Grundls Grundgesetz Paragraph 21 - Gruppendynamik ... - Boris Grundl

hohe Kunst! ... nale Komponente ins Zentrum Ihrer Aufmerksam- ... Grundl gilt bei Managern und Medien als „der Menschenentwickler“ (Süddeutsche Zeitung).
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grundls grundgesetz Boris Grundl

Paragraf 21

Gruppendynamik darf Veränderungen nicht torpedieren



merkt man es dem Käse an“, sagt William Basie und er spricht damit aus, was wir alle wissen. Emotionen im Umbruch zu ignorieren provoziert Rudelbildung. Die Unzufriedenen nutzen die neue Macht, um die Angsthasen aufzuwiegeln. Nach außen wird der Wandel besungen, im Untergrund hinterlistig Sand ins Getriebe gestreut. Im Umbruch nutzen die Unzufriedenen Deshalb müssen Führungskräfte nicht nur ihre Mitarbeiter, sondern auch deren ihre Macht, um die Angsthasen aufBeziehungen untereinander kennen: Welzuwiegeln. Im Untergrund wird hinterche Gruppen haben welche Interessen? Nur so können Chefs die Change-Guerilla listig Sand ins Getriebe gestreut. entschärfen, bevor alle Zahnräder knirschen. Sind Sie eher Ergebnis- oder BeziehungsBeständigkeit. Deshalb klingt unser Bekenntnis mensch? Keins von beiden ist „besser“, beides zum Neuen oft so aufgesetzt. wichtig, je zu seiner Zeit. Behalten Sie zwischen Klar gibt es Menschen mit dem Wandel im Blut. diesen Polen Ihre goldene Mitte im Blick – eine Doch oft wird unterschätzt: Jede Veränderung hat hohe Kunst! Der erste Typ vergewaltigt den Meneine enorme emotionale Komponente. Sie erschütschen zur Maschine. Der soll funktionieren, und tert Gewohnheiten und gefährdet unser Sicherwenn er Mist baut, wird gnadenlos angeklagt. Der heitsgefühl. Dass so viele Change-Projekte kläglich andere deckt im Zweifel das Versagen seiner verscheitern, liegt selten an der Strategie, sondern meintlichen Freunde. Kluge Führungskräfte wissen an emotionalen Belastungen. Menschen sind zeraus sich heraus recht genau, wann Ergebnisse brechlich. Das gilt auch für die scheinbaren „Tough und wann Beziehungen gefragt sind. Diese Stärke Guys“. Nicht nur die jüngsten Manager­suizide in löst den scheinbaren Konflikt zwischen Kapital und der Schweiz machen das tragisch deutlich. Jeder Mensch auf. balanciert auf seinem eigenen Dachfirst. Wird Und wenn einer andauernd querschießt? Bevor Ihr unsere Welt zu sehr erschüttert, verlieren wir das Reptilienhirn den künftigen Exmitarbeiter ausrufen Gleichgewicht. möchte, versuchen Sie, ihn einzufangen: Eng ran Deshalb ist es viel wichtiger, Mitarbeiter im Wandel und stark in die Pflicht nehmen! Sein Querschieemotional zu führen, als ihren Kopf mit Zahlen, ßen kann ein Schrei nach intensiverer Führung Daten und Fakten zuzuschaufeln. Wie meinte sein. Wenn alles nichts hilft? Als Führungskraft Niccolò Machiavelli so treffend: „Wer Neues müssen Sie beides können – verbinden und trenschaffen will, hat alle zu Feinden, die aus dem nen. Einer muss gehen, und Sie entscheiden, wer. Alten ihren Nutzen ziehen.“ Wer Transparenz im Besser lassen Sie es gar nicht erst so weit kom„Change“ anstrebt, hat viele Nebelbombenwerfer men. Stellen Sie in Change-Projekten die emotiogegen sich. Warum sonst verschlechtert sich die PKW-Elektronik trotz Synergie, wenn zwei Automobil- nale Komponente ins Zentrum Ihrer Aufmerksamkeit. Das ist professionell! riesen fusionieren? „Wenn die Hirten sich streiten, „Ich bin Change-Profi. Mein Vorname ist ‚Change‘, mein Nachname ‚Management‘. Jeden Morgen stehe ich mit einem anderen Fuß zuerst auf.“ Leere Sätze, auswendig gelernt, nichtssagend. Jeder weiß, wie wichtig Fähigkeit und Wille zum Wandel sind. Doch primär sehnen wir uns nach



Boris Grundl ist Managementtrainer, Unternehmer, Autor sowie Inhaber der Grundl Leadership Akademie, die Unternehmen befähigt, ihrer Führungsverantwortung gerecht zu werden. Grundl gilt bei Managern und Medien als „der Menschenentwickler“ (Süddeutsche Zeitung). Sein neues Buch heißt: „Die Zeit der Macher ist vorbei. Warum wir neue Vorbilder brauchen.“ (Econ Verlag, 2012, 304 Seiten, 19,99 Euro). www.borisgrundl.de und www.diktatur-der-gutmenschen.de

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wirtschaft + weiterbildung 01_2014