King Of Queens

6.30 Die wilden 70er 7.25 Infomercials 8.25 Two and a Half Men 8.50 Two and a Half Men 9.20 Unsere kleine Farm 10.15 Ein Engel auf Erden 11.15 Ghost Whisperer – Stimmen aus dem Jenseits 12.10 Unsere kleine Farm 13.05 Ein Engel auf Erden

10.50 Angelo! 11.15 Simsalabim Sabrina 11.45 Micky Maus Wunderhaus 12.10 Jake und die Nimmerland Piraten 12.35 Kleine Abenteuer mit Winnie Puuh 12.45 Gummibärenbande 13.10 Coop gegen Kat 13.40 Phineas und Ferb

5.40 mieten, kaufen, wohnen 6.45 Mieterzoff 7.45 Soko Familie 8.45 Verklag mich doch! 9.40 mieten, kaufen, wohnen 10.50 Vox nachrichten 10.55 mieten, kaufen, wohnen 12.00 Shopping Queen 13.00 Verklag mich doch! Doku-Soap

9.00 Nordmagazin 9.30 Hamburg Journal 10.00 Schleswig-Holstein Magazin 10.30 buten un binnen – Die Woche 11.00 Hallo Niedersachsen 11.30 Die Nordsee 12.15 In aller Freundschaft 13.00 Einfach genial! 13.25 Biber 13.30 Eisenbahnromantik

7.50 Da wo die Herzen schlagen. Melodram, D/A 2004 9.20 Sportplatz, Aktuelles vom Sport in Berlin und Brandenburg 10.05 Gesichter Brandenburgs 10.20 nano 10.50 Ich mach’s! 11.20 Sturm der Liebe 12.10 Rote Rosen 13.00 Heute im Parlament

14.20 14.45 15.05 15.30 15.55 16.15

14.00 Charmed – Zauberhafte Hexen 14.55 Ghost Whisperer – Stimmen aus dem Jenseits 15.50 Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen 16.45 kabel eins news 16.55 Two and a Half Men 17.25 Two and a Half Men 17.50 Abenteuer Leben – täglich Wissen 19.00 Achtung Kontrolle! Einsatz für die Ordnungshüter 20.15 The Transporter Actionfilm, USA/F 2002 Mit Jason Statham u.a. J 22.00 The Contract Killer Actionfilm, HK 1998 23.55 The Transporter Actionfilm, USA/F 2002 1.29 kabel eins late news

14.10 American Dragon 14.35 Cosmo & Wanda 15.05 Max Adventures: Das Abenteuer beginnt 15.35 Banana Cabana 16.05 Fünf Freunde – Für alle Fälle 16.35 Angelo! 17.10 Eddie Angsthorn 17.40 Cosmo & Wanda 18.05 Coop gegen Kat 18.40 American Dragon 19.00 Phineas und Ferb 19.45 Zeke und Luther 20.15 Voll verheiratet Komödie, USA 2002 22.15 Mein Leben & Ich 22.45 Mein Leben & Ich 23.15 Mein Leben & Ich 23.45 Golden Girls 0.25 Shop24direct Schlagernacht

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King Of Queens King Of Queens King Of Queens King Of Queens King Of Queens Der Trödeltrupp – Das Geld liegt im Keller Der Trödeltrupp – Das Geld liegt im Keller Privatdetektive im Einsatz Berlin – Tag & Nacht RTL II News My Name Is Live-Finale KLICK-STARS Fun Club – Comedystars live Best Of – Talente Fun Club – Comedystars live Fun Club – Comedystars live: Pilot Exklusiv – Die Reportage

20.15 Rachs Restaurantschule In Rachs Restaurantschule steht die Entscheidung ins Haus, welcher der Praktikanten einen der begehrten Ausbildungsverträge im Restaurant bekommen wird. Im Rahmen einer großen Filmpremierenfeier hat jeder Bewerber die letzte Chance, zu zeigen, was in ihm steckt.

20.15 Der letzte Bulle Camping für Anfänger Nach dem Würstchenwettgrillen auf dem Campingplatz „Südsee“ gibt es keinen Sieger, aber einen Toten: Platzwart Harry wird in seinem Büro erschlagen aufgefunden – ausgerechnet mit dem Siegerpokal des Wettbewerbs.

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Shopping Queen Menschen, Tiere & Doktoren mieten, kaufen, wohnen Das perfekte Dinner im Schlafrock Tag 1: Lena/Frankfurt Prominent! CSI: NY Krimiserie Killerclown Leverage Krimiserie Bombenalarm Leverage Krimiserie Der Kandidat Boston Legal Hinrichtung Vox nachrichten Leverage Leverage

20.15 Terra Nova Lucas und Weaver haben in Terra Nova das Kommando übernommen. Sie wollen das Meteoritenerz, das tonnenweise dort lagert, abbauen und in die alte Welt schicken. Sie haben alles genau geplant und einen neuen Terminus mitgebracht.

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NDR aktuell J Bilderbuch J NDR aktuell J Maine J NDR aktuell J Mein Nachmittag Leopard, Seebär & Co. Regionales Männerspielplatz J Regionales Tagesschau J Markt J Deutschland isst ... mit Tim Mälzer NDR aktuell J 45 Min J Kulturjournal J Manta Manta Komödie, D 1991 Mit Til Schweiger u.a. Günther Jauch J

20.15 Go Trabi go Komödie, D 1991 Mit Wolfgang Stumph, Marie Gruber u.a. Regie: Peter Timm Familie Struutz kehrt ihrer sächsischen Heimat den Rücken und reist über die Alpen nach Neapel. Doch für Familienoberhaupt Udo läuft einiges schief. J

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Planet Wissen rbb Aktuell ARD-Buffet kurz vor 5 rbb Aktuell Giraffe, Erdmännchen & Co. Unser Sandmännchen rbb um sechs / Wetter zibb / Wetter Abendschau Tagesschau J was! J Fehlstart in Schönefeld rbb Aktuell J Wie Menschen das Glück suchen J 22.45 Polizeiruf 110: Tod eines Fahnders Krimireihe, D 2007 Mit Jaecki Schwarz u.a. 0.15 Im Palais

Pusteblume: Vegetarier

rückt. „Davon wird man doch magersüchtig!“, sagte eine meiner Freundinnen. „Davon stirbt man!“, sagte eine andere. Und: „Fleisch schmeckt so gut, da kann man doch nicht drauf verzichten!“ Doch, man kann. Ich kann es. Mein Bruder, meine Schulleiterin, meine Eltern können es. Und mein Vater ist der Beweis, dass Vegetarier auch dick sein können. In Deutschland sind etwa sieben Millionen Menschen Vegetarier und die meisten sind weiblich. In meiner Schule könnten also zehn Schüler so wie ich sein, doch ich bin noch die einzige. Warum also Vegetarierin? Ich stelle mir vor, dass Riesen zu uns kommen und sagen: „Wir essen euch jetzt auf, weil ihr so lecker

3 Sat 15.40 Das Geheimnis der Gärten 16.30 Englands schönste Gärten 18.10 Gartenbusiness 18.30 nano 19.00 heute 19.20 Kulturzeit extra 20.00 Tagesschau 20.15 Satire Gipfel 21.00 Jürgen Becker – Der dritte Bildungsweg 21.45 Bin mal kurz ... 22.00 ZIB 2 22.25 Peter Voß fragt Thilo Sarrazin 23.10 Doktor Zobins Zauber 23.35 Nachgift 0.20 Marcel soll getötet haben

Kinderkanal 15.25 Der Sattelclub 16.18 logo! 16.20 Matzes Monster 17.10 Tim und Struppi 17.35 Flipper & Lopaka 18.00 Der kleine Nick 18.15 Der kleine Ritter Trenk 18.40 Ernie und Bert im Land der Träume 18.50 Unser Sandmännchen 19.00 Michael Endes: Jim Knopf 19.25 Die beste Klasse Deutschlands 19.50 logo! Die Welt und ich. 19.59 Lila 20.00 Kika Live 20.10 H2o – Plötzlich Meerjungfrau 20.55 Kika Live

arte 14.10 Zu Tisch in ... 14.40 Alles über meine Mutter. Drama 16.30 Alte Gene für neue Äpfel 17.15 Frankreichs mythische Orte (11/40) 17.40 X:enius 18.10 Kur Royal (1/5) 18.55 Square täglich 19.10 Arte Journal 19.30 Wildes Deutschland (1/5) 20.15 Das Netz der tausend Augen. Kriminalfilm, F 1974 21.55 Jean-Louis Trintignant 23.15 Die Nachtigall und andere Fabeln 0.50 Metropolis Erklärung Sonderzeichen A Schwarzweiß-Sendung J Untertitel für Hörgeschädigte G Zweikanalton C Dolby-Stereo-Ton B High Definition

Witze

Henriette meint: „Vegetarier sind glücklich“ Vegetarier sind Menschen, die kein Fleisch essen. Im Rahmen des SchmaZ-Junior-Projektes erklärt euch heute Henriette Tekaath aus der Klasse 4a der Grundschule „Am Westerplan“ in Magdeburg, warum sie Vegetarierin ist: Wieder einmal kein passendes Gericht beim Schulessen! Heute ist einfach nichts für mich dabei. Menü 1: Grüne Bohneneintopf mit Rindfleisch. Menü 2: Seelachsfilet mit Tomatensoße. Außerdem gibt es einen leckeren Salat mit gekochtem Schinken. Und als Snack-Box wird heute angeboten: American Sandwich mit Salami. Wenn ich in der Schule erzähle, dass ich Vegetarierin bin, dann halten mich alle für ver-

12.45 WDR aktuell 13.00 Tennis, live. Power Horse World Team Cup 16.00 WDR aktuell 16.15 daheim & unterwegs 18.00 Lokalzeit 18.05 hier und heute 18.20 Servicezeit 18.50 Aktuelle Stunde 19.30 Lokalzeit 20.00 Tagesschau 20.15 Der Vorkoster 21.00 markt 21.45 WDR aktuell 22.00 Das Geschäft mit dem Tod 22.45 Sport inside, 23.15 Erich Zeisl 0.15 Ein großer Spaß 1.00 Domian

Eine Kuh auf dem Teller? Das wollen Vegetarier nicht, weil ihnen die Tiere leid tun.

schmeckt und weil man Fleisch essen muss“. Genauso gehen wir Menschen mit den Tieren um. Es gibt viele Gründe, Vegetarier zu werden: um sich selbst auszuprobieren, um abzunehmen, um beliebt zu sein, um nicht daran

schuld zu sein, dass andere Lebewesen sterben müssen. Tiere leben auch gern und wollen genauso weiter leben wie wir. Auch sie sollen glücklich sein – und nicht auf unserem Teller. Die meisten Vegetarier möchten, dass das Futter aus Afrika und anderen armen Ländern der Welt dort in diesen Ländern bleibt und nicht in den Mastanlagen in Europa verfüttert wird. Das kann gegen den Hunger helfen. Auch Kinder in armen Ländern möchten leben und glücklich sein. Darum bin ich als Vegetarierin trotzdem glücklich, auch wenn ich nicht jeden Tag ein gutes Essen in der Schule bekomme. Henriette Tekaath, Magdeburg

Was bedeutet es, Vegetarier zu sein? Vegetarier: Ein Vegetarier ist jemand, der kein Fleisch und keinen Fisch isst. Er oder sie möchte nicht, dass Tiere sterben, weil wir Menschen sie essen. Außerdem mögen Vegetarier es nicht, wie es den Schweinen oder Kühen geht, bevor sie geschlachtet werden: Sie leben in Mastanlagen und kommen nicht an die frische Luft. Einige Vegetarier verzichten auch auf Milch und auf Eier, weil sie von Tieren stammen – auch wenn für diese kein Tier geschlachtet wird. Veganer: Ein Veganger isst nicht nur keinen Fisch und kein Fleisch, er verwendet auch keine

Dinge, die mit Tierbestandteilen hergestellt wurden, zum Beispiel Betten aus Gänsefedern oder Taschen aus Tierleder. Frutarier: Frutarier essen keinen Fisch, kein Fleisch und nur Pflanzen, die beim Ernten nicht zerstört werden. Sie essen zum Beispiel Obst, weil es von alleine von den Bäumen fällt, aber keine Möhren. Menschen, die keine Vegetarier sind, sagen, es sei normal Tiere zu essen: In der Natur gibt es viele Tiere, die andere Tiere essen, zum Beispiel den Löwen. Fleisch von anderen Lebewesen zu verzehren sei also ein ganz natürlicher Vorgang.

Herr Schmidt hat den Autoschlüssel stecken lassen und versucht, mit einem Draht das Auto zu öffnen. „Mist, ich muss mich beeilen“, denkt er. „Gleich fängt es an zu regnen und das Dach ist noch offen.“ Warum summen Bienen? Weil sie den Text vergessen haben. So erreicht ihr uns [email protected] Postfach 3610, 39011 Magdeburg Fax: 0391/5999-400

32 Leser Horoskop

Montag, 21. Mai 2012

Ärger mit dem Amt? Wir kümmern uns darum!

Leserbriefe Schulschließungen haben drastische Auswirkungen

Trotz Prüfung keinen Angelschein erhalten Fischereigesetz verhindert, dass junger Lütgenroder in Sachsen-Anhalt angeln gehen darf Von Martin A. Banger, www.12zeichen.de oder 0 43 34/18 10 00

Widder (21.3.–20.4.) Achten Sie auf klare Absprachen. Leichter als sonst kann es zu Missverständnissen und unliebsamen Überraschungen kommen.

Stier (21.4.–20.5.)

Maximilian ist begeisterter Angler. Schon mit 13 Jahren absolvierte er mit Bravour die Fischereiprüfung, doch den Schein, mit dem er in SachsenAnhalt legal seinem Hobby frönen könnte, verweigert man dem jungen Petrijünger.

halt die Fischerprüfung nach Landesrecht vorzuschreiben. „Dieser Gesetzeszweck wird umgangen, wenn die Fischerprüfung nur deshalb in einem anderen Land abgelegt wird, um in den Genuss erleichterter Prüfungsbedingungen oder niedriger Gebührensätze zu kommen.“ Im Fall l von Maximilian Opitz sei der Hinweis auf eine größere Nähe und schnellere Erreichbarkeit des Lehrgangsortes zwar nachvollziehbar, räumte das Ministerium ein, „als rechtliche Begründung für die Ablegung der Prüfung im Nachbarland jedoch unerheblich.“

Diskutieren Sie nicht lange mit denen, die sowieso nicht von Ihnen überzeugt sind, sondern machen Sie einfach weiter wie bisher.

Von Gudrun Oelze Seine Eltern wollten ihm den Fischereischein auf Lebenszeit eigentlich kürzlich zur Jugendweihe schenken. Ein wahrlich nicht ganz billiges Präsent, kostet die Zwillinge (21.5.–21.6.) Bescheinigung in Sachsen-Anhalt Ärgern Sie sich jetzt nicht doch stolze 275 Euro. Und es gibt über diejenigen, die Ihsie nur, wenn der Antragsteller nen die Unterstützung versagen. mindestens 14 Jahre alt ist. Für Sie müssen Ihre Sache sowieso Maximilian hieß das, nach beim Alleingang durchziehen. standener Fischereiprüfung im Herbst noch bis zum Geburtstag im April sowohl auf PrüfungsKrebs (22.6.–22.7.) nachweis als auch auf den FischEs besteht nicht nur ereischein zu warten. Stressgefahr, sondern Während ersterer ankam, ging auch die Möglichkeit, dass Sie ihm der begehrte Schein bisher sich übernehmen. Verringern Sie aber nicht an die Angel. Denn das Tempo. im Landratsamt Harzkreis wurde dieser von der für Jagd- und Angelrecht zuständigen Behörde Löwe (23.7.–23.8.) kategorisch abgelehnt - weil die Ihre Ideen müssen noch Prüfung nicht in Sachsen-Anhalt, nicht gleich den großen sondern in einem anderen BunDurchbruch bedeuten. Einfälle, desland abgelegt wurde. die Sie heute haben, sind es aber Ausstellung des Scheines nur wert, mitgeteilt zu werden.

Eine Ausnahme ist nicht möglich

Eine Ausnahme sei nicht möglich. Dem jungen Angler wurde empfohlen, zum nächsten Termin im Herbst 2012 an der Fischerprüfung in Sachsen-Anhalt teilzunehmen. „Mit Bestehen der Prüfung liegen dann die Voraussetzungen der Erteilung eines Fischereischeines für Sachsen-Anhalt vor“, so die Antwort aus dem MLU, wo auch „eine klarstellende Regelung“ zu diesem Sachverhalt bei der Novellierung der Durchführungsverordnung zum Fischereigesetz beabsichtigt ist. Denn noch enthält die derzeitige Fassung die Gleichstellung von Fischerprüfungen anderer Länder. Auch deshalb gibt sich Ulf Opitz noch nicht damit zufrieden, dass sein Jugendweihegeschenk sprichwörtlich ins Wasser gefallen sein soll. „Als mein Sohn die Prüfung ablegte, gab es diesen Erlass noch nicht“, sagt er und dass er in dieser Sache weiter gehen wolle.

bei Prüfung in Sachsen-Anhalt

Na und? In der Durchführungsverordnung zum Landes-FischeZuviel Offenheit kann reigesetz steht doch ausdrücklich, auch schaden. Teilen Sie dass „die staatlich abgenommeIhre Pläne nicht jedem mit, sonst nen oder staatlich anerkannten ermöglichen Sie anderen, von Fischerprüfungen anderer BunIhrer Vorarbeit zu profitieren. desländer „als Fischerprüfung nach dem Fischereigesetz anerkannt“ werden. Waage (24.9.–23.10.) Dennoch handelt es sich beim Langsam wird Ihnen „Nein“ vom Landratsamt leider klar, dass nicht jeder nicht nur um Anglerlatein, ergab Traum erfüllbar ist. Neue Mögeine Nachfrage im Ministerium lichkeiten werden aber nicht lan- für Landwirtschaft und Umwelt. ge auf sich warten lassen. Auf eine ministerielle Anweisung von dort hatte der Mitarbeiter im Landratsamt verwiesen, als er Skorpion (24.10.–22.11.) Maximilian den Fischereischein Es besteht kein Grund für verwehrte. Den dürfe er nur noch übertriebenes Engageausstellen, wenn die Prüfung in ment. Sparen Sie Ihre Energien Sachsen-Anhalt abgelegt wurde. lieber, bis sich Ihnen bessere Der junge Mann aus LüttgenMöglichkeiten bieten. rode aber war dafür ins nahe Niedersachsen gefahren, doch nicht etwa, weil sie dort leichter zu beSchütze (23.11.–21.12.) stehen wäre. Vielmehr war dieser Verzetteln Sie sich nicht. Prüfungsort nur zehn AutominuLassen Sie unwichtige Ar- ten entfernt, der nächste in Sachbeiten einfach liegen, und überlegen Sie, wie Sie die gewonnene Zeit effektiv nutzen können.

Jungfrau (24.8.–23.9.)

sen-Anhalt aber nicht unter einer Stunde Fahrzeit erreichbar. Bevor er sich jedoch auf „fremdes Territorium“ zum Lehrgang begab, hatte sich Vater Opitz vorsichtshalber beim Landesfischereiverband Sachsen-Anhalt e.V. erkundigt. Dort wurde versichert, dass es keine Probleme gebe, wenn die Fischereiprüfung in einem anderen Bundesland abgelegt werde. Das steht so ja auch in der Durchführungsverordnung zum Fischereigesetz. Dass beide in diesem Punkt nicht ganz konform gehen, fiel – Petri Dank! – kürzlich bürokratischer Akribie auf. Während laut Gesetz die erste Er-

Sudoku

Steinbock (22.12.–20.1.) In Gesprächen mit Geschäftspartnern, kann es passieren, dass Sie aneinander vorbei reden. Hören Sie zu, bevor Sie Stellung beziehen.

Wassermann (21.1.–19.2.) Beurteilen Sie die Dinge nüchtern. Je verlockender das Angebot, desto skeptischer dürfen Sie sein. Warum sollte man Ihnen etwas schenken?

Fische (20.2.–20.3.) Auch wenn Ihr Standpunkt gerechtfertigt ist, sollten Sie sich nicht auf Machtkämpfe einlassen, sondern erst einmal diplomatisch reagieren.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung! [email protected] Redaktion Volksstimme, PF 4028, 39015 Magdeburg, Fax 0391/5999 400

Die Zahlen von 1 bis 9 sind so einzutragen, dass sich jede Zahl nur einmal in jeder Horizontalen, einmal in jeder Vertikalen und nur einmal in jedem kleinen Neuner-Quadrat befindet. Rechts die Auflösung vom 19. Mai

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Unverständnis

Der Leseranwalt Ein Angler wirft im Sonnenuntergang an einem See seine Angel aus. Der junge Maximilian aus Lüttenrode legte seine Fischereiprüfung in Niedersachsen ab, doch einen Angelschein bekam er nicht. Foto: ZB

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teilung eines Fischereischeins davon abhängig ist, dass der Antragsteller im Geltungsbereich dieses Gesetzes (also in Sachsen-Anhalt) an einem Lehrgang mit mindestens 30 Unterrichtsstunden teilnahm und anschließend hier die Fischerprüfung bestand, erkennt die Durchführungsverordnung ja auch anderswo abgelegte Prüfungen an. Da die Gleichstellung von Fischerprüfungen anderer Länder dem Fischereigesetz aber entgegenstehe, „hat das Ministerium im Januar dieses Jahres in einem Erlass klargestellt, dass die staatlich abgenommenen oder

staatlich anerkannten Fischerprüfungen der anderen Bundesländer als Fischerprüfung nach dem Fischereigesetz des Landes Sachsen-Anhalt nur anerkannt werden, wenn zum Zeitpunkt der Ablegung der Prüfung der Antragsteller seine Hauptwohnung in diesem Land hatte“. Denn „hätte der Gesetzgeber eine vollständige Gleichstellung der Prüfung in anderen Ländern mit der Regelung in LSA gewollt, hätte dieses im Gesetz geregelt werden müssen“, heißt es in dem behördeninternen Dokument. Zweck der Regelung sei es doch aber, für Bürger von Sachsen-An-

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deutsche Vorsilbe

1 = O, 2 = I, 3 = K, 4 = R, 5 = E, 6 = L, 7 = N, 8 = P, 9 = U, 10 = M, 11 = G 12 = T, 13 = A, 14 = B, 15 = S, 1

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Zu „Millionen-Förderung der Arena zweifelhaft“, Volksstimme vom 15. Mai: Mit Unverständnis muss man zur Kenntnis nehmen, wie unverantwortlich mit öffentlichen Geldern umgegangen wird. Was die Förderung des Fußballstadions in Halle betrifft, so kann man die Stimmen aus den alten Bundesländern immer besser verstehen, welche eine Beendigung des Solidarbeitrages fordern. Mit welchem Recht und auf welcher gesetzlichen Grundlage wird in Sachsen-Anhalt ein Stadion mit öffentlichen Mitteln gefördert, wenn anderswo gleichzeitig die Infrastruktur verfällt? C. Schulz, Magdeburg

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eine Strafe

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Sie erreichen die Redaktion Leseranwalt Montag–Freitag von 14 bis 15 Uhr

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Malvengewächs

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Damit die Redaktion Leseranwalt aktiv werden kann, brauchen wir eine kurze schriftliche Schilderung des Sachverhaltes. Das Leseranwalt-Team schaltet sich vor allem bei Problemen mit Behörden ein. Bei Schwierigkeiten mit dem Arbeitgeber, dem Nachbarn, zum Erbrecht und Ähnlichem dürfen wir nicht helfen und verweisen an Juristen. Kanzleien von Rechtsanwälten in Ihrer Nähe finden Sie über den Anwaltsuchdienst der Rechtsanwaltkammer Sachsen-Anhalt, Tel. 03 91/2 52 72 10.

Zahlenrätsel

Auflösung vom Sonnabend: „Ahnung“ Rechts die Auflösung vom Sonnabend, dem 19. Mai. Heute suchen wir einen anderen Begriff für Treuebruch.

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Zu „Für 82 Grundschulen wird es eng“, Volksstimme vom 18. Mai: Die Auswirkungen der demographischen „Verwerfungen“ sind schon drastisch. Die Verringerung der Anzahl der Schulstandorte wird dazu führen, dass noch mehr Menschen aus den betroffenen Ortschaften „auswandern“. Wie ein Rattenschwanz kommen dann weitere Probleme dazu. Betroffen sind unter anderem der Personennahverkehr, die Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Produkten und die ärztliche Versorgung. Für die Kommunen verteuern sich viele Dienstleistungen, da das Steueraufkommen in dünn besiedelten Gebieten klein ist. Die Aufwendungen pro Kopf für die Bereitstellung von Trinkwasser, Abwasserentsorgung, Abfallentsorgung, Straßenbau, Verwaltung etc. werden größer. Auf einer der letzten Sitzungen des Umwelt- und Wirtschaftsausschusses des Landkreises Börde wurde Folgendes bekannt: Die Stadt Wolfsburg plant gemeinsam mit dem VW-Werk an der Grenze zu Sachsen-Anhalt eine Sattelitenstadt mit 30 000 Wohnungen zu bauen. Viele Pendler werden sich darüber freuen. Unsere Landespolitiker werden sich die Haare raufen. Anstatt den Pendlern wieder Arbeit in unserem Bundesland anbieten zu können, sind viele dann unwiderruflich weg. Mit ihnen die Ehepartner und die Kinder. Und damit sind wir wieder bei den Schulstandorten. Hans-Jürgen Fischer, Niederndodeleben

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