Das Glasperlenspiel

ler-Preis. 1939–. Hesses Werke gelten in Nazi-. 1945. Deutschland für unerwünscht. 1943. Zürich. Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des.
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Königs Erläuterungen und Materialien Band 316

Erläuterungen zu

Hermann Hesse

Das Glasperlenspiel von Maria-Felicitas Herforth

Über die Autorin dieser Erläuterung: Maria-Felicitas Herforth, geboren 1980, Studium der Anglistik und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum seit 1999, Studienaufenthalt in Großbritannien (2001–2002), Autorin von Königs Erläuterungen. Hinweis: Die Rechtschreibung wurde der amtlichen Neuregelung angepasst. Zitate von Hesse müssen auf Grund eines Einspruches in der alten Rechtschreibung übernommen werden.

Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages. Hinweis zu § 52 a UrhG: Weder das Werk noch seine Teile dürfen ohne vorherige schriftliche Einwilligung des Verlages öffentlich zugänglich gemacht werden. Dies gilt auch bei einer entsprechenden Nutzung für Unterrichtszwecke!

3. Auflage 2006 ISBN 10: 3-8044-1700-0 ISBN 13: 978-3-8044-1700-7 © 2000 by C. Bange Verlag, 96142 Hollfeld Satz: kobold layout initiative . bamberg . www.kobold-layout.de Alle Rechte vorbehalten! Titelabbildung: Hermann Hesse Druck und Weiterverarbeitung: Tiskárna Akcent, Vimperk

Inhalt Vorwort ........................................................................................ 4 1. 1.1 1.2 1.3

Hermann Hesse: Leben und Werk ................................... 6 Biografie ............................................................................... 6 Zeitgeschichtlicher Hintergrund ......................................... 10 Angaben und Erläuterungen zu wesentlichen Werken ........ 12

2. 2.1 2.2 2.2.1

2.3.3 2.4 2.5 2.5.1 2.5.2 2.6. 2.7 2.7.1 2.7.2 2.7.3

Textanalyse und -interpretation ..................................... 13 Entstehung und Quellen ..................................................... 13 Inhaltsangabe ..................................................................... 16 Das Glasperlenspiel – Versuch einer allgemeinverständlichen Einführung in seine Geschichte .......................................... 16 Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht ................ 18 Josef Knechts hinterlassene Schriften ...................................... 28 Aufbau ............................................................................... 34 Kompositionsstruktur ......................................................... 34 Die Struktur der Einzelelemente und ihre Funktion im Ganzen .................................................... 35 Leitmotive .......................................................................... 45 Personenkonstellation und Charakteristiken ....................... 51 Sachliche und sprachliche Erläuterungen ........................... 59 Das Glasperlenspiel .............................................................. 59 Josef Knechts hinterlassene Schriften ...................................... 68 Stil und Sprache ................................................................. 70 Interpretationsansätze ........................................................ 73 Das „feuilletonistische Zeitalter“ ......................................... 73 Motivverbindungen im Glasperlenspiel ................................ 74 Josef Knechts Tod ............................................................... 76

3.

Themen und Aufgaben ................................................... 78

2.2.2 2.2.3 2.3 2.3.1 2.3.2

4.

Rezeptionsgeschichte ...................................................... 80

5. 5.1 5.2 5.3

Materialien ....................................................................... Zur Zeit-/Kulturkritik .......................................................... Zur Wirkung ...................................................................... Zur (feministischen) Literatur .............................................

83 83 85 87

Literatur ........................................................................... 88

3

Vorwort

Vorwort Mit seinen weltweiten Übersetzungen – vom Japanischen zum Griechischen, vom Arabischen zum Norwegischem – stellt Hermann Hesses umfassendes Gesamtwerk einen Höhepunkt der deutschen Literatur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dar. Durch sein beständiges Appellieren an Völkerverständigung und seine Warnungen vor der Abstufung des Individuums bis hin zur Bedeutungslosigkeit hatte der Nobelpreisträger besondere Wirkung auf die jungen Generationen der gesellschaftspolitisch und wirtschaftlich konfliktgeladenen Phase Deutschlands zwischen den beiden Weltkriegen. Mit der Niederschrift von eigenen Erfahrungen versuchte Hermann Hesse seinen Lesern bei ihrer Identitätssuche in einer chaotischen Zeit zu helfen. Das Glasperlenspiel stellt eine der bekanntesten deutschen Antworten auf den Faschismus dar, ein gesellschaftspolitisches Problem, das an aktueller Brisanz nicht verliert. Gerade deshalb ist eine Beschäftigung mit diesem Werk von besonderer Bedeutung. Der vorliegende Erläuterungsband soll die Lektüre dieses Werkes erleichtern. Es wird ein Gesamtüberblick über die wichtigsten Themen und Strukturprinzipien gegeben, der sowohl Ergänzung wie auch Anregung für eine unterrichtliche Beschäftigung mit dem Roman sein kann. Komplizierte Zusammenhänge werden verständlich zusammengefasst und mit grafischer Unterstützung veranschaulicht. Dem interessierten Leser bietet der Band außerdem anhand von Aufsatzthemen und Lösungshilfen eine praktische Möglichkeit, sein Verständnis des Werkes zu prüfen und zu verinnerlichen. Textgrundlage für die folgende Analyse ist die SuhrkampTaschenbuchausgabe (Nr. 79) des Romans (Hesse, Hermann:

4

Vorwort Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1972.). Um ein schnelles Verständnis des Textes zu fördern, werden die Seitenangaben von Textzitaten an der jeweiligen Stelle im Text eingeführt, ebenso die Quellenangaben der verwendeten Sekundärliteratur.

5

1.1 Biografie

1.

Hermann Hesse: Leben und Werk

1.1 Biografie

6

Jahr

Ort

Ereignis

1877

Calw

1881– 1886

Basel

1886– 1891 1891– 1892

Calw und Göppingen Maulbronn

Geburt am 2. Juli; Zweites Kind des aus Estland stammenden Missionars und späteren Leiters des Calwer Verlagsvereines Johannes Hesse und seiner Frau Marie, geb. Gundert, der ältesten Tochter des namhaften Indologen und Missionars Hermann Gundert. Johannes Hesse unterrichtet bei 4–9 der „Basler Mission“ und erwirbt 1883 die Schweizer Staatsangehörigkeit (zuvor: russische Staatsangehörigkeit). Der junge Hermann Hesse ist ein willensstarkes, vielseitig interessiertes Kind – voll Fantasie, Energie und Temperament. Schulbesuch des Reallyzeums 9–14 und der Lateinschule. Nach 7 Monaten Flucht aus dem 14–15 Kloster-Seminar zur Verteidigung der früh erkannten Neigung zum Dichtertum gegen eine Theologielaufbahn.

Alter

1. Hermann Hesse: Leben und Werk

1.1 Biografie Jahr

Ort

1892– 1894

Bad Boll; Stetten; Cannstatt

1894– 1895

1895– 1898

1899– 1903 1904

1906 1907 1907– 1912

Ereignis

Selbstmordversuch während einer Kur im religiösen Heil- und Erweckungszentrum Bad Boll; Überweisung in die Nervenheilanstalt Stetten; Aufnahme in das Gymnasium von Cannstatt. Calw Praktikant in der Turmuhrenfabrik Perrot. Beginn des systematischen Literaturstudiums in der häuslichen Bibliothek. Überwindung der psychischen Krise. Tübingen Buchhändlerlehre in der Buchhandlung Heckenhauer mit anschließender Übernahme als Buchhandlungsgehilfe. Erste Buchpublikation Romantische Lieder 1898. Basel Buchhändler und Antiquar. Zwei Italienreisen. Gaienhofen Peter Camenzind erscheint im am Bodensee Verlag S. Fischer; Eheschließung mit Maria Bernoulli (2 Söhne); Freier Schriftsteller und Mitarbeiter an zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften. Unterm Rad (Erzählung) Diesseits (Erzählungsband) Mitherausgeber der politischen liberalen Zeitschrift „März“; 1910 Gertrud; 1911 Indienreise

1. Hermann Hesse: Leben und Werk

Alter 15–17

17–18

18–21

22–26 27

29 30 30–35

7

1.1 Biografie Jahr

Ort

Ereignis

Alter

1914– 1919

Bern

Roßhalde (Roman); Tätigkeit in der „Deutschen Gefangenenfürsorge Bern“; Herausgeber der „Deutsche(n) Interniertenzeitung“ und Gründer vom „Verlag der Bücherzentrale für deutsche Kriegsgefangene“ Knulp. Drei Geschichten aus dem Leben Knulps; Am Weg Tod des Vaters, beginnende Schizophrenie seiner Frau und Erkrankung des jüngsten Sohnes führen zu einem Nervenzusammenbruch Hesses. Erste psychotherapeutische Behandlung bei dem C. G. JungSchüler J. B. Lang. Erste pseudonyme Zeitungs- und Zeitschriftenpublikationen unter dem Decknamen Emil Sinclair. Demian. Die Geschichte einer Jugend erscheint unter dem Pseudonym Emil Sinclair. Psychoanalyse bei C. G. Jung. Siddhartha. Eine indische Dichtung Hesse wird Schweizer Staatsbürger. Heirat mit Ruth Wenger. Aufnahme in die preußische Dichterakademie.

37–42

1915 1916

Luzern

1917

1919

Montagnola/ Tessin

1922 1924 1926

8

Basel

38 39

40

42

45 47 49

1. Hermann Hesse: Leben und Werk

1.1 Biografie Jahr

Ort

1927

Zürich

1930 1931 1932 1932– 1943 1936 1939– 1945 1943

1946

1951 1955

1962 1

Ereignis

(während der Wintermonate 1925–1931) Die Nürnberger Reise; Der Steppenwolf Scheidung der zweiten Ehe Narziß und Goldmund Montagnola/T. Eheschließung mit Ninon Dolbin, geb. Ausländer Die Morgenlandfahrt Entstehung des Glasperlenspiels Stunden im Garten; Gottfried-Keller-Preis Hesses Werke gelten in NaziDeutschland für unerwünscht Zürich Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften Krieg und Frieden (Betrachtungen zu Krieg und Politik seit dem Jahr 1914); Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main; Nobelpreis Späte Prosa und Briefe Beschwörungen, Späte Prosa/Neue Folge Friedenspreis des Deutschen Buchhandels Montagnola Tod Hesses am 9. August1

Alter

50 53 54 55 55 59

66

69

74 78

85

Vgl. Michels, Volker (Hg.): Hermann Hesse. Sein Leben in Bildern und Texten. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1979, S. 354–358 [ab jetzt zitiert als Michels (Hg.), S. ] und Weingarten, Ulrike: Chronik zu Hermann Hesses Leben und Werk. Text und Kritik. Zeitschrift für Literatur, 10/11, S. 116–122.

1. Hermann Hesse: Leben und Werk

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