le coeur en braille

29.09.2016 - LE COEUR EN BRAILLE (2016) ist sein dritter Film als Regisseur. Mit ... LE COEUR EN BRAILLE basiert auf einem französischen Kinderbuch von Pascal Ruter. ... sie eigentlich gegenüber der Aussenwelt ihre Krankheit?
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ZFF für Schüler UNTERRICHTSMATERIAL

Le coeur en braille (K8) Spielfilm, Frankreich 2016, 90 Min. Genre: Drama Regie: Michel Boujenah Drehbuch: Michel Boujenah Produzenten: Adrian Politowski, Ariel Zeitoun Darsteller: Alix Vaillot-Szwarc, Jean-Stan Du Pac, Charles Berling, Pascal Elbe Sprache: Französisch (Deutsch live eingesprochen) 4. – 6. Klasse Termin: Do 29. September 2016, 9.15 Uhr, Kinosaal 3, Arena Cinemas Sihlcity Ende der Veranstaltung ca. 11.00 Uhr

Themen des Films Krankheit, Sehschwäche, Träume, Geheimnisse, Freundschaft, Begabung, Musik, Stärke, Stolz, Eltern-Kinder, schulische Leistung, ungleiche Freunde, erste Liebe Synopsis Die zwölfjährige Marie ist eine exzellente Schülerin und eine hervorragende Cellistin, die davon träumt, an einer renommierten Musikhochschule zu studieren. Niemand ahnt jedoch, dass Marie sie unter einer Erkrankung der Augen leidet: Auch wenn ihre Sicht noch genügt, um ein normales Leben zu führen, wird Marie klar, dass sie eines Tages im Dunkeln leben muss. Als ihre Eltern erwägen, sie auf eine Schule für Sehbehinderte zu schicken, sieht Marie ihren grossen Lebenstraum in Gefahr. Mit Hilfe ihres Mitschülers Victor versucht sie dem Lauf der Dinge zu trotzen: Sie will ihm bei den Hausaufgaben helfen – und er soll ihre neuens Augen sein. LE COEUR EN BRAILLE ist die Geschichte zweier Teenager, die bereit sind, gegen die ganze Welt zu kämpfen um sich gegenseitig zu beschützen. Filmografie des Regisseurs Michel Boujenah Michel Boujenah 1952 in Tunis geboren, begann seine Karriere als Theaterschauspieler. Er schrieb zudem autobiografisch inspirierte Bühnenstücke über das Leben tunesischer Juden, wie die One-Man-Show ALBERT (1980) und LES MAGNIFIQUES (1984), die Publikumserfolge wurden. 1984 verhalf ihm seine Rolle in der Oskar-nominierten Komödie 3 HOMMES ET UN COUFFIN zu internationalem Erfolg. Beim Film PÈRE ET FILS, welcher in Cannes im Jahr 2003 Premiere feierte, hat Michel Boujenah erstmals Regie geführt. LE COEUR EN BRAILLE (2016) ist sein dritter Film als Regisseur. Mit Charles Berling und Pascal Elbe konnte er gleich zwei grosse Namen des französischen Kinos für die Hauptrollen des Films gewinnen.

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Hintergrundinformationen und pädagogische Anknüpfungspunkte LE COEUR EN BRAILLE basiert auf einem französischen Kinderbuch von Pascal Ruter. Der Titel lässt sich mit „Das Herz in Blindenschrift“ übersetzen. Die Brailleschrift, wurde 1825 vom Franzosen Louis Braille erfunden und ermöglicht Menschen mit Sehbehinderung, mithilfe ihrer Finger erhobene Punkte, die für bestimmte Buchstaben stehen, auf Papier zu erspüren. Marie, die Hauptfigur im Film leidet seit ihrer Geburt an einer degenerativen Augenkrankheit. Das bedeutet ihre Sehkraft wird zusehends schlechter. Dennoch ist sie ein sehr fröhliches Mädchen, welches leidenschaftlich gerne Cello spielt! Blinde Menschen, heisst es, haben ein besseres Gehör. Sie orientieren sich besser mit Hilfe des Schalls und können so einzelne Töne genauer unterscheiden. Gibt es im Film Szenen, wo sich Marie auf ihren guten Hörsinn verlässt? Mit welchen anderen Kniffs kommt sie im Alltag zurecht? Warum verzichtet sie auf ihre Brille? Und warum verheimlicht sie eigentlich gegenüber der Aussenwelt ihre Krankheit? Was hat sie zu verlieren? LE COEUR EN BRAILLE thematisiert berührend und humorvoll die Wichtigkeit, für seine Leidenschaft zu kämpfen und sich nicht von der Meinung anderer beeinflussen zu lassen. Marie lebt vor, sich nicht vom Weg abbringen zu lassen, selbst dann nicht, wenn so ziemlich alles dagegen spricht – vor allem ihre Krankheit! Die Zwölfjährige ist dabei, ihr Augenlicht zu verlieren und sie befürchtet deshalb bei der Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule abgewiesen zu werden. Doch ihre Liebe für die Musik hilft ihr über vieles hinweg, treibt sie an und lässt sie nach vorne blicken. Und dann ist da noch Victor, der nicht von ihrer Seite weicht. Wieso freundet sich Marie ausgerechnet mit Victor, dem Klassenschwächsten an? Verbirgt sich dahinter ein Plan? Sie schlägt ihm vor bei den Hausaufgaben zu helfen. Wer macht denn so etwas? Es entwickelt sich schnell eine tiefe Freundschaft zwischen den vermeintlich ungleichen Zwölfjährigen. Doch dann kommt es zu einem heftigen Streit: Was ist aus Victor’s Sicht der Auslöser des Streits, und warum reagiert Marie so heftig? Und wie überwinden sie diese Krise? Auch wenn sich die Geschichte von Marie, die langsam erblindet, als eine traurige Geschichte liest, so hinterlässt der Film eine optimistische und hoffnungsvolle Botschaft beim Zuschauer. Vorschläge zur Diskussion in der Gruppe oder im Plenum 1. Was sind die Themen, die in diesem Film angesprochen werden? Worum geht es genau? 2. Was hast du beim Sehen des Films empfunden? Welche Szenen fandst du schön, welche weniger schön? 3. Wie fandst du die Machart des Films? 4. Wie geht Marie mit ihrer Krankheit um? 5. Welche Rolle spielt die Musik für Marie? Und für Victor? 6. Marie sagt zu Victor sie brauche keine Freunde. Warum sagt sie das? 7. Warum vertuscht sie sogar vor ihren eigenen Eltern das Ausmass ihrer Sehschwäche? 8. Beschreibe das Umfeld von Marie, wer sind ihre engsten Vertrauten? 9. Beschreibe das Umfeld von Victor, wer sind seine engsten Vertrauten? Wie verändert sich Victor’s Verhältnis zu seinem Vater? 10. Wie wird es wohl weitergehen mit Marie und Victor? Projektarbeit Schreib eine kurze Filmkritik. Darin sollten folgende Fragen beantwortet werden: Um was geht es in diesem Film? Was hat dir besonders gefallen? Was ist deiner Meinung nach nicht so gelungen? Mit welchen Gefühlen hast du das Kino verlassen? Würdest du den Film weiterempfehlen und wenn ja, warum?

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