2 3 2 Zusammenfassung


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Ersetze deine Selbstkritik durch Selbstmitgefühl Anleitung Denke über ein k ​ onkretes​ Verhalten nach, das du gerne ändern würdest - etwas, für das  du dich selbst häufig stark kritisierst. Wähle ein Verhalten, das nicht hilfreich ist und das  du verändern kannst. (Also keine dauerhafte Eigenschaft wie "meine Füße sind zu  groß").    Beispiele sind:  "Ich mache zu wenig Sport"  "Ich rauche zu viel"  "Ich bin zu zurückhaltend"  "Ich bin sooo ungeduldig"    Bitte schreibe dieses Verhalten auf.    ___________________________________________________________________________________________    ___________________________________________________________________________________________ 

1. Finde deine selbstkritische Stimme Jetzt schreibe bitte auf, was du dir normalerweise selbst in solchen Momenten sagst.     ___________________________________________________________________________________________    ___________________________________________________________________________________________    ___________________________________________________________________________________________    Wie drückt sich die selbstkritische Stimme, dein innerer Kritiker, aus?     ___________________________________________________________________________________________    Welche Wörter benutzt er?     ___________________________________________________________________________________________   

Und welche Tonart?     ___________________________________________________________________________________________    Nimm dir dann einen Moment Zeit, um zu sehen, wie es sich anfühlt, wenn du dich  selbst kritisierst. Wieviel Leid hat die Stimme deines inneren Kritikers bei dir verursacht?     ___________________________________________________________________________________________    ___________________________________________________________________________________________    ___________________________________________________________________________________________    Wenn du magst, versuche dir selbst Mitgefühl dafür zu geben, wie schwer es ist, sich  selbst so hart zu kritisieren. Nimm dir einen Moment Zeit und erkenne deinen Schmerz  an: "​Das ist schwer.​" "​Das tut weh.​" 

2. Wende dich deiner selbstkritischen Stimme zu Versuche nun einmal eine offene, neugierige und interessierte Haltung gegenüber  deiner kritischen Stimme, deinem inneren Kritiker, einzunehmen.    Warum dauert deine Selbstkritik nun schon so lange an? Versucht dein innerer Kritiker  dich auf irgendeine Weise zu beschützen, dich vor Gefahren zu schützen, auch wenn  das Ergebnis nicht unbedingt hilfreich war? Schreibe auf, was deine kritische Stimme  motiviert.    ___________________________________________________________________________________________    ___________________________________________________________________________________________    ___________________________________________________________________________________________    Wenn du nicht wirklich erkennen kannst, wobei dir deine kritische Stimme helfen  möchte - manchmal ist die Motivation oder die gute Absicht nicht sofort ersichtlich -  dann versuche dir selbst weiter Mitgefühl dafür zu geben, wie du in der Vergangenheit  unter deiner Selbstkritik gelitten hast.     Wenn du eine gute Absicht oder Motivation erkannt hast, dann versuche deine kritische  Stimme, deinen inneren Kritiker, für seine Bemühungen anzuerkennen und vielleicht  sogar ein paar Worte des Dankes aufzuschreiben. Lasse deinen inneren Kritiker wissen,  dass, obwohl er gerade nicht sehr hilfreich scheint, seine Absicht gut war und er sein  Bestes versucht hat.  

3. Deine mitfühlende Stimme finden   Da deine selbstkritische Stimme nun gehört und anerkannt wurde, schau, ob es  dadurch etwas Platz für eine andere Stimme - deine mitfühlende Stimme - gibt. Dieser  Teil von dir ist sehr weise und erkennt, wie du dir mit deinem Verhalten zum Teil  Schaden zufügst. Auch dieser Teil möchte, dass sich etwas ändert, jedoch auf einen  anderen Weg und aus anderen Gründen.     Bitte schließe deine Augen. Lege deine Hände über dein Herz oder einen anderen  beruhigenden Ort, und fühle ihre Wärme.    Nun reflektiere erneut das Verhalten, mit dem du zu kämpfen hast.  Fange an, die folgenden Sätze zu wiederholen, die die Essenz deiner Inneren  mitfühlende Stimme erfassen:    - "​Ich liebe dich und ich will nicht, dass du leidest​."  "​Ich sorge mich sehr um dich und deshalb möchte ich dir helfen, etwas zu  verändern.​"  - “​Ich bin für dich da​.”    Jetzt öffne bitte deine Augen. Nimm dir ein Blatt Papier und fange an, frei und spontan  zu schreiben, indem du deine mitfühlende Stimme verwendest und das Verhalten  angehst, das du gerne ändern würdest. Und zwar aus dem tiefen Gefühl und Wunsch  heraus: "​Ich liebe dich und will nicht, dass du leidest,​ "    Welche Worte der Ermutigung und emotionalen Unterstützung brauchst du, um dein  Bestes zu geben - um etwas zu ändern? Wenn du Schwierigkeiten hast, Wörter zu  finden, versuche dir vorzustellen, wie du mit einem lieben Freund/einer lieben Freundin  sprichst, wenn diese/r ähnliche Schwierigkeiten hat.    Wenn du ein paar neue Worte für deine mitfühlende Stimme gefunden hast, dann lass  dich jetzt voll auf das Gefühl, unterstützt zu werden, ein und spüre in dich hinein. Wie  fühlst du dich? Und dein Körper?    ___________________________________________________________________________________________    ___________________________________________________________________________________________    Anmerkung:​ ​Wenn du Schwierigkeiten hattest, mitfühlende Worte zu finden, ist das auch in  Ordnung. Es braucht etwas Zeit. Das Wichtigste ist, dass wir uns bemühen, unterstützender  und mitfühlender mit uns selbst zu sein. Durch ein regelmäßiges Üben bilden sich dann neue  Gewohnheiten.