A Curriculum for Urban Practice 1– 10 August, 2019

confronting the crisis by using a rhetoric of urgency, fatality and catastrophe. Thus it's no wonder that the most common re- sponse to the situation is either denial ...
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A Curriculum for Urban Practice 1  – 1 0 August, 2019

CL I MATE 

CA R E

I N H A L T

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C L I M AT E C A R E

A C U R R I C U L U M F O R U R B A N P R AC T I C E

PROGR AM

4 Einleitung Introduction 6 / 7 Eröffnungsprogramm Opening Programme 9 - 17 Nachmittags Afternoons 19 Lesungen Readings 20 - 21 Programmübersicht Programme Overview 23 - 30 Abends Evenings 31 Finale 33 - 37 Informationen Information

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F L OAT I N G U N I V E R S I T Y B E R L I N

C O N T E N T 3

On Earth

Wie um Himmels Willen sollen wir das anstellen? 2019 ist das die Frage auf jedermanns Lippen. Tag-täglich erfahrbare Wetterschwankungen machen es unmöglich die Klimakrise weiter zu ignorieren. Das öffentliche Bewusstsein hat einen Wendepunkt erreicht - Proteste und Aktionen der Zivilbevölkerung nehmen in Städten rund um die Welt zu. Die verschiedenen Protestbewegungen, Organisationen, Kampagnen und Veranstaltungen konfrontieren die Krise mit einer Rhetorik der Dringlichkeit, Fatalität und Katastrophe. Da ist es kein Wunder, dass die gewöhnliche Reaktion auf die Klimakrise entweder Klimaleugnung oder Klimadepression ist – ein Ausdruck der Handlungsunfähigkeit. So sehr die Notwendigkeit dringender Maßnahmen in unserem sich verändernden Umfeld von entscheidender Bedeutung und Gültigkeit ist, so sehr ist diese Krisenrhetorik wohl auf einen erkenntnistheoretischen Fehler oder gar eine Krise der Repräsentation zurückzuführen. Die Anerkennung der sich wandelnden Klimasysteme im Mainstream-Diskurs ist keine große Entdeckung, sondern vielmehr ein Prozess des Aufschließens zu marginalisierten Umweltbewegungen, die sich seit langem für Veränderungen einsetzen. Vielleicht ist es 4

C L I M AT E C A R E

How on earth are we going to do this? As day-to-day changes in weather patterns are experienced in ways that can no longer be ignored, public awareness has reached a tipping point and civic action is picking up in cities around the world. Yet these varying protest movements, organisations, campaigns and events are A C U R R I C U L U M F O R U R B A N P R AC T I C E

endlich an der Zeit, dass wir alle anerkennen, dass der Klimawandel auf der Aufrechterhaltung eines Systems der Gewinnung, Erschöpfung und ungleichen Verteilung der limitierten Ressourcen der Erde beruht. Und vielleicht das Wichtigste, dessen man sich bewusst sein sollte, ist die Verflechtung dieser ökologischen Krise mit dem Kampf gegen Rassismus und für Geschlechtergleichheit sowie soziale und wirtschaftliche Gleichberechtigung aller im globalen Maßstab. Aber sind wir wirklich gerüstet, um damit umzugehen? Wie können wir die Art und Weise verändern, in der komplexe soziale, wirtschaftliche und politische Systeme unser Leben gestalten? Die Zentrierung des Care-Begriffs von María Puig de la Bellacasa in unserem ethischen und politischen Diskurs könnte uns dabei helfen.1 Der Begriff ‚Care‘ konzeptualisiert den Menschen als eine Art ‚Hausmeister‘, eine pflegende Figur in der fortlaufenden Erholung des Planeten und seiner Menschen. Zu pflegen bedeutet, die Zerbrechlichkeit der Bindungen zwischen Menschen und Nicht-Menschen anzuerkennen. Care bittet uns, eine Reihe von Fähigkeiten und Sensibilitäten zu entwickeln, um alle Arten von Leben zu beschützen, zu erhalten und zu unterstützen. Auf dem Gelände der Floating University, einem Regenwasserrückhaltebecken für das Tempelhofer Feld in Berlin, haben sich verschiedene Tiere, Pflanzen und Algen angesiedelt und eine einzigartige Landschaft geschaffen: ein menschengemachter Ort, zurückerobert von der Natur, in dem verunreinigtes Wasser mit der relativ neuen Präsenz der Floating University koexistiert - eine Naturkultur oder eine dritte Landschaft. Die Komplexität des Ortes und die diversen Formen des Wissens, die hier wachsen, haben uns dazu veranlasst, die Themen Klima und Care in den Mittelpunkt des diesjährigen Programms in der Floating University zu stellen. Im Climate Care Programm sind Künstler, Denker, Wissenschaftler, Aktivisten und Designer eingeladen, Bildungsmodule vorzuschlagen, die versuchen verkörpertes und implizites Wissen aus Erfahrungen vor Ort hervorzubringen. Mit Formaten von Kompostierung über das Experimentieren mit biologischen Materialien und den Bau von urbanen Insektenstöcken bis hin zum Schreiben über Wetter und ‚tuning-in‘-Methoden, die Care auf globaler Ebene betrachten und das Konzept von Natur als Person im Becken selbst erkunden, ist das Programm als Lehrplan für urbane Praxis konzipiert. Mit bloß einem entfernten, stillgelegten Flughafenturm, als einzige Erinnerung an die umliegende Stadt, ist es ein Erlebnis von Umwelt und Care in der Floating University vor Ort zu sein; man kümmert sich um Pflanzen, Regen, stilles Wasser, Algen, Vögel, seltsame Gerüche und offenen Himmel und wird von ihnen gepflegt. In diesem Zusammenhang wird das Climate Care Programm Werkzeuge entwickeln, um über die Krise hinaus mit Netzwerken und Systemen zu arbeiten, die bereits hier auf der Erde vorhanden sind.

confronting the crisis by using a rhetoric of urgency, fatality and catastrophe. Thus it’s no wonder that the most common response to the situation is either denial or depression – an inability to act. As much as the need for urgent action on our changing environment is vital and valid, this rhetoric of crisis is arguably rooted in an epistemological error, or even a crisis of representation. The recognition of changing climate systems in mainstream discourse is not some grand discovery, but more a process of catching up with marginalised environmental movements which have long been advocating for change. Perhaps it is finally time for all of us to acknowledge that climate change is rooted in the perpetuation of a system of extraction, depletion and unequal distribution of the earth’s limited resources. And perhaps what is most crucial to be aware of is the entanglement of this ecological crisis with struggles for racial, gender, social and economic equality at a global scale. But are we really equipped to deal with this? How can we change the way in which complex social, economical and political systems shape our lives? Centring María Puig de la Bellacasa’s notion of care in our ethical and political discourse might help us do this.1 The notion of ‘care’ reframes the human as a ‘caretaker’, a custodial figure in the ongoing recuperation of the planet and its people. To care is to recognise the fragility of the bonds between both humans and non-humans. Care asks us to cultivate a set of skills and sensibilities to maintain and sustain all kinds of life. On the site of the Floating University, a rainwater retention basin that serves Berlin’s Tempelhofer Feld, a variety of animals, plants and algae have taken root and given birth to a unique landscape: a man-made environment reclaimed by nature where polluted water coexists with the university’s relatively new presence, a natureculture or a third landscape. It is the complexity of the basin site and the various forms of knowledge growing on it that have led us to consider climate and care for this year’s Floating University programme. In Climate Care, artists, thinkers, scientists, activists and designers are invited to propose educational modules that encourage embodied and tacit knowledge to emerge from experiences on site. From compost making, experimentation with bio-materials and the construction of urban hives, to weather writing and ‘tuning-in’ methods, looking at care on a planetary scale and exploring the concept of environmental personhood within the basin itself, the programme is conceived of as a curriculum for urban practice. With only a distant, defunct airport traffic control tower reminding us of the surrounding city, being on site at the Floating University is an experience of care with the environment; to care and to be cared for by greenery, rain, still water, algae, birds, weird smells and open sky. In this context, the Climate Care programme will develop tools to work beyond crisis with networks and systems already here, on earth.

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Bellacasa beschreibt Care als „eine ethische und politische Verpflichtung zum Denken in der mehr als menschlichen Welt von Technowissenschaft und Naturkulturen“. Übersetzt aus: María Puig de la Bellacasa. Matters of Care Speculative Ethics in More Than Human Worlds. UMP , 2017

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PROGR AM

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Bellacasa describes care as ‘an ethical and political obligation for thinking in the more than human worlds of technoscience and naturecultures.’ María Puig de la Bellacasa: Matters of Care Speculative Ethics in More Than Human Worlds. UMP , 2017 .

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Eröffnung

Opening

Feast Procedure

01.08

19:00

Die Bevölkerung der Menschen nimmt zu, während die Ressourcen abnehmen. Die Fleischproduktion erreicht bereits die Grenze dessen, was der Planet aufrechterhalten kann. Wenn jede Mahlzeit das Ergebnis der richtigen Kombination von Kohlenhydraten, Proteinen, Mineralien und Vitaminen ist, wie können wir dann die Nahrungsquellen anpassen, um eine wachsende menschliche Bevölkerung zu beherbergen? Eine mögliche Lösung zur Verringerung der Tierproduktion könnte durch den Verzehr von Insekten erreicht werden, und eine Ernährung sicherstellen, die reich an Proteinen, Vitaminen und Mineralien ist. Dieses Festmahl wird zeigen, wie die Kochkunst durch die Verwendung neuer Zutaten bereichert werden kann. Essbare Insekten sind leicht zu kochen; der Geschmack ist angenehm und die benötigte Menge ist klein. Sie können zu jedem Gericht hinzugefügt werden. Sie können süß und salzig sein. Nicole Sartirani wird anhand Ihrer wachsenden Tätigkeit demonstrieren, wie einfach und billig es ist, Mehlwürmer zu Hause anzubauen. Sie benötigen nur wenig Platz, einen Gefrierschrank, ein paar Werkzeuge, einige Würmer aus einer Zoohandlung, frisches Gemüse, Obst, eine Mischung READING GROUP aus verschiedene Bio-Mehlen und Pflege. Every day at 17 .00 the afternoon cycle of workshops will conclude with one Nicole Sartirani ist eine Chefköchin, Bio-Inhour of reading and a pause before the sektenfarmerin und Mikro-Bloggerin. Sie hat evening cycle begins on site. Join pro- sich darauf konzentriert, Kontakt zur Natur und zu pflegen, wo immer man gramme artists, activists and writers as herzustellen sich befindet, und hat Lebewesen zuerst als they lead reading sessions on texts rel- Kind in Bergamo und jetzt als Erwachsene in evant to their research. Readings will Berlin bewirtschaftet und gepflegt. Seitdem take place in English. Full reading list Sartirani vor zwei Jahren in der Schweiz auson page 19 . gebildet wurde, produziert sie zu Hause auf

Climate Care Readings

01.-10.08

17:00-18:00

Täglich um 17 .00 Uhr lassen wir das Workshop-Programm am Nachmittag mit einer Lesestunde und Pause ausklingen, bevor das Abendprogramm beginnt. Begleiten Sie Programmkünstler, Aktivisten und Schriftsteller bei der Durchführung von Lesungen von Texten, die für ihre eigene Forschung von Bedeutung sind. Die Lesungen finden in englischer Sprache statt. Vollständige Textauswahl auf der Seite 19 .

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C L I M AT E C A R E

APERITIVO AND INSECT TASTING

The population of humans is increasing while resources are decreasing. Already, meat production is reaching the limit of what the planet can maintain. If every meal is the result of the right combination of carbohydrates, proteins, minerals and vitamins, how might we adjust the sources of food production to accommodate a growing human population? A potential solution to reduce livestock production could be achieved by eating insects, ensuring a diet rich in proteins, vitamins and minerals. This feast procedure will reveal how the art of cooking can be enriched by the use of new ingredients. Edible insects are easy to cook; the taste is delicate and the required quantity is small. They can be added to every dish. They can be sweet and they can be salty. Through a growing practice, Nicole Sartirani will demonstrate how easy and cheap it is to grow flour worms at home, requiring only a small space, a freezer, a few tools, some worms from a pet shop, fresh vegetables, fruit, a mixture of different bio flours and care. Nicole Sartirani is a chef, bio-insect farmer, and a micro-blogger. Focused on making and maintaining contact with nature, wherever one is, she has farmed and cared for creatures first as a child in Bergamo, and now, as an adult, in Berlin. Since attending training in Switzerland two years ago, Sartirani has been producing her own proteins at home in two square metres by learning how to grow and cook edible insects.

Liquidation

EVERY DAY AFTER SUNSET

Glacier Soundscape

01.08

20:30

Die Geräusche von Wind und Stille. Verzögerte Rückkopplungsschleifen als Prozess der Ablagerung und Sedimentation, wie Schnee, der sich auf Eis sammelt. Schwärme hypothetischer Vögel und die Schreie synthetisierter Pinguine und Gletscher, die durch die Nacht dröhnen. Der Klang von schmelzendem Schnee, brechender Gletscher, von Landschaften, die Stunde für Stunde - nur Landschaften sind. Diese konstruierten Klanglandschaften sind so, wie die Abwesenheit von Menschen klingen könnte. Der Klangkünstler Olivier Gobelet erkundet anhand des Paradigmas wissenschaftlicher Erforschung erfundene Ökosysteme der Antarktis. Diese imaginären Landschaften verschleiern den Unterschied zwischen Feldaufnahmen und Klangsynthese und entführen den Hörer an einen der entlegensten Orte der Erde. Ein Ort, der, obwohl er von der Menschheit kaum bevölkert ist, in naher Zukunft eine entscheidende Rolle in unserem täglichen Leben spielen und eine Chance für das Überleben der Menschheit bieten könnte.

zwei Quadratmetern ihre eigenen Proteine, indem sie lernte, wie man essbare Insekten züchtet und kocht.

Olivier Gobelet a.k.a Lewis Snowfield ist Klangkünstler mit wissenschaftlichem Hintergrund, er ist fasziniert von Naturphänomenen und Klangerzeugungstechniken und entwirft seine eigenen Klangerzeugungssysteme mit Hilfe modularer Synthesizer und primitiver elektronischer Schaltkreise, die von biologischen Prozessen und natürlichen Ökosystemen inspiriert sind. Gobelet ist ein selbsternannter Geschichtenerzähler, transdisziplinärer Forscher und Atmosphärendesigner.

A C U R R I C U L U M F O R U R B A N P R AC T I C E

PROGR AM

SOUND INSTALLATION, PERFORMANCE

The sounds of wind and silence. Delayed feedback loops as a process of deposition and sedimentation, like snow accumulating on ice. Flocks of hypothetical birds with the cries of synthesized penguins and glaciers roaring through the night. The sound of snow melting, of glaciers breaking, of landscapes being – hour after hour – just landscapes. These constructed soundscapes are what the absence of human beings could sound like. Through the paradigm of scientific exploration, sound artist Olivier Gobelet, explores invented Antarctic ecosystems. These imaginary landscapes blur the distinction between field recordings and sound synthesis, transporting listeners to one of the most remote places on earth. A place which, despite being almost unpopulated by humankind, might, in the near future, play a crucial role in our daily lives and provide a chance for the survival of humankind. Olivier Gobelet a.k.a Lewis Snowfield, a sound artist with a scientific background, is fascinated by both natural phenomena and sound generation techniques, designing his own sound generating systems with the help of modular synths and primitive electronics circuits inspired by biological processes and natural ecosystems. Gobelet is a self-described storyteller, transdisciplinary researcher and atmosphere designer.

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Ein Eisberg ist ein Berg aus gefrorenem Süßwasser, der sich von einem Eisschelf gelöst hat, auf salzigem Meerwasser schwimmt und dessen Oberfläche nur zu 10 % sichtbar ist. Er ist eine schwimmende Metapher für die erschöpften natürlichen Ressourcen, die sich auf die gleiche Weise auflösen, wie Banken Vermögenswerte durch schnelles Bargeld ersetzen. Sich auflösend in die Klimakrise. In der Abenddämmerung an der Floating University können Sie zusehen, wie der Eisberg langsam schmilzt. In den ersten zehn Augusttagen wird der Urriese seine eigene Liquidation durchführen. Verschiedene Weiß- und Blautöne akzentuieren die Facetten des Eisbergs, um ein Gefühl der Bewegung zu erzeugen, sie übersetzen das langsame Abdriften dieser schwimmenden Monolithen, bis sie schließlich vollständig verschmelzen. Eine Farbkinetik verbindet das Publikum mit dem Lebenszyklus des Eisbergs, imposant und ruhig, kraftvoll und zerbrechlich. Licht wird hier als kollektive Sprache verwendet, um das Bewusstsein zu schärfen und unser Gefühl für Konsequenz zu erschüttern. Schneller als die natürliche Zeit, durch das Gestalten und Ausdehnen der Struktur, enthüllt die Lichtchoreografie Veränderungen, die mit dem menschlichen Auge nur schwer wahrnehmbar sind, und erzeugt den Eindruck einer tickenden Uhr, die wir in unserem Hinterkopf spüren können. Rachid Moro ist ein elektronischer Musiker, bildender Künstler und Lichtdesigner, der mit selbst entwickelten Technologien (Software und Hardware) arbeitet, um mitreißende Performances, sensible Skulpturen, Lichtszenografien und generative Grafiken zu erstellen. Seine visuellen und akustischen Praktiken befruchten sich gegenseitig und erforschen neue Erzählungen durch instabile Strukturen, Rückmeldungen und Systeme, die auf unvorhersehbaren Ereignissen und geordnetem Chaos basieren. F L OAT I N G U N I V E R S I T Y B E R L I N

LIGHT INSTALLATION, PERFORMANCE

An iceberg is a mountain of frozen sweet-water, calved off an ice-shelf, floating on salty sea-water with famously only 10 % of it’s surface visible. It is a floating metaphor of depleted natural resources, liquified in the same way banks would replace assets with fast cash. Liquified into climate crisis. At dusk at the Floating University, you can watch the iceberg slowly melt. Over the first ten days of August, the primordial giant will perform its own liquidation. Different shades of white and blue will highlight the facets of the iceberg to create a sense of movement, translating the slow drift of those floating monoliths until finally they melt out completely. A colour kinetic will connect the audience to the life cycle of the iceberg, imposing and calm, powerful and fragile. Light is used here as a collective language aimed to raise awareness and shake our sense of consequence. Accelerated from natural time, carving and extruding the structure, the light choreography reveals transformation that is hard to perceive with the human eye, creating the sense of a ticking clock that we can feel from the back of our minds. Rachid Moro is an electronic musician, visual artist and light designer working with self-made technologies, both software and hardware, to create immersive performances, sensitive sculptures, light scenographies and generative graphics. His visual and sound practices cross-pollinate each other, exploring new narratives through unstable structures, feedback and systems based on unpredictable events and ordered chaos.

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Nachmittags Afternoons

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C L I M AT E C A R E

A C U R R I C U L U M F O R U R B A N P R AC T I C E

Das Nachmittagsprogramm läuft täglich von 14 :00 – 17 Uhr. Gummistiefelführungen am Samstag / Sonntag stündlich von 15 :00 -17 :00 Uhr oder auf Anfrage.

Afternoon Programme runs daily from 14 :00 – 17 :00 . Rubber Boots Tours on Saturday / Sunday hourly from 15 :00 – 17 :00 or arranged on request.

Dabei sein Während der Öffnungszeiten könnt ihr die Floating kostenfrei besuchen – auch wenn ihr einfach nur einen Spaziergang machen möchtet. Die Workshops sind offen für alle Interessierten.

How to participate The Floating University is open to everybody during opening hours. We encourage you to come to the site, to wander and linger. The Climate Care programme workshops are open to all, however registration is required.

Anmeldung Für die Teilnahme an Workshops melde dich bitte unter der folgenden E-Mail Adresse an: [email protected] Die Anzahl der Plätze ist limitiert. Der Workshop Betrag wird im Immatrikulationsbüro vor Ort bar bezahlt.

Registration Please register for workshops by emailing us at [email protected] Please note that the number of participants is limited. The workshop fee is to be paid in cash at the Immatrikulation office on-site.

Preise Workshops: 10 /5 € inkl. MwSt Workshops für Kinder und Jugendliche: Frei Der Eintritt vor Ort ist auf Spendenbasis.

Prices Workshop, regular fee: 10 /5 € incl. VAT Workshop, under 18 years: Free Entry to the site is free but we encourage donations.

PROGR AM

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Floating Algenlabor For Future

02.08-04.08 + 09.08-10.08

Animalesque 01.08-10.08

ANIMALESQUE 09:00 - 18:00 + EVENING EVENTS

Neben und in Symbiose mit dem Climate Care-Programm wird Animalesque eine zehntägige Besucherschule zum Thema des Zusammenlebens von Mensch und Tier in einer städtischen Umgebung veranstalten, in der komplexe Prozesse der Verdichtung und des Verlusts von Naturraum stattfinden. Was bedeutet die Natur in diesen Transformationen und wie können wir auf etwas hinarbeiten, das wir eine „animalische Utopie“ nennen könnten? Die Visiting School bringt Studenten und Fachleute aus der ganzen Welt zusammen, um die Schnittstellen zwischen Natur und Design zu erkunden. Nachdem Animalesque sich 2018 auf Insekten als erste Schicht des Tierlebens konzentriert hat, erweitert es sein Tierrepertoire auf Vögel und sucht nach neuem Wissen von den Kreaturen, die in den Bäumen und im Himmel leben. Das Vollzeitprogramm für Schulbesuchsteilnehmer steht allen offen, die an geplanten Vorträgen, Debatten, Exkursionen und Performances interessiert sind. Die Hauptveranstaltung während des zehntägigen Workshops dreht sich um den Bau eines riesigen Nestes im Becken. Animalesque wurde 2018 von den Architekten Ana Zatezalo Schenk und Jorge Godoy Roman ins Leben gerufen und bildet zusammen mit Sjoerd Krijnen, Erika Mayr und Florentin Steininger den dynamischen Kern von Animalesque. Um die enorme Vielfalt und den Reichtum des Tierreichs Animalesque zu erfassen, müssen sich zahlreiche Experten versammeln: Architekten, Ökologen, Philosophen, Imker, Politiker, Musiker, Ornithologen, Stadtplaner und Aktivisten.

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VISITING SCHOOL

Alongside and in symbiosis with the Climate Care programme, Animalesque will run a ten day visiting school on the theme of human-animal coexistence in an urban environment that is undergoing complex processes of densification and loss of natural space. What is the meaning of nature in these transformations, and how can we work towards something we might call an ‘Animalesque Utopia’? The Visiting School brings together students and professionals from around the world to explore the intersections of the natural world and design. After focusing on insects as a first layer of animal life in 2018 , Animalesque is enlarging its animals repertoire to birds, searching for new knowledge from the creatures that live in the trees and the skies. The full-time programme for Visiting School participants will open to anyone who is interested through scheduled lectures, debates, excursions and performances. The main ongoing event during the ten-day workshop will hover around the building of a giant nest in the basin. The dynamic core of Animalesque includes Ana Zatezalo Schenk, the founder of Sinestezia, a studio that focuses on how architecture and technology might disrupt the idea of sustainability; Jorge Godoy, founding partner of GUN Architects and a guest instructor and researcher at the Architectural Association in London, TU Berlin, among others; Sjoerd Krijnen, Dutch architect and teacher with experience in the Netherlands and India; Erika Mayr, gardener, passionate beekeeper and a founder of stadtbienenhonig; and Florentin Steininger, founding partner of S.T.I.F.F. design, an experimental design practice of conceptualizing and self-implementing. C L I M AT E C A R E

Co-Hiving

02.08 – 04.08

Siebzig Prozent aller Insektenarten sind in Deutschland seit 1989 verschwunden; auch zuvor häufig vorkommende Organismen sind vom Aussterben bedroht oder kurz davor. Wie können wir für unsere Umwelt sowie die unsichtbaren Organismen, die die Grundlage eines jeden Ökosystems bilden, Sorge tragen? Dieser Workshop versucht mittels Kultivierung unsere emotionale Bindung zur Umwelt zu stärken. Beim Co-Hiving lernen wir, wie sich die Mikroflora von Wäldern aus kleinsten Organismen zusammensetzt, darunter Moose, Pilze und Bakterien. Wir erkennen, wie unerlässlich Insekten für das Überleben von Pflanzen sind. Wir schauen noch genauer hin und entdecken, was diese Organismen essen, wo sie leben. Mit diesem Wissen ausgestattet, setzen wir Biomimikry und unterschiedliche Materialien ein, um urbane Hives für Insekten, Moose, Pilze und andere winzige Spezies herzustellen. Alexandra Genis ist eine Critical Food Designerin, die mit ihren Kenntnissen der Biowissenschaften, Lebensmittelchemie und Gastronomie spekulative Konzepte rund um essbare Materialien entwickelt. Ihre Arbeit wurde international ausgestellt und sie hat auf Konferenzen in ganz Europa gesprochen. Alexandra ist die Hauptdesignerin bei TAS2 R, einem Studio, das gastrointestinale Science-Fiction propagiert.

14:00-17:00

WORKSHOP

In Germany, since 1989 , seventy percent of all insect species have disappeared, while many previously abundant organisms have become – or are on their way to becoming – endangered or extinct. How can we facilitate and encourage care for our environment while building empathy for the invisible organisms that are the foundation of every ecosystem? This workshop will create a strong emotional bond to our environment through cultivation. During Co-Hiving, participants will learn how the microflora of forests is built up from tiniest organisms, such as mosses, fungi and bacteria, and see how insects are vitally important to the sur-vival of plants. Looking even closer, seeing what those organisms eat and where they live. Equipped with this knowledge the hives will use biomimicry and different materials to create urban hives for insects, mosses, fungi and other tiny species to live. Alexandra Genis is a Critical Food Designer whose knowledge of life sciences, food chemistry and gastronomy allows her to develop speculative concepts around edible materials. Her work has been exhibited in international venues and she has spoken at conferences throughout Europe. Alexandra is the principal designer at TAS2R, a studio propagating gastro-intestinal science-fiction.

A C U R R I C U L U M F O R U R B A N P R AC T I C E

Wir beginnen mit einem kurzen Blick auf die Erde vor 2 ,5 Milliarden Jahren. Zu dieser Zeit entstanden die ersten Algen und wandelten mit Hilfe des Lichts Wasser und Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff und organische Materie um. Dadurch wurden die Lebensbedingungen für Menschen und Tiere geschaffen. Die Vielfalt der Algen und dessen Funktionsweisen werden vorgestellt sowie die vielen Nutzungsmöglichkeiten. Nach der kleinen Einführung gehen wir gemeinsam ins Wasser und schauen uns die verschiedenen Algen an, die in unserem Becken leben. Zum Abschluss werden wir Bildcollagen aus getrocknetem organischem Material basteln. In diesem Workshop wird das Becken der Floating University untersucht und als Labor für kollektives, experimentelles Lernen genutzt. Das Becken, das ursprünglich zur Erfassung des Abflusses und des Regenwassers geschaffen wurde, das nicht vom Beton des ehemaligen Flugplatzes Tempelhof aufgenommen werden konnte, ist eine dynamische ökologische Zone, in der es zu dramatischen Veränderungen der Bedingungen und des Lebens von Algen kommen kann. In diesem Workshop für alle Altersgruppen erkunden die Teilnehmer die dynamische ökologische Gemeinschaft des Wasserbeckens und lernen die Vielfalt der Algen und ihre Funktionen durch Mikroskopkameras und andere Werkzeuge kennen. Während die Teilnehmer Bilder und Collagen mit gesammelten, getrockneten, organischen Materialien erstellen, lernen sie verschiedene Algenarten, den Standort und die Anfänge des Lebens auf unserem Planeten kennen. Selina Syed geboren in Berlin, hat nach der Schule ein Jahr bei Samata, einer NGO in Andhra Pradesh, Indien gearbeitet. Samata setzt sich für die indigene Bevölkerung ein, die vom Bergbau vertrieben und ausgebeutet wird. Danach hat sie zwei Jahre an verschiedenen Orten in Lateinamerika gelebt. Während dieser Zeit konnte sie die Schönheit der Natur, aber auch dessen Zerstörung erleben. Diese Eindrücke haben das Interesse gestärkt, die komplexen Zusammenhänge in der Natur und den Einfluss des Menschen auf diese besser zu verstehen. Aus diesem Grund hat sie 2016 mit dem Geoökologie Studium an der Universität Potsdam begonnen. In Potsdam ist sie im Studentengarten und bei Foodsharing aktiv. PROGR AM

14:00-16:00

WORKSHOP

Two and a half billion years ago, single-celled organisms – blue-green algae – developed a way to take energy from sunlight, using it to make much-needed food out of water and carbon dioxide. Today we call this process photosynthesis, and it was these many early interactions and its by-product, namely oxygen, that made planet earth hospitable for carbon-based life, including humans and animals. This workshop will explore the Floating University’s basin, using it as a laboratory for collective, experimental learning. First created to capture the runoff and rainwater that could not be absorbed by the concrete of the former Tempelhof airfield, the basin is a dynamic ecological zone in which dramatic changes in the conditions and life of algae can occur. In this workshop for all ages, the participants will explore the water basin’s dynamic ecological community, learning about the diversity of algae and their functions through microscopic cameras and other tools. As the participants create pictures and collages with collected, dried, organic materials, they will get to know different types of algae, the site, and the beginnings of life on our planet. After completing her education, Selina Syed worked for Samata - a non-governmental organization (NGO) in Andhra Pradesh, India. Samata’s mission is to maintain and protect the traditional, constitutional and human rights of the indigenous adivasi people who are displaced and exploited by mining companies. Syed has also travelled extensively throughout Latin America, where she witnessed the human-led destruction of globally and locally important environments. She is currently studying geoecology at the University of Potsdam where she is engaged in food sharing and student garden networks.

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02.08

14:00-17:00

Im Jahr 2018 begann ein schwedisches Mädchen eine Reihe von Aktionen ziviler Ungehorsams, um die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Ernsthaftigkeit des Klimawandels zu lenken. Durch den wiederholten Verzicht einer alltäglichen Pflicht am Freitag, hat sie eine internationale Bewegung mit enormer Wirksamkeit in Gang gesetzt. Das Institut für alltägliche Umwälzungen ist ein partizipatorisches Projekt von iCollective e.V., welches sich mit den täglichen Gewohnheiten unseres Alltags beschäftigt. Wenn man die regelmäßigen Mikro-Entscheidungen jedes Menschen im globalen Zusammenhang betrachtet, findet man eindeutig die Gründe für die Umweltkrise, in der die Menschheit gerade steckt. Die Lösung erscheint in der Theorie viel einfacher als in der Praxis: man bräuchte nur jeden Tag einfach eine andere Entscheidung, als die gewohnte zu treffen. Doch was hält uns von diesen Umwandlungen ab? Das Institut für alltägliche Umwälzungen reflektiert über die Möglichkeit tägliche Mini-revolutionen in dem eigenen Einflussbereich zu provozieren. Welche Wirkung könnten wir mit einer trivialen Veränderung unseres Alltags erreichen? Durch performative, zeichnerische und schriftliche Mittel laden wir herzlich Jugendliche im Alter von 9 -16 ein, ihre eigene alltägliche Umwälzung für die Umwelt zu gestalten. Dieser individuelle Wandel wird „offiziell“ in den öffentlichen Raum durch ein temporäres Schild veröffentlicht. Betiana Bellofatto and Valeria Schwarz vom i Collective. i Collective ist eine organische, kollaborative Plattform von Künstler*innen, Kuratoren*innen und Wissenschaftler*innen, die seit 2009 an der Schnittstelle von Kunst, Interventionen im urbanen Raum und sozial-engagierten Projekten arbeitet. Als horizontales Netzwerk untersuchen wir die Interaktion zwischen individuelle Erfahrungen und kollektiven Idealen, indem wir die Begriffen von privat und öffentlich neu-kombinieren. Auf diese Weise, versteht sich i Collective als aktiver Agent und Initiator aktueller Diskurse nicht nur im künstlerischen Bereich. Vielmehr bringen wir neue Dynamiken, die unterschiedliche Menschen in temporäre Gemeinschaften zusammenbringt, um kreativ den öffentlichen Raum zu aktivieren. Durch interdisziplinäre Ansätze, erforschen wir die Stadt und entwickeln Strategien, um einen anonymen Ort in einen Platz des Austausches und Engagements zu verändern. F L OAT I N G U N I V E R S I T Y B E R L I N

WORKSHOP

In 2018 at age 15 a Swedish schoolgirl named Greta Thunberg began to strike from school. On every Friday she would sit in front of the Swedish parliament with a homemade sign – Skolstrejk för Klimatet (school strike for climate). Through the repeated renunciation of her civic duty on each Friday, she set in motion a campaign of civil disobedience that would gain global traction. The Institut für alltägliche Umwälzungen is a participatory project from iCollective e.V. that reflects on the daily habits of our everyday life. Arguably, if people observe continuous micro-decisions in the global context, clear reasons of the environmental crisis in which humanity is immersed are easily observed. In theory the solution appears easier than in practice: would it be enough if, every day, every person living in the industrial countries were to break another habit, making different choices? What is it that stops us from these decisions? Young people between the ages of 9 -16 are invited to speculate on the possibility of provoking daily, incremental, mini revolutions within their own area of influence. The workshop will employ performance, drawing and writing for participants to formulate their own small scale every-day revolutions for the environment! Betiana Bellofatto and Valeria Schwarz of iCollective, an organic collaborative platform of artists, curators and researchers working at the intersection of arts, urban interventions and socially engaged projects. A horizontal network, we explore the interaction of individual experiences and collective ideas, recombining notions of private and public. Using different approaches we develop strategies that activate citizens to re-imagine the cityscape, and we propose platforms to foster the configuration of symbolic places, and the creation of temporary communities that gather for a variety of collective creative purposes. The city is our playground: come play with us!

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Deep Care Plant Drawing

03.08 - 04.08

Die Ich habe Foodbrücke meinen Regenschirm vergessen 03.08 - 04.08

03.08 + 04.08

14:00-17:00

So wie wir uns um die Objekte um uns herum kümmern, kümmern wir uns auch um uns selbst - sich um sich selbst zu kümmern, bedeutet sich um das zu kümmern, was uns umgibt. Wir behaupten, dass dies auf unsere Umwelt erweitert werden kann. In diesem Workshop werden wir Regenschirme reparieren, die verlassen auf der Straße und in Mülleimern gefunden wurden. Wir werden sie reanimieren, ihnen neue Bedeutung oder ein neues Leben geben. Alle sind dazu eingeladen, einen Regenschirm mit Wörtern, Steinen, Ästen oder anderen Details zu individualisieren. In einem Akt des Widerstandes und der Entschleunigung nehmen wir uns die Zeit, ein banales Objekt - in diesem Fall einen verlassenen Regenschirm zu reparieren. Julien Fargetton hat einen neugierigen Blick auf die Welt, sucht nach dem Ursprung der Dinge, selbst wenn es heißt ihr Schicksal zu verändern. In seinen Zeichnungen, Skulpturen, Erfindungen und performativen Aktionen, tritt Julien in die Fußstapfen eines Entdeckers, Erfinders und Anthropologen, während er auf poetische und geistreiche Weise das Gegenteil der Formen des Determinismus in der Welt, die ihn umgibt, ausdrückt.

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WORKSHOP

Taking care of the objects around us is like taking care of ourselves and to take care of ourselves is to take care of what surrounds us. This argument can be extended to our environment. „Ich habe mein Regenschirm vergessen“ is an open workshop to fix umbrellas found abandoned in gutters and garbage cans so as to reanimate them, giving them new meaning or a new life. Everyone and anyone will be welcome to customize an umbrella with words, stones, branches: anything one cares to use. Taking the time to repair a banal object – like the abandoned umbrella – is an act of resistance and deceleration. Julien Fargetton casts a curious eye to the world, looking for the origins of things, even if it means changing their destiny. In his drawings, sculptures, inventions and performative actions, Fargetton walks in the footsteps of an explorer, an inventor and an anthropologist, while he poetically – and wittily – expresses the opposite of the forms of determinism in the world that surrounds him.

C L I M AT E C A R E

14:00-21:00

Kochen ist ein perfektes Werkzeug, um unterschiedliche Menschen zu vereinen, auch wenn sie nicht die gleiche Sprache sprechen. Gemeinsames Kochen erlaubt es uns zu fragen: Was ist eine Nachbarschaft? Wie können wir verschiedene Stadtteile mobilisieren und verbinden? Die Foodbrücke lädt die Teilnehmer dazu ein, global-lokale Nachhaltigkeitsherausforderungen zu diskutieren, zu überdenken und zu analysieren, indem sie kleine urbane Interventionen in der Umgebung der Floating University vornehmen. Am Samstag befasst sich der Workshop mit der Nachhaltigkeit von Lebensmitteln und Nachbarschaftsbeziehungen in Zeiten des Klimawandels von lokaler bis globaler Ebene. Am Sonntag bietet das K‘EAT‘Z Dinner & Fete de la Nachbarschaft den Teilnehmern die Möglichkeit, ihre Lieblingsgerichte zu kochen und zusammen mit der Tempelhofer Nachbarschaft zu essen.­ Die Foodbrücke ist eine mobile Küche, aber auch ein Kommunikations- und Verbindungstool, da sie drei globale Herausforderungen miteinander verknüpft - Nachbarschaftskommunikation, ökonomische und soziale Integration und Lebensmittelnachhaltigkeit. Die Foodbrücke mobilisiert auch Menschen, leitet Beteiligungsprozesse und vermitteln Wissen über Lebensmittelnachhaltigkeit und global-lokale Klimaherausforderungen. Als physische Einheit, co-produziert mit lokalen Initiativen, veranstaltet Die Foodbrücke gemeinsames Kochen mit verschiedenen Nachbarn, um sich und die gegenseitigen Kulturen näher kennenzulernen. Nichts trägt besser zur gegenseitigen Verständigung bei, als ein gemeinsames gutes Essen.

COOKING WORKSHOP, MOBILE KITCHEN

Cooking is a perfect tool to connect different people, even if they are not able to speak the same language. Cooking together gives us a framework to ask: What is a neighbourhood? How can we mobilise and connect different neighbourhoods? Die Foodbrücke invites participants to discuss, rethink and analyse global-local sustainability challenges by creating small urban interventions in the area surrounding the Floating University. On Saturday the workshop will address food sustainability and neighborhood connections in these times of climate change from a local to a global scale. On Sunday, the K‘EAT‘Z Dinner & Fete de la Nachbarschaft provides the opportunity to cook your favourite meals and eat together with the Tempelhofer neighbourhood. Die Foodbrücke is a mobile kitchen that also acts as a communication and connection tool as it links three global issues – neighbourhood communication, economic and social inclusion, and food sustainability. Die Foodbrücke also mobilizes people, leads participation processes and distributes knowledge about food sustainability and global-local climate issues. As a physical structure, co-produced together with local initiatives, Die Foodbrücke includes cooking together with different neighbours while getting to know each other’s cultures. Nothing connects people more than sharing a good meal.

A C U R R I C U L U M F O R U R B A N P R AC T I C E

14:00-17:00

Das Regenwasserbecken am Rande des Tempelhofer Feldes wurde gebaut, um Wasser aufzunehmen, das von den Betonbahnen abfloss, auf denen einst die nach West-Berlin ankommenden Flugzeuge landeten. Mit der Schließung des Flugplatzes wurde dieses einst für menschliche Nutzung gedachte Stück Land zu etwas, wofür der Landschaftsarchitekt Gilles Clément den Begriff der dritten Landschaft prägte. Ein unbeaufsichtigter Raum, der im Gegensatz zu Orten, die streng gepflegt und kontrolliert werden, „einen privilegierten Bereich der Empfänglichkeit für biologische Vielfalt“ bildet. Nun eine dritte Landschaft und ein Paradies für Artenvielfalt, beherbergt das Bassin der Floating University eine weitgehend unbekannte Flora und Fauna. Das Perennial Institute identifiziert die Pflanzen an der Floating University, erfasst sie als Teil der Gemeinschaft, kultiviert und pflegt sie. Durch eine eingehende Beobachtung und Bindung wollen ihre Namen und ihre Geschichte kennenlernen. Was mögen sie? Woher kommen sie? Indem wir diese - und andere - Fragen stellen, lernen Teilnehmer, wie sie sich am besten um die Pflanzen kümmern können. Die im Workshop produzierten Zeichnungen und Beobachtungen werden während der Climate Care ausgestellt. Im Laufe eines Jahres sollen die Teilnehmer*innen ihre Samen einsammeln, beobachten, wie sich die Pflanzen an die Jahreszeiten anpassen, und mehr über sie erfahren. Das Perennial Institute ist ein experimentelles Bildungsprojekt, das eine multidisziplinäre Gruppe von Künstlern, Kuratoren, Biologen, Gärtnern, Herbalisten und anderen umfasst, die an einer Vielzahl globaler Forschungsprojekte beteiligt sind. Da es Kreativität durch die Linse der Pflanzen erforscht, versteht das Perennial Institute Pflanzen als unsere unerkannten Lehrer, durch die uns neue Formen von Wissen eröffnet werden. Das Projekt entdeckt spielerisch und kritisch dieses zum Vorschein kommende - teilweise mehrdeutige - Wissen durch verkörperte, feminine und intuitive Herangehensweisen, es begrüßt Langsamkeit, um bestmöglich eine alternatives Fundament zu kultivieren, auf dem kreative Experten umlernen, neu wurzeln, gestalten und aufblühen können. PROGR AM

Bird behaviour

DRAWING WORKSHOP

The overflow water basin at the edge of Tempelhofer Feld was built to accommodate water running off the concrete strips that used to welcome incoming airplanes to West Berlin. With the closure of the airfield, this fragment of land, once cleared for human use, became what landscape architect Gilles Clément has coined a third landscape; an unattended space that, unlike places rigorously maintained and controlled, forms “a privileged area of receptivity to biological diversity.” Now a third landscape and a haven for biodiversity, the Floating University basin is home to unknown flora and fauna. The Perennial Institute will work to identify the plants living in the basin, registering them as part of the community and to cultivate care for them. The workshop will learn their names and their history through the cultivation of deep observation and connection to the plants identified. What do they like? Where they are from? By asking these questions – and more – participants will learn how to initiate care for them. The drawings and observations produced during the workshop will be displayed during Climate Care. Over the course of a year participants will be asked to collect their seeds, to observe how the plants adapt to the seasons, and to discover more about them. The Perennial Institute is an experimental education project that involves a multidisciplinary group of artists, curators, biologists, gardeners, herbalists and more engaged in a variety of global research activities. Exploring creativity through the lens of plants, The Perennial Institute approaches plants as our overlooked teachers with whom new forms of knowledge can emerge. The project explores playfully and critically this emerging – and at times ambiguous – knowledge through embodied, feminine and intuitive approaches, embracing slowness so as to best cultivate alternative grounds for creative practitioners to unlearn, re-root, imagine and thrive.

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04.08

ANIMALESQUE 14:00-17:00 WORKSHOP, TOUR AND CONVERSATION

In der Stadtlandschaft Berlins ist die Natur allgegenwärtig. Tausende von Bäumen, Vögeln, Pflanzen und Insekten leben um, unter und über uns - sie umgeben uns - aber trotz oder aus diesem Grund bleiben sie im Alltag oft unbemerkt. Das Zusammenleben ist jedoch der Schlüssel zum Überleben der Flora und Fauna Berlins - einschließlich des Menschen - und wir müssen unsere Welt an die Bedürfnisse anderer Arten anpassen. Hemal Naik und Christian Schwägerl lenken die Aufmerksamkeit auf die Bewohner des Beckens bei einem eindringlichen Rundgang durch die schwimmende Universität und lenken ihre Aufmerksamkeit auf die Details, Texturen und Geräusche der Räume, die sie auf der Suche nach Vögeln finden und ihre Verbindungen zu den urbanen Landschaften und Systemen Berlins. Christian Schwägerl ist ein Wissenschafts-, Politik- und Umweltjournalist, der den Klimawandel, den Artenverlust und die Überfischung als Beweis dafür anführt, dass der Mensch seine Rolle als Weltherrscher noch nicht bewältigen konnte.Nach Abschluss seines Studiums an der Deutschen Schule für Journalismus und Biologie schrieb er für die Berliner Zeitung, die FAZ und das SPIEGEL-Bundesamt. Seit 2012 ist er freiberuflicher Journalist und schreibt für GEO, ZEIT Wissen, FAZ, Yale E360 und andere. Er ist Autor von “The Anthropocene” und “Die analoge Revolution”. Hemal Naiks Forschung konzentriert sich auf die Entwicklung von Computer-Vision-Algorithmen für praktische Anwendungen und arbeitet an Konzepten, die in naher Zukunft implementiert werden können, um bestehende Praktiken oder Methoden zu verbessern. Sein Ziel ist es, kostengünstige Computer-Vision-Lösungen für die Überwachung und Erhaltung von Wildtieren zu entwickeln. Hemal promoviert derzeit in der Gruppe “Kollektives Verhalten” am Max-Planck-Institut für Tierverhalten. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Methoden zur Berechnung der 3 D-Haltung von Vögeln aus Videomaterial. F L OAT I N G U N I V E R S I T Y B E R L I N

In the urban landscape of the city of Berlin, nature is everywhere. Thousands of trees, birds, plants and insects live around, under, and above us – they surround us – but despite, or because of this, they often go unnoticed in everyday life. But coexistence is key to the survival of the flora and fauna of Berlin – including humans – and we must adapt our world to meet the needs of other species. Through an immersive walking tour of the Floating University, Hemal Naik and Christian Schwägerl will draw participants attention to the inhabitants of the basin, calling their attention to the details, textures, and sounds of the spaces they find, in search of birds and their connections to the urban landscapes and systems of Berlin. Christian Schwägerl is a science, politics and environmental journalist who cites climate change, species loss and over fishing as evidence that humans have not yet been able to cope with their role as world ruler. After completing his studies at the German School of Journalism and Biology, he wrote for Berliner Zeitung, FAZ and SPIEGEL Federal Office. Since 2012 he is a freelance journalist, writing for GEO, ZEIT Wissen, FAZ, Yale E360 and others. He is the author of “The Anthropocene” and “Die analoge Revolution”. Hemal Naik’s research focuses on developing computer vision algorithms for practical applications, working on concepts which can be implemented in the near future to improve existing practices or methods. His goal is to design low cost computer vision solutions for wildlife monitoring and conservation. Hemal is currently completing his PhD research with Collective Behavior group at the Max Planck Institute of Animal Behaviour, focus on developing methods for computing 3D posture of birds from video footage.

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04.08

We Can be Rebels 14:00-18:00

Extinction Rebellion (XR ) - Rebellion für das Leben ist eine schnell wachsende weltweite Bewegung für Klimagerechtigkeit. Durch gewaltfreien zivilen Ungehorsam wird Druck auf Regierungen ausgeübt, um die Umsetzung radikaler Maßnahmen gegen die Klimakrise zu erreichen. Die Wissenschaft ist sich einig, dass wir uns in einem Zeitalter des akuten Klimanotstands befinden und ein von uns Menschen verursachtes Massenaussterben bereits begonnen hat. Unsere Regierungen verletzen ihre Sorgfaltspflicht und verspielen unsere Zukunft. Wir entscheiden uns für die Rebellion um uns selbst zu retten. Extinction Rebellion ist partizipativ, dezentral und inklusiv. Die Bewegung richtet sich an jede_n Einzelne_n mit der Bitte um den Mut, das zu tun, was nötig ist, um den Klimawandel jetzt aufzuhalten. Die Zeit des Verdrängens ist vorbei. Es ist die Zeit zu handeln. 14:00-17:00 Workshop

Was braucht es zum Rebellieren? Geht mich das etwas an? Traue ich mich? Sollte ich? In diesem Workshop zum Mitmachen lernst du die Überzeugungen, Forderungen und Aktionsformen von XR kennen. Du brauchst nur dich selbst und deine Leidenschaft (und vielleicht ein T-Shirt für die Rebellion - wir machen Siebdruck) und am Ende des Workshops bist vielleicht auch du Teil der Rebellion für das Leben. 17:00–18:00 Lesekreis

Schließ dich unserem kontemplativen Lesekreis an. Wir lesen und hören eine Auswahl von Texten aus der Rebellion für das Leben: Wir beschäftigen uns mit den zentralen Prinzipien “Sag die Wahrheit” und “Werde jetzt aktiv” und teilen Auszüge aus den “Briefen an die Erde”. Alle XR -Workshops werden bilingual (DE /EN ) angeboten und wir heißen aktiv Teilnehmer_innen aller Altersgruppen und Hintergründe willkommen

WORKSHOPS, READING GROUP

Extinction Rebellion is an international movement that uses non-violent civil disobedience in an attempt to halt the sixth mass extinction and minimise the risk of social and ecological collapse. We promote civil disobedience and rebellion because we think it is necessary – we ask people to find their courage and to collectively do what is necessary to bring about change. We organise in small groups and these groups are connected in a complex web that is constantly evolving as we grow and learn. We are working to build a movement that is participatory, decentralised, and inclusive. 14.00-17:00 All are welcome who are willing to ad- 05.08 - 7.08 here to our principles and values. Materiell Sinn zu machen bedeutet, durch das Erkunden der Möglichkei14:00-17:00 Workshop ten lokaler und übersehener RessourWhat does it take to become a Rebel? cen, die in und um die Floating UniDo I care? Dare I? In this workshop versity zu finden sind, „durch das participants will discover and experi- Machen zu Lernen“. Unterschiedlience the various beliefs, demands and che materielle Sinne werden durch eiways of action developed and prac- ne Reihe von sinnlichen, praktischen ticed by Extinction Rebellion. Bring und theoretischen Experimenten anyourself, your passion, a t-shirt (that gesprochen, die das Mischen und Anyou would like to make rebellious!), passen, Formen, Schmelzen, Kochen, and by the end of the workshop you Graben, Aufbetten, Bügeln, Recyceln, Färben, Glasieren, Zerstören oder Vertoo might become an XR Rebel. dampfen von Materie umfassen können. Die Möglichkeiten, was Biomate17:00–18:00 Reading Circle rialien tun oder sein könnten, werden Join us in a reflective circle as we col- maximal ausgeschöpft, wenn die Teillectively share and listen to readings nehmer nach Algen, Moos, Treibholz, from a range of Extinction Rebellion Gräsern, Rinde, toten Käfern, Steinen texts. These include writings that re- oder Erde suchen oder sich dafür entspond to our central principles of Tell scheiden, mit Lebensmittelabfällen, the Truth and Act Now, as well as ex- Holzspänen oder Pappe zu arbeiten. tracts from personally written Letters Dieser dreitägige, praxisbezogene to the Earth. DIY -Workshop wird Biomaterialien für Biodesign und Bioarchitektur entPlease note that all XR workshops are wickeln, durch das Suchen nach Resbilingual, held in German and English, sourcen und die Erstellung von Musand you are welcome to participate in tern und Mindmaps. Gleichzeitig wereither language. We actively welcome den neue neuronale Verbindungen entpeople of all ages and backgrounds. wickelt und einzigartige Erkenntnisse über die Welt durch ihre Sinne gewonExtinction Rebellion is a rapidly growing in- nen. Am Ende des Workshops findet ternational climate justice movement. Through eine Gruppenausstellung statt. non-violent civil disobedience we pressure Es gibt nur eine wichtige Regel: our governments to carry out the radical changes which are needed in the face of this Keine Tierquälerei (dies schließt auch global climate emergency. For more informa- andere Menschentiere ein).

Make Material Sense

tion please visit: www.extinctionrebellion.de or www.rebellion.earth

Extinction Rebellion (XR) - Rebellion für das Leben ist eine schnell wachsende weltweite Bewegung für Klimagerechtigkeit. Durch gewaltfreien zivilen Ungehorsam wird Druck auf Regierungen ausgeübt, um die Umsetzung radikaler Maßnahmen gegen die Klimakrise zu erreichen. Für mehr Information und Hintergründe: www.extinctionrebellion.de oder www.rebellion.earth

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C L I M AT E C A R E

Seit zehn Jahren befasst sich die Tutorin und Kuratorin Ana Lisa Alperovich mit der Förderung von nachhaltigem Design. Sie ist die Leiterin eines Kurses über Biomaterialien und menschliche Sinne an der Design Academy Eindhoven und schreibt Artikel, wenn sie recherchieren möchte, und macht Ausstellungen, wenn sie etwas zu sagen hat. Dieser dreitägige Workshop basiert auf makematerialsense, einem sechsmonatigen Kurs an der Design Academy Eindhoven.

05.08 + 07.08

WORKSHOP

To make material sense means to ‘learn through making’ by exploring the possibilities of the local and overlooked resources found in and around the Floating School. Different material senses will be invoked by a series of sensual, practical and theoretical, series of experiments that might include mixing and matching, moulding, melting, cooking, digging, bedding-up, ironing, recycling, dying, glazing, destroying or evaporating matter. Possibilities of what biomaterials could do – or be - will be stretched to their maximum as participants forage for algae, moss, driftwood, grasses, bark, dead bugs, stones or soil, or might choose to work with food waste, wood chips or cardboard. This three day, DIY , hands-on workshop will create biomaterials to be used for bio-design and bio-architecture through the finding of resources, the making of samples and mind maps, all while developing new neural connections and gaining unique knowledge of the world through their senses. The workshop will result in a group exhibition. There is just one important rule: no animal cruelty (this includes other human-animals). For the past ten years tutor-curator Ana Lisa Alperovich has focused solely on sustainable design advocacy, engaged with very many things – except making (yet more) objects. As a tutor running a biomaterials and human senses course at Design Academy Eindhoven, Alperovich writes articles when she wants to research and makes exhibitions when she has something to say. This three day workshop is based on makematerialsense, a six month course at Design Academy Eindhoven.

A C U R R I C U L U M F O R U R B A N P R AC T I C E

14:00-17:00/18:00

Skinship ist ein vor allem in Japan und Korea gebräuchlicher Begriff, der den Akt der Bindung durch körperlichen Kontakt umschreibt. In vielen Kulturen (vor allem westlichen), erfahren wir dies hauptsächlich durch romantische oder enge familiäre Beziehungen, obwohl unsere Körper dazu gemacht sind, die Welt durch Berührung, durch Kontakt zu erfahren. In diesem Workshop wollen wir in einem Live-Action-Rollenspiel (LARP auf Englisch) durch einvernehmlichen und nicht-sexuellen Körperkontakt unsere Berührungskompetenz erweitern: Wir können wir unseren Sinn für Berührung entwickeln? Wie können wir dadurch eine Verbindung zu unserem Inneren aufbauen und dem, was uns umgibt, einschließlich anderer Menschen, Kreaturen, und der Umwelt / Materie? WORKSHOP: 05.08. / 14:00-17:00

Wir zoomen hinein, wir lernen die Qualitäten der Berührungen kennen, die auf unseren inneren Zustand und unser Gewebe einwirken, was wiederum dem Gewebe hilft, seine inhärente Selbstwahrnehmung zu erkennen, was unsere Gefühle verwandeln kann, oft mit heilender Wirkung. Anhand dieser gleichen Wahrnehmung gegenüber verschiedenen Qualitäten (Texturen, Gewicht, Bewegungen, Ton, etc.) zoomen wir hinaus, verbinden uns mit den Materialien und der Umwelt um uns herum, erkennen, wie diese Qualitäten ein Ausdruck materieller Intelligenz und Wahrnehmung sind, spüren wie dies auch eine Methode sein kann, unsere Beziehung zu unserer Umwelt zu heilen.

PROGR AM

Skinship

Mini-Larp: 07.08 / 14:00-18:00

Skinship is a word mostly used in Japan and Korea to denote the act of bonding through physical contact. In many cultures (especially western), this is experienced mainly through romantic or close family relationships, despite being creatures made to experience the world through touch, through contact. This workshop will use live action role play (LARP ), through consensual and non-sexual physical contact, to work towards expanding participant’s touch competency: how can a human’s sense of touch be expanded? How this can develop a kinship to what is inside and what is around each human body, including other humans, creatures, and the environment / materials?

Wir erweitern und erforschen das Material des Workshops im Rahmen einer fiktionalen Narrative: Sie ergründet, wie es sich anfühlen könnte, in einer Kultur zu leben, die sich um Skinship zentriert, und ob und wie sie irgendwie ein Klima der Pflege, oder eine Pflege des Klimas, oder Pflege der Umwelt erschaffen könnte. Teilnehmer erhalten ein Framework, in dem sie gemeinsam Narrativen und Methoden der Interaktion entwickeln können, die Bewegungen, Objektgestaltung, Magie/ Rituale und Poesie/Klang beinhalten können. Vor dem LARP findet ein kurzer Workshop statt und am Ende können die Teilnehmer in einer Nachbesprechung ihre Erfahrungen teilen, WORKSHOP: 05.08. / 14:00-17:00 wenn sie dies wollen. Participants will zoom in, learning the Die Teilnahme sowohl am Workshop qualities of touch that tune into interals auch am LARP ist ausdrücklich nal states and tissues, which in turn empfohlen, aber nicht erforderlich. helps these tissues tune into their inDie Teilnehmer sollten wettergerechte nate self-awareness which can transKleidung tragen, in der sie sich kom- form feelings, often with healing effortabel bewegen können und in der sie fects. Through this same awareness berührt werden möchten. Nackte Haut towards qualities (texture, weight, ist nicht erforderlich. Alle Berührun- movement, sound, etc.), participants gen sind einvernehmlich und nicht-se- will zoom out, connecting with the xuell, sich gegenseitig abzustimmen materials and environment around, ist von größter Bedeutung. Der Work- tuning in to how these qualities are an shop beinhaltet Bewegung, die immer expression of material intelligence and das Komfortniveau jeden Teilnehmers awareness, exploring how this could respektieren sollte. also be a method to heal participant’s relationship to their environment. Susan Ploetz ist Künstlerin, somatische Beraterin und L ARP -Designerin. Ihre multidisziplinäre Arbeit beschäftigt sich mit Interaktionen zwischen Körper, Geist und Technologie, der Vorstellungskraft als Schnittstelle, Wahrnehmungserweiterungen, prozeduralem Ausdruck und emanzipatorischer emotionaler Dissonanz. Sie zeigte ihre Arbeiten und unterrichtete unter anderem am Martin Gropius Bau/Berliner Festspiele, an der Universität der Künste Berlin, The Pervasive Media Studio (Bristol), den Sophiensälen, der ABC Art Fair, dem Dutch Art Institute, der dOCUMENTA (13 ), dem Portland Institute for Contemporary Art und der Performa.

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F L OAT I N G U N I V E R S I T Y B E R L I N

WORKSHOP,MINI-LARP Mini-Larp: 07.08 / 14:00-18:00

Participants will expand and explore the material of the workshop within a fictional narrative: one that will explore what it might feel like to live in a culture that is centered around Skinship, and if and how it could somehow provide a climate of care, or care for the climate, or care for the environment. Participants will be given a framework to co-create narratives and methods of interactions which could include movements, object making, magic/rituals, and poetry/sounding. The LARP is preceded by a short workshop and followed by a short debrief time where participants can share their experiences if they so desire. Participation in both the workshop and the LARP is highly encouraged but not required. Participants should wear clothes that are weather appropriate but comfortable to move around in and to be touched in: bare skin is not necessary. All touch will be consensual and non-sexual, checking-in with each other is of paramount importance. Workshop will involve movement which should always be engaged in at each participant’s own comfort level. Susan Ploetz is an artist-researcher working with somatics, theory, writing, performance and live action role play (LARP) in various configurations. Her work deals with the overlapping spaces of soma and technos, using imagination, magical materiality and protocol to induce emancipatory emotive dissonances and perceptual expansion. She has presented her work and taught at Martin Gropius Bau/Berliner Festspiele, Universität der Künste Berlin, The Pervasive Media Studio (Bristol), Sophiensaele, ABC Art Fair, Dutch Art Institute, dOCUMENTA (13), Portland Institute for Contemporary Art, and Performa.

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Wasserlabor Avulsions of social constructions

06.08-08.08 WORKSHOP

Eine Flussverlagerung entsteht, wenn ein Fluss so stark über sein Ufer tritt, dass er einen neuen Lauf annimmt: Der Fluss verlässt seine alte Bahn und findet einen neuen Weg mit geringstem Widerstand, dem er folgen kann Der Lehrplan der Climate Care Water Session zielt darauf ab, Körper mit Gefühlen, Erfahrungen und Wissen über Wasser so zu überfluten, dass wir unsere Ufer sozialer Konstruktionen rund um das Wasser durchbrechen und einen neuen Weg finden, auf dem wir mit dem Wasser fließen können, in neuen Beziehungen und Praktiken hinein. Während der Sitzung werden wir eine Vision für ein zukünftiges Wassersystem an der Floating University entwickeln (idealerweise mit Baubeginn im Jahr 2020 ). Das neue System wird das verschmutzte Wasser im Becken in Schwimmwasser umwandeln und gleichzeitig das für das tägliche Leben der Floating University notwendige Wasser bereitstellen (Trinken, Geschirr spülen, Toilette spülen, Pflanzen gießen). Während der Sitzung werden wir auch einen Wasserlehrplan für akademische Programme an der Floating University und darüber hinaus entwickeln. Als Gruppe werden wir verschiedene Texte, Praktiken, Rituale, Diskussionen und Verhaltensweisen zusammenfassen, die den Wasserlehrplan prägen könnten. Sowohl im Design als auch im Lehrplan werden wir uns über das Thema der Fürsorge austauschen und fragen: Wie können wir uns um Wasser kümmern? Wie kümmert sich das Wasser um uns? Es ist an der Zeit, sich mehr mehr um unser Wasser zu kümmern, so wie wir uns um einen Freund oder Liebhaber kümmern: Indem wir die zahlreichen Grauwasser-Abstufungen respektieren und unsere Praktiken diversifizieren, ähnlich wie wir unsere Müll - Praktiken diversifiziert haben, um Mehrstromrecycling und Kompostierung zu berücksichtigen.

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06.08

14:00 - 17:00

Konstruierte Feuchtgebietsfilter und Membranen Mit Jose Ordonez & Martin Membrane 07.08

14:00 - 17:00

08.08

9:00 - 17:00

Wasserrituale: Wasserkörper. Ein Tag voller körperlicher Übungen und Experimente mit Wasser im Körper: mit Paula Malherbe, die Wasser im Körper bewegt, durch Organe und Kreislaufsysteme, anhand der Praxis des Kundalini Yoga; mit Sara Bauchmüller und Luka Agreš, die Wasser im Körper balancieren, durch Handbalance, muskuläre und skelettale Neuausrichtung und Spiele; und mit Naama Ityel, die mit Wasser im Körper tanzt, durch Bürsten und Atmen durch improvisierten Tanz und einem Hauch von Schamanismus. Bitte bringen Sie einen Badeanzug und ein Handtuch mit, wenn Sie nass werden möchten. Wanderbettreaktoren und Wasserlehrpläne mit Erwin Nolde und Holger Sack (Innovative Wasserkonzepte) Katherine Ball ist ein Lebensraum für Pilze und Bakterien auf dem Planeten Erde. Ihre künstlerischen Interventionen stellen die Infrastruktur des Alltags neu dar und umfassen: Leben auf einer netzunabhängigen Insel, wo sie Pilzfilter gebaut hat, um einen verschmutzten See zu säubern, das Erlernen der Kunst der biologischen Sabotage bei einem Lehrgang mit der Natur und Radfahren in den USA auf der Suche nach kleinteiligen Lösungen für die Klimakrise. Katherine hat einen Master in „Fine Arts in Social Practice“ von der Portland State University und hat an der School of Walls and Space in Kopenhagen studiert. Im vergangenen Jahr war Katherine die Artist-in-Residence für Wasserfiltration und -infiltration an der Floating University. Weitere Informationen finden Sie unter: www.katherineball.com

C L I M AT E C A R E

An avulsion occurs when a river floods over its banks to such an extreme that it jumps to a new course: the river abandons its old path and finds a new path of least resistance to follow. The Climate Care Water Session’s curriculum will seek to flood bodies with feelings, experiences, and knowledge about water to such an extreme we breach our banks of social constructions around water, finding a new path in which we flow with water, in new relationships and practices. During the session we will develop a vision for a future water system at Floating University (ideally to be built in 2020 ). The new system will transform the polluted water in the basin into swimming water, while also providing water necessary for the daily life of the Floating University (drinking, washing dishes, flushing toilets, watering plants). During the session we will also develop a water curriculum for academic programmes at Floating University and beyond. As a group, will pool together different texts, practices, rituals, discussions and behaviours that could shape the water curriculum. In both the design and the curriculum, we will meditate on the topic of care, asking: How can we care for water? How does water care for us? It is time for us to start caring more about water, as we would care for a friend or a lover: respecting its diversity of grey-water gradients and diversifying our practices with it, similar to how our ‘trash’ practice has diversified to include multiple-stream recycling and composting.

06.08

14:00 - 17:00

07.08

14:00 - 17:00

08.08

9:00 - 17:00

Constructed wetland filters and membranes with Jose Ordonez, Martin Membranes.

Water rituals: Water bodies. A day of physical practices and experiments with water in the body with Paula Malherbe moving water in the body, through organs and circulation systems through the practice of kundalini yoga, with Sara Bauchmüller and Luka Agreš, balancing water in the body through hand balancing, muscular and skeletal realignment, and games, and with Naama Ityel, dancing water in the body, including brushing and breathing through improvisational dance and a touch of shamanism. Please bring a swimsuit and towel if you want to get wet. Moving Bed Reactors and water curriculums with Erwin Nolde and Holger Sack (  Innovative Wasserkonzepte ) Katherine Ball is a habitat for fungi and bacteria located on planet Earth. Their artistic interventions reimagine the infrastructure of everyday life and have included: living in an off-grid floating island building mushroom filters to clean a polluted lake, learning the art of biological sabotage in an apprenticeship with nature, and bicycling across the USA looking for small-scale solutions to the climate crisis. Katherine has a Master of Fine Arts in Social Practice from Portland State University and studied at the School of Walls and Space in Copenhagen. Last year Katherine was the ‘Water Filtration and Infiltration’ artist-in-residence at Floating University. For more, please visit: www.katherineball.com

A C U R R I C U L U M F O R U R B A N P R AC T I C E

Compost Care

09.08 - 10.08

Tuning-in

08.+ 09.08

14:00-17:00

TT uning-in basiert auf der „ökologi-

schen Wende“ in der zeitgenössischen Kultur, die ethisch fundiertes Mitwirken erfordert, und uns dazu auffordert, unsere Beziehung zu unserer (natürlichen) Umwelt zu überdenken. Der Workshop erkundet verschiedene Übungen über das Zuhören, die Wahrnehmung und das Bewusstsein, dabei wird Sabine Vogels Methode des „Tuning-in“ weiterentwickelt, um kreatives Arbeiten zu ermöglichen, das zu und mit der natürlichen Umgebung in Verbindung steht. Die Übungen helfen den Teilnehmern dabei, sich mit der natürlichen Umgebung und untereinander zu vereinen. Dies kann zu einer kreativen Leistung führen, die visuell, akustisch oder bewegungsbasiert sein kann. Es kann ein Einzelwerk oder eine kollektive Leistung, aufgezeichnetes und gesammeltes Material oder eine Aktion oder Aufführung sein. Am Ende des Workshops präsentieren und führen die Teilnehmer die Ergebnisse beider Workshops vor. Bitte bringen Sie alles und jeden mit, mit dem Sie arbeiten möchten, einschließlich Instrumente (für die Arbeit im Freien), einfache Aufnahmegeräte, Material und Werkzeuge, um Dinge zu bauen. Wir werden das gesamte Gebiet der Floating University nutzen. Bitte bringen Sie Ihren eigenen Sonnenschutz, Handtücher und (falls Sie welche haben) Gummistiefel mit. Wenn Sie keine eigenen Stiefel haben, werden Ihnen welche von der Floating University zur Verfügung gestellt. Dieser Workshop ist auf zehn Teilnehmer begrenzt. Sabine Vogel ist Flötistin, Performerin, Komponistin und Umweltklangkünstlerin. Sie konzentriert sich auf Klang und Improvisation, wobei sie erweiterte akustische und elektronische Techniken einsetzt, um eine persönliche zeitgenössische Sprache für die Flöte zu schaffen. Sie schafft ortsspezifische Arbeiten in natürlichen Umgebungen sowie Konzertinstallationen und Vorstellungen, die mit ihrer Arbeit draußen, im Freien, in Verbindung stehen. Ihre Projekte und Konzerte führten sie durch Europa, Amerika und Australien. PROGR AM

WORKSHOP

Tuning-in draws on the ‘ecological turn’ in contemporary culture that demands ethically-informed participation while asking us to rethink how we articulate our relations with our (natural) environments. This workshop will explore different exercises of listening, perception, and awareness, further developing Sabine Vogel’s method of “tuning-in” as a way of developing creative work that is connected to and with the natural environment. The exercises will help participants connect to the natural environment and to each other, leading to a creative output that might be visual, sonic or movement based. It can be a solo or a collective performance or work. It can be recorded and collected material or an action or performance. At the end of the workshop participants will present and perform the results of both workshops. Please bring anything and everything you might like to work with, including instruments (for working outside), simple recording equipment, material and tools to build things and so on. We will use the whole area of the Floating University. Please bring your own sun protection, towels and (if you have your own) rubber boots. If you don’t have your own boots, there will be some provided by the Floating University. This workshop has a limit of ten participants. Sabine Vogel is a flautist, a performer, a composer and an environmental sound artist. She focuses on sound and improvisation, using extended techniques, acoustic and electronic, to create a personal contemporary language for the flute. She creates site specific work in natural environments as well as concert installations and performances relating to her work outside, in the fields. Her projects and concerts have taken her around Europe, America and Australia.

1 – 1 0 AU G U S T 2 0 1 9

14:00-17:00

Ökosysteme sind bewohnt, geformt und ändern sich in einem konstanten Austausch zwischen lebendigen Wesen. Indem sie organische oder ehemals organische - fossile - Materialien verbrennen, übertragen Menschen Kohlenstoff aus der Humusschicht als Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre, was, wie wir bereits wissen, zum Klimawandel beiträgt. Gleichzeitig gehen dadurch den Bodenorganismen viele Nährstoffe, strukturelle Elemente und Spurenelemente verloren. So wie ihre Diversität rapide abnimmt, reduziert sich auch die Fruchtbarkeit der Böden. Es ist nur durch die Vervielfältigung von Humus, dass Böden wieder fruchtbar werden, um zukünftig für einen ausreichenden Lebensraum und Nahrung für alle zu sorgen. Sowohl die unzureichende Vermehrung von Humus, als auch die ungerechte Verteilung von Nahrung sind keine natürlichen, sondern kulturelle Phänomene. Indem wir das Verhältnis zwischen Produktion und Reproduktion erforschen, entdecken wir neuen Spielraum für Handeln, der Gestaltung und Entwicklung von Lösungen. Mithilfe von biologischem Kompostieren können wir diese Materialzyklen schließen und die Biodiversität wieder erhöhen: In diesem Workshop betrachten wir die metabolischen Prozesse zwischen Böden, Wasser und Klima und wie wir sie durch soziale, ökonomische und politische Praktiken positiv beeinflussen können. Am Rande der Floating University bauen wir einen heißen Kompost aus Küchenabfällen, Holz und Algen. Teilnehmer lernen welche Materialien zu sammeln und nutzen sind und wie sie den Komposthaufen aufbauen, damit allein die Aktivität der Bodenorganismen den Haufen - schnell - auf 60 °C aufheizt. Teilnehmer lernen und erfahren was erforderlich ist, um Abfall und andere Materialien in fruchtbaren Boden zu verwandeln.

WORKSHOP

Ecosystems are inhabited, shaped and changed in a constant exchange between living beings. By fermenting or burning organic or formerly organic – fossil – matter, humans transfer carbon from the humus layer to the atmosphere as carbon dioxide, which is known to contribute to climate change. At the same time many other nutrients, structural elements and trace elements are lost to soil organisms as a result. As their diversity dramatically decreases so too does soil fertility. It is only through the reproduction of humus can soils be made fertile again and provide sufficient habitat and food for all in the future. Both the insufficient reproduction of humus and the unfair distribution of food are not natural phenomena, but cultural. Biological composting closes these material cycles and increases biodiversity again: in this workshop we will focus on the metabolic processes between soils, water and climate and how we can positively influence them through our social, economic and political practices. At the edge of the Floating University site a hot compost will be introduced from kitchen waste, wood and algae. Participants will learn which materials to collect, use and how to build up the heap so that the activity of the soil organisms alone will heat the heap up – quickly – to 60 °C. Participants will learn and experience what it takes to turn waste and other materials into fertile soil. DIE BODEN SCHAFFT is a young initiative based in Berlin that is focused on new soil science and culture, working on-site to create new soils for living places and democratic knowledge. Martina Kolarek is a biochemist, soil scientist, bio economist, artist and founder of the initiative DIE BODEN SCHAFFT (She who creates Soils). Her book Kompostieren! (engl. Compost!) was published in German by Ulmer (2018) and Le Compost Biologique à chaud – une méthode simple et rapide in French (2019).

DIE BODEN SCHAFFT ist eine junge in Berlin ansässige Initiative, die sich mit neuer Bodenwissenschaft und -kultur befasst und vor Ort arbeitet, um neue Böden für Lebensräume und demokratisches Wissen zu schaffen. Martina Kolarek ist eine Biochemikerin, Bodenwissenschaftlerin, Bioökonomin, Künstlerin und Gründerin der Initiative DIE BODEN SCHAFFT . Ihr Buch Kompostieren! ist in Deutschland 2018 bei Ulmer erschienen und 2019 in Frankreich als Compost Biologique à chaud – une méthode simple et rapide.

F L OAT I N G U N I V E R S I T Y B E R L I N

17

L E S U N G E N 18

C L I M AT E C A R E

A C U R R I C U L U M F O R U R B A N P R AC T I C E

DAILY READINGS 17:00 – 18:00 THURSDAY 1/8 „Should Trees Have Standing? Law, Morality and the Environment“ By Christopher D. Stone Guided by Gilly Karjevsky

FRIDAY 2/8 The Force Majeure: Selected readings on climate change Guided by Teresa Dillon

SATURDAY 3/8 Textures of a Restless Earth: Selected Readings on Water Guided by Elise Hunchuck

SUNDAY 4/8 „This is not a drill - The Extinction Rebellion handbook“, as well as selected „Letters to the Earth“. Guided by members of XR Berlin as part of the XR reading circle.

MONDAY 5/8 “Hydrofeminism: Or, On Becoming a Body of Water” By Astrida Neimanis Guided by Miriam Wistrech, (Laboratory for Aesthetics and Ecology)

TUESDAY 6/8 Introduction to „The Planetary Turn: Relationality and Geoaesthetics in the 20 th Century“ By Amy J. Elias & Christian Moraru Guided by Patricia Reed

WEDNESDAY 7/8 „Can Rocks Die?“ from „Geontologies - A Requiem to Late Liberalism“ By Elisabeth Povinelli

Guided by Sumugan Sivanesan, BIPoC vs. CO2.

THURSDAY 8/8 The Falling Sky - Words of a Yanomami Shaman By Davi Kopenawa and Bruce Albert Guided by Eva-Fiore Kovacovsky and Sina Ribak, Between Us and Nature – A Reading Club

FRIDAY 9/8 „Ocean Sensing and Navigating the End of this World“ By Jennifer Gabrys Guided by Daphne Dragona

SATURDAY 10/8 Climate Care Parasitic Reading Room - a series of re-readings Guided by Rosario Talevi

R E A D I N G S

Täglich um 17.00 Uhr lassen wir das Workshop-Programm am Nachmittag mit einer Lesestunde und Pause ausklingen, bevor das Abendprogramm beginnt. Begleiten Sie Programmkünstler, Aktivisten und Schriftsteller bei der Durchführung von Lesungen von Texten, die für ihre eigene Forschung von Bedeutung sind. Alle Lesungen finden in Englisch statt.

Everyday at 17 .00 , the afternoon cycle of workshops is concluded with an hour of reading and pause before the evenings cycle begins on site. Join program artists, activists and writers as they lead reading sessions of texts relevant to their own research. Readings take place in English.

PROGR AM

F L OAT I N G U N I V E R S I T Y B E R L I N

1 – 1 0 AU G U S T 2 0 1 9

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1/8 THURSDAY

2/8 FRIDAY

4/8 SUNDAY

Co-Hiving ALGENLABOR

5/8 MONDAY

6/8 TUESDAY

Ana Lisa Alperovich

Selina Syed

10/8 SATURDAY

Algenlabor

Algenlabor

Compost Care

Compost Care

Luzie Freitag

Selina Seyed

Katherine Ball Ana Lisa Alperovic h

Skinship

Skinship

Susan Ploetz

DIE BODEN SCHAFFT

Susan Ploetz

Our Coming Plant Community Bird behaviour

DIE BODEN SCHAFFT

Katherine Ball

Tuning-in Sabine Vogel

Das Perennial Institute

Tuning-in Sabine Vogel

PAGE

Floating For Future

9/8 FRIDAY

Ana Lisa Alperovich Katherine Ball

Julien Fargetton

Das Perennial Institute

8/8 THURSDAY

Make Material Make Material Make Material Sense Sense Sense Wasserlabor Wasserlabor Wasserlabor

Alexandra Genis

Ich habe meinen Regenschirm vergessen Die Foodbrücke Deep Care Plant Drawing

7/8 WEDNESDAY

Christian Schwägerl & Hemal Naiks

i-collective

Extinction Rebellion

„Should Trees Have Standing? Law, Morality and the Environment“ By Christopher D. Stone

The Force Majeure: Selected readings on climate change

„This is not a drill Textures of a Restless - The Extinction RebelEarth: Selected Readings lion handbook“ and on Water „Letters to the Earth“

„Hydrofeminism: Or, On Becoming a Body of Water” By Astrida Neimanis

OPENING:

Symbiosfera Symbiosfera Organic Structure Kollektiv Eigenklang

Animal Instinct Animalesque

Nicole Sartirani

Rituals for Collective Self-Care in a Time of Global Collapse Extinction Rebellion

21.00

„Ocean Sensing and Navigating the End of this World“ By Jennifer Gabrys

Climate Care Parasitic Reading Room A series of re-readings

P A U S E

Feast Procedure 20.00

The Falling Sky Words of a Yanomami Shaman By Davi Kopenawa and Bruce Albert

Glacier Soundscape Olivier Gobelet

Weather Writing

Laboratory for Aesthetics and Ecology

Wangari Maathai: intersectional activism for climate care , nature , conservation and black women empowerment

What is Care at Planetary Dimensions? Patricia Reed

An Image of a Bird is an Image of the World

Sabine Vogel + Participants

CLOSING: Footnotes on the Spatial

Christian Schwägerl Hemal Naik

Environmental Personhood Mauricio Corbalan

Water is Life (2018) by Seed

Jet Streams Pinewax

Sumugan Sivanesan Die Gastivists Berlin

Closing Party

Range of sounds

Liquidation

Tuning-in

Way Too Concrete

Rebecca Abena Kennedy-Asante & Imeh Ituen

22.00

Climate Depression Therapy

ABENDS/EVENINGS

19.00

„Can Rocks Die?“ from „Geontologies - A Requiem to Late Liberalism“ By Elisabeth Povinelli

19

18.00

Introduction to „The Planetary Turn: Relationality and Geoaesthetics in the 20 th Century“ By Amy J. Elias & Christian Moraru

9-17 READINGS

We Can be Rebels 17.00

NACHMITTAGS/AFTERNOONS

14.00

3/8 SATURDAY

No Shade

DJ Lehmann

Rachid Moro

PAGE

23.00

23-30

24.00

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C L I M AT E C A R E

A C U R R I C U L U M F O R U R B A N P R AC T I C E

PROGR AM

1 – 1 0 AU G U S T 2 0 1 9

F L OAT I N G U N I V E R S I T Y B E R L I N

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Abends

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C L I M AT E C A R E

A C U R R I C U L U M F O R U R B A N P R AC T I C E

Evenings

Täglich ab 17 :00 Uhr. Alle Veranstaltungen sind offen und kostenlos.

Everyday from 17 :00 . All events are open and free.

PROGR AM

F L OAT I N G U N I V E R S I T Y B E R L I N

1 – 1 0 AU G U S T 2 0 1 9

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Symbiosfera

02.08

19:00-22:00

TALK, DEEP LISTENING, IMPRO JAM

Organic Structure ist ein in Norwegen ansässiger Kunstraum mit Permakultur-Ansatz, der aktivere Landwirte und Gärtner fördern will, die sorgfältig und bewusst einen Ethos der Verantwortung und des Schutzes des Bodens entwickeln.

Cultivating a deep sense of awareness and attunement with surrounding ambience, Symbiosfera – an autonomous and open source interactive map and event based platform for environmental projects around the world to share their musical output – is expanding the symbiotic link between artistic expression and local environments. To raise awareness and gather momentum for its launch this summer, Symbiosfera will be presented through open circle conversations, deep listening sessions and improvisational ambient experimentations. By establishing sustainable havens for nature lovers and nomadic artists to explore, connect and collaborate, Symbiosfera is working to transform music consumerism towards a more sustainable system, where both the listener and the artist have the opportunity to directly support the environment from which the music was inspired. ANIMALESQUE Open to all, these gatherings place PRESENTATION silence and interactive listening at the 03.08 20:30 core of creativity, delicately blurring the boundaries of audience and per- Die Komplexität und der Reichtum der The inherent complexity and richness Tierwelten können nur gewürdigt wer- of animal worlds can only be appreformer. den, wenn unterschiedliche Ansätze, ciated by bringing together a diverSymbiosfera is a platform for environmen- Hintergründe und Fähigkeiten zusam- sity of approaches, backgrounds and tal projects around the world to share their mengebracht werden. Wir glauben, skills. We believe that Animalesque‘s cultural and artistic output. It expands on the dass Animalesques Herangehenswei- approach to our relationship with the symbiotic link between artistic expression se an unsere Beziehung zum Tierreich animal kingdom cannot simply be enand local environments by cultivating awarenicht einfach durch architektonische gaged through architectural frameness and attunement with the surrounding works. On the contrary, a meaningful ambience, encouraging collaborative interac- Rahmenbedingungen umgesetzt werden kann. Im Gegenteil, eine sinnvol- and productive engagement demands tion with all living organisms. le und produktive Auseinandersetzung spaces and conditions where experiOrganic Structure is an artistic practice res- erfordert Räume und Bedingungen, in ments, observations and knowledge idency space with a permaculture approach denen Experimente, Beobachtungen can grow and evolve as the result of located in Norway, looking to foster more ac- und Wissen als Ergebnis einer offe- an open, exploratory attitude towards tive farmers and gardeners who carefully and nen, explorativen Haltung gegenüber nature as it is encountered. What can consciously engender an ethos of responsider Natur wachsen und sich entwi- be learned from the natural world, and bility and guardianship of the soil. how can suitable responses and interckeln können. Was kann aus der Welt gelernt wer- actions be generated in response to its Kollektiv Eigenklang is an audio/visual art collective based in Kassel. From interven- den und wie können nachhaltige Ant- varying logics and demands? tions in public space to intimate shaman- worten und Interaktionen als Reaktiic sound rituals, from workshops in schools on auf ihre unterschiedlichen Logiken Animalesque Ana Zatezalo Schenk, the to magical soundscapes at major music fes- und Anforderungen generiert werden? founder of Sinestezia, a studio that focuses

Kollektiv Eigenklang ist ein audio-visuelles Kunstkollektiv mit Sitz in Kassel. Von Interventionen im öffentlichen Raum bis zu intimen schamanischen Klangritualen, von Workshops in Schulen bis zu magischen Klanglandschaften bei großen Musikfestivals, machen die spielerischen Räume, die Eigenklang schafft, das Publikum von passiven Zuhörern zu spielerischen Musikern und hoffentlich zu einem fantastischen Klangorchester.

Animalesque wurde 2018 von den Architekten Ana Zatezalo Schenk und Jorge Godoy Roman ins Leben gerufen und bildet zusammen mit Sjoerd Krijnen, Erika Mayr und Florentin Steininger den dynamischen Kern von Animalesque. Um die enorme Vielfalt und den Reichtum des Tierreichs Animalesque zu erfassen, müssen sich zahlreiche Experten versammeln: Architekten, Ökologen, Philosophen, Imker, Politiker, Musiker, Ornithologen, Stadtplaner und Aktivisten.

Indem sie ein tiefes Bewusstsein und eine Abstimmung mit dem umgebenden Ambiente fördert, erweitert Symbiosfera - eine autonome und quelloffene interaktive Karten- und Event-basierte Plattform, auf der Umweltprojekte weltweit ihren musikalischen Output teilen können - die symbiotische Verknüpfung zwischen künstlerischem Ausdruck und lokaler Umgebung. Um Bewusstsein zu schaffen und für den Start in diesem Sommer an Fahrt zu gewinnen, wird sich Symbiosfera in offenen Gesprächen, vertieften Hörsessions und improvisierten Ambient-Experimenten vorstellen. Durch die Bereitstellung nachhaltiger Zufluchtsorte für Naturliebhaber und nomadische Künstler, wo diese forschen, sich verknüpfen und zusammenarbeiten können, will Symbiosfera den Musikkonsum in ein nachhaltigeres System verwandeln, in dem sowohl die Zuhörer als auch die Künstler die Möglichkeit haben, die Umgebung, aus der die Musik ihre Inspiration zieht, direkt zu unterstützen. Diese Zusammenkünfte, die offen für alle sind, stellen Stille und interaktives Zuhören ins Zentrum der Kreativität dar und verwischen vorsichtig die Grenzen zwischen Publikum und Künstler. Symbiosfera ist eine Plattform, auf der Umweltprojekte weltweit ihren kulturellen und künstlerischen Output teilen können. Sie erweitert die symbiotische Verbindung zwischen künstlerischem Ausdruck und lokaler Umgebung, indem sie das Bewusstsein und die Abstimmung mit dem umgebenden Ambiente fördert und die Zusammenarbeit mit allen lebenden Organismen begünstigt.

24

Animal Instinct

tivals, the playful spaces Eigenklang create turn the audience from passive listeners into playful musicians and hopefully into a fantastic orchestra of sounds.

C L I M AT E C A R E

on how architecture and technology might disrupt the idea of sustainability; Jorge Godoy, founding partner of GUN Architects and a guest instructor and researcher at the Architectural Association in London, TU Berlin, among others; Sjoerd Krijnen, Dutch architect and teacher with experience in the Netherlands and India; Erika Mayr, gardener, passionate beekeeper and a founder of stadtbienenhonig; and Florentin Steininger, founding partner of S.T.I.F.F. design, an experimental design practice of conceptualizing and self-implementing.

A C U R R I C U L U M F O R U R B A N P R AC T I C E

Collective Self-Care Rituals for Collective Self-Care in a Time of Global Collapse

Range of Sounds

04.08

19:00

Wir befinden uns mitten im sechsten Großen Massensterben und weltweit spüren Lebensgemeinschaften die desaströsen Folgen der Klimakrise. Die Welt um uns verändert sich bereits und was auch immer uns in Zukunft erwartet: Wir wissen, dass unser Leben nicht 03.08 22:00 - OPEN END PARTY so bleiben wird, wie es ist. Wie können wir einer Krise solchen Ausmaßes beDJ Lehmann ist ein Naturforscher, der die DJ Lehmann DJ Lehmann is a natural re- gegnen ohne uns lähmen zu lassen von meiste Zeit auf der Suche nach musikalis- searcher who spends most of his time in a Trauer und Angst? Wie verarbeiten wir chen Raritäten auf Vinyl verbringt, ein Jour- quest for musical rarities on vinyl, a journal- all den Verlust? Wir laden dich ein danalist, der seit 1984 über musikalische Ab­ ist who has written about musical adventures bei zu sein, wenn wir zusammenkomen­teuer schreibt, und ein seit 1988 in Ber- since 1984, and a DJ living in Berlin since lin lebender DJ . Lehmann spielte in Berlins 1988. Lehmann has played Berlin’s legend- men - in Liebe und Wut - um gemeinlegendären Clubs, Bars und Untergrundpro- ary clubs, bars and underground projects in- sam neue Rituale zu schaffen unserer jekten, darunter Festsaal Kreuzberg, Kaffee cluding Festsaal Kreuzberg, Kaffee Burger, Not zu begegnen. Burger, Soulcat, Mysliwska, Club 39 und andere. Vor kurzem hat er mit Valie Dee eine Radiosendung bei reboot.fm gestartet und veröffentlicht weiterhin Mixtapes mit einer Auswahl, die durch die musikalischen Epochen reist und ein Spektrum von Klängen produziert, die von surrealen Landschaften bis zu pulsierender Party-Action reichen und in faszinierende, unvorhersehbare Atmosphären verwoben sind.

Soulcat, Mysliwska, Club 39 and others. He recently started a radio show with Valie Dee at reboot.fm and continues to release mixtapes with selections that reach back through the musical ages, resulting in a range of sounds from surreal landscapes to pulsating party action, interwoven into fascinating, unpredictable atmospheres.

PROGR AM

1 – 1 0 AU G U S T 2 0 1 9

Extinction Rebellion (XR) - Rebellion für das Leben ist eine schnell wachsende weltweite Bewegung für Klimagerechtigkeit. Durch gewaltfreien zivilen Ungehorsam wird Druck auf Regierungen ausgeübt, um die Umsetzung radikaler Maßnahmen gegen die Klimakrise zu erreichen. Für mehr Information und Hintergründe: www.extinctionrebellion.de oder www.rebellion.earth F L OAT I N G U N I V E R S I T Y B E R L I N

WORKSHOPS, READING GROUP

The planet in the midst of the sixth mass extinction and communities around the world are feeling the disastrous effects of climate breakdown. Change is already happening all around, and whatever the future holds, it will be different from the lives we live today. How can we face a crisis of this scale without becoming paralysed by our fear and grief? How do we deal with loss? Join members of Extinction Rebellion as we come together in love and rage to create new rituals to meet our collective needs. Extinction Rebellion is a rapidly growing international climate justice movement. Through non-violent civil disobedience we pressure our governments to carry out the radical changes which are needed in the face of this global climate emergency. For more information please visit: www.extinctionrebellion.de or www.rebellion.earth

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05.08

Wangari Maathai Intersectional activism for climate care, nature conservation, and black women empowerment BLACK INDIGENOUS AND PEOPLE OF COLOUR (BIPOC) ONLY 05.08 19:00-21:00 SCREENING, DISCUSSION

Wangari Maathai (1940 –2011 ) war eine politische, soziale Aktivistin und Ökofeministin aus Kenya und die erste afrikanische Frau, die den Friedensnobelpreis erhielt (2004 ). Sie gründete 1977 das Green Belt Movement, eine indigene Graswurzelbewegung und Nichtregierungsorganisation (NGO ) mit Sitz in Nairobi. Die Bewegung vertritt einen ganzheitlichen Ansatz im Umweltschutz mit der Pflanzung von mehr als 30 Millionen Bäumen in ganz Afrika und gleichzeitiger Gemeinschaftsbildung. Dieser biographische Dokumentarfilm zeigt uns wie unterschiedliche Formen der Unterdrückung miteinander verknüpft sind und wie wir diese bekämpfen können. Wangari Maathais Kraft und Strategien in ihrem Kampf gegen Kolonialismus, Abholzung und Sexismus bleiben inspirierend und mitreißend. Wir diskutieren wie wir uns im Hier und Jetzt mit solchen Formen von Aktivismus auseinandersetzen können. Wie können wir unsere Kämpfe als BIP oC „Black and Indigenous People/Person(s) of Color“ vereinen und unseren Aktivismus intersektionell gestalten? Kommt zu unserer Vorführung von Wangari Maathai: For Our Land (2009 ), einem Dokumentarfilm über Wangari Maathai unter der Regie von Wanuri Kahiu.

Wangari Maathai (1940 –2011 ) was a political, social activist and ecofeminist from Kenya and the first African woman to win the Nobel Prize (2004 ). She founded the Greenbelt Movement in 1977 , an indigenous, grassroots non-governmental organization (NGO ) based in Nairobi. Their work takes a holistic approach towards environmental conservation through the planting of more than 30 million trees throughout Africa while at the same time undertaking community building. This biographical documentary shows us how different forms of suppression are interlinked, and at the same time, shows us how to fight them. Wangari Maathai’s strength and strategies through her fight against colonialism, deforestation and sexism continue to be inspiring and rousing. We will discuss how we can relate to these forms of activism here and now. How can we unite our struggles as BIP oC and make our activism intersectional!? Join us for a screening of Wangari Maathai: For Our Land (2009 ), a documentary about Wangari Maathai, directed by Wanuri Kahiu.

Rebecca Abena Kennedy-Asante hat Naturheilkunde, Naturschutz und Ökologie in Berlin und Potsdam studiert. Neben Pflanzen interessiert sich sich für Bewegungen, die sich für Antirassismus, Feminismus und Umweltschutz einsetzen.

Imeh Ituen studied social sciences and environmental management in Berlin and Indigenous Australian studies in Perth, Australia. She is currently working on the presence of colonial continuity in the environmental and climate crisis.

Imeh Ituen hat Sozialwissenschaften und Umweltmanagement in Berlin und indigene Australienstudien in Perth, Australien studiert. Sie arbeitet derzeit an der Präsenz kolonialer Kontinuität in der Umwelt- und Klimakrise.

Abeni and Imeh are part of a Black/People of Colour Environmental Justice Group in Berlin which deals with sustainability, veganism, environmental and climate justice from Black and PoC perspectives, creating a space for intersectional activism in which BIPoC feel comfortable.

Abeni und Imeh sind Teil der Black/People of Colour Environmental Justice Group in Berlin, die sich mit Nachhaltigkeit, Veganismus, Umwelt- und Klimagerechtigkeit aus der Perspektive schwarzer Menschen und People of Color auseinandersetzt und einen Raum für intersektionellen Aktivismus schafft, in dem sich BIP oC wohl fühlen.

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Rebecca Abena Kennedy-Asante has studied naturopathy, nature conservation and ecology in Berlin and Potsdam. In addition to plants, her special interests are movements that enact antiracist, feminist and environmental protection.

C L I M AT E C A R E

Weather Writing 17:00-21:00

Das Wetter hat uns immer beeinflusst. Das Wetter macht uns, aber wir sind nicht bei jedem Wetter gleich. Die feministische Philosophin Astrida Neimanis erinnert uns daran: „Auch wenn wir in Bezug auf die globale Erwärmung alle im gleichen planetaren Boot sitzen, sitzen wir nicht alle auf die gleiche Weise drin. Der Klimawandel ist zweifellos politisch - aber umso mehr aufgrund dieser ungleichen individuellen und kollektiven Wettererfahrungen.“ Eine verkörperte Erkenntnis erlaubt es uns, die vielen Leben und Welten dieses - unseres - gefährdeten Planeten vorzustellen, um gemeinsam über menschliche und übermenschliche Grenzen hinweg zu bestehen. Ursprünglich von Neimanis entwickelt und von der Autorin Ida Marie Hede und dem Labor für Ästhetik und Ökologie weiterentwickelt, leiht sich „Weathering“ als Praxis Methoden der écriture feminine, des ökologischen Feminismus und der posthumanen Theorie und lädt die Teilnehmer dazu ein, ihre verwitterten Körper zu schreiben, um eine dichteres Verständnis der Ko-Konstitutionen menschlicher und klimaktischer Naturen zu entwickeln. Die Teilnehmer werden meteorologische Fantasien und das Verständnis der Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Wetter stimulieren, indem sie fragen: Wo ist das Wetter? Woran erinnert sich das Wetter? Was vergisst es? Gemeinsam untersuchen die Teilnehmer, wie wir durch die Abstimmung auf das Wetter nachhaltig und ethisch mit den Objekten und Systemen um uns herum umgehen können. Der Workshop steht allen offen, unabhängig von ihrer Erfahrung und früheren Schreibpraxis. Er wird eine Kombination aus Dialog, Schreiben und Teilen sein - bitte seien Sie bereit, zu schreiben und das Schreiben mit der Gruppe zu teilen. Jeder Teilnehmer erhält eine Auswahl kurzer Texte, die er zur Vorbereitung des Workshops lesen kann. Obwohl der Workshop in englischer Sprache abgehalten wird, können alle in jeder Sprache schreiben. Bitte beachten Sie auch, dass Teile des Workshops wetterunabhängig im Freien stattfinden, ziehen Sie sich also bitte entsprechend an! Laboratory for Aesthetics and Ecology ist eine Plattform für planetarische Werdegänge. Das Labor arbeitet mit den verkörperten, theoretischen und politischen Implikationen eines globalen, aber ungleich verteilten Umweltzerstörungsprozesses als Reaktion auf artenreiche Welten, die dringend einer Regeneration und Pflege bedürfen. Wir unterstützen eine Vielzahl von multidisziplinären Veranstaltungen, Ausstellungen, Workshops und Symposien über Landschaften, Disziplinen, Kontexte und Geschichten hinweg, die sich vom ländlichen Raum, über Festivalgelände, Meeresufer, Boote, akademische und Ausstellungsräume und vieles mehr erstrecken. Unsere Methoden sind performativ, experimentell und fließen durch und über Genres hinweg. Unser Ziel ist es, im Gespräch mit vielen Partnern langfristig Wissen zu produzieren und zu verbreiten.

READING GROUP, WORKSHOP

The weather has always affected us. We become with weather, but we do not all weather equally. As feminist philosopher Astrida Neimanis reminds us: “even though we’re all in the same planetary boat when it comes to global warming, we’re not all in it in the same way… Climate change is undoubtedly political – but all the more so because of these uneven individual and collective experiences of the weather.” To build embodied cognition allows us to imagine the many lives and worlds of this – our – endangered planet, to weather together across human and more-than-human lines. Originally developed by Neimanis and further reworked by author Ida Marie Hede and the Laboratory for Aesthetics and Ecology, weathering as a practice borrows methods from écriture feminine, eco feminism and posthuman theory, inviting participants to write their weathered bodies in order to develop a more dense understanding of the co-constitutions of human and climactic natures. Participants will stimulate meteorological imaginaries and understanding of human-weather interrelations by asking: Where is the weather? What does the weather remember? What does it forget? Together participants will investigate how attuning to the weather allows us to relate sustainably and ethically to the objects and systems around us. The workshop is open to everyone no matter their experience and previous writing practice and will be a combination of dialogue, writing and sharing – please be prepared to write and share writing with the group. Each participant will be sent a selection of shorter texts to read in preparation for the workshop. Although the workshop will be held in English, all are welcome to write in any language. Also, please note that parts of the workshop will take place outdoors no matter the weather, so please dress appropriately! Laboratory for Aesthetics and Ecology is a platform for planetary becomings. The laboratory works with the embodied, theoretical and political implications of global, but unequally distributed environmental breakdown in response to multispecies worlds in urgent need of regeneration and care. We facilitate a myriad of multidisciplinary events, exhibitions, workshops and symposia across landscapes, disciplines, contexts and histories spanning from rural spaces, festival sites, ocean shores, boats, academic- and exhibition spaces and more. Our methods are performative, experimental and flow through and across genres. We aim for long durational, cross-pollinating knowledge productions in conversation with many partners.

A C U R R I C U L U M F O R U R B A N P R AC T I C E

An Image of a Bird is an Image of the World What is Care at Planetary Dimensions? ANIMALESQUE

06.08

06.08

19:00 - 20:00

Fürsorge kann nicht mehr exklusiv auf die intime Skala zwischenmenschlicher Beziehung angewandt werden, wenn es um das Leben und die Lebensqualität von über sieben Milliarden Menschen geht - ganz zu schweigen von der notwendige Ausweitung der Fürsorge auf Nicht-Menschen und die biosphärischen Zustände, die Leben unterstützen und einbetten. So gesehen ist Fürsorge komplett mit epistemologischen Projekten (im weitesten Sinne) verwoben, da wir nicht adäquat Sorge tragen können, ohne „bessere Darstellungen der Realität“ zu produzieren, die uns zeigen, wie wir die Fürsorge gestalten. Indem der Begriff der Fürsorge aus der Perspektive verschachtelter Koexistenzskalen betrachtet wird und unter Bezugnahme auf feministische Erkenntnistheorien, stellt dieser Vortrag fest, dass auf diese erweiterte Art und Weise Fürsorge zu lernen, neue Rahmen räumlicher, ethischer und gegenständlicher Bezüge erfordert, die das Konzept transformieren, was „Lage“ oder „Standort“ überhaupt ist, als eine Möglichkeit, „Fürsorge“ im Maßstab des Unbekannten und Unpersönlichen zu verorten. Heute betrifft die Frage der Fürsorge letztendlich das Lernen, wie man sie aus kleinen Welten praktiziert, die in einem Kontinuum der großen Welt eingebettet sind, in dem lokal-globale Beziehungen für das Denken leichter zugänglich werden können, wenn nicht müssen. Patricia Reed ist eine Künstlerin, Autorin und Designerin in Berlin. Ihre aktuellen Texte sind erschienen in e-flux Journal, Making & Breaking, Angelaki 24 , Para-Platforms (Sternberg); Post-Meme (Punctum Books, in Kürze); e-flux Architecture; Xeno-Architecture (Sternberg Press); Cold War Cold World (Urbanomic); und Distributed (Open Editions). Reed ist Mitglied bei Laborier Cuboniks, eine technomaterielle feministische Arbeitsgruppe, deren Xenofeminist Manifesto (2015 ) von Verso Books 2018 neu veröffentlicht wurde und dessen französische Übersetzung 2019 bei Entremonde erscheint. PROGR AM

LECTURE

Care can no longer be exclusively figured at an intimate scale of interpersonal relations when it concerns the life and livability for over 7 billion humans – not to mention the necessary expansion of care to account for non-humans and the biospheric conditions that support and embed life. In this way, care is fully intertwined with epistemological projects (understood in the broadest sense possible), since we cannot adequately care without producing ‘better accounts of reality’ that guide us on how to care. Taking up the notion of ‘care’ from the perspective of nested scales of co-existence and drawing from feminist epistemologies, this talk asserts that learning to care in this expanded way necessitates new frames of spatial, ethical, and representational reference that transform the concept of what ‘location’ or a ‘site’ even is as a way to situate ‘care’ at the scale of the unfamiliar and impersonal. The question of care today ultimately concerns learning how to practice it from smallworlds nested within a big-world continuum, where local-global relationships can, if not must, become more readily accessible to thought. Patricia Reed is an artist, writer and designer based in Berlin. Her recent writings have been published in e-flux Journal, Making & Breaking, Angelaki 24, Para-Platforms (Sternberg); Post-Meme (Punctum Books, forthcoming); e-flux Architecture; Xeno-Architecture (Sternberg Press); Cold War Cold World (Urbanomic); and Distributed (Open Editions). Reed is also part of the Laboria Cuboniks, a techno-material feminist working group whose Xenofeminist Manifesto (2015) was republished by Verso Books in 2018 with the French book translation forthcoming with entremonde in 2019.

1 – 1 0 AU G U S T 2 0 1 9

20:30

Warum gehen Tiere dahin, wohin sie gehen? Wie gehen Tiere dahin, wohin sie gehen? Und wo, warum und wann sterben Tiere? Die Internationale Zusammenarbeit für Tierforschung im All (ICARUS ) ist eine weltweite Zusammenarbeit einer internationalen Gemeinschaft von Wissenschaftlern, die sich für die Untersuchung der Bewegungsmuster von kleinen wandernden Tieren auf der ganzen Welt einsetzen. Durch die Einrichtung einer satellitengestützten Infrastruktur zur Beobachtung der Massenmigrationsbewegungen von Vögeln, Fledermäusen und Meeresschildkröten (um nur einige zu nennen) wird ICARUS eine Erweiterung der verschiedenen Sinne von Tieren darstellen, um eine Art Fernerkundung zu entwickeln und unser Verständnis zu verbessern von globalen Phänomenen wie der Vorhersage von Katastrophen über Tiere, der Übertragung und Ausbreitung von Krankheiten, der Entdeckung unbekannter oder noch nicht beobachteter Migrationen und globalen Veränderungen wie Habitatverschiebungen, Wüstenbildung, Gletscherschmelzen usw. In diesem Vortrag und dem folgenden Gespräch wird ein Verständnis der Bewegung kleiner Lebewesen wie bei ICARUS zu einem Verständnis der Welt, ihrer Ökosysteme und der Politik, die zum Schutz aller Lebensformen erforderlich ist.

Christian Schwägerl ist ein Wissenschafts-, Politik- und Umweltjournalist, der den Klimawandel, den Artenverlust und die Überfischung als Beweis dafür anführt, dass der Mensch seine Rolle als Weltherrscher noch nicht bewältigen konnte. Nach Abschluss seines Studiums an der Deutschen Schule für Journalismus und Biologie schrieb er für die Berliner Zeitung, die FAZ und das SPIEGEL -Bundesamt. Seit 2012 ist er freiberuflicher Journalist und schreibt für GEO , ZEIT Wissen, FAZ , Yale E360 und andere. Er ist Autor von “The Anthropocene” und “Die analoge Revolution”. Hemal Naiks Forschung konzentriert sich auf die Entwicklung von Computer-Vision-Algorithmen für praktische Anwendungen und arbeitet an Konzepten, die in naher Zukunft implementiert werden können, um bestehende Praktiken oder Methoden zu verbessern. Sein Ziel ist es, kostengünstige Computer-Vision-Lösungen für die Überwachung und Erhaltung von Wildtieren zu entwickeln. Hemal promoviert derzeit in der Gruppe “Kollektives Verhalten” am Max-Planck-Institut für Tierverhalten. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Methoden zur Berechnung der 3 D-Haltung von Vögeln aus Videomaterial. F L OAT I N G U N I V E R S I T Y B E R L I N

LECTURE, CONVERSATION

Why do animals go where they go? How do animals go where they go? And where, why, and when do animals die? The International Cooperation for Animal Research Using Space (ICARUS ) is a global collaboration among an international community of scientists who are committed to studying the movement patterns of small migratory animals across the globe. By establishing a satellite based infrastructure to observe the mass migratory movements of birds, bats, sea turtles (to name a few), ICARUS will act like an extension of the various evolved senses of animals, to develop a kind of remote sensing, enhancing our understanding of global phenomena including disaster forecasting via animals, the transmission and spread of disease, the discovery of unknown or notyet-observed migrations, and global changes like habitat shifts, desertification, glacial melts, and so on. In this lecture and the conversation to follow, an understanding of the movement of small creatures will become, like ICARUS , an understanding of the world, its ecosystems and the policies required to protect all forms of life. Christian Schwägerl is a science, politics and environmental journalist who cites climate change, species loss and over fishing as evidence that humans have not yet been able to cope with their role as world ruler. After completing his studies at the German School of Journalism and Biology, he wrote for Berliner Zeitung, FAZ and SPIEGEL Federal Office. Since 2012 he is a freelance journalist, writing for GEO , ZEIT Wissen, FAZ , Yale E360 and others. He is the author of “The Anthropocene” and “ Die analoge Revolution”.

Hemal Naik’s research focuses on developing computer vision algorithms for practical applications, working on concepts which can be implemented in the near future to improve existing practices or methods. His goal is to design low cost computer vision solutions for wildlife monitoring and conservation. Hemal is currently completing his PhD research with Collective Behavior group at the Max Planck Institute of Animal Behaviour, focus on developing methods for computing 3 D posture of birds from video footage.

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Environmental Personhood

Water is Life (2018) by Seed

07.08

21:00-22:30

Seed ist Australiens erstes indigenes Jugendklima-Netzwerk: www.seedmob.org.au. Water is Life ist eine Dokumentation über Aborigines, die im Northern Territory von Australien gegen Fracking kämpfen. Sie lernen von den Brüdern und Schwestern der First Nations in den USA , deren Land frackiert wird und unter den Auswirkungen gieriger Gasunternehmen leidet. Indigene Völker sind an vorderster Front rassischer, kolonialer und umweltbedingter Gewalt ausgesetzt. Jüngste Entwicklungen im Bereich der Hydrofracking-Technologien, gemeinhin als „Fracking“ bezeichnet, haben es ermöglicht, das in den Quellengesteinen enthaltene Gas zu erschließen, und der Industrie erlaubt, neue Quellen von „natürlichem Gas“ zu beanspruchen, jedoch mit erheblichen ökologischen und kulturellen Folgen. Erdgas ist ein nicht erneuerbarer fossiler Brennstoff, der jedoch als Übergangskraftstoff zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft gefördert wird. Deutschland entwickelt Anlagen für den Import von ausgeliefertem Flüssigerdgas aus den USA , Kanada und anderen Ländern. Dies hat Auswirkungen auf die Ausweitung des Fracking in Nordamerika und Australien sowie auf die Zerstörung indigener Lebenswelten. Nach dem Screening folgt eine Diskussion mit Gastivists Berlin, um eine Verbindung zwischen Berlin und dem Northern Territory of Australia herzustellen. Sumugan Sivanesan ist ein antidisziplinärer Forscher, Schriftsteller und Künstler. Oft kollaborativ arbeitend, seine Interessen umfassen Migrantengeschichte und Minderheitenpolitik, Aktivist Medien, Künstlerinfrastrukturen und mehr als menschenwürdige Rechte. Sivanesan promovierte am Forschungszentrum Transforming Cultures an der University of Technology Sydney und führte folgende Arbeiten durch künstlerische Erforschung von Geschichten des Antikolonialismus, der Migrantenpolitik und der Ästhetik in den Bereichen zeitgenössische Kunst. Im Jahr 2016 war er Postdoc an der Universität Potsdam, wo er mit Aktivisten für Klimagerechtigkeit zusammenarbeitete, die sich nach der UN -Klimakonferenz mobilisierten. Konferenz COP21 . www.sivanesan.net Die Gastivists Berlin sind eine neue Klimagerechtigkeitsgruppe, die gegen Erdgasförderung und vor allem gegen den Ausbau von neuer Gasinfrastruktur einsetzt. Sie sehen die Klimakrise und Umweltzerstörung als Teil sozialer Ungerechtigkeiten. Sie kämpfen für Gerechtigkeit jenseits von bestehenden Herrschaftsstrukturen und fordern eine solidarische, klimaneutrale und umweltverträgliche Energieversorgung ohne fossile Energieträger für alle.

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09.08 20:30-21:30

SCREENING AND DISCUSSION

Seed is Australia’s first Indigenous youth climate network: seedmob.org.au. Water is Life is a documentary about Aboriginal communities fighting against fracking in the Northern Territory of Australia. They learn from First Nations brothers and sisters in the US whose lands are being fracked and are suffering the effects of greedy gas companies. Indigenous people are at the frontline of racialised, colonial and environmental violence. Recent developments in hydraulic fracturing technologies, commonly known as ‘fracking’, has enabled the tapping of gas held in source rock and industries to claim new sources of ‘natural gas’, but with significant ecological and cultural consequences. Natural gas is a non-renewable fossil fuel, nevertheless it is being promoted as a transitional fuel towards a low-carbon economy. Germany is developing facilities to import shipped liquified natural gas from the USA , Canada and elsewhere. This has implications for the expansion of fracking in North America and Australia and the destruction of Indigenous life worlds. The screening will be followed by a discussion with Gastivists Berlin to connect the dots between Berlin and the Northern Territory of Australia. Sumugan Sivanesan is an anti-disciplinary researcher, writer and artist. Often working collaboratively his interests span migrant histories and minority politics, activist media, artist infrastructures and more-than-human rights. Sivanesan earned a doctorate from the Transforming Cultures research centre at the University of Technology Sydney conducting artistic-research into histories of anti-colonialism, migrant politics and aesthetics in contemporary art. In 2016 he was a post-doctoral researcher at the University of Potsdam, where he worked alongside climate justice activists mobilising after the UN Climate Conference COP21. www.sivanesan.net The Gastivists Berlin are a new group of the climate justice movement. They concentrate on fighting gas extraction and new gas infrastructure. They see the climate crisis and environmental destruction as part of social injustice. They fight for justice beyond existing power structures and demand a solidarity-based, climate-neutral and environmentally compatible energy supply for all.

C L I M AT E C A R E

Climate Depression Therapy

08.08

19:00-21:00

Wenn wir uns für den Klimaschutz engagieren, sind wir täglich mit den Fakten konfrontiert, dass die Klimakrise real ist und dass unsere Zukunft gefährdet ist. Wir fühlen uns oft besorgt, überwältigt, entmutigt, ängstlich und deprimiert über den Ernst der Situation und die Unermesslichkeit der anstehenden Aufgabe. Um die Symptome des Klimatraumas zu lindern, werden wir uns in einer Sitzung auf bestehende Praktiken und Strategien konzentrieren und neue Wege zur Bewältigung finden, sowie an einer Reihe praktischer Übungen teilnehmen, die es uns ermöglichen sollen, weiterhin produktiv zu sein und auch nach der ökologischen und psychologischen Krise, die wir täglich erleben, positiv zu bleiben.

GROUP SESSION

As we engage in climate care we are faced daily with the facts that climate crisis is real and that our future is endangered. We often feel worried, overwhelmed, discouraged, anxious and depressed by the seriousness of the situation and the immensity of the task ahead. To help relieve the symptoms of climate trauma we will share a session focus on existing practices and strategies and finding new ways of coping, and engage in a set of practical exercises designed to enable us to continue being productive and stay positive in the wake of the environmental and psychological crisis we are experiencing daily.

Tuning-in

09.08 19:00-20:00

Wie klingt es oder sieht es aus oder fühlt es sich an, sich mit der natürlichen Umgebung und untereinander zu verbinden? Indem sie verschiedene Übungen über das Zuhören, die Wahrnehmung und das Bewusstsein absolvieren, werden sich zehn Mitwirkende der Tuning-In-Workshops gemeinsam mit der Flötistin, Performerin, Komponistin und Umweltsoundkünstlerin Sabine Vogel auf die Floating University einstimmen.

Climate Care festival team

Sabine Vogel ist Flötistin, Performerin, Komponistin und Umweltklangkünstlerin. Sie konzentriert sich auf Klang und Improvisation, wobei sie erweiterte akustische und elektronische Techniken einsetzt, um eine persönliche zeitgenössische Sprache für die Flöte zu schaffen. Sie schafft ortsspezifische Arbeiten in natürlichen Umgebungen sowie Konzertinstallationen und Vorstellungen, die mit ihrer Arbeit draußen, im Freien, in Verbindung stehen. Ihre Projekte und Konzerte führten sie durch Europa, Amerika und Australien.

A C U R R I C U L U M F O R U R B A N P R AC T I C E

PROGR AM

Climate Care festival team

PERFORMANCE

What does it sound or look or feel like to connect to the natural environment and to each other? Exploring different exercises of listening, perception, and awareness, ten participatory collaborators from the Tuning-In workshops, alongside flautist, performer, composer and environmental sound artist Sabine Vogel, will tune into the Floating University. Sabine Vogel is a flautist, a performer, a composer and an environmental sound artist. She focuses on sound and improvisation, using extended techniques, acoustic and electronic, to create a personal contemporary language for the flute. She creates site specific work in natural environments as well as concert installations and performances relating to her work outside, in the fields. Her projects and concerts have taken her around Europe, America and Australia.

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Im Jahr 2002 ließ sich die Psychologin und Sozialarbeiterin Beatriz Silvia Mendoza ihr Blut abnehmen und analysieren, um herauszufinden, warum ihr schwindelig war. Sie hatte Blei in ihren Adern, weil sie in einer informellen Siedlung am Ufer des verschmutzten Matanza-Riachuelo Flusses arbeitete und lebte, in der Nähe eines petrochemischen Werks in einer Industriestadt im Umland von Buenos Aires. Sie führte eine Gruppe ihrer Nachbarn in einer Klage gegen die Nationalregierung, die Provinz Buenos Aires, die Regierung der Autonomen Stadt Buenos Aires und 44 Unternehmen wegen Schäden, die durch die Verschmutzung des Flusses entstanden waren. Sechs Jahre später traf der Oberste Gerichtshof eine wegweisende Entscheidung und verurteilte die Bundes- und Kommunalverwaltung, das Einzugsgebiet des Riachuelo Flusses wiederherzustellen. 2008 wurden im benachbarten Ecuador und Bolivien Verfassungstexte ratifiziert, die der Natur, oder „Mutter Erde“, einen rechtlichen Status und Rechte gewährten. Im Jahr 2014 reichte eine Tierschutzvereinigung eine Habeas-Corpus-Petition für Sandra ein, eine in Deutschland geborene Orang-Utan, die in Gefangenschaft im Zoo von Buenos Aires lebte. Die Richterin Elena Amanda Liberatori nahm die Petition an und ging noch weiter, indem sie zum ersten Mal einem Orang-Utan „nicht-menschliche Personenrechte“ gewährte. Ein verschmutzter Fluss und ein gefangener Orang-Utan - beide wurden zu juristischen Maßstäben in einem Kontinent, der unter Militärdiktaturen und dem Verlust riesiger Gebiete gelitten hat. Dies zeigt, dass Umweltund politische Krisen untrennbar miteinander verbunden sind und beide eine fortlaufende Neukonfiguration von Grenzen ausgelöst haben, die sich von Körpern zu Territorien erstreckt, vom Geschlecht zur Spezies, und die unbekannte und unerwartete räumliche und politische Konsequenzen haben wird. Mauricio Corbalan hat Architektur und Städte­ b au an der Fakultät für Architektur und Städtebau der Universität von Buenos Aires (FADU -UBA ) studiert. Er war Mitglied des Kollektivs m777 (1999 -2004 ) und ist seit 2004 Co-Direktor von m7 red, einer in Buenos Aires ansässigen unabhängigen Forschungs- und Aktivismusgruppe, die sich mit der Analyse und Beschreibung komplexer Szenarien befasst. Zuvor baute m7 red im Einzugsgebiet des Matanzas-Riachuelo offene Datenplattformen (2009 -2014 ) und arbeitet derzeit an den räumlichen Konsequenzen von Sandras Deklaration als nichtmenschliche Person. M7 red hat mit Jeanne van Heeswijk, Forensic Architecture, raumlabor und Teddy Cruz zusammengearbeitet. F L OAT I N G U N I V E R S I T Y B E R L I N

LECTURE

In 2002 , Beatriz Silvia Mendoza, a psychologist and social worker, had her blood drawn and tested to find out why she was dizzy. She had lead in her veins from working and living in an informal settlement on the banks of the polluted Matanza-Riachuelo River near a petrochemical plant in an industrial town close to Buenos Aires. She led a group of her neighbours in a lawsuit against the National Government, the Province of Buenos Aires, the Government of the Autonomous City of Buenos Aires, and 44 businesses for damages suffered as a result of the pollution of the river. Six years later, the Supreme Court made a landmark decision, condemning the federal and local governments to restore the Riachuelo River basin. In 2008 , in nearby Ecuador and Bolivia, constitutional texts were delivered that granted legal status and rights to nature, or, “Mother Earth”. In 2014 , an animal rights association filed a habeas corpus petition for Sandra, a German-born orangutan living captive in the Buenos Aires Zoo. Justice Elena Amanda Liberatori accepted the petition and went even further by granting, for the first time, “non-human person” rights to an orangutan. A polluted river and a captive orangutan – both became juridical thresholds in a continent that has suffered military dictatorships and the depletion of vast territories, showing that environmental and political crisis are inextricably linked, and both have triggered a continuing reconfiguration of limits that stretches from bodies to territories, from gender to species, that will have unknown and unexpected spatial and political consequences. Mauricio Corbalan studied architecture and urbanism at the Faculty of Architecture and Urban Design at the University of Buenos Aires (FADU-UBA). He was a member of the m777 collective (1999-2004) and since 2004, he is co-director with Pio Torroja of m7red, an independent research and activism group focused on the analysis and description of complex scenarios based in Buenos Aires. Previously m7red was building open data platforms at the Matanzas-Riachuelo River basin (2009-2014) and currently they are working on the spatial consequences of Sandra’s declaration as a non-human person. M7red has collaborated with Jeanne van Heeswijk, Forensic Architecture, raumlabor and Teddy Cruz.

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Finale

10.08

21:30-24:00

Die Pinewax Squad Deejays - Umglottis, Mowtif und Stute - werden eine Fusion verschiedener Beatstrukturen liefern und synthetische und organische Klänge aus jedem möglichen Klima mischen; von Chicago bis Rio, von Montréal bis Lissabon. Pinewax ist ein kollektiv geführtes Musiklabel. Im Schwarzwald und Quebec verwurzelt, vermischt Pinewax abwechslungsreiche Beatstrukturen mit organischen und synthetischen Sounds aus der ganzen Welt. Egal ob Musik, Produktion, Film, DJ Sets oder Grafik, wichtig ist die Vielfalt von Einflüssen, immer mit einem Gespür für das Besondere, Ungewöhnliche, Bewegende. Als unabhängiges Musiklabel, ist Pinewax eine Plattform für Kunstschaffende die sonst nicht auf Vinyl, auf der Bühne, auf Film oder in der digitalen Welt vertreten wären. Jedes Projekt ist ein gemeinschaftlicher Prozess, bei dem verschiedene Ideen und Gedanken zusammen kommen. Wax steht für vinyl, pine für unsere Wurzeln.

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DJ SESSION

The Pinewax squad deejays - umglottis, mowtif and mare - will serve a fusion of diverse beat structures, mixing synthetic and organic sounds from every possible climate; from Chicago to Rio, from Montréal to Lisbon.

Way Too Concrete ist eine sporadische Veranstaltungsreihe, die Aspekte räumlicher Produktion und Darstellung erforscht. Als die Gründer von Way Too Concrete beobachteten, dass Gespräche oft mit dem fröhlichen Spruch „Ich schicke dir den Link“ endeten, beschlossen sie, all diese flüchtigen, digitalen Fußnoten zu lebhaften Diskussionen zu sammeln und mit einem gleichgesinnten Publikum zu teilen. Der ungezwungene Salon beruht auf Vorführungen und Präsentationen und die Herangehensweise ist spekulativ, persönlich und unterhaltsam: Spezifisch genug um neue Gedankengänge zu inspirieren, aber lose genug, um nicht zu konkret zu werden. Way Too Concrete wird begründet und ausgerichtet von Sandra Bartoli, Architektin und Mitbegründerin der Büros für Konstruktivismus; Fiona Shipwright, Schriftstellerin und Herausgeberin und Gründungsmitglied des &beyond Kollektivs; und Ian Warner, Kommunikationsdesigner und Schriftsteller, Mitbegründer der Designberatung State und Gründer des Online-Magazins Slab Mag.

Pinewax is a collectively run record label; a group of friends who love music and press records. Rooted in the Black Forest and in Quebec, the Pinewax Squad mixes diverse beat structures with organic and synthetic sounds from all over. Whether they are a musician, film maker, deejay, turntablist, producer or graphic artist, its members share a dedication to bringing a diversity of influences to the mix, always with a keen sense for the particular, the different, the moving. Fully independent, the group utilizes this freedom to feature artists that would otherwise not have the chance to be on vinyl, on stage, on film or in the digital world. Each project is thus a cooperative process bringing together different minds and inspirations. The wax stands for the records; the pine for our roots. C L I M AT E C A R E

19:00-21:00

Die Vereinigten Arabischen Emirate planen, Eisberge aus der Antarktis nach Fujairah zu ziehen, um die Bevölkerung mit frischem Trinkwasser zu versorgen. Währenddessen hat der Künstler Olafur Eliasson Eisberge aus Grönland auf öffentlichen Plätzen in London, Kopenhagen und Paris deponiert. Beide Projekte treffen eine Aussage über den Klimawandel, aber während das eine uns einen Eisberg als spektakulären Gebrauchsgegenstand suggeriert, erscheint uns das andere als eine ergreifende Metapher. Diese Sonderausgabe von Way Too Concrete erforscht den Eisberg ausgehend von diesem Spannungsfeld, und richtet den Blick auf die unsichtbaren 90 %, die unterhalb der Oberfläche lauern.

Jet Streams

09.08

Way Too Concrete

A C U R R I C U L U M F O R U R B A N P R AC T I C E

PROGR AM

DISCURSIVE FORMAT

The United Arab Emirates has announced plans to tow icebergs from Antarctica to Fujairah to provide its citizens with fresh drinking water. Meanwhile, artist Olafur Eliasson has been depositing icebergs from Greenland in public spaces in London, Copenhagen and Paris. Both are making a point about climate change, but one seems to be inviting us to perceive the iceberg as a spectacular commodity, and the other as an affecting metaphor. This special edition of Way Too Concrete explores the iceberg from within this field of tension, directing its gaze to the invisible 90 %, lurking just below the surface.

10.08

No-Shade 22.00 - OPEN END

Way Too Concrete is a sporadic event series exploring aspects of spatial production and representation. Observing how conversations often ended with the cheery refrain, “I’ll send you the link”, the creators of Way Too Concrete decided to gather together all those tangential, digital footnotes to lively discussions, and share them with like-minded audiences. The freewheeling salon is based around screenings and presentations and the approach is speculative, personal and entertaining: specific enough to inspire new trains of thought, but loose enough to avoid becoming way too concrete. Way Too Concrete is created and hosted by Sandra Bartoli, architect and cofounder of the Büros für Konstruktivismus; Fiona Shipwright, writer and editor and founding member of the &beyond collective; and Ian Warner, communication designer and writer, cofounder of the design consultancy State and founder of online magazine Slab Mag.

NO SHADE ist ein Clubnacht- und DJ -Trainingsprogramm für weibliche, trans- und nicht-binäre DJ s mit Sitz in Berlin. In Zusammenarbeit mit ACUD MACHT NEU entwickelt und finan-

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F L OAT I N G U N I V E R S I T Y B E R L I N

ziert vom Music Board Berlin, sind zwei bestätigte und bezahlte Slots in jeder NO SHADE -Party für die Teilnehmer des Trainingsprogramms reserviert. Jede Party-Besetzung besteht aus zwei NO SHADE -DJ s, einem erfahrenen lokalen DJ und einem bekannten Headliner. Die beiden Slots umfassen ein einmonatiges Schulungsprogramm, um ein angenehmes Erlebnis zu gewährleisten. Das Programm lehrt DJ ing vorrangig mit dem CDJ 2000NXS und umfasst Live-Lernprogramme für Hardware und Software, private Übungsstunden, grundlegende musiktheoretische Kenntnisse, nützliche technische Kenntnisse sowie die Partnerschaft der Teilnehmer mit Mentoren, die Tipps, Tricks und persönliche Erfahrungen teilen können.

CLOSING PARTY

NO SHADE is a club night and DJ train-

ing programme for female, trans and non-binary DJ s based in Berlin. Developed in collaboration with ACUD MACHT NEU and funded by Music Board Berlin, two confirmed and paid slots are reserved in every NO SHADE party lineup for those in the training programme. Each party lineup features two NO SHADE DJ s, an experienced local DJ and one well-known headliner. The two slots come with a one-month training programme to ensure a comfortable experience and is focused on DJ ing using CDJ -2000NXS and includes live hardware and software tutorials, private practice sessions, basic music theory knowledge, useful technical knowledge as well as partnering those selected with mentors who share tips, tricks and personal experiences.

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ZABRISKIE bookshop

Öffnungszeiten / Opening Hours 01.08 / 17.00 - 22.00 02.08 / 17.00 - 21.00 03.08 / 17.00 - 21.00 06.08 / 17.00 - 21.00 07.08 / 17.00 - 21.00 09.08 / 17.00 - 21.00 10.08 / 17.00 - 22.00

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C L I M AT E C A R E

A C U R R I C U L U M F O R U R B A N P R AC T I C E

Zabriskie ist ein spezialisierter Buchladen mit einem Fokus auf Phänomenen der Sub/kultur und der Natur, und Büchern auf deutsch und englisch. Er ist fast wie eine private Bibliothek – weil wir nur Bücher präsentieren, die wir persönlich schätzen und mögen. Ihr könnt ungewöhnliche Publikationen finden aus den Bereichen Naturgeschichte, Nature Writing, Ökologie und Nachhaltigkeit; Gärtnern, Selbstversorgung und DIY; Underground-Musik und -Filme; utopische Ideen und alternative Lebensmodelle; Kleinst-Verlage und Künstlerpublikationen; Müßiggang und Langsamkeit; Rausch und Bewußtsein; Gehen, Reisen und Orte; Essays zu philosophischen und gesellschaftlichen Themen; Gegenkulturelle Bewegungen; seltsame und okkulte Phänomene; fantastische, eigenartige und experimentelle Fiktion.

Zabriskie is a specialised bookshop with a focus on sub/cultural and natural phenomena. It is almost like a private library – because we only present books that we personally value and like. You can find extraordinary things from the fields of natural history, nature writing, ecology and sustainability; gardening, self-sufficiency and DIY ; underground music and film; utopian ideas and alternative ways of living; small press and artist publications; idleness and slowness; drugs and consciousness; walking, travelling and places; essays on philosophical and social issues; countercultural movements; strange and occult phenomena; fantastic, weird and experimental fiction. A temporary bookshop will manifest on-site for the duration of the Floating University.

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Floating University Workshop

Greenhouse Classroom Spülküche

Rafts

Onsen

Urban Forest

Toilets

Iceberg

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PROGR AM

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Information

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C L I M AT E C A R E

A C U R R I C U L U M F O R U R B A N P R AC T I C E

Adresse Lilienthalstraße 32 , 10965 Berlin-Kreuzberg. Erreichbar zu Fuß in 10 Minuten vom U-Bahnhof Südstern oder direkt mit dem Bus 104 , Haltestelle: Friedhöfe Columbiadamm

Address Lilienthalstraße 32 , 10965 Berlin-Kreuzberg 10 min walking distance from underground train station U-Südstern or directly with the bus 104 , station: Friedhöfe Columbiadamm (Berlin)

Öffnungszeiten 1 . - 10 . August 2019 , Täglich, 14 :00 - 22 :00 Uhr

Opening hours August 1 - 10 , 2019 , daily from 14 :00 - 22 :00

Anmeldung Für die Teilnahme an Workshops melde dich bitte unter der folgenden E-Mail Adresse an: [email protected] Die Anzahl der Plätze ist limitiert. Der Workshop Betrag wird im Immatrikulationsbüro vor Ort bar bezahlt.

Registration Please register for participation to workshops via e-mail: [email protected] The number of participants is limited. The workshop fee will be paid in cash at the Immatrikulation office on site.

Preise Workshops: 10 /5 € inkl. MwSt Workshops für Kinder und Jugendliche: Frei Der Eintritt vor Ort ist auf Spendenbasis.

Prices Workshops: 10 /5 € incl. VAT Workshops for kids and teenagers: The Entry to the site is based on a donation.

Dabei sein Während der Öffnungszeiten könnt ihr die Floating University kostenfrei besuchen – auch wenn ihr einfach nur einen Spaziergang machen möchtet. Die Workshops im Rahmen des Climate Care Programs sind offen für alle Interessierten.

How to participate The Floating University is open to everybody during opening hours, also if you just want to stroll around. The workshops within the Climate Care Program are open to everybody interested.

Kontakt @floatinguniversity [email protected] floatinguniversity.org

Contact @floatinguniversity [email protected] floatinguniversity.org

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FLOATING UNIVERSITY e.V. Vorstand / Board: Benjamin Foerster-Baldenius, Carla Kienz, Dr. Katja Szymczak CLIMAT

CARE

Kuratorinnen / Curators: Gilly Karjevsky & Rosario Talevi Programm-Mitarbeit / Programme Associate: Carla Kienz Produktion / Production: Teresa Huppertz Architektur / Architecture: Florian Stirnemann Projektentwicklung / Outreach & Development: Benjamin Foerster-Baldenius Programm-Assistenz / Programme Assistants: Serena Abbondanza, Jeanne Astrup-Chauvaux, Sarah Bovelett, Ronja Schratzenstalle Buchhaltung / Bookkeeping: Nina Klöckner Bauleitung / Construction management: Malin Mohr Bauteam / Building Team: Aghate Beierholm, Alexander Rafter, Alizée Serazin, Ashmi Mridul, Ayaka Ishikawa, Benjamin Frick, Bozkurt Ceugiz Yasiu, Candice Brun, Celestine Peuchet, Ceola Tunstall-Behrens, Charlotte Peter, Chong Jin Chen, Corinna Esau, Eleanor Peres, Julien Fargetton, Felix Wierschbitzki, Flora Lechner, Helen Milne, Jan Schlake, Jan Theiler, Juliette Kaminski, Kristina Reed, Lorenz Kuschnig, Monica van Wingerde, Miguel Guevara, Marina Kuck, Mai Ta, Leslie Ranzoni, Lena Frank, Livia Walicer, Lydia Hwang, Maria Mellado, Masayoshy Waku, Meghan Clarke, Natalia De León Hernández, Niall Iceville, Noelle van den Dunegn, Pete Fung Ho Ching, Richard Thomas Fairley, Robert Fobbe, Sabine Rosemann, Samuel Boche, Sjoerd Krijnen, Theresa Lohse.

Mitglieder / Members: Andrea Hofmann, Anna Kokalanova, Alexis de Raphelis, Beatrice Davies, Benoît Verjat, Dorothee Halbrock, Florian Stirnemann, Gilly Karjevsky, Joanne Pouzenc, Jeanne Astrup-Chauvaux, Jöran Mandik, Katherine Ball, Kerem Halbrecht, Laura Raber, Lorenz Kuschnig, Markus Bader, Martin Kaltwasser, Rosario Talevi, Sabine Zahn, Sarah Bovelett, Sophia Tabatadze, Stefan Kreft, Teresa Huppertz. Die Floating University Berlin wurde von raumlabor-berlin initiiert. Seit Dezember 2018 besteht der gemeinnützige Verein Floating University e.V. aus 27 Mitgliedern, die den Ort verwalten, pflegen, betreuen und hybride Lernformen erforschen. / Floating University Berlin was initiated by raumlabor-berlin. Since December 2018 a non-profit association Floating University e.V. was formed consisting of 27 members that manage, maintain, take care of the site and explore hybrid learning formats. Anmerkung: Die Floating University wird in Zukunft nicht mehr University heissen, da dies eine Ordnungswidrigkeit nach §135 Berliner Hochschulgesetz ist. Der Floating University e.V. wird am 8 .8 . einen neuen Namen beschliessen. Bitte lasst eure Vorschläge am Immatrikulationsbüro. / Note: The Floating University will no longer be called University as this is a regulatory offense. The Floating University Assembly is looking for a new name. Please leave your suggestions at the Immatriculation Office. Gefördert durch / Funded by: Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Raumteam / Space Team: Anna Wentritt, Stefan Klopfer Florian Kurzenberger, Elena Lochore-Ward, Yoni Carnice Sabine Rosemann, Raphael Huber Dimitris Mitso With special gratitude to Stefan Klopfer & Monica van Wingerde Gartenteam / Garden Team: Laureen Hünig, Lorene Gösele, Sarah Yaparsidi, Nina Peters Kochkunst / Art of Cooking: tddblog.com Getränkekunst / Art of Drinking: Hannah Lu Verse Grafikdesign / Graphic Design: Roman Karrer Fotografie / Photography: Lena Giovanazzi Videodokumentation / Video Documentation: ATLAS /STUDIO

Mit freundliche Unterstützung von / Sponsored by: Ökotopia & Sonett

Lektorin / Copy-Editing: Elise Hunchuck, George Kafka Übersetzung / Translation: Constantin Abbondanza, Jöran Mandik Bilder / Images: Lena Giovanazzi, Katherine Ball, Roman Karrer Schriften / Typefaces: Floating Mono, Nimbus, CMU Typewriter Druck / Print: Megadruck.de Zweite Auflage / Second Edition: 1000 Ex.

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FLOATING UNIVERSITY BERLIN