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Warum? 6 Akquisitionen: Darum passen Firmen in unser Portfolio. 14 Kompetenzen bündeln: Darum spannen die. BKW und Arnold in Delémont zusammen.
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BKWorld

Ausgabe 1/2019

Das Magazin für Mitarbeitende

Warum? 6 Akquisitionen: Darum passen Firmen in unser Portfolio 14 Kompetenzen bündeln: Darum spannen die BKW und Arnold in Delémont zusammen 16 KKM: Das Darum ist bekannt, aber wie legen wir das KKM still?

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INHALT

14 Kompetenzen bündeln

Die BKW und Arnold gemeinsam unter einem Dach in Delémont

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Stilllegung KKM

Abschalten. Aber richtig!

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Wir sind BKW

Leidenschaft für Planung

EDITORIAL

4 Highlights

News aus der BKW Welt 6 Akquisitionen

«Wir schauen genau auf die Führung. Der Faktor Mensch ist entscheidend.» 8 Firmenportrait IWM AG

«Wir spielen nun in der Champions League der Materialprüfung» 9 BKW Insights



Im Dialog mit der Politik

10 Interview Mathias Prüssing



«Das ist ein knallhartes Business»

11 Kolumne

Wieso? Weshalb? Warum?

12 Wettbewerb

Frag immer erst: Warum? 12 Markenharmonisierung

Aus der Arnold-Gruppe wird die BKW Infra Services

Liebe Kolleginnen und Kollegen Langfristiger Unternehmenserfolg setzt überdurchschnittliche Leistungen der Mitarbeitenden in allen Unternehmensbereichen voraus. So weit, so klar. Trotzdem ist die Frage nach dem Warum damit nicht beantwortet. Woher kommt die Motivation, Ausserordentliches zu leisten? Ich persönlich nehme meinen Antrieb stark aus dem sichtbaren Erfolg der BKW. Zu sehen, wie die BKW sich entwickelt, wie unsere Mitarbeitenden ihr Potenzial umsetzen, motiviert mich. Kontinuierliches Lernen bedeutet, stetig weiterzukommen und zu wachsen. Motivation ist individuell. Was uns aber alle motiviert, ist die Antwort auf die Frage «Warum?». Denn wenn die Antwort darauf für uns persönlich Sinn ergibt, werden wir uns einsetzen, um dem Stillstand zu trotzen und weiterzukommen. Ich motiviere Sie, sich und Ihrem Umfeld die Frage nach dem Warum öfter zu stellen. Ich bin überzeugt, dass die Antworten darauf Aufschluss über die Relevanz gewisser Aufgaben geben und uns weiterbringen.

«Ich motiviere Sie, sich und Ihrem Umfeld die Frage nach dem Warum öfter zu stellen.» In der ersten Ausgabe des BKWorld in diesem Jahr gehen wir der Frage nach dem Warum in unterschiedlichen Bereichen nach. Warum Sie das lesen sollten? Weil es hilft, die BKW und ihre Motivation zu verstehen, und zeigt, wie wir uns entwickeln und dass Sie dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Viel Spass beim Lesen!

17 [email protected]

Gute Ideen sind gesucht! Suzanne Thoma, CEO BKW

Wenn Sie dieses Symbol sehen, finden Sie mehr zum Thema online. Geben Sie den angegebenen Link in Ihrem Browser ein, um zur gesuchten Seite zu gelangen (BKW Netzwerk für gewisse Beiträge erforderlich).

Titelseite: Turgut Özgür, Abteilungsleiter Lüftung, Schmid Amrhein AG, Luzern Herausgeberin: BKW AG, Group Communications, Viktoriaplatz 2, 3013 Bern E-Mail: [email protected] Telefon: +41 79 932 90 57 Fotografen: Stephan Bögli, CERN, Mitarbeitende BKW Gestaltung und Layout: IN FLAGRANTI COMMUNICATION, 55 weeks Redaktionsleitung: Katja Bauder Redaktionsteam: Katja Bauder, Julie Bourquin, Barbara ­Butscher, Pia Guggenbühl, Tobias Habegger, Sabrina Schellenberg, Andreas Schmidt, Philipp Tinguely, Stefanie Uwer

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HIGHLIGHTS

Damit die Teilchen auch künftig ungehindert beschleunigen Die Arnold AG hat einen dreijährigen Rahmenvertrag mit dem CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung, abgeschlossen. «Arnold ist stolz, einen Beitrag zum reibungslosen Betrieb eines weltweit einzigartigen Labors zu leisten», bemerkt Cédric Favrod,

Bereichsleiter Energie & Verkehr. Arnold liefert und montiert Mittel- und Hochspannungskabelzubehör für Projekte zur Infrastrukturerneuerung. Im Falle eines technischen Ausfalls bietet Arnold auch einen 24-Stunden-Service an.

Die Hirntrans­plantation in der ZLS Den gesamten Netzbetrieb überwachen, Störungen bearbeiten und kommunizieren oder auch Daten für Dritte sammeln und aufbereiten: Das Betriebsführungssystem ist das Hirn der Zentralen Leitstelle (ZLS) und der gesamten BKW Netze. Fällt dieses aus, geht im Versorgungsgebiet nicht mehr

viel. Das bestehende System ist bereits zehnjährig. Nun ersetzt ein Team der Netze dieses Hirn – unter vollem Betrieb. Wie das Team dieses Kunststück schafft, lesen Sie im ausführlichen Beitrag. Weitere Infos: www.bkw.ch/hirntransplantation-zls

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Wer Wind sät, wird Strom ernten

Ein neues Zuhause für die Fans Die Fans des Fussballclubs Karlsruher SC werden sich freuen. «Das Runde muss ins Eckige», heisst es ab Mitte Mai 2022 im neuen Stadion. Möglich macht es unter anderem die ASSMANN BERATEN + PLANEN AG von BKW Engineering. Brisant: Der Bau wird unter laufendem Spielbetrieb erfolgen. Konkret heisst das, dass 15’000 Fans auch während des Baus das Stadion besuchen können. Akribische Planung ist somit das A und O. Das neue Stadion bietet Platz für über 34’000 Zuschauer.

BKW Building Solutions wächst weiter Gebäudetechnik nimmt eine zentrale Rolle ein – in der Gesellschaft und auch bei uns in der BKW. Wir ergänzen den Kompetenzbereich BKW Building Solutions mit neuen Firmen und deren Kompetenzen. Wir freuen uns über die neuen Firmen in unserem Netzwerk: Elektro: –– Elektro Naegelin AG –– Elektro Handschin AG –– Elektro Valet AG –– Werner Electro AG –– Elektro Winter AG –– Wymann Elektro AG Weitere Infos: www.gebaeudetechnikgruppe.ch

HLKS: –– E3 HLK AG –– Kurz Heizungen AG –– Jaggi & Rieder AG –– WAB Technique S.à.r.l. Herzlich willkommen in der BKW Familie.

Diesen März hat die BKW das erste Windkraftwerk in Norwegen in Betrieb genommen. Die 15 Windturbinen in der Gemeinde Marker im Südosten des Landes werden an die 193 Gigawattstunden Strom pro Jahr produzieren. Das entspricht dem jährlichen Energiebedarf von rund 43’000 Schweizer Haushalten. Mit einer Nabe auf 142 Metern Höhe und 68 Meter langen Rotorblättern handelt es sich um die imposantesten Turbinen auf norwegischem Boden.

Die BKW macht’s möglich! «Die BKW macht’s möglich» – unter diesem Motto steht unsere Videoserie 2019. In Kurzspots beleuchten wir Lösungen aus unseren fünf Kompetenzfeldern. Den Auftakt hat im März der Kurzspot zu einem Blockheizkraftwerk gemacht, hinter dem Leistungen der Firma Lutz Bodenmüller AG stecken – eines Unternehmens innerhalb der BKW Building Solutions. Weitere Infos: www.bkw.ch/loesungen

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AKQUISITIONEN

«Die Frage nach der Nachfolgeregelung ist oft ein Grund dafür, dass jemand sein Unternehmen verkaufen will. Wir sind als Schweizer Konzern mit internationaler Ausrichtung eine attraktive Käuferin.»

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«Wir schauen genau auf die Führung. Der Faktor Mensch ist entscheidend.» Warum verkauft jemand seine Firma an die BKW? Warum geht die Wachstumsstrategie weiter? Woher weiss Christian Pfab, Leiter Mergers & Acquisitions, wie hoch der Kaufpreis sein darf? BKWorld hat ihn gefragt.

sofort in die Karibik möchte, ist herausfordernd. Der Erfolg im Dienstleistungsgeschäft lebt von den Menschen und diese Menschen sind für eine nachhaltige Entwicklung von grosser Bedeutung.

BKWorld: Warum kauft die BKW regelmässig ­Firmen auf? Christian Pfab: Die BKW muss neue Geschäftsfelder finden, da sich das klassische Energiegeschäft gewandelt hat. Die Dienstleistungsmärkte aber, in denen wir tätig sind, sind sehr attraktiv und zukunftsfähig. Deshalb kaufen wir vorwiegend Firmen, die im Dienstleistungs­ bereich tätig sind.

Wie ermittelst du den passenden ­Kaufpreis? Wir schauen zum einen auf den Marktpreis. Doch Preis und Wert sind zwei verschiedene Sachen. Der Preis ist das, was ich bezahle. Der Wert ist das, was ich daraus mache. Zudem muss der Preis auch für den Inhaber stimmen. Denn dieser muss mit uns nach dem Verkauf in die gleiche Richtung gehen und das Unternehmen in unserer Gruppe weiterentwickeln.

Warum verkauft jemand seine Firma an die BKW? Die Marktentwicklung, die Digitalisierung und die zunehmende Komplexität in der Dienstleistungsbranche fordern Einzelfirmen heraus. Ein Unternehmensnetzwerk ist hier im Vorteil, denn so profitieren einzelne Unternehmen von der Kraft eines Konzerns. Weiter ist die Frage nach der Nachfolgeregelung oft ein Grund dafür, dass jemand sein Unternehmen verkaufen will. Wir sind als Schweizer Konzern mit internationaler Ausrichtung auch eine attraktive Käuferin.

Welche Kriterien entscheiden, wer in ­unser Netzwerk passt? Ein wichtiges Element ist sicherlich die Profitabilität. Darüber hinaus muss ein Übernahmekandidat eine vorwärts gerichtete Strategie haben, ein positives Image und eine gute Position im Markt. Wir schauen dabei auch sehr genau auf die Führung. Der Faktor Mensch ist entscheidend.

«Der Preis ist das, was ich bezahle – der Wert, was ich daraus mache.» Woran erkennst du, dass ein ­Unternehmen nicht zu uns passt? Wir suchen primär keine Firmen, bei denen es schon kriselt und die durch uns Aufschwung und eine positive Wendung erwarten. Die Zahlen, also der Profit, muss stimmen. Was auch nicht passt: Unternehmen, die ihre Nachfolge verschlafen haben. Ein 71-jähriger Patron, der es 15 Jahre lang verpasst hat, sich um seine Nachfolge zu kümmern, und der nach dem Verkauf

Warum geht unsere Wachstumsstrategie weiter? Der Markt bietet spannende Opportunitäten. Im Bereich der Gebäudetechnik haben wir heute erst ein bis zwei Prozent Marktanteil. Unsere Gesellschaft, die Schweiz und Europa haben sich mit der Energiewende grosse Ziele gesetzt. Um diese zu erfüllen, braucht es starke Player, die vorangehen. Die BKW hilft mit, gesellschaftliche Pro­ bleme zu lösen, und bietet als Netzwerk Lösungen für eine lebenswerte Zukunft.  Das vollständige Interview: www.bkw.ch/pfab

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FIRMENPORTRAIT

BKW ENGINEERING

«Wir spielen nun in der Champions League der Materialprüfung»

Prüfen, bis es reisst: Theo Wenger, Geschäftsführer IWM AG

Helm an Helm stehen wir da, viel zu dicht gedrängt. Die Skischuhe klappern und es riecht nach verschwitzter Funktionswäsche. Alle fragen sich: Warum tue ich mir das an? Warum lassen die so viele Menschen in diese Gondel? Und wie sollen Gondel und Drahtseil dieses ganze Gewicht halten? Ganz einfach: Weil das Material geprüft ist. «Also ich würde am liebsten nur in eine Gondel mit dem IWMPrüfkleber steigen», schmunzelt Theo Wenger. Kein Wunder: Er ist Geschäftsführer der IWM AG, des Instituts für technische Sicherheit – eines Betriebs mit zwölf Mitarbeitenden, je nach Saison unterstützt durch drei bis vier weitere. IWM prüft seit 45 Jahren Bergbahnen, vom Bügel- über den Sessellift bis zur grossen Gondelbahn – und zwar jedes Einzelteil: das Tragseil, die Klemme, mit der sich die Gondel am Seil festhält, und die Gondel selbst. Schauen – prüfen – reparieren «Mit unseren Prüfmethoden finden wir jede Schwachstelle oder Beschädigung eines Teils. Entdecken wir ein Sicherheitsrisiko, so prüfen wir das Teil direkt vor Ort oder in unserem Labor in Monthey. Sind der Schaden und damit das Risiko zu gross, empfehlen wir, das Teil zu ersetzen», sagt Theo Wenger.

Geprüft wird bei IWM mittels diverser Methoden. «Die erste Prüfung findet immer visuell statt. Unser geschultes Auge sieht häufig, ob ein Einzelteil Risse hat oder deformiert ist.» Je nach Befund geht es danach direkt in die Reparatur oder in die Detailprüfung. Dann kommen zerstörende oder zerstörungsfreie Methoden zum Zuge. Zerstörungsfrei ist die Methode dann, wenn die Prüfperson Schäden beispielsweise per Ultraschallgerät oder Magnetpulverprüfung sucht. «Wenn wir ein Tragseil einer Seilbahn prüfen, testen wir die maximale Zugkraft – und zwar bis es reisst. Dann sind wir im zerstörenden Bereich», sagt Theo Wenger. Pro Jahr prüft IWM bis zu 180 Drahtseile mit dieser Methode.

«Unser geschultes Auge sieht häufig, ob ein Einzelteil Risse hat oder deformiert ist.» Das BKW Netzwerk im Rücken Seit November 2018 gehört IWM zu BKW Engineering. Theo Wenger ist froh, nun die BKW im Rücken zu haben. Einerseits, damit seine Nachfolge nach der Pensionierung geregelt ist. Andererseits, weil IWM dadurch umfassendere Lösungen anbieten kann, beispiels­ weise mit den Prüfern des KKM. «Mit ihnen zusammen spielen wir in der Champions League der Materialprüfung.»  Weitere Infos: www.iwm.ch

BKW INSIGHTS

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Im Dialog mit der Politik Welchen Mehrwert bringen Communitys für Firmen? Pia Guggenbühl, Head Public Affairs bei der BKW, erklärt anhand der neuen BKW Insights Community, weshalb das Unternehmen auf die Stärken von Vernetzung und Dialog setzt – auch in der Politkommunikation.

Die BKW ist als privatrechtlich organisierte, börsenkotierte Aktiengesellschaft konsequent marktund kundenorientiert. Die erste Etappe der Strommarktöffnung für Grosskunden ist mit der Energiestrategie 2050 erfolgt. Doch die Rahmenbedingungen sind nach wie vor stark reguliert. Umso wichtiger ist – notabene vor dem Hintergrund der zweiten Etappe der Strommarktöffnung bis hin zum heute gebundenen Endkunden – der Dialog mit der Politik. Um diesen Dialog kümmert sich bei der BKW das Team Public Affairs. «Facebook, Twitter, Instagram, YouTube – mit Social Media haben Communitys stark an Bedeutung gewonnen», sagt Pia Guggenbühl. Sie ist seit September 2018 Head Public Affairs der BKW und damit verantwortlich für die politische Kommunikation des Unternehmens. «Innerhalb von Communitys vernetzen sich Menschen, die dieselben Interessen verfolgen. Dieser Gedanke leitet uns auch offline – mit Blick auf die Politik.» Verstärkte Information und Vernetzung Neu kommt deshalb zum Issue Monitoring, also zu der politischen Beobachtung und Analyse sowie dem regelmässigen Austausch mit Politik, Behörden und Verbänden, das vierteljährliche Infomailing BKW Insights hinzu (siehe Box). «Unser Ziel ist es, mit Fachwissen als glaubwürdige Kompetenzträgerin aufzutreten – daher der Begriff – und treue BKW Follower in der Polit-Community zu gewinnen», sagt Pia Guggenbühl. Ebenfalls neu bietet Public Affairs unter dem Namen BKW Insights Community eine Vernetzungsplattform für diejenigen Mitarbeitenden, die sich nebenberuflich in politischen Ämtern engagieren. Teil dieser Community sind auch Mitarbeitende, die sich für die BKW Gruppe auf politischer Ebene engagieren und das Unternehmen offiziell vertreten, beispielsweise als Vorstandsmitglied, in Arbeitsgruppen, Kommissionen oder Verbänden. «Hier kommt enorm viel politische Kompetenz zusammen», sagt Pia Guggenbühl. «Mit der Plattform ermöglichen wir

Pia Guggenbühl und Lea Naon von Public Affairs

einen für das Unternehmen wichtigen Wissens- und Erfahrungsaustausch.» Die Community steht all jenen BKW Mitarbeitenden offen, die ein offizielles politisches Mandat ausüben, beispielsweise als Gemeinderatsmitglied oder als Vertretung im Parlament, oder die Interessen der BKW im Kontakt mit der Politik vertreten. 

BKW im Dialog mit der Politik Die Positionen der BKW sollen in der politischen Arena verstärkt Gehör finden. Deshalb adressiert Public Affairs sie neu vierteljährlich bei den politischen Exponenten unter dem Titel BKW Insights. Die Informationen stehen allen interessierten Mitarbeitenden ­offen und können abonniert werden: www.bkw.ch/bkwinsights

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INTERVIEW

«Das ist ein knallhartes Business» Warum setzt BKW Building Solutions auf digitale Vernetzung? Welche Herausforderungen bringt es mit sich, wenn kleine Firmen auf einen Konzern treffen? BKWorld traf Mathias Prüssing, Unternehmensleiter BKW Building Solutions, zum Interview.

Einige Firmen sind aus Gründen der Nachfolgeregelung zum Netzwerk gestossen. Was sind die grössten Herausforderungen dabei? Bereits bei der Akquisition setzen wir uns mit diesem Thema intensiv auseinander. Der von den Geschäftsführern aufgebaute Wert der Geschäftsbeziehungen ist enorm wichtig für den weiteren Erfolg. Wenn immer möglich, versuchen wir die Nachfolge in den eigenen Reihen zu suchen.

«Das Unternehmertum hat massgeblich zum Erfolg unserer Firmen beigetragen. Das dürfen wir nicht zerstören, indem wir ihnen eine Konzern­struktur aufdrücken.»

Wie bringen Sie bei Building Solutions die Kultur eines Konzerns und diejenige von KMU unter einen Hut? Es ist eher die Frage, wie sie optimal koexistieren können. Das Unternehmertum hat massgeblich zum Erfolg unserer Firmen beigetragen. Das wollen wir nicht zer­ stören, indem wir ihnen eine Konzern­ struktur aufdrücken. Deshalb versuchen wir, die Vorteile des Konzerns, wie die Stabilität und die Grösse, zu nutzen und das Unternehmertum zu stützen. BKWorld: Wie würdest du BKW Building Solutions ganz kurz beschreiben? Mathias Prüssing: Lokal verankert, digital vernetzt – gemeinsam unschlagbar. Trägt die Zusammenarbeit im Netzwerk schon Früchte? Wir haben grosse Fortschritte gemacht und konnten einige Erfolge verbuchen, wie zum Beispiel den Auftrag für das Projekt Wolkenwerk in der Region Zürich und weitere Projekte, die wir dank des wachsenden Netzwerks gewonnen haben. Daran wachsen wir und entwickeln uns laufend weiter.

Du selbst warst bis vor eineinhalb Jahren Leiter Markt bei der BKW. Welches sind die grössten kulturellen Unterschiede vom Mutterkonzern zu BKW Building Solutions? In der Baubranche wird mit viel kleineren Margen gerechnet. Ein durchschnittlicher Mitarbeitender erwirtschaftet einen EBIT von rund 10’000 Franken pro Jahr. Das ist ein knallhartes Business. Jede Stunde, die nicht produktiv gearbeitet wird, kostet uns Geld. Das war mir vorher bewusst – aber nicht in diesem Ausmass.

BKW BUILDING SOLUTIONS 11

KOLUMNE

Philipp Tinguely

Welche Chancen bietet die Digitalisierung? Die Digitalisierung ermöglicht es uns in erster Linie, effizienter zu werden – vor allem in den Geschäftsprozessen. Unsere Branche wird auch getrieben durch Themen wie Gebäudeautomation und Gebäudeinformatik. Zudem ist Building Information Modeling (BIM) ein wichtiges Thema und eine Chance, nicht zuletzt aufgrund der bestehenden Kundenbedürfnisse. 

Das vollständige Interview: www.bkw.ch/pruessing

Das ist BKW Building Solutions 1’700 Mitarbeitende, über 30 Firmen: Mit dem nationalen Netzwerk von Gebäudetechnik-Spezialisten bündelt BKW Building Solutions ihre Kom­ petenzen für die Planung, die Realisierung und die Wartung von Neubau-oder Sanierungsprojekten – unabhängig davon, ob es sich dabei um einen Privat-, Gewerbe- oder Industriebau handelt.

Weitere Informationen: www.gebaeudetechnikgruppe.ch Projekt Wolkenwerk: www.bkw.ch/wolkenwerk

Wieso? Weshalb? Warum? arum. Durch ihr Frage nach dem W Kinder lieben die n sie Er wachsene chfragen bringe hartnäckige s Na weiflung. War um n Rand der Verz zu manchmal an de ar um schwierig eicht , weil das W hin eigentlich? Viell e hr r über Ja . Vielleicht, weil wi beantwor ten ist Leichtigkeit, Freier ch dli n, mit kin weg verlernt habe agen. Eigentlich Dinge zu hinterfr als heit und Frechheit entscheidender s War um ist of t schade, denn da das Wie. ehmen wichtig? zt für ein Untern Warum ist das jet t Unternehmens­ mte Kunde entlarv Der selbstbestim ere Versprechen Wer bung und le en sk andale, plumpe im Handumdreh italisier ten Welt ie dank unserer dig Kn die arke in Sekunden eine M und kann inner t Sinnstiftung eines die ss da hr t dazu, zwingen. Dies fü rückt. Sei es bei den Vordergrund Unternehmens in eitenden sowie gen oder Mitarb Kaufents cheidun n Sinn in ihrer rbeitenden, die de potenziellen Mita erkennen wollen. Berufstätigkeit aten intensiv den let zten Mon W ir haben uns in es uns gibt und schäftigt, warum mit der Frage be ag wir als er folg chaf tlichen Beitr n iso welchen ge sells Ra e Di . sten mensnetzwerk lei reiches Unterneh «W ir ge st alten : en ag Fr e tet dies d’ Être beantwor der Zukunf t.» für Lebensräume Infrastrukturen ehrt zuerst ch dazu ein, verm Gerne lade ich eu ihr Zeit und zu fragen, bevor rt. nach dem Warum tzung – investie ie – also die Umse Energie in das W

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WETTBEWERB

Buch ! nen gewin

MARKENHARMONISIERUNG

Aus der Arnolddie BKW Infra S Der Kompetenzbereich BKW Infra Services wird auch nach aussen sichtbar: Seit dem 28. März sind alle Firmen im Netzwerk mit einem harmoni­sierten Markenauftritt präsent. BKWorld hat nachgefragt, was es dazu braucht.

Frag immer erst: Warum? Am Beginn einer jeden Erfolgsgeschichte steht eine einfache Frage: «Warum?» Warum sind manche Organisationen profitabler als andere? Warum werden einige Führungskräfte von ihren Mitarbeitenden mehr geschätzt und andere weniger? Warum sind manche Menschen in der Lage, immer und immer wieder erfolgreich zu sein? In seinem Bestseller, der zum ersten Mal in deutscher Sprache erscheint, zeigt Simon Sinek, dass erfolgreiche Persönlichkeiten wie Martin Luther King Jr. oder Steve Jobs alle nach demselben natürlichen Muster dachten, handelten und kommunizierten. Am Anfang ihres Wirkens stand immer die Frage nach dem Warum. Mit diesem Ansatz schafften sie es, bedeutende Dinge zu vollbringen und darüber hinaus ihre Mitstreiter zu inspirieren. Wir verlosen den Bestseller fünf Mal. So nehmen Sie teil: –– Wenn möglich im BKWeb –– Per E-Mail an [email protected] –– Per Post an BKW, Redaktion BKWorld, Stichwort: Verlosung BKWorld, Viktoriaplatz 2, 3013 Bern (bitte immer auch Ihre Privat­adresse angeben) –– Die Gewinner erhalten das Buch per Post. Teilnahmeschluss: Freitag, 28. Juni 2019

Teilnahme unter: www.bkw.ch/verlosung-bkworld

«Wir nutzen die Kompetenzmarke BKW Infra Services, um nach aussen einen klaren und verständlichen Zugang zu unseren Kompetenzen in den Bereichen Energie, Telecom, Verkehr und Wasser zu schaffen.» Das sagt Werner Sturm, Geschäftsführer der Arnold AG, stellvertretend für die Geschäftsleitung der ArnoldGruppe. Die Arnold-Gruppe umfasst sechs Firmen (siehe Kasten), die zusammen den Kompetenzbereich BKW Infra Services ausmachen.

10’000 Arbeitskleider

4 ’500 T-Shirts

Die Firmen von BKW Infra Services Neu treten die sechs Firmen Arnold AG, Arpe AG, Baumeler Leitungsbau AG, Curea Elektro AG, Hinni AG sowie Traital Srl unter der Kompetenzmarke BKW Infra Services auf. Bei den einzelnen Firmenlogos wird der Name des Unternehmens mit dem einheitlichen Deskriptor «Infra Services» ergänzt.

BKW INFRA SERVICES

Gruppe wird ervices Zahlen und Fakten Auf den Firmenwebsites, in den Broschüren und bei den Gebäudebeschriftungen wurden die Logos bereits angepasst. Im Laufe des Jahres werden schrittweise die Fahrzeuge und die Arbeitskleider umgesetzt.

Alle Firmen heissen weiterhin gleich und so, wie sie im Markt bekannt sind. Seit dem 28. März tragen sie aber im Logo die Byline «Infra Services» unter ihrer Firmenbezeichnung. Die Geschäftsleitung der Arnold-Gruppe war von Anfang an überzeugt, den visuellen Auftritt aller Unternehmen auf einmal zu vereinheitlichen. «Wir sind effizienter und effektiver, wenn wir dies auf einmal machen», sagt Werner Sturm dazu.

Die Zahlen sprechen für sich:

800 Fahrzeuge 30 Standorte 35 Broschüren

40’000

6 Websites

Aufkleber

3’000 Dokumente Der Beschluss zum einheitlichen Auftritt mag einfach scheinen. Doch um ein Projekt dieser Grösse zum Erfolg zu führen, braucht es Zeit, Austausch, gegenseitige Unterstützung und das Commitment der Geschäftsleitung. Der Marathon gilt als Königsdisziplin der Läufer. Wer die 42,195 Kilometer schaffen will, braucht

Willenskraft, Zielorientierung und Durchhaltevermögen und darf sich nicht durch Rückschläge aus dem Konzept bringen lassen. Diese Eigenschaften sind auch in diesem Projekt gefragt und bringen alle Projektbeteiligten zum Ziel.

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KOMPETENZEN BÜNDELN

Die BKW und Arnold gemeinsam unter einem Dach in Delémont Auf dem Papier ist alles geregelt. Die Mitarbeitenden von Arnold und der BKW im Jura werden sich ab 2020 das BKW Gebäude in Delémont teilen. Warum dieser örtliche Zusammenschluss und was er bedeutet, haben wir Daniel Gurtner von Arnold und Pascal Egger von der BKW gefragt.

Das dreistöckige BKW Gebäude nahe beim Bahnhof Delémont steht zurzeit zur Hälfte leer. Bis vor Kurzem nutzten die Büros Kolleginnen und Kollegen von der Beschaffung und des Billing, die im Rahmen der Zentralisierung im Geschäftsbereich Netze inzwischen nach Nidau und Bern umge­ zogen sind. Zwanzig Monteurinnen und Monteure sowie zehn Personen der Führung und Administration von Arnold werden ab 2020 aus Rossemaison ins BKW Gebäude in Delémont einziehen und den Standort mit Kolleginnen und Kollegen der BKW teilen.

«Es ist herausfordernd, weil wir insgesamt weniger Fläche zur Verfügung haben werden.» Gemeinsamer Standort im Jura Die beiden Führungskräfte Daniel Gurtner, Leiter Geschäftseinheit Jura bei Arnold, und Pascal Egger, Chef des Bereichs Delémont-Laufen bei BKW Netze, spannen bereits heute bei der Ausführung zusammen. Sie sind überzeugt, dass die Bündelung ihrer Kompetenzen am gemeinsamen Standort für den Betrieb bei Drittkunden und die Montage für BKW Netze im Jura oder auch im Störungsfall sinnvoll ist und einen Mehrwert bringt. Pascal Egger dazu:

«Wir ergänzen uns ideal bei unserer Ausrüstung. Arnold hat zum Beispiel mehrere Spezialfahrzeuge, die wir auch für den Transport von Trafos auf unseren Baustellen nutzen könnten. Wir sehen da ein grosses Synergiepotenzial.» Daniel Gurtner ergänzt: «Wichtig ist, dass wir uns gut organisieren und Einsätze entsprechend planen.» Den vorhandenen Raum optimal einteilen Auf den Plänen haben sie bereits alle Räum­ lichkeiten klar zugeteilt. Daniel Gurtner führt aus: «Wir haben beide weniger Fläche zur Verfügung als jetzt und da mussten wir gemeinsame Lösungen finden.» Das Wohl der Kolleginnen und Kollegen liegt ihnen am Herzen. Auf dem Parkplatz werden neue Unterstände für Anhänger und schwere Maschinen gebaut. So haben alle Gruppenfahrzeuge einen trockenen Platz in der Garage und die Mitarbeitenden können die Ausrüstung bei Nässe und Kälte über Nacht trocknen lassen. «Das war uns ein grosses Anliegen», beteuern beide. Die Hüte bleiben unterschiedlich Am Markt werden die beiden Dienstleister weiterhin getrennt auftreten. Daniel Gurtner erklärt: «Wir von Arnold mieten uns hier ein. Es sieht dann so aus wie Migros und Denner. Im Parterre entsteht

ein gemeinsamer Empfang für Arnold und die BKW.» Netzdienstleistungen bieten beide an. Das Angebot von Arnold ist breiter und umfasst auch den Bau und Unterhalt von Telecomnetzen und Strasseninfrastruktur. Bei Kundenaufträgen, wie zum Beispiel für neue Strassen-

«Wir treten weiterhin getrennt am Markt auf.» beleuchtungen, werden sie eng zusammenarbeiten. Mitarbeitende von Arnold verantworten die Projektentwicklung, Planung und Installation der Telekommunikations- oder Strasseninfrastrukturen. Für alles, was mit Energie zu tun hat, übernimmt die BKW (NPPJ) die Projektentwicklung und verteilt wie heute die Montagearbeiten. Daniel Gurtner sagt dazu: «Wir haben zwei unterschiedliche Hüte an und das bleibt so.» 

Pascal Egger von der BKW und Daniel Gurtner von Arnold: zwei Hüte – ein Standort

BKW POWER GRID

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STILLLEGUNG KKM

BKW ENERGY

Abschalten. Aber richtig! Warum wir das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) am 20. Dezember 2019 endgültig vom Netz nehmen und es anschliessend stilllegen, ist bekannt: 2013 hat die BKW diesen Entscheid aus unternehmerischen Gründen gefällt. Aber wie geht die Abschaltung genau vor sich? Welche Schritte braucht es dafür?

Ab Anfang November 2019: Coastdown Die Leistung des Kernkraftwerks nimmt langsam ab, weil der Brennstoff bald aufgebraucht ist. Diese Leistungsreduktion heisst im Fachjargon «Coastdown».

19. Dezember 2019, abends: letzte ­Vorbereitungen für die Abschaltung Es werden verschiedene Systemprüfungen durchgeführt, um das reibungslose Abschalten vorzubereiten.

Ab 20. Dezember 2019, frühmorgens: Beginn Leistungsreduktion Durch Reduzieren der Kernumwälzmenge – also des Wassers, das durch den Kern fliesst – und das Einfahren der Steuerstäbe wird die Reaktorleistung aktiv reduziert.

20. Dezember 2019, gegen Mittag: endgültige Einstellung des Leistungsbetriebs Damit nicht alle 57 Steuerstäbe einzeln eingefahren werden müssen, wird bei ganz tiefer Leistung eine Reaktorschnellabschaltung ausgelöst. Die noch nicht eingefahrenen Steuerstäbe werden in weniger als vier Sekunden eingefahren. Damit wird der Reaktor abgeschaltet. Dazu wird der berühmte rote Knopf ­gedrückt. Doch halt – es ist nicht ein Knopf, sondern zwei, die dafür gedrückt werden.

21. Dezember 2019: Absicherung der Systeme Der Reaktor ist so weit abgekühlt, dass die Temperatur des Wasser-DampfGemischs im Reaktor von bis zu 280 °C schon auf unter 100 °C gesunken ist. Am Abend steigt das Fest für die Mitarbeitenden im KKM als Dank für die langjährige Arbeit.

Ab 20. Dezember 2019, nachmittags: Abkühlen des Reaktors Mit dem Drücken der beiden roten Knöpfe ist der Reaktor abgeschaltet, aber noch nicht abgekühlt. Das Reaktorwasser und damit der Reaktor werden weiter gekühlt und der Druck reduziert.

Bis 22. Dezember 2019, nachts: Abschluss der Abschaltungsarbeiten Wenn die mit dem Abschalten verbundenen Arbeiten durchgeführt sind, beginnen für die meisten Mitarbeitenden die wohlverdienten Weihnachtsferien, bis es dann am 6. Januar 2020 mit den Rückbauarbeiten weitergeht.

Der Rückbau beginnt

[email protected]

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Gerwin Spölgen (links) und Tobias Kuchen (rechts) schauen über den Tellerrand hinaus

Gute Ideen sind gesucht! [email protected] entstand als Initiative 2018 und ermutigt in der ersten Durchführung Mitarbeitende in den Geschäftsbereichen Produktion und Netze, dem Umbruch in der Energiewelt mit neuen Ideen zu begegnen. Tobias Kuchen und Gerwin Spölgen geben einen Einblick in ihre Idee, die sie im Rahmen von [email protected] gemeinsam verfolgt haben. Tobias Kuchen und Gerwin Spölgen arbeiten in unterschiedlichen Funktionen im Projekt Stilllegung. Sie verfolgten im Rahmen von [email protected] gemeinsam das Thema «Wissenstransfer». Gerwin Spölgen begründet die Themenwahl: «Es ist ein Erfolgsfaktor, wie in einem Unternehmen der Wissenstransfer funktioniert.» Ihr Ziel war es, zu prüfen, wie «Wissenstransfer im Unternehmen zur Erhöhung des Projekterfolgs» beiträgt. Dazu führten sie Gespräche mit Mitarbeitenden aus anderen Bereichen der BKW. Sie stiessen auf gemeinsame Themen wie den Umgang mit Behörden oder welche Drittfirmen sich aufgrund ihrer guten Performance und ihrer niedrigen Preise für eine Zusammenarbeit qualifizieren.

war das eine riesige Bereicherung.» Spölgen und Kuchen empfehlen allen Mitarbeitenden, bei [email protected] mitzumachen, wenn sich ihnen eine Chance dazu bietet. Persönlich freuen sie sich nicht nur, dass sie die Konzernleitung vom Potenzial ihrer Idee überzeugen konnten, sondern dass inzwischen auch ein Ergebnis aus dem Wissenstransfer als Anstoss für ein konzernweites Projekt genutzt wurde.

«[email protected] ist eine gute Plattform, um über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.»

[email protected] geht 2019 in die zweite Runde Im Februar fand der Kick-off für [email protected] 2019 statt. Mit­ machen werden in diesem Jahr Mitarbeitende aus zusätzlichen Bereichen. Die drei Schwerpunkte für Ideen sind: «Kerngeschäft entwickeln», «Digitalisierung nutzen» und «Transformation der BKW gestalten». Ende November prämiert die Jury Lösungsansätze. 

Austausch und Vernetzung nutzen Gemeinsam schauten sie über den Tellerrand ihrer täglichen Arbeit. Dazu Tobias Kuchen: «Alle, auf die wir zugegangen sind, waren offen und haben ihr Wissen mit uns geteilt. Da wir Spezialisten sind, ich zum Beispiel für die Terminplanung, konnte ich auch Wissen an andere Projektleiter weitergeben. Für uns

«Wir wollten etwas Sinnstiftendes für das Unternehmen bewirken.»

Weitere Infos: www.bkw.ch/ideasatwork

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WIR SIND BKW

Leidenschaft für Planung Ob Planung wirklich das halbe Leben ist, sei jetzt mal dahingestellt. Sie ist essenziell, darin sind sich unsere fünf Planer aus den verschiedenen Kompetenzbereichen einig. Sie alle planen tagtäglich: sei es den Personaleinsatz eines Grossprojekts, den zeitlichen Ablauf der Stilllegung des KKM, Gebäudetechnikprojekte, ISO-Zertifizierungen oder die integrierte Kommunikation von Engineering.

Turgut Özgür Abteilungsleiter Lüftung, Schmid Amrhein AG «Was mich an meinem Job begeistert? Dass er sehr vielseitig und abwechslungsreich ist. Fast kein Projekt gleicht dem anderen. Ich begegne oft interessanten und neuen Situationen. Sozialkompetenz, Wille und Durchsetzungsvermögen sowie Freude an der Arbeit helfen mir, meinen Job erfolgreich auszuüben.»

Die vollständigen Interviews: blog.bkw.ch

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Tobias Kuchen Gesamtterminplaner Stilllegung ­ Kernkraftwerk Mühleberg «Ob meine planerischen Fähigkeiten auch im Privatleben durchsickern? Ich denke, dass die planerischen Fähigkeiten bei mir schon immer vorhanden waren. Sie kommen im Privatleben aber weniger zur Geltung, da die Projekte viel kleiner sind. Das bedeutet, dass beispielsweise für das neue Gestell in der Küche ein Fresszettel als Bauanleitung genügen muss.»

Josef Hofer Qualitätsmanager, Arnold AG «Bei all meinen Tätigkeiten als Qualitätsmanager sind verschiedene Tochterfirmen und Abteilungen involviert. Daher sind die Koordination und die Planung mit allen Beteiligten der Grundstein für eine erfolgreiche Umsetzung.»

Sabine Bargetzi Spezialistin Kommunikation und Marketing für BKW Engineering «Mein Arbeitsalltag besteht oft aus Unvorhergesehenem. Das bedeutet, dass ich viele Zeitpolster benötige, ‹wenn es mal irgendwo brennt›. Ohne eine gute Organisation der planbaren Aufgaben wäre es unmöglich, spontan und flexibel auf solche ‹Feuerwehrübungen› zu reagieren. Was es braucht, um meinen Job erfolgreich zu gestalten, sind Kontaktfreudigkeit, Kreativität und Gelassenheit.»

Albert Boss Leiter Netzgebiet Jungfrauregion «Die Planung der personellen Ressourcen ist heraus­ fordernd: Ziel ist es, die Mitarbeitenden optimal einzusetzen. Da wir fremdgesteuert sind, sei es von der Zentrale, unseren Auftraggebern, der Instandhaltung oder den Planern, ist dies eine grosse Herausforderung und nimmt viel Zeit in Anspruch.»

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