schritt für schritt - Budni

men und der Region Hamburg unserem Ziel, ein wichtiger Ort nachhaltigen Konsums in Hamburg zu sein, näher zu kommen. Dieser Weg der vielen. Schritte ist ...
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UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG

SCHRITT FÜR SCHRITT Mensch. Heimat. Umwelt. Wie wir mit vielen kleinen Schritten Verantwortung übernehmen.

Breite Auswahl mit hohem Anspruch Gemeinsam besser werden

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Fairness im Regal

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Ein leuchtendes Beispiel

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100 JAHRE

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FILIALEN

SORTIMENT

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Wie unsere Filialen für Heimat sorgen

Mensch. Heimat. Umwelt.

Die zufriedensten Kunden 09 Deutschlands

Cord Wöhlke im Gespräch

Erste Filiale mit 100 % eigener Energie

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12,4 Mio. Plastiktüten gespart

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Das Begrüßungsgeschenk 10 für junge Eltern Recycling im Ladenbau

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WILLKOMMEN

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre! Dr. Delia Schindler, Stabsstelle „Unternehmerische Verantwortung“

18 Wege wirklich nutzen

Menschen sind das Unternehmen Höchstnote von den Mitarbeitern

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100 % Chancen

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ENGAGEMENT

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beobachtet werden können. Diesem Anspruch wollen wir uns annähern, können aber heute noch nicht die wichtigsten nennen: Wie hoch unser CO2-Ausstoß insgesamt ist, können wir beispielsweise noch nicht beziffern. Aber wir versuchen mit vielen kleinen Schritten vieler engagierter Menschen im Unternehmen und der Region Hamburg unserem Ziel, ein wichtiger Ort nachhaltigen Konsums in Hamburg zu sein, näher zu kommen. Dieser Weg der vielen Schritte ist auf dem Titelblatt versinnbildlicht.

LOGISTIK

dieses Jahr ist ein besonderes Jahr für uns, denn wir feiern unseren 100. Geburtstag. Seit hundert Jahren sind wir mit der Region und ihren Menschen verbunden – die liebevolle Abkürzung „BUDNI“ der Kunden für unser Unternehmen ist Ausdruck davon. Daher ist es uns ein Anliegen, in dieser Broschüre zu berichten, wie wir im vergangenen Geschäftsjahr Verantwortung übernommen haben. Wir beschränken uns darauf, einzelne, uns wichtig erscheinende Aspekte unseres täglichen Tuns hervorzuheben. Gleichwohl wissen wir, dass wir noch eine Reihe von wichtigen Baustellen haben, an denen wir arbeiten müssen. Wir haben diesmal besonderen Wert auf Zahlen gelegt: Sie bringen Dinge auf den Punkt und können Zusammenhänge anschaulich machen. Zudem erfordern gestiegene Ansprüche an die Berichtslegung von Unternehmen und ihrer „Corporate Responsibility“ eine allmähliche Orientierung hin zu Zahlen, mit denen ökologische und soziale Aspekte wirtschaftlicher Tätigkeit

MITARBEITER

Foto: Mathias Collin

■ Liebe Leserin und lieber Leser,

Soziales Engagement von innen heraus 21

Steigende Recyclingquote

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Kaufen und helfen

3 Mal das Gleiche in Grün

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Die BUDNI Spendenkarte 21 – ein voller Erfolg BUDNIANER HILFE-Preis 21 Die Gesellschaft redet mit

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BUDNI und die Umwelt- 23 hauptstadt Europas 2011

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SORTIMENT

BREITE AUSWAHL MIT HOHEM ANSPRUCH ■ Auf dem Weg zu einem ökologisch und sozial nachhaltigen Sortiment Waren des täglichen Bedarfs - das ist das Sortiment von BUDNI. In jeder der mehr als 155 Filialen in der Metropolregion Hamburg, Sylt, Lübeck, Schwerin und Hagenow werden zwischen 4.000 bis 20.000 Artikel präsentiert: vom Deospray bis zum Putzmittel, vom Saft bis zum Schreibblock. Und, soweit möglich, auch ökologisch und sozial verträgliche Alternativen.

Fotos: BUDNI

Ehrgeizige Ziele für 2020 Das Ziel für die nächsten Jahre ist definiert: „Meine Vision ist, dass wir im Jahr 2020 unser Sortiment umfassend auf ökologisch und sozial sinnvolle Produkte umgestellt haben“, sagt BUDNI-Geschäftsführer Cord Wöhlke. Das kann BUDNI nicht im Alleingang bewerkstelligen. Neben den Lieferanten sind dafür auch die Kunden wichtig. Diese verändern ihr Kaufverhalten bereits: Der Umsatz in der Naturkosmetik ist von 2010 auf 2011 um 18 Prozent gestiegen. Deshalb konnte auch die Anzahl der unterschiedlichen Naturkosmetikartikel, einschließlich der ALIQUA-Eigenmarke, schon um 22 Prozent gesteigert werden. Bereits Marktführer bei Bio-Lebensmitteln Im Bio-Lebensmittelbereich ist BUDNI jetzt Marktführer in der Stadt Hamburg (ohne Frischesortiment wie Fleisch, Obst und Gemüse) und konnte 2011 hier ein Umsatzplus von 15 Prozent gegenüber 2010 verzeichnen. Laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) haben etwa 30 Prozent aller Hamburger bei BUDNI Bio-Lebensmittel eingekauft. Mit der Eigenmarke „Hamburg“ setzt

BUDNI zudem einen Standard bei Bio-Lebensmitteln. Wahr ist auch: Bei anderen Produkten fällt es deutlich schwerer, auf ökologisch verträgliche Alternativen umzustellen, etwa bei Wasch-, Putzund Reinigungsmitteln. „Um das Vertrauen unserer Kunden innerhalb der Sortimente langfristig zu erhalten, ist es wichtig, dass die Produkte den jeweiligen Kundenerwartungen entsprechen. Aus diesem Grund richten wir das Sortiment auch nach ökologischen Gesichtspunkten aus“, so Einkaufsleiter Manfred Rickers.

Eigenmarke mit Effekt: Beim Kauf der Bio-zertifizierten HAMBURG-Produkte wird automatisch an die BUDNIANER HILFE e.V. gespendet.

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SORTIMENT

GEMEINSAM BESSER WERDEN ■ Starke Kooperation mit Lieferanten Wer als Händler seine Regale auf ökologisch und sozial verantwortlich umstellen will, der braucht starke Partner. Die mehr als 800 Lieferanten von BUDNI sind daher bei der Sortimentsentwicklung die wichtigsten Ansprechpartner. In den Gesprächen und Verhandlungen gehört deshalb ein neuer Fragebogen dazu: „Welche ökologischen Auswirkungen haben Ihre Produkte?“, „Welche sozialen Auswirkungen?“, „Was tun Sie, um diese zu begrenzen?“, „Welche Produktalternativen gibt es?“ Das sind einige der Fragen, die gestellt werden – für die Herstellung von Transparenz und um Potenziale für gemeinsame Verbesserungen aufzudecken.

FAIRNESS IM REGAL ■ Gute Löhne für gute Arbeit

BUDNI achtet darauf, dass die Lieferanten internationale Standards wie z. B. die der „Business Social Compliance Initiative“ (BSCI) erfüllen. Bei der BSCI handelt es sich um eine Organisation, die ein Überwachungssystem für Sozialstandards aufgebaut hat, und nach deren

Kriterien sich Zulieferbetriebe vor allem in Asien und Südamerika prüfen lassen können. Die BSCI schafft somit Sicherheit für den Händler, dass die Sozialstandards vor Ort in Ordnung sind. Und sie hilft zu vermeiden, dass sich Zulieferbetriebe aufwendig von jedem Händler einzeln prüfen lassen müssen, da die BSCI solche Prüfungen bündelt.

Foto: fotolia.com

„Fair gehandelt“ bedeutet vor allem „faire Löhne“ für die Arbeiter in den Erzeuger- und Herstellerländern. Daher greift BUDNI auf bewährte internationale Standards wie das Fairtrade-Siegel zurück. Das Label der Fairtrade-Organisation auf der Packung spielt vor allem bei Kaffee, Kakao und Schokolade, aber auch für Baumwolle eine große Rolle. BUDNI-Kunden fragen fair gehandelte Waren immer stärker nach. So stieg der Absatz von 2010 auf 2011 um 31 Prozent an. Insbesondere Waren aus Asien und Südamerika stehen oft unter Generalverdacht, mit der Ausbeutung von Menschen verknüpft zu sein. Einem Handelsunternehmen wie BUDNI ist es kaum möglich, bei allen Lieferanten vor Ort zu prüfen, ob Arbeits- und Gesundheitsschutzvorschriften eingehalten werden, Kinderarbeit ausgeschlossen ist oder das Recht auf Versammlungsfreiheit gewährt wird.

SORTIMENT

EIN LEUCHTENDES BEISPIEL ■ ALIQUA Aromakerzen: Wie ökologische Produktentwicklung in der Praxis aussieht

Fotos: fotolia.com, BUDNI

In dieser Kerze steckt Engagement: Bei den Aromakerzen der BUDNI-Eigenmarke ALIQUA haben sich Expertinnen und Experten viel Zeit für die Entwicklung genommen. Die Anforderung lautete, eine Duftkerze zu entwickeln, die gesundheitlich bedenkenlos und ökologisch verträglich ist. Gar nicht so einfach: Eine herkömmliche Kerze enthält meistens Paraffin. Das ist ein Stoff, der auf Erdöl, also einer endlichen Ressource, basiert. Zudem werden chemische Zusätze, die für ein gleichmäßiges Abbrennen sorgen, im Laufe der Zeit an die Luft abgegeben, also eingeatmet. Die Lösung: Das Wachs wird in einem speziellen Verfahren aus – natürlich gentechnikfreien – Sojabohnen gewonnen. Statt eines Dochts mit Metallkern sorgt ein Docht aus ungebleichter Baumwolle mit einem Papierkern für ein angenehmes Licht und eine noch längere Brenndauer von 40 Stunden. Reine ätherische Öle aus biologischem Anbau verströmen angenehm entspannende Düfte. Die Verpackung ist aus Recyclingpapier hergestellt, und die Farbe besteht aus Sojatinte ohne chemische Zusätze. Und das ist noch nicht alles: Die Manufaktur in Thailand produziert emissionsfrei, da sie mit Solarenergie betrieben wird. An ganz schön viel galt es also zu denken bei einer Duftkerze, die toll brennen und ökologisch verträglich sein soll!

Gibt’s online auf www.aliqua-naturkosmetik.de: die ALIQUA Aromakerze.

Ein durchdachtes und rundherum tolles Produkt – an dem allerdings noch weiter gearbeitet wird: Der lange und energieintensive Transport der Sojabohnen ist aus ökologischer Sicht bedenklich. Ebenso die Tatsache, dass statt des Erdöls ein potenzielles Nahrungsmittel zur Produktion verwendet wird, das zudem oft in Monokultur angebaut wird. Die Umstellung auf biologische Erzeugung steht ebenfalls noch aus. Klar wird: Um ein Produkt ökologisch und sozial sinnvoll zu gestalten, muss man viele Punkte berücksichtigen. Und weiter nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen.

Sojabohnen liefern das Wachs für die Kerzen. Ein nachwachsender Rohstoff, der nahezu rußfrei abbrennt.

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FILIALEN

WIE UNSERE FILIALEN FÜR HEIMAT SORGEN ■ Mehr als 155 Mal ein gutes Gefühl „Mein“ BUDNI – das ist der vertraute Anlaufpunkt in der Nähe des Wohnorts oder der Arbeitsstätte, ein bisschen Heimatgefühl. Ein starker Einsatz unserer Mitarbeiter für „ihre“ Kunden – das ist bei BUDNI das gelebte Motto: „Jeden Tag Gutes tun.“ Eine schnelle Abwicklung an der Kasse, freundliche Mitarbeiter und eine gute Beratung gehören dazu. Hierfür werden unsere Mitarbeiter mindestens einmal jährlich geschult. Service ist, für die Kunden da zu sein Das Informationszentrum für Kunden und Mitarbeiter ist sechs Tage die Woche von morgens bis abends telefonisch oder per E-Mail für die Kunden da: bei Reklamationen, der Suche nach dem Lieblingsartikel und Feedback jeder Art. Daran schließt sich ein Verfahren zur Qualitätssicherung an: Kritik von Kunden wird zur Verbesserung von Arbeitsabläufen genutzt, Lob von Kunden führt zu einer Belohnung der jeweiligen Filiale. Die Mitarbeiter werden wohnortnah eingesetzt; das bedeutet, sie kennen sich im Quartier aus und haben einen besonderen Bezug zu „ihrer“ Filiale. Auch deshalb hat jede Filiale ein quartiernahes Patenprojekt im Rahmen der BUDNIANER HILFE. Die Treue der Kunden ist unter anderem messbar an der hohen Anzahl der BUDNI KARTENInhaber von mehr als einer Million. Dies wird vom Unternehmen als enormer Vertrauensvorschuss gedeutet, der täglich auf’s Neue

gerechtfertigt werden muss. Die Filialen selbst sind übersichtlich gestaltet. Überall wird darauf geachtet, das Einkaufen so einfach wie möglich zu machen. Sitzmöbel bieten in vielen Filialen für die älteren Kunden einen Ort für eine kleine Pause. Wickelkommoden stehen für den Notfall bei kleineren Kindern bereit. Egal, ob es sich um den Gassi-Beutel für die vierbeinigen Freunde oder um Laubsäcke für die Gartenbesitzer handelt: Jede Filiale ist immer auch ein Ort der Unterstützung im Alltag. Energieverbrauch optimiert Ein verantwortlicher Händler sollte sein eigenes Haus möglichst gut „in Schuss“ halten. Deshalb hat sich BUDNI im vergangenen Jahr wieder beim Ökoprofit-Programm der Stadt Hamburg beteiligt: Hierbei handelt es sich um eine Unterstützung u. a. durch die Handels- und Handwerkskammer in Sachen Klimatechnik, Beleuchtung, Wasser- sowie Stromverbrauch. Ende des Jahres 2012 werden somit alle Filialen, die Zentrale in Wandsbek und das Hochregallager in Allermöhe zertifiziert sein. Was sich einfach anhört, ist oft nicht leicht zu realisieren, da es sich bei den meisten Standorten um gepachtete Läden handelt. Das bedeutet: Als Mieter hat man häufig nur sehr begrenzten Einfluss darauf, wie gut der Standort etwa wärmeisoliert ist. Hier setzen wir auf stetigen Dialog.

Foto: BUDNI

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IM VERGLEICH BEIM KUNDENMONITOR 2011: Branchendurchschnitt BUDNI

DIE ZUFRIEDENSTEN KUNDEN DEUTSCHLANDS ■ Wieder Platz 1 beim Kundenmonitor Bei den Umfragen des Kundenmonitors belegte BUDNI im vergangenen Jahr wieder den Rang 1 bei der Frage nach der Gesamtzufriedenheit mit den Leistungen. Auch die Gestaltung der Verkaufsräume, die Erreichbarkeit unserer Filialen, ihre Öffnungszeiten sowie ihre Sauberkeit wurden von den Befragten mit der Höchstnote bewertet. Nicht zuletzt die Freundlichkeit und Ansprechbarkeit der Mitarbeiter und die Schnelligkeit an der Kasse waren für die Kunden das i-Tüpfelchen bei BUDNI. Insgesamt bekam BUDNI zehn Mal die Top-Note.

1,89

Sauberkeit

2,14

Erreichbarkeit

2,18

1,94

Öffnungszeiten

2,18

1,91

Qualität

2,24

Freundlichkeit

2,25

Auswahl

2,26

Waren-Vorrätigkeit

2,32

2,24

Preis-Leistung

2,33

2,23

Atmosphäre

2,36

Übersichtlichkeit

2,39

Kassenabfertigung

2,40

2,21

Mitarbeiterpräsenz

2,45

2,24

Fachliche Beratung

2,45

2,17 1,99 2,10

2,05 2,33

2,40 Notenskala von 1 bis 6

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FILIALEN

ERSTE FILIALE MIT

100% EIGENER ENERGIE

■ 526 Solarmodule liefern Öko-Strom Mit unseren Filialen gehen wir immer wieder neue Wege, um in Sachen Umweltschutz weiterzukommen. Neue Technologien helfen uns dabei: Bei einer unserer zuletzt eröffneten Filialen in Tornesch wurde eine Photovoltaikanlage auf der gesamten nach Süden und Südwesten ausgerichteten Dachfläche installiert. Als „zukunftsweisend“ bezeichnete Bürgermeister Roland Krügel den erzeugten Strom der 526 Solarmodule für die Energieversorgung der BUDNI-Filiale: Zusammen mit der aufwendigen Gebäudeisolierung und -abdichtung, modernster Heizungs- und Lüftungstechnik sowie Beleuchtungsanlagen mit geringem Stromverbrauch soll die auf dem Dach erzeugte Energiemenge den gesamten Jahresenergiebedarf des Drogeriemarkts decken. Damit ist sie die erste BUDNIFiliale, deren Betrieb auf dem Null-Energie-Standard erfolgt!

DAS BEGRÜSSUNGSGESCHENK FÜR JUNGE ELTERN ■ 12.000 Mal Geburtshilfe geleistet Wir wissen, wie aufregend es ist, wenn ein Kind geboren wird. Für den Start ins neue Leben haben wir uns deshalb ein kleines Begrüßungsgeschenk ausgedacht: Alle Eltern, die sich in unserem Bonuspunkte-Programm „Mein Baby“ anmelden, bekommen noch in der Filiale ein Couponheft mit hochwertigen Vergünstigungen sowie einen umfassenden Ratgeber mit allem Wissenswerten rund um Schwangerschaft und Geburt. Im Jahr 2011 konnten wir über 12.000 Mal „Geburtshilfe“ leisten. Diverse Produktproben in unserer Begrüßungstüte für Schwangere geben zudem eine erste Orientierung für werdende Mütter. Darüber hinaus haben wir zusammen mit dem Kinderschutzbund 10.000 Willkommensordner in allen Geburtskliniken Hamburgs kostenlos angeboten. Hier finden sich nützliche Adressen und Tipps für die ersten Lebenstage des Babys.

12,4 Mio.

PLASTIKTÜTEN GESPART

■ 600.000 Kunden machten mit Der Erfolg war überwältigend: Knapp 600.000 Kunden haben bei unserer „Aktion Einkaufstasche“ mitgemacht und so ihren Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Während der Aktion im vergangenen Jahr konnten insgesamt 12,4 Millionen Tüten gespart werden! Das entspricht einer Kohlendioxid-Einsparung von 627 Tonnen, dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von knapp 60 Personen. Aber auch wertvolle Ressourcen werden durch den Verzicht auf Plastiktüten gespart, hat doch jede von ihnen ihren Ursprung im Erdöl. Die BUDNI Pfandtasche:

„Mein Baby“-

verschmutzt oder kaputt gibt’s

Begrüßungsgeschenk

eine neue im Tausch. Wer braucht da noch Plastiktüten?

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FILIALEN

RECYCLING IM LADENBAU

Die Wöhlke Möbelmanufaktur ist als Familienunternehmen nun bereits in zweiter Generation für die Ausstattung von BUDNIs Filialen verantwortlich.

Fotos: Silvia Kaufmann (Uetersener Nachrichten), BUDNI, fotolia.com (linke Seite) Wöhlke Möbelmanufaktur GmbH, istockphoto.com (rechte Seite)

■ Schon in der Tischlerei beginnt der Umweltschutz BUDNI arbeitet nur mit regionalen Handwerksbetrieben zusammen, von Malern und Elektrikern bis hin zu Klimatechnikern. Die Anforderungen an eine Filialmöblierung sind hoch: Es muss genügend Präsentationsfläche vorhanden sein, Kunden mit Einkaufswagen und Mütter mit Kinderwagen sollen bequem und in angenehmer Atmosphäre einkaufen können. Die Übersichtlichkeit muss ebenso gewährleistet sein wie die Sicherheit der Kunden. Umweltschutz spielt hierbei eine große Rolle. Wurde früher noch am Zeichenbrett gearbeitet, so kann heute mithilfe von Computern eingesehen werden, wie die Filiale am Ende aussehen wird. Bei der Fertigung der Möbel fällt dabei kaum noch Verschnitt an: Die Computertechnik macht es möglich, dass auf Zehntelmillimeter genau gesägt wird. Sämtliche Regale basieren auf einem Grundgestell aus Stahl. Zwar ist das ein extrem energieintensiv

produzierter Stoff – jedoch hat er eine lange Haltbarkeit und die notwendige Stabilität. Die Regaleinbauten wie zum Beispiel Unterschränke sind aus kunststoffbeschichteten Spanplatten. Das Material wurde so gewählt, dass kein chemisch wirksamer Leim mit den entsprechenden Ausdünstungen verwendet wird. Das Holz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten deutschen und österreichischen Wäldern. Bei den Präsentationstischen, etwa in der Naturkosmetikparfümerie, verwendet BUDNI wieder Echtholz, um den direkten Bezug zur Natur herzustellen. Nach dem Umbau von Filialen gelangen die Teile, die nicht mehr gebraucht werden, in ein Gebrauchtwarenlager, defekte Metallteile werden recycelt. Sägeabfälle werden in einem Heizofen verbrannt – damit wird die Werkstattfläche beheizt. Für den Strom sorgen Solarpaneele auf dem Dach – die Tischlerei produziert so ein Drittel des Bedarfs selbst.

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100 JAHRE

MENSCH. HEIMAT. UMWELT. ■ Was uns seit

Jah ren bewegt: Geschäftsführer Cord Wöhlke im Gespräch

Herr Wöhlke, BUDNI feiert in diesem Jahr 100. Geburtstag. Was ist das Erfolgsrezept? Unseren Erfolg verdanken wir unseren Mitarbeitern. Ihr täglicher Einsatz und ihr Engagement machen es möglich, dass sich unsere Kunden bei uns zu Hause fühlen. Ihre Bereitschaft, sich regelmäßig mit neuen Entwicklungen bei den Produkten auseinanderzusetzen, begründet unseren guten Service. Als einzig verbliebener regional orientierter Händler sind wir natürlich auch immer vom Wettbewerb gefordert worden. Das hält uns fit und treibt uns an, immer wieder über sinnvolle Innovationen nachzudenken. Hier kommt uns zugute, dass wir stets ein offenes Ohr für die Themen haben, die die Menschen in Hamburg bewegen.

… Das ist richtig. Aber auch als Händler werden wir nicht darum herumkommen, uns intensiver damit auseinanderzusetzen. Wenn wir künftig mit heißeren und trockeneren Sommern rechnen müssen, hat das Konsequenzen für unsere Filialstandorte und die dort eingesetzte Klimatechnik. Auch bei der Frage des Verbrauchs fossiler Brennstoffe, dem Treiber für den Klimawandel, müssen wir uns Gedanken machen: Welche Produkte werden wir morgen verkaufen, wenn der Ölpreis immer weiter ansteigt? Hier spüren wir weiterhin die Verpflichtung, qualitativ hochwertige Produkte einer breiten Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen. Qualitativ hochwertige Produkte haben ihren Preis, den nicht viele zu zahlen bereit sind.

Welche Themen sind das? Nach wie vor gehört die Bildungsfrage dazu. Nicht zuletzt als Ausbilder müssen wir uns der Frage widmen, wie wir gute Fachkräfte bekommen. Wir können es uns nicht leisten, auch nur auf einen gut ausgebildeten Jugendlichen zu verzichten. Des Weiteren ist die Frage wichtig, wie wir die Lebensqualität in Hamburg für alle erhalten, etwa über den Umwelt- und Klimaschutz. Klimaschutzthemen sind schwierig zu vermitteln, weil man in weiten Zeiträumen denken muss und uns die Effekte des heutigen Tuns erst in Jahrzehnten einholen werden …

Ein ökologisch und sozial sinnvolles Produkt muss nicht zwangsläufig einen hohen Preis haben. Die neueren Entwicklungen, etwa bei den Bio-Lebensmitteln, zeigen das. Künftig muss man mit einer Tube Creme mit einem höheren Preis eben drei bis vier Monate auskommen können, nicht nur vier Wochen. Es geht also um Effizienzsteigerung bei den Produkten. Gleichwohl muss auch klar gesagt werden: Die Preise eines Produkts spiegeln üblicherweise nicht die Kosten wider, die etwa bei der Flächennutzung, dem Verbrauch von Wasser und der Luftverschmutzung anfallen. Künftig müssen die

Foto: Carsten Milbret

100 JAHRE

Bilanzen aber um diese Faktoren vervollständigt werden. Das ist der Grund, warum ich auch für eine Steuerreform bin, die den Faktor Ressourcen statt den Faktor Arbeit teurer macht. Das würde zu Suffizienz führen, also dem Verzicht auf Ressourcen, wo es geht.

der aufzuholen. Gleichzeitig müssen wir aber auch unser Konsumverhalten ändern: von der Wegwerfgesellschaft zu einer Gesellschaft, in der recycelt wird, in der Wirtschaftskreisläufe geschlossen werden und kein Müll produziert wird und in der Produkte wieder eine längere Nutzungsdauer haben.

Verbraucher stehen oft vor dem Problem, dass sie bei der Vielzahl an Produkt-Labeln und Zertifikaten nicht immer gut unterscheiden können zwischen einer echten Leistung des Produkts und Schönfärberei, auch Greenwashing genannt. Wie ist dieses Problem zu lösen?

Das Gespräch führte Dr. Delia Schindler.

Ich wünsche mir hier mehr Verlässlichkeit bei den Produzenten. Es wird immer wieder Missbrauch mit den Labeln und Grenzwerten getrieben, der zu Vertrauensverlust nicht nur bei den betroffenen Marken führt. So etwas ist dann sehr schwer wie-

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MITARBEITER

MENSCHEN SIND DAS UNTERNEHMEN ■ Mitarbeiter als Garanten des Erfolgs Sie sind das Gesicht des Unternehmens: die Mitarbeiter in den Filialen. Sie begründen den Erfolg. Mehr als 1.900 Mitarbeiter arbeiten in den Filialen, im Dienstleistungszentrum (unserer Zentrale) in Wandsbek und im Hochregallager in Allermöhe. Ausbildung mit Perspektive Mit der Ausbildung fängt es an: BUDNI stellt jährlich 40 Auszubildende ein. Es wird in acht Berufen ausgebildet. Daneben ist das Unternehmen in drei duale Studiengänge eingebunden. Es gibt eine Vielfalt an Karrierechancen für Fach- oder Führungsmitarbeiter: in den Filialen, dem Lager sowie dem Dienstleistungszentrum, Sitz des Einkaufs, Controllings, der Werbung und weiteren Serviceabteilungen.

Fotos: BUDNI

Geschulte Kompetenz Alle BUDNI-Mitarbeiter haben Anspruch auf mindestens eine Schulung im Jahr – so wird sichergestellt, dass die Informationen über die neuesten Produktentwicklungen auch zu den Mitarbeitern – und somit zu den Kunden gelangen. Alle neu eingestellten Mitarbeiter werden in einer sogenannten „Leitlinien-Diskussion“ mit der Geschäftsführung mit den ethischen Grundlagen des Unternehmens vertraut gemacht. Insbesondere der Umweltschutz gewinnt in den Sortimentsschulungen immer weiter an Bedeutung. Auch die persönliche Weiterentwicklung ist uns wichtig. In Planung ist deshalb, den Mitarbeitern einmal im Jahr die Gelegenheit zu geben, bei einer der vielen Nichtregierungsorganisationen in Hamburg zu hospitieren und diese zu unterstützen. Familienfreundliche Arbeitszeiten Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist insbesondere im Einzelhandel ein wichtiges Thema. Jeder weiß, dass sich die Öffnungszeiten im Ein-

zelhandel zum Teil erheblich von den Öffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen unterscheiden. Hier muss gemeinsam nach Lösungen gesucht werden. Während der Elternzeit reißt der Kontakt zwischen frisch gebackenen Eltern und dem Unternehmen nie ab. In einem Wiedereinstiegsgespräch werden die Möglichkeiten besprochen, wie die Rückkehr gelingt, und der Kontakt zu anderen Müttern für den Erfahrungsaustausch wird gefördert. Und es wird Wert auf Gesundheitsförderung gelegt: Das Fürstenberg Institut bietet im Auftrag von BUDNI für die Mitarbeiter kostenlose Hilfestellung bei familiären und gesundheitlichen Problemen an. Gemeinschaft statt Belegschaft Die BUDNI-Mitarbeiter bilden eine Gemeinschaft, die sich zum Beispiel beim jährlichen gemeinsamen Tannenbaumschlagen zeigt. Dieses ist inzwischen bei BUDNI zu einer festen Größe geworden: Bei dem jährlichen Fest für Kunden und Mitarbeiter haben im vergangenen Jahr fast 1.500 Mitarbeiter mit ihren Familienangehörigen, darunter 690 Kinder, teilgenommen! Auch bei der zweiwöchigen Sommerfreizeit auf Sylt, die BUDNI seinen Mitarbeitern vergünstigt anbietet, haben die Kinder unserer Mitarbeiter regelmäßig viel Spaß. Firmenjubiläen, neue Festanstellungen und außerordentliche Teamleistungen werden gemeinsam in einem Lokal gefeiert. Auf die Erfahrungen der älteren Mitarbeiter kann nicht verzichtet werden. Fast 13 Prozent unserer Mitarbeiter sind über 56 Jahre alt. Wer will, kann auch über das Ruhestandsalter hinaus bei BUDNI tätig sein. Hierfür wird der entsprechende Mitarbeiter in einen Pool aufgenommen, der bei Bedarf zum Einsatz kommt.

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HÖCHSTNOTE VON DEN MITARBEITERN

■ BUDNI unter den fünf besten Arbeitgebern Hamburgs Mehrere Hundert BUDNI-Mitarbeiter hatten anonym die Befragungsbögen ausgefüllt. Im Ergebnis konnte sich BUDNI vom zehnten Platz im Jahr 2010 auf den fünften Platz verbessern und darf sich nun mit fünf von fünf möglichen Sternen schmücken. Im Spitzenquintett ist BUDNI zudem das einzige Handelsunternehmen und erhielt den Sonderpreis „Einzelhandel“. „Dieser Preis ist etwas ganz Besonderes, denn er beruht auf den Ergebnissen der Beurteilung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Julia Wöhlke, Mitglied der Geschäftsführung.

Cord Wöhlke und Monika Hansen (stellv. Mitarbeitervertretung) freuen sich über die Auszeichnung.

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NATIONALITÄTEN

Vielfalt ist Trumpf: Wir haben Mitarbeiter aus 48 Nationen und wurden wiederholt

ausgezeichnet mit dem „Vielfalt in Ausbildung“Preis der Wirtschaftsbehörde Hamburg.

100% CHANCEN

■ BUDNI engagiert sich als Ausbilder in der Region Jedes Jahr stellt BUDNI 40 neue Azubis ein – das bedeutet, insgesamt befinden sich immer zwischen 90 bis 110 Azubis in Ausbildung bei BUDNI, einige von ihnen auch in Teilzeit. Die meisten bleiben im Unternehmen: Fast neun von zehn Auszubildenden werden in eine Festanstellung übernommen. Bei der Ausbildung wird auch viel Wert auf die persönliche Entwicklung genommen: So gehört zum Beispiel auch eine Theatergruppe zum Programm. Angehender Mitarbeiter Ibrahim Halil Durmus beim Azubi-Theater

LOGISTIK

WEGE WIRKLICH NUTZEN ■ Wie das Produkt zur Filiale kommt 4.000 bis 20.000 Artikel, die aus Hamburg und der ganzen Welt kommen, in mehr als 155 Filialen täglich verfügbar zu haben – und dabei Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu schützen: Logistik bei BUDNI ist eine spannende Aufgabe. Vorteil Regionalität Kunden wollen ihre Waren des täglichen Bedarfs im Regal finden: Deshalb besteht eine der größten Herausforderungen darin, Produkte schnell und in der ausreichenden Menge an die Filialen zu liefern. Startpunkt der Waren ist unser Hochregallager in Allermöhe. Der Vorteil eines regional tätigen Unternehmens wird dabei deutlich sichtbar: 95 Prozent aller unserer Filialen liegen in einem Umkreis von weniger als 50 Kilometern. Das bedeutet: kürzere Wege, weniger CO2-Emissionen. Der BUDNI-Fuhrpark besteht überwiegend aus 12-Tonnern, was eine gute Bündelung der Waren ermöglicht. Sie alle sind in den sehr guten Schadstoffklassen 4 bzw. 5 eingestuft und emittieren vergleichsweise wenige Schadstoffe. Liefern und sammeln Neben der Lieferung der Waren ist die Entlastung von Verpackungsmüll eine der zentralen Aufgaben der Logistiker. Kein Lkw fährt leer von einer Filiale wieder weg - an Bord befinden sich dann die getrennten Wertstoffe. Die Filialen entwickeln sich dabei zunehmend auch für die Kunden zu einer Recyclingstation: Neben Behältnissen für Batterien und Verpackungen stehen welche für Naturkorken sowie Energiesparlampen zur Verfügung. Im vergangenen Jahr haben wir mehr als 5.600 Leuchtmit-

tel wieder zurückgenommen. Gegenüber dem Vorjahr wurden 2011 sogar 8 Tonnen mehr Batterien bei uns abgegeben, sodass insgesamt mehr als 31 Tonnen fachgerecht entsorgt werden konnten. Effizienzoptimiertes Zentrallager Die gesamte Organisation und Abwicklung der Logistik läuft über das Hochregallager in HamburgAllermöhe. Auf einer Fläche von 15.000 Quadratmetern werden auf 20.000 Lagerplätzen Produkte aller Art gelagert. 60.000 aufklappbare, regelmäßig gereinigte und wiederverwendete Transportboxen stehen dafür zur Verfügung. Ein wichtiges Augenmerk gilt der Verbesserung des Energieverbrauchs des Hochregallagers. Die Klimaanlage des Lagers funktioniert mit effizienzoptimierter Wämepumpentechnologie. Das bedeutet, dass pro einer eingesetzten Kilowattstunde Energie 4 Kilowattstunden Leistung erzeugt werden. Im vergangenen Jahr hat sich der Stromverbrauch trotz erheblicher Erweiterung der Betriebszeiten auf meist drei Schichten von 1,85 Mio. Kilowattstunden nur auf etwa 2 Mio. Kilowattstunden erhöht. Da der Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, ist der erhöhte Stromverbrauch zwar aus Klimasicht „neutral“. Unser Ziel bleibt jedoch, ihn durch viele kleine Schritte weiter zu verbessern.

Werden auf dem Rückweg transportiert: BUDNI nimmt in den Filialen z. B. defekte Energiesparlampen an und kümmert sich um die sachgemäße Entsorgung.

Fotos: fotolia.com

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STEIGENDE RECYCLINGQUOTE ■ Wertvolle Stoffe: Kartons, Folien und mehr Viele der Lieferanten achten inzwischen darauf, dass die Verpackung gleichzeitig die Verkaufspräsentation ermöglicht und weitere Ständer und ähnliches Material entfallen können. Trotzdem: Damit die Produkte die Filialen in einem unversehrten Zustand erreichen, werden sie von den Produzenten verpackt, meistens in Kartons. Insgesamt fielen bei BUDNI im vergangenen Jahr 2.386 Tonnen Verpackungsmaterial aus Pappe und Papier an, die einem Recycling zugeführt wurden. Die Menge entspricht etwa derjenigen, die 1.300 vierköpfige Familien in einem Jahr entsorgen. Dazu kamen 102 Tonnen Folienverpackungen. Um das Wertstoffaufkommen gegenüber dem nicht wiederverwerteten Restmüll (2011: 472 Tonnen) weiter zu erhöhen, wurden die Mitarbeiter in den Filialen aufgefordert, die KunststoffUmreifungsbänder der Rollwägen, auf denen die Ware zu den Filialen gelangt, zu sammeln. Auf diese Weise kamen im vergangenen Jahr fast 2 Tonnen Umreifungsbänder zu den recycelbaren Wertstoffen hinzu.

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MAL DAS GLEICHE IN GRÜN ■ Erdgas-Lkw-Flotte im Aufbau Um noch mehr zum Umweltschutz beizutragen, wurden jüngst drei erdgasbetriebene, umweltschonende Lkw in den Fuhrpark aufgenommen. Diese emittieren im Vergleich zu einem dieselbetriebenen Fahrzeug 20 Prozent weniger CO2, stoßen 95 Prozent weniger Stickoxid als herkömmliche Lkw und praktisch keine Rußpartikel aus und sind zudem erheblich geräuschärmer als Diesel-Fahrzeuge.

ENGAGEMENT

SOZIALES ENGAGEMENT VON INNEN HERAUS ■ Helfen ist gelebte Unternehmenskultur BUDNI übernimmt Verantwortung für die Region. Insbesondere die BUDNIANER HILFE ist in Hamburg inzwischen eine feste Institution. Auch in vielen anderen Projekten hilft BUDNI, jeden Tag Gutes zu tun. Und das oft mit Unterstützung der Mitarbeiter. BUDNIANER HILFE e. V. unterstützt Kinder und Jugendliche Besonders viel bewegen Mitarbeiter in der BUDNIANER HILFE, die 1997 von BUDNI-Mitarbeitern gegründet wurde, um bedürftigen Kindern und Jugendlichen in Hamburg Unterstützung zu geben. In jeder Filiale stehen Spendenhäuschen, außerdem unterstützt jede Filiale ein eigenes Patenprojekt aus der Nachbarschaft. An zwei „Patentagen“ im Jahr wird gemeinsam mit Vertretern des Patenprojekts gebacken, gebastelt und fleißig für den guten Zweck gesammelt. Mehr als 2 Mio. Euro Spenden Seitdem es die BUDNIANER HILFE gibt, konnten mehr als 2 Millionen Euro an Spenden eingenommen werden, die direkt an Kinder- und Jugendprojekte aus den Bereichen Gesundheit, Bildung, Soziales und Kultur in Hamburg gehen. Die Bandbreite reicht von der Finanzierung eines gesunden Mittagessens für eine Schulklasse bis hin zu Projekten wie Buchstart, einem Leseförderungsprojekt. Die Spenden kommen von Kunden, vom Unternehmen BUDNI, von Lieferanten und aus Mitgliedsbeiträgen der Mitarbeiter. Jedes Jahr wird außerdem der mit

15.000 Euro dotierte BUDNIANER HILFE-Preis an drei Preisträger verliehen. Die finanzielle Würdigung dient oft als Startschuss für weitere Unterstützer und sichert die Weiterentwicklung der Projekte. Gemeinsam Gutes tun Die Bereitschaft der Kunden, gemeinsam mit BUDNI Gutes zu tun, zeigt sich auch in den Spenden der Bonuspunkte-Gutscheine aus der BUDNI-Kundenkarte. Bei Erreichen von 50.000 Bonuspunkten, die der Kunde beim Einkaufen sammelt, erhält er von BUDNI einen 5,15-Euro-Gutschein. Diesen kann er direkt an die Fördergemeinschaft KinderkrebsZentrum am Universitätsklinikum Eppendorf spenden. Viele Kunden haben diese Möglichkeit, ihre Bonuspunkte gegen Gutes einzutauschen, genutzt. 2011 konnte so mit 20.000 Euro geholfen werden.

Fotos: Marion Kofahl, Welthungerhilfe, BUDNI

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ENGAGEMENT

DIE BUDNI SPENDENKARTE – EIN VOLLER ERFOLG ■ Mehr als 20.000 Euro gesammelt „Kaufen mit Verantwortung“ – von dieser Idee haben sich schon viele Kunden anstecken lassen. Mit der BUDNI Spendenkarte geht’s vollkommen anonym: Einfach die Spendenkarte beim Einkaufen vorlegen und Bonuspunkte sammeln. So kamen im vergangenen Jahr mehr als 20.000 Euro zusammen. Auch hiervon wurde ein Teil an die Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum am UKE und ein Teil an die BUDNIANER HILFE weitergeleitet.

KAUFEN UND HELFEN ■ Beim Einkaufen Gutes tun Die Folgen des Klimawandels sind im Anden-Dorf Ayacucho in Peru schon jetzt deutlich zu spüren, Armut und Hunger prägen den Alltag. Gemeinsam mit der Welthungerhilfe unterstützt BUDNI die Menschen auf ihrem Weg zu einem Leben in Selbstverantwortung und Würde. Während der jährlichen Aktion „Kaufen & Helfen“ spendet BUDNI zehn Prozent des Umsatzes ausgewählter Artikel an die Welthungerhilfe. Insgesamt kamen dabei im vergangenen Jahr 32.000 Euro zusammen. Erfolgreich wurde schon von 2007 bis 2011 das Millenniumsdorf Sodo in Äthiopien mit 150.000 Euro unterstützt.

BUDNIANER HILFE-PREIS ■ Die Preisträger 2011 Der erste Preis ging mit 7.500 Euro an das Naturschutz-Informationshaus Boberger Niederung der Stiftung Naturschutz Hamburg und der Stiftung Loki Schmidt mit dem Projekt „Kinder werden Naturforscher“. Mit dem zweiten Preis wurden 5.000 Euro an die Kita Dahlemer Ring mit dem Projekt „Vom Papyrus zur Kita-Zeitung“ vergeben. Den dritten Preis mit 2.500 Euro bekam UTE e. V. – Verein für den engagierten Umgang mit Behinderung mit dem „Schulprojekt“ und „Filmworkshops“.

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ENGAGEMENT

DIE GESELLSCHAFT REDET MIT ■ Der BUDNI Kunden-Beirat als kritischer Wegbegleiter Seit vier Jahren lässt sich BUDNI nun schon von Nichtregierungsorganisationen aus Hamburg beraten. Dazu gehören Umweltschutzorganisationen ebenso wie kirchliche Einrichtungen oder soziale Organisationen. Bei den regelmäßigen Treffen werden die unterschiedlichsten Themen rund um Sortimentsgestaltung, Ladenbau, Kommunikation und Marketing besprochen. Immer geht es um die Frage: „Wo können wir als BUDNI noch mehr tun – für die Region, für die Umwelt, für die Menschen?“ In konstruktiven Debatten werden keine Themen ausgespart, ob es etwa um Kinderarmut in Hamburg oder um die Analyse unserer Ladenausstattung geht: Der Kunden-Beirat mit seinem ehrenamtlichen Engagement ist als kritische Instanz fester Bestandteil der Einbindung gesellschaftlicher Meinungsvertreter. Die Vertreter des

Unsere Sauger sind alle frei von Bisphenol A (BPA): eine Entscheidung, die mit dem Kunden-Beirat getroffen wurde.

Kundenbeirats repräsentieren die gesellschaftlichen Interessen und werden ernsthaft in die Entscheidungsfindungen des Unternehmens einbezogen. Zusammen mit dem Kunden-Beirat informierten etwa die Filialen über Gentechnik. BUDNI setzte sich zum Beispiel mit der Einführung torffreier Blumenerden ins Sortiment auseinander. Auch die Inhaltsstoffe in Kunststoffen war wiederholt das Thema, was Konsequenzen für die Sortimentsgestaltung hatte: So war BUDNI der erste Drogeriemarkt ohne BPA-haltige Sauger. Auch die Einführung größer gedruckter Preisschilder oder die Aufnahme von Ruhemöbeln für ältere Menschen in unseren Filialen geht auf die Initiative des BUDNI KundenBeirats zurück.

DIE MITGLIEDER IM BUDNI KUNDEN-BEIRAT • B.A.U.M Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management • BUND – Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland • Deutscher Kinderschutzbund • Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband • Diakonisches Werk • Eine Welt Netzwerk • Greenpeace Infoservice • Seniorenbüro Hamburg • Volkshochschule Hamburg • Zukunftsrat Hamburg

Foto: NUK MAPA GmbH

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ENGAGEMENT

BUDNI UND DIE UMWELTHAUPTSTADT EUROPAS 2011

Fotos: Agentur Sonnenwald

■ Tausend Kinder – tausend Bäume und noch vieles mehr Es war ungewöhnlich warm und trocken im Mai 2011. Die Förster vom Duvenstedter Brook und die Helfer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hatten es nicht leicht, die Löcher für die Setzlinge in den Boden vorzubohren. Am Ende hat dann aber doch noch alles geklappt. 40 Eltern, die sich über die Filialen beworben hatten, wurden von BUDNI eingeladen und konnten mit ihren Kindern den herrlichen Sonnentag nutzen, um kleine Buchen und Eichen einzugraben. Das war nicht nur ein tolles Fest für BUDNI und die Familien: Ganz nebenbei wurde so etwas für den Umweltschutz bzw. die Anpassung an den Klimawandel getan. Denn die Hamburger Fichtenwälder sind für die heißer und trockener werdenden Sommer nicht gut geeignet. Buchen und Eichen sind widerstandsfähiger und bieten Fledermäusen, Hirschkäfern und Schwarzspechten ein Zuhause.

Pflanzten Bäume mit ihren Kindern: die Familien Sedman Schmidt (o.r.), Retzlaff (o.l), Winckler (u.l.) und Meyer (u.r.)

Neben dieser Aktion gab es noch viele andere Projekte im Rahmen von BUDNIs Sponsorpartnerschaft mit Europas Umwelthauptstadt 2011, der Stadt Hamburg. Dabei standen Bildungsthemen im weitesten Sinne ganz vorn: Mit einem Malwettbewerb etwa konnten Hortkinder ihre „grüne Stadt“ erfinden und malen. So wurde die Umwelt quasi nebenbei zum Thema. An den Hamburger Schulen wurden zudem Klimabeobachtungsstationen zusammen mit dem Institut für Klimakommunikation aufgebaut – künftig können die Kinder ganz anschaulich lernen, wie das Wetter und das Klima miteinander zusammenhängen. Schließlich stellte auch das BUDNI BILDUNGS-FORUM in einer Diskussionsreihe im Hamburger Schauspielhaus die Frage nach zukunftsfähigen Lern- und Lehrformen an den Schulen und Hochschulen.

Mit diesem Motiv rief BUDNI zum Kinder-Malwettbewerb „Meine grüne Stadt“ auf.

IMPRESSUM

Herausgeberin Julia Wöhlke

Konzeption und Gestaltung bruderhartung Agentur für Kommunikation GmbH

Projektleitung Dr. Delia Schindler IWAN BUDNIKOWSKY GmbH & Co. KG Wandsbeker Königstraße 62, 22041 Hamburg

Druck Evers-Druck GmbH, Meldorf, gedruckt auf FSCzertifiziertem Profimatt-Papier (zu 100 % recycelbar)

Redaktionelle Unterstützung STEINBACH STRATEGIEN,

Stand April 2012

Korrektorat Birgit Utz

klimaneutral durch

Mehr Bäume. Weniger CO 2 . Dieses Druckprodukt unterstützt die Erstaufforstung von Laubmischwäldern in Schleswig-Holstein (D) zur nachhaltigen Kompensation von Treibhausgasen. www.evers-reforest.com